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Full text of "Unger Family Collection 1939-1971"

AtZ- isisq 



b/1- 




+-au i lu Co Imc^oa 




&( Ki -■ 




ISUÜ 




M 



Zj^ ^U^iMii in 




Dr* Prl€drlcli Ungar 
63 West öSth StrMt 



Hw Yorki U9i^ 13, 1940» 



Ur. Byron DeliiqportÄ 

c/o Alexandrla CoioaMirclal Co S#A» 

P.O.B. 623 

flex&ndria^ Ssypt« 

Dear Mr* Deliaportsi 

With ref arence to your correapondance with Mr» W#Kfiqppli 
of Zuarlch, and especiaily to tha rwark In your f avor of 
March 30th, part&ining to the naUonaXity of avary mwabar 
of Europaan Taxtiia Corporation I wiah to ancioaa tha followlng 
affiüavitß, duiy iagalized by tha Royal Conaulata a£ Rgyptf 
Naw York s 

a) concamlng tha nationatity of tha mambara of tha board 
of tha firm» 

b) concamli« tha nationallty of Stock-holdara. I mippoaa 
that dooumantary proof b) wlli not \ye naadad, but with tha 
tarm "avary niaBA>ar of#»" In your aüKivaaantionad latter baing 
not Qulta Ciaart *• thought It praf arabia to aupp^ you aiao 
with thia avidanoa in ordar to foraataU any furthar dalay in 
thia aattar# It ia up to you whathar you think it nacesaary 

to produca thia additional proof i or noU 

In thaaa troublad daya I am at a loaa to foraaaa» trihathar 
thaaa proofa will aUU naadad, or ba of ar^ uaa» whanavar th^ 
raach you» But lat» a hopa f or tha best» 

Wa ara faarfUUy worriad about tha laat Europaan davelop- 
manta. Wa aincaraly wiah that at laaftt your country might xtty 
aacapa tha tarrora of war* 

Youra faithfUUyt 



Ör iginai Air Mail, 
Copy ordinary Mail 






\ 



^ 



V "- »"/>• •„ 




23.DQaember 1940. 



Lieber Herr .\mbeß| 

Ihren Briei vorru 22. Oktober ha>)e ich dieser Tage 
mit der Jetzt uebiiclien Versp€etun5 erhr-aten. Hoff entlieh 8ind 
alle Beleg« jetzt endlich beisammen und kaim das Coneulat seine 
Jtintscheiüxing treffen. Leider sind jet^^t aJ.le Lntechoidüngen 
ganz uneinheitlich und Ich kenne ebernf^owchl r ereile, in denen 
weniger Vcrau Umsetzungen vc>x*la,-:en und a'Je dv*>ch in ieti^t^r Zeit 
guenstig er4.edi^<t wu^^aen, r>l3 ;ruch Fnf^.iie, /^o bo^r£.r Leute mit 
betraecnülicliem eigenen Vermo^^c^^ sunieckg^v^iesen vwirden» Man 
kam nui* hoffen, dass oie ciif aincn wcMv/cilcncien ?:ef(jrcnten 

stoösen. iutau Erfols* 

W^iö uns »selbst betrifft, rsind ifir diM'C"*-^. ellerhand 
meist verdriess.llch^ Aj-^jeieg.i^heiten hlo' ^.uriieckrjehratftn, duerf- 
ten aber doch in d^n allo:^aechßt,tjn Monatnn uebersleaeln. Viel- 
leicht aber sini 3io noch vorher hi^^r. 

Hit besten ^r'i^:s3B(^'a und .'^roukahrswucn'Dchen an Sie 



und I.hre Frau Gemanlln bin ijh 



Vrir ♦^^rgabener 



tilg- \ zsi^ 



iien, 2-c. Oictober, 1940. 



boltr ^'«^'irt^r '^err ^octor! 



4\r: eriiielten von unserem Sokn 4ie i>lÄC^ric^t, 'lasa Sie 

aud ^ie iük Äiiüojßie i^ack die -ndern .lerren geneigt sind, m*ineir Bitte 

/■^\ 

am Hüte ixi^lngegenWeit anserer üuareiae ;iu entsprecMen, Heute beluim ich 
Ikr wertes Scjireiben ▼6m ii. uud danlte Iknen herzlickst rdr 'lie gute 
Absicht. loh 3elB*^ea weiteren islacliricAten wegen ^urdttükrung ^er ^«Gl^e 
entgegen, rlott-ntlick wird Ilar- Jnt-ratüt^uag zusammen mit '^en Dokumenten 
welcke von ']^eorg un-^ nock ein-r anderen Seite teils sjhon abgegangen sind, 
teils ino Birze abgeken sollen, ^^.ri<).^^n^ um ''en erstrebten Zweclc zu er- 
reichen, d» Berichte vorliegen, d^as eine Ivild-rung '^er strengen Vor- 
schrirten kevorsteke, was ich allerdings nickt recht glaiben k:ann. Sollte 
nock ein üeorig^s zu tun sein, gebe ick die Hoffnung nickt üuf, '^ass Sie 
in '^er einen oder anderen iJ^orm mir nock werden neii^u wuxx.^. a-...^..-^^ 
nekmen Sie nockm^ls unseren inaigsteu ^ant entgegen. 

Ich kabe Si« bisker mit Briefn nicht in ikna^ruck genOLuaen, da 
ick von Peter imr.er von Ihrem .lohlbetinden körte un^ t5ie von uns durch .i^or 
.teta aul .em I.ufeden erkalt.n .ur.en. Ikre Jebersie^lung nach dem .'esten 
teilte iLir Pet.r mit, ick w^nscke Iknen und Iirer jj^amilie Alles lute und 
wurde mick fruen,zu kören, dass Sie dort einen oesseren Bod-n wie in I^ewyork 
linden ..ögea. Bleiben bie weiter gesund und seien Sie kerzlichst gegrüsst 



'JLH 




U.October 1940 • 



/ 



Sehr geehrter Herr Ambes, 



Aus Ihrem Brief vom 18. September habe Ich mit Bedauern 
entnommen, dass das Affidavit, das Sie sich von Herrn Altmann 
beschafft haben, endgueltig wertlos ist« Leider koennen wir ■— 
Ihnen mit unseren Affidavits nicht mehr zur Verfue^^ng stehen, 
weix Jeder von uns bereits eine Anzahl gegeben hat, sodass zu 
befuerchten ist, dass bereits welche von den bisherigen nicht 
anerkannt werden ( ebenso wie bei Herrn Altmann) , wobei bei uns 
hinzukommt, dass wir hier noch kein Einkommen haben» 

V/ir mc echten aber das Unsrige tun, um Ihnen zu ermoeg- 
lichen, zu Ihrem Sohn zu kommen« Wir haben uns daher mit Ihrem 
Herrn Sohn in Verbindung gesetzt und erfahren, dass er Ihnen 
bereits sein Affidavit geschickt hat und noch ein ergaenz<indes 
Affidavit in Aussicht hat« Daher scheint es unsjDc am zweckmaes- 
sigsten, wenn unsere Mitwirkung in der Weise erfolgt, dass wir 
veranlassen^ dass ein Betrag von $ 1,600.- bei einer hiesigem 
Grossbank mit der Bedingung aut einige Monate blockiert wird, 
dass Sie ueber denselben nach Ihrer Einreise nach USA verfuegen 
koennen. Im Falle eines anderen Khepaars war das die Bedingung, 
die von einem US Consula^ gestellt wurde. Aber selb stversta end- 
lich ist die Praxis keine einheitliche und die Consulate haben 
scheinbar sL Igemein die Weisung, den Visumwerbem moeglichst 
Schv/ierigkeiten zu machen. 

Es wird mich sehr freuen, von Ihnen in der Sache bald 
Guenstiges zu hoeren. 

Bei uns selbst gibt es nichts Erv/aehnenewertes. Es 
ist eben sehr schvfer^ in einem fremaen Land Fuss zu fassen, 
besonders wenn man nicht melir ganz Jung ist. 

Mit besten Gruessen und Umpfehlungen 

Ihr ergebener 



George Ain"be8 
100 Bay 26 Str. 
Brooklyn, K. !• 



4. Oktober 1940. 



Sehr geehrter Herr I^oktor*. 

In der Beilage uebermittle ich Ihnen ein 
an i.ie gerichtetes schreiben meines Vaters, aas mir heute zuiiarn. 



Kit besten Gruessen 



Ihr 




^ 



vUmW 



\ 



•ien, Ib. September, 1940, 



^9lkT geelirter Herr "^olttor. 

Georg wird Ihnen uiit^jeteilt kabea, iitss Hokea- 
berg endgiltig die ver langten Nachträge aam Affidavit zu gei.en sick 
weigert and mick un meine frakren ökefs verweist, welcke ^ckon lange 
gebag in USA sind, um gelbst Affidavits geben ^a können. Ick habe mick 
auck anderweitig umges -hen.z.B. bei Bernhard Utm.nn, welcher mir 
wokl ein Affidavit geben will, das aber wertlos ist, weil er mekr als 
40 Leute sckon kinUbergebracht hat, sein Affidavit daker nunmehr als 
nicht menr «usreickend angeseken wird. Ick muss -^aker an Sie und 
Herrn Aiiainger keranterten und Sie bitten, mir ^u keifen und mir und 
meiner i^rau Affidavits ^u schicken. Wenn «ach derzeit nicht sofort 
die Möglichkeit zur Heise gegeben wäre - die ^'»^hrt ist hier bereits 
soweit es ^ie Kosten betrifft, sichergestellt , so ist dovh die erste 
Vorbedingung das Atfidavit-ioh kennte warsckeinlich infolge meiner 
Verbindungen b^im ^er Kultasgeneinde eine Beschleunigung ^er Pakrt- 
gelegenheit4urchl^:ikr-n. ^s ist ^ie erste Bitte, welche ich «n '^ie 
un. ^ie anderen Ferren richte n. ich hoff^, i^ss Sie ^ir in meiner 
Lage ^l«3e nicht abschlagen werden.nie dort nötige.. Wege wir^ Ihnen 
mein SJhn gerne besorgen. 

ich korfe Sie uid Ihre ^^milie bei bester Gesundkeit 
und *r.« mick freuen au kören, dass Sie endlich ineiner Ihre lonscke 
befWi-enden Veise etwas Passen.'es gefunden haoen. 

Liit besten ^rüsaen *n Sie un^ ^ie Kiader un-i Han^'kuss 
j^Jie gnadige c'rau bin ick 

Ihr ergebener ^o 

i^fl von iDoiner jj^rau beste iniase an Alle. (^^^^L L^ i^ C^ 



George ^ypi^bes 
100 Böjr ki6 otr» 
Brooklyn, K. Y« 



11. Okto'ber 1940, 



behr geelii'ter Herr o^oktor: 

Ich ^itte oie meinen herzlichsten Dank fuer ihre 
Hilfe raeinem Vater -egenueher ent£;e{ßnz\mei^en. 

• «v, ^A,.n h^-i nn<5prer letzten Unterredung 
ich will Ihnen ganz offen aa.-en aas. ich micn ^^ ^^^^^^^^^^ ^ ^,^^ ,.,^ 
durch Ihre Bemerkung wejen aer tetite &ehr sekraeuÄi, 
auch der üruiid, warum ich den ^heck retournierte. 

Ihre 'leuerliche ^rooszuesigkeit zeigt mir aber, dass diese ^e..erkuns 
s^cLrliS üiSt boes ..emeint war uiKi ich habe wohl aen ^'ehl« "e-an>en, 
"ii fal'S Sizui-a^sen: i^a ich .ie und Ihre -rt ja schon lan;:e ..-enug Kenne, 
hätte iS i^hl sleich klar sehen mues^en. Es waere mir un.enenm zu wi.sen. 
aass oie mir aiesen ^^vischenfall nicht nachtru-en. 



Kit den besten ^ruessen 



Ihr ere,-eb»ner 




George Ambe 8 
100 Bay 26 Str. 
Brooklyn, H. Y, 



7. September 1940, 



Dr. Fritz Unger 
Park Chambers Hotel 
68 W 58 Str. 
New York, N. Y. 



Sehr geehrter Herr Doktor: 

In der Beilage retourniere ich Ihnen Ihren Check 
per $ 800.00, da ich keinesfalls moechte, dass Sie an der '' Petite " irgendwie 
beteiligt sind und es mir auch nicht angenehm ist, in Ihrer Schuld zu sein. 

Bitte, retournieren Sie mir die Kmpfangsbestaetig^lng. 

LIit besten Gruessen 




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rgeQiijnbes, 



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George Ambes 
ICX) Boy 26 Str. 
Brooklyn, K« Y» 



Liebe Frau Doktor: 

In der Beilage uebermlttle ich Ihnen einen Brief von 
Ernst I den ich gestern erhielt« 

Ich hoffe, dass die Post Ihnen nachgesandt wird und bitte Sie sehr, mich zu 
verstaendigen, sobald Sie wieder In New York sind, da ich gerne Ihnen und 
Herim Doktor wegen meiner Eltern und wegen Ernst verschiedene Mitteilungen 
machen moechte« 

Ich hoffe, dass Sie eine schoene Reise und -uf enthalt ht^tten und begruesse 
Sie bestens 



Ihr 



%ßm' ^wl^ 



Geor.^e Ambes 

loo Bay '^6th str. 



3o. April 194o. 



.Hrool-:l.yn, 



i-4 • 



Y. 



Sehr Pieehrter Herr Doktor: 



o 



Me Firma Herl und Dr. Otto trauss, 
^5 7/ 42nr^ r-tr. bei der \Z±e schon einnol waren, ha.t rlie Option auf 
einige arp:entinische /isa. Dieselben sind nur fuer ehem. cechoslov. 
Staat sbuer^^er zu haben. Ausser einem Landungsi!:elrl von 5oo •$, das 



pro 



<• < j 



wieder ^•us^'^ezahlt v/ird, kostet die Durchfuehrunp; ca. öoo > 
Jj'amilie. Bitte, wenn Sie hieri^'ier Interesse haben, wenden le öicn 
an obip^e i^'irma. 

Von einer bekannten Dame, die ehen ^M^s ,Vien einlan,":te, hatte ich recht 
schlechte i'achric'vten ^on den filtern. Fein v^ter war schwer krank und 
hat sich noch nicht recht erholt, ausserdem war eine Hausdurchsuchung 
bei -en -Jltern, -He '^'luecklicherweise ohne i^a^en '^-eblirbpn ist. 
Und meine " utter soll auf die ..aaliricht, d^*ss wieder etwas beim, Affidavit 
fehlt, pinen vollkommenen .^'ervenzusammenbruch erli-ten haben. Leider 
sehe ich keinen Veg, um ir-^^end etwas im ! oment zu unternehmen, als ab- 
zuwarten, wie die zuletzt -gesandten Dokum.ente, bezw. ; r. i:ohenber/^s 
rief, vom lanrulat anf.?:enommen werden. 



Der .Rabbi, von dem ich Ihrer erzaehlte, r^f^r fnev 5o S Affidavits ver- 
schaffen soll, ist mir als vollkomi'^en unserioes .o:e schildert worden. 
Also Viat es b^einen Sinn, fuer Ernst oder sonst jemand dort etwas zu 
unternehmen • 

Ivlit r^en besten 'ruessen verbleibe ich 



Ihr er^':ebener 



CU^ivAU ^amMo 



Orlg>6c DUDl>..lr Hall 




July llf, 194o. 



C- 



Ad 



Cot toxi ^-leroliantB, 

üouätoa, ±^x. 



D#«r 31 PS, 



ATbltration ^eoa* 



1 axa in rooeipt of your Jattor of Ist iiiat . 
BT^A not« 701A n«vo roiaittöd ^ iGÖ.ai tc JltaßObarJc ..üwyork 
fÄ?or üuropsan Textlle CorporüUon, New York. I aball 
ecknowledge receipt as ooon as the noiiey ha» oono in. 

ijs roGaria ülio / 36.99 cettios I agroe 



7/iti» your rmmrkB* 



ioirs vory truly. 



y 



ANDERSON, CLAYTDN & CD. 

HOUSTON, NEW ORLEANS, ATLANTA, BOSTON, 

MEMPHIS, LOS ANGELES, MOBILE, 

SA VAN NAH, DALLAS 

ANDERSON, CLAYTDN & FLEMING 
NEW YORK 



MEMBERS 
NEW YORK CDTTDN EXCHANGE 
NEW ORLEANS CDTTDN EXCHANGE 
CHICAGD BOARD DF TRADE 
LIVERPOOL COTTON ASSOCIATION, LTD. 



Houston, Texas 
Nov. 2, 1940. 



VIA AIR MAIL 

Dr. Friedrich Ungar, 
Park Chambers, 
68 West 58th St., 
New York, N. Y. 

Dear Sir: 

At the request of Mr. V/. Aeppli, through the inter- 
mediary of our Rotterdam Office, v/e are enclosiiitä our check 
No. 67577 for $. 4.61, drav.n on the Union National Bank, 
Houston, Texas, in your favor. 

According to tiie information received from Rotterdam 
the above amount represents Messrs. Dugsresa's credit balance 
with US and this amount has also been rerified by Mr. Aeppli. 

V/e vdll appreciate it if you vdll advlse Mr. Aeppli 
or Messrs. Dugaresa that you havo received this amount for 
their account. 



Yours very truly, 
ANDERSON^ CLAYTON & CO. 

BYz /nx'ir/ U 



FAL:bb 



Encl. 




f 



JUl^ 18| ld40 



■•ssrft» Aadcreon» Clayton ä Co 



Dear SirSf 

Your r«f«r«iic« SO»F 
I m in receipt of your ietter of JUi# löth wWLch 
had my best attention. Unfortuaataly I^*Ȋvo not tho wbole 
con^ipondenoe in iny f UOi »o that ^^f^^^^g^J««.^ 
dof init« reply to fk«*a«*atam«nt I au* contact with 
our peopla on tha otber aiae« 

I will coiü« back on tha matter in due time* 

Youra very truiyt 



\ 



ANDERSON.CLAYTON & CO. 

HOUSTON, NEW ORLEANS, ATLANTA, BOSTON, 

MEMPHIS, DALLAS, MOBILE, 

LOS ANGELES, SAVANNAH 

ANDERSON. CLAYTON & FLEMING 

NEW YORK 



MCMBCRS 
NEW VOWK COTTON EXCHANGE 
NEW ORLEANS COTTON EXCHANGE 
CHICAGO SOAMO OF TRADE 
LIVERPOOL COTTON ASSOCIATION. LTD 



Houston, Texas, 
July 15t h, 1940. 



Mr. Frederick Unger, 
Hotel Park Chambers, 
68 West 58 Street, 
New York, N. Y. 

Dear Sir: 

This will acknowledge receipt of your letter of the 5th inst, addressed to ¥x. 
Laiüar Fleming, Jr. 

Our records do not reflect the credit balance for account of Dionicko Drustvo 
Domace Tvomice Freden ja I. Tkanja Pamixka, Dugaresa, mentioned in your letter, and as 
a matter of fact, our records show that there is a sraall amount due us by this dient. 
Please understand that we are not making a definite statement regarding the account of 
this Client with Anderson, Clayton & Co., but merely wish to point out that our records 
in Houston do not show a credit balance. The account of our friends in Dugaresa, up 
\mtil the time of the Invasion of Holland, was handled exclusively by our Rotterdam 
Office, and v;e know nothing of the movement in this account for the period from April 
30th to the time of Invasion. The last statement of account s received from our Rotter- 
dam Office was dated April 30"th, but this statement does not show any credit balance 
for account of Dugaresa. 

For your Information, we have had quite a lot of correspondence, both by 
cable and ty raail, with Mr. Vv'. Aeppli, Zürich, in regard to the sales in question, 
and we are under the Impression that the final settlement for this cotton has already 
been made. According to a statement received from lür. Aeppli, the value of the 1,200 
bales ex s/s CLARA, after taking into account the loss in weight, an arbitration 
allowance, and a credit of 27 point s for prepayment, amount ed to $72^881.91. The 
reraittance which we received in payment for this cotton arao\mted to $74^255 »55^ which, 
taking into account the adjus ments mentioned, means that we were over-paid about 
$1,403.64. At Mr. Aeppli *s request, this amount was paid by us to the Guaranty Trust 
Company of New York for account of the European Textile Corporation, New York. There- 
fore, we believe that the final settlement of this cotton has been made. 

You mentioned in your letter invoice No. P-120 of February 6th, 1940» We 
received from llr* Aeppli a copy of this invoice, but, as far as we know, we did not 
receive payment for the amount of invoice P-120. If this amount was paid, there 
would be about $11,700.00 due to the dient. You no doubt are under the Impression 
that we actually received payment for invoice P-120, but we cannot help but feel that 
you are under the wrong Impression. If you can throw any light on this subject, or 
indicate to us when the payment of $91,175*23 was made, we will make every effort to 
get our records in proper shape. 



#2 - }lir. Frederick Unger, New York, N. Y. - July 15th, 194-0 



Also for your inforraation, we heg to inform you that, in accordance with 
an arrangement made through Mr. Aeppli, we cancelled the 1,200 bales which had not 
been shipped at a difference of 20 points to the buyer's credit» The settlement of 
the difference due the buyer was raade by our payment to the Chase National Bank for 
account of the European Textile Corporation, New York. 

Hoping that you will find that our records are correct, we remain, 

Yours very truly, 

ANDERSON, CLAYTON & CO., 




SO:F 



ß 






Pinal AcGount jURavese. Anderson , ulayton ^ Co.| non^-^on» 
1200 oaies, üontraoi. £^.92, Invoice .. 120 oT 6 



th Februar/, 1940 






c^ross lanain^"' weight 
./. actual tare 
definitive vvei,.'ht 

■f) fi:^eö 7/3/1940 



614 '550 los. 
26'G02 " _ 



537 '748 los 

at def. 13.63£- +) 

600 b/o at 10,98 
600 b/c at 10.99 



öjnount üf prov. invoice 



ons 



lu.98i 



$ 80^39.44 



2.65 




13.63i: 






" 91'175.23 




:. 11^035.79 



Sr 



arbitrati on alloviance 

net lanciin,:^ weicht 587 '748 Ibs. 

327 o/c = Ibs. 160 '161 at 15 pts 

360 ü/c - -Lüs. 176'3242et 30 pts 
5 b/o - los. 2^449 at 50 pts 



less fees RA 97.- h 4o.}iü 



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1940 

5. 2. 

17.4. 
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^6.4. 




^onto i^ugaresa bei Aiiaer^-on, Clayton u: Oo., Houston 






Takt 1200 ü/c "LÜOIA 0" 
pa^aaent to Ciiasebcril: ^texco 

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j ^ »>!.«..»« ui'vtnr i wu.. liüastor-, nuf "aevrtatl'-- 'onuo 

DuKaroae." alt ■> 9'oou..- • r !c ^- n n t. una cr.^ioK.n .U: 

i»«l slcfißr '-r'l<'a<?nh'?lt; !(K-fct;i.l^n wir den 
aiprang iure« Sor.rclbeua von E3. ületi, «.röu» *lr oiita<mma 

haben. cl.i«e Ihnen die .u 8«iGe DurohtUhrrm« öleeer l^ftnß- 

aktion di- von w» vorflnan.lv^rt «.oräe. noch nlnut iclfir ist. 
wir g*iit«itt«n uns <l«liiT. limen ul«i.be» a^iloh f Inende Auf- 

ltlun)nt.s«n -w geben : 

Baa^ehst. bemericen vir. des« ftir die JTontl 

f.->r:aell alt liü- r Firat^ in noiiPt.on /ybr^-^a v.-ollen, 'ie eil»- ^-'e^tur 

^ ,. i/.i,^ ■ ^-n»»." »1 ».iiT* bieten -'1 ^c*iX' IT 
dn^on -enntnlr. ru n''l,m- ., ör,s« 6U: lent «n«er^ r .or^.orr-ponden. 

au; ^'-.rriuiti- -...•uV;. .«..-r.^." i'Mte^.«-c^^l*b.n«I, :>eU--<;c von 

^,.1-»-.., _. .Ulli : io*L>(-c.-r Miücrgont -ieyt-^n A Co., 




Houfi ton » bo tre f f en • 

■/e,ei.uu.uutt6,i«i*i- üabön .vir s«incr8eit an Ihre 
in : ouaton den provl«ori.oh«B fa^-turatctrcs von , ; ri'&^i:,i>ö 
übenvicfcrt und Hom^on hlefUr -uf "Oercutle- conto : . rcse" 



• / • 



I^gglgjjjj^j' 



»*■'■:; '^-r^.-Ktüfr'f'iX 



\ 



E, . -pri^ 194,;>, 



At/S 



Firma ADiderson, Cli^yton d Co« U/^-'., 

Hotte? r c f-.. ai..... . 

t I M Jw T ill I ■ W ^— ■»-^■— ~—- «-«— > 

- 2 • 



baladtet« OiM# F.iüiluiig nwr alao von Eou»ton nlclit öer Fabrik 
eiut^uöOiirolben, soniern uns ala GarÄntio-iiepot 'in kr^Mitietrens 

Des ^loaio mn lloMt^ja alt c'cr Feiüriic soll auf d-r tinen /^©Ito 
den . .. rmhetrmg von 93^517, 76 »u «AÄten üer i*«brlk tiuf- 
v^el^on uno euf c- r encieren "^eix« dlf> von UK^r sr'ßbrlk: vorg.^nmammn 
Znhlnnrfm ale wir Ilmcm in lfm l«t«t«n -e/^en avi^l^^rt nnben, tmd 
wofür v^ir Houfitou txixx '*a0rÄntie-.:oai.o -.iu>/ar<si.>iv or^Bun-ü üaberu 

Di' IHuO ii(Ci^n »iixtd. iaiwlaoiien fixiert -^-Tccm, 
amgmnUt^ V ««ar prcvisorlaouon Faktura ©rgibt Bioh mtr eiiaa 

wloiite und i^rbltra^iea »u ve3M«oün€?a. ai^ a*?\n* mxui nioht fenl- 
öt(U*tui, tÄU« r üeöiiiami eiiu^a ttxoaacrca .>e i»p«|| au .vtsj^t» n von 
Hou:,lDn erhoben werden, fcuatoa aat daijer volle b^^^^iinr ^n-ualti^n, 

ijie vou d^T VaWriftndiaaiiea uii.5:.'^oli?jplniV^rei 
und .:ebcrei A.-Q. Über den vetrut^ von ^J^lJE^jC^-iir. liinauss^ii enden 
Uöberv/olftuagen feaamen l:a unrant^c a^r L^^iuiä) i^eil v^roinuarten 
Funkt 6-^1 iTercn:: im« zu, w'hren.d#tn d.r u>6r den ctr^^c ^^r Punkte 
Dlff err-n« hinauf? von i^u ttreaft ftogwaaeffta l>^tre,; von uns 7.ur Vcr- 
f rir.*^r /Iras in Kouston f^ir ii^önnun?:; i>iiytx'*r^c ivi heit^^^n ist. 

deiJ '■*rv)vinj rl3;;;>^cm C:j'Vl5.;:'Sr;3 v::le f.l t: 

O.— » I Hl ■■«lila« »iii iafciw»-^—*»i^»'^»0— ' 

V . "r ./ir l*^re ^In«;^ la .louctoi. au:r ' ^t^fii/^is ^Komo .l>igar«»a" 

V 1 « '^ t -^ t hab«n. :viaab /eöif:br.<lua< uer dafijittiven 'ic- 
wiohta Air'.; c^«^r auf ale Gewloiatadlfforens entfallende .retrag 

a.>oii iBU auanaa sola. 

Unaar ••r;«rrintiö*::om j in^e^errac" r-Jit ihrer Firma 

i.n Houston stellt .^lan nv;r» A'lrx ft^l^t: 



/ 









.. rt^STirt:'" 



A> 



BC «prtl 1S40. 



A«/5 



1 



Firiia Andorcon, Ciayton i Co« N.V'., 



i;_ U w t> t; X. u e. . i , 



• 3 - 



j©r# Xahlunß nn Ihre Flrri« 
In Hotuiton 

Vtr^ü tuiit^eu sier Fabrik an <!io 
Chs«# Natlomti Bimk or toe 
City of Növ. -.....:» Hw rork, 
für Uiißerc ecii^^mi^ vvegrirsn ihrer 

Uß0<Bre vorctehanüa >>«taciirlft 

fUr Jt^unkt, €-11 froren fr 



Saldo SU 



ten von ilouatoii 



y4<ttS*M 



Hill !■> ■ «» I IM I H M ■■«III I «» »^ i m 

«C|K«A ir ** W» «^ «« 4» 









»i»i7ß*ii3 



•'•(. X. $ *i) % k*^j 



V^r-wm- '-^^ ~ » » 



»an Bälde von sl01474.e5 halten Ir sur /er- 
fil^'UBk-^ nirar flx^« in Houßton für * eohnrrj" der \'!?tcrlMniU3ciiau 

sVlr horitm, cacE aul Criina anaarer voretelMMMMH 
Auöt'tüu wigtiii Ihrr Vinü» in Hv^iustun die .Vachujitit'a wie Mawviiiaci* l 
vornf^lttifin kann md aeieimari 

koe h ft ch tu .-Q^ sro 1 1 






»•Al^ril 1940. 




Etexoo A.--G,t 

lshnhofotr.66t 



Zürich 



B#tr> Anderson, (n.avton A Co> , Rotterdam. 



Gegen 1.200 Bll. •/» "Clara" haben 3i© ö.St. 
an ioxderaon Clayton Co. beaaUlt S 74.295.55 

u.»w. auf Baoie prov. Gewi cht 
Ibe. 595.854 ä prov.prioe 12.SCy 

Von Dugaresa haben Sie inzwischen 
im W#ge der Chasebank Newyork ^%gen Andereon 

Clayton erhalten« 

aa 17.de. « 62.175.25 

a& 20. de. *" 10.000.— 

am 23.de. ^ 10,000.— 

Bit Differenz (üeberechuss) von 
stellt einen Teil der Punktedifferenzen aar» welche 

erhalten haben. 

Die in Präge stehenden 1.200 Ballen sind am l.Mävz a.c. 
wie folgt fixiert wordeni 



^ B2. 175.23 
$ 7.379.68 



r*^ „ 



Cfil 



oxc 2tU 



600 
600 



Bll. 

ff 



k 



10.98 /rf 

10 ^^ •• 



ons 




davon geht ab die 
vereinbarte Vergütung 
wegen Finanzierung 
d\arch 3ie .SJÄL 



qief. ^xeie 12. 
Gegenüber dem prov. Preis von 12.50/rf ergibt sioh alöö nur eiiie 
kleine Differenz von 6t Punkten zu Gunsten .Anderson Clayton, was 
auf die 1.200 Bll. ca. 3 400.- ausmacht, riese aifferenz wird 
durch die Untergewichte und Arbitrage Vergütungen - die ».Zt. 
noch nicht feststehen- mehr als wettgemacht werden. 3ie werden 
daher an /axderson Clavton ft Co. njo hts mehr zu zahlen hab^n, 
sodass Sie die bei Ihnen eingegangenen l et rage wie fulgt 
verwenden können: 



n 



Etexoo A,-0.| Züriöh* 



25. April 1940. 



\ 



Gutschrift an Dr.Pelix Haas, als Kiok- 
erstatttang des von ihm vorgelegten 
Betrages 

Gutschrift an Dr. Felix Haas weg«n 
FinanzierungsentBCliädigung 
oa. 1133.600.000 h 27 /rf-Pkte 
py^viBoriQch 

total Dr.Haasj 
Best auf Reserve a/c "bei Chase N,y. 



oa* 



• 


74.295.55 


N 


1 ^/v\ ^„^ 

* m s^^•v/ • - ■■ 


$ 


75.855.55 


It 


6. 279. 65 


$ 


82.175.25 






«anzen & 82.175.23 bei der Ctiaae Hei»?>'ork 
*.reit9 auf^Sranī disponiert haben, ist z r Korrektur 
dM Konto H. mit « ^£^!r ^ l^elasten und dagegen der 
Eeserve a/c zu erkennen. 

Dugaresa avisiert eine weitere Zahlurg von ca.S 10.000. 
die in vollem Umfange bei der Chase Hewyork eiuf Resorvs a/c 
ansol.gen ist. 

Sobald ünterfiewiohte und Arbitrage feststehen, wird 
mit inderson Clayton endgiatig abgerechnet werdwi und es ist 
wahrscheinlich, dass Ihnen Anderson Clayton^ einen g«»iBBen 

Betrag zurückvergüten muss. 

HochacMtcn« svoll 




s. 




A^^ 



S U C H U H Ö S » T I Z 



Dr. Haee Dollar-*E:onto an 

• Storno jiuchuLri^ voa Z^. April 1940 



I 1'600,— 



2. Puxifcta-iifferonsen-.Ionto 

Acoü ''aar»ntie-i:onto Dugairesa'* 

Pektifiketlon Iimkte-I/iffaren«6n auf JrMOd 
det definitiven Oewiaht««: 

gebucht euf Baal» provlaoriache» iev^ioht 

auf iiaßlß definitiven Gevilon te/3 idb, 
687*748 h 107 i'unicten 



3, iunkte-Difreronson*?:onto an rollend©; 

S.T.C, Dollar-'lonto orcinMio 
IbE. i:87*T48 i 80 i'ur.Vten 

Ort Haaß rollar-;:onto oralnarlo 
Iba- t'^87*74B i E7 r-unkten 



4« Aooo "^Jtirantie-^onto Inxi^areBa" an 



rr 
iV • 1 • W # 



Doiier-:onto orainario 



ijiatsvjhrii't an i^ooo tin ZM^mmieaL^^ati adt der 
?lnaiisi»^:rua Vs>a IatJO ..^al l u 'Ci^^ra*' Ab- 
aadenn/^ von .\X.f\ ruf C.?., 
1/4 :^ von . ?4»869.öe 



1 G »40t. 43 

1 s/tgg>to 

$ 116*53 



ICE« 



S 4'70i.98 



*• 1»5BC.92 



*mmtmtmmmfi0m 



$ 5ȣB8*90 



)Ma8M4kttM^ 



137 . 17 



.r»aiesaiicaMfliM 



Jn% 



:^ii:;3üm^^W:m 



don 6. Juni 1^40 ♦ 



Cotton - 



llarron 



Biitr« IBOO Ballon HaUBwollo, Kontrakt No»24f0 
iOiderÄOU, Olayton i% Co# ruv^ notter&m&/ 
U.DmlU Tvoriiioe Ir^nnja i tic&nja Pwiukai 

D UE 1^ r ö 1 n / Ju^alavxon 

„„^^ , III I I II II. j ,11 tm^mt I III U»» ^»<l « »i»lli* i i ^- ' » '■'»" " lilii »-»'■I ■■■ H i n ><»»■■»»—»»—■«— —-■—•«» ,11 II» ■W—W——»— 

lÄiter höflm Bsasugnateo auf dl« g©stcrn mit 
Uaria ütrrn .loneßger g^liabte miln<U.ioh<* imtorrödung sowie uns«ron 
gestrigen und hmitlgen tölofoüiaoli« üiitorrodungiÄ l>0»tfitige ioh 
die götroffea« Ver^ inbarung, laut W0lali«r oblg#r lU^ntrakt in 
iUabetraeht d«r •r»*iiw«rten Toraohif iMngsbodingungrjn annulliert 
wurde unter /orgütung von 

£0 üi -> gantspuakt^n 
M dlö Kaurar« loh bltta höfl» ua 0#gaiibaatätieiujg« 

Bai diaaar Jalagatthait liaba Iah gama davon 

Kanntniö ganoanaBi» daa« Utura Houaton-Fraundo dan aiainan >u^raaa* 

/raimdan svutaNwcoidflnBatmg baraita an die 

uropaan ra>tila Oorporationt ^ öw iorfc, 
116« Broad itraat» 

raap« zu doran Qunatan an dia Ohaaa National 
Bank of th© Glty of Naa i^ork« Hew Xork 
on my baluüUT 



ttbarwidaan habim« 



loh 0paaaa Jia» 



lioohaohtungaToll 



{^sdm 






VUA..:r' 



döxi 3u# .i^pril i^40« 



In« 



Cotton « 



/Oideraon, Ulajrton ^ü Co. !UV., 



m Besitze Xlmiö ^olireiboiia vom ?*7.cl3# 
bodöure ioh Ihnen mitteilen zA müaeen, daaa ich mit liirer 
Deblt-^^ote gleiohen Xitum» niont oinveratanden alna. 

Bekannt lloh let dio Veraahlffung der 

1200 Ballen fcmtrakt 2490 und nioht diejenige deelr^ntrektea 
24«2 gesohoben worden, sodaao aioh der irols dos ontraicte« 
ro*84«*2 wie folgt stellt J 

Beel8 

One 




3/; y^ff 

def.rrol 



was geBonüber dem Pakturaprels ein Differenz von 

If^,^ Q^oa^ oder ^ 300 #- 

attflMoht« 

Da hlevon nooh oine allfiailge i4rbitra«e* 
TergCitung wA die Untor&ewiohte abgehen dürfte aioh obiger 
oaldo sogar In elnon ij-cdlt-vialdo Tereaadeln» 

3ie ersolien dai^aust dase die lo ^Arnkte 
.iohiebe<lpe.en von Ihnen in der ^^^V^t'./ii* "i^^^"" 
Kontrakt S49Ü »uzusohlagen sind, wofür ^^J^^f^J«^» ^f^. 
Ihnen nooh eine neue i?^akturdbr warte, da iah nur ein oinai 
acemplur an Dugareea weiterleiten koimte. 

Indsn ioh gerne hoffe, dose ^ie mit meinen 
Ausführungen ©iniggohcm, grüsse iah ^ie, 

lioohaohtuii* avoll • 



Frederlok Ungcr 
Hotel Park Chaaibcra 
66 Went 55 ?ttref>t 
York, Wew York 



July 5, 19U0 



c/o Andersen, Clayton ft Co., 
HGU:^tGn, Trxaa 

Dear Hr. Flem Ini?: 



You are probably a^are of the f.xt that 1 ur Yug-c lavian rriH h^3 a 
credit balance nith y ur lirm m the • jm cf .^xl, 778.25 reaiUting frr» 
flnnl dlfference^ ^.n ^^Mpment cf IP O bales cf c^ttcn a/^^alnst cCntract 
#?H9?, involce P-1^ ^f February 0, 19»iO. 

1 ?iuppcfie tJiat yt-u h ve been Infcrw^d fror thf^ other nide tlat tl:© 
afurmi^ntion' d jim unt 1-^ tu re:'\^ln fcr the crrdlt f the D;;/ aresa *'ill 
^Ith yv>uT flrrn antll further ad ice. 

I wlf?h to add th: t the Durarej^a •'111 still c^en -^cne mon y to flrr 8 cn 
thlrj uide. Tl c^re debi o orl Inate fror^* flratl n diff-^r^^iicef? ^^Mch c uld 
not be Qettl'^d ' caaee nc p^ mnlt X ti^e Katl al ^^ k was avaiiable. 
WiP credltcTS, therefc -e, ^ould be juatifled In pm acticn to innennlfy 
t e»ja elves f^r thelr locses or» the TXir^areaa acccunto cutf3t«.ndlnr here. 

TJ^erefcre, I wip.h tu ccacur with the rrquest ox' the ctlier aide to 
abstaln from ariy p:iy???#^nt9 withoi;t cur ccn -ent, fcr the time elMg, 
Y'Ur flrra ^dll rr-cel/e ^ur further injitructicn^ in i'ae tlre, 

Pltaae l<=^t mc have y^ur conflrrv ti n cf the fact that c^reful n te h.is 
b^en taken tf ur reni^ ot. 

the mlucky '^t^ite cf v^opid affalrn haa rtffccted in the tt( n Var^iness 

in pxxch a wa/ tuzxt n^ t only muot the npli^iirra ..n ur aldt atataln x'T^M ncw 

CO "itment-:^ but <^vrn 1(2 c ntract?? haVr to tr cr^nn ^11^^^. 

Hüpinf^ yoa are "^^11 ncl ^ith br-^^it p rö.nal re/rarv*?., 1 rjB 






irc<^^ely yv ur \ 



FMllC 



F, UüG^ 



AßSCIiRm» lillJÜS BHlJüTiiS VON ACCÜ / HOUSTON TJSDCAÖ 

datiert vom 7»6.40. 

To WA/zum ICH 



Dear 



Sir 



Your letter of the 23rd ultimo reaohed us after negotiations 
had been started by cable for the oanoellation of tne unshipped 
1.200 bales aold to Dloniolco Drustvo Doraace Tvornioe Iredenja i 
Tkanja Pamuka, Dugare^ja» 

In the f irst plaoe, we wiah to s-cate that we are pleaaed 
to have been able to liquidato this oontraot in aocordanoe with 
the buyer's requost whioh waa peased to us tlrough our Zürich 
Agent s, kessrs. uysi u Co. In dollara and ccnts, ihis was not a 
very aatisfaotory arrcin^eüicuiü \)r iio, bub liider wlie oiroauistancas, 
it was worth a ^irfet deal to üa to limilate the matter in a manner 
satiöfaotory to our oliento as /ou no doubt under.stood, the aLip- 
ment of this ootton wouid have ^.jntitled us t o 150 i^^oints export 
subsidy, whioh of courae, we forfoited in oancellin{^ tho oontraot; 
in other words, tha oontraot basis, as far as we 7vere ooncerned, 
was the equivalent of about 300 on July. By oanoolling this oon- 
traot at an allowaiioe of 20 points to the buyers laeant that we 
were aotually paying the oq^uivalent of 3iiu on July for tho repttr- 
chaae of this oontraot. 



From your above mentioned letter, as well awS from the 
oables we have exchanged reoently, it is quite olear that you 
did not oonsider that we were in any way justified in refusing 
to make this shipment. Io\i State that, in your opinion, the 
present Situation in the uedit errangen is not so bad that, ±x 
we may speak of ^foroe majeur"© V^e had not reaohed the point where 
we claimed foroe majeur, but no one oan deny the faot that it 
would have been extromely risky to have shipped ootton through 
the Mediterranean after the date of the receipt of the Navioert 
oovering this ootton (L'lay 14th) We, of oourse, wislried to prote«t 
our own interest and were x unwilling to subjeot this ootton to 
these extreme risks for our aocount. This oontraot was made on 
C.I.F. terms and, therefore, the buyers were really obligated 
to pay for this ootton against the documents immediately upon 
the arrival or at the time the ootton wa;i destroyed or seized 
by any of the belligerents. It is true that warrisk insuranoe 
was obtainable for the normal warrisk, with the exoeption of 
British and /or French seizure, but this probably would have 
been the greatest risk if this shipment had been made. In other 
words, in the interest of the outton itself, as well as in the 
interesj; of the buyers, we falt that we were entitled to withhold 
the shipment. We are making these few remarks in explanation of our 
aotion, and hope that you will be able to understand our position 
and will not feel that we tried to profit by the unfavorable 
oonditions which exist at present. 

Thankin/^ i?DU for the assistanoe you gave in bringing this 
matter to a satisfaotory oonolusion, we reraain, 

Yours very truly, 
A C C /liouoroN 

By: sig. 



iäO' 



3rd -^y i"*^^» 



In# 



Cot ton* 



ioidwrson, öUft-ton & oo. 



ino 



I M» «uririae«^ at your o...ble datöd titty ßlat 

^ 4 4. - « »ttttt,r uf fttOfc i flo not tniii^ ».hat 
tlN pr..«t .ituaUon in tue M«dlterran.«ii 1« «o > ud t.^t, you 

afty Bosek of "foro« ranjeur"» 

iu» you irtU remw.bcv tho ooltou was aold 

It a pre^iUB of Iw .ein... »^t in .ebruary y<m «er. not «i 1 n« 
to anip tn« ootton i.hlti«,ut imvin^, ubtulnua a raap^oavo uavl 
Lt in apit« or tn, ruot taat ^.r.«a «aa on the atandpoint 
tMt yo« ar. to .hip tl«i« UOO bulea .ith or «.itout z.uv oorU 
I toi' you .e^l ti^i. that i^gare- i. ooniiäunu to ^et - 
cotton through -ithout uuvio«rt i.o. agalut produoln« to -U« 
British .utiK>riti« . oortirioate of ultiroatu destinatiou 
eount.rai.ned by the nritioh aon«ul at .a«reb. -th^ ^^u 
hare now obt.in«d a navioort or .xot is not .nown to - - ^" 
did not «n««r to that p.rt of nor oable. X thor^t'ora wa« obUg-d 
to oablo you to-^uy ß« follows ; ..,.„„ 

ni /Ä .+ «nr. 1v iiT*QtHBt ai'Biiiat viOiütion 

: SnJJaot'^/niTsfat'Sot^tSn r^unt bo .nipped atop 
« Siii^ o«^^!-« dld you obtuln m^Uort 
and 1 wi^ to add that riy f xenda raaerTO the ric^^t to toKa 
^y Lp. thoy «ight Cind na-aary to protoat th.ir intoroata. 

iioplne to ha«p srm you ^on, 

1 ramin, daar "irs, 
Xoura Caiturully* 







In • 



aotton •• 



Huta liuy 194^ • 






Co* 



ro« 12C0 T>uli«Ni auutöu, iX^utruat ^to»34<K; 



fi» 



km it 1» not y^ti ^»»ibl# to öiitör Aiito 
oowtiialaatloa with yoar Hjttordn» off lo© ^ i;aok tliö Xibairtey 
to oablo to you a» ßo Ilona J 

•' aofiotini ax'^ii:*«»« wUen uro y >u f; >lar;; to ahlp an4 



iis y^u probably Kiion I rn^iM In ooaßttait 
touoh with your Hotturdan oxiloe rfl^sArdintf tlio adUpuiunt 

Dlonl^ko drustTo lonaoo t^cix^lo« w^'^^^%^ ^ 

t kau JA pÄsuiuit -> u ^ n r ^ » u (Jujodlß'^rlu) 

•ad a« MMMEAloatlons «Itb HoU&ad «rt lAtwruptod far 

thtt sxmant I wui o>:Iigttd to adnr0»» nya^lf to :fou dir30tly« 

Lookln^^ forviard to your oabl® r«pXyt 



Tour a f a It hfully , 



In# 



B4Mh . ay l'^4C« 



Ck> t ton 






/. 



I r«gr«t hATlng to Inlbrm you that my rriimds 
Wmmrm. :>lonioto mmmwB niwiMi trotmio^ i reden Jc& 1 .kau ja 
I'Wttika found th» qMlity of «hov« shipaeiit aa boing balow 
thelr asyactatlona« 

Jm a loatter ot tmm tim ^uallty la not at 
all «iHit thar c eoted to raaalira fron a flnii llka youra» ttic 
out turn balng about wtet thay wara aaouatcHu^ad to raoalra froat 
trom ooutinantal marciianta« äM you adLll r<ialis# euoh iMldaata 
ara not Ilkoly to Induoa »y friattAa to glira you tha proferanoa» 
aa It mlght Im if your ahlpMflillürt atriotly up to atandard 
aold« 

toplAg that tha Iduu baXaa to ba alilnNiA 
3oon will ooua out fully up to tha quality aold» . 



I 



9 daar -^ira» 

Youra faitlifiaiy. 



-,=är~ 



01^' 



'O 



31st ifinjr 



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In. 



Gottou- 



/ir?« i<*r ^'*^n ^ Cle yt oii 






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j.^^iMx 



■K I ' I Uli I I «iiaMrfWxt ^»•«•••••«•««•«•■•••••«■■><»'-— » ■• »•••««»■•rf^ *»»»•.»♦»-■«•.••• -^' I» ■■•'"' "Willi »■<■•■■ '« 






due iiim## .4caordix^^ to luttttr« fixöiumi^^oa qu 5th axici %li i)co« 
l'";3^ b^twoott iottfiracyu and £Mi tt)r imoh proo^eduro tho rulea 
of thu ÜBB mre to bo follownä» 

iiA txiare is idap tho poöolbility of im 
«nioöblö m^iationt I aakad you whetiior you uro prcparod to 
aettio tha mat tar esiiotibla and on iif\at ooncUtionü« 

Laokixig foraard to an narly reply» I am^ 

Youi^s vury truly, 



♦ 



/ 



R 





A 



Nev; York, 
60 West fJBth Street, 






Nor» 1940 • 



C+ 



H 

G 



»1 

M 
H 






iber Onkel Rioliard, .,■:.. »,«„*= t?«! 

V Fetr. DT;G.\IiCi.A besn;, Aktienbesitz daran habe ich Dir heute Fol- 

ttenües zu berichten: der Credauke, den I^esit^ frowoll zu irisieren , 
d.3i. •Ijyoh r.choinTorsaiif oder df.l. er öinen aritioi.en r.igertuen^r 2U 
uaboitriigün, Z.üfz. iiatuerllch Imor nahe {d.h. schon lange - alehe i^r- 
raliTaur^i in anderen z.crtrplourop. T,aend':^m) ; aber wir hatoen aiis na- 
he lie-.andor TraoghGit iiiclits untomOTsrnsn, cuiuäl ja {.legen alle die Loo- 
euiii--on ual.u3rlich triftifo 'Tufi^xle 3pr.?'^':en bez'.v. .joh\.^eri^köiten da 
öivi<- . l.un v.\av:e \ms dac Jaierzlich von Zuerioh aus doch v^eto xiahe ge- 
l.-<^t Tsr.'. alG drirrlic1:er dargeotsllt; und knapp darnach erfahren wir 
auch ochoix, dass die croat. V.aüalTcr.-.alliur^. Uobortr-'' - ^«r, nßnoJiaef- 
toji ül'jac bau. Bevvillig'mn iarornoits verbietet} ur.^ 
auch -'JcLien l Gtichtag 2S. fca;/. ^-O. Clct, 1910. vU 






dariVi ter fallen 
und 3ii:om Teil 




de-^ -i*e-L'.'on restl, .-itioaaere ist g3 j?:öl'"^ciOn, vor dem o«ic/itag aio 
Aklien v^rka-ai't su haben; viüllwicV.t gellnet es noch, klo1:ne ..choen- 
hoi-osfoalor t"ief;er \^r.-iJ.i.T.lctionnn zu koiT iß leren. JxmoTiiln l;..ü{;nn sie 
■ ■ -■ dor lexaiys Ctnecke ver-mlirt, 

:xigöben zu 

hocri- 

asa. 
.1er Ge- 
selirchafteii'ln ■"foatiGn erfol^-sn; a.h. die A.r'a -laben, ao-.vdit eben 
ilinen bel.-annt odsr erui3r-':.c.-r, die Iferitaeiuer anzuf^eben. .■ ux die nane- 
liefen" oxi -"rager,, die Du stellen ..lllst, ktum .l<ih moiit anti-orten, ax 
naerlic:-.: ■.ms passiert a) der A.G., b) den teir. ;.ktionaer, v/enn er 
anonim bleiot ? -Ferrer, .ras -esohieht eij.-er off en^xcLtlioo. •'ueol- 
•■•ohen '.'".? ■5em'=ir: wie beab3ici..tif:t die oroat. liehierde ueberhaupt, 
dem Ceaetz im ..uslarid Geltu/xg zu versc.-.affrtn, d.h. -.^as v-ira --i^ram tun, 
rerx ein auerikaner, der croat. iUctien z.B. in ITevr York ric.t, diese ^ 
demna'iOhBt Hier an einen anderon .^werlkaner verkauft ? Ich kann dar aUi. 
ninht anfe.-orten t vorraatl Icü kanr« tyßT'm nif^ht? m-.ch/m. ^'-•IgrHd, d.h. 
die i,ation-abank, nat fiioh ja lange ^ciion auf den sehr prakt. Stand- 
punkt gestellt, fuei- et..;aiße DwJäei'.dHn-Tranp.fer-Tse^rillif-'VVf^en aohji- 
liche i tBJUidLiJLAa üebnrtraege ikMj t ni i i.Km im i.eäarfgfalle niciit anzuer- 
kennen. Daran duerfte das neue croat. Oeoetz also nicht viel aendorn. 
Was nun die betroffene Gej^ellsohaft selbst anlangt, so kocnm.e man 
sich vorstellen. das3 die Folge von lUtvollP-taendigem oder unbefrledi- 
flendon ( ? nichtarischem) .Jcbioniaerverzeichnis die -Jinsetzung eines 
lommiGsars sein vmsrde; ich schliesse dan auf; dem boshm. '.md V/iener 
Fuster. bez\7. vermute, dass mau in Jsl. Aelinliches ^un rrii-a.- Ich TOxI- 
te Dir also mitteilen* dass die A.C. Duc. f^ior eilten .-rönnen Teil Ihrer 
ausstehenden -•iktien arische .iigentuemer, meist .jaerifcaner, namhaft zu 
machen In der Lage aein v;ird; mhracheinlich 'Terden c?ln;V'- .''ocen als 
^sicher oder fraglich offen bleiben. r-zcL Deiner ''■^ Ctue-k r.'ird 
v.-aJirsO einlicli anpe^eben r.-errdsn r^ip;entum3verhaeltnl3se '.xreMaert 
(oder- unsicher), vermutlich Siiedamerlka", oder dgl.; ich v.-eisc es 
nicht. Ich ,3;laube, da,3K ict das Keste; lexm es gibt D^jr ~ lalls Du es 
machen kannst und vrlllr.t iuid n.eberhavpt fuer ^j-tereo.^ant haeltst - 
eventuell die ' oeclich eit, Deine Stuecke schon vor ein oder z\:ei oder 
drei "onaten (oder auch noch frueher ?) z.B. an «^Jien rri.rlliai-.or ver- 
kauft' zu l^aben. . ie gesagt - ich kann v;lrklich nicht sagen, ob diese 
Dinpe viel Zv;eck :iaben, ob sie nuetzen oder schaden v/erdcu, u3\.r. o Icher 

sehen sie alle nicht sehr glaubvmerdig aus. Fucr die nenellßchaft 
selbst 'Jiuerftc jedenfalls Dein lakot, v;eil ja nlc'it groac, nicht \;ichtl€ 
sein.- ich v;ollte Dich jedonfallc uebor die Sachlage infoxTQiieren und 
bodaure nur. Dir meiJie etv-Taige Assistenz nicht anbieten zu koennen - 
vreFen der bSsond. Kompliziertheit und den grossen Schv;icrirkeiten, die 
sich diesen Dingen hier bei dem bekannten Formalismus entf:egen3 teilen. 



ROBERT AKMINSER 



NEW YORK- • 
68 West 5Bth St«, 



Herrn Georg Anlnger. 9. August 19^0 ♦ 

110 Test 96 th Street, 
New York, N^Y« 

Lieber GetTg, 

ZurueokkoBiaend auf unser vor ein paar Tagen r^efuehrtes Telephon- 
gespraech ^/ill loh nur dor Ordnung halber melden, dase Aeppli Inzi-^lschen 
die in Frage mstaadene Option erteilt hat« Deine Dirld.Coupons 
(810) soiYle die tn meinem Depot dzt« In Lissabon beflÄndllohOÄ Obligationen 
vrarden, wie besprochen, einbezogen« Es hat sich glueckl« Welse herausge- 
stellt, dass eine Versenduiig in die Sohv/elz erst dann zu erfolgen hat, 
bis ein Abschluss perfekt ist« Ich weiss n\m nicht pcn ganz genau, v/ie 
lange die Option befristet istj glaube aber, bis Ende August«- Eine Da- 
zi-^ischenschaltung einer New Yorker Stelle als Kontrahent, was \/ir gerne* 
gesehen haettcn, v/ar leider nicht moeglich; v/olil aber habe ich Herrn Ae. 
nochmals ausdrueoklioh telegraphiert, dass Dollarzahlung Im Moment des 
Titelerhalts In der Schv/ela zu bedingen i3t#- Ich v/erde mich melden, so- 
bfiüLd ich otT/as hoere, bezv/« sobald ich Dith bittön t/erde. die Coupons 
abzusenden - falls loh nicht fnieh« etwas hoeafCi, 



Mit vielen herzl. Gruessen - ^ 



ROBSBT ANNINSER 



NSW YOMC 
68 West 58tli Street, 



9, Atig« 1940, 



yyau Ada Laslo, 

515 West'lOSrd Street, 

Ne-'A' York» 

Liebe Ada, 

Iah be«lrtie mich atrf unser tot ca. einer Woche gefuehrteß Telephon- 
gespraech In Angelegenheit der atreroen Dlnav;erte* 

SJ: Icrv/Srde berichten, sobald ich etwas Neues weiss • 

Viele heral« & 

P.S.: Ich liatte uebersehen, her- 
rorzTiheben, dass natuerlich auch Deine 
in meinem Öepot dzt. in Lissabon lie- 
genden Oblif^at Ionen in Tle ^^rtion ein- 
geschlossen sind; diese bleiben einst- 
ire llen in Lissabon •- 



ROBMn? AMIIHGER 



NM TORK 
68 W«»t 58tli St^, 



9# August 1940. 



Herrn Pierlno Perutz^ 
c/o Hallgarten &. Co#, 
Plne Street g 

New York. 



Lieber 



Perutz, 



Der g-uten Oirttemig halber vrlll Ich nur mitteileni dass unsere Sueri- 
oher Freunde die schon szt. besprochene Option auf diverse Dinar-Werte, 
darunter eben auoh die 1702 Dir id.Coupon?:^ von Frau Schv/adron, orteilt 
haben. loh bin ueber die Dauer der Option nicht tßBz genau Informiert , 
glaube aber, dass sie bis Ende dos Tonats August laeuft. Ss vmr moeg- 
lioh, aus zubedingen, daas eine -ibsendung der Coupons erst dann erfolgen 
muss, vmrm ein Festabsohlusa zustande gekOHonsn ißt. Ich behalte mir also 
Tor, Ihnen nooh mitzuteilen, ob und vmnn abzusenden ist, unc' ich bitte 
also einstweilen die Coupons hisr bereitzuhalten, "^oh werde mich jeden- 
falls melden, sobald ich irgendet^ms Neues hoere. 



Mit den besten Cruesson - 



Ihr selir ergebener 



ROBERT MIMINGER 



ROBERT ABNDJGER 



UM YORK 
68 West 58th St*, 



9. August 1940 • 



Sehr geehrter Herr Sljaon, 

Hoefl* Besiig nehmend auf nnser vor znvei Tagen gefuehrtes Telephon- 
gespraeoh erlaube ich mir Ihnen mitzuteilen, dasB die in Rede gestandene 
Option auf die f^tirersen Dlnairv/erte (Kupons imd faellige Bonds) nunmehr 
erteilt xmrde; eine genaue Dauer Yjeiss ich nicht, aber ich glaube, bis 
Ende des ronates August* Wie ich Ihnen sagte, xmx eine Dazv;ischen- 
schaltung einer Nev/ Yorker Firma als Kontrahent bisher nicht moeglich; 
dagegen vmr Bedingung: Absendung der dirersen Titel etc. erst nach Fest- 
abschluss; v/eiters: Zahlung von Dollars nach New York bei Titelerhalt in 
Oenf •- Alle mir bekanntgegebenen Werte rem Tante Fanny vmrden abspräche- 
gemaess einbezogen, d*h* also die 9i57 DiyicU Coupons tNev; York), S50*000 
Dinar Nona, Bonds (Ne^v York), sa/ie die in meinem Depot In Lissabon be- 
findlichen Bonds (v/elch letztere einstm/eilen dort bleiben) ♦ 

loh werde mich melden, sobald ioh v/eiteres hoere# Darf ioh Sie bit- 
ten, diesen Cchreiben auch meinem Vater zu zeigen, dem i0h diesmal zu 
diesem Gegenstand nicht separat geschrieben habe« 



Mit den besten Gruessen und iSmpfehlungen - 



Dir sehr ergebener 



ROBFJ^T iammGER 








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MEMBKR8 A. P. 8. 



Avvv^\'/lp^\ 



3. W. WILLARD & CO. 

»EALERB IN POSTAGE 8TAMPS 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASHINGTON 



24. Februar 1941. 



Lieber Fritz : 

Vielen Dank fuer Deinen Brief vom 15 .Februar und fuer Deine 
Bemuehungen mit Stolov/. Y/ir haben das Refus ohne Kraenkung zur Kenntnis 
■genonimen; nur um auf manche seiner Aeusserungen zurueckzukommen v-ill ich 
Dir sagen, dass wir eben nicht in ganz billigen russischen Saetzen unser 
Geld anlegen koennen. Tatsache ist, dass wir - uiiborufen - an Neuausgaben 
fast null/ verloren haben j v-aehrend andere Haendler heute die billigen 
Neuausgaben von Russland und allen moeglichen Balkanlaendern um jeden Preis 
abzustossen bereit sind, ist uns nichts uebrig geblieben; es steht auch 
der Verdienst von 55^^ bei Keuaujgaben in garkeinem Verhaeltnis zvir^^j^ 
eventuellen Gefahr der Unverkaeuflichkeit.^ v:ir versuchen ohnedies den 
goldenen Ivlittelweg zu gehen und behandeln Stolow sehr gut, aber die Mengen 
von Russland-saetzen kann man immoeglich verkaufen.- Die 2xJs^p±s±±ssR 
Proposition des Darlehens gegen 12^ Zinsen p.a. und Verpfaendung des 
Russland-Ijagers kommt aus begreiflichen Gruenden nicht in Frage. 

\ * • 

Ich bin schon neugierig, v/ann Ihr uebersiedeln v^erdet und auch wohin. 
Mit vielen Gruessen an Frau Annie und Dich von lins beiden 






Dein 



1^.1^'ebniar l^t^ü 



Lieber Y,iclci, 

Deine Briefe vom* /O.I, und 6.is, iiabfi ich Dir 
znnaeohr;^ nur via r'obert beantworten lassen, weil ich b^^vor 
ioh öchrdjb', mit den ütolows ueber isaioh gesprochen haben 
wollte* ö-es^ern war ich ait df^Ä einen Brnril^r zu Mittag bei- 
Bojumen \mi brtchte das öe«praech auf isiire Fii-ma. Hi« reaotion 
Tar aber nirh' ermutigend. Kr sagte: •'• wir arbeiten ja gerne 
mit ihn^n^ d'^nn wir wissen, sie sind anstaendlg-^ Leute -und 
finanziell VK:be7 j'^-den Zv-eifel erhaben. Aber so wie sie das 
Gescheeft fu^hren, wera rn sie nicht gross werden. Um lia Mar- ^ 
kengeschaeft P^rfolg 55u. haben, auss man seine ganze Arbeits- 
kraft ^ond sein gtmzes Kapital in das aescbaeft stecken. Man 
darf iiiir nicht J^arken im ^Octs, V7eil man sie gerade nicht an- 
bringt, z^^r'ieokshhickrn, vm sie nach ^ ''"^agen wieder ai beatel- 
len. Man muBS etwas groyszu.egiger sein ^mä sich nicht f-.:erchten, 
aeld in Marken angelegt" z*. haben. "Als Beispiel braoh^c^> r mir 
einen dtos.i uneroeffnnter Pakete mit d^^n russis^jhen Marken darauf 
und erklaerte: '»Das- sind russische tSaet'^e, di'^ r:^^ den Preisen, 
die wi"»- dafii^r erzsftel'^n, G.COO$ ver^ nind. Wir lasnen die Pakete 
liegen, bis wir s\e bra^^ohen. Üe sind fuer uns- eine Kapitals- 
anlage.** An ,!,uch sioh irgendwie bind-n, wird er sicher nicht* 
Kr ha-*: ucbrig ms bereits jexiiuiden in Los .\ngel<^s fuer Californien* 
Im normalen Gasoiiacft wl-d er mit Euch g^rn arbeiten, aber da- 
ru^.ber hinu-^is ivir ^:onn Ihr vorher eine grosse Ve7'bindung gewor- 
den seid. Die 6^ 2ind geiissene aeschaeftsleute, die eine engere 
Verbindung mit j.aüandem nui eingehen werden, 'senn sie sich davon 
gf-nuegend Vorteil v rsprechen, um auf and"re Kundschaften ver- 
551 cht en :vi ko^rin'-n. In de..., v/as J. an ij'urer G^Heh-r^efts^iehinuig 
au8set7.t, i3t etwas richtig. Andrerseits sehe loh i^ehr ^^t ein, 
dass seine Prinsipi^n von Euch, die Ihr mit dem Geschaeft noch 
nicht so vertraut 3eid, nicht ohneweiters verfolgt werdon koen- 
nf^^n, weil Ihr dabei riskiert, E^^ohh r.ehr daneben z^^ setr.en und 
Klier (reld zn ve?-»!? ^r^n, wenn Ihr allzu grosszuegig anfangt. Wo 
allerdings die richtige Mitte liegt, bei df^.r man £-ronszuegig er- 
scheint und doch auf jeden pent schaut, kann ich als Outsider 
nicht beuj^teilen. 

Was das frz. Oolonialmarkengesohaeft betrifft, ist 
das so geregelt, dass er dafuer kein Geld br^LUcht. Aber auch wenn 
die Ding^ anders liegen \N''.ierien, kann doch nicht die ^ede sein 
davon, dass j'=niand, der lü^ od^r weniger des erforderlichen Kapi- 
tals womoeglich als reinen öeldkredit zur Verfuegiang stellt, eich 
ein Drittel der. Nutzens nrYmen will. Ihh habe bei der ersten Dn- 
terhultnrg u'^ber den Gegenstand, als ich dachte, mit Partnern 
zusamm^^n 10.000 von den urspruenglich als erforderlich angesehenen 
20.0001: beizustellen, die Frage aufgeworfen, ob Dir ein Teilquan- 
timi zum gleiohoreisigen Verkauf ueber lassen werden koennte, \md 
habe ml? sofortigen Refus mit der Begruend^ing zugezogen, dass der 
Markt nur von einer Stelle aus bearbeitet v^erden kann, weil sonst 
das Gl^esohaeft verdorben wird. Urspruenglich als sie glaubten, da- 



Bir- öeld brauchen wuercien, waren sie bereit eine Proposition 
zu machen, bei der die 'Geldgeber verdient haetten. Daher haette 
mich das Ge3chaeft elnigerm issen gereizt. Aber da ich keine Com- 
pagnona darauf finden konnte, auch Hobert nicht xalttun T»ollte, 
wollte ich nicht allein laioh mit einem groasen Betrag beteiligen« 

Jetzt ist mit iStolowp Greldgetiohaeft nur a f einer Basis, 
die vielleicht fuer üuhh ala Haendler Interesse hat, machbar • 
iüie vaierden ß*ich (leid (tir-nken an 10 oder 20.000:5) gegen lelehnung 
von ka: ken a^oa ihren BeBtaenden ausborgen, wofuer ßie Vli pro Mo- 
nat; zahlen 'mierden^, Sie vviierden denklii]di aber n\ir Lagerposten wie 
die erwaehnten Kusöensaetze in Deckung geben, und natuei'lich nicht 
Äeuerfc>crx6ini.u%en. Puer mich, der ich von Marken nionta verstehe, 
un'i der ich nioht wuevsete, v/ie das Pfand im Ivotfall zu realisieren, 
hv-b ein solches G'eschrie"<'*t, luu 1?^» p^a« Zinnen zu Vi^^rdienen, kein 
Int ererbe. Da kvjin loh mir ebenso^r^t hochverzins liehe iAsenbahn- 
bonds kaufen, die bei den heutigen Kurnen 'ebensoviel tragen» IWch 
ihren eigenen Anjaben haben die Herrschaften a^aex- ein p.%ar tau- 
send ^ Kestr3ohald an otern keine ölaeubigor« 

i5en iirief von .^tolovv anbei retour. 

1)613 te Crr\.e8öe und Lmpf ehl^ongen an i^'rau LiüLy. 



ijpin 



r'» 



Victor AIINIHGER 



i. W. WILLARD & CO. 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASH. 



gO.Jaenner 1941. 



Dr. Friedrich Ungar, 
68 Tfest 58 Street 
New York City. 

Lieber Fritz, Ganz entgegen meinem letzten Versprechen, wage ich es heute 
schon wieder, an Dich heranzutreten; lilC- v.-uerde natuerlich viel eher und lieber 
meinen Bruder Robert molestieren doch haben wir keinen zweiten Ambassador in N.Y. 
der unsere Interessen (speziell im Falle Stolow) ebensogut kennen oder vertreten 
wuerde. Verzeih daher bitte diesen "part time Job"; ich weiss, welche und wieviele 
Deiges Ihr alle jetzt habt und es komait auch auf ein imar Tage nicht an. Ich 
will Dir nur noch sagen, dass es sich bei unseren Innaeherungsversuchen an 
Stolow um keineswegs um "Luft" handelt. T^ir wollen nicht herumhoeren etc. 
sondern •/f/"we mean business" und wenn aus etwaigen VerhandSwngen nichts 
herauskommen sollte, so ist es nicht unsere Schuld, d.h. also wir haben die 
besten Absichten und glauben ernstlich dass unsere Proposition fuer uns und 
fuer StoloTfs interessant und vorteilhaft sein muss. , ., , 4. 

~" Unser Verkehr mit St. hat sich im letzten halben Jahr aeuBserst 

klaglos auf beiden Seiten abgewickelt; er hat zu uns Vertrauen und vdr haben 

mäcbSl bis zu 100 % von seiner T.^are bei uns; er selbst scheint auch gwvmchsen 

und leistungsfaehiger geworden zu sein; er duerfte heute bereits der erste 

auf seinem Gebiete (Neuausgaben) sein und wen er von seinen Konkurrenten bisher 

n^ch S ^schlagen hat, wiixi es neben ihm nicht mehr lange aushalten koennen; 

so beS^teile ich die Lage! kann mich natuerUch irren. Im V.'esten scheint er 

noch Si soseL groS md bekannt zu sein. Fuer uns Neulinge waere -n intimes 

Jerhaeltnis mit St. sehr erstrebenswert und ich glaube auch fuer ihn , ^^ 

wir wuerden ihm helfen, seinen Umsatz stark zu steigern, was xhn doch interessieren 

^'^^' Seine seinerzeitigen Vorschlaege konnten wir nicht erfuellen,da er 

eine Lagerhaltung und ein Depot von einigen tausend % verlangte; inzwischen 
SL^gl^er^chon wieder Lhr viel zugelernt, z.B. auch f-^S'S'New'ssue- 
Lagerhaltung gamicht noetig ist etc. Sein Hauptgeschaeft «g";^J f ^^^ew Issue 
re-chaaft zu sein und das interessiert uns auch am meisten, denn das geüt 
t:^Jt.":^^. einmal mit den He.endlem im V.esten in K-*^^ ^ind^werden 
wL auch automatisch andere Geschaefte machen, in ^^l^^J"«" ausgaben, Pakten etc. 
loropos Pakete : 7:ir haben gehofft, dass das ein Geschaeftszweig ist und dass 
wi? dSln^was ^r St. werden machen koennen; Du hast uns unter dem 12. Sept. 
:^fSSSich einen ganzen Plan entwickelt, ^^- ^-f^^^> erSsco^t v^m 

RezuJ- genoleS und bekonunen heute den beiliegenden Brief,obwohl sich doch 
eiStlicnSniSts seit damals geaendert hat; dass der Import schwierig ist hat 

gestellttobwohl ich das Risiko nicht fuer sosehr gross «^^«f * f .^^^^^^^^^^^ 
2^ mSsS S d;r?erhandlung mit 12^ anfangen,um dann 10 zu erreichen. 



f 9 ^ 



Wir stellen uns das iingefaehr so vor t 

Wir wollen fuer Stolow im YJesten (ueber das Territorium rauessen wir uns noch 
geanau einigen) in erster Linie New Issues, aber auch andere v:are verkaufen 
und Principals sein, d.h, also wir wollen das Kreditrisiko mit den Haendlem 
auf uns nehmen und sxsezb die Stolowfakturen prompt bezahlen, was also füer 
ihn ein ganz bedeutender Vorteil ist; dafuer bekommen wir die Ware 10 oder 12/. 
unter den ueblichen Stolow-?.liolesale-Verkauf spreisen und v^lr offerieren die 
Ausgaben zu denselben Preisen wie Stolow sie allgemein verkauft. 
Bei Retoursendungen muessen wir auf Konto erkannt werden und der Betrag von 
der naechsten Sendung abgezogen werden.- 

St. muesste den direkjsen Verkehr mit seinen jetzigen Kunden (in dem betrjffenden 
Territorium) einstellen und sie verstaendigen, dass die Belbferung von nun an 
durch die Fa. X ^^ Seattle oder in S.F. erfolgen wird; (\Tir denken ernstlich 
daran, eine Art Branch Office in S.F. zu errichten, wenn das zustande korajnt,da 
Seattle zusehr abseits gelegen ist • 

• 

Das alles schreibe ich Dir nur zu Deiner persoenlichen Information. 
Ich moechte Dich aber sehr bitten, einioal mit St. zu sprechen (nicht 
in Details), ob sie prin::iniell an so einem oder aehnlichen Verhaeltnis 
interessiert waeren und falls ja, so .nierden vir die Verhandlungen dxrekt 
aufnehmen; das heisst, ich v-uei-de dann v-ohl via San Francisco und Los A. 
nach N,Y. fahren, zuerst noch einr^l die beiden Plaetze und Geschaefts- 
moeglichkeiten genau studieren und dann mit Stolows sprechen. Du kannst 
auch ungefaehr unsere Ideen entwickeln, aber nur dann,v;enn Du glaubst, 
dass erostliches Interesse besteht; ueber uns, unsere Tuechtigkeit jl^s* 
tostaeSlgäit^d Bonitaet braucht ich Dich nicht .u ^J-^t'^'^l^äSe lad 
ist. dass v;ir bereits heute ein ziemliches rholeseJLegeschaeft in Seattle und 
pStlSd machen und ich glaube, dass vir auch einiges in Californien werden 
machen koennen, speziell wenn v;ir durch Stolo^vs emgefuehrt v^erden. 

Ich seiest denke ernstlich daran,auf ein paar V/ochen nach N.Y.zu fsiren.doch 
ist fuer meinen Entcchluss die Stolov;frage sehr entscheiaend . 

« 

Ich bin Dir wirkUch fuer diesen freundschaftsdienst dankbar 
und hoffe, dass er Dich nicht viel Zeit kosten v;ird; ich glaube fast,man 
^11 es nicht sehr feierlich aufzaeumen, weil sonst seine Forderungen zu 
hoä s^i^S^^n; ich bin eher fu.r sehr "schmsando", wie Jelix sich aus- 
zudruecken pflegte. Aber das ueberlasse ich voll und ganz Dir, da ich ja 
die Leute nicht einmal kenne. 

Sei bestens gegruesst auch von Dr.rillardstein 



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;. W. WILLARD 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASH. 



& CO. 



G.Februar/ 1941 



Herrn Dr .Friedrich ünger, 
68 West 58 th Street 
New York City. 



Lieber Fritz : V^ir sind natiierlich schon sehr gespannt, was Du uns 
ueber Deine Unterhaltung mit Stolow berichten vdrstj Stolows prinzipielle 
Stellungnahme ist fuer uns auch deshalb interessant, v.^eil mir Robert, 
wenn auch ziemlich vage,)^)^/)z^/ streng diskret ueber die DeGaiaie Proposition 
berichtet hat, die mich oder besser gesagt uns auch fuer die Fa.lTillard 
einigermaassen interessieren vmerde; es Hesse sich bei der Abvn.cklung so 
eines Geschaeftes auch viel fuer die Zukunft lernen etc. 

Nun zur Sache selbst : VJir wissen verflucht wenig darueber; 
wir haben nur in der Zeitung gelesen, dass so eine Ausgabe herauskomi^en soll 
u.Z. von cestimnten franzoesi sehen Kolonien; wir wissen nicht, vdeviel V.erte, 
welcher Preis und vor allem nicht welches Land die Ausgabe macht. Die franz. 
Kolonien gehen im ^Ulgeraeinen eher schwach, waehrend Frankreich selbst einer 
der besten "Seiler" ist; sind es ueberhaupt offizielle Marken, die fuer 
Postzwecke verwendet werden koennen irgendwo, oder xxKä es nur eine Ausgabe 
aus rein politisch, patriotischen, propagandistischen Gruenden (aehnlich 
wie die Czechoslovaicei z.B. anlaesslich des N.Y.Woild's Fair allerlei 
philatelistische Kuriositaeten fuer 50^ und .^.1.00 verkaufte) ? 

Ich wollte Dir nur sagen, dass uns die Sache v;eniger 
vom Fin?mzisten- als vom Standpunkt des V.'arengeschaeftes interessieren 
viierde und auch aus Gruenden der ex^^erience mit der Firma St. ^aeberhaupt. 
Ich dachte mir fuer unsere Firma einen Betrag von maximal $1000.00, und 
wenn mein Vater und Robert auch mittun wollen, was ich ihnen ueberlassen muss, 
so wuerde sich der Betrag etwas erhoehen; aber das nur prinzipiell, d.h. 

nur wenn sich irgendein Abkomiaen fuer ein ^liiä}^'^'^ ^^^ ^^^^^ f^^^-g?^.^ 
arrangieren laesst. Z^. dass wir EO-oOf. des".?5Mntums ^leiclipreisig ueber- 
nehmen koenntenjUnd^'^S^t territorial geschuetzt waeren, etc. V.ir haben ja 
keine Ahnung, wie sich die Finanzierung allein technisch apsielen ^ ^aierae ; 
ob, wann und wieviel wird dem Finanzisten als F-ueckzahlung garantiert ? 
Besteht ausser dem normalen kauf maenni sehen Risiko (Unmoeglichkeit aes 
Absatzes) noch irgendein teclmisches Msilco ? (Z.B.Beschlagnahme in Bermuda, 

oder dergl. ) . n • «u 

Vielen Dank fuer Deine Bemuehung. Zu Deiner persoenlichen 

Beruhigung will ich nur noch betonen, dass die i:^ache selbstverstaendlich in 
Branchekreisen geheirab leiben \;ird von mserer Seite^sodass auch St .keine 
Angst haben braucht. ^^^ Cht^V^ ^ k^ ,>i^^^e^^^.<Ä^j^^?/^ <»c^i>^P;, d^^i^^ ^-zt^i^^iCr' 



^^^'^u^u^ ^c^^^eV 



(^^^ . ^^^^^<i^^t^^^^^^9^2/"-^ 



^^^^/S^' 



1014 Third Ave., 



SEATTLE, WASHINGTON 



26 •Dezember 1940, 



Lieber Fritz, 

Schon vrieder belaestige ich Dich in einer hoechst 
eigenen Sache und missbrauche Deine allgemeine Popvilaritaet • 
Ich wuerde das heute nicht tun, wenn Robert in Nev; York v:aere, 
da aber bekanntlich im Neuaus gab enge schaeft die Zeit ein aeusserst 
wichtiger Faktor ist und derjenige das Geschaeft macht, der seitlich 
der erste ist, so draengt \ms die Sache» 

Wir sind durch Zufall an eine scheinbar anstaendige und gr 
grosse Firma namens Bianchi in Zollikon gestossen und wollen einmal 
den Import ausi^robieren, da das Risiko nicht gross ist. Es hat sich 
aus der Preisliste von Bianchi ergeben, welche Preisdiffereniüen 
zwischen Zuerich und New York, d.h. also zwischen Bianchi und 
Stolow, bestehen. Kurzum, Uns gesoogt - dem Stolow seine Verdienst- 
marge. Wir wollen also einmal fxier \mser Y/holesale geschaeft den 
Importversuch machen und haben den beiliegenden Brief an die Swiss 
Bank Corp., New York praepariert,den ich Dir sehr dankbar waere, 
mit perGoenlicher Empfehlung abzugeben •- Speaks for itself ,mit Aus- 
nahme der Frage - Versicherung der Sendimg. 

Wir haben in solchen Sachen sehr wenig Erfahrung. Bianchi 
lehnt es ab, zu versichern, d.h. also im Moment er die Ware in Zuerich 
abschickt reist sie auf unser Risiko. Er sendet nur alles 
rekomrr.andiert,was ja bekanntlich keine Insurance beinhaltet. 7/ir 
faenden es eigentlich gamicht so arg, die Sendung unversichert 
zu schicken, da ja die Versicherung sehr hoch sein wird und einen 
grossen Teil des Nutzens auffrisst; wenn sie aber ertraeglich ist, 
moechten wir es doch gerne vercichem. Wie sind die n.rfeJirungen 
der wSwissbank. Wir fuerchten uns weniger vor einem Absturz des 
Clippers als vor Diebstahl seitens der Herren Censoren in Europa 
und in Bermuda. Kann das auch versichert werden ?? Das Kjiegsrisiko 
glaube ich koennten wir auch auf uns nehmendes ist v'eder bei der 
Schweiz noch bei Affierika ein baldiger Kriegseintritt anzunehmen 
und wenn gerade auch die Schweiz von Hitler uebrrannt wird, so werden 
hoffentlich die Schweizer Guthaben von der Regierung gesperrt & 
wir duerften es szt.doch noch zurueckbekommen. Bitte, lieber Fritz, 
besprich die Sache mit der Swiss Bank und erledige sie bestmoeglich, 
wir wollen nicht kleinlich sein aber auch unnuetze Spesen vermei- 
den, da wir doch kleine Schnorrer sind. Kurzum, viel mehr als 5-7$ 
sollte die Versicherung nicht kosten. Bitte frag auch bzw. sei so 
lieb und schreib mir Deine Erfahrungen,wielange die Schweizer Post 
im Al-i-gemeinen dauert. 

Ich hoffe sehr,dass Dich die Sache sehr wenig Zeit 
kostet und versichere Dich,dass ich von nun an,alle meine Wege 
durch Robert besorgen lassen werde, auch Besprechungen mit der 
Fa. Stolow.- Wir v/erden doch wahrscheinlich irgendein Arrangement 
mit ihnen machen, am ehesten den Vertreib der Pakete, der Vorschlag, 
der Dir einmal von den Voegeln gemacht wiardej uns geht es ganz gut, 
Lily hat sich als riesig tuechtig entpuppt und arbeitet bei Frederick 



I 



& NMson, dem groessten hiesigen Warenhaus, (Filiale von Marshall ,Field , 
ft Chicago.) unser Geschaeft geht auch langsam besser, wir sind schon 
nicht nur stadtbekannt, sondern bekommen Zuschriften aus den meschuggensten 
Gegdnen in South Dakota und Califomia,sogax aus Nestern aus New Joisey. 

Seid alle herzlichst gegruesst imd nochmals alles Gute zum 
Neuen Jahr ^^^.e^«,^ ^O^^u^ ^As^^^^^ ;i^^ ^^fe, X ^^t^'^^io 



Dein 




/i*^- 



Auch von Familie Willard 
die besten Gruesse. 

Wann kommt Ihr endlich nach Los Angeles ?? 



?S d 









•^^^ 



^^Ä^U-r- 






/- 




27.0c oober 1940. 



Lieber Vickl, 



Deinen Brief v^m V. habe ich unbeantwortet gelassen, 
weil ich auf weitere Nachrichten in der '^chf^ Htolov; wartete. 
Aus Deinera Stilxßchweii^en glaube ich entnohraon zn koenaen, dass 
Ih^ von der 3aciie ab^^ekoioDifin seiat V/ahrscheinlich d-*r vorsichti- 
gere Entschlusß, aber vifilxeicht gibst Du mir gelegentlich eine 
definitive i\ntwort| damit ich weiss, was Ich den Leuten sagen 
soll, wenn ich sie sehe, was von Zeit zu !^eit v<irkonrat. Schliss- 
lich bin ich ih?ien eine v^eilo nacli^':Xau}:'6n und scluilde ihnen doch 
irgendeine Antwort. 

Es freut mich; dass Evich das ^^eschaeft befriedigt und 
sich in der Hicntimg verdienen entwickelt. 

Von uns nur so1/»Jel, dass wir uie Absicht haben, in etwa 
einem Monat nach Lo« Angexes zu ziehen. Vielleicht v/erden wir 
Euch dort einräal sehen. 

Als ich St* 6 das letztemal vor etwa vierzehn Tagen sah, 
gaben sie mir jfu verstehen, ich kcennte ihnen vielleicht ein Mar- 
kenlager, das sie uia 7C/pi ^ zu kaui'en in Begriffe waren, 
mit öO/m bexehnen, welcher Propcsiticn ich nicht naehertrat. 

Mit besten Gruessen Dir und Frau Lily 



Dein 



S. W. WILLARD ^ 

ST AM PS 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASHINGTON 



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l,!'0''c 



T«V «'>>•• 



1 t"./ f'^ 



Lieber Fritz, 

Ich rlanVe Dir herrlichst fuer Deinen freunrllichen Brief vom f?7.01ct, 
BerleJO-ich 8tolo^- rlaubto'ich, das? r**"^ ^r:h,nir^ n^f ot-t»^ rb^-n-»:. hrltpri i^irc , verleih 
also mein etwaiges Stillschreirjen . 

'^ir -raren ei{;;entlich schon entschlossen,'- nr. O^mze von ilim vorge- 
schlagene Arran j'^.ment ein:?;u£:ehen (Kons »La^^or von ^'^•500 z^Z^''^- C^--- Depot ), a*^ - ^^ 
wir im letzten ■"^■■leiit vor " versoh. Pleiten teils hoerten^class ^^arkeine Auskeunite 
7.V haben j^indjteits^'höerten, class vor Jedr/e^er ?erbin/nn£: abzuraten is-'. . "'*.r 
lassen daher die r.ache votlaeufi^ laufen und ^-ollen nur mit ihm auf einer ueblichen 
VoT^m'^rzlenen Bnsis arbeiten; das Geschaoft "''wickelt sich mit St. tadöllos ab und 
x^^enn Du ilin {;;elecf entlich siehst, sa;;^' ihn bitte, ^'±o ausserordentlich zufrieden 
rdr mit der Bedienung' '•Jnd rlen schoenon Lipfervai^en sind. Tir haben erst gestern 
vieder eine Order fuer diy. skandinavische Laender hinausgesehen und vjerden uns 
letzt in ^den naechsten "'ochen einen kleinen Stock anlegen, wo rir' ib" ^^ ^ - * "* "^ * -sten 
bekommen und ^eben bei Gl^lchpreisi^keit Stolo^;r stets ^en VorTsu^. Dann v-.ru t^. -*r 
endlich Preislisten i'nd v^jt-lo^e drucken lassen kbennen und im ganzen Land 
offerieren, a^ich in den Fech-'n^azinen annoncieren; erst dann wir^' -^^on einem 
r5chtir-en Geschaeft die Rede sein koercaen, O'^r'ohl auch das hiesige Fetailc'^scha'^^ft 
1 PI cht rn.ntei^end ist; aber die ümsaetze sind noch immer zu klein. - 

I!in Arrar.rement mit Stolov:, "de es der jun^e Stern (::effe von niU2:!er}- 
in Chi':cj^Q halte, vpere rrlr persocnlich aus serorr^ entlieh s^mpr-thisch; das hiesse 
exclusive Belief crun- der betreffen'-' en lokalen Dealers, also sasusajcn Konj^.Ia-sr 
und Alleinvertreter. ICrcdit ce:;en 10-ir:,'! Verzinsung. 3o etv:as Hesse -'ich -sp- :t:.r 
in Californien machen, ".vo es sov.ohl in 2.1. v:ic in L.A, eine lilcnz^ Haeridler ^^i^'-^. 
Paer diesen P.s^ on allein halte ich das Abkommen f^jer nid-^t interessant ^enug.- 
T.'ir Verden Ja jetzt seh--.^ le der Hase la.euft un*^^ v:enn einmal eine Dcbersiedlun^ 
nach Galifoi-nien in Frare komm.en sollte, so :"ill ich die Fra^c mit Stolov: v.'iec'.cr 
aufnehmen; ich verstehe ^arnicht, v:ieso alles so auf Dtolov: schim.pft. 

Ich bin bisher noch irj^^--r froh, in diese Branche restlosen zu sci-^^^ 
ist ein vdrklich interessantes Geschaeft, das mir viel Freude macht und zur. Anfan-rr 
b:^v:. Lernen duerfte Seattle fuer uns beide ein ^anr. £;ut jevraehlter Platn ;:c7:esen 
sein, '^''or allem haben v:ir hier so v:cni;^ Spesen, v;ie nir~en'^s 7;o.- DriL* Geschaeft, 
das Dir Stolov; antru^j, ist auch in '^vras anderer Form an uns lier-^-n^ekoriincn;': ' elt 
sich um r\en Ankauf des ^roessten bisheri^e^ ' •n'^cj^r entern ^tolcv/3 '"er Firr:^a Elliott 
:;.. V.alton, SO Ilassau Street. Ich verstehe n^or nicht, "leso Stolov: irrier ;_;eldia:app 
ist unc"" es notv;endi^ hat, ^'edeckte Depots mit IQ-ir;' zu vcrzlrsen ot^.c' ■. .. ' .e 
Firm.a vjirklich so potent, so muesstcn sie doch entr'c^cr Ba^.: " . _ .' . " _ 
!t'.elbst sol<"he '^'50.000 auf d^n Disdi le^en koennen. 

SKExt Und sonst ": Uns geht es sov:eit ^anz ^ut. '..Ir cind alle ^ehr 
besor;,t regen der T.'ahlen; dott {;aebe es,dG£S Roosevell erhalten bleibt; v?enn Go'-t 
behvite der andere Vo^el kae ^ haben yrir nur noch eine Gna/^enfrisl; u: " ^- besten- 
falls, denn vielleicht beginnt die Judenhetzc rlsivr\ schon ;:;leich nac' 'Milcn. 
In patar Taljen v;ird amn ja mehr v:isscn. 

Ueber Eure Ueb er Siedlung; nach Los Angeles freue icli mich '^^^fricht^; 
T.enm auch noch immer v:eit, ist man sich r^ech viel naeher und der ^em.einsf^. ., . . ^tern 
vGpirit v:ird uns auch ^eisti^ verbinden. !<"'» nelime an^'^'-s:: Ihr 
kommt, oder bleibt Gitta in Boston ? 



(>-« ,->-\ 1 



rs^■^ 









LV„ . . ^sst 2uch vielmals „^u.— '"^^' -* ' -' --'■•- fleissi«^ .--rl erfolgreich 1.. Jl-cr 
Schule tinrl 15^1 ausserdem jet"'" - ' ": ' ^ '' I'j^'.- -^^'che, V.'ir leben in --v:- "Jlciror 
sehr nett inoeblierten " Z! "r..oiurcin^, uit"! Lil^ kocM nvjs^e zeichnet. 
?'ir haben auch schon etwas netten i^nschluss ^^efun/Aen ^v:cnn auch meist a.us Lmi^;r??nlen- 
kreisens (^ie miessen haben v.dr fast alle fallen lassen un^i sin^^ hauptsaechlich 
mit einem ^un^en Berliner ZoJmarzt, einem Un5verr.Dtactsprofe5^sor etc. . , 
rJir alle ihre meint netten amerikanischen ^irlfriencls haben. Lct-^ten Sonntag machten 
rir einen horrlichen Fussausflug vom Stevens Pass zu einem kleinen Pcr^sec; v;ild- 
romantisch., ^'anz vjeltabgeschie^len und doch -vertraut. TJenn nur die Aul?.mt etroj: 
rxx rosiger aussehen v-TLer^-'e, koennte man im amerikanischen Besten halbv:c^s ruliig 
mif^: zufrieden 1'" . Immer mehr un«"^ mehr sieht man doch, ■"'"■^ I'.Tcpa 'cfin:'*/' 
fuer uns crledi-L ist ^ond v:ir nichtmehr als Sie;^-er dorten cinzighon koonzv:: > /-" t 
v:onn England Gen Krier ^ev.'innen sollte:' •. :r mucssen 'Jiis daher, o- -'.Ir v:ollon oder 
nich.t, mit Anerika abfinden, \fo mrin uns hoffentlich unter P.oosevelts Tittichen 
noch ein paar ^r^vro in puhe lasse?*^ "."^rd. 

Es kommen;^ tzt alle 14 Tage ein Unzahl deutscher uiid T'iener Juden 
via Sibirien - .okoheita hier :. : Zeatle rai; die Leute crzaehlen Cr-^-uenhafi.. 
und berichten, dass in Deutschland Alles ganz \-ie^ess: -''er :■-. .:'-■" -c*^: 'C- 
Sturz Frankreichs nicht mehr zweifelt. 

Ich v:uensche Dir fuer alle Faelle fuer Californien un.^ ' ic r.eisQ der^iiln 
Alles Gute und auch Frau Annie und den Hindern.- Tir werd^ J ' .~ "^entlieh in irgc_ " 
einem touch bleiben; sei selbst bestens cc^ruesst ^P-^l^^ -4^2^ Coc^cd^C- 



^rQP ' "e ^ '*'' '"'^.'' 



/A>^/t^ 



P«S. "ochr.f.l s -rielen Dank "Tuer die 
o;anze Intervention Stola;:; sollten vir 
in den nnechsten 4 V.'ochen noc^- ctvja:: 
brauchen, , - j ich kaum annehme, so 
7'erde ich F'^^^'' rTro-n+.''ieTl V.i+t.cn- n-'^chhor 
dann Pobert.- 

V'enn Du mir r^^^i ■ — -' "> ; •^- sclireibst,. a^xve 
ich ^eme -Tssen, \iO sici: Pritz Lederer 
niedergelassen hat. 




Ü'-^^x^ 




>• 




^t^ 




/ 






Lieber Fritz, 



7.0'-<;tober 191-'. 



Toh .^ill r>ir n\l^vhr'V7.\xc^^Bt fuer Peinen grossen ^remdschaftsraenst _ 

sehr hoch und ich .-eis s ^.irkl.ch noch "^jf 4^.;;/^;,^^^;:,;"?,-«^ mnessen.- 

IS SLSTieirSSk\rcr:rrr5^^^^^^^ r... bestens cruoss.n laesst.- 

T^^., ne.chaeft,<( ».acht uns imer mehr Freude und -^ird. hoffentlich auch bald 

h..innen, F^ueStf ahSerf en j ..ir .ollen -'^^^J^,^:^^:^^^^^^'^'''^ '' 
in''Califo-1en oder sei es durch Ve^sroessei-^anä des Tiolesaleseschae, t,.. 

7oh hin ^choP s-^hr f.-spannt, r-rann und -^o im "'esten Ihr landen v;er-.et 'Jüd 
kaum 7.ur Rulie kom^ien koennen.- 



Die herzlichsten Oruesse Dir und ••rs. Ajinie ^and Greterl und C5t^-, ruch 



von Lil: 





30 «Dezember 40 



H-ber Vlcld, 

arh^^t«-, P^"*^"«^ Sfiof voia 26. heu o« 

^Ih^ ^ fioer nicht ar. SvvissuaiUL y,«it«ri?e- 

9X^n owoiii*, aar verdrieseiich »-ar und 
klagte, a«Ee sie 36.000$ «are In B«rBmaa 
haei^«n haben una x^u luterventi^^t.. 
h«'^u*kriejen koenn n. Äeiui Ich SSJnJif *.; 

ieu^und. fi,iri3 /erelciierung g«g«u Beschiaft- 
n.W aurcii üie i^xa^nUer 1a BexmidrifSt 
98 iiiciit. Aasserdem giaubo icii, da*« die 
Eaö-t'»eiMier, Bit denen Ich aarade seibat 
a«hr unangenehme Erfalu-ungön £ macht habe 
doch unraoeglich Brieflaarken aJe üeutsSllid 
darchlaesen werden, wo dadurch DevieJS iwSh 
D«utfachiand fXleeeen. ""»»*een nach 

uivt *oh«^*. ^^}^'^ ueborXttg das Alle« noch 
und »chreibe mir oder itobert Deina daflnl- 
tlven wuenache. aaiini- 



sche 



Beste Qruässe und Neujahrswueiw 



Kuer 



•jT. 



P.S. die Seattier Kolonie bekomrt Zuwachei 
naecbeter Tage zieht das Ehepaar liUdwig 
Cohen (der Schwiegersohn Ernst Cohn's) nach 
Seattle« Er hat sich an einer Pelaf irma 
beteiligt. 



Llebor Vlcki, 



K0v; YoQPk, -3» Okt» 191.0 • 



Ich hal)o Do Inen Ib^ Brief vom #59 ♦ ▼•! . orhalton, obonno C »ple 
Doinos Jüur^n LrlofGO an Dr^ '^in^or» BoJnoin v/uiiccho geiaaeGn T-»ar Dr# üngor 
Go mit, Iioulo oljion i.uiioh nlt nlr unö don Iruec^om ntoloi*; zu voraiiotal- 
ton, bei decL Deine Voroolila^^e zioriillch dotallliort clurehliooprochon vrur- 
don» Dlo Herron Otolov; ßjjid sclieiiuap aclirooklich l;eöchaGft:V:t. uiid toben 
v;Gni^ .. crGon^:!» 'ahor ^Aiorde w^xrßchoiülich olno clirokto IJora'oapondcnz 
2r;;lcchen l'uch wid Ihnen nich iri die laonoo z lohen, d»h# slo va Verden ai- 
Chor tiypaot o'1:.t unreßcl: acricif- ant7iJt)i'ton# Ich rk nobo Dir uIgo Intrz ihre 
iVoaktioii bei^/# cov/iGOon ÄDcon nchon (io^^inrcrschlaofto zu Dcina:: Iriof 
v/iodor» (Icli !a^ttG Dofcon l^r iof Iin:>rb fuox» ituujt in unifici öolphird ab- 
coaendoi-t ».bcoL^cl^riobon U!ia v;ir liaben die llovren Ot« ihn lorJc«.i ictööon)* 

Clo?,oh "biTZ \-on70,'T;onoiai len ? auf dor c;ödaohuon Banic, lOOG,- Dopot 
gO(c^en oin Iiu^er ron ^ BiiCO,-,, ißt die '4acho absolut nicht zu imams iiuchen* 
Die ouokti lAioro - ixixm gIo fuor otolovX Literoanont öolii fioll - niir 
zu BiaoUer«? .!-5000,- 'Ivior 4:)opot, (^or?:cm elji l^u^^jör von ;;»5()00*-, ^ozw. or 
hat Gicli naolüior au::^ o3n Ln{:;;er ''bir^ niox. ..'/noc" f;ebosa02?t# ))uo ist, dor 
elrzl^^G^ abüi» jriutuorlloh or. tacheldonde, D iff oronzpunkt « T^'^n ando:i*on 
Punkte - die zui' Toil o.i:. alnd, '^u; i^oil nicht ^^nz - nchoiii'^ji a?0l. 
leicht i5ii rcr^^'Uu- I/oö ulao den Hauptpinil*: niclit ui ter .if)CK>0»- J)ot>at', 
anlan(^5t, co bai^ior*o dicae Foflpdörunf dor Ilorron '^^toicfx oi"fonU\r i ii^kSt- 
lieh rieht uu:l olnor cjfv^tl« t>oi%:^ bezf?!* IXircr Loi.iscteot (od4»r dlos nur 
in letzter Lrlnie)* Der t>i»und lat dor, aaaa otolouti, oH/ohl h:^j goIu* 
viel « jld (v.iafV'icil ?) htibon, nold^aiapp sind, d#h# nicht so livu:Ul, V7ie 
öle eu siein v,ollc4i ou()r iiuocLten^ \vDim aio nooh xriolir rjrOG0liaoj*t iiaehon 
\;olloiu i^io urauchon fm\;Mr;ai:* vlol Ck;1u fuer ihr c^eiiOliöeft^ .^^ie bo- 
liaupton, dau5i dao liuupticeüduuaft ii:i düi». iiou-i^uö/xabmi bocitoht ( iu ollen 
LaGndir-?ii)« U^ir;/^ boGtoht dor Vorüprunf'^ von v^toloa/ß darin, daaa ..ie ±Li- 
aar alü o2ri;to dio au£i -efallünöton - bez=./« ullo • i.euauot^boiA liior liar 
b«ti# -lua diüiJeiii r^.xnjtonde iiUc;:^üon ßio 3i:]i.iör vorhor - ^?vtl, 1«*iia> vorUoi* • 
bevor äx» liOndo K. iul:># in Opanlon, iri Finl^md xiot/p. oXne *) ou- ^uöa^Lo 
hcrttuökoiri.t, doruhl:. t^ i>a*c?n llaui viol (Vold on^örv/iiiücut habv^i, dr?r rümöii 
ßofort .ixa on^ton xil(a dor ai^mbij dunii 100 oder lOOrj ;lUiotao «u oohicB-^ön 
hat! xuziJ. vor 3ju^)ont» -uu^ bindet c^O-^so jjapxtaliön. ^c»iö hu\.>ou jotat 
in üpanion viulo taui^ond Dolj.ar t;*tchüii, «•!:• Heute nohiorfc or au^^^^bllch 
$S900»- Ol. ;jCÄ:.ur.den auf t.inux» auLi{>5fa3.1ej?on on^^^l. Ino d, doi*oji a^iiü^bu 
ich nio piöhoort habe« ai^-oblloh paüi^icrt ilmen dalool nichtoj < io bo- 
koirion lia or dio '"ai'c ^iroixpt. uJiA die I ittolrleu'öo nind iun.^ob3 S^di) 
auch in dor Lticpf ilinen dao i-eld (zji# auo Hpanion^ oder \JO äxoi^r oq 
i:;t) ijlatt nach Ij.Y« zuruoolc;uuobor^;oioen# v-le^ \/iiir.?fj ioh nicht« Fucxr 
dionea r:ror'«o - und nir doch rinkant aohoLnendo - G<^f5chao<ii Ir.bon .'"t* 
nicht .".an'üf? '^»Id« Dartci bectoht llir lüitoren^e an olnoii "TTort-j-eter ' xiit 
•:oimniaivlon{:laf^er. v;ie Tfir oo \;er^len rx>llt, hauptoaochlloh darüi, danti 
ümen dor Vortrtn,er »V.ld bortet. viiorjQö '»arlehen - denn ob ist ]u ein 
ßolohca - vorstiif?jon öie .^. ki^i A ich hocht uio bioton D.ir l'X; p»a« Jjüe 
haben in uiviuron raolion tmoh laelir bozaliltj der t:n)# I'all \nkr .••ol^ert 
Stern, dar Nerft vun G, TaiafiOSL'; ' tojni vmrdo {ditroh Vonrittluii^t -^i*^« 
«1er eine l:ei(f>,auin fuor olne d^^r Doiicm ^itoloi/ iiat) der Vortn tiox* von fit» 
in Ohlcti^^jo; torn Iiat »tola^i^ tUij;obllch 'Bö^OOOt- zur Vorr\:tf)^:uiir (ioatollt 
und bekrja 1,. j^ro i oi:at ^ alao 115^) Slnrenj also "vordionte'^ or r.;cl^-on v-'.ai>0 
>^:^*o : o;:iJ. 



► t to bOi^lTi c7j.th» Ir Icoii dn r.uiüi/ia auf 5-^j(K; odor ixiir? hTwOtte 



aber hUi"' V'OO koi^K^n kocjinori, \A3nai or i'loiouin iie^vofon \7uon) mic auBc^o- 



Ixarrb hrioito, 
I arkonI^4it:;r» h 






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;.>tolo\7Li» ruor diu v«^'l^Ai hatoo ':.■'£ ein obonro tj/ooöos 
hat «;r dann ^^uin^ticlq^^eotollt ''xmd or bokoiiiit uaö cciize 



.^-L, 



— Ö— 



Geld jetzt zvinieck'*, }iaben rie rer^i^t. :lc v^Hex*^ Inleroxsoant, jenen 
Hobt, ^tern zw sprechen ( l^]\ kBrurieri IVm selir ..^anirJ u)id zu lio-^'-^yi-T/c;!- 
clic^ 3]rf alir u^ V:on ar uatr,a..ciiliGl) laV, aor Terbluduuß sovde irnl..u5oua(5re 
bei der Loonuiiß; rioröolberi f^eiuaclit Uat« K3 ist nicht {^^^anz lelv?lit, ihn 
ofi n zu i:ruf*(E^^ öenri e3 beisteht rnjoh eine neraoonliche rrounclnohaft; 
or.orrjo nlj Ilaui^-r, ror aeuie i-nit l^rau otolov; ".unch hatte* /Jnor vlel-^ 
iGi.'jht ^eiio ich JJin loch naocIiStonü ^inrj. v^errle iiirii '^.aruobor DoYnM:^c:n^ 
Stolo-zB c^a^^on, .iass clor Job in C/\loa;::d -Ttridorbar vjaore; Stom Ivtt n\ir 
Schluss fte^iaoht, vjoll er aort nicht 1j>:ou v/ill un-ls os auch n:lx5ht noo- 
tig tiut»- ill'>:eraein! via« Ha^iDtiT^^nchaoft fjtiia. rlio Neu-Au^i/mbo^u Diese 
bekoffiT'it er i^er riu^rpoat, andors Leute, r^er Sv^opoot; das ir^acht ijuen 1^)1 1- 
untcrsohicd von paar Wochen; vic^ni^ foL-e Lauto nachen daher ,^.^rn den 
Trioic, von ih^. die I;ou-A.usfabGri piu noLnen und cie nach Daar Wonh.^^ 
m^np anaero Loute sie schon blllipor briJif^en, zurueckzw^eben. Das kann 
sioli StoloiT nicht o^fal3en lascon und nusc daher bei TJeu«;-vr.raT^^n das 
Hetournif?runf>;sror».bt auf 1^'- Ta:^e bc3ohra3nl:öiu - Welters findet or boe. 
intcTes'Bant und lohnend s*^in SElriöftteriss^ÄJdätx^ .Paket-Orencheaft, 



uebor das ülv :Jr.J, .ia schon r'orjchrieL'On hat. 

''/a3 nun Deine x ?unkt-e anlangt: r?ie gehen Ixa {^rosöen Garr-en In 
Ordnung, ouezioll :^^kt, 1 v;aerp all-rifrnt. l^s scheint ueberhai.^-pt , dasr 
St. in r uroin loTier nicht sehr viel ^Cuncon i-abv^n (.3ie iToiriten d^^r» noch 
naclifieheü) •- 10^' Habatt sii'd vnFtoei^licli; er koenrreÄ max, r4 f^ben und 
dJeö (ent^'Ogenkonmer^) r^enerell, d.h. aur alles, i^uf die Pakete ,^edoch 
küiin er i^'uch ICt;. geben. ln\e Porto ^c'ht in aller F^i'^'llen - auer-^r bei 
Pt.k\!ten - zili JGii.en I:Orjtf*n. /i te : arker} Koe/men IhJti jerTprreit, '-'^rt er, 
rotoiil?niert rromlen (Ident it. -..et skorj trolle uirch kle'inen /i^vldrurk) ; dar. 
ko-nnen - v;le ^'^esagt - IvJeuJ.elten nur .inno^rh. M Tafren zurih^ckr'T^ben 
v/erien; auor or \:±vc aunh vjonn es lo T..i<--j sjjid (odör ?X^ vcrr^irMir^h ein 
Auf:' sudruo:U-ron.- AbreohJ).'^rr: vAierc.o er oininal pro r onat vaiensc''-n. 
(BajikHkonLrolle scheinbar o.?..),- ?-/j^-t?^; Ist da?u '^'o] ^-ei'/ies; "i:\s 
Ko:: D/-:natic:-iDla^er, ia p.ein Eigentum, isrt durch Ihn versichert r-->feen 
Fea:r und iUob&talil. -^r r:}.ucc Im Schad'i^n^rrallo Ver^uetunr bekorr^n^ 
ent;roder "Jirch die ver.aic".i' rcgosellnchai't oder - v/onn niete nic-it 
zahlen rjollto - durch Auch. Dainit dir. /f.rr.i';n»^,,^3^3:oßellnchaft ^:''^:ilt, ist 
Vor'iandenaein ( tmd V'5cht--I it-7orr:el3v;iri.:.e:') oines Inventar>:'Tch*=! ^rtn*;end 
errorderlich, v'orueber Tlir r:uch bei ;:o-^.rM'--V^er üaftun^^ den >:op:^; '^'^rtere'ühori 
inuer:-3t,- Das waore r.o uiifioi^ahr daij v/e-cntlicii^^te. i^'raf^t ^.aoh ^J/^^o, ob 
Dl.* bereit "xaoret - v-oz*.;, ob- ich dazu ..tj.oh ratr^Ji tjoIl - nit '-'^^C^O.- hi- 
neln'-nGt'5if:;c;ii. ..ichcr 3c].»ii.t iiiii* nicht if^-iit zu re-^huen, dass -''tolov/n 
in ."^"'dejn "Icitpunlct df\3 Jia^or ger:en proTr.r^to -lut?;:k'^iahl.u^.<^ vy'rj'^rTj'^hvion 
koe-uiten; vi<>ljit>.]ir mue.s.,t.^ iiieirier I'eir-'zng iitich eher mit d<^ G-opontoll 
gerechnet .:Grdon. .'■.li'^o rÄte* rinikolcr! Ir-t -Jxs nicht, '^i^JK meir'., dass 
die ^'aohe eher nicr.t ^jolir rtev.-agt ic>t, -it. Ilir ...ooh ü-m'rr '.as - :;.offent- 
lic\i normal iiroensere - ba^rer !iae',tf-l, i.h. e:l,«-'o vf>v^>no • ^rth oi" ^>to^-!k 
gepo:^ ?iaeM;.conde .:5000.- Gold, ^/at.'.erlicli iuues^ite man au.f :^tete /Viffuel- 
lurr* <:enaa?3!5 diesen l:ii ^■c ilu.ei'^.?cl a?^t«r:. "^'nd man ^u?? -""^^.Tnl-^ ^ ^obT^or 
dass Ilir am Jnie die ./aro ^•ehaltot, odtvr zuLiüKisst teir.;ei.^e. JohT^er r^i 
beur'>oilcMi, o^ r.lch daraus ein groGfrier ''^'erluct ergeben v;u?rde.-- Veniper 
alf' 50C0.-, ,?a.^en crt,, ir.teror.cl'rt rio nicht. Ob das das lotrt') Wort 
ist, v;eiß»'j io3i niolit; ich Koonntc mir alrjo d;-n>en - ol.>!?r;.T^r icl- •-''^.fTicr 
keinen ArxlirtltspHiiki; habe - dacs 3ie Tielloicht auch fuer %>400C.-^ i^lason 
^7000.- U'are IiJji? efrer» v.ai.er(b^r> ur- iio Anfang das :-o£chaeft -u "r-ceg*. 
liehen. :iber -iAoc.O oa^r i^üOO scheint Die wirklich nicht zu ir.terecrJe-- 



-5- 

ren. Vor allem ^■;ollen sie .loh nlöht mU !^i^^jaeln^V,ei abgeben to^^^^^ 

koemien ec nicht. Sie J-^T^ori v^oidg i^r-onal "^^^'.Jf^o^^fil^fl.^^'V.S Ir- 
KPcl?1-. Umen eelii-eoklicu viM Arlx^n. t an mub« ihnen sov-eit u.o nur ir 

«e.na moef7,lloh Arbeit or3pf.rop, ^i^^^,«!,. ,^ >> <-<? f->npT^'- 

Ice-.fvascfaeft uoberkaupt Die]./., das me^XiZüs xt^, 'f^ J^ff;:^Jir^ ^ 
i';^. ia-.ürn^bi^r. ■o;3im rinikolo. ^it aan natuorlinh reicht v;lo «le 

är;cl^S-^"f c^v^^I^^^r ^-a >ckt r,u s^ln - -.oboi man. natuerlicb un j.3dem i.^)- 
^S^ aif,;aain aus's, das. das so oleiV,t - -^J^^ffJ^i^^^^"^ 
f\i.er nein ^clo , '..-ay »n ^;i,oh 1n - ^agen rrlr - 3 Joliren da :.cUon -rioi 

rox4n " a i^^.^^^ie^o zu tvm uelerroiamen "m-oe; .leb gobG ibm 7.v s..iner Ori- 
cxtlSim^ CoT.ie (llorr^g Briefes, da er nun sohor, einmal ^JO l:lfb i^t. 
Sich mx aurVerfuegunf au .tollai . ,jers3i,Vü3t Dein . 



gez 



• * 



Rotert 



S. W. WILLARD 

ST AM PS 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASHINGTON 



ZB.Üe^-terdber 1940 • 



h 



h 




Dr« Friedrich ünger, 
■"58 West 58tli Street, 
New York City, 

Lieber Fritz, 

Da Du nun einmal so lieb warst, fuer uns mit den Herren Stolov/ zu lim eben 

und zu sprechen mid v;ir einige Zeit zum Hebers chlaf'-^n dieses 3ch^'i'^.ri£en Problems 
[gebraucht haben, ^'^o Trruo:sen "dr Dich nun abermaln büJuKn iim Deine freundliche 
Intervention bitten; Du bist fuer eine derartige Verhandlung durchaus der 
geeignete Tbim, da Du nicht nur clie "ucn^-^che von beiden Partei^^n kennst, sondern 
auch sonst die Z22±gHE± gemv^gende gcßchaeftliche und Juri tische Zrfr.hrun;3 f:ier 
so eine Vereinbarung hast,- 

T'ie ich Dir schon vor *"'ochen hier sagte, ist ims dr.s Detailgeschaeft in 
Seattle nicht gross gQn'^'^z '^^ '"^^ moechten gerne clic anderen Hr.endler in einem 
bestimmten Territorinm beliefern nlt einem ^■ort'^ selber Vliolesalers 'verden: ^i/^ 
geeignete Verbind^ong dafuer waere die Firr.ia otolo^.7, Sie sind sehr "caoitalslcraeftig 
und habenerstklacsiges ^'aterial. Hie sind dicht die einzigen Importeure aber 
s^vejfellos jetzt schon die groessten« Sie nind nicht gerade billig, dafuor haben 
sie aber einen enormen "^^tock ujid bedienen prompt, ••as bei uns selir "dchtig ivSt, 
ne!?en eine Ve^bindnn^ mit Stolor; soricht nur ±teK deren frarhaft^ Geschaeftsmoral, 
die allseits angez'^'eifelt vird. Doch glauben ^"ir, dass uns all-^-uviel ^assieren 
kaiin, ^--enn -rxv mit ihnen einen vernuenftigen Vertrag machen, dessen prinzipiellen 
Ideen ich Dir eben Jetzt entvdckeln T^lll.Bie Verbindung soll fuer beide Teile 
vorteilhaft sein, ^^as vdr also konkret haben sollen, ^aere ungefaehr 7olgendes : 

1.) Stolo^^r gibt der Firma S.'^P^illard ^/: Co, (die Fa,^vird bald so heissen) das 
-Mleinverkaufsrecht zunaechst fuer die Staaten^ "'ashington, Oregon, Idaho und 
TTontrjia, Das muss eich folgende-^niaassen auswirken; 

a.)darf otolor^ dort'^nhin keine Preislisten mehr schicken b.) m\i.So er alle n^^^uen 
Anfragen von do-rten an uns ver^veisen und c,} muss er alle alten Kunden (am besten 
durch ein Circular schreiben) verstaendigen,dasG von nun ab ^"Iv seine Alleinverkaeufer 
sein ^ 'erden, 

P-.) Stolovr schickt ^Jns ein Konsignationslager, das bis zur ^ezahlun^ sein ligent^om 
bleibt, 

^' o.) StoloTv gibt uns auf seine "liolesale-Preise (lt,Liste) einen Fabatt von 10f:*(Da 
verlassen rrir uns auf Deine Tuechtigkeit,dass Du uns d^as Aeusserste herausreisst) 

4,) Die Fa,7.'illard <2c Co, verpflichtet sich das Konsignationslager mit der Sorgfalt 
eines ordentlichen Kaufmannes zu behandeln, 

5,) 7illard & Co, gibt den Herren otolon ein Sichers V^llungsdepot von ClOOC- 

6,) Tallard ^ Co, schickt der Fa,Stolovf am 1, und am 15. jedes ::on<?iis eine Abrechnuig 

ueber die vom Lager entnommene "a,re und legt dafuer Check bei. 



A 



Platt 






f^j Lf^" 



8. W. WILLARD 

ST AM PS 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASHINGTON 



r8.Se;.t.l0'10. 





7.) Dan Koncignationslaser darf l.^..**-^ i>r> -erte weniger ^1^.^^^°^'- f ^J^^""* 
(Da V'omt es wieder auf Deine Tuechtidceit an, uns fuor aie „10Q0.~ Depot ein 
Seglichst gronses, veichh.alt.i5st sortiert... -.ager heraus.ur,chz.nclenj auf oio..en 
^mlct konrce ich noch separat rAvn.iecV.) >,^„ „„ ,:<o- 

-&.i J:z=ttoQ:ä>:fccSai Dan La-ej^on Jcvoils im Einvernehiaen mit uns 03 ™/^er 
t:t SrSi veieinb.aroiiS^i Hbehe), at^ferfri.ncht verdenj d.h. -ar- ^-^^^-'^l^^^^f .fj^. 
.fei-tsctoin- ciH-T^rt mitr.ur.3den haben, da ja u^-berliaupt vdr den hiesicen ...ai^t 

besser 'cennen duerftcn als er« , i -n^ - .- ^„4.^^ „^«v, 

otr-i- haben die On+.ion,all.. vom U.ger entnor.-:^ne V.are mr erhalb o .:onaten nach 
;;;Lrei üebemahir^e (also nach Dezahlung) x^-.utausch.nb.r. .ui- ^"^scWt zu 
retoumioven, -obei vdr uns mit Stolo-s Bedin£im£en liinr.ichtlich . ahrvmL oor 

i?f ^^4^x2^ jSSSio bSSTkr per .assa, d.h. vdr kaufen sie 
J°d%if falSn'd^her Lcht u^ter Jas Konsi^^io^^^^^^^ 



^ ■? 



.-^v^ ro+.r>iivr)nV>minr inporhalb l^onr.ten, /laer ist -le^^or^i^ 
IPEHt, naemlioh dass Du auch tr.3chtcBt,bei den IJev 




^le Qpti^ XLJLe£-IJnt;^}j^li.e^^ 

r.-Tn -Eintet f^ier D^illG' TTlCChtiLt^ivoj. v« 1»*^^.*«^--^*. — ...^^ - i • ^r. 

IssueTden lSi£^.n Pabattju^^^t^cru::^^??-^^^^^^^ "^'l^lt^^S'- 
■ll^-'Dtf pfeelchaen, ueber dessen Au.^aäss ^^ir noch nicht viel Erf.nhr.r.£ h,-=ben, 
faellt ebenfalls unter das Konclgnation.-^laFer. , . _, , . „!,„„/.+ ^4„ 

li!) -ir verpflichten xms, ..o-aoM in Detail -de auch im .,liolesalerer,ch..eft ein 
ent3:)rechendes Advertirdn^ EU machen. .„„„ -+r,ir,v.c ^Il- 

IC.^ -i- cinr" ode",besser - sact.-aeren ö.aFdt einverr.tanaenjvrann ^tolo s all 
;o;chentnch oder allmonatlich das Ia.sor durch einen Treuhaenaer be,sachtx£cn 
lassen vn^rde. (Z.^.'5i'=' First ITational Bank). 
■1/ ^T^c^r. r.bkn-rr.en soll r.unaechst a^'f 7 Jalir ^em.acht <eraen. 
150 i^Fane der Dissolution messen 'dr w.r^henö das La^er retoxu-nieren und 
Stoio" uns das Depot 2usv.'eckzch3.en. 

Trh vTnTl^ cuf r>n fu^^Tuns vn-chti.-sten I^-mkt 7 siArueckkom^.en: -ir er-varten 

Icn yaii als. o.ui n..n lu.r y,,^-^^ -r, HerH-, doch ir, Interesse beider 

eipen-Michjdass das Lager ca.^cOOO.- nttL-eci-. _o j.it-^_ v,„t.,=.o1o^t.o1<=! r!f>rh 

T.?io moArllriT-t -i) köo.*rieT-on xv,e da ein La-^-er von 5000., ••holesalepreis,rtocn 
C^4 nSiS%:nl5Ä-AVf*cL steht,i3t sein Pdsiko -wirklich nicht gay so 
^o^-'imie'entkl, nrlh allem,nas man' so ueber Gt.hoert, ist Ja ^^-r Fasiko 
roch Veneicht dasVoessere. Die lOOOC sollen also vde ^-^^^ r^'^^r^teh^t 
st-nujv-^sdeoot bedeuten und keine voUe Deckun£jiesJfi£ers^_^C.Uief..e, Du verotehot 
nich imd bist^ üctv ^''^^^aajLlIeiPunr ./175i 7M Punkt ^^^ 

1 .3 TT-^ch te-' i^^mTrief vom irj.rlauben -drjdass sich cae 5,. F.abat.^ ^- aie I.e. isso.es 
ri^.;hrsodass'.also cvtl.rlas Xuskor..Kn gefunden '••erd.n kann ;Vor suche aberbitte 
doch in'!^ -^ederum zu Funkt 7. Venu Stolo-^s mit di..ser ganzen Loesung eine. 
KoSi^atn-oSla-ers nicht einverst-^den s. in «ollten,30 bliebe .b.s -auch noch die 
T"nS;d;ss vd; ..ns ein L,,,or kaufen,das v-aere aber f^ZZ^S^^-^Sz^ 
-Mr doch -^clmorrer sind: Nachteil fucr ^ons - I.'pjktri-i.-'O, Vorteil-, reis .-eis 
-es4??un'^^^ueckLberecht muessten ^dr auch d-ann haben all^rdtogs .u Tagespreisen. 
Cne Srch'iu Ä;aber v^el lieber v:aere .ms das pnsignationslacer,-as er -ohl 
bei einer so -e-tvo-^Jen Intr^loktion durch Dich .auch tun duerftc. 
bei em.r ^S,^ 7l^..^'T^^. r^^^^r^ ' - ' -hat f^.ier Deine grosse dbzgl.?.emuebun£ 



■r.? ho^n d'ss Tdr- uns einnal ^rkenntlicn ^igen -erden ko^nn-n: ich sende Roheit 
-opie dles's"vi.fesun.Ves ...aere mir sehr .,iTn.athisch,v,r-nn er bei dem Gespraech 




e^^ 



^.c-fc^^ 






j 



f. 



Lieber Fritz, 



:l.Sei)t,1940. 



Violen herzlichen Dank fuer rlle rinr>endun£; der 
Fhotos, clie ^ir vor/ einigen Ta^-en erhifdten. Die Dilcler 
cincl rnn '. ^oit, jedenfalls eine huebsche Zrinnori:«!^' rji einen 
renuetlich verbrachten Tag; ich kann nur bedauern, dass vir 
nicht alle no huebr.ch sind vde die schoene Baronin riiit den 
lanren Haxen; ich veiss auch nicht sicher, ob ich mich 
schon bei Dir fuer den ausgezeichneten "."hisk;'' bedankt habe; 
er vurde am Tar nach Deiner Abreise relJbTert,- 

Unser Oeschaeft ent.dckelt sich ranz nett vnd unsere 
ümsaetze stei£;en lanrsam; jedenfalls var der zv/eite "xonat 
nicht schlechter als der erste, ob, ohl das sonst U'jborall der 
■p'all v'ar;unr.er [;roesstes Problem ist nach ^-ie vor die Beliefe- 
run.^ der anderen Haendler. 'Ut Stolov nr.ch l:ein -^off. -v 



.r anderen Haendler. 'Ut r^tolor nr.cn r.pin '-^^ -^^ p^ 




' " ' i ' 




THIS SIDE OFCARD IS FOR ADDRESS 



^^ 




Hr. Fre'-lerich Unrer 



fo(. 



T5nv.T 



-. Ca. 



)n 



rk Chcnber: 



c^V-J. I 



:est 58 Street 



Ilev l'ork Citj^. 



S. W. WILLARD 

STAMPS 

10I4 THIRD AVENUE 
SEATTLE, WASHINGTON 



17. September lOiö 



Dr. Friedrich ünrer, 
68 Test 58th Street, 
Fer York City. 



Lieber Fritz, 

nr bAide dnnken Dir vieliTunls fuer Deine diversen freun'illichen Briefe 
und Deine Femu.ehun-en vmd durch uns verm-sacbten Lunchspesen nit Herrn .-tolov.r. 
rViP -^ache macht uns viRl Kopf-erbrecben vir.d vrenn v<ir nicht sbends immer so 
äede äer^nf^i^Sden vdr auch schlaflose Ilaechte vex-brineen; aber darueber spaetcr. 

7ura^chst privat: Ich habe gleich nach Deiner Abreise irdt Dr .Simons £e- 
sproch-n, der bedauert hat. Dich nicht kennen £elemt zu haben; o er Beruf Ema^ 
r-JJ^ ö4 li.tellun:- einer Ilurse in einem Spital ist leider im Staate ;^ashxn^ ton 
-2 ein Blpi^m eir..r%...eril.nnischen Universitaet £cb.r.den; ^^ .'^^^ ^>J^^^^.,_ 
das dauert und beerte einige J.±re und es ist ^^:f^-^^'^:^^^^:^'^,^"-^ 
«che Diplon ,-3b.'-e7.0Pen -ird aber ein laen-eres Studimr: sei jedenfall. no..-e,o.a,.er 
rl-^ubp irh' nicht, dass Seattle fuer diesen Benif in Fra^e koir^r-en kann. 
Cl.ub. ^\l^^>^^^^^^ ^^^^ ,,^ .^^i,,,,, „ieht; vielleicht .aore ^-^;^^>J^y^ 

diversen Faelle .vuerden mir (.omoe£lich ^^ ^^^^^ ^^J^]^^^^)^-'' 
und ich v^ei-d- dann mit dem Brief ?uin Comnitt^E jehen| xiEääKxii±>'ist Du nxcnt r^ - 
SiniSe, dass 'Z nnch am ehesten r,u einem Ziel fuehren kann,cbv,ohl xch sehr flau 

^^^"* mm ru den Gtola-Zores,: Vor /llem nochmnls vielen D.3nk fuer Deine jerte 

TTiif<,bereitschaft. ^u bist ja ein alter und £e;vnndter Geschaeftsmann i>ra komist Dir 
S-en-. alles f^er und ras ce^en eine rroesssre Geschaeftsverbindung mit St. 
tSt Fir.ääeli halten vir di; Firm^ v ohl fuer einr.mlfreij ob das auci, moralisch 
Sr F-^li 5t. koenn-n vdr schon sch-^erer beurteilen, '^t dem Depot koenr.ten rxr 

a eventuell einverstanden sein, da v:ir je das Pfand haben. .*er ein Discount von 
i^ ilt fixch+bro- veniE und dass vir mir die 71 Staaten, Oreson und ..ashin£ton be- 
Smr:* (e^-?lilv) 'eh! auch nicht, vir muesr.ten mindestens Kauch Califox-nien haben 
S^orKn haben vir rieder noch nicht die richtige OrnoBisationj clso rar muessen 
Ts die Sie noch eniendlichst uebcrschlafen und ueberd^^nken; ich veiss auch noch 
^^M^von PG^r°r Felr.e'.tirun- ab-esehen) ob es im Interesse der ^ache selbst 
"^c^Lter ?st dirSt ^Sf^^ch^Dich cu verhr^d.-m. -.^.urn ich verde mir noch 
reschexter J;^f J' J^^. '^^^"^ ^^ ^.^^^^^ ^-iederum zn schreiben und bitte Dich schon im 
gestatten, Dxr ^^^^;"- ^ }'. ;"^^ ' las ich luiiaengst im San Francisco Chronicle, 
cirihTdäh^fv^nS^^vi^V;"^^^^^^ ^-- ^enkt, nach Galifomi 

zu ueter sied ein. 

vi± -n. dor nr^uen v:ohnunE sind v.ir sehi- /.ufrieden; sie ist reizend ^einge- 
richtet unds.hr'remuetnch, Ulj' kocht gon. ausger.eichnet und vir gcnicr-sen aas 
pime Uf^sehr; die Abende vergehen viel mit gegenseitigen Besuchen von lauter 
Si^raJitenrind noch mehr mit der Lecture von Buechem aus der Public LiT^r.xi • 
mfSsucht schon eifrig die hiesige Zeicbenschule und vird dorten sehr gelobt.- 
S i Oktober singt hier die Novotna in Tr.viata,sod..s auch etvras fuer den Geist 
2scS?! -r,; kLi also bcstimr.t hier sehr gluecVJich sein, -enn man n.^ schon 
SlSh eM die Gevdssheit haette, dass das Hitlcrrcgime bald ausgerottet vaere- 

Bitte gruesse I.irs. Annie und Miss Greterl herslichst von uns und sei 
selbst bestens gegruesst von Dr.VJillard und mir .ßct',^ y^ 



12. September 1940 



Lieber Vicki. 



Habt Ihr einen unruhigen Schlaf. .Q^^eich zwei Briefe an 
einera Tag« Also bitte, ich habe die Stolowe aufgesucht und mit 
ihnen um dar guten Sache willen geluacht» Hesuxtat ; 

r. - ' -. 

Sie sind bereit, Kuch KoinalößionBwai"e zu geben, unter 
Bedingung volistaendiger Kaaeazaiilung« In diesem Fall nehmen 
sie Nichtgebrauchtes zuxnAeck. Auen gegen Barr'aeckzahlung» 

Dass sie Euch mirnichte-Dimichts auf Euer und mein 
sciioenes Gesiclit hin die L^ickiußivi^iiet fuer den ganzen Westen 
geben, habt Ihr doch nicht im Ernst #glaubt# Sie haben angeb- 
lich 3 bis ö Kunden in Seattle und aucn einen Kunaen in Spokane. 
Wenn die Verbindung mit Such eine grosse wuerde und Ihr ein 
komplettes Lager haettet - eine Ziffer von 6.000 $ wurde in 
diesem Zueammenliang hingeworfen - dann koenntet Ihr die TCxklu- 
ßivitaet haben, d.h. sie wuex-den ihre Preislisten nicht nach 
Wt^ hington, Oregon schicken. Und Euch einen Rabatt auf die List- 
preise geben. Sie naimten ö'ji. Angeblich waere das etwas Besonderes. 

DaöS uie St» s gerade gierig auf die Verbindung waren, 
kami ich nicht sagen. Sie tun s tolt. Sagen sie sind bereits die 
groessten, sind daran einen grossen Konkurrenten auszukaufen. 

Waehrerd d*iv Unterhaltung kauien sie mir mit einem andern 
Vorschlag. Ich sollte mit ihn^n das Paketgesaiaef t aufne'nraen^ das 
nach ihrer Behaiptong nur von sehr kloinen schwachen Fismien gemacht 
wird unu grosse Gewinnchancen biete. Sie stellen 8ic! das so vor : 
sie geben der neuen Firma die Pakete, uie sie zu sairunen stellen in 
Kommission, sodass uie unverkauften Pakete an sie zunieckgeliefert 
weraen koenn^i. In Konimi-sion hiesse natuerlich : ^^^n iCassa. Die 
neue ^^ima engagiert fleisende, die ueberall die .Or»ag^ores und 
Staticners abklapperix und ilüien die Ware zur Koiiiiiission andrehen. 
Mit den Stationers wird monatlich von der neuen Fiinna abgerechnet 
und das fakturiert, was sie als verkauft mchbeetellt haben. Da die 
Ware als Kommiosionsware Eigentum der neuen Firma i^t, also Nicht- 
bezahlung eine ^Veruntreuung waere, ausserdem die einzelnen im Anfang 
nur fu^r ein paar $ Ware uekaemen, sojJ.te die Verlustgefahr nicht 
gross sein. Sie kalkulieren bei d m Geschaeft wie folgt : sie wuer- 
den der neuen Firma die Pakete mit 40% des aufgedruckten Preis8s 
verkaufen, diese wuerae ihrerseits einige SO % Skonto an die Detail- 



,Q.ure 



geben und o bib lOÜ Provision an ihre Agenten zahlen, sodass^ 



ihr brutto etwa 20 ^/^ von oben, bezw. 50 des Einkaufspreises fuer ihre 
Regie und Nutzen verbleiten vAjierden. Man muss natuei'lich eine An- 
z^il tuechtiger Reisender finden, die bereit sind fuer diese ProviBion 
das Geschaeft zu machen und das Geschaeft allmaelilich ueber die ganze 
Union organisieren. Die Rißken sind : dass man die Regien nicht her- 
einbringt, (iass man weiss ich in Kriegszeiten HxjsHiwJKkiüctKlft unerwar- 
tet hohe Dubiosen bei den Lagerhaltern hat, und als letztes, dass 
einem die Herren St. , wenn man ihnen den Dreck zuixieckgeben will, 
ilin nicht bez^ii len koennen oder sich herausdrehen. Mir leuchtet ein, 
dass das walirsclieinlich ein gutes Geschaeft ist. Ich werde es aber 



doch kaira machen* Vielleicht interessiert es Euch. Man kann ein 
solches Geschaeft ^ahrsdiei nlich ziemlich ebensogut von Seattle 
aus betreiben, wie von New York.Ara Guenstigsten waere «8 natuer- 
lieh von einer Stadt im Centrurn, von wo aus man nach allen Rich- 
tungen weniger weit hat. Die St« ö schaet2:en den Geldbedai'f eines 
solchen Geschaefts auf den ersCarx Hieb auf $ lO.OOO.-, dann spae- 
terhin auf $ 20.000#-# 

Ich habe natuerilch nichts aage^en, wenn Du falls die 
Sache Dich intei-essiert, mit ihnen direkt verkehrst. 



Masel tow und beste Gruesse 



Dein 







• o^ 



l '■ ^J\. 



•V f. 



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Ji 1 



S. W. WILLARD 

STAMPS 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASHINGTON 



10.Gepta94C 



Lieber Fritz, 



Entf^chnlcli^e die zvreimali£:e BelaesliLiinii ^^n einem Ta-; kii?:^pp nachdem I.Ir .T'illard 
Dir heute ^beschrieben hat, giel nd.r ein, da-?: "ie z'^j\'zc Tra-e Stolov: ^i.eshalb auch hei 
ihrn t^erade" jetzt sehr aktuell iet, da er 7S±s± riit seinem bisherigen Vertreter in 
Los An^-eles auf?einandcr£:e2an::en ist; das rar sein eigener ::GhY:f;;er vx\C. er l:onnte 
nicht genuegend fuer St •ver^- auf en . i;j.r scheint das desfealb richtig, I^ir initzuteilen,daiiiit 
St, im T'esten inzwischen keine anderen /^rran^'ements eingeht. Las ist aber bitte 
streng diskret, vdr haben es ^'uj^ch einen reinen Zufall erfahren und St. so31 das nicht 
ahnen« 

Femer noch eine prl^'-ste jsi-ezielle Bitte; bitte stop die Covverts^eschenl-e an 
Heri^ Palm und schicke uns durch Robert v.or!oe;];lich alle Deine ein^^^ehenden riu-post- 
briefcouverts und bitte oeffne sie in Zulamft mit eincp :iesser,daipit sie nicht 
kaputt gehen; das ist komischen^eisc hJer ein zienliches Nebenreschaeft,- 

Vielen Dank mfst fuer Deine div.Bemuehun^-en uaid nochmals beste GruesseDein 




S. W. WILLARD 

ST AM PS 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASHINGTON 



10, September 1^40 • 



Dr. Friedrich üncer, 
68 West 58, 
Nev/ York City. 



Lieber Dr. ün£er, 

in> iljiscMuss an imser Schreiben vcir 4.ös. in ilnselepnheit 

S SlereB^et'ten Brief nicht lisx genag aus,edraeckt zu haben: 

CtoloT.' scheuten im ameriksnischen :.'nrken£rosshar.del ca. 

Aber auch vdr koennten den Herren Stolov grosse Vorteile 
bieten: .w üntertchied f.nt f ^-.^f ?f ^IShSSir "^^^ SSa^ufiS 

vorschrebt, raere, fuer Stolori .J-S ^f^'^t^;^'-". ."-^ ,,_ ..estlichen ^etailem zu 
von Chicago .u vdrken, also das Jesg-^ft .^^^^en VJ^JJjJ^^, p,,,^ikt in 
machen und ausserdem f ^^^eschaeft mt o.n Sa..nlex^ xn ^ ^.^^ ^^^^_ 

Seattle. Technisch f ^IJ'^" i^._J^^ f^'^l he^-bekominen md alle in Betracht 

und erh^ten von Stolo^v eine ^.erzentuelle Uinsat.Trerji-.Aun^. 

'•renn rir uns ireendvie einigen sollten, lassen rir «»^ eigene 
Kataloce dn.cken ^u^^ierden aucS das Advertisin, x-r-ter unsere, liefen uober- 
nebFicn. ^ 

Bitte, lieber Dr. Un^er, bringen Sie dieses Thema mit Ihren 
Freunden,so bald es £eht,zur Sprache und schreiben Sie uns drom ueber den 
Erfolg Ihrer Au5j,Trxhe. 



Mit unseren herzlichsten Gruessen und Empfehlen an Ihre 



Gattin, 






Ihr ca^is ergebener, 





S. W. WILLARD 

ST AM PS 

1014 THIRD AVENUE 
SEATTLE. WASHINGTON 



4,Se;'>teraber 1940 • 



Dr» Friedrich ünger, 
68 T'est 58 Street, 
New York City, 



Lieber Fritz, 

Trir hoffen Dich und Ilrs. Annie \7ohlbohalten heimgekehrt und nehmen 
an, dass Du die verschiedenen Parks in Ilontana und Y^yoming kraeftig enjoyt 
hast,- Mit Furer Karte aus dem Glacier Park haben wir uns sehr gefreut.- 

Vm gleich in Kegalias Medias zu gehen, bitte ich Dich zu entschuldi- 
gen, v/enn ich'^Dich gleich bei Hueckkehr vom Urlaub um eine Gefaelligkelt ersu-- 
che,- !7ir haben unlaengst bei verschiedenen wholesalers angeklppft wegen der 
Belieferung der sog, Nev/- Issues und haben von den Herren Stolor einen sehr 
netten Brief bekommen, die scheinbar recht gerne mit uns Geschaefte machen -naerden. 
Ich sende Dir anbei Kopie lonseres heutigen Briefes an die Herren St. ^and vaere 
Dir sehr dankbar, ^'exm Du in den naechsten Tagen einmal einen Sprang liinauT- 
machen koenntost, uiri ihnen ungefaehr Folgendes zu vSagen: Erstens einmal, -^^er vdr 
sind d.h., dass vir moralisch und finanziell nicht prima sondern prinlssima 
sind und dass es fuer St, sozusagen ein Glueck (und ein Kov;et gleichzeitig) 
sein muss, ^enn er mit uns arbeiten kann,.. (ich hoffe Du denkst Dir nicht nebbich). 
Femer, dass es auch in St, Interesse ist, uns die groesstmoe gliche Cooperation 
zu geben, ^vomit vir vor Allem das Austauschrecht (nicht T^ueckgaberecht) meinen. 
Unser Geschaeft ist tatsaechlich in Entwicklung begriffen und wir haben (was 
Stolow nichts angeht) jetzt auch Verbin^jngen in Portland und Spokane und werden 
bald weitere haben. Und da muossen vir diese Uoeglichkeit haben, wobei wir wie 
gesagt niemals Geld zurueck haben ^'ollen sondern nur ^ungangbare Saetze gegen gang- 
bare '"are austauschen wollen,.. Femer, ob Stolow niclit in einiger Zeit uns 
sozusagen seine Generalvertretung fuer den Nordwesten geben ^vill, d,h, er muesste 
aufhoeren, andere Haendler direkt zu beliefern, uns wirldlch immer die aeunsersten 
Preise machen und wir werden unter Aufsclilag-ung eines minimalen Nutzens das Geschaeft 
mit den anderen Detailisten machen.- Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass St. das 
mit wildfremden "lenschen nicht machen vmerde, aber Leute, die Du mit gutem Gewissen 
so gut einfuehren kannst ^le uns, mit denen wird er es vielleicht tun. 

Vie .en herzlichen Dank fuer Deine Bemuehimgj '"e highly appreciate your 
kindness. Die Tel. No. von Stolo^^ ist Lexington r?-1736, falls Du/ ihn anrufen willst. 
Das Bureau ist Ecke der 41. Strasse, gegenueber der Public Library. 



>G^ 



*<^ ^.oc-^^-» 






oÄ^-^-i^ 




ask^^*^ 



Ssptcaibor 4» 2M0, 



m»iiXä. J, & H, atolow, 
4TS rifth AvmUB, 
H3W YorJc City. , 



Qe^wlaswui 



Wo reoöiwd your loiter of Äiigast X-th ^löcl ayi«reclBt« your kind 
wisfaes Ott oocaaion of tho Oixsoijas of am now antenjrlae. 

Our storo in Seattle aewsll aa our fcranahas in othor cltiaa of 

For Uio teßi^aolüg hovevor ae -.oul: liko yc« i«ot to seua us BBall ,u.«Uti03. 

Äü to tue tarias v«ä do not ask for aay or-oa »«dlt -«d '«^J^^J;'*^ 
te T.'illiBö to 6^d you 4 dupcsit, KoTK^ror you nhoulr. giye «c tJae Option to 

Madly l3t U8 havT» your r^pl^r by Air l^olU F^ remto, 

Ttifsr traly yöör© 



S^ W, WILLi-iU) 



ü 



^♦S^pttsaber i^^lO 



lilabar Vlcki| 

Bestan Bank fuer oeii Briet* vom 
4» Ich wöi'ä« da** öacha mit StOi.otT& 
aufneiiHAöijii öoüaid icu mit iminen Hueck- 
st&örieteii (iur^li blJi| und Dir äüjoxi bericlip- 
ten« 

Konntieet f^ etwas b^ioi K€rmit4 
in ErfÄ/ip^mä oringan? Uß4 bei Trainern 
Frsim <l4« JX'ietorV 

Alibi« i eiii Durchsc'biag betr» Qaiiubiua 
der Dien viei.xeiiti t intereösiert| Huecic- 
seittiung ni& t erfcvrdariich# 

Wie geht» in aor rieuai W^löwng? 
Beste Gruesse an Pr« LiiJLXy lu^ i)ich 
von 



"•V 



Lieber Fritz, 



13 .August 1940, 



Ich erhielt erst gestern abends Deinen Brief vom ll.Au^, da ich 
ja untertags im "Bureau" bin vnd so kann ich ibn erst jetzt beantworten, 
hoffentlich erreicht er Dich noch in Stanfords 

Ich freue mich ausserordentlich. Euch bald hier begruessen, bev/irten 
und entertainen zu koennen; ich werde Euch Seattle und Umgebung m «XHsm^ ., 
seinem besten Licht zeigen; es ist ja auch wirklich aeuBserlich das Schoenste 
und Angenehmste, das man sich denken kann und Lily und ich leben sich immer 
mehr und mehr ein; na Ihr werdet das ja alles bald sehen. 

Quartier werde ich besorgen, d.h. ich halte es fuer das Gescheiteste, 
wenn Ihr im Piedmont Hotel wohnen werdet, das schon etwas in der Gartengegend 
ist. Es ist billig und hat glaenzendes Essen; auch werdet Ihr ja nur aas 
Fruehstueck dorten nehmen. 

Bitte telegrafier mir bestimmt Deine genaue Ankunft, damit ich 
Euch am Bahnhof abholen kann. Fuer alle Faelle gebe ich Dir unsere 
wohnuiKstelifinnummer, PRospect 1517. Meine Bureauadresse ist 1014^ 
Third Avenue, doch bitte sende ruhig Telegramme und Briefe weiter m die 
Wohnung 3617 East Marion Street; ich freue mich, dass Ihr noch unser 
herrliches derzeitiges Domizil sehen und geniessen werdet, denn am l.Sept. 
ziehen wir in die Stadt in ein moebliertes Apartment; 

Soeben werden wieder Extraausgaben ausgebruellt ueber den scheinbar 
beginnenden Blitzkrieg Hitlers gegen fimdaDÖöböBi England; es ist alles so 
grauenvoll, dass von enjoyen ja kaum die Rede sein kann, wo immer man auch 
lebt; ich bin natuerlich auch sehr besorgt um Lotte und um hunderte guter 
Bekannter vnd Freunde in England. 







r. 







c/e;- 



Ufi^y Ai^f 1940« 



Sehr g^oiirter Harr Bätoti, 



Anbei erlaube ich irilr einige BivLci- 
ko^jien zu Ihrer frcxl. K.^aiitnis zu ueberreichen* 

Icn wuerde mica se/ir freuWf wenn 
ici* naaoastäaiS wioaer ciru;iai G<iiiecieAili«i5it }ia'5tte, 
iüit lancn &u iunoh^-a» Darr ich 3i« bitl«/., mich 
au banachrichtigon^ vvaim Sie L'eit ur.u Lust habeix, 

Ilii- sehr exgeboncr 



I; 1; 



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unter neril^i^^r .ii »u nrto^ a^ai: «»*« «»iMWiliHWi 

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tnuf 4ei aasir? vor* l.OO •« ^toftl 



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uov"u^^a 






1«# Wtr« oiJU« i%ciipru:MiV': i^r Äe^oa:.FaJ.tiMn >»blf und xä-ödlt 

^•A#, al& wun^jclxanwert nrwlae, hat alr e^lo Alf^xeii^ria 

bla unil ittlt ß^. : ar» '^UrTiiBtr.lXt . i^MoU liiulua . it? unb« i ii.b« 
ȟio^iften von cfc^rw Kro^it-tJcter. wb; 15. un^ 89. Februar. 
L«ty;Wr# erswtk^t lirrit .>ci%it/-*«ota Äe-r r. IV.l.Ö. für Untox*- 
geflöht auf il7/a^CG* 



haben, und ^-rdBi^^ -ii?> 



n /iUnau^ör gütdleiit; su 



floo^ii ohtuügsin^ll i 



d»li £• ^4)111 iMi^ 




Cottott 



«* ■ ■ ■ 






trie rridiila Ju p t tont ^«iUy 






der AJLdKimdrlft :k>'^wr.eirfiU.l ampaaj 



Ic^a Itaen - 



■> ■ . 



'H.T» 









fX» \m s©fl# 'Otcuv-^ 



2iDOlM)»cJtitUll8l(Vt^Il ^ 



I 



agjMi>^3j. j.y 



April 13 1 1940 



Sehr geehrter Herr B«ron, 



Anbei einige Kopien» 



\ 



x 



\ 



AUS der Poet ersehe loh, dass zwlffchen 
oif SueÄk und elf Constanaa ein Unterschied von 60 Punk- 
ten (fuer Aerarlkanlsche) besteht, wogegen die Landfraoht 
Susak --Qr^nzB Jiiaboila Ci^klt Kosten der Kontrolle und 
Abwaage) sich auf nur 40 Punkte stellt« Daau kOBamt, dase 
In Constanta 15 Punkte Uebemnhnsspesen sind, die beilR 
Weg ueber Susak wegfallen # 

In Aegypten soll noch ein Outhaben riu^ 
maeniens von £ 326#000.-.- bestehen. 

Aber was bedeuten dleöe Details heute 
gegenuebor der grossen Sorge i was geschieht in ?!urcpa 
morgen, nuöchste Wocl'ie ? 

Bleibt es bei Ihren Hei so abdichten ? 
Wuenschen Sie Elnfuehrungsbriefe an die von mir er- | 

waehnten Herren in Rio und Buenos ^ ! 



Spatens esQ) fohlen 



Ihr sehr ergebener 



r 



r. 



2d« Ilaerz 1940* 



Huncm Willielm Neumasm 
Hot€l Sulgravat 
60 Eaet 6?th Str. 
New Yorki N.Y. 



Se^r geehrter Herr BaroHf 



Anbei wieder einige Kepien au6 der heutigen 
Peet* 

Vielleicht intereaaieren Sie die Ru«Äeni sehen 
Makoeinfuhntlffem i 



vom ltIX#39 - 21.11.40 
« 1.IX.38 - 22.11.39 



10*414 Ballen 
14.822 •• 



Aus der Post entnehme ich, dass ein Quantum 
Tuerhische Bauawelle in letzter Zeit im Hahmen 
der Kontingente von den Spinnern uebemommen 
wei*den susate. 

leh wuerde »ich sehr freueni wenn ich »ich 
einmal »it Ihnen unterhalten daerfte. Ich habe 
aber das Gefuehl, dass man Sie mit den Besuchen 
1» Buereau nur stÄrt. Moechten Sie einmal »it 
»ir lunchen ? 

Die heutige Post brachte uns u.A. einen 
langen besonders netten Brief von Familie Czuc^ka. 
Man hat nach diesem Brief das angenehme Gefuehl, 
dass Ihre Frau Schwester weniger in ihrem Leben 
und seelischen Gleichgewicht gestoert ist, als 



die meisten Menschen heu tezu tage. 
Bestens enrpfohlen 

V 

Ihr sehr ergebener 






^1 'fe 






j^aron Charles Neuriian 
41 Broad Street. Room 6I5 
New i'ork,^.Y. 



11. Maerz 19/0. 



Sehr geehrter Herr Doktor : 



Bebten Bank fuer die Zusendung 
der letzten Kopien. 

^^^enn es Ihnen moei_:lich ist waere 
ich Ihnen danktxir mir niese Korrespondenz weiter- 
hin zu senden. 



Mit baeten Gruessen, 




Baron Charles Neuman 
IJl Broad Street, Roora 6l5 
New Iork,N.Y. 



5.Maerz 19^40. 



Sehr geehrter Herr Doktor : 



Ich danke -^hiien allerherzlichw^t fuer die 
Zusendung der mir sehr interessanten Korrespondenz be- 
treffend der Arader Textilindustrie A.G. 

Ich brauche Ihnen nicht zu sagen wie sehr 
ich mich freue, dass wenn auch vorlaeufig in Amerika mit 
Ilirer Firma leider noch nichts unternommen wurde, wenig-- 
stens ueber Aegypten fleissig weiterhin Geschaefte gemacht 
werden. Ich hoffe, dass diese Geschaefte fuer beide Par- 
teien zufriedenstellend sein werden und empfehle mich Ihnen 



Herzlichst, 





^ 



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( 



^r 



.■i_^. ■ ~1- 



^t/-* 



'dO^DBzecLber 1940 




Lieber firt>urO| 

Oder ßci-L ich sa[-:en, iiebßter Arturo? Lesben wir diese 
Pratze lieber offen, bis encUich eim/c^i, wiecier Briefe zu BohreiXMn 
Biiiä, üie nui'- von a/iKeiifihmen Dingen handt^ln, rmd nicht von Mlöch- 
poch3j >ie di^^ser aer gJL^xcfi mit oerr. aktuellsten ^rcolium beginntt 

^caaten/is: nc.c^idet.» I.c^ Per'oha noch vor gaii2, wenigen Wochen 
gef:^agt jtial'.e,o" cie etvvas br^^uehen, imo eie riir eher abweisend 
geiwtwortet »"iHtteoerzeit neiii| Kain »^ja.u^^ da?iaoh am lO.Deü. Paul 
ari^^cruack:. ui-o berich-o^rc^e, asss slf^ iüit ih-'en xMittoln (fjteaamend 
vrU^ Dil AcoiBBt aus etwa:;. N!lt/<ebraC'te'u u^ud hub cis^r. .^-c^loe-o der Tep- 
p'Jche atu*'^ biB a\if 100^ teT^tln •^i^^d uriü claan ihi-e Ausgaben die- 
sen ronat o le ' inrVh'üRi) nm -^yenii ich micli recht erinnere- etwa 
7c^ uer^rat.^JL--erj. j^areAifhln «h><v> iC'i iliia^ cUi^ic v^li'^ Itinon unter 
d^m TÄte.L e.'j'i^^ H,r.v.iebim:-:v^h<)lT'^H^:s Aiei' '^ob- einen ^onatsbeitrag 
Q??bon ^ü-bl^^rj una ga^ ibrr» Hn^^H.-ob^B äee ;»ell'/.I'Oi:J -Xv:»» Abel* nach 
rn>i^er lier:e^^L«^P^J^'^' »ies ^-'ad^s niuSvS lo^'i sa^/^ei^j ^j^t^-b .lie Dinge 
Hiebt so/ weitergeber ^of^nneiu Fa-r.5i.e K. mt nach i-tMluen^AufaelCh- 
nviT^-en. äie f;U jr- kontroX'Jyv'^e?'» ^^r'rir.Ht. aeiL rOif aa, , cles Jai'irea 
el iV-cYLiesni,lch*'de^ .letzT,«^Ti 'Zahlung l^'ki^^.'?^ bekonirrien# Wenn davon 
aiVwb 40(-r. -n^^v ai^ Mn^euhr d(^T ifoebe L obr^e^^ai^b'^n oind^ haben alt 
df'ncr ^nb"^erse:itb m'-.\n^f: -M^^seriB (^nnane .Mjjsgaben beko-ime ich Ton 
d^n Her-rr^haf ter nlcb-l^ i-öO^-' nirn erloeßx, ausserdWi ßchaet^ungs- 
weir/e IcO.f. cd-r einen aeli^^alcnon ^letr.^^'; atie ei^uarid m:l tg-sbrachU 
si-- habon ^^»^^^ ^aldo »-Ific «loop dlf^s^^n P-^^tra von -itwa 1400$ ueber 
ihr^-* i.^jilf ^nden i'^irinrahmen au6ge';eb.^n. Die xauienabn riinnahmen be- 
zi'ffe'ro Ich (alv*^ sanernrf-,c}inun,^^) > BorUia« Ai'buit -von der von ihr 
behair»teten ij./f*er von :^V> i^er ^'onat avs^eiiond, in eim:elnen Mo- 
naten' vrrt^ 5ie meh^* ve. --dient iiaben^- fu-^v elau ?v5rl:>Je von 8 Mona« 
ten auf 2<'C'^'^ Auss'^irdeTii muessen sie aus dem 7. iinrüer vermieten -aie 
sind n.eine3 vtJinn^i na iio cMnii ein-^e^iogen- doc vn^^bj. iOC^ bis lßO$ 
a-^lopp-t 'r.-^h^'n, A.I-S«' baoen sie iru abj.aiu.enoen Jara* etwa 1760$ ge- 
braliCb^* Ich v^eias, Ktv, lork i^:o ein U^urer Bod^n, aber bei 350$ 
eif'^.nen^ Vardiünst kaiJi oine Pardlie von 3^> Koä;.fen5 da 3iise ab 
Sonn^r nic>it£ menr v,tjkostet hat| ebew nicht ITcO^.* in Jahr ver- 
brauchen* Ich h6.be in treten e^r-air .nic^-te ^'e^ast^ v^^il es sich um 
oine Sitv.,ticn h«nde',tG, von de j- nian öicb. üoch einredete, dasa 
Bl*; nnr- vci*.i^*boi'i;iu*^aa r/."^ir4 vrae^'ue, abur auf a:la ijauar kann ioh 
di^ Lo^*'i^'-^ PinanSisrun^j <ilHSeB*Jo: iiüits niclit- auf mich nehmen« 



i z 



k^ar Ha:;en# bs ist mir \msj\'onehia arid die weitejren 



vVssorachenV dl^in^der iui^elegenhei t arruiich heraiikomrrien werdeni 
r;e^den nicht erfrt;nJ-ich sein unc nicht gaeißn^t, Jas olmedies 
kuehle Yerliaeitnis '^u Familie K» ]>fc:*zlichej' hn ge .Staaten. 

Di*i bisherigem irntswicklun^j zeigt raelnes Krach tens klar, dasa 
x^lne Xbneijung g'^gon daa WohnunKBabenteuar BeiU.aß vollauf be- 
^T-aendot w^ir, aiierdintis nur in meinem Au^jeii, nid^^ t in dahen der 
ich nußs Bchon se^^ea dio^besiue^iich verbohrten Ber-the» \Yeil die 
!riir noch bt3i d-r iet'/vten Aassprache vo] 'geworfen hat, dass nxir die 
Wrhl d^r biUdgen Wohnun,: an dam Fiaeco ihrea Vei'mieueus schuld 
ißti haetten eie Ihr Oeruenp^i i^ «i^^« 1100$ Wohnung bei der 80öt 
mit Zwei jalirkontrakt womoeglich, wie sie mir damals einreden woll 

ten, geworfen, wueMe sie natuerltih achoen verdienen^ m 



t- 



Brir.f TP^ert>.\e,G an 

gemeinen auch dab 
ab noch eiiunal 



Wahrhill t »chaut die Rechnuns meines Srachtens nach der heutigen 
Laö-e so aus: Miete 7o$ (oder* einige 70$. ich vraiss nicht sichtr) 
'^ ah»ueglica X'<'^ fuer ein kleines Tlrorier, flböaBK It# dem 

nicht '^^^^'s* >Tettoiniet3r-fordörniß 
54$* Ab'^r 9a.rjen r^lr schon> dass sie Ira au- 
sweite kleine Ziramer vermietet^ also 
^^_^^^_^ bleibt noch immer ein N^ttobedarf von 
If^lT* oder nnheau das, was srla .:\ier die moeh- 
lierte Wo}aiun>/ am Anfang j:en'\blt hnt>ont 

lah'var von Anfa^ig ar. dcfu'^i», dese Bertlia Ca^^-f;Cr^ wachsen 
In de:» Foeretr*:^gj\.*3?o^ In e:^^^ /{arjz blUiJ/,« -'3c:e:ia ?;e:Lt däpausasn 
zi'v^ro, Doi*-: Ynie^n:i;-> '^v> ui^rl.'ie^«^ Kr-£ichtrns e-^'ne rjcnori crtraogiiche 
kl^>.Lnt3 Vyc>aiAii/i:> uii 30o beKonir^or, ^V'mn dt^ g^:']^:'? Sctoelosrel nicht 
me^--' als ciöi" ir» So-«*dt t^/3e:-:t (IC^i haett? mir rrLl3rdiT4gt> vorge- 
uteJ.lt. '1^-SS es et'vas laeAr o^^-^n muesste^ 4C'$ oue^* rcOi ciaon sehe 
ic/.' jiicivt e.'.n. ^vof'jov K' r, 1^ dör :;tadt 'olaxen nia-isceu» ::/onii wenn 
ma?. VC?). '•;•/>$ noci' ein paar '^^ Mirt^^-^snrrrr; a abi'echT.•e^, bleibo 6o 
ifenlz 'Sol.L^ b'^ii co-^ ^an?-^- a(5r>c"^^j?3f tigfkcit, :>.d "^j^r Bortha ihre 
6ff?'w*ü>^it -p/uf ^ol>^t>" dnrs die ^^^n?»^ S^cb-:^ Ic-jlnen f^inri hat« Einen 
Bet:*ai; vr^n J.8if '<i':r»a'Movti^; /^ucn 1;-^ ^'.n*^y o'vt^ \ionaa O-j^iund bald 
Vfi'^vlv^.'^en k^.^^^'r\c^T'.9 >/^or^ tw^po (i«^7n ri'?'^•^ in ru>r r-iH?'V3 .'10 3 CJhetXrOS 

He''"o/:feeft sl/id ieti^t Dir -^r^ifj ^^^ /^n \'^'"^hr»rt, 7v ni'oTn ijxujj. on kommt 
JeT.v.t, lies scbl^^'-^oT*-^ vcn r*'^^ •^•Ift- " ^oliv-».n:: rtn FJrcht. '^onn es 
sich ciRan M'^ch i^m j?r^^*d n bändele, d^7* elnert nicht j^'^'-'-^^^i^ KO- 
gv»c' crr H^^r-^f b^'t/n-^^? ojr V\e pcrd-^^vs .;eBC/,ick;t'J:' 'Ü'mach var und 
darr die kT^'-one ^nun.^ i^-'nti da.^ V'^^:(?n Pruln bnt> cie beivie Omaren 
d'^p :iescbe^*^ii!^^o der in + r^er: C^ihro nic>^ v^^r!.:^f'S^er'^ wcruon sind, 
si-^'iö d-l*^' f!>aii :cTi virkiich Tf.i!\i:a£-tIo3 sei .^.':^:i :^icUi l^nciiu durcu 
Pro'eirtlnn vi ->^n -/e^':* icn b a"'<^ hi^r nicbt die V-^rbinGCi^jeu da^u 
uno "^-kui- n-'urip.r-. aer "^rof^^o^^r* ^v^ irr. c]^ eir.il o ruch nicht« Aus- 
ser denf duerl^t*^ ifjri diese K"):v^ nicht £jrr ro ^^x^c^s . eii:, weil sie 
blrber a:--:- '"^a^o^eri Anderer beA^ptet hat* /Lr h^ber< \xr.is Prof» Kt 
unlrt^r/^^^'t r-M. ^J.nar ^;.osp -TC-bnn^r cl.js Falles r^Pdiic ?.• hergebeten 
unri^ efxT.gr/, v^r» er f>ii^entliob tnt, urn r,elnem Bnjjoor zu einer 
Btolt^-r.g rAi yf^AiH^fQV./ T^^^m vjlj-^ne-^*^cba^t,J.i cbe J»? Xt oarK»elt öchwebte 
AnrJ«? vna nir ^'•»'»*. rr^rnuf be}<^-^mer di*^? Ant-'Ou?o| Cr^^v^ ür.r^Xlx nur 
eiti^ Ch-nc^ ifu üu,^'? habe« die Fl;*aia IMlle:* plej-^e ein: Canditen- 
fa}.)rik hier z\i r>rricht^'n and d^r rLanPcebercie ^ivr^cc. Keller , der 
ihr ve"»'pr''.ioht.ec 3ei V habf? iboi in Aur>r>lc^t ^^ec.tell"^-, fcu.4.s es 
dfi5^u kor^Tif^^ Pnnl aazusoall^-jn^ Dr.vS irt nc.ti;.--lc:ih nichi irand- r Luft 
ir Luft gejifjckt unu ich h/v;e d^;raur Felix K» ga?ae^, dais ich dehr 
oi^tiTrj.ntisch Mf.re, ^.enn Taul ^0 Bolcher l''U3?.e:«ri baette, aber eine 
so Lebe v^^P"e ^'^i «rochu:ij kIs so giit wie nichts rxnsebt, i)ai*auf aog 
Dr/peLlx oin botruebt^^e aei;iclit aixf und emplVnl sie bou.d# 

Soweit hc^rx» ich die Situation geEohllasrt,, wie ich sie 
B«b9. e^^tzt moecbte ich Dir berichten, wl3 ich mich bis auf Wei- 
teres verbalten moechte, und dann, v/ae m?;ineo Eracnte^xa Trueher 
oder spaeter wird, geschehen mueseeni wenn K's niciit von sich aus 
eii.e grandlogenae Aenc>erung heroelt'ueiiren kcennen« 

VorVrdt.f^i: Ms auf 7;eitereD: ich werde aen K*s annaehernd 
dnF< reben^ was jeweils im Vormcnat von ihrem iUnicoui^nen auf den 
Bedarf gefehlt hat. Aber nicht?: ^;3hr awl Dri:>hr6re h-cnate im Vor- 
hinein and jeweila nur auf Gnxnd ziffernr'^vaej^sigGV /mgaben* ueber 
dift ?:usaninonf>etÄung aee .oeiiait;*, damit wir ainorseits wissen, wie 
sich die Yerlii^eltni sse entvackeln, andi*er30its die herrsciiai'oeii 
einen etaerkeren Anf^pojm vorspueren, sich womoegildi selbst »u 

helfen, du kannst Dich natueriich verlassen» ^®^ ^^^ ^^^^ ^^^^ 



ATtuTO 20$XII.40. 

u™».« »angenehm s,ln »^J^^f Jf Jf,;^ meSf «Jrll' J'S 
dar bookUsinlgen B.r«i« «to««^" "„.SS, Di««« monaUlch« 

tererrfalls eben ^ijf^^«^^^ ^,^„«8 Erachtens f»i«^'^J;5\ff' 

J^»^i oder '^'^•«^.^/^t^?ahS aSdeSf^e^ w^ »ich die Yer- 
sind, laeaso «^^hja nichts JJ^^JJ^hr grundlegend geaendert 
mietuTigsf rage ni^^^^^^» fr4?eniSil ciierf ten si^ im Sonmer 
hat (was ich ^«^^«^^t^» ^'LnXSaS baetehen, daea sie soweit 

ganz leer »^«^fj'^'JtS ii LsSSS genommer. wird, entweder 
meine f ir^aieüe Hilf e in Anspruua gei o liehen, dabei 

in ein« biUiga hegend oder ueb jhaupt^ura i. „dtzuschlep- 

den groQSfiten i-^iJ-^^ö^' .^'ii^ toSn^ werdet Fenier sollte Bertfia 
pau Hiebt diö J^achtkoötan ^^M wuerae^ * üaushaltroosten 

der Fräse nnebartreten, ob sie nicnj ao gemacht, 

annehiTken ßollta. he ^ajf^,^^^?^^:*^^^^ g^arg eeiri kann. Dann 
dasd die aoaialQ Dem-aetigi-inö nicht wanr »° «\» ^ datoeben noch 
^ere Berthaa -«t^ensaulW gedeckt ^^d^f^«^^*f^,,.'^nz billig 
20$ verdieiien. Peul f "«SS^tueibuSet waere auf ein Minimum 
wohnen UJid das i.ocl i™J«^iitfi°?,'^«J Andeutungen in diesem 
reduziert. Ich werde f^iegen^icr- m%% ^^^ ^ Bertha. 

Sinn kommen, «t>er verlangen werde JJ^^^J^mieterei, die sDrtx 
verlangen weroe ich nur, dassoie. loiuiu«^ einkonimwx»- 

Seht Sie trSS^stSlinSi uSf ^^MiJJäfUd auf das Mini- 
loser ^^T^fi^ «^?«^^^äilB Herunaauferei mit den Japaasachen 
mum reduziert wird. P*^^,. J®"^ Jj^q b. Der Markt Ist von einge- 
teilte icl'i eoeuso wie Du f\^r v,^+!^ tni.chtlpen Vertretern ueber- 
J^tJrteu Firmen n^i^^^^Se^ae^ten J^Jjf If^Jj^^^Sen. Vielleicht 
i^aettigt. Bisher war es schade om^au ^^^ ^^^^ wirklich 

äass die andere ^ache, diese GlasKacne ^^^ ^^^^ ^ 

realisiert, etwas ^f ß^ö^«*/^;^* goiie anetatt den Phantasiever- 
daran. Ich hetbe P»^ «^^g!:» Jch Jn AbeiXrsen daneben (das 
tretungen nachzujagen, ^^«^.^^J-jrtVtler und Ady Redlich hier 
ist luotglich und 80 «^^J^f7\,?^-^;t^i;*'Kmigrantan tun udn was 
jMö) Accountancy &tuai^ren, Aaa /lexe -^ Steuerwesens hier nur 
t ei der fortge setzten Varschaerfung^es ^J«j^'gj_i„^ei,iich, wie 
aa N^iatzlichkeit gewinr^n k.^n. 1.6 wirü eic^^ Buchhalter halten 

das in Kurcpa »^ ^^, 7*^1 ^iJJiL. damit ihm dieser die Buecher 
ntaessen, z^-^n-^-^i/iS ISISerbikemtnisse macht. Dafuer werde- 
fuehrt und Bilanzen ^^^J.fJJ^^^Jn Gebraucht werden und dafuer 
auch weniger represontative Leute gebrauj^^^^^ l8t,^nicht ' 

schiene mir ^«^/r» %,S4^S8et2ui.2 der Jud.n au^h in di» 
ungeeignet. ^^^„^^Tv^neiBW der altansaessigen Juden, «• 
Beruf und t^^^^^tldSSefSs Deutschland stammen, geg 
entweder aus ^^aiana euer «uo ausges-h loösen. 

neuen lnmigranten,halte ^«^^^5^.!^^ Jomt.Er wird wahrschein. 
Paui. auf diesem Weg »u etwaf- Ve^i«'^»^ j^aMe Zeit ist. Aber 
lieh 2 Jahre zu dem Kurs ^^u^» ^Stfe:^ eine der hiesige: 

ihrer eigenen .»Jege gegangen. Soll sie sie wei^« & 



ccc ,- 



Es iit «ine hoechst unarfreuiich© Angelegenheit, in die 
meine Ausfuehrungen hineinleuchten. Aber ich bin der Ari sieht, 
6ahß wir tos nibht Illusionen machen duerfen, wie dies Familie 
Kaul'mfcnn tut. Wir koennen nicht bei einem raonatiiühen Defizit 
von 60-70$ auf die Dauer ruhig »usehen. Ks ist Je tat ein janr 
aewai-tet worden, ohne dass wir einer Loeeun^ wesentlich naeher 
Sehommen waer«n. Setzen wir uns noch ein weiteres halT>eB Jahr 
Frist. 3iiid die Dinae dann ncoh inuuer unvaraendert, raus» eine 
Aenderung gefunden werden. 

Das Zuwarten wird uns auch durch das Problem Ilerralne etv/as 
er-i-eichtert. In den jiaechsten Ilona ten sollte «s e-^ ch Ja doch 
entscheiden, ob sie herueberkomraön kann und wird oder nicht. 
Wenn sie herueberkoranit, wird das Problem K. durch /usammenwoh- 
nen mit Herraine etwas eriecihtert, wobei allerdings dann wieder 
Ileddi koinrien wird. Kemiine praeludiert bereits, dass ein ;rrund 
ihrea Soe^erns ist, dass Mddl bei ihrer Abreise finaniiell 
sclilec^iter diransein werde. Heddi bekommt jetEt iir. !^nat 5;;- 
oder 20$. ^ine kleine Erhoehung ktennte man Ja vornehmen, wenn 
i-Iemine hie-^ niciit zv viel kostet. Das habe ich llemine, schon 
üni sie zu beruhigen, aber ganz unvei-bindlich angedeutet. 

Allei'diniiS mu.= B ich in diesem Zusammonhang ervt^ehnen, dass 
das mit der billigen pfundueberwei surig leider nicht ganz so 
kliopt. Die hiesigen QroesbaJiken wollen .das Geschaeft nicht mehr 
machön, da es offenbar nach den Verschaerfungen der engl. De- 
visenverordnung dort nicht mehr legal ist. Man raua s ai«© f^« ^ 
derzeit doch wieder mit 4.02$ bei-echnen. Das woUte ich Dir bei 
dieser Gelegenheit berichtet haben. lis schneidet (le-ider) die 
Gefahl- von Auseinand r Setzungen mit Heddi ab. „.«>,«<„>,+«„ 

Von London >^be ich seit iaengerer Zeit keine Nachrichten, 
wie jetzt die ganze europaeische Post twtxk leider miserabel 
fuxitioniert, abei- epeziell von der englischen Post scheint ein 
groecse.'er Teil (Schiffsversenkungen?) verloren z\r gehen. Auch 
luß dex SchY^eiz ist mein letzter /cLr Wailbrief ueber einen Monat 
alt. Von Felix bekomme ich aus .Tügoalavien Briefe vom 10. bis 25» 
Oktober ui-id habe nui- einen Brief vom Anfang November. Von Lutz 
habe ich Jetzt zum ersteiunal seit vielen Monaten einen direkten 
naricht von Vi^^nn^i Novwraber. Br hixt die ?eit zw Ausreise nach 
Brasilien glueckiich verschlafen und kann jetzt wahi^scheinllch 
wirklich kaum hing-^angen. Ausserdem yö.Xl er e-^en anscheinend 
nicht recht und fuehlt sich leider in Serbien, wo er unkontrol- 
llur- mit eir.em ?.. Ingenieur den Bau der neuen Pal-.rik leitet, sehr 

*'* *Von Beok. jtm)i§ weiss ich seit sie das Viftm bekommen haben, 
nichts NeuisTAÜs der Tatsache, das«^ wir bereits 2 Briefe fuer 
slu hiebe.' bekomiT.en hftben, folgere ich, dass anerik. Bekannte 
voi» ihnen spaetere Post haben, in denen sie aie bevorstehende 
Ankunft anzeigen. Ic'i werde nicht ueberrascht sein, wenn sie mich 
eines Tags vom Pier aus anrufen sollten, wir moeOiteu sie abholen 

und fiUdloesen kommen. _ ^ . - o,. v <-. 

Von Stefan habe ich ausser dem einen Brief voni 24. X. via 
Dich nichts, ausserde i erhalte heute von Dr. ^Tichalup Abschrift 
seines Briefs vom 11. XII. an Dich. Zur Shanghai Sache, in der sich 
Dr. Fichalup dankenswei-ter .eise bemuolit, ist zu beraerkenj man 
iaeuft -ein zweifaches Hislko, erstens das des Herrn Altar, der 
das Geld verlieren oder aufessen kaim (bei aller Anat^endigkeit 
unter normalen Verhaeltniseen) und dann das politische Hisko, 
dass passieren kann, dass die Japaner Shanghai besetzen und dass 



Arturo ao$X.40 B1.3. 

o+^^-r, nif^it. hinkann und das Geid au«Mrdam futsch ist, 
dann Stefan "l«^\2i d^b^Saung zwischen ttsa und Japan 
eine Ctafahr, die ^•J^J^^.^?^Trerste aafahr koennt« man durch 
nicht ^^ "'^)«^»«;}«®^"^>;!:^,^iLSKen 5^^^ beseitlgan, • 
^^^*-i^*l,?i2 L^n^O bit^$ SSäuerfte, gegen die iet.- . 
was alierding» ge'ieu O) Vtj^v „^?^^o,,r,t ir«in«n 3chu^^. Ausaaiv 
tere Gefahr gibo es gfJ^^^fi^'^^^^^fjiJSiSwSn Stefan einmal 
aeni muessen wir uns kiai JJ^^jJ-J^j^^nbe stehen, ausserae» 
in ShRnghf.i iet, wc **^""„''*;^n^'^-r,,ATrun« weiter hleiht, hezw. 
auch groase <>efat>r. dae P^'P^^^J'^' ^^Ji^etfen, ^ao Ulcha 100$ 
erst recht fOttuexi yp-i-ü, ihm *;f,^|^f,^: ^'^^q?» loi das musa man 
fuer Viba unö Schiff skarteu au B|U3eben. ^Jf^J^^^J^^^i^g^n g,^ 

entscmesst, «lia J^ution xuer 'Btalan auf^iubringen. 

Ttm rt»n AiiööiiAren toüü a'horiaon abzuochlleseen, »«1^* 
qchn^id«r haJ^ f^' mi! Jugoslavien S^^olr^i-^^m.manmo^chi^ 
vergehen von öJrt aus ...iede." utvas :)in«rB zu ueher-welaen. boU 
rair rec'it sein, wenii es ^leht« 

Tjnd nun von uns m^r ein PJ'i^,;;;-J^?^4f ^^^J ^Jh^?!«! 
letzten Wochen scnreckiich vi.l zu tun f^^^^^l^^^^^ ^^ -,iei. 

Aerser und ^'^■^«^«^:""t^^Jf ^^J;! Jt ?,eir- 'C-?eseslS.aupiaetze. Dabei 

°^'^r viTrSnk li^^Se jjr drei Wochen zugleicnaiKiix mit 
{iind wir krhnk. icn nau© *"* " . ^ j^ ^^f.^ i^^ es wusate, 

Grete «i«t:,'^^f JP?« J?tm ieSSSlietenrjeJS hat aich Annie 
ein ^rcnchialkatarrh «'^.^®^rf ^."^ii!^^, .^^..^p oine Grippe begonnen 

?1 ^% ^J:'f Li-ueÄf glufcklS' JS^-^steckt und 55r Doktor 
nat, so Kv'j; ^'i^^t fr,, L- t "inch :T". )ic>'4älkatarrh. Annxe, die 
difiSnoPtiziert bei ilir^e ^ !^ ^^^^'^ -'^l' ^^^ auhpua, kann mir 

noch ^ieber^,» ist i"^' ^^^ ^h.^^" ^"^„J^Jr k?fnk zn sein. Sonst 

r-^f^ S'ton'^.nKer-u'u.rolSiX'fSEt^?- Briet, warum ich 

"STi^ P^^^^^t^t^t r-infamS VeSS^^rrf or. 

be5^«pre3 Ja^>r 1041. Wir kosnnen es alle brauchen^ 



Vi^J.^ heri:.l*tbe Oruesse 



Dein 



Ich ru0 3C'\te Dich noch auf Eines aufmerksam machent wms 
ich in di-asan Brief speziell betsi- Kaufmanns schreibe, ist iBjr 
f^er. Deine Au^en ^ nicht au irgendw'sioher Weitergabe beatimmto 
3lttrVe'rsprich*'mir das, dass iJu in Deinen Briefen an Hermine 
oder- Bertha vermeidsA wirst, irgerKiweicne Hinweise auf meine 
Inf orniationen zu machen. Du kannst Ja Bertha fragen, wie sie 
die Dinge sieht und Dich nur auf ihre Antworten beziehen. Wir 
sind bei KaUL^anns leider in einem dummen Dilemma j sie sind 
(von Suse abgesehen) sehr anstaendige Fenschen und dass sla 
siclf iier Situation schlechter gewachsen zeigen als andere, ist 
sich^idi t auf Mangel an gutem Willen zumeckzufuehren. Andrer^ 
Seite bin ich ueberzeugtt wenn sie nicht das Bawusstsein haetten 

dass im Kotfall Jemand da ist, wuerden sie sich anders da«u 



A 



f; 



/ 



und e» »uwegebringen, aucli au leben, und dadurch sich viei- 
l«ioht den Anfang »u einem Wiederauf »tieg gefund ^n h^en. 
XMüfiK3«>K8iüJLX«iOt:<ÄÄ«M»i4X So ist dann das p4f«^"j8»„^ß^^ 
raa^ihnen. um ihnen in der Not zu helfen, beisteht und da- 
Soi iSUn eigenUloh eher schadet. Dabei •]["t^i^«|«^iäL«n 
einmal Dank un! das Ganze endet mit Sf^"««^ /der j^eMerem 
"fach*". Dieses moechte ich aber nicht o^ine votwendigkeit 
gross wirden lassen und daher bitte ich Dich um Diskretion. 



m 



ii 



Cer'lf icated 



Jalmc Sudancz 1713 
L-ontcvldeo 13 Decciaber lp4C 



m 



Llobflter Fritz und llebBto Annic, 

Ich schreib Euch i^Oiioinschaf tlich. ^ov ..lleu vielen Dahk 
lic 1, Annic fuor Deine so auöfuoarl bleuen vom U Ilov, und Dir 1 Fritz fuer 
Jcinen Laf tpoetbrief vom 21 irovember erf reulicacrwelse aach ei^eiiCnd und 
Intgtrc'. :>anteßt berichtend» 

Vor Allom zun Probion Kflufraan, An Deinen Bericht ueber dcr«^"» 
La^e^dfe leider nicht fohr rosig;^ iBtvrill Dir zur Conpin tiermiB des Bildes 
xiirür La^e.öopie eines Briefes - frl'et vom e5l<>ichen Tar^e wie der Deine- nau i- 
lich vom 22- Ilovember den von Bertna erhalten ht'/t>r;i^^der ia^t ihr 2xpos3 nooh 
trueber,wie ,dRS Deine, Ihre vcraeusserUaren Reserven naeheru ülch deia iinde, 
iVir Einkoiamen ,ionatllrh une^r^fnehr Doli 25 auBKneliar holten und auß dem Vermieten 
des liTcinen '^Limracrs % Doli in der T7o(3he, Tut den letzten ihnen s^B^'^^^^en 
Doli 1-50 haben wir ,ei£;;entlich nur die Speditionsrechn-win^ und einen L'-onat 
Miete ihnen bezalt. Ich habe die volle Üeberzeu^sun^^daeß 3e.:'thaö Schilderung 
den Tatsachen entspricht . Lleiner Ansicht nach;koennen wir sie nicht ihren 
allerletzten G-roschen ausgeben lassen Mal sie schon aus raoralischcn Qraenden 
sie nicht vis a vis de rien stellen» Sic sind daxier bchon heute nicht uuhr 
in '\e,v Lai^e ihren I.'onatszinE zu bo/zalen, "Hertha hat, wie ich aus einem soeben 
erhaltenen Luf tpof^tbrlef von Hermine ddo 2 ITovember c-p.ehe, selbe beroits von 
ihrer tristen La^e ^enau infor^aiert, Hermine ist bep;reiflicherwelöe hoechst 
plteribrt hierueber und richtet einen verzweif elten^Hilf eruf an uns t Ich haoe 
»oben aut^fuchrlich an Hermine ^evschrieben und le^e Dir dle.sen Brief bei, den 
/fch Dich zu lesen bitte, und den Du sofort nacWier^'per Luftpost nach Cambridge 
■elterlciten v/illst, damit sie diese beruhie^enden !Leilen,wenn ^aoe^lich noch 
in den Festtagen und bcfore Tew Ycar erreichen. Ich habe ihr Lebensproblem 
darin eingehend besprochen und ihr die Oruendc unserer I^iuBtellun^ waehradd 
los letzton Halbjalirs erklaert, Icli f::laubo,dabfi sich meine -^usfaehrunts^n :ait 
Deinen -"l-cdanken^aenGen ueber diescb Problem vollstaendi^,* decken, 

I.'oine Ansicht ueber unsere rcitere Intervention v/aere nun Folv^ende: 
Dq sie doch keine Uittel haben, un den ".ins zu zalen,mueüscn wir ihnen, solange 
Sic denselben nicht durch Vornietun^ der freien Zimmer hcreinbrintj;en - insbe- 
bondere der beiden ^^ropsen - mit dem Lüotzins beiflnrin:3en, 'Tle Du so richtig 
erv.aehnst; sieht man nun, wie y;eiße es da'ials ^on uns v.ar.lass wir ^e^^en das 
Tehmen einer grossen teueren ^ohnung Einspruch erhoben, ^Ir seilen ^dass trotz 
der f-ruten Lac^e der actuollen Wohnung trotz ih>-oß netton Ausschene Hertha, selbst 
Jetzt im 'Tinter, wo alles in der Htadt wohnt, Schwierigkeiten hat, die Zimmer 
zu vermieten, AI so Ich glaube, Du wirst meinen Antrag teilen und wuerdo Dich 
bitten, dies Bcrtha untor ^-Gleichzeitiger Verstaendi: 'ung an mich -per Luftpost - 
mitzuteilen, damit ich ihr ""auch ihre Zeilen vom 2^/11 ,dit einer r.uockaeussf - '-,g 
drin-;_end oeducrfen,dlo ich ihr aber erst nach G( dankenaas tausch ult Dir ^^j^^^^n 
kannV^^*'^^^^^^-^^^^^^ kann. Zw wir&t bei meinen iiut^f uerun^i^^on an Ileruine erseiien, 
daps ich den Fnll Paul a"» s Kernpunkt der Situation icr 'Caufmans behandelt hao^e. 
Vfir v/ollten ja keinen pcrr^^enlichen Einfluss auf Paul nehmen, um keine VcrstlirTg 
herauf zubeschv/oeren. aber ich glaube, wir nuessen ueber Hermine und sie durch 
Bertha ihn veranlassen, den unter den gegenwaertigen utopißch scheinenden Ver- 
treter Ideen nicht -riehr nachzujagen, sondern Alles aufi^ubieten ,UiU nun nach 
ciniaehriren Versuchen ein Job zu bekommen, in welchem er wol nicht seine Kenn^i 
nisse verwerten kann aber l'-n.ierliin durch irgendwelche Arbeit einen richtigen 
Teil zum Budget beitragen kann. Denn Bertha selbst kann unter den gugenwuerti ^ 
Verhaeltnlssen niclit nohr tun als von frueh bit Abend durc.i l^aeharbeiten den 
UaxiMalverdienst zu suchen, den sie erolcyuen kann. Ihre ucbrigen Verdieristideen 
scheinen entweder nlclit durchf uehrbar oder anderweitig gescheitert. Du wirst 
natuerlich durch dan was Hertha mir schreibt und gectuetzt auf Deine eigenen 
Eindruecke am ?esteiK.ssen,^^^ ^^^ ^^ '^^"^ Praxis die von uns derzeit zu gev/aeh- 
rende Stuctzung durchf uohrPt.Pnul wird wol v^egen Ergreifung Irgend einer Arbeit 
Hion schon im Wege der Hermine gestupst werden. ITotfallo kan^^st Du Bertha a-ch 
einen diesbezueglichen Hinveis ,alfl von uns Beiden kommend ^machen, denn nun 
weiter diesen seinen bivsherigen Ideen nachzujagen, die sich fuer seinen Fall 
mehr oder v7enl'/or als Utopien erwiesen haben, hat wol keinen Sinn, und a la Lix 
sich nur auf paar Handreichungen zu hause zu becchrRenken,wo sie doch so in der 
"dcche** sind, ist doch ein Ilonsens, Ich bin sogar der i:einung,da8ß wir don so- 
genannten Srziehungsbeitrag fuer Bob, mit dem ich, bis sich Ih-e Lage bis zum 
sich bescheiden Selbsterhalten gebessert hat, von Dollars 2C sogar auf Dollar 



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30 - zu erhoehen olnverBtanden''bln',unSellngt»iU88er dem gej'.enwaertig noetiBen 
- »iletzlnebeitrag geben rauesßen.denn mit den Dollar '^5 cca die Bertha verdient 

und den Dolla 18.- die das kleine Zlnraer tr^acgt.geht Ihr Budget nicht zusaiL- \ 
' men. Du wirst Ja am Beeten wissen, ob mein dlesbezuegl Antrag,berochtlgt Ist 
ob er Paul nicht etwa abhalten wuorde sofort irgend ein Job wie er dies tun 
sollte, zu orgreifen und kannst Du Ja Je nach dem sich 1'^^«^^^^^'^°^"^"^^^«^^?^^ 
beseer^.unsere Beltraege Je nach Notwendigkeit ^'^^iieren. Dies sind nun meine 
Id*cn. Termine erwaehnt schucchtem.dass wir Ja seinerzeit bereit waren ihrer. 
Lift von Hamburg ucber Rotterdan nach London zu 'of^pgen.worauf sie um uns 
nicht so grosse Kosten zu verursfichen damals verzichtet hat, «.Ir noegen nun 
Bertha ,dic nun nicht ein und 8.ub kann, dies zu Gute komaen lassen. 

J^llllttimms^ vuer die Uoberwelsung an ücrmine/ Heddi per Nov/ 
Decembcr hab Ich Dich fucr die Haelfte von Lst 25.- conform & 3.45 mit 
r.ol lar S6.25 erkannt. Stefan hat,wie Dir schon f^^islert die bcwusste Uebervr 
PHK ^bekomraen . Kit dem ovcntuel zu machenden Vorsuch della Seh, wieder einer 
Betrag zukonmcn zu lassen, bin ich einverstanden, Auszalun^en 

lllt der Finstellune der weiteren Ucbwßgen ^^^'^_^"e^^^"'^.,^f S ''""^J'^ ich 
durch Heddi socen Crutrchrift eines Gep:enwertes m^^ollars .ei Dir ^In ich 

einverstanden. Allerdlng. kannsle uns ^J'^^^^^IJ^'i^J^fifenz verSere^! D^^^ : 
fnrr sie cnenstlKen Transferlrirung 25 / ^vn Goursaii i orenÄ ^^'■^^^' • „„^j-y 
Se^lt sifif wol den officlellen Londoner Dollarcours fj" ,^^^^^ J^J^^^Vs? 
nlcit daBS die schwarze Ilotlcruns und -^uf smoegllchkelt |5 ^^^^f J^^J^en Jonat 
L.ec mich ihre Ideen wissen, ^in l^^^ines Praei.ium ueucr den au l. J 
notiorten Schwarzcours,neln ich, wollen wir i.ir Lieben,, aber <loch ^^^^ 
e^nzen ^oursuntnrschled auf un. neh^^^^ llquidiert,l/5 ^ab Ich^^boi der 
Dollars icn ^^^^,'^>'''^^^.' tiq-vp Dir fuer Deine Aubfuohr untren, uit 
Gafico ,werd es rber auch umwandeln. ^^•"^?^/'^L, „^^^^^ betreffend, hast DU rccT.^ 

Deiner Bencrkung re^en Flcd« '^,^-^^;:.'-:^;i"^'i;::%nrnt;nden und vielleicht noch ei - 
An Deinen Zoros ,aio r.ne den B^ocl^lcrunden entotanaen a Btlllh-*lt 

.treten -^^-/o?^i/-J?lH,Sierbe ?if? 'so fann^nir^eSiden.da.s siS wie- 
der -V-F " ^^k^^^^^^^^ SSf pJ^'^l^iat" 
.a. nach ^^^m I^rie.e dort^_seln^wird,^Also ^^^ ^^"^^^^^ 
le Liser. besonder, ^'^^roundet^.^tnonent.n mit eine, dous^ 
auP Bairea hier und war schon 2 lal ™^,^ J^'^^^^^^.^'tcrA an LIbo einen Lufl 
^^^l^lCi^l^^:^^^^ ^r-Ü^^f^"^ auch er trotz 
in'sn.t elnletretenen-^Unstellun^en keine ^/'^^^^ZLAc^iIv ^cv^ in dem er 

Soeben erreicht mich ein Luftpostbrief '^^^;^^:--^^7,.?^^_Vonnen v 
mir freudig bewegt -l^teilt.da.. er mn die Elnrcl^^ 

ehest dort l\^^^Z'lToZo^%ZsllS^^^^^^ ^^ ^^'^^ "'''' 



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dort will ^aoiientau nocn nie 

einer F. ,rik.,rucndunB i^t denn };l^l^lZ\^^^^ die. 

Li unr^ ^:ail soll c?> nun mit der i^inreisc Kiai)pc.i, 



-^ t*e^ zu lapsen. ^ ^ ^ 

•^ Ap einer event Turiaten 

äS" arbeiten, obwol mir ein Zusamt 

^ An vTc: "^ucr 

nunnlt'Serem;Äffidavit3^zur^^^^^^ 

-ras die Sicherheit In der nchweis ^^^rifft ein Optimist ^h riet den^Loc. 

Jedenfalls bis zu Krlo^ßcnde wc -zugchen .Hier '^«;^.'^" ^^'l,'^^- 

( Juden)an. "ichcr iet nlchcr,so ^"^^It nan hier sicher ist. 






«^^ -as Dome ^'oebelA betrifft ist schon ..a Ja drF.n^a^sc 

r| achelnt,sehr Bchocn,zu wissen dass sie J^J^^J^f'äorade waren Gchaeffers ^ 

^,ti- nicht? "It meinem neuen Heim geht es ganz gUT, . 

<^^ mir und fanden es nett, Augen fast c^nz in Ordnung. Innigst uaaruit iCuch 



Auszug aue einem Luftpostbrief B e r t h a ß 



^-•/< 

i. 



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ddo 22, November NA' 
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•^-•«»».■%<^ ^j4m'^ 



Von S u B e haben wir inzwischen auafuohrllche Nachrichten ,Cle cchreibt, 
dase das Studium nicht schwer sei da ihre Vorbildung eine bcBserc sei, als 
die der Ameril'anerinnen. ^lo Du richtig voraussetztest hat Aö neben dem 
Studium auch Kost und Quartier frei,. Der Ertrag ihrer Jobs ermooslicht es 
ihr einerseits sich gewiese Extra Ausgaben zu gustatten und andrerseits 
eine kleine Reserve anzulegen. 



.c soge-anntc Junior high ^school. grade 5 ^»V^s 

viel sagt. Er ist in der Klasse, die seiner Altersstu« 



Bob gabt hier in die 

Dir wahr scneinl ich nicht v _^_ 

fe entsoricht.. Da er sehr \7enig Aufgaben und dalier sehr viel frd^ Zeit hat, 
liest er ziemlich viel, vor Allem Technisches, und laeuft Rollschuh, wie es alle 
amerikanischen Knaben begeistert machen. 

Deinem H^unsche entsprechend will ich Dir nachstehend ein ungeschlnktes 
B 1 1 dju nserer'financl eilen Lap;c. p;eben , 

"710 Du wciBst bekam'/en wir von Fritz bei unserer Ankunft Doli. 5^0 
einige Llonate spacter 300 und bei UoDeraiedlung in unsere neue V/ohnung 
45 Dollars. Da letzterer Betrag nur die Speditionsrechnung und einen Uonat 
Zins deckte, sind diese Betraege,die uns eine ungeheure Hilfe bedeuteten na- 
tuerlich seit i^onaten aufgezehrt. Die Einnahmen aus meiner Kaeherei unterlie- 
gen starken saisonmaer-sigen Schvrankungen. im Durchschnitt sind sie eher unter 
als ueber Doli. 15 monatlich.. Dns Vermieten hat sich bisher nicht als die 
Stuetze unseres Budget erwiesen., die wir erhofft hatten« Unsere ersten Unter- 
mieter, die 2 Zimmer hatten, sind vor cca 10 Tagen nach dem '^Testen weiterr^ewan- 
dert,und wir haben die Zimmer noch nicht frisch vermietet. Das kleinste Zimmer 
ist augenblicklich vermietet, traegt aber nur 4 Doli. In der TToche . Tlun wir 
hoffen auch fuer die beiden anderen bald rieder Mieter zu finden. 

Aber auch wenn die ''^ohnung voll und zu astaendisen reisen ver- 
mietet ist, kann das nur den Zins decken und wahrschoinlich worden von Zeit 
zu Zeit immer LeerstehunKen sein, abgesehen von ein paar Dollar ^^^^^^atlichen 
Kosten fuor "acsche elektr Licht'etc. ,die durch das Vermieten unverueldlj.caer_- 
v/Glse entstehen, üein llrehen kann natuerlich nicht alle anderen Ausgabooosten 
decken, und so scheint unser Budget oroblem aus eigener Kraft unloeslch zu sein, 
solange PpuI nichts vordient, Diesbezuegllch kann ich leider von keinoia Fort- 
schritt berichten. Pr.ul h^t vor Kurzem seine Taetigkcit fuer Bcrricks wieder 
auf genommen, nachdem sich die :i:rregung ueber den Anschluss Jai>ans an die Achse 
wieder etwas s^clegt hat, aber die Schwierigkeiten sind noch groer-ser als frue- 
her unc^ '''or\r\ einmal ein Ocschaeft schon in Aussicht zu stehen scheint so 
scheitert es dann immer wieder oder wird ins Unrcwiyse verschoben. Pn.ul will 
die Arbeit nicht aufgeben, solange er nicht etwas minderes gefunden hat.. 
Aber in unserem gar.zen Bekanntenkreise nat nicht ein einziger Uann eine Stel- 
lung gefunden- abgesehen von manueller Tacti5keit,fuer ^^^.^'-^^i.^^^^Vn^'pi« ^p 
Alters und auch wegen mangender Schulung au? diesen Gebieten nichl in Frage^ 
kommt. - wenn nicht der Affldnvitgeber oder ein Ver-andter,der schon lange nxer 
ist, die Vermittlung uebcrnornen '-ipben. 



Bisher ist unser 



Bud-.et aus 2 Quellen financiert worden. Paul hatte ein 



paar hundert Dollat hier^as wir ankamen, teils Geld, das ich aus ^ien nach Eng- 
land bringen lassen konnte, teils von seiner alten Firma. Es war nicnt viel und 
ist zum grossen Teil Jetzt aufgezehrt, ^^eit rlr ur^sere Lifts bcVommen haben 
haben wir eine l^enge Dinge verkauft, die T^ir entbehren koennen: 3 Perserteppich' 
einige Moebel - fuer die wir aber andere a^^schaffen museten - etwas Goldsacher^ 
Vltrlncnstuecke. Das hat etwas ueber Dollar 250 getragen, aber audi diese ver- 
kaeuflichen Dinge nachern sich ihrem Ende ums omehr als mancae Dinge die in 
Europa sehr geschaetzt werden rcsp \^^aren,dem hiesigen Gcscamack nicht ents^^re^> 
und praktisch unverkaeuflich sind. Ob unter dlsen Umstaenden unsere Hoffnun;^ 
Deine und Fritzens Guete nicht mehr in Anspruch zu nehmen, sich bev^ahrheiten 
wird haen^t- wie Du siehst - hauotsaec illch von Pauls Zukunft ab. 

' t;:s wird Dich vinl leicht interessleren zu hoeren,dass Paul Hirsch vor 
paar Tagen bei uns war. Er hat von einem seiner Äff iclavitgeber- er hatte der^* 



/ 



Auszug aue Be>thas Brief vom 22/11 Baltt 2 

Mehrere - eine Stellung bekomiaen hEt,dic oin Klttelding zwlocöhn Laufbursctxn^' 
xülfsbuchhalter zu sein scheint und fuer die er 15 Dollarß per'^oci^e bezieif. 



Per 



s/s 



Uruguay 



Uontevidoo am 7 November 1940. 



'^eine Lieben, 

Deine 1 Zeilen vom ■■dB.,raein lieber Fritz, 
vom 8 V.LI, und Die Deinen, li«be i.nnie, v.m t8 V.U. kamen mit "ornalcr 
Zeltdauer hie r an und raren mir eine Freude und wurde die Kuorze der 
A:J;J'lasBun6cn von Fritz. durch die Ausfuehrlichkcit Annlee ^J'^^^^J^«^^^,^,^ 

Lleinc VfohnungBfrPrc hab ich bereits vorgestern tinor 
Loesunß zugefuehrt. Ich ha.o ^ei sehr braven L.ut.n - Familie Co«man 
nunmehr Quartier genommen. Es ßind Berliner ,aic sicn "■^'-^/^ DiY-optnr 
Sharacfctcrs allgoSelner Beliebtheit crfr^en. Herr Co«man,war ^^^-.^^, 
bei der Dresdner Bank in Berlin. Daß Haus ist senr Kxein.uj.^ 
gross und sehr einfach «oebliert.deshalb hatte ich i^e^^i5«J^,e«^^'^g|lL, 
es zu mieten aber es ^^^^ »^^ii^^^^J«^' SaiSs^l^on Sit Riesenschritten an-' 
das Passendste, das ich derzeit, wo die ffi^<^°, i' "^„ "„^ ,^^,„-.te ^ancymloten 
rueckt und Jeder hoffte ,durch die "^»l^^^ischen Badegacste ^ancy^^^^^ 

herauszuschlagen. finden konnte. Der erste ff^ Im Hause ^^^^^^^^f ^^^^^^ 

allein. Er besteht aus einem ^-^^^^^f^^^'^'J^* ^^^von der m^ e?nen netten 
Tcrasse verbunden let die z^^?«i"«^;?J;f («SrkUincr Sltzgarnltur . 
Blick zum Meere hat. Porner einen Living [ '"„^.^ m^ ,^i-,he^ nit kleinem 
Schreibtisch und Divan und hat b%hv einige echte Teppiche) alt ^^^^^^«^ 

Balkoenchen auf die Strasse und auf ^-^^-f^t^f^^tn^l^ ':« bL" Li:;!'" 
det, liegt. was nicht zu gering anzuscnlaäen ist.me.n^eibcn ^^„„eumle 

bei Schaeffers "-ri^^^^s^r^J^i^l^ §gäA?f^"lag^e\^''c^og!^är>rf d^i^f ^'- 
und mit euroDaelschcm Luxus RC"»^**.' °<^='^''-^° „„^vo«n Die Leute .Herr und 

andern Hoeglichkelten durchkosten. Denn so bin ich halt docn^r^ ^.^b 
hab mich um die Bewirtschaftung nicht "^ kue,nmem ana wen 
hier fort wollte ,hab ich nur meine uenzel zu sc.mueren. 

Meine neue Airesse ist: 

Jal'ae ^iudanez <ä7l3 
bin ?. Quadras das ist 200 l^eter von Schaeffers ga^s in^angenhmer^ G^^^^^^^ 
nahe vom Strand . Pocltos ««^'^J^^^^Jlt^f-logen umrankt und ^uch sonst In 
die Vorgaerten haben.sind ^°^. f ;^°^J^;/°:eken und Enden richtige Dorn- 
vollster Blumenpracht man ^^f^^^^f^^J^^^ jh^ ^i^ mal telefonleren woll- 
lirX fcS^rcri^ch^n^lnl^^o^ur^Tl^efr^mer auf .sie Ist 

Ult schaeffers bin ich welter auf bestem ^-^^f^.^-.f ^attf unr^inf r^fht 
die Vaee mit Blumen geschickt,dle ^^^^^^,;,^™^^,t,tcn sich gestern via Cadix 
aufmerksam. Schaeffers Uutter und ^^f -^|^^?,^^^SJ„ Spanle^ sich weigert 
nach hier einscaiffen sollen aoor sie ca «„niff sblllete fuer spanl- 
ihnen das Transitvisum zu geben. o.wol sie J^hre^Sc^^^^^ Yugoslavlen, 
sehen Dampfer vorweisen konnten unax^ro ^ g^^re nous ), ^ 

die Tochter arlechin und Bei-^«,^^^°t:!n trachten bis zum naechsten Dampfer 
sitzen sie nun in l^^^^«ili%^"'\^^fJJfS^i'^?f Soften! Frau bchaeffer hat 
der Anfang December gont das Transitvisum zu oeKo^a . ^^ ^^^ 
nun Zeit lieh etwas auszuschnaufen und Bichbisschen^ ^^^, _^^. 

?rtunrdnre":cr^S^.rs^;nrar£und fu^ 

Ta^StÄiiitr.! ?rfi;^S^iliirLir,c°^SSiiirderart zu sein.dass sie. 



Ntw York 2 



wenn auch nlq^ die Mutter und Schwester d s Herrn Seh» herueorkaemcn, 
ganz froh echelnen ,lhr 6 Zimmer HauB allein zu bewohnen und nicht durch 
einen Untermieter doch immer in ihrer Freiheit etwas handlcappcd zu sein, 
Ale Ich mit ihnen das A6i^®*ra«nt Jetzt vor einem Jahr machte, hattensie 
ansehnliche Vermoegensteile in England sequestriert, diese haben sie vor 
einem halben Jahre frei bekommen und hat sich dadurch ihre materielle 
Lage so gebessert, dass bei aller Freundschaft fuer mich','^§s gar nicht 
mehr notwendig haben einen Beitrag zu ihrem Busget zu bekommen , sondern 
auch so, wenn die ^utter u Schwester, die in meinem Zinmer wohnen sollen, 
nicht sich einschiffen koennten,daß Zimmer zu einem neuen Wohnraum umkrem- 
peln wuerdcn» bebrigens hat Frau Seh, wie dies hier der Fall ist .oeft^rb 
Minlsterkrisls,gute Llaedchen sind hier nicht leicht zu bekonraen» Sie ar 
beltet auch sonst wie eine Biene aber in diesen Krieenzelten opfert sie 
sich ganz auf - trotzdem sie ausserdem eine ausgezeichnete Bedienerin hat - 
und war daher auch die So^paratarbeit mt meiner Dlaet immer fuer sie eine 
Extrabelastung, der sie nun zur Freude ihres Uanncs durch mein Verschwinden 
enthoben ♦ 

Heine Briefe vom 2t und 23 Octobcr sind sicher schon in i:iurem 
Besitze ebenso der Dir 1 Fritz danit gesandte Orig und Dupl Check von 

Doli 500 fuer unser Vcrrechnun^cß Conto, 

Die Wiederv^al RooBeveldts hat hier eine »il^emeine 

Freude in den Kreisen der Emigranten auegeloeet und gibt Allen die Hoff- 
nung ,dasi3 fuer die so Kefachrdeten deraocratischen Ideen weiter und mit 
dem ganzen Einsatz der Amerika zu Verfuesung atehonden l-iitteln -rekaenpft 
v/erden wird, Auch mich hat dieses Ereignis wieder ein wenig opt.imieti8cher 
fuer das von uns angestrebte Endzeil gemacht, 

L'un wieder zuia ueblichcn Streifblick auf unsere Sorgen- 
kinder, :i e r m 1 n e f inde ich, bei Beurteilung ihrer letiiten Briefe aehr 
gcfaect und vernuenftlg ihrer ernsten La.:;e gegenueber stehend. Die Trans- 
feririerung ihres Dossiers vom 'Tiener zum Ldner a^ncrik Konsulat hat noch 
gar nicht stattgefunden. Das Perralt scheint datier noch sehr in der Luft 
^^^Jigggn. über es geht bereits jetzt aus ihren Gedankengaengen hervor, 

f Heddi und Lix.so wie die Lage jet.?it ist^nicht im Stiche lassen 
will, ./ir werden sie Jedenfalls frei ihre i:.n tschluesse facsen lassen /auoB- 
sen. ixac h H e d dl hal sich aus verschiedenen Gruenden da^iit aufgefunden 
bis auf 'veiLeres einer Frage der Leiter Wanderung nicht entgef';entretcn zu 
wollen, Ucbrigens ist aus den Berichten von allen Selten er8ichtlich(J.a6S 




geringer zu sein. Hof festlich klappt es in der naechsten Zeit wenigstens 
bei ihnen mit dem Pernit Stefan h at mir auf die Idee mit Shanghai 
noch nicht geantwortet, ^.7ir v/oilen mal abwarten was er im naechsten Brief 




rel,?tlv guten Berichte ucuer Kaufmans freuten micn herzliba.'vf^g'u^^^f 
von Suse? Lisc und Dcr>zoe h aben scheinbar auch eine in mir Innewonnenae ' 
ElgenschafT; L'.in öcap.rrur/3svermoegen,dasf^ allerdings durch die ungeheure 
Schwierigkeit einer fuer sie in Fra^-^e konnenden -«.usreisemocglichkeit 
verstacndlich erscheint. Uebrigcns glaube ich(Jlas8 fuer Llenschen in ihre»- 
Situation die Lage in B. Immerhin noch tragbar sein muss. 

An Herrn Felix und Frau Ilse bitte Euch meine innigste 
Teilnahme nit Suren naechsten "".eilen weiterzuleiten. Der .lefus meines 
enenallgen Gr^stlandes ihnen als Jugoslsiven die Durchreise nicht zu i^ostat- 
ten^eigt wieder mal,wie die r,fmze ^elt auf dem Kopfe steht. Im UebrL^en 
scheinen^ das Rlsico^<!' ihres weiteren Verbleibs in Jug^ölavien weiter laufen 
zu wollen. Di^ gegenwaertlge Schlappe der K...,lmacaer hat mich, wenn ßie 
auch nur tcmpti-aer sein sollte ,ßo doch gefreut. Jetzt werden :.anchen von 
Ihnen die i.ugen aufgehen und sehen was es heibst " vivere pericoloba entf" 
Der lie.en Annie danke ich ganz besonders fuer den interessanten' 



K.York 3 



Bericht ucber die Lage vieler Eurer Freunde an deren Gchickeal ich auch 
Btete leghaftcßton Anteil nehme, Fucr die auch im unbesetzten G-obiet 
Frankreichs leoenden Heichserai,:/ranten entscheidet den Exit nicht eine 
franzocsiflche liehoerde, sondern ein ei^^^enüß üiut in Vfiesbaden, welches Jeden 
nochraals auscultiert um zu sehen ob aus ihiQ nichts herauszudrueckon oder 
ob man ihn sonst auch nicht anders zwicken kann. ^^<i noch dort oefindli- 
chen rauesscn sich also noch r.uf ^^artcn einstellen. ^ ^ , 

Von Dr Y^eiss bin ich ganz nachrichtslos . Er ist auch sehr bedauerns 
wert und hat wol Coraplcxe^ di© ihn am ;:^chreiben verhindern. Was aus seinen 
Eltern in Frankreich wol geworden sein mag ? Und auch hub Himis Eltern? 

Bei den Freuv den in Baires schein tAlles gut zu gehen. Es war 
nett von Don Sigi, dass er Euch mit einem netten Biief bedacht. 

Kucrzlich hab ich die Schwester von Feuermann dem Keffen Eures 
Kofrat Peters kennen gelernt. Sic und ihr Mann Dr Reich sind beide Zahnacrzte 
und haben sch^on eine sehr gute Praxis. Schaeffers haben sich mit ihnen 

sehr angefreundet 

Kobys schweigen. Uebor Frau Arccco habe nur indirect ITachrichtcn, 
Sic scheint mutig die leiten zu uebertauchen,die auch fuer sie nicht leicht 
sind. 

Ich erwarte mit Spannung Eure Nachricht ,wie die Ins^^cction bei Gitta, 
die Du , liebe Annie ,in der Zwischenzeit wol vorgcnohimen hast, ausi^ef allen 
ist. Eigentlich weiss ich ,da ich Ja ihren Charackter gut kenne, dass sie 
fest auf ihren Beinen steht und ein besonders vornuenf tiges Maedel ist, dass 
Du von ihrem Entwickelungsgange nur sehr befriedigt gewesen sein kannst. 
Wie entwickelt sich Gretcrl? Ist sie sehr gev;achscn und und weiter das 
Herzpinkerl von willen, die sie kennen? . ^ , ^ ,_ 

V/ic steht es nit dem Abreisepro ject. Ist Jiuer ii^ntscniubs 
wirklich definitiv und welche Stadt im ^Jesten wollt Ihr mit Eurem Dortsein 
becxiren? 

nun noch ein ^ort wc^^en Deiner Eemaen^jelung neincr in den Brie- 
fen an Dich gewaclten Anredef or^en. Die Fornel Lieber Fritz darfst Du 
keincswcp-s d^eaten,wie wenn neine Gcfucle fuer Dich weniser innig waeren, 
wie fuer alle Andern, die bei mir eine hoehere Form der /xusdruckoweise der 
Herzlichkeit in den Anreden geniessen als Du. Du ke nst Ja nur zu gut unser 
persoenliwh innip;e» VorhReltni8,um nur einen i^oment an raeinen besonders 
innigen Gef uelen^fuer Dich zweifeln zu koennen. Ich halte es aoer ßt,ets 
bei all den Unsern so, dass ich ihnen mit dem selben Ausmaasse von Herzlich 
keit antworte wie sie^ker mich rcoervicren. Daner schreioe icu der 1 Her- 
mine der wie Ich weiss diese Innigkeit woltut: Innigsgeliebte ... so wie 
sie mir schreibt und halte Gleiches bei all den Andern. Kcoenbei oemerkt 
Glaube ich auch bei einer Jahrzehnte langen Beobachtung Deines Verhaltens 
sei es im Corresoondenzwecre sei es bei Abschieden oder nnkuenften bcWörkt 
dass Du eic^e-tlich abholt ^bi et, aous serlich demonstrative Beweise von Herz- 
lichkeit an den Tag zu legen. Vielleicht war Deinstetes Ueberlastctsein 
davon die Ursache. vielleicht liü:it es in Deinem Charackter , dass auch du ^^ 
mir stets nur "Lieoer A. *' schreibst oder oft Deine Briefe nur mit Crruss 
oder einem " Boston Grucs" schlies8t,was mich aber nicht abhaclt in mei^nen 
an Dich .berichteten Briefen bei den Schlussworten aus meinen Gefuelen fuer 
Euch kein Hehl zu machen. EiFe-tlich hat mich stets Deine von mir beobachtete 
Eircna?icin wenig .bewundert, kenn sowol( ^enR-sewei ) Deine selige ..utter als 
auch Dein guter seliger Vater vvaren Beide auch in ihren Briefen von einer 
bestrickenden Herzlichkeit. Joch nun gehen wieder zur Tagesordnung zur aeck 
und ich k-nn Dir versichern, dass mich Deine baldigen l.achricaten,wie auch 
immer sie in Anrede oder Abschluss formuliert sein werden, auch weiter sear 

freuen werden. ^^^^ ^^^^^^ ^^^ Kaufmans und Herzlichstes Euren Kindern, Dir 
und der stets mit mir so netten Annie alles Gute und Liebe mit vielen 
" Umarmungen und herzlichsten Gruessen fuer ü^uca Bexde ^ 



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3y Air Mall 



LitrüötfcT Fritz 



' ' j V MonLevldco 19 l^oveiaber ^^^40 
^l" Jaime Zudancz 2713 

ruehrunvr( 



kennst daher norh n?oRP^5V>^2^^f?®]^ '^/^ "^^'^S^^^y^^^^^^ 7 •de haßt Du noch nicht 
Anredeforn b«i --^^ AüBruehrunj£crf^auf Deine die \on lair ,icucbt€ 

ßclbe bei di 
auf " Liebst 



-- .. ..*v..*v. ..i^xi.^ -'^ucM uuuruntscn aui i^oine eile 

bei meinen Briefen an Dich, botreffende Tleclamati 
locen teilen - pour te faire plaisir- und mit Ua 

tor tSeaendert, 

- _ Dar/:ren pind Deine 1 Zeilen vom '^O c 

oonforra mit Deinen mir damit crcviachten Aufgraben hnbc i( 
Storno ^^ Dollars 5.- ^ 

RemDurs Gaution Bckmane " 5üC.- 
Dich dagegen erkannt: 
f/X fuer meinen .'\ntei 



on,doch liab ich 
achßicht der Taxen 



Oc tober in meinem Boßlt2. 
ch Dich belastet mit 



20/ ) fuer Uebcrv/cp: Herrn 



fuer 



an Uebwsg an Hella je Din. :?Si 
^ , _ line/ Heddi Je Lst ^5 
pro Gept und Cct a 3.30 

mein. Anteil an Ucberv-sr an Stefan ocr Doli 
incl Uebv/ßj^bspescn Doli 3^o- 
und ,;c:ie auch mit dem rair von Dir auf j^cKcbenen L:also 

USA Doli ^^'^.^Q ncr ?0/lo 



USA Doli 11*25 



o' 



30.- 



von 



N 



M 



ft 



M 






17c- 



zurecandtcn 
UHA Doli 500 



conform, Saldo der nich noch um die 

• ( )er Check auf Nat City Bak II. Y. ) auf 

USA Dollars 1373 •96 i'.u neiren Gunsten crhoehto 
line InlioGend findest Du einen Brief fuer sie, den Ihr bitte 1 
denn so enthebt Ihr mich meine Uitteilunscn doppelt abzui^eben I 



Dir inzwischen 
nunmelir 
Hermine 



esen wollt 



r 



anist^nchm 



raoechte. Immerhin ist diese l::instellunc moeslichorweise doch Aen^erun^.cn unter- 
worfene Ihr seht was ich ihr uebor diiese Fraise geschrieben habe . oic kann , 
P'leub ich zwischen meinen Teilen lesen, dr'ss auch ich au fond - oUne inr clr>*n 
fositiven Hat .^.eben zu wollen,^ ehe • fier die Ausreise ^^^.^^^^^^.^V "f, ^^^^^^^^^^ 
zu wissen. dass^Du eine Intcrvenierunsfliao* ^lichkeit fuer ^^^^f^^^^^^^j^.J;;^,"^^^ 
Aucenblicklich ist aber ,mit Hinblick auf ihre Einstellung dieser Hi.fsmodus 

noch nicht acut ^^^^^^^ ^^eilie.enden Brief an sie mit dem allernaechet^ 

Luftoostcoirrier nach England auf d^n ^eg zu bring#n,da ^^^/^^%ff ^^^, ^^^^^ 
Schreiben bei ihr im Rueckstande bin und ich nicht moecate dass sie sich ur.noeti- 
SJ'^^^^ise auch Sescn meiner rTeni^keit vielleicht borgen macht. 

T,,h var vor '^ Tp.'on mit einer Dame zusammen, die erst vor ^\^]«^ 
.onat au. Ca.brtSe^MerLl Sren '^l^crn eintraf und die nil.rnneu^ 

befreundet war. Gle hat llachrlchtcn vom ^^ /-^^f «''„^%^^^^^'J^^^^^J{?Jf,crwel6e 
v.n einem starken Airrald dort törichten, '^«f^f ^^«^«°£.\,^^,,^^^-liri^^ion »ehr 
dicße Angriffe sehr ^^^^^ ^^^V^l^V^f^^Uane die tSch^er des auch hier vrellenden 
pchwach. Frau Lcl.recht,do heisst J^« ^^'^*'^;\'°J '^t^et das» die Tcueruns in 
bekannten Han.bur,cr A<ivoc«ten Dr Rentier int bcrl.htet,^^ ^^^ Teuerung rechnen 

Sneland dauernd zunehTne,d^?e nan ^-^^^It« 11 nence 1 ^enn "u danit einverstanden 
- cca 1 Liter Lilch koste bereits 11 ?«"^\, ' J"" „.e von Lst 20auf 



laueese ( cca 1 Liter Lilch Koste Der«j.i,D_Lx l--.^"; ..onatarente von Lst 20auf 
waerst.so waere ich dafuer.dase wir «»'»•^^"«..i^^V^f^.^Jenten ürlef,,daßB si 
I,st6 a5.-.- erhoehon. Sie schreibt mir wol.erade^..n Ict.t^^n ^^^^^^ 



• 



mit dem Ivlonatsreld auskomra 



aac i ojLU 
scheint Ja 



yras seine nao 

lassen ihn die ^f''''^^^'':^^^'^;/ verteidigten such-m. 
,iv,/i m\y^i\ «ich entsprechend zu veri:.oi.u-i.b«ii 

ti cn Freml. sich notfalls um ihn ku.nm.rn 






ich beigclecen.den ^ch Dir aniii-t-enu ^^ ^^ ^^^^^ Hoff entließ 

cchste Zukunft ^c^rif ft, nicht allzu optirax ^^^^ ^^ ^^^^^^ ^^ 

ic dortigen Schergen i^"-;^::«::2^^n;h ,n Ich hoffe auch.daes sein, dor- 



werden. 



ex die Adresse seines 



eunde.der in Balreo ieox, unu «ax 
seinen in ^.h lebenden Freund Jedenfalls den 



dcr^hanshpler ke"nt>i?fn , durch ^ 
RjfschelS fuer Stefan be.or^en .., . 



f 



i 



Fritz 2 



19/11 1':^40 



ZU laßfcn,di«6 00II mit Spesen von Dolrö USA circa 3ü»- vurüunden ßtin, welche 
Seesen wir jedenfallns machen mueßsen^UTa wenigstens irgend ein debouch^ fuer 
Stefp.n in T^cserve zu haben. Die Reise durch Riissland rauesüteTj ihra die aortl^scn 
.filfscomiteß bezalen - nian sa^t mlvr C\.fic<c\ aiö in Rmark zalbar und nur cca Rni'^30ü 
koeten solle. Vcdc-umo. Teil mir bitte umgehend mit, ob Du mit lair in dieser Fra- 
ge uiniß puncto 

Lutz • Eigentlich wundert cü iüich,daüfcj er von aeia Braßilvisuu 
Veincn Gebrauch nuichen v/ill ♦ Er ist doch sonät ein nicht zu ontinißtisch ver- 
anlagter Bursche. Y/icso korant es, das» er sich in Jugoslnvien so sicher zu 
fuelcn glaubt?Von Lise und Dcszoe kann ich das Eeharrungsvernoogen verstehen. 
Neuere Kachrichten von ihnen habe ich derr.eit nicht. 

Diese V/oche V7ar Don Sigi hier , Ich habe mit ihm die uruguayischen 
Badeplaetze abgeklopft und hat er nun fuer den Januar m rvtlantida ©ineia faisho- 
nablen Badeort 60 Km von Montevideo gelegen^ gemietet, dann g<^ht er nach Llao- 
Lao einem an der chilenischen Grenze gelegenen mondnencn hochgelegenen Sommer 
platz ,dem argentinischen St Uoritz, um dort auch einen ^^onat zu blcibeno4lso 
erhat sich bereits gut fuer den Sonner vorgesehen, 

;7aö hoert Ihr von Herli. Er schreibt mir gar nicht, da ich ihm 
-egen seines langen Schweigens einen kleinen Vorwurf machte. 

In meiner Sache mit dem Cryl^dit Suisc scheint auch n';.ch 
Ansicht meines Freundes Hechts derzeit nichts zu machen zu sein. Er ist der 
Ansicht, dacs die Bank so har-.deln konnte, wio sie es getan. Ichmuss abwarten und 
seilen was einmal aus der Srjche herausvomnt. 

Beckmanns Ich notierte Deine üusfuehrungen und bin damit 
..inverßtanden,dat s das Cxeld welter zu deren Vcrfucgung geualten wird. 

Deine l^itteilungen betreffs der Lst Deckungen hno 

benerkt , 

Ich hoffe es geht Euch weiter gut und jetzt wo der V^inter sich dort 
nachert bofirlct Ihr Euch slchc;' besondcn: wol,da ich annehme, dass Ihr Gelegen- 
heit habt nicht gar zu weit von l^ ,Y. Ski zu laufen. 

Viel c Grucsse Euren Freunden, die sich meiner erinnern. 
Dieser Tge haoe mit ; incr Frau Salingr^ Brld(.^c goöpiclt,die zufpcllig ^^^^^ ^ ^ 
Herrn Ottos A.s Partnerin fuer dieses edle Soiel auf einer Seereise nach Macira 
war. Von ihr und mir ihm hrrzlichf^tc Grtiesse ?b nso Robert u seiner Frau und an 

'^^^^' i:un musß schiicssen, i.cldet Euch bald und fleissig wieder. Daweil alles 
Gute und Schoene und Euch und den Kindern herzlichste Gruesse una Umarmungen 

von Eurem, 



1 Brief an Hermine 

1 Brief von Stefan an Dich 



oe mir .:crie 




Äi-v^^ 




..;- > ■•<■ ' 



'^As. 



By 

f 



Air 



Kall 



Montevideo an ^^ ^ 
Mein lieber ^rltz und liebe Annle, 
Mcme letzton Briofo an Kuch ^^^d voa 27. Scptcm.er und S Oct. 
•v^r. ITarc letzten lieben /.eilen vom 33 Auguflt und 18 oeptember icii er 

fuer die liebe Iler.ine'S^t'^BlS^lSo'Vuer TAli mit der f^^J:J:,-f,-^cftiro^aSex. 
iceen und dann frdl »«r'^IJ'ir'.LriKinnde-aSn und aicSSchr lohten van 

SL^rn^s/tin^sisrsr.: ' ^i^^ . ----,- tfi-,:fsL^- 

naeciiBten ^eit ont^eü^n zusehen. Der -^c^ßuch bei Lutz aat ßic wxod«,r 
frischt und wol .uch ruhißcr^ßcnacht.^^^^ ^^^^ ^-^^^?"^S::i^itr^ ^InfaorJerf ' 
ich .it Froude.dasa eich ihre ^<^.^^l^^ TJllln und^sfcn .ehr 
mietet hat. Sic scheint kollosal ^^^^^^^^^^^^J ,:-^'^%;,,„,e erhalten au kocnnc 
zu plagen m f-^JJaeh und sonst i,.en.r bei t^^^^^^ S'u.a,.ic ver- 

einb^rt-nn'Srelne SrteretSunrSauohcn ihnen solche fuer .ans ^cucinBara 

'' '''^'"'Auch von Heroine hah ich llachrichten J- ' 4/9 In der ausreise- fr a,e^ 
scheint Sie noch nicht sanz -^Bucltisen -tschlaas ,.fa. t zu haben. ^ _ ^^^ 

tun«svollen Frafcn ist ein Rat unraocglich. '^as ist Deine -ns.cht aoocr a.3 /.., 

Sic tun soll, "as meint die 1 Annlet K^„„v,i^fl««n Wollt Ihr von dort 

Was habt nun Ihr lait Euch selber beschlossen.TTol It inr vo i 

wirklich fort? Und wann? ,„>, h=, aif> ro schwer convenaul 

i:elnc Wohnungsfrage enerviert aich.da sie so scawcr o 

zu loescn ist. llaechstens ITaoheres darueber. ^ y„oVlk«tee= d^i btl 

. ^ 4. Av^ ,^^« HrtT 1 nT» die dort 1)01 üiUcnY^^''^ f^c^^t^^ 

Floscnholncr riet alr- die °°""'S",^i„runBBeofslir zu koinum. 

dor Flrmp, h«bi!,zu verkaufen ,um lij^'/'^ff^^i" -l -•„ ?eool ars «onvcrtiert ur,u 

mit d.m aosl üohe nacchetcr Tar« In P»»o» urg. ri uioincro «bi.«buni«n 

mit B.ln.n aollasuHiabon b.relt8 blockiert ""'f '»"" "^^ """t -i^ubat .u . 
fuer den Lebonab.darf machen, vri. »•!>« Du ^'^r^^^JJturetnzutriten ? C-ern; 

stri'rin'äd?r??,?iieS"^cSrs^r=s.-.^'oSh'sif ff;'"« »^- — -^ -^^ 

*''• .» .st b.,.lchncnd.d„.a .oh «It ^"P-fjruftru^fdi^lVaSciruref dlf 
Sir Klo^an.I-r^4J:Jvi. B £/r ^.it >r...,^ber.l^ 

S!i 'lfZ\Tllir..tll\Z7^r^. :rd-;:i°irch'.rin Ordnung Soh.n,a,»r 
.. el.t bereu» ,c..t OU... .ehrelbe^^^^^ 

•and bitt e mcb r.lr der rl ThtiEen -,.pfm,t dec^coen zu b*6tc.rtib.n. 
ifal oxi r:cb elrlcrl und eecroetcd. B.lbst und ponefJt^:. 

Ich cr.,artc ehr..t ^'^'^^ }^^^'^ Euch aS das H.rzlicxiste .oerBo 
MrtulSke'i t.«n uvA ^'-or h- t» ur^^arin«' u" - grueose i^ucn aui 

die 1 Kinder als 

l*Chetk Ko 115702 ddo 26/4 1939 
auf Katioanl Cl.y ßank N.Y, 
ucber USA Dollars 500.- 
neglstered ^ 








per ft/ö Brazll 



Kontcvldeo,an 23. Oc tober 19^0. 



Lieber Fritz, 

Obiger Dampfer hat mir doch noch vor 

IntereJ nti-.ing.hind. ß«rlcht.r8tattung und freuo nicn ^•" ^^^^^J»^ 
Euch wol und munter zu -i-en Di. Fan.ilienbrl«fc aus -gland brxn|.n 
keinerlei wcBentlfche Veraenderungen. -7as o-lo i^asv-k-ia* u«uix » ^^3^ 
ich bei Hermlnc noch gar nicht sicher, daBS si. f^^/^^^^f 5^' ^t.a er Kon- 
scheint auch bei dun Bkmns die Sache noch ^ar ^^f ^,^J^^;/^^ er^cAwerSn 
suis ochein.n uebcrall Instructionen f^^^^^,f'^t\"^,^J^?i^t einreißen zu 

und eine Art ^-ll[-\^l%lllirte'U"^^^^^ betrag t- 

koennen,soll Jetzt las uoppcii-e ^^" •'~'" Tiir^l«^tenVlsura zu bekommen, 
forderlich sein. Tut Einern d.utschcnPass ein TurlstenVlsum^u^^^^^^ 

halt ich fuer aeusserst schwer .es sei d.nn dass emo gui. 

Geßchaef tsreise bewiesen wird. Dollarp-uthaüungen habe 

Dein. >vu.fuehrungen ueber die Lage der Dollargutng^^^^^^^ 

mit grossem Interesse gelesen, ^^^'^^^^^'^^^^^n von Bf,nk.n und denen von 

den raan drucben raachen m^<^,s8tC'^*^«<^^^^/^iJ^^^"J^it de^^^^^sen Raißonnc- 
Handelsfirmen, scheint mir logisch. A^'^r ich kann mit derartig ^^^ ^^_ 

ments nicht kommen, da Pedro ^7. der Jf °" ^°^^^i^g,,?ne die Floeho husten 
S^^^l^Snr^SI^e^Tl^L^ShhrSlt^lÄligen heiklen Problemen ^n amerik. 

Beho rSn vis ä vis verwickelt r'l\l^loll'loh'''^ Sic nTos^l'Ak^fnev 
8chrieb,hRt sich schon durch Cüoons von Doli lüu. Incaßto 

mich nach W York durch ^io Banco Ho andes ^"^f ^'^^^^„rve Federal Bk, 
senden Hess, .in Ine Ident dadurch ^^^oben iass die Kcs.r ^^^^^^ 
u'York der die Cupons durch die Chase zum Incassovortci^ des Titel 
Cupons einfach behalten hat ^'^^"""."^^^f^J^^fJitel in seine Haende ge- 

besltzers und ueoer die «rt y'^^lf^ß^'^^^^'^'i^^ ob sie diese Cupons zalt 
kommen sind .tc und dann erst entscheiden wird ob sie dies P ^^^^^^^^ 

oder nicht. P.dro f uor. ht.t ^""»^«""^^^^t werden und dass seine Firma 
das« deutsche Guthaben Jedenfalls blockiert weraenun Umstaenden 

dann. auf Grund dioi-cr Cuponlncaseo facr Aechnuno uriLj^ Erklaerung 

bei jeder Disponierung i.^^;-/,^;;^^''^^;^^^,"!«?^.?? odir f^er Rechung von 
abgeben mue8Ste,ob daa eld i'^"*^" ^^ '^J^ f derartige Sachen gerne ver- 

ich mit 3/5 schon In Pesos argentinos J^§^6«';,^i3f J^J^Sii^fuSwandlung 

naechster Tage In ^^^f . •^!';;e' f A^^^J^^luch weUcr das meiste Vertrauen 
nur ungerne mache da ^^^ In den Dollar aucnwe ^^^ Richtigere war, aber 

habe,meine,t.dass ^" ,.f ^^^"^^^J^^^Xesehen dass man so einer Blockierung 
dass CS ihm ausser ^^/if^l ß^^^^h wie juch die Verhaeltniese in ^rgcnti- 
seines Geldes «"^Seht.dass elnerl.l wie !ucu Landes eine viel 

S^o^eSe^'ls^t^f^f d!f SerD^??l.ri:wS^Ift^t'ei Indes docn ausaculaggeoend 

sein wird. ^^^ ^^^ bcwussten S-^^r^r^.Shten'RcsIrvln '"''" 

selbe in der Zwischenzeit wie.nrgeschrleben^^^ 

zu verkaufenden Titel " °n ^^Ins ,f|^'^.'^^^^^°^-nn dies der Fall Ist.glbts 
bei Hecht in B. nun angefragt ob dies stimmt .wenn scheint, daßs die 

nichts Anderes abzuwarten und dawell J^^^^^^^^J^J^ befinden. Ich verlang- 
Tltel sich bei deren Correspondenten in gutem^ewa^ r oe^ . 

te deren ^^^^^^f^Sf "\ber auch dleriltmomentS nicht durchzufuehren. iiben 
grocs .ter Vorsicht -^^°*'^,^'^^^^,^^n° f„.,, Dividende dlsoonleren. Uir schcixxt, 
!2srS^Sdlt"BeS!2 ^^r^u^'Jel^efes'ln'd^r siehe abzuwarten und Jcdwed. 



Fritz 2 



23/10 194'Ü, 



Aktion daweil zu unterlassen. Teilst Du meine Ansicht? 

Stefan, Auf meine ihm wegen Shanghai gogcbene Anregung hat tr noch 
nicht geantwortet. Sobald er wieder und riierueber schreibt, berichte Dir 
sofort weiter. Andres ist ja momentan ungani:^bar. Mit der im Gange befind- 
lichen Uebcrweisung von Dol USA 30.- bin einverstanden und er. .arte , falls 
durchgefuehrt gerne Deine i^elastungsaufgabe. 

Werdet Ihr Euch von K.Y, wirklich losreissen koennen, 
: Dein Bild er Fotografin Gedringer hast Du mir vorenthalten,la. s es 

bitte haben. . , . y? -. - ^^ T^^^^ 

Herzlichst AW^Dleibe Dein 



mich 




Liebe Annie, , x. « ^a^^^ 

Deine lieben Zeilen vom 4. de sind diesmal ^J^^^ besonders 
ausfue .rlich und interessant, so dass ich Dir wieder einige gute Sit ton- 
punkte eintragen kann. ^ . ^-.. v. v.-, 4-u4. /i««« 

Es freut mich sehr, dass es in Dug so friedlich bleibt, dass 

sogar Lutz sich nicht zum Weggehen aufraffen will und die ^^^^^^^^^^^^^ ,^^ 
der immer intimer werdenden wirtschaftlichen Bindung Jugoslaviens mit dem 

Reich,ruhig weiter ^-t bleiben^^^ p,eunde,die noch in Frch sind,scheint 
sehr unerquicklich. ES !st'wirklich gut,da.s Herli im <^nt scheidenden iio- 

ment die noetige Initiative bewiesen hat. ^^^fJ^P^^?,"^^^^^aifii Eurer 
Geiste, schon in den USA auftauchen. Der wuerde Si.ch freuen, wieder in x.m er 

Na^hezu «^i^-' Anregung mit dem Turisten Visum werde ich studieren 
aber' ich piaube be? den Jettlr.en Erschwerungen ist hiefuer ^ diesen kri- 
?isL;f Zei?en!;ol wenig Aussicht . Natuerlich waere ^l^;^^'^^'' 

Bl« nloKt 6n"2 In Dein H«rz «lnschli«88cn kan-ml. Sic ließt Dir sclisin 
bar d^roh '"^«""^'^»ii'Jf;;^^'" ^S^ä'ji. Kinder fr.u.n .Ich ..hr. 

nJ^Äfdor^r-^ 

Haj.k.der von seiner Frau gcBchiedon ist und eind die DCxden Kinder bei inr 

in LoAdon.^^^ ^^^ ^.^^^^ ^^^^ sind,wcls8 ich leider nicht. Hoffentlich 

blU. vorsej^nlcht ^ar-n^c-^-Jr bald^.u .o.loj.n. _^^^^ ^^^^ ^^^^^^_ 

Herzlichst umarmt Dich und Euch Alle 




per s/fl Brazil 



Recommandlert 



Montevideo, am 21,0ctobor 1940. 



Lieber Fritz, 



Vorgestern hab ich Euch per Luftpost geschrieü«n und auch 
Briefe fucr Hermi-e und Lili beigelegt, die Ihr sicher so gut wart 
nach Lecture auf gleichem T7ege nach England weitcrzusonden^ 

Ich ha:^e sonst meinen Berichten nichts Besonderes 
raehr fucr den Moment beizufuogen; 5chaeffers hajcn gostern fuer 
Ih» Llutter und Schwester die Einreise bekommen und wenn sie sie 
am 2/11 auf einem spanischen Darapfer auf den Weg bringen koennen, 
. Befte leben jetzt in Nizza, so koennen selbe schon am 21. llovember 
hier sein. Ich werde daiier in U Tagen raein Ziramer raeumen muessen 
und bin krampfhaft auf der Suche nach einer mir passenden Unter- 
kunft, Es ist schwer nett unterzukonmen. UntcHw^dle '-manches docn 
nichts kla>.pt bisher. Vedremo. Ihr koennt natuerlich weiter an 
meine bisheric^e Adresse schreiben. ,,« , ^.^^ -uwr» 

I^h war sehr enttaeuscht per"Brazil der ß^ß^^I'^^^f^, 
ankam, nichts von Euch bekommen zu haben» Eure letzte llachricht ISL 
vom 12 Sept, Was ist los, warum so rar mit Euren l^achrichten. 

Bcilic-cnd ein Brief fuer Berthe, den Ihr ihr weiter- 
leiten wollt, i-erci bien. 

Beiliegend findest Du auch Duplicat Check uebcr 

USA Dollar 50C .- aus^/xstellt am 26/4 19^9 von der National City 

"■ " Bank. Montevideo Branch, auf ihr ^i^^^terhaus in 

New 'iork an Dich indossiert und ^ecrossed. 
dessen Empfang zu Gunsten uAseres gemeinsamen Verrochnungs Gontoß 

Du ^ir F.ef. bcstaetigcn willst. m ctho ^of onrnritp 

' Das Original diuses Ghecks . dessen I^o 115702 ^ß^f-^"^^^® 
Dir bereits mit meinem oberraehnten Luftpostbrief (reccdt) ddo 

1 ^ ds 

"" ' Den Brief an Bertha werdet Ihr ja lesen. Ich kann daher 
fucr heute ßchliessen.da auf die WohnungsBuche üetien raus b und 
verbleibe mit innißen Gruossen und Umarmungen fuer buch Alle 



1 Brief an Bertha 

1 Check No 115702 ucbcr USj^DoH 500.- 
auf die National City Bank, Dort 




By Air i-iall 



iviOni/evidco 9 Oco^^^v.» 






LlebBtc Annle, 



Dein lieber Luftpoßtbrlcf vom 12, Sept 
hat mich am 3 Octobcr erst erreicht .aoer ^och eine wlriaich srosee Frcu^ 

de r^onincht. da er nlch Ja ^^■^«^.^^r^f.^tfäEu^orFSSSe und Bekannten 
Euer dortlßOB Leben und ueDcr die Situation ^^^^^.^^^^"gg "t,c ßrief trotz 
Bo rlchtlc Einblick nehnen liese. Daes dieser ßo 1"^°^ ^^^^"^f^^^zuf uehren 
Flugpoetporto doch per Schiff epoßt anka.a.lst wol darauf :^^^^^°^^f ^f^"^^"' 

dasB er ? 1/2 ^r wog .aber doch einfach »^^^ ^i^.^^.f ^^J^f^^^^^^^/teAr 
in welchen, Falle die f.uf tpoetbefoordorunR unterbleibt, ^o.r er wai 

nett und hab ich Dir dafuer wieder «in^ß^B^^« ^^J^^SK; Lref boKr- 
Uich Ja sicaer freuen wird. Ich \-"" ^^^. J^^^^^^.^'^.necLulIczicn Form 
reise direct an Deinen ao ansnrechenden ^^1' ^/^^^/I^iLT ich eine gute 
und Inhalt Deiner Berichterstattung ^^f"^«";^^^ i^d Ic auch fuer^uron 
Idoc diese Reise zu comblnicren und wie ic.i »«'^^•^'n™ Au-fcnthalt in 
kucnftigcn Btpy ihre vortellh^^fte Auswirkung haben. Der ^^^^^^^'^^J^/^ei^ , 

U,Y. muss, trotz aller Vorteile, die er ^^1«^^% .<1°':^ J*^J^„X^eien und ?n ' 
winn Ihr 4chon ernstlicu ventiliert ,£urc Zelte '^«^^^^^^^^^^^^.^''^"f^ascalaöfe:. 
freundlicheren Euch in Jeder B-^^^«^^"G 'f.^Jj.^^Jt^f SJS^ai^n'schndern die 
Auch die Berichte, die hier aus dieser ^«^>e"^^l^f ^^ m Ihr Ja poscnaeftlich 
ae.'.end und das Leben dort in den rosigsten J^^^^J-^f ^f J^^^ch am Besten 
nicht an i:.Y. gebunden seid und Ja ^^f '!" ,^5" ^^i^findcn vrerdet .klima- 

1a von ihrer so netten i^uttor ausser f'^^^^^^^^^^ij^^^ ... «inricr lait tausend 
ionnlgcn Characktcr uebornon.en ^-^.^^-^,^5",,^,^^ llltf^lAl weg von 
Freuden begruessen. Das ;^J"^i^?, ^^^^^^^ g^hon gewoehnt und ein seroBtstaai 
Gitta sein. Doch sie ist, ^fS^<^,^lle^üleDen scnon o ^^^^^ ^^^^ .^^^^ 

diges;.7esen und ßo^li'^^'^l^'=^,'^^-^,,^^,^,nof fe ict Ihr habt aeinc letzten 
verbringen wird. ^"^ i' lüeVoCr-^pr n/s Braüll der letztere 

Briefe vom 12 und 27 Septcinber .der ^^^^^^^^?J?.2^^,wen uö to date. 
per Air ".all richtig erhalten und üc.d fao f.^ ,^\i^Vinfle Ich erfreulicaer 
ISre nlr zugesandten Briefe .icrninons und '^^J^^^^Ji^J^i^-'^^^.ef aerbt u. 
--eise recht gcf^Bst D.s «'^ßli^^'^^^i'^ö^^^^f pJ^S^^J^ Til Ansaetze oei 
ist es Ja ein Glucck.dass dies so ^«^.•/^^^^^„„'^^i^^JenAen hat sichtlich 
Kfmns ihr Leben -loch in absehbarer -«^^„^^^^°\^^t Ih? de^en Situation 
auf sie beruhigend gewirkt. Apropos -^^"»'^ß.''^« ^h Lt«^ die Arme zu grei- 
gcfunden. '^far ee nicht notwendig ihnen n«uorlich unter dxe arme zu^ 

fen^'ic Bind die Aussichten fuer das Veriaieton? ist ^*Y®" /'^^"J^^'ft'lT.n, 
oSnuSg? Auch wenn sie mal ihre Papiere In Ordnung ^«^'f 5;^.''^"^rii;^.,t 
trotrtller Gefahren und Sehr ecken, die i^U durchzumachen hat nicht lelcat 

fallen sich zur Ausreise zu entBchllnsBen. J<='?„ßi^^^^lSz w!rS la in die- 
aus Eigenem zu diesem Bchweron Schritt durchringen. Fritz ^^^J J^/^^t 
scm Fa^le so ßat scln^allca l|octlse ----!--- rseher^nn nicht 



tzungcn erreichten. Ich erwarte Eure öelaBtung.eoenBO luj^t --- t^— - 

zu sendende Lebensnittelpacket. Haoe auf ^«l"f",^"«^^^.i'^^?" ^uch 25ch bo 
von LlBcrl noch keine -ntwort. Ich verstelle nicht warum sie auch^ucnBO 

Balten schrei bon. Fuer Lutz ist cb sehr ö^^t/^^^^Ji^^V^^^aerfere^^aiT/- 
Dif weltanschauliche ..ofaeroung nimmt auch dort '^^-"^^- ^„^''i^J'''".cj,aeocr 
teHÄg an. Sicher habt Ihr mit Dug. Alles «° f^^^f|Ja "o leben cfgentlch 
neuen evcntuel eintretenden l'sfisnahracn gewappnet seid. ^^ \.^ .^.^'^ ^^^h 

Deine Schwester Lise und Felix, ^^n^^,"«/"^^" '''^'^,^ kannTaalMcoer l^acht 
dicßos Land Ist heute kein sicherer Schutz tp^^^^' j'^^^^^'J^on f uer andre 
zwischen dem ^cich, Italien und Frankreich(als Compensation lucr^^^^^^^^^^^ 

Beschneidungen)aufgeteilt werden. ^us Luzcrn hier l'f^l^^';^^^ ^^^ schwci- 

Eaigranten sollen ^1«^ ?''i:^'='''*'^t''t?oh'visonzS beschämen und wo moeglica 
zer uden freundschaftlich anrpet Sich Visen zu Jf^^^f |^^^,,, 3,^,^^ ,^ 



daF. I-nnd zu verlrspon. ""opp^r 



Annle 2 

dcnk^^* "^Cbon S ef an erwarte ich Euro CredankcncraonsOo ^r hat Ja faktißcn 
nur '^^^ ^'^ß UGbcr /iuaßland nach den fernen Osten .gangbar* Das Leoon in 
5hf^n^}\pl ißt nur riesig billig, J^aber den in den jüdischen Leitungen erschei- 
nenden Berichten nachmißt las Finden einer iietaeti^^^un^s dort rtesig schwer 
und so sollen die leisten ddtL nur auf das harten eingestellt sein, '»/enn 
Lutz wirklich fort mueß8te,so stelle mir vor,daßs er, wenn er Durchreise 
durch Italien ^Frankreich, Spanien, Portugal bekommt, von Lissabon mit der 
brasilianischen Linie oder auch von dort oder Cadix mit simniöchen Dampfer 
nach Rio kounen kocnnte. Er muesste, um dies zu erreichen^ in den Transit- 
laendern oew^iscn koennen,dass seine Pasbab© tS^bucht ist^ 

Ich sehe der Kreis Euer alten Freunde M sich durch einu 
Reihe von lleuankoemnl innren vresentlich vergrocc8q,rtt Es ist Ja fast unglaub- 
lich wie viele derer, die oft auf Euren roten Dpmstifiattteuils sassen und sich 
von der Mary die leckeren üuessirkciten Euer Koechin servieren liCB8en,um 
Euch bereite vereamiielt sindo Frau Marianne H, nein beaonderes Oedenken. 
Die Schicksale diverser nurcr Freunde vide Frau öcrti and die 3chwieria;keiton 
so vieler derselben, zum ^mfDau wieder zu kofamen ,sind wirklich jedrueckcnd. 
Yon diesen Oorr^en oekonrnt Ihr in r-urer HerzenSeSuete nolens volens einen 
sicher nicht mansehnlichen Teil ab. Da^s Jetzt so wenig Aussichten sind^ 
wieder ad honores LlitP-lied Eures Grueppchons werden zu koennen,scmnerzt 
mich natuerlich ganz besonders o Vielleicht, wenn oe rair gelingen sollte 
diesen schrecklichsten aller Kriege zu ueoerleoen,^zelingt es uns doch fu<;r 
ein Wiedersehen einen modus vivendi zu finden. ^ ,m , , «ipH schon 

Ich bin angenehm ueüürrascht,da88 Hoi^ert und Viky ßici^ ^^^^^^ 

auf einen Job umgestellt haben. Dem HoneyTaooner,Kr ^J^^^^J^i^totLrünfS^ 
ders Herrn Otto das Allcrfreundlichste von mir. Wo ist rrau ^^llc TJ • 

Zuber? Hcrll neidet sich bei mir gar nicht? ^^^at er^^^;j^^^^^^ 
Anschluss gefunden und xrnnn hofft er nach den Uß>i sich transierxi^i 

^''^''^•t;un von hier paar ^orte. Die Uotwendigkeit f J^- J^^^^f ^^^, ^"^^ 

Haus Schaeffer ist noch dringe-nder ^^^^[J^rdon. Frau bcn^ 

rerfen gar nicht gut und hat ihr der Arzt eine Jy^^^-^^J^^J ^^ ^^^en ruhi- 



halbwegs ertraegl^ch unterzukonmen. Heraassen m/^ocitos ^^^^^ ^^^l 

Fall bleiben wÄll ,kon-.cn nur ^^^migrantenfamilien in FrabO. ui^ 

kleine --^ohnung zu'nehnen 'ond mich selbst. zu mooblierGn,hat keine n.i ^^ 



ohnune zu nehnen 'ond nXcn seiDB^zu 11"':^;:^;^ t^^^^ri teuor stellen, 
derzeit fuer nich.wucrle Btli nuch nlt ßi"°%'J^^^^°S;J,ßJiie8 letzt zu ucbcr- 
und mich nach der Freizue^ipkeit '^c^auben. Lach ^uenoeai ce jcl ^.^^^ 

sledeln.wo In <> ^onaten dort i«^;;^^«^^ ^^,f ^^.^^^^^^^ S die !iuuwal vin 

mir auch dee bon scns zu cntoenren. Trotz "■'^'^'''^l^'^^-^^^\ ^^ _,, ^ie in .aciica 

Ouprtieren die einisermaaescn »^ntso.ectien sehr klein, oo nett wie^^ 

jetzigen U^im werd tch v.ol kaum If"^«;^«';"^^- ^^Ji^ter Es ist kein leichter 
i Zinraer su bokommen .mit ^f'i.^^f t^^^^^^^^^el'be die feinen Fa.illien ver- 
Start iafuer -/^"f J;,;^,^^ , fe^e^crae^rB^os^ls .ct.eiaen.sind .eist 

bei. ersten S^^^iSs^^r.a^r^^ft "^^l^-^S^^-^f^f ^^a^ ^^^ 

tet Ruf diesem cicblete auch hc ute f°^J «-^f.f f °^;;r\^f ^och denklich duurch 
ser doch Jetzt wo st-crmische Fruchlingsta, e aabon hab d^^^^ ^^^^ ^^^^ 
den heftigen "Jind Rueckechlaete. ^^o &acae secKxcri, st-au 
Andauern . 



sovrcit 
llchste. 



gesundheitlich gut zu gehen, oie entoietet bcsonatr 



Euer 



heute .;uch den 1 Kindern viel Llebee und Innige Umarmungen 



von turea 



VfoUt Ihr so lieb sein ^« ^ ^«^^-'^f **",,, ^u 
Brief fuer Hermlne und Heddy ^^f ^J^/^^^i^^^, 
nach Cambridge v'eiterzulelten.Lan/ th.nks. 

"fo ist Ernst? Hat er luer acn 
eine Auereise und vohin? jj^^^^^^j^^^ 




cac^e of need 




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20. Oktober ii^4(? 




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Lieber Artur, 



. 4i-i i'^'-A.T'OT' v^T-reclm^Jig vorzumerken : 
Bitte f oiSP-nue Buchungen li: Un;Ser.- ^^1 Haben 



Soll 
Dein GiAthaben lt. »i^inem Ei-ief 9. VIII. ' 

Ü'xr^uecKehh. Kaution Beckmann . 
« • nein Ar,t«ii an Uebwsß. ax^ Hella 

20.x. Hemine/Heddl je 2S£ Pix- 

Sept. undOct. e?.3.o0 __j^^M 
Saldo >- • . 

.-d IUI».. ^AA.- .: .„ . . .- 997^23 



Haben 
492.23 

5.— 
ÖOO.— 



-f .-^ 



997.23 
890.93 



\ 



ao.X.- Saldovortr. 

Xon- versuch., J^^.t die £ unter Jem offiziellen Kurs^. 
,ü bekomen. September und Oktober^i^oa ^^ ^^ 

ger. Der Nachteil dabei i^t, dass ^^\^ g^^^e die 
,0b das Geld etogeat. jo »«i^s icn gic »^ ^^^ ^^^ ^^^^ 
Oktober;:aiaun3 b3kommen hat. Fug Hov^^^^^^ ^^^ 

Betrag wesentlich ^JJ^^J^^f «^^^J^t, da man unter Umataenden 
niuessen, was auch eii2„i^*^"!^fitn Nachlaufen muss. Aber der 
dann d«n Geld bei diesen Leuten Bnt.u.auj- 

Kurs war 3$ fuer 26 .C 



"^ 



rrori« 









H* DI 






^'4 



Trotzdem bin ich eher äafuer, ü«sß Hermine. aerkorauiU 
hat)« BerUia f-^.^^«^^?»,,^^!,^ sinn iStervf nie ren zu laBsen. 

f ^tiri^°^ö iillarsÜei ich bin d^^egen etwas .u unter- 
.hosten i£ÄX o ^tin Jlcht 'NeiB8, ob Hermine gegebenefaUs 
""f'vM Vn ^u rlJ iill. t?neu iweiteii FaXi. Ludwig -icth, der . 

wirkLxcn koimieft "^-^^V ^ ,"* * nnn it. Cabei aus Zuerich nicht 
das Viaim be.vo^..uen .^t ^..JJ^^^minf^ss sich selbst vor- 
faehrt, « ^^^ . ^J;" ^^^^^„"^3 « i^u i™ schreitoeji. uiid die Sache 

""«V -^^^ir^S'^l^t SawSiich iS schwerer Entschluss, was 
andeutea. ^s iat "f ^^^^ti^^i^püch. Aber Landesmanns koennen 
t!SrirSx.nrt?tii iScSSr?ei?^en, wenn sie ohne Hennine sind. 

Kaution Bec^ma wegen .e^ta^^^^ 

Londoner Con^ux l'*'^;-« ^f " ^^g^^ttoi , da b « i°^ sie um nicht 
ich ihm daher ^«^/f ^««t^' ^Sb, «oriaeufig nicht erneuere, 
Sä'ji^ äSJelfe.'S^aTdS S^ierter zu iSrer Verfuegung 
jSdJ^l^^i?^^ ^ist ^^'^^ "^^ eüvverstanden. 



Beaten Gmes Dein 



• c 



S.O/>.tOt/ß^ ^\J'iü 



\ 



JUitbar /u'turo, 



T>. 






tl 3^-.f^xC 



TiUr-i»*.?; ^h^lv'i, anfecViei neiid leider 

Tri.- ^'^;fwO** luGin«, s •].c.*wC4t^a'a H?.hs 

\''erlot?f^'.- '•, e-uix b^^keiLi i.ajn /i^u'-a zur 
it0j.ieTi* i.>.:.- einreise. 

Br ief'j Ol; c^V'^ hur if^er. a.c.-ir.5a j '*I5'U'.vstA;^- 
LlUsy' I '■Ui^ö'^'U r^ir:^if^^ uru "unri lieber 



I«^it i...- bi.iji«. C^x'»;.SG 



Daiia 



# 



per ß/ß Brazil 



Montevldeopm 12 September 194'0, 



Lieber Fritz, 



Doli Ö.45 



betr: unsere Verrechnung 

Gonforra mit Deinen mir mit Brief vom 19/7 geraachten 
Auf gaben, ha be ich Dich erkannt mit 

Dollars 75>_» d.i. der Haelfte der Kosten der Äff idavitbeschaffung fuer 

""^ die Beckraannß ^ ,o ^^ ^ , 

und femer laut Deinem mir mit Schrei oen vom 9/8 gesand- 
ten Verrechnungs- Auszug mit 

Dolars 100.70 d.i. der Haelfte der Auszalungen an Hermine u. Heddi 
fuer die Monate Juli u. August ( 1/2 v. L 5^.^. ) 

Bei Einblick in Deinen mir nunmehr B^ sandten oberwa^^^ 
Verrechnungs Auszug hat sich natuorlich die kleine Differenz von 

fuer die Du mich mehr belastet hattest, als meine Aufschrei- 
bungen die auf Grund Deiner laufenden Aufgaben gemacht 

'"^ ■tjlllT.-Xllf ZXfZlr ,940 s»-t DU a.j auf, 
::brile..n\r.n.fe.lrte„ saldo „i. ..hr eine jndrgA^^^^^^ 

llch.dass Du am 20 Februar obige L«*; ^S-*;* ^^^amraen mix, 

L 30:2.. fuer Jan l^-l\lll^^%^,liZToi20% ua'tlf ich nur mehr 
cöVortirtest. Bei ^''^alt Deines üriei es c/editiert aber die 

?i^ur'B!rfJrenrS^irers?eAV2lJ-J!die sich aaraus ergab.nicht 
rostsohalten.^Darau3^ersibt^sic.^nun «^J-,Buchuns^von^^^^^^ ^^^ ^ ,,,^ _ 

^^ ^^'''"SärjedocA die restlichen noch als Differn^z bestehenden 

Do?1^5!- betrtfft.so sind selbe.wie schon in meinem Schreiben 

vom 12 K ' acrz her vorschoben, ein Dir ^n^«^^^»"^^^''^/^*^*:'*!^* , /, 1040 

Du bolastest mich naemlich unter dem Datum vom 1/1 19*0 

auch auf Deinem Vcrrechungsblatt mit Doli 6*-V^<^®'^J^^*'y.*;? X^^^^n 
Do5l t^L- ZalunRcn wegen Kaufmann . Kun hast Du ihn aber laut Deinen 

eigenen Anga ben vom ^ April gleich bei Ankunft ,^^ . /- 

fDoll 100.. gegeben und ferner fuer uotelspeson ^ It ^irf 1,. 

S " 1P - nprplt lavoa .'aoi.''c nun die Haelfte ,. .,_ 
Doli 59.. ind nici?'64;''^wie mir^belastet. Du haettost daher mir die 
zu meinin Gunsten daraus resultiorr.de Fifferoa^ von 

Doli 5,- gutzubringen und erwarte Deinen Accord hieruebor. 
Unter Beruecksichtigung obiger Differenz waere 
mein Guthaben per 9. August 

Dolars 497.23 Heranziehst 





9«AU4luöt 1940» 



Li«ber Arturo, 

S^^^trfu« sowohl d«' £ iil8 auch aar $Reobiiuji^ bei, nach »«l«^« ^. 
S^^a^^hÄ SS^vt^ecx^^«r Mona cBueu^rv.a. a. ngon Hemlne/H*ddl 
p«r Juli uiiÄl Axvciuet, arjabend auf öeluoix T«U -ü' 4.0^^ ^^^^ 

$ 4i)2,23 
^fhast. Bitte cli. Aufstellung" -.a u^berpruef ar- «^ mir «itxuteil«. 

Deine ii«h.üi Zeilan vc^a l£i. hier vci-jafu^a^n, ,^sj^.-^: 
geschickt uiiÖL Bollti 6£ äc^e^.«., d.^^*. J'«t^^ ^tÜw^^t-^-aS* selbst 

vcr AUüte'. JuxlV^ii. :^^e«.Ä-r.d ; i.il«.w*, w&**^/;if^ o.w«c.o wL"-i. 
eie San Dcmii^^jo tei^cä« i-^beu. c^^ fei-60.v.iii^l .;;^ *^ I'St'n ?et .^ 
MooertHr. sa^ e.> nu. -w.»ci c^^ '^VL"d-e Vcr meiner Ahraiße fuer 

r^md ditsS *:^w«lmavii aud' t&t£f»ecii..i^h aab VisuT. «rtoiit l^i^Uj^eibe 

f fcS uläLl' K^eitr l..".« iCA ax. üauia'iont beKou«en, dase BraßUien 
andjrwaei-ts uii ^'-^O R zu liaber» woore. 

Piwr Lie^e moec.iUi ici. .-«o«..i»i^u lachte witei'Uölimens erctens 
1 1 .-v^ «M iJiT.v. «iritiioii Sias Visuiu bekoBUBt, oo er wirklich 

ich ''^;i'^. *'-;^*'*i;^2« - r bei d«n yiX)$ 0*^6 Bewenden he-t, trsL'« ich sie 

allein. Ich hoere eue Uiiöarn nxoiV '^^^^f'^ «^^^i m^r w.IJIiS^äS 
«ntlöfi"-. Kureee una echJLocbt© Verscrcuntieiatj«. Aber mar *•*»• J* »^ 
Seht ob^n Ln )>,»t«» «t«HB Outas tut» m^^tw. mr.n ^le »|«Jj "«^r««« _ 
i:? 2^* L-« «inl nAaGhstefc Jahr in Suoü.Tarcrl.'o sctr ? und schliees- 

piobx';,^.**^t;i^eT. C«nte."^Ser8ei.. ^xaUbe ich, ^»B8 alte Leute. 
Se S i'Siion «ufe'.Ben nicht ein»*! in üeutlKJhlana allzusehr be- 
laostigx sind. 

ücch nun von uns. Wir haben eine schoene -^^^^ «« ^^J|^ "i?** 
Am harriicnsten war di« dreitaegiüe Kutobustour oui-ch die National 
S^T.S*^s Staates Utah. Ein^exne Jit^sllex. konnten es an iandschaft- 
I^S^r^chciS^n mif^fi «aleri6Che»i«n Punkten der Dolomiten auf- 
i«w^^ A,,^b rtii^'R!'« in höh Mv-eles unter Fuehrung ra?lnes Juiend- 
?reuSSUlSm L;S wSeif^^^genussreich, das einzige was das Ver- 



\ 




mTuesan «twae beiintraechUgte , war das ?«;f "*f i^^Sf 
äal^a Fj^nüe acnwer. gi-iJ^t^Jf^^u^sS'^i^J^Sf Jirfc- 

iicn Icu^ehl mui öxe lieri-licdlxSteit Biucen. . , * 

Wir sind jetx.t ürvi Te^ie btl l«t-.chiups, Da?-«, in ^^^ft 

aicx.t Viel unt^rmmei.., weit ioa ^^^ «^%ViS''J.f aeSStf^lÄ^ 



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rlßrüjulcUti^o arrueti^.H3 



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Apr» ib 
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Kai 13 
Aagu&t20 



OkU 
OkU 



18 
18 



Id-kO 
Jadxxner JL 
Feber 2(J 
Feber i:X) 



Arturo £ Verrechnung 



von Wall Harrnanoö 
Pftiii KaufmaJ-^n u^ HefiJl. 

zusammen £ X#-t- -^ ißt 
von Stafan u* Viotor Dorusith 
Paul/Heddl par l^Mai 
»» •' Juni/Juli/AUiiUSt und 

RlclitijäA eilung 
I PauVHaddi Sept/Okt uiid 
Sehne L4or 



j:eine 'rahlg. öl'Ct 300t- Bertha 



6. 2. 4 

33.13. 6 
65. 3. 6 



30. '^% 



IX.— .~ 



5. 8.-- 



58* 6* 4 



1^3. 14, 4 193,14. 4 



Artuix. $ V'Bi'i-GC>ii.uiig 



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Juli 


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August» 9 


M 


9 



A von .^' J/^*C>.— Katrftii^am 
n von s t/X).-- " 

^ Kr. 100.- SUfc^B Wexr.8 
MK» ?.CO.- Hella ich Otvti't^co 

;^ Hermines '.^etiCiiHiu: Suso 

£ 50.-1..- 
Oßxraco f'»onam•i^; H(illa c>ci'.. 
St4>inio l^k. KX:%- HcÜa 
üci^ieck^eriö'Uij 



(i 



St^oiTiü Do;/*ingo fuer Sciineiaor 
3 Kaution ^ocV/aarma $ l.Oi^o«- 
^ Kau-rtoarms fuer Lill/Wo/inuiVi 
^ Henalnö Kai/ Juni ^ üO.-*.- 
Schecke aiid.in^ 

^ Suaden Affluavlt ßeciüUc»nne 
5 Harmine Juli/Aoguet 



64.— 
11.70 

76.46 
5,10 



Saldo 



i)A2.ÜC 
100.70 



719.10 



210.08* og^ 

500.- g r^ 

225.-5 $J-< 



1.000.- 





«• 



'i89 



nicht 



per g/s Argontln:: " Kontovideo 18 Juli 1940 

sondern per Air Mall an 27 Juli. da "d.esor Brief den Dampfer nicht mehr erreichte 



Lieber Fritz 



dß. 



LIeinc letzten Luftpostbrief o an Dich sind vom ^,und t^. 



Socl^en erreicht raich Dein Air I!ail Brief vom 10 ds. 
Cbi-rcn Dampfer ticnuctzcnd ^obc Dir noch cohnoTl eine kurze Antwort. 

Hermin o Tic Du ^us ncinen :?rief voiTi l:?.ir! orBohon hast, decken ßich 

unncro Annichtcn» Ich bin also, dien wiederholend mit der Transplantior- 

ung Herir.inenß,wenn selbe moe-glich ist, einverstanden. Hoffentlich ist 

ihro 'iiotennuiamer faolli,^ und klappt es bevor oö zu spaot ist. Da Dich 

mein dlesbezMeslicher Brief, mit dem icli Iler-ainonB Hinuernch-uen anregte 
.uebeniior^en in Deine Haende kommt, unterließ b ich ein diesbezue^j.icaeö 

Tele^rafioren, iilt Ausnalime. der Ueberrarirt0koi3ton,duorf to ja fuer uns "^r^^ 

ihr Aufonthr.lL in ':.1\ lasselbo ^-ela v:lv in LoalIo.-i. Eb ist natuorlich 
daß Bcote in diesem Falle besondere, wenn Du fuer sie das Affidavit 
stellst, . 

^<aufnannG Da Paul loch ein sehr anstaendi^or LIensch,wuerde ich ihn 
gelegentlich doch on pansant fragen, wie sie mit ihren Barmitteln stehen, 
er TTird Dir* sicher reinen Tein einschenken und \7enn sie wieder aal aus- 
Gopumpt sein 'vvorden,7:ird uns wol nichts anderes uebri^ bleiben, um ihnen 
unter die Arme zu sprin^ont Du kannst ihn meiner Ansicht nach ruhi^ 
fi\a£en,wio sich ihr Bud^^rot stell t,v;as nun Berthci,was er und schlieBöliph 
Suse sich verdient hat,ror>p v:lc es eir^entlich mit dem in^^ Yerdienchkoia- 
men bei letzterer 3t cht, 

IielJj. hab ich ausfuorlich ^cßohriobon,Fucr diese Beiden ist ,v;ie 
Du selbst wciast, momentan keine Ausrtise moc^lich, 

5 tef ?u\ Ihn botreffend habe Dir schon berichtet und gestern auch ihm 
luftpostlich' geschrieben, dass er einstv;ellen dort a;:/v;arten muss, 

yr;r rechn<>inr.s. 3juto 

Icli habe Dich erkannt auf denselben 
Fuer Deine lüalun^cn an T'aufmans 

fuer Lif tfreimachunj^ una TT ohnun^s anhabe ' total Doli 1-3^ ) 

fuer laeine Haolfte mit Doli <^25»- 
Fuci'» Deine Zalun^on ai'i Hermino jC Heddi 

'fuer Hai/ Juni Lßt 25.2»- jl j .15 por I^^ouat 
somit fuer 2 Llonate Doli t??.2;* davon die Haolfte mit '' ii4.l2 

7e^en Deines alten Baidos habe Dir wieder richti^stollenä am I2ds ^^e- 
ßchrieben^ ich hoff C/ dass Du ihn nun endlich mal richtigstellst, 
7ie bereits in den Luftpostbriefen crwaehnt/üabb Dir a conto Deiner 
weiteren Auslagen a.u 27/C einen Check der Ilatcitj'bak ueber 
poll 1^00.- ( Tarfusend Dollar «geschickt ^ 

Fu<ji" Deine 1 uebri(£en ICachrichton inni^son Dank, Viel 
. Ycr^xuCij^en fuer Buren Sommer trip und SruesG/e an die 1 :.Iachlupß, 

In Bile Euch und dcii 1 Hindern das Alicriüiiit^tite 

, . . von Eurem 

Montevideo am 27/7 ^9^0. ^ ~ 

Lieber Fritz, 

Inzwischen ist mir ein Luftpostbrii 
von Bertha voml4.dß zu^.e^;angen. Sie haoon. nun im Ralimcn 
unserer Ideen eine passende V/ohnung gefunden und hoffen so^ar 




3 und>wenn Suse nicht zu hause wohnen sollte, violleicht 4 Zlmaer zu verraleton 
vielleicht auch PenBlorf'ßebon und Recomandazionorfbckoramen kurz -Du bist Ja 
uebriRens sicher gut im Bilde - sie hoffen nicht nur den Zins, sondern mit 
Pension Geben auch mehr horelnzu bekouiien. V/enn das so klappen wuerde,waere es 
ja fuer den Anfan« ganz schoen. Die Vfohnung scheint li«i^^,,^^,öc|allen '^nd ißt 
OS in Jeder Hinsioht erfreulich, dass unser Hat kein scalecater v/ar und nxcnt 

ni.t unvcnnuonftis grossen faux frais begonnen, wird, ^-„v,nooc« •, ^y, ,.« 

nochmals auf die Oeldfrae^e zurucckkomncnd uouerlass.o ich os 
Kanz Deinem diplomatischen Gef uel so zu handeln dass Du einen ßol denen Mittel- 
weg findest der "sie nicht am Trockenen sitzen laesst .aber anurer-seits in 
ihnen den Gedanken wachhaclt.mlt allen ..itteln zu trachten auf ei,sene Beine 
zu kommen, und auch veranlasst .auf Suse den noetigon enerKischen Druck z.ecks 
- mitverdioAen auszuueben und evontuel Paul a^f^V veranla.sBtnalaucn bei seinem 
Bruder um eine kleine Uithilfe anzuklopfen. Ueoriccns soll Suse J^tit ^eit, 
einer '.Tocho Suse eine Stelle bei ^ kleinen Kindern an-etretcn naoen. .mch soll 
cioh iot7t' die Stloendiumfrare in diesen Ta^-n entscheiden, Paul soll jetzt 
von B^rtic likohaiffuer kleinere Sachen diS VortretunB bcko.mncn aaoen,die 
guten Sachen seien leider in festen Macnden, . , /« , „,..,„ 

Berthas Zeilen lag auch ein Brief der. 1. Herraine vom 1^/6 oei.bonr 
vcrnuenftig und gefasst.Vor ih-cm Uonatr.TOid kr.m crr.t nur dio i.r.'lJtc, «m una 
.varen sie ladurch bcstucrzt.doch nach cini^;en 'harten der Rost. . 

Von Lisc erhielt diese V/ocxie Brief vom 18 Uai man ersio-it daraus, 
dass sie sich nun hit^Fraüe einer Ausreise bereits vertraut gemacat haben. 
Schade, dass gar nichts RichtlKos in' Sicht ist fuer die Drel.^utz soll bich 
die Idee einer ErzeuRunK fuer den Fall seiner Eni^^ration zurecnt gelebt f^aben, 

^ Roubltscheks scheinen letzten Endes. ^V^VV^'Üerhin doch erfreu- 
zu haben und ist ihr Entachluss des ^i^eundschaftSDriofes imernin doch et i_rou 
lieh. Ist nun der ajaerlk Konsul in Ldn mit den vorF.eleRten Doca-aenten bi,.rit.aif.i, 

Kewesen und laeuft diese Sache nun? _ .A„,«i«itoto 

Hast Du Herminenes .-.ne^olefionaoit ocreits ein-,eleitet 
HPrlih-'cr ist er nun richtig' in S. Doningo gelandet und vras- hoert lur von in.a. 
Sises konnte dSsc^^bine Ausreise aus der Schweiz nun- verwirklichen? 

Das Haus in dem unsere Rottnrdaiier Firma war, ist semor.cit zcr 

truemmert wcden uü hat man von unserm Buero nur die f ^^^^"^ ,'^^f^J^J^^f,,^^^J^^: 
Unsere Liquidatoren sind erfreulicaerweise aeil. Auch Fle^^enaeLicrs o.awle^,er 

weiter oe.simistisch, .wenn ich auch ^aaube.da.s die .azi ^^,^.^J\i^;^;;^\^^J 
leichte KUSS zu knacken haben werden. Diu Hai tun- dieses VolKcs nat nun woi 

etwas' heroisches. _, ^ Toocatcrchen bekommen. 
richte. 




In den o 

aen 1 Kindern viel Lle'oes'von mir ins Kamp weiter und bcrcatet eaest 



GcDunliioitlich koennte reichlich besser 
r-ehcn. Ich hab ia Koerpor lauter öchmcrzen 
und auch eine Augenrelzung,die eine innerliche 
Ursache haben soll. 



Eurem 




iik,! 



By Air Mall 



ff "«^ 

JL ' 



■.aiair 



^ M 



Llon^.oviaoü ,12 Juli 1940 



Cerliric 



Lieber Prltz , 



T^achrcnd ich Dir zuletzt Briefe aia 20. \uvl 27« Juni ui:d 4 Juli ßandte,iöt 



mir 10 



te 'Toche Dein Briefvora 2C /O per Air Uail zu^o t^caii^ron 



UGl.ll J->1 J-t?! V Ulli «*'' / -^ I^"^*- ■»•-^1 *'i.«rv-ua. « wi;_^- (_^v***(^ V 

-c'i-nns betreffend notierte mir.dafeB Du das Affidavit fuor sie beeor- 
test und f ucr GCiaclnBaine Rüclmung bei der eiiase den Kredit von Doli ,10Gu.- 
zu ihren Gur.sten crooffnot hat^t und sorait von unaecrcr ^eite Alles eetan 
Ls'. La ihnen die Elnroioc nach den USA zu ormocclichcn. Hoffentxich mache 
der atuerik TConHiXl in Lun keine weiteren Anütacnde. 

I-nrii o hat mir mit einer von Carabrid£0 am lo. Juni au^Cüandoen 
Lurtnoi lkarU m itgeteilt, daos bU. Alln gesund 3ind,aber f^^ltjll'^'^'^^. 
ihr r-chickssl in Cotteü Hand ist. DacB sie nuri Alle von deu 'unßcr.e ^.uoce.. 
sind aus dera FüGCfeuer herauszukoMiuen ,kann man nur zu gut ^«tsre.fcri. o^i^ 

und man koenntc danA daran denkcn.aach sie ^i^^^^^'^^'w'^ otv-ß thror'uuttc.?"' 
arerdin^-'S zu fuerohten.da Bertha hlcvon schelnoar nie eUcß ihrer uutLcr 

foeZr^Xl Inä auch Iloddi von dieser .Wieldun^ nichts we.es " ^l^^.^;^r;:g| )^ 
mScülich dacß Hcddi bereits im Auslande war - dacs diese "'f ^^^^^^^ "f l^^, ^^ 
Bchchon ist und daher diese Hoffnung eine iXccre ist.Jedenfalls bitte ich 
ioS Bertha sofort zu Interpellieren und mir darueber zu bericnten, ooxl.u 



transplantxercn ^^^ ^^^^^ ^,^ entsp^-echend err^^t.^ Ich ^aUe xn 

fruehor.#Ä3ostbriefen ansere^Uzur "rhoehunü '^?T.^,^?;^So«'''- ehe? ' 

sehend in ein noerdlich 5ele£cnea(vie^lolcht schottiscues)DoP .. Gß':^cn 

V V t-,11 ..-'r Kf.r'U schreibt Henaiae dlcts nicht machen, llacnd^m die deu..c..en 

.och •'^xli ..^c ^e^^^.^"=^^ ?^^^.''''^^:^,claaes6iücr 3treuun(t uebor daß sanze 
Luftansriffe nun a-o-r raxu o'-^'Z ^ ront^nnhme '-eine Positive Gicherunü ßewoawn, 
Land orf Oleen, vvaere ja aucn <it^,^^,/^?^?f y^;"^ 'rv^^L' r^ uia das Recht 

'^"^i^r^ de;enhSters?rechtze?t) nitbcnuetzen zu duorfen Jo^^^'t^ons 

■-v,Mn"^Soln"r derselben seinen r.chutzkBllor fuer den Fall von .^larncr. 

■ "äSteS zu Siben. lIx hat sich nur. fuer Farmwork 3-^;'^^^.;^^^'^'^^.^^^^,^^" 
^ T tT. - .^f ^^'-^ 1-^r.' inn ^r^-um wenl'ötcHS ta^sucocr diesen nei\ocöt.r. 

.Tien f ^/>V'Av^l'^^i^%o' s^ l.V sind. S'ferd^^^ in Heddis Auftrag hird von 
unertrac;Tj.ichen ^uaox^:,e..s>. ins »xiu... y j ,v.nfra''c nach Uru>-uay au- 

Hcrninc fuer Heddi u Lix wledc. ^^^ /i;^'^ . J'-: Mr -rnnce nSch Sie Condor' einen 
.x-schnitten, IcL__habe sentern da we.er dl. Al^ 



fu^tS ^:;erkehrVac^En5iand^ierzeit unterha^^ 

in directe,« TTe^e abscsohnittcn sind, ihnen oinconend ue .er 

TTo^ '^.r.1- Lisboa r'cn.hricbon ( biü Lisboa braucht d-eso^. 



Alles vie 



"?a.nair- 



■■^tlin^^e von hier 



^^- -^^^^L^i^KSrf SäÜÖS^.^d^i^r"i^a\SdSf LJiy ^dävön-ab,^ ab Lisboa 
diese' Briefe per Avion oder nur per C^chiff -'^^^COBand .erden > 

Ich habe Heddi darauf aufmerksam 2cnacht,^a£B damals als nocu 
die "inreise nach hier vrenl^or schwlerlci war ihre ^f ^«^^^-^l'^J J^r^;:J;'iiäe 
Genua, als dann in London dar^n scheiterten .^;:^^^^i,teic "'' S^ in Ic^ LaS 
und nicht a^toinistratlf crle^to Ausreise aus ^^f ^«^'7,^^^^ '::^^, " .^^^/''yi'J^^ 
raren fuer die Finwanderuns wichtige Papiere wxc ^^i«l^r'^\o"^>^'-'^;^^'' i^l^tt 
brlnSe^'Heute ist die Situation u,t_hier ^;^^^^^^^^:;]::''^'''^,i^U- 
hoffnu'.'nsloß .mnn mußs,wcnn man ciniG>^T^:i»af^eßon cinc^-hancc n, ^ Mvocaton 
wederorosse knfVasereiche Persoenlichkeite^^ 
die Abscordnote oder 3o"a^''^<''^^sind^..intoi sxc. aa-^en ablehnend, 

ein Fr'.-o von vielen 'Jonat^en. Fuc- v'^^^-tf, -n^oer-abr'V Tolfbaucr .die 
dennoch hu- es fuer einen ^«r :-ltirüiacx.r der .xq.oer^^^ ^-^^ ß'uonate 

stcfc... vertrat,neri-n Gtciner,dor suinc -^^-^ " It^- nur weil seine hucbschc 
- - ■ '. diene rewillisune bekam und dcsh._.mr,wcxis ^^^ .^^^^,^„ 



5edauort,bl., er diene rewillisune ^''^''^^ .^^;\^""":-;^^i, ^cinsccnen <iic Herren 
Frau an'woechcntllch in diesen langen '■■o'3''il"°'}^:^:r''::^^"^tunt r.hr ablehne 



des 



Aunßcri'IJiinistcrun; 



n diesen langen i'.üiiciowii u...^^^ ^1.:,,.^+ n.^hr 
-.ecmnucsteo Hrin ißt Jetzt uc^crhaupt . ^nr 



lehnend 



Fritz 2 



1^/-/ 1^40 




:itnondif;. f ^as des H, Gtelnors Eltern bt^trifft,8o mocchl loh^als coabl»?^ 

_, " .' ,o'owol 1 "in-^olr>evisiua nun in Ordnung, nlclit. UerroiBü/i 

kücnnon^da ots vom euro^yacls^-ion Tostlando -^o^onwr'^.optlg Ircino Avir>r»o^30 nohr* 



Ibt. SchlieBBlich erwaonnte icn aucn IIcadi,daBo ,v/aonrncl nan zur Zeit, 
alB ich auswandurte. nur Poöod uru^ 600 doponioron außöto,dle man in :,.onatsrc 
irincrhlab einca Jalires zurueckbokaia,na:.. auf 1 Jalu-'o gesperrt Posoe uru^ 
jOOv- ' ^sleioh Lst5 500 circa ) crlO;5on inu^a. 



atn 



Da abor ab^osohon von don offectlvo 






-i,dlc 



^, ^ \n Ent^land zo 1,st,dai3S eine Ausrolne^nur dann interoö 

anv,t, i^t v v*io raöoh Grfol£::on kann und'^cinc ^anz un^^cwißse Gachö sein 

kai-in,cjLlo's.loli erst nach Ablauf vieler lionato entscheidet, so kann aio ]:\xür 
\on Fall d; . .andcßiaannö ' \-.oit nicht in. Betracht tlS^zOi-on werdeuo 

':)ennoch hal) ich rioddi geraten sich doch dvirch liili i:ixt doij^ 
l^;^'i^_. v. ..^ ^onera^... ^ - Vn^^^A.idun^: zu netzen .si'jh alle not vrondi^^cn 






. ^. 



■■^ ^f* 



,-> r : 



mtl damit durch den d^ 



Konsul eine rc^^uiaere 



in 



nacix 



ne;^l:<-;d 



ilof Zu ;utj.'wiihn 
■ löcn zu koenn 



V.i 



eine rej^uiaoro 



.lies 



. ., .^ -- - ^i^^^j^^q^xxq}^ 2;u den Zv;oo1io dlenou -^-- 
,.,a;- '^ • lic I^inrelao nach dleseiü Lande 
.lau, "" .7ii>^iun ja nicht, was in En^^land noch 
leren kann .nd hat * ' ^^oi^t ,daß.J in den bisher von I^cic]. 

i\ Geblcten,dcr ITachv/oiß einer ::inrelchua^ zu einer _UeoerL3cüau3re-- 
■ ^ef forden vor Zoiv 



lin^abe ^eiaacht 



ionsl-:or oder I^assentranöferlrunoen ;^o- 



) \]:x/ . ■-:• nun enlllcli ^s tvrortot. 



. v^lX 



1 t ■ . 

ili. :ji'-k o We X o S , w -^ 



9 

■aen , 






r Dir : .: ,7is..h^.. n --h -^cnch. _ bon, fasse seine Auöfuelir- 



" - ist .auc^^ ..o A.i^.st vox'' der 5o Colonno £ ^KiV 



1,-. 



Ut 






« I • 



.sch .'.sperr'-« ao einzl-se Land,daB ^,'^c\i 3ov;illig5Uusen 
^xbt .sei 3 Donincsoo "oll 30w ) . " oini^cn Laonr^- hab.. Dr li 3to^ - 

.,ob er vielleicht ;n Vonez. :.ile,da -r ^ lualo zu dem yenezue.- 

bcVicn 'Konsul in Oslo 8^te Verbindungen hatte, Dl ' Stefan öa.^te daiaalb,da 



-C- 



~.„ n 



o schon oi'^:^c 



'.tO U'. 



jhnc 



.'In^tünd- . 1-ruiid niciiii .vie- 



1- -.0 ^ ■ on vorne. ...Ifanä-o-i vwllo. Dloaor Konsul ist aber nicht, iaehr_ 
a^o ■. . lio9C I,:oo£licli'Kelt sofallen. nh.anGai.Iass ach-, ' -IUg Z'^^a i.cdou 

... ^ionti fruGher jetzt lät es ja ein ^..nichror Boden u. . . Ue ^rOir. 
\ ,'^ -- ^ - ä a ' - 'cr un.l alt Hinblick auf Ho unkl.-^ro ualtuns auch lU.ui. 

p' ■ '^oö, njho titon fuor die '.^in-; - " -bcwilli-on^ ._„..->hanüa- ueuur 
Soll oOC bemalen aua.'O erhielten an-cal.„.. dl<^ binrciac öraoxs. ^..an aoxi 
.lorl mit Doli 7.- pcr üonat leben koennon '.It br li./ ^\'^^ ^ hacttc ^^^-'. 



goscnrir 



.18 er mit Ill^blick 



3C1 



■■orintnlasc ( '. ) In 1er C- -tnerei 



koiten 
tun zu ko' 



a^'-rLaülwlct nach Vcnez.jola komnen uoo;;hle. Doch ohne Geld lao inte ..£ .i , 
^uor^ die Arbelt '.aor ihn z. ^roaa sela.u^ ^^^'^^^ ^^f Jfht^-u'i'eiShf er- 
unl.scl dar, laiaa auf loa Lande Ir. Venoauexa ''f':^'':'''l^'^^';;tJf^\^'o<xicri 
traoslich. Er komnt auf lleßC '^cise zur "rkcnntn^s aa.^>a c_s antct den ^^^eocn^n 
VerhaSltnlßaen fucr Ctera.üi aa Rataamsten sex xn ob^j za^_..wx^ui. ui. d^r 
ITriee beendet ist. Da Stefan nocli in der alten Wohnung loüt, nimmt er an, 
dass'^r^s rim.wat-. acinc Freiheit anlan=:t/. er traetjlich i-out, „•.„••- 

dass .s ...im, a^^^^_^^ _^ ^^^^ ..nisosicht^ der Aaßr.l Befand der Einrexaeücn xor.^- 

lic sich fucT- 3t aurthuenaon,moiacnt.an keine woe£licnKCxt,vrrtbrui,i xun 
tun zu Koennon. Ich erwarte Deine RueckaeuBScruncS ucucr d.cscn^.-a^x.^xn-.- 
Secausreisc von l^orvreson ^ibt es ja ueberhaupt derzoxt nich.. . ux.. .oui . --c 
sind ncbonb.-. bemerkt alle sehr^ e^^s^-ißscn. S anien oue.lai30'rxKa aoxl jct/.. 

in billi--stor Glaßßo Doli. 3*^^ koaton). ',-,'■> 

xn oxiii^.L.r y^x^i b ^_^^^^^^ Lehncr schreibt üir -unter dem Datuia vom ^2, - 

dass si. ^oo Üosuubt hactto (aui Ta-e ihres Briefcsidaas er -.xiiz ^ut auBüeho 

ntoh mit dorn Besuche sehr gofrcut hactte ^"'V^'^^^'^^'V^^'jr,^!^,;^;'^^^^^.::^^''^^ ""^• 
Hella sei. in materlellon Dorsen. liatteat Du r^cle(:cni-iext inr ^t^as zukocime.. 

''' ^^"'''''' LlHo -..ZOO aal b. .^vi.- Da fuor Ungarn die :CrieüBcS<ahr vorbei 
scheint und auch ^.erbicn o'ane Conpitcation durohzuKomnen schein.. laueaaen 
hoffen, dass es ihnen Allen weiter ertracGlich ^oht. D.at ju nx. .lexxco 



/ 






Fritz 



3 






11 Fanal r 

7/eltcr -^e^^coaiaen? .. ^ ^ ^r- '. 

Kauf-mane Ich erwarte Deine Berichte, v/lc ob mit deren .ou- 

nunsBfrac^e steht. Hat ihnen unser ntanO^ankt f t^öoleuchtet: Id.^^^ ,^da.. 

unp.o.-^e Rntschlaose die richti^^on warenorric schla^on Sxe r.l.h ^"^^^l^j^^ n^e 
un. < t. .^.luö.i- ^ n^v^ii Es l8t seh** .-r^r/^nui lo.h dass GP.inder ap.i-cn Notlage, 

in der er sich befand, seine Spannkr 



u-11 1^3 i8t sehr orfr-Gulioh.dass ».Inder Epccn Wotlago, 
'"""^ - ,,aft uivl luiaiative wieder Bofunlcn aao ^ 



dei' Teuoonen ent-zogon naL. jlcu naiuuc aii,-.noo V.-...V. .^.. _--.- Schaff 

lnl.vischen Geklappt hatte oder dio_ scUw.^^zen ''^V^^'i't^Sn'Sbei ' cden?ail s 
aua mit den Goldsac-^kchen wi:ikto,ihn rasch hcrextie^lafat^en ^i-^^Vl. ^n lor 
bestellt ihm meine aratulation^iiAl frcundliahstc Oruesse. ..an .s. ja der 
"iToR zu I^uch niÄt luchr 3o weit'. 

Ich laabc ÖicH auf deu.ielben ^^-^;»:.-^" f ,^^0 t zSzue '^ich 

Sememsohaftliohc Ro-^huaaz geBtellton Cr.dit von Jo.. Doli 1000 t zuzac^^xch 
Banksoosen r.oll 25.- mit mclne.a Anteil von ^ d:i^~ ' -'•> 

erkannt, und dankend dasron rcr.ntnia -Tenoiuuion.uasa 

Du Jiich der Anwfiltskoston enthobst. gP. .^ ■^-^q*-««-', d,, -/u 

Auf Deine Anfrage. ob nun der .^n Dir an^^.uue ^^^^'^J^^^,,,,^^,. 
Deinen Gunsten von Doli 12.i>S sti:aiit,kar,n 1^%?^^/:-;^' 'i'''' selx^ui 

-/3 und 24/i auf kle.i^e^^^^llo:? f l" J--^hnun,scont^ auf.er..a^^ 

und Dir mit' dein letzt cltlerten ^^ -^r^-?f,^^?J?^^f^^^.^J,^^. .if dS Du dauernd 

ten BealBVun,3aaf,aben hera^^^^ 

todtschweiföt, iiux ^runa ai-^ser iiuib^^j-x^i -r^^A^^f 

zu raelncn Gunsten aua-elst ,s-hen nocn m -— ^^^I^^^^;^ . ^ Ai'itcll) " *5o-^ 

am ^^^. die Annulieruni? der Ueber^velsun^ an Hella. Mexn ^iWx.l; :^o 

3^ ]r"/c, " " ^ -^G'"'^ SoDoninso Visuin i.eo 

da -e^cen .^,cht nun zu Deinen Gunsten 



!a--j.oht total zu meinen Gunsten 

I ^onti nun zu i>üxiit;ii u-uiiövvsn . — -. _. 

me?n Amtell fuer das Depot zu Gunsten der ^eo^nanns 

60 dass Dein derzoltl^cG GuUiabeu ^■- 






Doi^ • 






noch nicht ^^rueckslchti^ ^7^:^^ -,n i ich mich lieber auch nicht av 



QU- 



\ 
/ 



Ueber die "eltla, -^iil loh mich lieber auch nicht amslasse.. 

Sie blolbt Gi''\uen}iaft. graues. feuchtes oft nasses 'hinter 

Hier mcuts I^cueSo **-i.r an.Kjuxi ^la^^^, ^ , ,v -ri ,1^^-^";, f i^n*^ 

"••. -r^v^i^^ ho« -uch mit der Hitze, wohin werdet lar u-aca xlucoutcn, 
-.Teüter, .j-C geh^s bc^ ^u^n laxu ^r' , ...' „_,•., Ann ber.ehiutc-n Dußtern wjßier 
Eß iBl jammerschade. dasB ^^^J^^^;^^,^'-'^;!^^,^^!^ ^J Flcaen].ei:aer schweifen, 
wo scmuctlich z^aa.ruaen sexn ^'>«i^';^":,;'f t^f ^^g^e. 

t^cchnischen Anfragen (vilc meinen Luftpostbrief vom 1^/6) ^leich.^ebib oc<a|^ 
^rten wucrdest. ^ Veranlassung Dir zu Deineu -<^^^^^^^6h.^} 

Festtag zu 5ravll!ic?en"und-blribe :nit den innigsten Gruessen an d.c x ^.nxc 
die Kinder und a.n Dich 



'"le verbringen die T^lnder Ion ...o'-uiaer, 7 



Willst Du so gut sein beiliegende 

Zellen an rLelnen alten Freund 

Salberg zu couvertieron und aufzugeben. 

Gr acias 



x> \^ Ju I i 




f. 



t 



Air Mail 



22. Juli 1940 



Lieber ArturOf 



[epackten Gepaecksßtueckai 
12, Vor Allem bez":l. 



In Elle und von offenen und ^ei 
umgeben beantvyorte ich Deinen Brief vom 
Hermine lege ich Kopie meine Affidavits (ohne die Beilagen) 
zu Deiner Infbrm^tion bei« Ich habe geten, wae i<äi konnte^ 
damit das Affidavit angenommen wird» VorvBt muss aber Kermine 
in den in Cambridse befind!. Qepaecketaecken das wiener Gesuch 
ausfindig machen» Bertha sagt, dase bestimmt fuer Hermine und 
Landeamanns angesucht wurde. Affidavit fuer die sollgefaelllgst 
sein Bruder beistellen« Ifc habe es schon satt, fuer alle zu 
arbeiten. Idi komme nidat dakiUi fuer mich zu leben. 

Uebrigens bin ich nach den letzten Nachrichten nicht 
sehr fest auf Einreisemoeglichkeit hieher. Die Gonsuln sollen jetSb 
den Nachweis verlan^'en, dass der Einv/andei^nae fuer das Land er- 
v/uenscht ist. 

Hella \'mrde mir endlich eine Ueberweisunj anscheinend 
ausgefuehrt. 

Beckiiianns halten midi in Atem. Scyrnuxcki ein Pelz (der 
notabene nicht einmal llinei. geho-^rt) sind bereite hier. Jetzt 
kommen noch Koffer mit Sachen, um die ich mich nicht v;erde kuem- 
mern ko^mneni wenn sie ankommen, weil v/ir verreist sind. Dann 
hatt ich ihnen den Kredit vcn 700 Pfund zu Imendigen, damit sie 
die Ueberweisui4g an mich versuchen. Leider duerfte Einil interniert 
sein. 5s wird sich zeige?* , ob dajb unterwegs befind. Äff. hilft. 



Fuer Lud\vl£ Roth habo 1^\ mich doch entsciüossen xm 
950 $ Kosten ein Brasil Visum z\x vor suchen, /uigeblich cind die 
Aussichten guenstige. 

Verrechnungskonto : ich kariii Deine Berechnur^'en äugen- 
blicicLlch nibt studieren, ich kann Dich nur auf" meine Budriungs- 
aufgaben und den Brief vom 13. Juni ver;/elßen| mit dem ich bis 
auf den Gent di4 r^wi sehen \xw bestioidenen Differenzen aufgeklaert 
habe» Ich verstelie nicht, wie Du da sagen k.ann£;t, dass ich Deine 
Berechnungen "totschweige". Hast Du denn diesen Brief nicht be- 
konuiien? Bit'lie um Antwort. Du hast mir umgekehrt auf meinen Vor- 
schlag nicht ® antwortet, dass der Uebei-v^'eisungsverkahr von Dir 
uebernommen v/erden sollte. 

Stefan habe noch zu erwaehnen, dass ich mich der Sache 
nicht annehmen kann, aber bereit bin, mitzutun, wenn Du eine Ak- 
tion einleitest« Ich hoera, daSw^ Ificaragua um 300 $ zu haben sein 
soll, aber das Klima ist selir schiecht« Andrerseits sehe ich kaum, 
wie jemand in Norwegen aus Europa herauskann. 

Brief an Herrn Salberg leite weiter« 

Post erbitte entweder zuh. Dr. Oscar Heitier 380 River. 
aide Drive oder European Textile Corporation, 116 Broad Street« 
Wird mir von beiden Seiten nachgeschickt« Gmiss 



II II ' III*« 



PIÄ^'III^V" 



19*J^wLli id40 



Lisbai» iU*tarC| 



Besten Dank fuer die Brief vom 20» und 27* vuicl 

die Eiiiaeiiäi ng a •© Schecks neöer 

den ich Deinem Kon-oo Rutgebradit Iv^ibe» Dein An- 
erbietcUi, Dich tai den KoB^e!l der Affiu^iVitbcBcnaffg 
tu'^y uib Li^ckiiiriim* ß k^u be^eil.i.gen, das unv^iiüiiigt 
und jpüiil^Eai kor.ffut, wird dankend ?\ngenomneii. Nach 
Belttßtun^ der 



> »"7 



blöibt a,uf D^inera Konto nach meinen Auffcoichnune^n 
ein üoXdo in your laver of 

» 

S vi» il-*t dUo J 

Beckac-iiin' B nnci dent Lonacnei' CcntTLl aiii iO.Juli die 
gan^« Pautete u*ir /u.r Hail jrvOchick'-t und te-\e^rarife?cn 
aviaiurc^ W^im/ öj.e <iiuecK liaben, muvse die "endun,-- 
^chon dorw brjin ociei* in v-'öni^joi ToeC-n eintr-iffrn« 

KctUfnKiXUi^ *» lirtuen ßenn>bet una ziehen diosei- Te^^ 
bereitv^ eiü. 5 ZiMmer (aJiie auf dio Craese) und Kviud- 
Ciieni^feiiÄUöX'^caen» Solange Suse, die momentan einon 
Tä^osjob liHlj zuhauf^e Bcraaeft, kvoennon sin drei 
Raeume vtfrmiHC^.n» Preise in Döiner Linie ♦ 

Ilenaine b«- reite iah Affidavit vor, obwohl ich nic'nt 
foBt oaraui* bin, daöß öie wenn o« värkllch :mk dem 
groboen HXic^vlff e.uf hngland kommt, noch rechtzeitig 
aati uäuui veri^tBBen kann. Aber Immerhin envcV'te ich 
Deine Stell ui^^iaiimet 

Ich habe ä^e Lief:)ea hier satt. Ich muas meinen Kopf 
außlueftan und daher iiaben wir beschloseeni zu fahren« 
Wir haban bereits die Karten* Der Zug geht Dienstag 
Abend. Reichliches Prograngn, Du kennst mich mit einiö 
gen der "high epote" des Weetene. Loidor dvierften 



sioh uns fianerik. Bekarintö (ein Anwalt mit Frau) 
ansoliLiessenf die uns eher etoerend Bein werden» 
hher man wird Ja s^böu» Wenn die Wölt schon zu- 
GarmnenB'Ui«rfiit| :<iuiuindeLt unsere Weit, sollen nicht 
die lüti-Wn balkon auf unseren Kopf fallen, ehe 
ich diebo Reise gexnacht hc^be* Ausserdem studiere 
ich die Frasp;e einer Uebar Siedlung nach den Westen« 

IIeji'56lic:ie Grutiüödi ici* hofft; Dir bald c;us einer 

friealicnox-*en vVult beri(iit:)n siu koeiinen, wo man 

etwas weniger pöesiiiiiötisaae Zukunf tabiiaei* hat. 

Dcv ULvi die letzU Station fuei* ^ons ir>t| hat es 

keinen ^weck oi^h die Zulamft s^Qii\u)rz In 3chv;ar^ 

au^^oiutilea« lib koi-jac, xih^ kcri^üai iTOiSS» 

' - • •- • • . 

Und iju giA lii<l)oi' n;vch 3ueno6| das iinmorhin *^safar^ 
ist als U» ' 

Bestens Sein 



Post p.a. Oscar Heitier, Hiver sldo Driye 380; 
Nev/ Yori^i .;ird uns naohgeschicxt.« 



Per s/s Mormacwren 



Montevideo .am 27 Juni 1940. 



Lieber Fritz , 

Deine lieben Zellen vom 15#ds mit Kopie Deines Briefs an Llli 
vom sielchen Tage sind oinsotroffen und wlrßt Du inzwischen aucn moi-ne iela- 
ten Briefe u^z» per Air Hall vom I5, Iß und per Brazii vom 20. do. erhalten 

haben ♦ . , x 

Beck manns Von Deinen sie betreffenden Ausfuehrun^^on habe icn bestens 
ICenntnis senommen. TDs ist zu wuenschen dass Dein Anwalt lyie vereinbart, das 
Affidavit bosorson kann. Im Falle des Perfectworden des .Affidavits betrachte 
dich also auf unserm ^cmelnsaraen UntcrstuetzunGS Verrechnunss Conto mit 

Doli SQQ.« fuür meinen Anteil an dem Depot /. Doli 1000 und ferner mit 



if 



15, 



H 



an den Beschaffungskosten durch Anwalt 



erkannt 7 



Gestern fruch ist mir noch folgendes TTLT Gabel von Beckjaanns zuge- 



kommcn: ^ ««. ^ , ». ^ 

"'' Honduras refused nced urgent your help for our affidavxt pj.ease 

cablc Un^er deprcßsed no other departurc possiblc Beckmanns 

Aus diesem Gabel ist ersichtlich, dass Beckmanns weder meinen durch 
Deine 1. Vermittluns an sie gesc'Pdton Airmallbrief vom 14.ds bis Abgang ihres 
neuerlichen aengstllchen Notrufs erhalten hatten und auch noch nicht Im 
Besitze Deiner beruhigenden Zeilen an Llli ddo iS.ds per Air Mail waren. 
da ja aus beiden Briefen glatt zu ersehen war, dass der Versuch der Affidavit- 
Besorgung im Gange bereits war. Ich habe es deshalb fuer ueberfluessig ge- 
halten ,auf Grund dieses Gabeis noch speciellen Contact mit Dir zu nehmen, 
da es ja ueberholt war. Deine Verstaendigung vom zu erwartenden Gelingen 
Deiner diesbezeuglichen Bcmuehungen wird mir gelegen koiamen. 

Kaufmanns ^ -, 4. * 

Ich erwarte Deinen Bericht ueber den Ausgang der .etz^en 
Dienstag erfolgten Besprechung. Auf Deinen besondern Takt kann ich mich, 
da ich ja Deinen Gharackter kenne, ruhig verlassen. Doch zweifle ich bei 
Berta?.ßi.im Allgemeinen stets vernuonf tiger Einstellung bei allen Lebens- 
fra.-en äass auch sie von den Ins Treffen gefuerten Argumenten sich uejor- 
zeugen'liess. Umsomehr da ja schliesslich ,dle Meinung der jenigen, die ihr 
Au^bauprograiam financieren in erster Linie beruecksichtigt werden muss . 
Au^^h nicht nur von Menschen stammt, die ihr Bestes wollen, sondern auch auf 
Lebens und Auslandserfahrung und olnsehGnden und ueberpruof ton Info-rmatio- 
aen ueber die dortigen Vorhaeltnisse basiert ist. Auf Deine Jachricnten, 
wie nun da ja jetzt der 1 Juli heranrueckt und weilui-e Lagerz^ntiKostun v;oi. 
vermieden werden die Wohnungsfrage definitiv geregelt wurde bleibe ich leo- 
haft in?erIsLiert. I-n habt in meinem letzten Luftpostbrief an Hermine 
ddo 22. ds. zu ihrer Berulaigung ausdruecklich erwaennt,dass wir Bertaa u 
Paul in ihren Aufbaufragen mit Rat und Tat sehr zu igelte stehen und sie 
sich diesbezüglich ja keinerlei Gorgen zu machen hat.( Sie ^JJ^?^?^ J^, -^^^^^ 
mit dem, was nUn England erwartet, solcher und dabei ernster y'exchiich genu^. 

Ich muss sagen, dass die Cambrid;^.er sich dlreot heldenhaft 00- 
nehmcn denn noch kein Wort der Klage oder des Verzagens ist bisher zu mir 
sredrun^W.Es wird ja v;aliröchelnlich vermieden die BevoelKerung zu oeunrun^- 
gen. Aber wir kennen das Barbarentum der Teutonen und wissen daher was fuer 
An^riffsmethoden dem armen England nun bevorstehen. LIeine letzten i^achricn- 
tef aus Cambridge sind vom iS.Mai, sicher ist^ ^^'öitereCorrespondenz unter- 
wegs,doch ist die D.impferpostverbind'ung nach hier seit Wochen bereits sehr 
schwach geworden, 

Bch^ol^crp , ^^ ^^^ ^^^^ ^^^^ ^_^^^ leid, dass wir ansesichts der be- 
stehenden Auaslohtsloslgkelt das 3. Doraingo Visum annulieren muss ton doch 
bleibt nichts Andres uc^rig als abzuwarten. Ich habe Dich wegen der et rotten 
bczueslichen Visum-Ruookversuotung mit der auf mich entfallenden iiaolxte 

von Doli 225.- , n ,^ ^ 

auf dem Unterstuetzuntsa-Verrochnungs Conto belastet. Ist aus der ^^etdueocr- 



Fritz 2 



Weisung an Hella irgend was geworden? 

^'^'^" Auch ich hatte bereits am 5. Juni elnen"S S" Luf tpoßt- 

briof an Stefans Freund In Caracas den Dr Mlf'^^^JP^^ej^JJtfiäails meine 
heute nach 22 Ta«en noch ohne Rueckaeusseruns. Faot fueron^e ■^^"» '^^"^ "^ . . 
Seilen Sn ni=h? erreicht haben. Mir will es schelnen.daaa es ^o^onwaertiß 
futr St. ke?ne Ausrelsemoegllchkelten gibt. Sind ^i^^J^^^f^^se Faelle von 
Ausreisen aus Norvegen waehmd des Jetzigen Regimes bekannt? 

Was hoerst Du von .-on n,..^.pn«tern.Ludwife.Feliz und den andern 
Sorgenkindern, ^^^ ^^^ ,^.^^^,,, ^^Sef LuracJ?ockllSf 
sehr auf dem Gemueth. Doch werden wir uns auch an J ^4«| "J^^/J^J^J^aten 
Factum gewoehnen muessen. T7as galubt man bei Euch_^wira c-ngianu 

koennen; Es geht dort wirklich nun a^£,^ß^*^" I^J,;;?'^-«!^^ und In B.Alreö 

Hier ist nun wieder ruhiger geworden. Hier una in . 

sind zufaerig amerikanische Kreuser auf Besuch. Auch dieser Jma.and hat 
etwas bei-'uhigende Wirkung. 
_yerrechtiun.a;3 Conto .. 

Tch ueberrclche Dir beiliegend Check No ^^iSS^y- 

aus.estellt am-^'^-' 1935 von der Montevideo Branch der National City Bank 
läf^lhr Itcw fSrkcr llutterSaus Im Betrage von 

USA Doll-Z^/a^-^/^^w^-t-^^-«*— ^/ , Ernnfang desselben 
an Deine Ordre Indossier und ä^^-'^f^^^ll'^^Ji^^^i'^Jobllem Conto 
mich verstaendigen zu wollen -und mir den Betrag ^r^' ^f^^^^^J p^ßt. 
gutzuschreiben. Den Dunlicatcheck selnde Dir dann mit naecns.er 

Fuer heute nur noch Innigste Gruesse und Uraarnungon und 

der lieben Annie.dle frisch und m'unter wie i'^'^«^.^f/^:Sr5l''??SrSi 
dal Allorinnigste zum 7. ds. wenn auch etwas ve«paetet aber dl cuore una 

auch viel Liebes fuer die Kinder ^^^ ^^^^^ 




1 Check ( Original ) No-«5"^'5^ 'S-- y H <^ y^i^^r^t- / 

Rfjcoamandlert. 



Haben Eure Somraerplaene schon greifbarere Formen angenommen? Ich rechne 
darauf, dass Ihr mich von Euren Älresflveracn ierunr.en ^G;^^^f ^^^S verstaendigt. 
aeht aitta wieder in ein Kamp und wohin i Greterl ^^leibt wo. mit Euch. 

Ueber die cingolagerten Koebel seid Ihr wol Jetzt ohne 
neuere Nachrichten. Ich glaube Ihr habt noch immer Hoffnung auf ein Wieder- 
sehen mit ihnen. ^^ „^ . . ,,„ 

Ilorli Lflt wol im unbesetzten Teil, aber auch sogar mit Einreise /isura, 
du c ' fftc^ ine Ausreise fuer ihn nun s^hr schwer sein. Diese Fragen worden 
wol erst wieder neu zu studieren sein. Ausreisen nach Spanien u Portugal^ 
sollen derzeit ganz inhibiert sein. l,;it seinen ITlttcxJi v;ar er hoi . Cj.ux-Cii 

schon lang drauseen? -, , i *. 

;7as macht Dugarcsa? derzlichst 




Per s/ß Brasil 
BcornmancLiort 



Montevideo am 20 Juni 1940 



Lieber Fritz, 



Eure lieben Luf tpoßtzeilen vom 29» Mai er- 
reichten mich erst gestern mot dem nun hier eingetroffenen Dampfer Brazil, 
da sie, als ungenuegend frankiert nicht per Luftpost sondern per Dampfer 
kamen. Der Brief enthielt 3 Eurer Blaetter wog 8 gr und war mit 25 ctß fran- 
kiert. Ich empfehle sehr den Ankauf wirklichen Luf tbriefpapiers,von dem man 
3 Bogen ^^ öincm 5 gr Brief schicken kann» Inzwischen werdet Ihr meine Luft- 
PoötBriefe vom 30 Mai, 4 Juni, und 15 Juni alle recommandiort erhalten haben«"" 
und ist auch sicher mein Telegramm vom 15/6 mit dem Wortlaute" Agree Beckmans" 
einge/troffen. Durch dieses Telegramm habt Ihr Ja ersehen, dass ich damit mich 
einverstanden orklaert habe ,dasn Du fuer die Beeckmans zu dem zu fuer sie zu 
beschaffenden Affidavit fuer geraeinsame Rechnung eine Kaution von Doli 1000.- 
legst und bin ich auch d' accord die Äff idavitbeschaffungskosten von Doli 150 •- 
gemeinschaftlich mit Dir zu tragen» 

Du siehst ich teile schlieslich ganz Deine Uebrlegungen uebor den Fall Bkmns 
Sie sind durch das wie es sich nun heruasst.elt faollige USA Visum in vorteil- 
hafter Lage. Meine Empfindungen was sie betrifft decken sich ganz mit den Dei- 
nigen . Ich finde es bedrueckend,dass wenn von einer Rettung die Rede ist, in 
wir nicht zuerst Hermine und dig^Ldsmans herausziehen koennen ,denn wie sich 
die Situation nun zuspitzt ,ist^aas Risico in Cambridge ein sehr ernstes. Diese 
Herausziehung geht aber leider nun nicht zu machen und da wir die Beckmans aus 
der Grossen Angst und Gefahr in der sie sich in London befinden, mit einem Depot 
von Do2)l 1000 denklich herausziehen koennen, hab ich Dir ,auch aus dem Grunde, 
um uns spaetcr mal keine Vorwuerfe machen zu muessen,dasB wir nicht Alles ge- 
tan haben was menschenmoeglich war, meine Zustimmung zu dieser Hilfsaktion ge- 
geben. Die nun vor der Thuer stehjiende Bombardierungsgefahr ist e^ider fuer 
all unsere Lieben dort faßt gleich, doch gibt es trauriger Weise fuer die armen 
Cambridger, da doch die Angriffsgefahr fuer ganz England knapp vor den Beginn 
steht, keine Moeglichkeit dee sich in Uebersee in Schutß bringen. Wir koennen 
nur hoffen, dass sie ein guetiges Schicksal und die Vorsehung schuetzt und sie 
aus all den grossen <Jefahren,die sich nun einstellen werden, heil herauskommen. 
Die Art der deutschen Kriogsfuehrung in den bisher eroberten Laendern gestattet 
leider Rueckschluesso,waß nun England bevorsteht, auch wissen wir, dass selbst 
die beste Verteidigung und modernste Ausruestung ä la longue gegen die verheeren 
den Wirkungen der Bomber nicht genuegend wirksam ist. Der Widerstand wird wol 
wesentlich kraeftiger sein als in Warschau und Rotterdam ,doch fuer den Ena - 
effect bin ich doch im Grunde meiner Seele pessimistisch. Englands Lage beginnt 
mit dem vollen Zusammenbrikchs Frankreichs auch dramatisch ernst zu werden. Hof- 
fentlich korant es nicht dazu, dass Frch diese dies Land zertrueamernde Kapitulatio 
annimmt. Denn der Besitz der frz Flotte und Luftflotte J^ waere fuer England resp 
fuer die Fortzetzung des gemeinsamen Krieges von grosser Bedeutung. So wuerde 
es sehr begruessen,wenn Frch auf diese es ganz auf den Hund bringenden Friedens 
bedingungen nicht eingehen wuerde, was sich ja nun in den naechsten 48 Stunden 
wol entscheiden wird. Heute mehr denn je koennen die Alliierten eigentlich nur 
auf ein ucbrraschendes Ereignis oder auf ein Wunder rechnen, um in diesem Krieg 
zu einem fuer sie gluecklichen Ende zu kommen. 

Ihr koennt Euch denken, wie diese ganze so traurige Lage auf mich 
deprimierend wirkt. Auch sind die Auswirkungen hier unten bei uns sehr bedeutungs 
volle. Ich nehme an, dass Ihr aus den dortigen Blaettem wisst,dass wir mit knap- 
per Not einem nazistischen Putsch entgagngen sind, der in letzter Minute aufge- 
deckt wurde. Die Aufdeckung die die Invstigationscommission und Polizei gemacht 
hat, ist ganz unheimlich. Die Leute hatten S.S. und S.A. Regimenter ( 4an der 
Zal) Tanks. Maschinengewehre, eine Gestapo kurz Alles um Uruguay durch einen 
Handstrelch zu erobern. Die gegen die Juden beabsichtigten Maassnahmen haetten 
noch viel radicaler als im Reich sein sollen, da sie einfach Alle vernichten woll- 
ten. Er koennt Euch denken in welcher Stimmung hier nun Alle herumlaufen. Aller- 
dings ist nun die Regierung auf der Hut und wird in case of need die Hilfe von 
Argentinien anrufen, auch America w^^-d auf die Monroe Doctrin gestuetzt eine 
Besit-znahme wol mit militaerisch^ "It unterdruecken,aber bis im Ernstfalo 
das Alles klappt, weiss Gott was -' *fuer Unglueck und Graeuel hier geschc 
hen sind. Anch in Argentinien ar selben Kraefte ,wenn ich auch glaubf 

mit weniger) Erfolgsaussicht, ab'- ' litet mir dass auch dort die in Tv^r 




Prltz 2 20/6 1940 

koamenden Kreise sehr bedruockt sind. Es Ist anzunehmen, daß s die Aufdeckung 
der Machenschaften ,die Gefahr eines solchen Putsches wieder etwas in die ^erne 
«erueckt hat. denn es Ist klar.dass nun die Behoerden auf Grund des vorgefundenen 
Materials, der aufgedeckten Organisationen, der Inhaftierung der fuehrenden Per- 
soenllchkeiten ihre Augen offen haben werden und dabei auch auf Mithilfe aes 
Ranzen Volkes rechnen koennen.daas in der uebrwaoltigenden grossen Majoritaet 
demokratisch und ablehnend eingestellt Ist. Ich werde "atuerlich auch die 
«!it „o + ir,n Q-ßmu ZU vcrfolj^on trachten und eventuel.wenn es noetig erscheini,, 
^d dies aucf wiUer aSf gS meiner Carte d'identiti zu machon sein wird, 
eine Reise nach Buenos Aires, ins Auge fassen. ,, , 

Ich habe mich vor wenigen Tagen nur der Form hafiDer ^^Im amerikani- 
schen Konsulat zur Inmigration nach diesem Lande -.ngemeldet. Ich ^oll^^^^J^®!^, 
Ine Fael?e dort in dieser Hinsicht eingeschrieben sein denn die «««fl^f ^^f,^ 
daran zu kommen, ist sehr gering, der Consul meinte dies koenne 2,3 bis 5 Jahi e 
dauern.dafuer gaebe es nun keinen Masstab. Aber vielleicht ^^^^5^^^^^^^^.^^^^^! 
daRS man hlezu^elngoreicht hat,von Irgend einem Wert. Es ist "o^. ^^^^^^f.dass 
man, wo man aus Europa, um in Ruhe vegetieren zu koennen,nach hleher ausge^an 
dort 'ist. nun an derartige Evontualitacten denken muss. 

der Dinge in Euro^oa abwarton. Abgosenen von der schlechten Ernaohr ungsmoeb^cn 
keit die von frisch aus Wien gekommenen Emigranten berichtet wird,schOxnen es 
dort die luruokrcbllebenen Juden nicht wesentlich schlechter als die Andern zu 
haben! ?enn e?Sal wieder rege fuer deren Herauskönnen offen sein sollten.wer- 
c\(^n wir 1a sehen was fuer ihr Herauskommen tun koennen, , v,r,f 

KiufiaanS:!? Brasil hat mich auch ein Brief von Bertha erreicht und hat 

schreiben. g^^^ p^^^^ aus Venezuela hat mir auf meinen Luftpost- 

brief bisher-SirrAntwort gegeben. Aber ich glaube. in der Sache laesst sich 
fuer- den I^oment ohnehin nichts ryhtigco.oi^^^ nach Eintreffen hier 

durch die DirSSte^BSkieraeuBscrn lassen und If^XlTl^T^s^tlTAr^ 
reducierten Gegenwert richtig erhalten und ruchren die Doli Checks die uir 

auf die ^^t-i^y ^^"^J^,^^!;^i^%-e.aerften,wie Dir schon geschrieben ein Total- 
loss sein An sol che'yerlSfte^l uss man sich in diesen Zelten eben gewoehnen. 
loss sein. An °g ^^; ^^^ peinlichst beruehrt,dass er in den langen 

Monaten seines J^^ifetes in Frch ni^ faSeJ^^fuJ^L^triSJacV^isgelaa- 
scheT<inbar manche Chancen die er sicher gehabt haben m^^ Portugal zu kommen, 

5:\?cit Sa^fcJ^LerSitS'ati^nerLSset^t zu werden,dle wie man sieht mit 
Ricsenschritten^naeher^ruecken.^ ^^^ ^^^^ ^^^^ ^ Zellen,Wlll sie sobald als 

nur moeglich beantworten, ^^ ^^^ ^ ^^^ ^ ^^^ Innigsten Gruessen und Umarmungen 

fuer Euch Alle g^ 



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10. Juli 1940 



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Ich knuepfe an meinen Brief vom 26« Juni an« Endsaldo 
'au Deinen Lasten t - ^a*-*^^- ^ 12«95 

■*" Seitherige Zahlungen x 30. VI* «n Kaufmanns fu er 

- Wohnung; san^abe $ 450«- i ist $ 226. 



Kai/ Juni fuei Kermine und Heddi £ 25*2«- @ 3*7b 



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^ per Monat ißt fuer 2 Monate $ 188*24^ ^ ist ^ 94^12 






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$ 332.07 

Ich erbitte da|(er wieder eine Dotation« Leiuer geht <äas Geld 
*^ reiBsend ab, entschieden ueber die Erwartungen« Und dabei sehe 
ich «uf dar ganzen Linie neue Inan^ruchnahmen« Betrachten wir 
Aie H&ihe % 

'ir'iauriaannsj sie halien noch keine Wohnung, suchen seit 14 Tagen 
VW zwelf elt' und mueseön naecheter Tage zu einem Schluss kcHnmen» 
weil eie ihre Wohnung raeumen raueesen. Werden aber etwas in der 
Kategorie 70 $ i'ionatl. nehmen. Paul hat irgenciweiche Vertretungen, 
aber noch nichts gemacht. Ee iBt schwer. Was mit Suse momentan 
ist« weiss ich nicht, sie Ist momentan eine zusaetzliche Sorge 
ihi4r jütem. Es ist daher besser, vir mischen uns vorlaeugig 
cliesbea. nicht ein. Es nuetzt ja auch nichts. Zum Teil hat Suee 
Pech^ zum Teil ißt sie ein Flapper. Ich habe Paul mit obigen 450| 
knapp das eeReben, was ei fuer Moebel una 2 Monate Angebe braucht, 
beüw. ich weise nicht, ob er damit auskommt. Meine ?;uru eckhaltung 
als indirekter Donick beabsichtigt, damit einerseits Suse gezwungen 
ist, eich selbst üu erhiiJ-ten, antirerseits er sich auch an seinen 
Bx-uder wendet. Ich hatte ihm zuia letztenmal am eo.Eaerz 300 $ ge- 
geben. Damals war das Geld das ich ihm am Anf Mig gegeben hatte, 
so ziemlicli er- sc^ioepf t. Sie braMchen glaube i^^g^^en^lfO $ «o^aw- » 
zu denen Bertha in den le^ztßn Monaten gegen 25$ bis 30$ verdient 
hat. Sollten daher annaehemü auf dem -Prockenen seilt. Wie soll ich 

mich verhalten?« > ,,. '\ „" ' , 

Soli icii' 43" von selböt aeld anbieten? .^.^^, 

X warten, bid Paul an mich herankofflnt? 
;^.w^ c) wie mich vei-tailten, wenn er kommt? 
Teh erbitte Deine Instruktionen. 

lÄ rechne,* dass sie beim Einziehen noch Seid Twauchen werden. 
tiafu«r wird sich, wann sie eingezogen sind und vermietet habeni^ der 
«S^SbÄich redizieren. Ich sthaetze «uf ungefaehr 80$. Allerdings 
■t fraÄiich, ob dann Bertha noch 25$ dazuverdienen kamu 

2. Hermine/Heddi i Bertha Ist mir heute mit «Jnef tejef . Interpel- 
laUon gekommen, die Ich alr schon erw«Ätet ^tte. Sie liat von 
Heddi einen etwas verworrenen Brief . Sie verbrli^en die meisten 
Raechte im Keller. Hermine, die im Hertst 38 ei» ü^lgr-ation Visum 
SSSaAt hatte, «oechte Jetzt darauf «urttecttomen. Iteddi hat fuer 
aich Irarndwelche FU*ne, die sie nicht ILUr auednieckt. Ich nehme 
an^ sie moechte irgendwohin nach Suedamerika. • Zu dieser Mitteilung 
alhaette i-ä »u.beiiirken^^i. _^,^,,^_\^^,^ _U, iai^-^-:^^ i^l 



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«) Hermine i falls sie wirklich schon daran Ist, das usA 



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Visum zu bekdmmeni was der Fall waerei wann sie Im 'Herbat 38 ange* 
sucht hat) äuerfta ihr Leben hier bei Bertha nicht viel teurer zu 
stehen kommen als in England« Die einzige zusaetzllche Auvgabe ist 
die Uebrfahrty die mit den dz*ums und drans auch auf engl» Schiff 
auf zumindest 300$ zu stehen kommt« Wenn Du einverstanden bist« in 
diesen sauern Apfel zu bei&sen^ bin ich es auch« In diesem Falle 
muesste ich Hermine mein Affidavit geben« Sin Premdaffidavit hat 
In diesem Fallt wo wir uns ja wirklich verpflichtet haben, fuer 
den Unterlialt auf Lebensdauer auf zukoBoaen, keinen Sinn« Es ist aus- 
serdem scJ:ilechter und macht unnuetze Umstaende« Ba ich in 10 Tagen 
verreisen duerfte und danil 6 'Wochen unerreichbar bin, erbitte ich 
zutreffendenfaXls Deine telegraphische Stellungnahme« Kach der 
le^zten üJitwickiunÄ'mlt d- m sich taeglich verschaerfendeit Luftan^ 
"^^rllf auf Kngiarid Ist man wirklich moralisch verpflichtet, den Leu0 
tan, von Lomon wegzuhelfen - weim es noch geht« 

Heddi moechte l<Jh abwarten, bis sie an \ms herankommt« L's haben 
etwas Geld« Die sollen sich zunaechst mit dem ihrigen behelfen« 
Vielleicht *ut der Bruder etwas fuer Lix, wenngleich er mir nidi t 
danach aussieht« Heddi macht sich, wie ßiir Bertha am Telefon er^ 
-jzaehlt, alle Vcx^wuerfe, in Englaxid gebliebari zu sein, wo Lix nichts 
^verdienen k^inn und wo sie in Gefahr sind«« «Du kannsfDich doch an 
/ihre Aufregungszustaonae seinerzeit erinnern« Also wirst Du Dir 
ihre ge^enwaertige Aufregung besser als ich vorstellen koennen« 
Zwischen den Zeilen habe 'ich aus'Berthas Mitteilung herausgelesen, 
dass Heddi uns' (und speziell Dir) im Kerzen vurweilen duerfte, dass 
maja ihi* zugeredet hat, in En^'land zu bleiben« Sie wollte angeblich 
nach Uru^a^« Aii-erdin^s ruecksctiauend kann man leicht f erstellen, 
dass man manches icxders haette rxiachto sollen, u«a« allerdings auch 
sieht es so aus, al*s waere am besten gewesen, Hermine in Wien s&u 
lassen« T"^^ ":* *'''*.. 

"^ Beckmanns: anbei Kopie meines heutigen Briefs an -den Consul« 
Miiehe hat mir die Sacliö i^nug vei^rsacht, auch allerlitoid Kosten, 

' ange'fangen mit löO$ iuer d^n vermittelnden Anwalt« Hoffen wir, dass 
die Sache funktioniert« 4».^' , • .-<~- o 



A8U 3«ö 



4« Stefan ; hat mir sein Fröund kopie seines ablehnenden Briefs an 
Dich gesdi ickt« Unteminanst Du irgendetwas anderem ? San Domingo 
geht nicht mehr« I^ hoere aber, dass Niccu'agua moeglich sein soll, 

, Zeitdauer etwa 4 Wochen« Allerüingi^ moarderlsches Klinia und ux^guen- 

' stige politische u« wirtschaftl« Verhaeltnisse« 

St Hella hoere ich sei't Wochen litchtß« Da auch aus J^oslavien schein- 
bar die Post gestoert, weiss ich nicht, ob die Ueberweiaing an sie, 
die ich ueber Jugoslavien versucht liabe, moeglich wai"« 

Kach soviel Report ueber die Sorgenkinder noch ein paar Kachrichten t 
1« die Klndar sind in den Camps und sind anscheinend zufrieden, ob» 
wohl aittai^ Qafiqp eine Art Qoim Haches ist, wenn Du weisst, was das 
bedeutet« Herli hoechstdramatis^he Vorgaenge mit Visa, die gogeboi 
waren, dann wieder nicht, uJoä, auf Grund unserer irrigen Depeschen 
Ausare las, wobei er zu Unrecht ein Visum nach Domingo bekam, knapp 
vor dem Waff enatlUstaxid segelte« Das Schiff war gestern in Domingo 
faellig« .unser Freund Keibel' bekam eine Depesche seines dortigen 
Vertreters, wonach Heriinger gelandet waere« Wir heben aber von 
ihm noch keine direkte Hachrii^ht, wissen daher noch nicht sicher. 



Arturo 10. Juli 1940 

ob Alles geklappt hat. Misoß hat eine Professur hieher (nach 
Callforaian) bekommen, konnte ahsr nicht mehr rechtzeitig vor 
Italiens Kriegseintritt ausreisen. Eben aber hoere ich, das s 
eine unverbuergte Nachricht eingelangt sei, er haette die Schweiz 
ver lassen koennon. Ich waera sehr froh, wenn ihm gelungen waere, 
Europa zu verlassen, weil dar Boden dort bei seiner wissenschaft- 
lichen Einstellung gefashrlich war. 

Von Hoth's einen «iwjcx recht niedergeschlagenen 
Brief. Aber wenigstens haben sie den Plan, naechstens Ludwig 
wieder au besuchen. Leider ist mir nicht gelungen, ihnen das 
mexlcan. Visum zu beschaffen. Die Kaution ist jetzt gluecklich 
auf ueber 10.000$ erhceht worden. Bei der Unstabllitaet der 
Mexlc.Verhaeltnisse kann ich mich au diesem Investoent nicht 
recht «ntschliessen, zumal ich gar nicht sahen karai, wie Ludwig 
hinkommen soll» 

Fuer heute genug. Bitte um rascheste Nachricht, 
soeziell bezueglich Hermine und dann wegen Kaufnaenns. Aber lass 
auch sonst von Dir hceren, wie es Dir geht und wie Du die poli- 
tische Lage unten siehst. Von hier aus betrachtet, nehmen sich 
die Verhaeltnisse in Latin America recht bedrohlicn aus. 



Herzliche Gruesse/ 



/ Dein 



i'/ 



Wir duerften in etwa 10 Tagen von hier auf ungefeehr 6 Wochen 
nadi dem Westen fahren, beabsichtigen etwa 14 Tage bei fan Fran- 
Biflco mit Maciaups zu vorbringen und eine 'Ao che bei Victor in 
SeatUe. Mit mecksicht darauf erbitte ich nilr Püst ^is «uf 
V/eitere« p.A. European Textile Corporation, 116 Broad Street, 
New York City. 



Air Mall 



F.U> 



26. Juni 1940 



Lieber Arthur, 

Ttcsten Dank fuer den Brief vom 16. Das Affidavit 
?t^lh^ her kLnerieberSinmt ein mir unbekannter Amerikaner 

Ms^rSeptSber her, ao iet der Betrag ^« ™««J^7^«Sir* ' 
S:^ pSlef Sr Bank ist heute an den UGA Consul nach London 
2SLSi^«n. Sanffidavit duerfte noch einige Tage brauchen, 
^iJ^eS Sleuerbestaetigung aus Washington durch den Äff ida- 

;*"t^Kll •^n^^.hoit werden musste, derem Erxedigung erfahrungs- 
gi^Sf efi^e ?tlt"br^2ht. Die '«.deren Unterlagen sind angeb- 

lieh schon beisammen« 



Stimmt das ? 



Buchhaltung : Saldo lt. Meinem 3. Mai» 
imhr obige $ lt025.- , i iBt 

ab Deine Schacksendung 

" Rueckverguetung wg* Schneider 

He ßt saldo 2iu Deinen Lasten 



M 



$ 22Ö.45 
$612200 
$ 737*96 
$ 500.— 
22§.jir- 



12*95 



t^ufmanns f ^f noch.^f.J JusIorsSTter L f ts und mi^ de^^ 
äSsÄstSSlÄ-^i™? pÄ'.r"SI Wohnung ,lnv,rsW.n M.t. 

Jetzt suchen sie. 

A^^ «1,-p -{-hr^m ftit-en Tace in dem bedrohten England. 
fol tS: nfchf re'cSC'Sle ^'ihJTelfen koennte. Kerliist 
iSi^« Joche - wie wissen noch nicht Faeheres wie wo wann - 

^S'^Bordeai gtlrZen und hat es zuwege g«f J^J^'^^JJ^^^Se' 
»"n he Steißen, das nach San Domingo geht. Die •'■«^zte Depescne 
war SoMtSaus Casablanca in Marocco, sodass er schon mitten 
war öonntat^ ="= J- ^^^^ komnien wird, weiss ich 

iLS'^nSh? Wi?^SUen fSer^n SS Visa nach Domingo auf zwei 
5eSn iSe^uSt (uebe? das Juedische Komi t* und durch ein Reise- 
wegen ~»6"'°"]' yljfl^ hahen noch »u keinem Visxjm gefuehrt. Beim 
buereau),aoer beide J^J^j^^JJ" zi^lt und nach Domingo hat er 
5iSSe?rw^?erJ^.8S9.n.chf Chicken lassen. HoffenUich 
hilft der Anblick des Geldes bei diesen Piraten. 

rt-v«^ A-tm. 7«-»t hraucht man nicht viel Worte zu verlieren. Es 
«nh!utiel^ traurig ausrAnscheinend moechten die Englaender 
Schon dSStigmfdS machen. Fach verbrecherisch viel Fehlern. 



By Air Mall Monte Video, am 15 .Juni 1940 

Lieber Fritz , 
Meine Lu-^tpoßtbricfe. beide recomiaandlert vom 30 Hai und 4 Juni haet Du In der 
Zwischenzeit sicher ordnungsgernaens erhalten und da darin fast alle Deine An- 
fragen erledigt waren und zwar In eingehender und klarerer Welse, als es mit 
einem Gabel raoegllch gewesen waore,so habe ich ein Telegraf leren diosbezuogllch 
untcrlasseno Inzwischen sind mir auch geworden: Die Cople Deines Briefes an 

Frau Robitschek ,die Cople Deines Briefes an Lill/Emll und Deine 1 Alrmallzel- 
len Vom 4ods. 3eckiianns > Ich bin uober die Antwort von Frau R« mehr 
als erstaunt? Sollten diese i-eute , denen es so gut gicng und die bei Ihrer In- 
dustrie verdienten. was sie wollton so unvernuenf tlg gewesen sein, sich nicht 
rechtzeitig Reserven zu machen, was Ja fuer sie ein Leichtes gewesen waere* 
Ulv kocnncn sie nicht auf Herz und ITlere pruefen und rauessen uns mit ihrer 
Antwort l'oschoidon, '^on^. Ou auch aus meinen fruchoren Briefen raelno Einstellung 
SU ihrem Troblem kennst, wenn es auch gar nicht so sicher l8t,dasB sie drueben 
eher ins Verdienen kommen, sondern wir vielmehr, d^rch das jetzige auf Spesen 
ausgcbens ihres restlichen kleinen Vermoegenß und durch das so kostspillige Leber 
in New York voraussichtlich eine neue Last auf uns zu neiimen haben werden die 
bei einem AiiBharren dort, wo sie nun sind, und wo Abertausende in gleicher Position 
sind, vermieden worden waere und schlieeBlich der so rav^c Permlt ein nicht zu 
untorschaetzendes Actlvum fuer die Zukunft vorstellte, so will ich mich, wenn Ich 
auch gar nicht davon ueberseugt bin ,dass sie sich, abgesehen, davon, dass sie 
sich von der peur bleue welter Ir L, zu leben, befreien, gaKxaiEiaixdaxaHx angeslchi 
der I\„Yp ^erhaeltnlsso ohne einem den dortigen Verhaeltnißsen entsprechenden 
Kapital einen richtigen Erwerb dort finden werden, dennoch bereit erklaeren, 
mich an Deinem Versuch ,das Affidavit ohne Garantie jedoch mit einer von uns 
reineinsam zu stellenden Kaution von Doli 1000 •- mit der Haclfte ^d. Doli 50C.-, 
zu beteiligen* Da die so traurigen Ereignisse der letzten Tage und Stunden den 
Verkehr der Air France nach England wahrscheinlich auch schon unterbunden Jiaben , 
so lege ich Dir diesen Zellen meinen heutigen Brief an die Beclnaanns zur Einsicht 
und ein paar Zeilen an Hormlne bei, mit der Bitte sie mit naechster Luftpost 
mit paar bel^efuegten Zeilen Deinerseits nach England zu senden * Um Dir zu ermoe^ 
liehen diesen Versuch mit dem Depot ehest zu machen, werde Dir Morgen die Worte 
Beckjnans af^ree cabeln. Erwarte "^einen luftpostlichen Bescheid um Dir dann die 
bezueglichc Anschaffung zu machen» 

Kaufmanfs Auch ueber das was Du in deren Angelegenheiten disponiertest 

erwarte-: Deine Berichte . ... , . 4. n 

Sch neiderg' In dieser Frage auch vollkommen uebereinstimmend, wirst uu 
sicher inzwischen das nun ganz wertlose S Domingo Visum fuer Leo wieder storniert 

haben und erwarte ich Deine bezuegliche Nachricht. ^^^^, Jl^/\^. t^oSflc^ ?eiwt 
lieh leid, doch sind wir Ja nun in ihrer Frage ganz machtlos, lioff entlieh geiingL 

es Dir ihr ueber Eure Bnnk in Jugosl etwas zu remittieren. Ich sehe von hxer 
keinen Weg, Haben auch ueber die Schweiz die Unterstuetzungsnark ganz aufgehoert? 
Du hast fuer leden Modus den Du findest, um ihr etwas zu schicken plein,pouvoiro 

no chmals ^Beckiaanns_. Aus melren Zellen an sie wirst Du ersehen haben, daas 
sie nurTda Herrn Eibuschi tzens Bruder, der in Honduras ist ,Blch auch fuer eine 
Einreise fuer sie bemueht,sich ueberlegen,ob sie, wenn aus der Einreise nach den 
USA nichts werden sollte, eventuel dorthin gehen sollten. Ich habe ihnen meine 
Ansicht hierueber gegeben und wuerde auch gerne hoeren, welches die Deinlge ist 
und bitte selbe auch ihnen in Deiner Nachschrift bekannt zu geben. 

Stcf-p.n Llli hatte von ihn am 29/5 Datum il^^es vorgetsern crhl^atenen 
Luftoostbricfcs" von ihm noch kein Lebenszeichen. Ich hab ihr ueber Italien mit 
der Gondorlinie als auch drei Tage spaoter am S.ds per Air France durch Hermino 
dlo gute Nachricht und Gtufans Brief zukommen lassen. Was denkst Du uoer seinen 
Fell? Die sich auf thuermenden Schwierigkeiten werben immer unueberbrueckbarer • 

Lise DoBZoe Ludwig. Wie steht der Fall mit ihnen? Bist Du mit ihnen 
Irgendwie weitergekommen. Wie stellen sie sich zur Mexicofrage. Und wie liego 
der Fall von Ludwig? Hat er neue Buergerpapiere oder nicht .Wird Ungarn seine 
delicate Lage halten koennen? Die Balkansltuation ist welter hoechst ungeklaert. 

RuBslands Haltung auch welter ganz unklar. . ^ -, 4. i=l^ v ^4 v. 

Kriegslage durch den Fall von Paris effectlv verzweifelt. Fankrcxch 
ganz gelaehmthat seine Kriegsindustriegeblcte^ zur Haelfte schon verloren, auch 
die Maglnotlinie kann sich wol kaum auf die Dücr mehr halten ,da die Deutschen 
schon im Ruecken. ^^ eine Intervention der USA glaube nicht, die Unters tuetzung 



durch Krlcscmatcrlal von ^iefr'selte scheint fast schon zu spaot -^o«^«;;.^ 
da es Ja noch Monate dauern wird. bis sie ins ^oll^"/?^!'''^'^?! "^r 1 t " .„„ «ae- 
kemc Waffen mehr ,hat seine die nahe Verbindung mit ^f ^"^^J^^^'j^fte 
fon verloren. So haeuft sich Unslueck «ober Unglueck und so muss man neu^e 
schon ein wilder Optimist sein, um noch auf Sice der Alliierten zu WPPen. 
England hat mich sich selbst zu tun .um sich nuri auf den schweren ^«^eriff auf 
s^fnlnselrelch vorzubeolten Die bel6i3che Niederlage ha^ 

schwaecht und sefic gegenwaertige Hilfe, die es ^^^"^ f^^^*^" ,^^"" ^"^ , ,^-3- Aus- 
genuegend. Die Emigranten hier sind Alle verzweifelt, da auch J^^ **'i!:®^?^,''^^„h 

wlrkur^gen fuer das\eltjudenthum ^^-jf^-^^^^^^ovrlll "Sn'nlzlSfscrorlentSr- 
dle Situation in unserem Lande hoechst unerquicklich. Den "azlstiscn ori^no 

?en steigt der Kamm und die 5. Kolonne arbeitet wenn auch J^^^f,^^^^^' ^^/Ji^r 
welter Man glaubt,da8 dies Land das erste in Suedamorika sein J'^°^f.^^»^^\5^^^'' 
Tlnen UmsSwung in'fascistlschem Sinne in Frage f ^f '"^e^ YJ^^f l^'^^^^n Ecken 
auch hier ein kleines Pulverfass , daher eine gewisse Nervosltaet In allen i^c 
und Knden.dle Jeder^neue^deutschc Vfolg noch^orhoeht. ^^^^^^^,,,, ,,,,,,,eht 

.Xclben 310 doch^ungeschoren.^^ ^^^ ^^^ "llZcTlfrZ: 

splelt.er hat sie bevor er noch ^um Verkaufe kam nach «J^Xenfegef allerg 
sind sie wol den Deutschen in Irgend f "^r hol! Bk in die a 6 ^^^^^^^^ 

aiaubst Du nicht-dass ^^^/f /^^J^i^^^;f t verL?;ortlIch halten sollte? Erfolg. 
!irs?chTlab1l SSTe;inglaJe;\J:ii;ichl ioST.tsam. Bitte antworte per Luft- 

^°^'- ich habe bei der K.Y.Bank der Saflco ^^^•"•^^^S^I^LfelnS^teS^Slte! 
Dollarguthaben. Glaubst Du ^ase Amerika wenn -^^"^^^^J^^^f^J^ig er diese Gut- 
jeden Contoinhaber auffordern wird anzugeben, rucr ^^gpikaniscehn Ausland 

haben dort besitzt, um eyentucl auch Guthaben von im su welcher 

lebenden deutschen StaatBangehoerlgenzu^sequatri.^ 

Mi 

B 

und dafuer argent 

dos Rueckgan^ö 
Staatepapiere e 

ueb erlegen und 

TTas nacht 
zu vorschieben? 



gruoßst innigst 




/^r^^. 



^^^^^ Q^C^-'t.-^L.--^ 



F.U. 



\ 



AIH BÄAIL 



New York, 16. Juni 1940 



Li eil r Arturo, 



Ich kann Deine beiden ausfuehrl. Briefe vom 30. und 4. 
momentan nicht aiagehend beantworten. Ich will Dir nur berichten i 

1. Deine Depeche wegen Beckmanns erhalten und sofort 
wegen Affidavit abgeschlossen. Es kostet 150 $ fuer den Anv/alt, 
der es beschafft. Dafuer bekommt man es mit den Beilagen, die jetzt 
benoetigt werden, angeblich komplett geliefert. Auf die Garantie 
wurde scliliesslich verzichtet gegen dem, dass wir ein Depot von 
$ 1.000.- errichten, ueber das Beckmanns bei ihrer Ankunft hier 
verfuegen koennen. Reisen sie nicht binnen 3 Monaten ein, ist das 
Depot an mich zurueckzugeben. Da das jetzt haeufig gemacht wird, 
haben die Banken dafuer bereits Sdi immel vorbereitet. Es ist mei- 
ner Meinung nach richtig, dass wir B's das Affidavit verschaffen. 
Deine Entscheidung war mtr daher erwuenscht, so wenig gern ich 
an sich imme • wieder in die Tasche greife. 

2. Kaufmanns verstaendlgt. Sie danken und lassen Dir 
danken, werden dies wohl audi noch schriftlich tun. Dienstag abends 
kommen sie zu uns zu Besprechung. Ich werde Deine Ansichten, die 
ich alle fuer richtig und vernuenftig halte, den Herrschaften ein- 
zufloessen suchen, werde es allerdings nicht allzu pereinptorisch 
tun. Wie ich Dir schon schrieb; ich moechte nicht das Geld herge- 
geben haben und dann die Beleidigung bleibend wissen. 

3. Schneider habe ich gestern das Geld zurueckgeholt 
und erkenne Dich daher fuer Deine Haelfte mit $ 225.-. Die Loe- 
sung ist bedauerlich, aber meines Erachtens hat das Visum in die- 
sem Fall wirklich keinen Sinn, denn anscheinend ist gar keine Aus- 
sicht vorhanden, dass sie in abselibarer Zeit hinreisen koennen. 

wo jetzt jede Schiffsverbindung zwischen Mitteleuropa und Amerika 
abgeschnitten ist. 

4. Stefan : habe ich zunaechst an seinen in dem mir 
frdl. eingeschickten Brief erwaehnten Freund geschrieben. Im Ueb- 
rigen vei-weise auf beiliegenden Durchschlag meines heutigen Briefs 
an Lilli in dieser Angelegenheit. 

Die letzten Ereignisse sind graesalich. Was wird aus 
der ganzen Welt, was aus uns werden. Ich bin tiefungluecklich, wie 
hier die meisten Bekannten. Um Herlinger, Hausamann, Walther Loebl 
und andere Bekannten, die in Frankreich sind, machen wir uns grosse 
Sorgen. 



/ 



Herzliche Gruesse 



Dein 



By Air Mall Montevideo am 4 (Mal) Juni 1940 

Certiflcado 

Lieber Prltz , , ^ 4 ^,,^i,,^r.ri« 

Ich benuetze die heute nach dort abßchondo 

Luftpost um Dir eingehender als dies mit einem lakonisch kurzgofassten Gabel 
-^^^^-^'^^"^^«^".rratS'SS'SSbrlB^s'^'nds also vor 3 Tagen auch aus- 



^nÄtsSi::« r^roJ^etts eSortern.lüftprstrich aeäanken mit Dir £u tau- 
«chen. 



Bind j_ _ 

^^uctLnSirWen^TJotÄ ?enf lc§ ga;^z"5e-lne Ansicht. dass wir sie aus- 
Ltren'SuesLnricS-hatte Dich Ja schon ^^^ meinen vororwaehntenZell^ 
31/5 verstaendigt.dass ich olnvorstanden bin die laut °^,^i^*''^2^^-'®f.„J°^^^ 
in Redestehenden bisher aufgelaufenen Lagerspesen von Doli . 260 l'^^^^g^J^ 
der Frelmachungs Seesen auf uns zu nahmen. Ich kann von hier aus die dortigen 
Usincen nicht beurtellen.doch scheint mir die Preimachungsgeouer wirklich 
SrMtS?. Hier und auSh in Arger^tinien wird dies 6««<>°';^li<=^,^° S^f^ue ' 
dSs der alte Hauskran^ls Umzugsgut gilt und nur f^«^, J^'^i^^J^^^^^^i^^? "f^°et,en 
stehen oder Luxus geg^staende wie Teppiche.Silber Bilder echte u.Antiqult^^ 
eine Lumpsum als Slngangszoll eingehoben wird. Zoll der uebrxgens nach Tue cni .15 
kelt des die Verzollung durchfuehrenden Spediteurs und je nachdem ob man 
schmieren kann oder nicht, hoeher oder nÄriger ist. Auch besteht hier wie 
IS schiibar belEuch der Usus .dass der Spediteur einem die Freimachung a 
forfalt macht, und zu diesem Zwecke wuerde ich auch empfehlen fuer die urex" 
machung sich von mehreren Spedltoeren forfalt Vorschlaege machen zu nassen, 
Tlei leicht koiomt man dann billiger weg .denn man l»t Ja mit dem Spediteur, 
S?d!e Lifts auslud und das .aftlge Lagergeld verdiente nicht verheiratet. 
Vielleicht gibst Du Kaufmans diese Anregungen, damit wir fuer diesen al^e»-^ 
Wie wir wissen minderwertigen^ Hj 
werfen* Ich verlass mich darauf 

gemacht wird.,nicht xxobevs Ohr geßchlagen werden* Wir werden also in den sauren 
Apfel beissen muessen und das was die Geschichte kosten wird. auf uns nehmen 

muesseno t , n_^ , « . , ^ 

Ich bin auch ganz Deiner Meinung, dass dieser nun teuer ausgelooste 

Hausrat eine Reihe von unerfreulichen Consequenzen nach sich zieht. Aber schliess- 
lich darf doch nicht die neue Auf bautaetigkeit durch den Wiederbesitz dieser 
Einrichtungsgegenstaende gehandicapped werden <> Ich kann es wol vertishen,dass 
Hertha auf europaeischen Auffassungen beharrt und noch nicht soweit ist, sich 
an das Leben nach amerikanischer Art zu assimilieren. Aber ich glaube, man tut 
ihr einen guten Dienst, wenn man sie auf die Schattenseiten ihrer Einstellung 
aufmerksam macht und sie durch Rats hlaege und den Weg, den man sie durch die 
Form unserer Unterst uetzung neiimen laesst. zur richtigen Erkennung der dortigen 
Verhaeltnisse bringt und sie und - last not least uns - vor unangenehmen kost- 
splillj^en Enttaeuschungen bewahrt« 

Man sagt mir von befreundeter Seite- es sind dies Menschen, 
die bereits in Amerika waren, dass man druoben entsetzlich wenig Hausrat braucht 
resp das zum Leben Notwendigste in den Wohnungen resp Zimmer bereits eingebaut 
ist. Es seien alle notwendigen Schraenke { manchmal sogar aufklappbare Bettenkia 
dies wol nur in modernen Haeusern, Ihr werdet diesbezueglich wol besäter in-| 
formiert sein als ich.. 

Ich habe das Berthascho Project mit der 4 Zimmerwohnung 
mit Kabinet durchgedacht und komme auch zu der Erkenn tnis,dafas dies ganz ausser 
Kehr liegt* Der MÄtpreis von der ganz gigantischen Zal von Doli UOO steht in 
keinerlei Verhaeltnis zu dem recht unsicheren geringen Erfolg* Deine Ausfueh- 
rungen betreffs der Unstetigkeit der Mieter, den Auswirkungen der heissen Sommer 
monate,den Specialwuenschen und deren Anforderungen beim Einziehen , werden mir 



••«■^ 



By Air Mail 



Montevideo, am 



30 Mai I94O; 



Lieber Fritz, 

Vorgestern habe ich Dein ausfuohrlichoB 1 Schreiben vom 3.ds 
mit AJinies lieber Nachschrift erhalten. Es ist wirklich bedrueckend,daöß wir 
uns 80 gar' nichts erfreuliches ge^^enseitlg zu schreiben haben. 

Deine Beurteilungen ueber die Ursachen dieser fuorchterlichon 
die pessimistischesten Vorahnungen uebertreff enden Kriegslage teile ich in 
vollkommen. Schlag auf Schlag verschlechtert sich die Lage der Alliierten • 
Nun ist auch noch der oxecrable Verrat des belgischen Koenigs hinzugekommen, 
der die strategische Position in schwerer- dramatischer Weise veraenderto 
Der complete Zusammenbriich der allierten Besatzungstruppen in Belgien ist 
nur mehr Frage von Stunden, sie sind eingekreist , einschiffen koennen sie siMi 
nicht, durchschlagen auch nicht, und so wird es zu einem schrecklichen Debacle 
dort nun kommen, das (die) nicht nur ernst fuer Frankreich ist 'Sondern auch nun 
beginnt draiüatisch fuer England zu werden. Es bleibt uns nichts uebrig als 
auf ein 'Wunder zu warten, denn die bisher erreichten Siege und Vorteile sind 
so gross, dass sie durch Kriegserfolge kaum wett gemacht werden koenneno 
Auf ein Eingreifen der Vereinigten Staaten jetzt ist wol kaum zu rechnen* 
Deutschland hat wol seine besten Stosstruppen seine besten Flieger in den 
Kampf eingesetzt und wennn es auch sicher schwere Verluste an Menschenleben, 
Tanks Flugzeugen hat, so ist sein Kriegspotenzial wol noch immer intact und 
hat es sich wol grosse Naf taroserven gesichert ,um durch mit dem gleichen 
scharfen Einsatz aller seiner Kraefte weiterkaempfen zu koennen« Also truebe 
Aussichten fuer die Welt und die Gefahr, dass sich die Landkarten wesentlich 
aendern werden, waechst leider mit jedem Tago Die Ereignisse ,die sich schlag- 
artig ,in einem ganz andern Tempo als im letzten Weltkrieg abspielen, halten 
Einen athemlos Tag und Nacht ara ITachrichtendienst gebannt o Und dabei tauchnn 
auch hier sowie in .Argentinien sogar unter der Bevoelkerung nazistische 
Stroemungen auf, die wol unterdrueckt, aber doch durch die dauernden Siegesmel- 
dungen genaehrt werden. Es ist heute auch nicht mehr zu bezweifeln, dass ein 
Sieg des dritten Reichs, sicher auch wesentliche Auswirkungen auf Nord und Sued 
Amerika haben wird. Also von welcher Seite man sich auch die Lage derzeit an- 
sieht, so hat sie fatale Aspekte.Wir muossen aber hoffen, dass sich das nun so 
unguenstige Bild doch noch aendert. 

Nun wieder zu unsern Sorgenkindern. 
Schneiders; Ich sehe, dass Du die officielle Verstaendigung in den naechste 
Tagen erwartest. ( Sie hat sich nebenbei bemerkt ueber den Dir garantierten 
Termin von 6 Wochen, der Dir Ruecktrittsrecht gegen Verguetimg von Doli 480.- 
gibt, schon hinausgezogen ) Ich habe mir alle Deine Ueberlegungen ueber die- 
sen complicierten Fall zu eigen gemacht und bin auch zur Ueberzeugung gekom- 
men, dass es das Vernuenftigste scheint es bei der Loesung b) das waere Leos 
Visum weiter laufen zu lassen und nur die Bewilligung fuer Hella zu annulieren, 
zu belassen» Denn, so quaelend es ist, so ist es doch trotz Visum noch immer 
leicht moeglich, dass sie -^eo nicht freigeben wollen. Ich habe zufaelblig geo|Jtem 
ueber den Fall mit einem Herrn Brill,der ganz nahe von Euch seine Firma am 
Kai hatte - erwar Teppicherzeuger und zweimal inhaftiert und war bis vor 6 
Monaten in Wien • Er bestaerkt mich darin - was wir ja schon lange wissen, dass 
der langmonatliche Aufenthalt im Landesgericht keine Schutzhaft darstellt, son- 
dern die Untersuchungshaft fuer ein ihm zur Last gelegtes Delict darstellt-zu 
Rechterer zu Unrecht - wir wissen ja nur dass sein Name in dem Notizbuch dieses 
polnischen Edelmanns war, den wir mal "zuf adlig'' in Zueric}. kennen lernten - 
in einem solchen Falle sucht man durch dauernde Zeugeneinvernahme und Gonfron- 
tierungen ,das Material zu positiven Anklage zu schaffen. Es ist dalier gar 
nicht sicher, dass man ihn, so lang sein Fall nicht einwandfrei geklaert ist, 
einfach auf Grund des Visums freigibt. Es sei denn,daBiB ihm zur Last gelegte 
Vergehen sei schon dadurch geahndet, dass hierauf entfallende Strafausmmaass 
durch seine lange Untersuchungshaft getilgt sei* Käappt es nun wirklich mit 
seinem Freikommen, dann werden eben ,wenn es noetig sein wird und wenn das 
Factum /dass Hella seine Frau ist bei den dominicanischen Behoerden nicht die 
Bonst in solchen Faellen stets uebliche Beruedeichtigung finden wird, fuer ihr 
Visum -wenn es sein muss, eben eine kleine Praemie zalen muessen 



Fritz 2 30 Mai 1940. 

Leo ist seit ganzes Leben ein Pechvogel gewesen, so auch in diesora Fall, wie wir 
wissen, ^ir rauessen aber hoffen, dass er nun freikommt. p ^ i 

Bei dieser Gelegenhel) moechte ich Dich auf einen Schreib oder ^edanKen 
fehler in Deinem oberwaehnten Schreiben vom 3.ds, aufmerksam machen. Du er- 
waehnst,daBs wir fuer das gemeinsame Visum ^ X 1000.- riskieren und fuer das 
Visum fuer Leo allein den Betrag von i 500.- aufs Spiel setzen. Im Augenblick 
des Schreibens scheinen Dir die vereinbarten Bedingungen fuer S. Domingo ent- 
fallen zu sein. Laut Deinem Brief vom 21/3 schreibst Du mir dass sich die 
Kosten fuer ein Eh epaar auf Doli 500. - belaufen." In Deinem Brief vom 7/4 ^^ 
^Ibst Du mir auf, " dass beine V oraua zalung fuer Beide Doli 510,- betraeF..t.,_. - 
und belastest mich mit der Haelfte , Also kann es sich nach Deinen eigenen 
Aufgaben fuer Beide nur um Kosten von cca Doli 500, -handeln und wenn wir 
nur Leo allein bestehen lassen ,um einen Betrag von Doli 250.- bis 30O0- cca« 
An dem Entschluss bei Loesung " b " zu bleiben, aendert dies allerdings nichts o 

Deine Bemerkung in Deinem Brief vom E.ds. " Eine Verlaengerung ueber die 
30 Tße hinaus ist nach neuesten Nachrichten ausgeschlossen, kann ich nur 
dahin ver stehen. das S' die dominic Behoerden die Moeglichkeit,die nach Deinem 
Brief vom 7/4 bestand, eventuel die Gueltigkeit des Visums resp der Bewilligung 
gegen Zalung von weiteren Doli 15o- um einen weiteren Monat zu verlaengern, 
gecancelled haben. Wir sind natuerlich gegen diese halsabschneiderischen 
Tendenzen raacntlos ,wenn ich auch vermute, dass Du enersischost versucat hast, 
wenn moeglich doch das voror\7aehnte Vorlaone:;orungarGcht herausaufetzen, ü-s 
ist Ja unter den heutigen Vorhaoltnisflen im Reich wo die Zal der Fonaalitaeton, 
Unbedenvliahkeitsdocumcnte , Bussen sich dauernd vormehren, fast menschenunaoeg- 
lieh in einem Monat Alles beisammen zu haben.Wir-d ^eo frei und innerhlab eines 
Monats nicht fertig ,dann kostet uns der Verfall des Visums, resp die Annulierung 
die Du durchzunehmen haben wirst, eben Doli 50.-. Das werden wir ertragen muesson 
und dann weitersehon muessen ,wie ihn u Hella herauskriegen o Fuer alle Faelle 
habe ich gestern an meinen alten ^reund Dr Eitelberg, der sich ja seiner annimmt 
luftooätlich geschrieben und ihn gebeten ihn in JedorWeise zur Erreichung sei- 
ner^ Freiheit zu unterstaetzen sobald das Visum da ist und insbesondere inm ^ 
alsdann ,wenn er losgekommen ist ,tatkraef tigst zu helfen, damit er wenn moeglicn 
Innerhalb des 30 taegigen Termins zur Ausreise kommen kann. ( Dr Max Eitel oerg 
wohnt fuer den Fall. als auch Du ihm was zu sagen haettest. I. Riemergasse 10) 

Was nun aella_ selbst betrifft, so tut es mir leid, dass es mit der 
Rm 200 Ueberweisung nicht geklappt hat. Hoffentlich gelingt e s, das s^ Ernst 
aiasner ihr aus seinem Guthaben in Prag etwas ueberwelst. Falls sicn Deinem 
Ermessen nach die Notwendigkeit ergibt, Ihr doch -auch zum teuren iCurs irpna 
ein Ueberweisung zu machen ,so bin ich damit einverstanden. Fuer die ochmier« 
moegiiohkeiten bei Leo ,bin ich nicht sehr optimistisch . Hermiae hatte iCnapp 
vor ihrer Ausreise noch mit Eitelberg gesprochen und ihm Leos Fall auch ans 
Herz gelegt. Was E. tun kann wird er wol machen. Kannst Du feststellen, oö es 
falls Italien wie es nun sehr wahrscheinlich ist, nun auch in den Krieg eintr-LL, 
noch andre neutrale Verbindungen von Europa nach S. Domingo giot und welche 

sind dies? ^ ^ ^^ ^^ , t^,_ 

vaufmans Ich notierte mir, dass wir fuer deren Lifts wOcSen 1 Jahr 
Lagerspesen mit cca Doli 260 neuen Ausgaben sowie bezgl FrcimachLingsspesen 
zu rechnen haben. ( Hermine schrieb mir gerade noch mit Brief vom 3/ 5, wie sie 
sich kraenkt,das3 diese Lifts gesperrt sind und wird daher f^^^^^^^^^!?^^^, ^^^f^^^^ 
atmen ) Auch ich bin der Ansicht, dass die Kaufraans sich nicht zu Sclaven ihrer 
^oebel machen sollen und aus den von Dir so richtig erwachnton Gruenden sich 
nur las Lebensnotwendige daraus behalten sollen. Ich halte es auch fuer sonr 
wichtig in den fuer sie so geaendorton Verhaeltnissen und wo sie doch noch 
gar nicht definitiv gesettelt sind, sich beweglich und bescheiden zu halten 
und sich nicht mit Ballast zu beschweren. Sie hat wol bereits seinerzeit in 
Wien wol auf Orund der Berichte aus USA das Mobiliar denklich schon reduciort, 
wird aber sicher gut tun, nochmals das Angekommene zu pruofen und das ^^^^J^^® 
jet^zige Lage Unnoetige abzustossen. Vielleicht kann Bertna doch f^^^^,^^^". 
mietung eines Zimmers sich etwas ihrer Sachen retten. ^^^^.f^^^^^^J^^^^^^J^^ 
Va Dir erwaehnten Nachteile:! Bertha, die doch sehr vernuenftig iöt,wird sich 
sicher mit Dir ueber diese Fragen beraten und so hoff ich, dass Ihr durch ge- 
meinsames Nachdenken schon das Richtige herausfinden werdet. Wie steht nun 



die Bertha auf sich zunehmen gewillt Ist nicht verdienen kann,re3p nur ein 
Teil derselben. Dabei weiss ich gar nicht, wer bei solchen Vermlotunsen^das 
Licht, den Zt-roa fuer Ventilatoren, bezalt. Was das Bettwaeschv/aschen fuer Kosten 
^fpn«^^':!!^^?, Zlraincr Vermietung nicht so wie z B in Italien einer speclellen 

se?bst ^^ rin®^^ '^^^'^l?- """^ ^^^°- ''^•^"" ™^" «l''^ ^°1 den hohen Loehftn.die 
ßirh ^,i^ schwarzen Bedienerinnen bekommen, Ja nicht einmal darauf einlassen 

^erdlb^iT ^ "T."''"^ '" ^^'^ ''''''' eine' Auf raeumhllfe zu nehmen S so 

^torhaitLl^u^^ Ku^LTln^irLT^T.^ Yf^^.'"'"' ^^^^^^ ^«^- ^«^ Wirtschaft 
immerhin etwas schwachen Schftft^^ tPf^" ^''f '^^''^^^ grossen Wohnunß auf den 
80 ein Haushalt ÄMnkaSfei RelnemnPhL'r^Se^^ "^'^ f"^''^' '^^^ Arbelten.dle 
i^nfg^^iß«" *iat,so duer??f Ä wo" Kar keinc'zM t* ''^^"vr" "'' ^^«^ ^^^»^6^ 

« -.um sich durch irgend elnl^^Ärfert'Jo'^^ oU as^t^oJdlener'"^^ ""^ ^'^^ 
Fruehstueck und AbendesIe^nlrTa rrN°"%^^^'^ ^^°- ^ äalzL? en^Ich vermute 
dort zu Mittag i8t,kann Ich ni^St SeS"ellS i"J'?'^V'" '^"^ «^^^^ Selb^^l 

Zur Information Hi««t r u j: ®^ ^°^ Slaube eher sehr wen^ f ' 
Rast 120 Ea^st 34 t^it^eet^T?eÄ^^'? ^7"" Schreiber ,dle Bei Xu Von 
Doli 8 pro Woche bezalt und(fuer:> fu^^« r ' ^^'''^ ®^^- ^^^"^ huebeches Zimmer 
bekommt. Die Mutter desXrrn ?auer Lf" f ^^ '^f^ ?°^^ ^°P^° ^'«"^^^ bcJSLt 
a_und zalt D^n 4:?nnn'i "h^:'^ ^^"i^!^^.^?_^'dchen (servant) zlbm- 



chen benuetzung und Mehrb^^^Btun^ hL «^^''f ^'^'^Pllcation oventuel wegen Kue 
3 zu vermletenle Zimmer lh;SoSliar%frn?J^^'*'- ^''Itr '^' aueh^dass fuer 

2 ) dass sie sich dann nur auf Mietun« einer Wohnunr- r^nr, ^i« v -* 

Dollars 800 { „ehr oder weniger ) eSLssen ^ °'"^" ^°" "^^'^^ 

ffl^^v^^^o «^Si' '^"*' ?^r die. Vermietung eines Zinimers^im alleraeussersten IJot- 
rall von 2 einlassenjnlr siilieliiL abui - bliüBWf imt ' uin 6 ^ ^" "°^ 

um doch fuer andre Taetigkelten etwas Zelt GeBrlF^u haben. 

*8oh^«?nh ^"r?''^^''^ f^ ^'''''' richtig finden, durch Geben von Mittags und Abend 
tsch sich das Leoen etwas zu verbilligen, wenn dies machbar ist, 

nicht p^itiv ob dl? S^^orkSr mSver^ d^^«^''^^''^ ßewaehren. Ich weles 
Staedten weia« 1 oh ^c ,.::i:rfr.. "V^övereln,dieß auch ßo handhaben von andern 

^t)edina; 



< 



Fritz 3 Air Mall 4/6 19+0. 
d^esbezueglich bei d^n dortigen Hllfsor^anlsatlonon vorstellig worden und 
alt allen einer Prau zur Vorfuegung stehenden Eindruck machenden üeborzeugunöß 
toi tteln, hinwirken, daSB, wenn ihr schon kelncräiei materielle Untorstuetzung 
bisher gegeben wurde, wenigstens ihr dlose iiir^leichterung bewilligt werde. 
tB Ist ja nicht besonders erfreulich^dass durch unsere bisherige Intervention 
Ihr scheinbar die ganzen juedlschen Hilfsquellen verschlossen worden sind* 

Ich glaube;eB ist auch ein Vorteil, wenn s-e nicht mit ga.' 
zuviel Mobiliar belastet ist* Denn trotz des PessimiBraus den Paul was die Ab- 
wanderung in eine andre Stadt mit oventuel besseren Erwerbsmoeglichkeiten 
fuör ihn als New York betrifft, an den Tag legt, glaube ich doch lass es ver- 
nüenftig ist, nach amerikanischer Sitte * Ihr habt es ja auf Surer Reise quer 
durch Amerika zu Eurer Verwunderung selbst gesehen» sich nicht mit viel Haus- 
rat beschwert zu halten, sondern mit nicht zu hohen Unzugskosten beweglich zu 
bleiben'. Wonn Pciul durch Vertretungen dort sich, sagen wir auonevollst Doli 
10 bis 15 norauswlrtschaften kann, so ist dies schliesslich docn keine Loesung 
fuer Ihn. Er ist leider nicht mehr J uns ßönug um Y>a' z unten anzulangen und 
sich dann langsam durchzusetzen, aber da er doch Sprachen kann und doch ein 
Fachwissen hat, mueflste ör doch irgend eine Stellung notfalls aucii keine 
kaufmaennische zu erzreichen trachten ,wo er sich doch immerhin Doli 5^ bis 
tüO verdienen koonr.eh mueß3te,nataorlich mucöSlG er bei mancher eventuol anzu- 
nehmehler Taotigkeit daran vergessen Director Bfei Berric üroß Ltd ^cBOQun zu 
sein. Hat er sich schon in den grossen Warenh ousern ,dic fuer ihn doch ein 
geeignetes Gebiet waeren , ungesehen. Departemehtchef oder nur Verkaeufer dawoil 
schien mir noch besser als die SKholnbar amselige Vertretertaötißkeit,die 
einen weil f!?-Pt erfolglos, jeden Tag vom lieiien demoralisiert. Ich Uöere von 
so Viclc?n da;>s sie fUgendwic anterkommen and^ßich daß taeolicho Brot vordienen 
warvim sollte ilim dies denn nicht mooglich sein. Aber man mu^ssicih das '^lievz 
nehmen auch notfalls in boscxio idener Tc^etigkeit was zu voru-Lenon. A^ch Aaero 
die eventuol?.e transferirung nach einer der andern .taedte iinner iia Auge zu 
bfü-ialten und waere es sicaer nicnt schlecht, wann er sich auf Mbfealungon , 
die er sich ira Vorhinein verschaffen iQuesste zwecks Festsellon^ dov UüOglich- 
kelten auf eine kleine derartige Explorationsreise oe^ooen wuerdo. Alle Jene, 
die sich nicht vom Glänze der 'flfclLSuadt haoon bleiden lassen. sollen In den 
S\aedten des Interieurs ^äiatt eine ornae.irende Erwerosmoej^lichkeit goxondon 
haben. Du solltest ihm in dieser Hinsicht doch dauernd V7inke ^ebon and 
fuer einen derart^,s*e-n Versuch ?ilut nachon. <) /f*>^^'^/'t 

m^iiioi&mk).,fVira^ mir jetzt wo 



0f 



9 



^^7 4^ '"7 ^ --* 
die Lioeljol da sind 



und Geld kosten^ sinnlos zu sein. 

7/cnn Du auf Gruiid Deiner Erfalirung 



08 loch fiior 



b0330r 



L-clt^t, 



dans Sic sich eine kleine Wohnung in einen Vorort neiimon ,die nur Doli iOO 
kostet, DO bin auch danit einverstanden ,alßo ohne lait Llletorn zu tan zu haben 
und fuer nllc Plaene und Arl>eiton offen z\^. sein, vms sind die Koston elnor 
Ubersi^dJ-ung von einer Wohnung in eine andrj? 

Sollten sie eine wie von ulr boantra^tc ^Yohnung finden, bei der 
die Jahrecmiete cca Doli 3oÖ*--betrfiegt,Bo kannst Du fuer unB den 3 aonatl 
Vo"'ö<*.hus9 b0".r»len. Durch die freien L'onate bis Octoer wuorde sich ja diese 
diK 'JTlGto fu.or dio ersten 15 Ute auf cca Doli 53 pro Uonat stellen. I:M-;erhin 
auch noch ;^onug, aber ^^as sollen wir tun? Von den ucbrigen Ideen Bertha3^ 
die nicht a;.if ihre etwas onpfirdlichon Au£:cn einwirken (wie Oblaten, Badnor 
Kafi^oebonbons.^hat gar nichts Char.cen? ^as verdient Suse auf ihrem Jctzi^sen 
Posten? Und wieviel hat sich Paul durch seine Taotigkoit tieraus oarbeitet? 

Ist der Fr^of . Kaafna: v; nicht in der Lage auch seinen Bruder Ir^^endwie ?.u 
unterstuetzon? Mit Deiner x^nsicht,dass unsere Co^uplebe Aktion fuer die K?e, 
dazu beigetragen nr<?,t sie ,resp Paul weniger energische Impulse fuer ins Ver- 
dlenenkoicnen habon lieso,atiiriTne ich ue.ierein.Wenn ihnen das '»^asöer wirkllcu 
an ^erv Mund lieflrhaebte er wol sich zu irgend einer Taoligkeit ehor enbsohlos-» 
sen. 

■ Die Moeoel ix\ eine private Lagerun ^ernenaung zu geüen,nachdcn sie verzollt 
hat, glaub icn nicnt viol 3inn. Das z'aer nur dann zu tun, wenn eine Untoriiandlung 
fuer Uebercdodlung in eine andre Stadt an -^qt Tagtisordriune, stuonde. 

Es ist fuer .mich sicher nicht leicht, so aas der Ferne, airectiven '"' 
geben. Ic glaube Trl^ hcndeln richtig.. Vonn Du mir i '-e^'d was Kol;ob zu unl^v- 
breiten^ aBT.,ßo will iVn dio £.ach weitere Ideen ^urnc mit Dir beraten. — vV^^-^ 
BeiJha noch Paul nahmen mir in der letzten Zeit ucüor das Problem gesc/vrtc^^o^ 
und bin ich ihn n ^^^f deren letr.te Brief vom 25/3>eüonso wie auf 5. 



Fritz 4 Air Mail V^ ^940 

SusGS Brief aus gleicher Zeit noch Antwort schuldig, 

Schneiders, Auch In dieser Frage gehen wir d' accord? Ich habe Dir in 
meinem lotzten~3rief schon gemeldet ^dass Italien den naKh S Domingo Auswandern- 
den kein Transitvisum mehr gibt , Trotz der teatralen auf Nervenzerruettung 
eingestellten Maassnahmen Italiens, die mal den Eintritt imminent/mal etwas 
hinausgeschoben scheinen lassen, rauessen wir dnmit rechnen. da® lAitte Dieses, 
wenn die Ernte in Sicherheit dort ist, Musseline sich ins Abentuer hineinstuerzt. 
iJh wuerde an Deiner Stelle feststellen, wann der Termin ablaeuft^an dem Du 
ordnungsgeraaess unter Rueck^abe der vereinbar: en Doli 400 stornleren kannst 
und wenn sich bis dorthin der TTeg nach Italien zwecks Eins chlff ungsmoegl ich- 
keit nicht positiv geoeffnet hat, - woran ich auch, wie gesagt, nicht glaube- 
auch die Einreisebewilligung fuer Leo stornieren und worden wir schon spaeter 
sehen, was sich fuer die Beiden, wenn guenstigere Zelten erscheinen, machen laessto 

Beckmanns. Gestern erhielt ich einen ausf. Brief von Lili ddo 7/5 • 
Sic sind wankelmuetig,zaghaft/i>agen das Bekannte ihnen raten nach den UbA zu 
gehen, doch wissen sie nicht sich zu raten, jetzt nach 15 Moanten Aufentnalt ans 
Weiterwandern denken zu sollen, Sie haetten nun wol jetzt einen 3. Coiapagnon 
gefunden. Zoegem aber, da sfe nur einmal das Risiko eines Versuches, was zu ma- 
chen , auf sich nehmen koennen. Von Roubitscheks sind sie ohne Nachricht seit 
Laengerem. Ich glaube dieses Problem muessten wir einstweilen dort lassen, wo 
es ist. Ich riet ihnen, wenn es sich machon laesst in einen kleinen noordlich 
gelegenen friedlich liegenden Ort zu gehen, der militaerlsch nicht interessant 
ist. Dies noch Samstag den 1/6 luftpostlich . ''Jot^en 

Stefan. wegen welchen si sich das Herz abessen, da nachrichtlos ,nun eine 
angenheme erfreuliche Nachricht. Ich habe soeben einen vom 25/(AatierTi.N ALoO 
e Tage alten Luf toostbriof erhalten aus dem ersehen das er gesund und wolbenaltJQ 
ist und gebe Dir in der Beilage Abschrift dieses BriefeSo Ich sehe jetzt in 
Suedamerika momentan keinerlei Einwanderungen offen. Schon wieder haben wir 
einen neuen Pazlenten. Was soll n"an mit ihm geschehen? San Domingo? R.s.v.p. 
Briefbcstaeti.^.unF>on: Bitte sei so lieb mir iiniaer mitzuteilen, welche 
Brief Du seit Deinem jeweilig 1 :tzten Schreiben von mir erhalten hast. Es 
sind jetzt stets allerhand Mitteilungen drin, von denen man gerne wuesste,ob sie 

Dir zugegangen. ^ ^ _ ^ .. , , ^ 

Rots u Ludwig. Ich she dass Du fuer die beiden i^rste-en Mexico be- 
arbeite stTT3i3F"h^ngt ja auch ihre Ausreise falls gelingend die Visumsfrage 
erledigt ganz in der Luft u ist ja fraglich, ob Llse den 1 Desoe dazu haoen 
kann. Ludwig scheint sich, wenn er nicht ans Auswandern denkt, jeLzt offenoar 
mit den neuen Buergcrpapieren sicherer zu fuolen. ,r, .-. a x^ 4^4.« 
Moebel mit denselben muesst Ihr halt Geduli haben«. Vielleicht ists 

besser so. j. a - 

Effecten es tut mir leid^dass auch Du ein Opfer der so ueoerorieoen 

amerikanischen Effecten Baisse bist. Was soll ich sagen ,wo meine guten hol! 
Elev Papiere ,die einen grossen Wert darstellten, ein ausgesprochener non- 

valeur P^ewordcn sind« 

Kann Fel ix und Llse mit den Kindern nicht nach Westfrankreich hinueber. 
Es ist bedauerlfch,da3s sie sich nicht fruehor fuer eine gute Ausreise die noetig 
Visen verschafft haben. Llse war ja sonst fruehor immer so aengslicn und vor- 
bedacht? T^ . ^ 

Lili werde ich sofort luftpostlich Stefans Brief woitergeoen. 
Da ich schon seit heute fruoh an der Maschine sitze, wirst Du begreif en, dass 
ohne unsere andern Sorp^enkinder zu streifen, ich nun diese ZeMen schliesse, 
damit sie noch die Luftpost von heute erreichen und bin mit den innigsten 
Crruessen fuer Euch Alle Euch herzlichst u^aarmend y? 

Euor 
1 Beilage« CX/^^ 



/ 



Prltz 3 



3ü/5 1i^40 



die frage der Aufbaut aetlgkeit fuer Paul ,kann sich Bertha schon Irgend etwas ^ 
verdienen und was Ist mit dem complete Scholarship von Suse? Konnten Sie slch^ 
fuer die Moebeikosten einen Belt^rg vom Hllfskomlti herausfetzen? 

Italien macht Transltschwlerlpdtelten fuer die Auswandere r nach San 
Domingo» Elnoneue uns wegen Schneiders treffende Compllcatlono Ich lese 
soeben In Heft 5 der Juedlschen Wochenschau ,Buono8 Aires, vom 24/5 Folgendes 2 
" Das Staatsdepartement In Washington gibt bekannt, das s die italienische Re- 
gierung den Antrag des doralnloanischen Gesandten abgelehnt hat,500Juedlschen 
Familien das Transitvisum zu erteilen, die sich am Freitag (24/5) nach San 
Domingo einschiffen wollten« Der Joint teilt mit,dass die ItalienAche 
Regierung sich grundsaetzllch weigert, deutsch Juedlschen Auswandern dao Tranalt 
Visum zu geben» Die Juedlschen Stellen haben vor der italienischen Regierung 
Ptotest gegen diese Maassnahmen eingelegt und gef ordert, dass den^^ deutschen 
Juden nicht dieser einzige Weg ihrer Auswanderung gesperrt wlrdo' 

Diese M<iaß8naiame mag wol nicht mit der Rassenpolitik zusarnmen- 
haengen, sondern wol damit, dass Italien mit Ruocksicht auf sein offensichtlich 
imminentes Eintreten in den Krieg, bereits Jetzt seine Ueberseefalarten einge- 
stellt hat und daher darAif verzichten will, die deutschon Emigranten in seinem 
Land ansammeln zu lassenaWie es auch sei, schafft dies eine neue Complication, 
.der zu begegnen ich von hier keinen richtigen Weg sehOo Vielleicht beraten 
ßich die dortigen Comitees ,wa8 wir in diesem Falle nun tun sollen» Die ob- 
erwaehnten 500 Fluechtlinge bef^-anden sich laut Bericht der Funktlonaere des 
Evian Coraites bereits in Genf und wollten sich mit der s/s Neptunia einschlf^ 
fen« 

Beckmanns Ich habe gestern eine Luftpostkarte von Hermine vom 21, dieses 
Monats erhalten ,dio also eine sehr nahe N^richt darstellt. Es ist darin kein 
Wort er waehnt,dass Emil u Lill irgend welchen Maasnahmen ,die ihre Freiheit 
beirxenzen unterworfen wurden» Auch aus den hier publiclerten Unites Press 
Meldungen ddo 29/5 geht nur hervor ,das8 den 63000 Deutschen und Oesterreicöern 
denen das Concenjirationslager erspart geblieben ist, nun nachts von 10 »30 nachts 
bis 6 Uhr frueh zu hause bleiben muessen» Also wir haben Grund zur Annahme, 
dass Beide frei sind» Bei der heutigen Kriegslage ist es wol ein Unglueck, 
dass wir eine Anzal der Unsern in UK haben, aber ich glaube ,bestaerkt auch 
durch Deinen Bericht, dass sich da momentan nichts machen laesst» Ich hoffe, 
dass es gluecken wird, London von ganz ernsten Ereignissen freizuhalten» Jeden- 
falls habe ich am 25 ds luftpostlich an Hermine Heddi und Lili/Emil geschrie- 
ben, slch^ wenn fuer London ernste Gefahr im Anzüge scheint, wo moeglich noerd- 
lich zu begeben, um an einem kleinen ausser der Gefahrenzone stehenden Ort, die 
Entwicklung der Dinge abzuwarten . Hermine fuegte ich bei, dass wir ihr fuer 
die kleinen Uebersledlungskosten aufkommen werden » Wie die Dinge stehen, 
koennen wir im Augenblicke ^iauh ich nicht mehr tun,, Wenn Du irgend ein weitere 
Idee hast, die meinen Rat verbssert,so Instruiere sie und lass es mich bitte 
wissen» Bisher sieht es so aus ,wie wenn Lill und Heddi ein zwangweiser s^Jour 
auf der Isle of Man erspart bleiben wuerde» Halte mich bitte ueber die Lage 
aller Unsern welter au fait» 

Einstwellen muessen wir annelimen,daös der so pochige Stefan in einem 
Concentratlonslager in Norwegen sitzt»Die Deutschen gehen so auch mit allen 
Emigranten, die sie in Belgien, Holland hopp genommen haben, vor »Hof f entlich 
dreht man ihm keinen Strick dar aus, dass er dort Air Graft Ward war o Das waere 
natuerllch fatal» Der Nachrlchtsraangel sollte \ms eigentlich nicht schrecken. 
Als ich Ende November 1914 gefangen genommen wurde , dauerte es öMojmate bis 
Euch eine Nachricht, die ich Euch ueber Italien zukommen Hess, erreichte. Wir 
muessen also hoffen, dass er safc und sich nur nicht melden kann» 

Was hoert Ihr von LlesS Doszoe und Ludwig», H at Letzterer die Buerger- 
paplere bekommen und kann er momentan es darauf ankommen lassen zu bleiben» 
Die eigentlich ueberraschende Wandlung der Haltung Russlands gibt doch Hoff- 
nung dass es Italien sich zweimal ueberlegen wird Jugoslavien anzugreifen, da 
es dann ein Eingreifen Russlands in die Balkanm^lie erwarten muss,was Musso- 
lini, der fertig gebratene Tauben sich in den Schoss fallen lassen will, nicht 
so recht passen kann» Wohin hat sich Felix mit Familie begeben und habt Ihr 
noch immer die Leitung der Dug. Sache fest in Hand? 



-^\J 5 «940 



Fritz 4 



Verrechnungs Conto Ich uebergehe Deine -«»rmlt^Delnen Zellen vom 3 dB gemachte 

Recapltulation.da sie Ja mit einem Saldo ^«fä^ii^^^iI^^Jcli SesonJe^fau? 
auBelnandergewbzt, nicht ganz richtig ist. Ich ^ei^wf^^f^^^^f" .mflerer Verroch- 
:lon Dir mit :.iGino.. Schreiben vom 24/4 gesandten ContoAuBZUß unserer J^errocn 
nung al 1 Januar 1940, der auf Grund aller bisher gemachten Auf£,aben una i^e 

mlttbrungen melnereeitB eine Saldo von -„„,„* H<n-7ii tritt Deine 

Doli 2«6.- zu meinen Gunsten per 25/4 aufwelBt. "xczu ^5^^" ^;';": 

mir mit oberwachnton Schreiben vom 3/5 gonachte Ruock 
?erguetung wegen Storno der Markueberweisung an Hella von 
" 15., 80 dasB mein Guthaben bei Dir per heute 

Doli 2et..-_ botraegt.una erwarte ich Deine Ueberelnstimmungc 

Heminene Brief vom ./5 und Karten vom fA 28/4 und ^^^^P^^gf ^^/f 
21/5 ■S T nr' Srf reulichcrwelBe ziemlich gefasst undj^lativ ^^^fj^ ^^^5^?^ 
Tage In London von LH Is Emil sehr lieb aufgenommen, ebenso von ihren aiten 

Tch Llll :md Emil fanden ^^^ Janz ^ut beiBa^^en w J n c^^^^ ^iSJ^SSt 

^/e^At^ie^tiarrirt ^ic^ ruSg^g^fi^Ta^Sr erwarten Alle .achrlcnton 

von Stefano „ •• . ,^v,+ «mVi^n Thy ^uch vor der nun komraenden 

Hitze .etten^;^rirtr^?cSrk!;ftS"EicrSShfu;;s"SSd Eure andern alten Freunde 

wertvolle Typs se^en.^^^^^^^^ -^-.T^Lr ero^rfi^t Sf^rVci^^n Serem 

ist nun bemueht sie herzubringen und hat f^J'^^^^J^J^^^J'^ni, ausquartieren 

Falle ,da er seine alte Mutter (73 if^^^^^^^^i; ?: der Wohnfrage zur Ruhe ge- 
muBB.was mir natuerlich,da ich Staubte endlich in_^derjonnirag^^^^g^^^ 

kommen seln.recnt contrarieri.. '=^"^^*''"^.„S Monate vielleicht doch der 
d?ri?nreis4,aber dies kann Innerhlab J f ^^J J^S^^J^ou suchen muessen.wovor 
Fall sein . Ich werde also "^i^/^^^^^^^^^ ^^Swer hier etwa cultivierteB nettes 
mir recht mless ist, denn es i^^„^^^^^^^J"wohnungsvermletem zu finden. Dann 
i-erfrcS rue^?!^ch"^uS Teh^ d^irtl'^cS ^rShtl| unterzukommen. doch das wird 
leichter sein als ^^^.jrSSre^P^^^lichen Dank fuer^I^^^^^^^^ 

Situationsbericht. Deine Avisen ^^^ 1^^^3^5tnn de? Tat der Fall ist. 
limer groessere Jachschriften jermuten a.s Jxos^in^^ ^^^^^^^^ ^^ ^^^ ^.^^ 

Was hoert Ihr von Herii,J.a^ 

ac'ne weiteren Plaene? Gruesse an ihn. ^„„^„„v^^^ich. Ehest wieder Eure Be- 
se.ne welter ^^ ^^^ ^ °^al recht ausfuehrlic.^^^ ^^^^ ^^^^ ^^ 



3e.n. ™.....^.^ ^^^ irinnTS^erS^uirs ru^d Um^rm^een fuer Euch Ane 
richte erwartend bin mit den innlgfl.en uru 




P.S. 
Ich lege Euch He Absc-.hrlfb oinoa 

Sra&ich^u-seln -. Vielleicht liesse sich dort fuer ^J>^^^ ,,^,,, 
«..eiirs "kafnrt^- ?- '^^^^^'^^S^ herzlichsten Grueeaon und 
■^"'wu^nschen Slesen Bericht beilegen. Herzliche 




BT\ef auP San Domir^ßo ( Juodlsche Wochenschau 24,^5 Buenos Aires ) 
!f Die Ar.tlllor- Insel HAITI ist in den Mittelpunkt dos Juod-schen In- 

teresse. serueckt.Ein Statt, von dessen Existenz no''^7°^*«!J^2;en Jahren selbst 
aebildete haeufig nichta wus8ton,dlo dominicanische -Republik, hat aurcn ein ^roas 
an«, le^^tes Sledluncswerk dieses Interesse erworben. Dieses Angebot ist um so 
SSerken8wert«r,als das ^obiet der Republik mit 50000 Quto .nur o in Fucnftel 

de? Sroesse Preussens hat. Die 1,5 Millionen ^1"*°^"«^.^?;^?^ »J^ DevoeJkeriSr 
aus ffiestlzen zusammen, waohrend Neger und Weisse Je ein ^^«''^^l der Devoelkerunb 
^or^.Toiio« 1920 'ab es nur 8 juedlsche Pamllien.neute wohnen in der Haup^tstadt 
450^udi?^<ile bereits eine Gemeinde ßegrucndet ^aben ein Gomeindeblatt heraus- 
hoben und letzt auch ein HilfsConit« unterhalten.— Diu Spanier, die die Insel 
Halt? U92 ihrem Reich einverlelbten,haben sie culturell weitgehend beeeinflusst. 
So iJt die änSesspraShe noch heute Spanisch. -- Dio Hauptstadt San Domingo 
wSrde von Columbus« Bruder -egruendet. Nachdem sie von einem Erdbeben verwuestet 
wurde baute mm sie neu a.if und gab ihr den Nanen CIUDAD Tx<UfILLO. "-von 
;>: -^ftü ooo Kinwonnem hauen nur 5000 den Standard eines euröpaexschen ..rbei- 
Ihren »O.OOO Einwohnern aaü^n nur 3 diesen Standard. 6 Staedte dos 

J;af habeHehi'i^s'^iSoSrilnwoSner^dar-anter Santiago de^oa Caballeros mit 
36000 Einwohner. ^ herrscht das typische T^openklimav-'armfouchteLuft 
bei nur aerinv^en Temporaturschwankungen. Aber die Hache des «eeroa ^^'^S^^^^^^|1;^J^^_ 
Tic waerSsleS ?aüo ertraeglich. In Ciudad lü^ Trujillo scnwankt der .auosdurca- 
pphnitt Iwisc^en 16 und 32 Cxrad Celsius in den einzelnen Jaha-oszeiton. 
schnitt ^''^^^■■^\ll^^Jl If.^^ ^, 1„ S.^n Dotaingo praktisch keine Tropenkrankheiten 

Ber Schutz gep;en Typhus und iialaria ist so voll kommen, das s der i-lnwanderor i.el 
der Beachtung" der sanitaeren Tlotwondlskelten gut geschuetzt ist. 7„^vor-'' 

Die Landwirtsciiaft in San Domingo ist gut cntwiokelt. Zucxor- 
plantagen im Sueden haoon eine Rohrzuci.orindustrie entstonen la^aen wac;..rend 
in Korden Kaffee, Tabak, Kakao und Getreide öeaogcn werden. Bemerkenswert l.t 
aSch die Viehwirtschaft. Der Veraucxi das ^and durch seine Reichtnucnor staerker 
7 u entwickeln hat dazu gofueurt ein Wegenetz planaaeseig ar:Zulogon. Die oeffent- 
Uchen Eisenb^nstrecken erfassen zwar nur 260 Km ,aber modern.- Autostrassen 

verbinden die Hauptstadt r.it der Kuoßte. „.^t„i „irr.T t rinr. 

Induatriell ist das k-ind naturgeaacas nicht entwickelt. Hur 

derElKenbedarf hat kleine und zawellen mlttelere ßotrieuc ontsto.ion lassen. 
D^bol waerc eine ind.»atrlclle Entwlcklungsraooglioiikeit allein durch die nlch. 
Sor?igenVorko"Sen von Gold, Bilber.Elsen. Kupfcr.Kohlo und Sal. gegeben, 
geringen ü iTaolirungstechnisch ist die Republik den Vereinigten Staaten 

anReschlossen» ^ , . x^ , j^« 

Dio Wohnungsverhaeltniase gleichen den argentinischen, da die 

Wrthniintten im soanlschen Styl erbaut sind. „ , , _i^4 

Wohnungen xm bij q^^^^^^q^^ Sorgfalt nat die Regierung den Schulwesen angedel- 

nen laesen.das sich darch seine Grosszueglgkeit und Fortschrittlichkeit aus- 

Im SiCsiluriGSprosraiiiia der Ile£siGranß,daß lern -^afbau des Landes 
dienen soll, worden die Juden eine bosondero Rolle spielen, da die Re^ieruns ge- 
willt ist den juodischcn Siedlern volle Unters tuetzung angedeiiien zu lassen.- 



TUE COMPANY WILL APPRECIATE SUGGESTIONS FROM ITS PATRONS CONCERNING ITS SERVICE 



1280 



Class of Service 



This is a full-rate 
Cablegram unless its 
deferred character is 
indicated by a suit- 
able Symbol preced- 
ing the address. 



western union 
cablegram'" ' 




SYMBOLS 



R. B. WHITE 
PRCSIDENT 



NEWCOMB CARLTON 
CHAIRMAN Or THK BOARD 



J. C. WILLEVER 
FIRST VICK-PRKSIDKNT 




Deferred 

Cablegram 



Cable 

Night Letter 



Ship 



Radiogram. 



I94U Ml Ib AM 9 5/1 



Received at 

NAjii CABLE«MONTEVIDEO 6 15/1016 

CC UNGER= 

PARK CHAMBERS (HOTEt) WYK« 



m*^i^m^'-j£x<^ 



AGREE BECKMANSs 



THE QUICKESr, SUBEST AND SAFEST WAY TO SEND MONEY IS BY TELEGBAPH OB CABLE 



i 



By Aiirmail 



-^aoj/rtT) ÄJaxIoII^i'Xali 



Lieber- Ai'turo, 



Aul' meine. Briefe voiU 18» , !^J5, unu 2;;^* ^r^Narl^ ich noch 
Deine RiieckaeußStJinin^-, spezieil riie oeXographische auf 4ie beiden 
letztenvaehnten vef^exi KaufiOcinns und hecici'ianns« 

Seit» iiel^ier.: iet^^ttin iiab«^ ica zu meiden i 

!• Frau -^-^ubitr^cliek verj^taendi^r. micü, aass b±e keine 
Haftu:i£- u'dberne'.uiien koenne, weil si« an^'^^^biicn voilKouiriien mittei- 
lo?? s.-:ien unci ihr LTann eine S1,e.Ue ai»"^ /irbeitei' in eiiier Handschuh- 
fabriv erst suche» '7as tun? Ich aabe inline Meinung ausi.uehriich 
dar^reiegt unc 3ie gixt aacn, v^enn vz-Li' von Beckmanns Ver^^^vandten * 
kein<? Unter stuetzung bekonünerf ■^ecUa-^n-ne 'rQTd<^:i uns wenn wir sie 
in Ensland lasr.-^n, f^rMeior oder i>^.)cieter zur L»as t lalxan, weil sie 
dor^ .^agenwaertis nichts anfeinden koennjn una wollen. Du kannst 
Dir ausrechnnr., wann file sich .^ufjev/^aeen luiben waruen, £s sei 
dem ?i^ bekcmnen rTratlv'^quartlor iif eiiK-^ru Konzentrationslager. 
Ich waere dafuer, dass wir versuchen, ein Affiaavic ge^^en Vornahme 
eines Depotr. zugunsten dex* Beckmarinr> ?.v versuchen« VieU.eicht be- 
konrron vrir 6a c Affidavit ohne Garantie, wenn die Kaution groeser 
Ist. Ich reichte versuchen $ 1.000.- fUizubioten. Vl^H noener wuerde 
auch ich nicht g^'-hen vvollr.n. 

Ein weiterer Alai'Tiibrief aei* lieckmarxne ciuo x6o ist mir 
heut^ durch einen dieser Tase aus 7.ri^land ein^'ücroifenen Bekannten 
der Beckme:^ns zugesteckt worden» Ica ' in ieiaer derjenige, auf den 
der nrück in erster Linie ausgeuebt \vird| und .rw:..m aans^r nichts an- 
de-'^es tun| als ihn an Dich welter^ebem. 



T-31: 



. f 



2. Kaufr.anns: nichts Heues. '!^:nvarte Deine Depesche Jeden 



3. 



Der Versuch euren Glaan^ir' xEexla Schneider etwas Geld 
?:uko!n!Tien zu l?.s?>an, ral .^iun^ven. Eriialte heute sro.n^» na,.ative Depescte . 
Fir Ir^tr^tp-^ •''ersuch, curch eine r5ank in JugCwlavien, bei der wir ein 
nur 7,u '7a-'Uun,--en nnch 6em Reich verwencH^tres Konto besitzen, Oaeuft 
noch. Dann bin mit ineineiE Latein zuende. Viülxeicht finüest Du einen 
Weg. 

Wegen Dominpfo erwarte noch Deinen Bescheid. Nacndem ich 
nicht sehen kann, wie sie selbst vienn Leo freigelassen werden sollte, 
das Land verblassen (die Italienische Schiffahrt ist doch eingestellt 
und der Weg ueber Finnland oder Sibirien ist doch recht problematisch), 
waere ich Jetzt dal\ier beide Visa canceln 2,u lassen, wenn Du mir nicht 
Gegenteiliges drahtest. Die Frist ist Jedenfalls bis Anfang kommender 
Woche, vielleicht kann ich sie einige Tage hinausziehen. 

Mir genuegen diese FBeuden. Feben den anderen Unannehm- 
lichkeiten geschaeftl. Art etc. und neben dem Entsetzen ueber die poli- 
tischen Ereignisse. Wegen meiner Moebel in Paris seit einigen Wochen 



iJ 



lA iE 



ein verzweifeltes Ringen mit Hitlers Voimarsch auf Paris» Die 
Wiiggoa^ fu<ir den Abtransport nach Bcrcieeiuc sind aeit 14 .Ta^en 
niclit äu be scliaf f ent 



Her£lichsle Gnieese 



Dein 



''lil -nlan» luA 






t nt)i-'j--'äl JJc» iJ^-'- t-Mj.- ii ii-.>o-v 



^ij. r^^ixi-en J'xec] 









^j. 



1 lifi . M iiC'i-o ^ox 






• •x5 






..;^;3iJnjyuo 



i(;J:J-'xr.up3i:J'S''.ff> n 



*ieaec''-r noxJJUi>;i e»!!; xitraw «...^.^le-c -.*.^ -^ . . .. ^xA ^r-h ^/r j -"H 

^^m J-&i -c. o...u an. . . • tt^i^ 'levxös.^iidxA isieJ-xew nid ^- ""■ 

neJnriii^eff ir ^^Ot>yiX9 . ": e-^i^^ ^te^zb r:--^- tot-j -tL-:: 

neb 'tJj'^ ,.>: xnf>t'i^^ ^.sivX^a .la ol •.Tsb'xow J-:^^03v*20i:.u^ r-r 

-na a^rclj.ii -^.i-^j ni r.vTjü ,b*iiv/ Ja^U£.j33i;ß einxJ rcsJeie .Ti >.0i7iC.^^u. 

• i>fc'dt)a*:eri9w noxC »^^ rr^l ^Ir: t^'^t ^s^-^b 



nebsi, sno^i i üriie-!_ 9j-i:)vn:j^ 



fci i: > 



•i -z^rioin remio;n1i;£0J #2 



.^T 



^ -t' ^ yAiJ^i 

ixe ua J-asiuiil ^^/f^^xe j.it;i:V ^v^rio^ja: ciieJ-ßJ r^nlof" Jim nie; onvJ .cioon 



ble*> asv/j8 i9bi:exirit>c^ ^X- 
• Sffoaaqea evxO£..öfi en •.•'o -c' n 
ni3 liv/ 'lOb i'w*- <**t?iv;3X . :>a 

J-'ix/e 
nen 




Moa 5ib ^edex; riescTsaJa:! meb aedsfi bau io:^e cTtA .IJ'teßnoa^^s necTie.Hxloil 
nerfooW nsaini» cTi^a ex'Tßq ni 1-icJt.oM tenieni naa^W •eaBioäiai^i nenoaij- 



N9 Vi:;yoi 



L TWtaTVSf ! ! 



U.S.CUBItBnSY 



;MTE BA8E0 ON 



Impuesto Pagado 



TO. 



APTIIUP EUSTEIH 



»{Fi VE HUNPREL POUAP. 



NBW YORK 




SW¥Ü^§C 



i 



Pay to the order 



of Dr Friedrich Unp;e 




Montevi 



.th May 19^0 




per s/ß Brazil 
Recommandlert 



Montevideo 



,aia 5 



Mai 1940 



Lieber Fritz, 

' Ich crl alte soeben Dein Luf tpoßtsohreiben 
Vom 3#ds, und bin eigon>iich ücbor dio Chicane Deiner Bankorß orßtaurit, 
denn ich habe schon eine Reihe von an meine ^rdre von der Nat City 3t,nk 
auö£;;estellton Checks so giriert und sind sie Alle ohne weitere Recloiaa 
tion in Ordnung gegangen. Dies fuehrt auch hiezu,daßs man ge^^on alle 
Handelsusancen seine eigene uebliche Handzeichnung um den dortigen Forma- 
listen genelira zu s ein, fael sehen muss,denn die neue Unterschrift ist nicht 
meine commerclelle Unterschrift^mit der ich Briefe oder Acte zeichne» 
Es gibt Ja auch viele Menschen Jdie ueberhaupt eine unleserliche, allgomeln 
anerkannte Unterschrift haben, selbst Bankdlrectoren zeichnen meist mit 
solchen Kratzefuessen, Wie stellen sich diese Noergler dann zu solchen 
Unterschriften i 

Anbei wider der Check mit neuem Giro, hoffentlich klappte 
nun. 

Heute Brief von Hermine vom 2/4 erhaltent Sie teilt meinen Standpunkt 

Vollkommen in bewuester r>tudienft-aget 

Gcßtorn an die 1 Annie ausfuohrlich geschrloten 

und Duplicatcheck ueber Doli 500.-per gleichem Dampfer rec. Euch gesandt« 

Original erhieltet Ihr Luftpostlich am 3fdö. 



Beilage: 

Cashiers Check No K T 1?532ö ueber 

Doli 21c, oe ausgestellt 14/tO 1939 
von üieriTaTionax City Bank of Ilev/York 
auf sich selbst* 



.r aal dio Unterschrift des^Assistant Cashiers 
der Hat City 3k auf meinem Check an. Ohne irgend 



Schau Dir 




welchen Stempel, noch Aufdruck hab ich auch von ihr 
diese Hyroglifen als giltig annehmen muesBcn, 

Der am 3.ds. Dt gesandte Check von Doli 50C,- 
ist auch mit meiner normalen Unterschrift ^ 
(A Ebstein) gezeichnet. Hoffentlich bleibt uli 

Deiner Bank haften 4 

Dein Giro stimmt Ja auch nicht mit meiner 
Ordcrclausel. Soll ich, um Dir mit diesen Leuten 
Scherereien zu vermeiden. in Zukunft Checks nur 
an Ordre ** F» Unger ^ ausstellen ? ^ 




F.U. 



!J 



By Airmaii 



29 »Mal 1940. 



.^' *-Kfi^ 



-r 









Lieber Artur, 



Nachdem ich Dir gestern die Kopien meiner Briefe 
.n ««ekmanns und Frau Itoubitschek geschickt hatte, erhalte ich heute 
n^in« SiSe vom 30*17?; 9. und ElTMai. Da die Sache Beckmann dring- 
JSh iS uS von Sr hjaterisc^n Lili^ noch dringlicher gemacht wird 

CaSsaerden in meinem Brief an Lilii «rwÄe^^^.Bp'f'^r^J^S. J?i 
hJu?e einen Brief ddo 21.Mai, sie bombardiert «ich di^«^t mit Hilfe- 
rufen) , schreibe ich Dir sofort meinen Standpunkt i xn sehe in der 
S?Seiwei Seiten - unsere Situation und die der Beckmanns. Was un- 
seS Situation betrifft, ist sie in mehrfacher Beziehung schlechter 
IJiorden Ss sie im Febir 3ö. als wir uns in l^lfsani^e zusammensetzten, 
Sar. Die Lasten sind groesser geworden, als «^i^ipi«^*» Jof-JÜ*" .^ 
Srchias Problem Kaufwon und auch durch in der Sache Schneider. Mit 
Beckmanns hatte man gerechnet, durch die Zahlung «n^das ^.ondoner 
KJSTfSrtigzusein Snd das stellt sich audi als falsch heraus. Darauf 
werde ich noch naeher eingehen. 

Waehrend die Lasten gewachsen sind, sind Vermoegen 
und Einkommen zurueckgegangen, bezw. hat letzteres ueberhaupt sogut 
wie aufc-ehoert. Bei mir wenigstens, dem die Dollar f«B\^i«l^^ß ß«"^ 
tragShlben und am Schluss kam «i^Verlust an den Effekten, wesent- 
lich mehr als ich Zinsen una Krsgewinne verdient hatte, zum «lueck 
US meSer Zurueckhaltung nicht aufregend, aber ^ae Faktum bleibt. 
AuTüliropa sehe ich fuer die Zukunft fuer mich keine Einnahmen mehr, 
i^Se die jetzigen Verhaeltnisse andauern, und was dann sein wird, 
SJiiS^ich nicht, ich habe also keinerlei Ursache die Spendierhosen 
SzJzi;hen?Deäe Verhaeltnisse. keime ich ja nicht so genau, aber 
leider hast Du mit der Hollaendi sehen Lagerhausgesellschaft eine Dei- 
ner Saigon SnSommensquSllen und ein «roesseresStueck Deines Kapi- 
tal« verloren. Wieviel waren die Aktien voriges Jahr wert, ich kann 
Üth nt^r^to erinnern. Wenr. Du noch immer die Ital.Morgananlaeihe 
Sesit«?, mSss DU auch darunter ein grosses F^*^«*fichen setzen. Wenn 
w.nito lA den KrieF hineinPteißt, wird er den verfluchten US Kapita- 
?!^n doch Si*i Seiter Zinsen zahlen. Vielleicht hast Du noch sonsti- 
«J!^wo?S dS momJJtJi. wenig Freuae hast.Im Ganzen wird alse die Lage 
Si Dir auch, nicht danach sein,, die Brieftasche gar zu leicht zu oeff- 
. Sji.J?otz alier diJS? UmstaeAde moechte ich doch den Wunsch der B's 
nicht 8© ohneweitei^B ab tum 



.^ . i 



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.,'.-r In dem heute eingetroffenen Brief schreibt Lilly» 
Aass sie 200 £ cca verbraucht haetten, also muessten sie noch ueber 
So £ bJsiSen. Nachdem sie bis heute nichts angefangen haben, wer- 
JS s^eSSbe ich schon schwer ueberhaupt etwas anfangen koennen. 
T^i^iaSd wir* doch alles rationiert und kontingentiert. Fuer ein 
i«,2^T ^.n^iitteiSesSaeft. nach dem im gegenwaertigen Augenblick 
SSklich k?S sjiriSlichl SStSendigkei! vorliegt, wird dann ueber- 
SaJS wede? iSf f e nochZucker noch Kraftstrom oder weiss ich was zu 
hSbSn sSm Sie werden also, nachdem sie sich ein Jahr herumgezogen 
SSS uSd^s Oeschaef t nicht in einer Zd t gestartet l«^"»/^ ^le 
iSaBi(^ten^ch ^enstiger waren, heute, wo sie weniger Pfunde haben, 
d?e däeriS^£r^S?k;i?t 4in D^itl^l. iwüger wert sind, das Londoner 
Geschaeft nicht aufmachen, auch wenn wir ihnen aicht heraushelfen. 



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( .---!. 1< 



Das h«is8t| sie werden fortfahren, Ihr Kapital aufzueesen, u.zw. 
infolge der gesteigerten Lebenskosten in einera besclxLeunigten Tempo 
und nach einem oder anderthalb Jahren werden sie damit fertigsein. 
Was dann ? Es sei denn, Herr Hitler ist frueher in London - was nach 
der bisherigen Entwicklung nicht ausgesclilossen ist - oder sie sind 
4n ein Konzentrationslager gekommen. In letzterem Falle werden sie 
vielleicht kein Geld brauchen und in ersterem Falle werden wir tech- 
nisch iicht in der Lage sein, ihnen welches zukommen zu lassen, denn 
dann ist vielleicht USA bereits mit Deutschland im Krieg. 



■^ ^. 



^•m/ ■•« ^^ • * ^^ «^ «^ 



Was den Punkt Konzentrationslager betrifft, teile ich nach 
den mir zugekonimenen Berichten Deinen Optimismus nicht. Erst gestern 
ist mein Freund Sokal mit Frau aus England angekommen, wo er nur durch 
den Umstand, dass er die bevorstehende Ausreise nachweisen kennte, 
der Internierung entgangen istt Dabei ist er der Schwager eines an- 
gehenen Londoner Arztes, der in der ersten Londoner Gesellschaft ver- 
kehrt und dessen Frau aus einer geadelten Juedischen tagiischen Familie 
ist. Sokal hatte natuerlich die seinerzeitige Untersuchung mit "A" be- 
standen, nur wohnte er an der Suedkueste, die militaerieche Area ist« 
In den Militaerdistrikten sind eben alle RefUgees Interniert worden, 
jetzt ja auch die Frauen, gestern las ich von 3.500 Frauen. Das kann 
morgen, speziell wenn die Deutschen mit ihren Angriffspia enen Ernst 
machen, natuerlich auf das ganze Land ausgedehnt werden. Die Inter- 
nierung in England erfolgt tatsaechlich in humaner Weise (nicht so 
wie in Frankreich, vom wo man Skandaloeses hoert) und waere nicht 
das Aergste. Aerger scheint mir, dass die Leute ueberhaupt in England 
durch das Herankommen des Kriegs in Gefahr kommen, vor der sich die 
Beckmanns, den Heldentum nun nicht liegt, vor Allem fuerchten duerften. 



.» -^Jl 



Ich wuerde, nachdem wir fuer B»8 bereits einmal Opfer gebracht 
haben, es ablehnen, nochmals Geld herzugeben, um ihnen eiü Fantasie- 
visum zu kaufen, wie Domingo. Das kann ich trotz der Gefahr meiner Fa- 
milie gegenueber niÄt verantworten. Aber der Fall liegt nicht ganz so \ 
Lilly schreibt I sie waeren schon zur Xxx Registrierung faellig gewe- 
sen, haetten aber um Transferierung ihrer Nummer ersucht. Vor einigen 
Tagen haetten sie wieder nachgefragt und den Bescheid bekommen, dass 
ihre Nummern in 4 Wochen da sein vmerden. Ich kann diese Angaben nicht 
ueberpruefen. Wenn sie wahr sind (und die Zusage wirklich eingehalten 
wird) kaemen sie v/irkiich aemnaechst dran. Wenn wir ihnen das Affidavit 
beschaffen, und sie* herkommen, wird noch ein Stueck auf Ueberi ahrt 4tc. 
aufgehen und sie werden mit -sagen wir 200 £, d.i. zu den heutigen 
Kursen etwa-^600 $ hi^r ankoiimen. Daait koannen sie 6 Monate leben, aber 
nicht elrimal einen Zuckerlladen aufmachen. Und Stellung YdJ?d fuer 
Emil schwer zu haben sein. Also werden sie uns jedenfalls noch Geld 
kosten. Aber wie Du aus meinem Brief an die Frau Houbitschek gesehen 
haben wirst, habe ich meine diesbez. Ideen vorsichtshalber schon her-, 
untergeschraubt und niur mehr von 1000 $ geschrieben, die bei ^^v neuen 
Kombination (gekaufter Affidavitgeber) genuegen SDlltcn, um einen finan-j 
ziellen Background zur Beruhigung des Äff. Gebers zu bieten. Aussei'dem ^ 
habe ich Frau Roubitschek (deren Vermoegenaverhaeltnisse ich allerdings 
nicht kenne) eingeladen, irgendwie mitzutun. Auf dieser eingeschraenkte: 
Basis - wo uns unguenstigstenfails zusammen $ 1.000.- »lus 150.- Be- 
schaffungskosten erwachsen koennen, waere ich dafuer, den Leuten zu 
helfen. Ich bemerke dazu : mein Herz haengt nicht an Lilly, von deren 
Charakter ich keine gute lÄelnui^ habe, noch an ihrwn Gatten. Trotzdem 
waei^ ich eher dafuer. •• ♦^*" ^ - . . i: i 

. , _ , •... . '■. - .... ou^ .t 



VC 



-V 



A 



Arturo 23.Vt40. 



Auch trotz den Urnstands, dass wir nicht auch gleichzeitig 
Hermine und Landesmanns helfen, denen i(h lieber helfen wuerde, 
wenn sie in der gleichen La^^e waeren, ein USA Vieum in Aussicht 
zu haben« Aber Heniiine auf ilire alten Tage nach Domingo s&ü schicken, 
scheint mir schon zu fantastiöch, auch nicht einmal gewiss und 
von unbectiiTinter Wartezeit« Und Liandesmhinnß haben wenigstens den 
Vorteil, dass sie als Tßchechoßlovaken in England Allies sind. 

Dies meine Kinr'.telluiv; lu dem Fall. Da ich rechne, bald wieder 
von uilly ein Texegri^nan '/^\i bekoiiimen, where ich Dir dankbar, wenn 
Du mir Deinen lilntschlusr^ teiearafiecu bekanntgeben wuerdest. 

Familie : ist in (3iesen Zeiten wirklich Zores am laufenden 
Ba''id. 

Den Scheck h^jtte nicht meine Bpnk, sondern die Katcity Bank 
rafuesiert. Meine Bank hatte Ihn vervsacriev^aite entte^-engenommen, 
abBr £ileich geinutinasst, dars er retcurkommen wuerde. Aber jetzt 
eina beiae SchecKf^ giiUJoe Icn in OrcUiUn^. Ausserdem habe ich mir 
zuf^ elii.^ aw&i ein Konto bei aer 3^^t.tcit> aafgeiuacht, sodass ich 
dori SclK^ck auch ricrthin geben koennte. 

Mit bestf^r Gnj'ersen fii^r heute. Weil Du Dich in aeia letzten 
Prif^f ueber die Yn^rze eines rucinex* Briefe beklagt^h. st, bekommst 
Du ditamal einen lanren Brief. Ist .las aitgenehiiier ? 

l^r^liohst Dein 



^Aia geht es gea' üdheitlich ? Biet Du nicht persoei"uich von der Er- 
kra:.ikun2: der^F-au Rch?el-fe- botrolfen 






Reglstered 
By Air Mail 



Li ober Fritz 



Geitorn nnchmittngt V-^t mich ^cin Alriuall; 



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•uGckc .dten ^hcck !To ^'Z7^* uebcr '^^\ 



c.^.-rs -i^ar. ^.-ran nichts mohr ?/a ^oriacroOln ist. -.,4.r.r. nr^- 

-.oclonnnr.B vctrc-ord. Ich ornchto die :;t- „ ■-C„^rf^vr"r''.:l;:;T;°-' 



TT ^, V» - 



-na^ntcr'ilc ri^rclsc nacli^^on USA zu cn,.ocelichor., ^o-xolt, 



-, ^ ^ /> 



.onßciiOi 



w-.- wui eil. Bo-.-oiG lafdor ist.dacs die en^^^aoacu x^choorduu, .^ ^--.. 
die verlaooslichcn von den a.i/erlao.slicuen «^<^^^I\ ^^^>;\^j;^^r.r^^^^ 
sich in der. La^oru aicncru.dic ^^^l^ ^^i^^^^•^^":;;'ftire^^^^ da^f^n^- 

^^^^ .0 3ol. .omutct worden. -^^^^^.ft^ vit ^^t.^onc einLs',oln 



sich als wirkliche j 



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od * jdei* souBt dur..*i aln" 
■^^i dieser jele^^ouhciL c 
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l,m ^Tir iic Beiden ja auch auf unocß.>^^u;. -- --a er 

•.itte so'oSld dies 3Cscho^.e^,■xnd^auc■x uo-oci; Iciwuu^ ^ - 

.,i-. n . rucrurul. ^^ 7.,il u^vi Lili fdcr o.nc ...u...8e n....x dcu u-- ^it,oX 

auf dieser Quote so wxc dies al-v a.x^cu^xir ,.^ ,,-• pic'at ;.-iion vor- Jaiir 
zumindest 1 lA:J«lu;er. '^Ef ^^^l^^^f 'f ^^'^^^l^^C^.t ?1- w!o la:.^^ Zcxt .^^d 
und Tas eine ^^?-f^^:^^^^^^/^^'^^u und ^oo.t.hAelne aofa. 
"^ . ruu/'-": Fal^^^K^Sc^Si li'^don ^^onflict ein1..ton_^3oll o. derar l^e 






^■^o^ov.11 .T *-<^ ""- ,. '>^ . ^ v^-v-^'^L a"^ 1 dicaor Betrüficnen unter 

Hollar.d_^chL '^^^- /^^^S/^^^li^.^f ;,^lir-äffndon ls.,wonn ..o:. auch nur, an dic 
dcnon sich a-ou .aanone f'^^'f'^.;-'" .! cntdotzliüli Tra^r^o^i^. Ne.>enuc^ uxu 



v/eisß 



die 



in 



» *^ -' — ""^ 

den Grund und Boden 



':rio£sendc abzuwarten. 



D1080 Papiere trußen Immer sehr gute Zlnsen.waron »^«^^«^^J.^J^" 
Jahr auf 40 $ ihres WertoB seaunken und Laaaa^^r.e -ab schon ^eit uan^< 
nur nominelle Cotatlonen. Man hatte eä dadurch leicht. daß foltere Rlslco au 
lauf2n7so kostet auch mich der Uoborfall auf Holland olnon ordentlichen Batzen 

^^^*^* Die deutschen Erfolge niuessen unsereins ßan. kleinlaut machen S 
«ind auch in Zeichen de.fuer wie schlecht voroereltet ^\^ J^^}^^%^X^^^V:^,\^y' 
JieseJ Kriei Goat^llt haben. Man mues alch fragen, wo blieb der l^^^l'^J^"'^|!,,^or 
qi^v?^e wo las Bureau No 2 wo die Militaerattachis, dass man von den 30 T Panzer 
ra'J^tn'd^'Sr MSjrnicht4 wueste. nicht rechtzeitis Uonuo,cnd schwere Ar 11^ 






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3 



ie?ie als entsprechende Abwehr schaff te.nichta davon wusste^da^^ 
Flucwaffe nur eir Drittel der deutschen dai-soelltc .auch ^^ /^^--'^:}-;rT^^\Xf> 
RerKefL" ?lcht recM.r.eltie erkannte and eine Vorl aoni:cr'an.i der ^'^a^^^«"-^"!« 
InKrii^rti'die katt uobo^ranntw.rden ^-^ ^^^ ^^^^^^J^'^ Ma'no^hlac 

Sä?; sä^^st^eit^^f^Sr^kUtthS ^s^^^^ ^^"KH:/rord:?'ei 

?rucbc Ausaichcen i;aid es b<<3t.er.en auf dem 3&hall U°lfr^*^l^""^'^«" ^^.^''^^"fren "" 

setzt und den 73 Jaehrigen TTeyrand r.ua A-noe-chof P,^^^'-'®^^^^^;^^'^- ^ ^le 
wol Ba^enidass Hitler ^1 ^en-cr.rl. ^-^^r-sltot in den '•'^i^S^'^^^J-'f«?^, iJ^ntSllun- 
eln:iiao offonc Prace bleibt ob or.wcr.r die ardom slcn i",^®^ J^,^,^;®"^«; Halb- 
gen behaupten und in die La-ro kaenen il r ^.rle,;3uot«naa=-l in d^m ^^-«-^J«^ ^^^"^ 
Jahr Order, ul ich aufbo^.aem koennten, A la longue in der ^^soj-st den H.^ie in 
gleicher -^else durcx.iiu^ialton. Beste .t r-arer Absicht eine ^f ^^^^'^^^^^^i^'^i^^h^ 
Lsa America, v^erai es facr die roinocrazle^^ s-hr orenzlich ^oreon .^^^.IJ^J^.'^^f^^ 
zu deren DtuStzc eingreift.- Die neuen Rue.:<:unr'.3cr'c.U.e die 1;'^°'^./.^' ^f^^^^''.i^i^ 
RosScvelds bcifilligt Würden /oowe.senda^r. /«-er., oa axo juch 1ha dt oncnden ^e 
fahren, a 3 den uiaher cin,;etre' onon ffrie-sfasen erkannt nat und rocntzeitig 
naca dk Rechten .ieht. ^ .^„,.,.ennelt Scbneiders weiter entwickelt? 

Ißt die Eln.elsJöwl^ji^ur-g richtig erteilt und Hella von ^«» ^«^^Jf^^gj^äto 
Kcrsal ir. Ccr,u,a richti,^ verst. e- dl.- 1 worden und liegen von inr f ''°" ^«^^°J^^ 
uober die nnnr,3hrl.5e Auare*ie,aoeKl.ic.nkoi.t fuer x>oiIe vor? ^^^f^^^ ^^osVllche 
hier die hollror.ii3cl:en .ar.d belsischen ^^''^Pf «^^^ '^-'^ ^^i''^; */, •^^t^^äJiJi acnon 
Abscvuiuoru-ig von T^rooa imaor fueloaror- und ir.t '['--l-^/'^'^^'^^'j^V'rr Ip^r ^i ^3 
reducierterr Sollten nun aaob di . itnlieniscacn ^^^^ J^!^^'^^'^^, 
durch die diversen Cons^iren mit der Postverolndunj. ralt ^-r^''^,^.^!^,,,^!^^V'*''^® ""• 

Luftpostorlofe aus Oesterreich ^ehen be.-ei-.s J«^^^ °:^^^-iti?n e^ lÜteA? 

Hat. aan von Stefan L-^ond ein liOfO-iSzoic-ien t..ud.ii.i-n* 

Was hört Ihr aua Buda^^ost und '^ugarosa? ^ x ,. a\^ m i-nini Aar- 

Flo, enboi^^ers 3lnd slcner sehr betruent, daas die Eloo^ der 

Freu FlegerJieir.er,trotzden oinn --.it ungeheuren ..neaen fuer i^-°./®J^^J*J^ ^i^r 
Jahr da3 arrontinischo Vioum besorgte, voll sie alch nicht y'^"/^^^,^'^^*^''-^:!" 
nen konnten-' sie wohnten m deren Haas in der ^ia^heneBser Laan- nun in eine 

sofcrlste La,:e gekennet: sind. Ob s-o ßi i: -on dort ^^S^'^<^*°^]^ ;/,*^Ji?'^oSardie- 
weLs ich no.:h -ar nicht, dottcrdaiu soll ja durcii den ßrar.d ur.a uxe Bombardie 

rung fuerchterlioh gelitten hieben, v>r.T»ir.hten? 

^ V/le pehta bei Kaufmanns? Jet vor ihnen .-as I^'^^"«« ^^, J^^^^^'^JJ 

Auch DambB.che,-s Frau nat sich vom Hotel ^it-te Brook im "f^ß '?i°^_^^®J"J^ii 
koennen. Darnbaciicr war- .m letzten '«^el^krieg <^:^ C^l scher Clvllge.wigener.x^h 
glaube er v?ar auf der ile .-f llan inter-iert. "orai xhr ihr. Beht.grue.st lim 

^"" ''■^''* Fuer ;iuute dciaioacond bin mit den Innigtstüu Gruesßun ^^^^ 
Falls England alle Icrraans internieren sollte, muosste a;an 

1 Check TfQ nq,7Qt ■if ')^- D?!) 5 00..r-. V . "^t, City B]s 

nochmals uober lenken. ^^''^ ^"^ ''-chtlg da 



•■i-e Sache 



QB 11 ^ 2006 




Artru EbBteln 



Montovidoo. 30 April '9^0 
Galle JoB^ Ellaurl ö85 



Frau 

Tonlo Freund, 

1 34 Booraßarda traat 

Antworpön. 
Sehr werto Frau Fround , 

Ich orhalto aoobon^Ihro ^f^^'^^iJ^L 

Tn«t^.ifttlona LuftDoBtbriofoB ßokonnon sein und hoffe Ich.dass o^ J^"^ 
iSSTllirt^llfÄen Schjitt^^^^^ 

»tohan. Sic tiaoenßlcnor auch von donDlspoBlUonendlo^ 

fuor den ^-^IJ treffen 5^^^.^iJ^^°°,J°5,J^?i;iS'^Lh?aSch ^u nachen. 

KeÄ!S ^inoLtn. ?^ b?flbt ra'nS nu? .u hoffon.dass ca den beide: 

"uorde 80 habe ich laolno eheaallsc Hausfrau dort bei der 1°^ J^^lo 
Jahre wohnte geboten falls noeglich die Boiden fu.^r dxo7.eit ihres 
Dortselna ( llllien cewaohrt.wie man mir säet. nur einen 5 t-aoelson 

ZwIscSinaufenthalt aSf italienischem Boden |u ^f^^^^l.'^^^^^^^^f ^^^SgI 
sie aomontan keinen Platz haotte .Ihnen bei öoschaffune olnos beschui 
Jenen Sotelß oder Pension beMlfllch zu sein. Dio Adresse dloeer Dauic 
ist; Frau Isabolla Arocco, Genua, Sallta Chrlatoforo Sallcool 5/y. 

Is tat uns natiorllch'sohr lold.dase wir trotz aller ene - 
Fiachon Bouuohunson bei S. Dooinso enden rausston. Es ist mir so^ar 

Sicht Soli^Son.pSraeuay ,fuer dae elnlGO ^«^^"^f^"!^;^ '^oJ^li^'^^ir 
zu bokouuaenT Der Leiter der Agonzie.hlor durch dio ich den Fall boar 
beltete war selbst In Asunoion ,aber Mo neue Dictatorenrotjloruns 
woTlto das Docret .das bereits aussoarbcltet war .nicht rattiflcioror 
Chile ist schon lange wogen Vorsekorunener Unrocolnaeosiökeiton gospc 
dio dort vorliogenden Goruochto entbehren, nach Infomatlonen der 
hiesigen Agenzien Jeder Basis, Einroichungen.dio man In Uruguay vor 
nehmen will dauom auf Grund von Erfalirungon.dlo gute Bekannte von 
mir mehrseitig gemacht haben, vi olo Monate bis zu ihrer Ereldlgung, 
und wor kolno hoho Protection hat, kann endlos warten, Angesichts 
dor bosondem Dringlichkeit die der Fall Schneider .wogen der Gofaar ' 
denen evontuol beide Teile ausgesetzt waren, hatte, war ob uoborhaupt 
'^^jpM^QfiPPrt.un.Bich auf elnon so unsicheren liodus einzulassen. 
Auch-»6n^iorf i«t seit Laongorem fuor ^inroison gosciaossen. D... 



•'«^■^^^,_... 



Artru Ebstein 



Uontovldoo, 30 April i94ü 
Galle Joa^ Ellaurl o35 




Frau 

Tonio Freund, 

1 34 Booia^ar da tr aat 

Antwerpen» 

Sehr werte Frau Freund , 

Ich erhalte 8 o oben Ihre ^föundliche 
Zuschrift vem 21 2i.erz d.J. und sind nur auch i^^^^^ß^^,^^^^^ 
des Herrn Dr F. Unßer. New York , Ihre an ihn gerichteten w ^oil^n 
voS "7 SScembor W uAd \6 Februar zur Einsicht zuGOsandt worden. 
>^l Ihre AuSu^^^^^ fuor Ihre freundschaftlichen Beiauehunöon 
1^; J^Sten ÄH^^^ der Frau Hella ^ ohno i der, mo echte ich Urnen 
tor Allem durch die heutigen Zellen meinen besten Dank sa^en. 
Tor ^^^«"^^^^ diversen Berichte und Anregungen in Sachen der Familie 
Schneider Sind bereits durch die von Herrn Dr Un^or und mir GOtrof- 
?eSJn M^ssnahaen uoberholt. Durch ^^n Ilinen .uöOöanson.Orig^^ 
nostbrief des Dr Uncor an Frau Holla ddo ö. April sind ^le Informiert, 
dass fuor diS Erreichung der Einreiße nach S. Domingo alle noetioon 
Älttruntorno^;;^ Sd dio hiefuer zu loistendenden Gobuer er bereits 
leznit wuSeSrinzwi3chon ;7lrd molnc Kichto Hella durch Ihre lAcoons- 
wucrdi.*elt in den Bcoitz dos Ihnen durch Dr U. oingcaandten Orißinal- 
Instru^ions Luftpostbriefes Gokonnon sein und hoffe ich das s os ihr I 
nun gelingt alle nootigen Schritte mit solcher Beschleunigung ^^rch 

aufuohren.dass der Auerolöo auf Grund doo nun voraasaichtllch oaldii^ß 
zur Erteilung gelangenden Eim-elocvisuns >:oino Hlndorr.isso im Woge 
stehen* Sic haben sicnor auch von den Diöpositionen,dlo Dr Ungor 
fuor den F.-ill treffen will, als Leo Seh au3 nicht voraus zusenenden 
Gruenden nicht in der Lage waoro,von dem Visum Gebrauch zu machen, 
Kenntnis genommen. Es bleibt uns nun nui ^u hoffen, dass es den beider 
DO fteprueften moogllch sein wird, dio Ausroidc in der vorguaeuenon 
Weise zu bewerkstelligen • Nachdem dio Seereise ueber Genua erfolgen 
wuorde so habo ich raolno ehemalige Hausfrau dort bei der ich viele 
Jaiire wohnte -gebeten falls moogllch die Boiden fu.^r die Zelt ihres 
Dortseins ( Italien gewaehrt,wie man mir 3agt,nur einen 5 taeglgen 
Zwischenaufenthalt auf italienischem Boden) zu beherbergen oder falj.£ 
sie nomontan keinen Platz haotte , ihnen bei Beschaffung eines beschoi 
denen Hotels oder Pe-sion behilflich zu sein. Die AdroGse diocer Daiac 
ist: Frau Isabella Arecco, Genua, Sali ta Chris toforo Saliceti 5/t^» 

Es tat uns natuerlich sehr leid, dass wir trotz aller enc - 
gischon Bemuohungen bei S. Dooingo enden mussten. Es ist mir so.^ar 
nicht gelungen, Paraguay fuor daö einige Zeit Hoffnungen bostanden, 
zu bekommen, Dor Leiter der Agenzic^hier durch die ich den Fall ooar 
beitete war selbst in Asunoion ,aber cUe neue Dlctatorenregierung 
wollte das Decret ,das bereits ausgoarboitet war, nicht rattificioron 
Chile ist schon lange wegen v >rgekommener ünregelmaessigkeiten gespc 
dio dort vorliegenden Geruochte entbehren, nach Informationen der 
hiesigen Agonzien Joder Basis, Einroichungen^die man in Uruguay vor 
nehmen will dauern auf Grund von Erfa}irungen,die gute Bekannte von 
mir mehrseitig gemacht haben, viele Monate bis zu ihrer Ereldlgung, 
und wer keine hoho Protection hat, kann endlos warten, Ant.';osicht3 
dor bosondom Dringlichkeit die der Fall Schneider , wegen der Gofr. 
^önon eventuol beido Teile ausgesetzt waren, hatte, war os uoberhauf 
JfuGSi^ÄPfr.^J^^öich auf einen so unsicheren Modus einzulassen, 

B6Iivion ist aeit Laon.iorom fuor ^Inroison .oacixloBaon. Uy- 



handolt.dic Bot^oer-lf^ ^to Sn auch hlor ^-'i/'^^°^,i!^„^tiRon Fall imcr- 
18t ln'^o'^^i'^,r°S 5«it^iia iSnio lat.fuor oinon ^«^^^^^^SJ^ilt auch 
aan eine ^°«>,i?^SnJS; ha?.aSr poBlUv zu roch<men iBt laralt 
Uin boaaorc itoffnuneen n^x., Anelcht der dort!- 

war die Ban-o .elt ^^^^^^^ ^^ ,^3, 



iioffmaiich Goljngt es ncinor Nichte 
in der vorGeacnrloDonon loiaer Vurzon 
Frist der Guclti.^olt doo nun bald zu 
crwartondon Einrci3CVl3una,Blcn alle 
fuor die Ausraiso noetlsön DoKunento 
zu beachaffen/and mit der zu erwartonaen 
Vorboat^aotl^^unc doo donlnicaniscnon 
KonaulB in Genua achnollBtons ihren 
ÜauiXi froizabckoonon« 



Per ß/s Brazil 



Mortevideo 8 Mal 1940, 



Liebste Annie , 

. Obiger Dampfer hat mir nichts yon Euch o-ebracht 
obwol ich wieder mal Nachricht von Dir erhofft hatte, Jedenfalls will Dir 
melden, dass Eure letzten Zeilen VQm tö.v.M^ datiert sind und seit her sind 
Euch von mir inzwischen zu^e^-^angen : 

«0/4 per s/Uruguay 
^•^/4 " Argen tina 
rec Airmail " 3/5 j:iit Doli. Check von ^ 500.- ( Ori^/inal) 
die Ihr wol Alle richtig erhalten habt. ^ -^ . , urigmaij 

Ich lege diesen Zeilen .den Duplicat Check IIo II570I uebcr obig- 



mein rec Brief vom 10/4 



er"^aehnte 
vi de 



Doli 500,-0/ Fritz ausgestellt :56/4 1939 von ITat, City Bank. Ilonti 
o Branch auf Nat City Bank .N,Y, ,NewYork ,gecrossed und giriert bei. 

Auch findet Ihr die Copic des Briefes an Frau Freund ddo 30/4,die 
ich, da der Luftpostbrief sonst doppelt gewesen waere, damals nicht beilegte. 

Ich erv/arte nun Euren Bericht, wie sich die Sache mit San Domingo 

nun stellt. Iloffentllbh wird es auch von T^eltc der Schneiders klappen denn 

daran, dass S Domingo nicht geruhön koennte, die Doli 500 einzustecken kann 
ich doch nicht glauben. ' 

Es interessiert mich natuerlich sehr, was Ihr vielen Dugaresa 
dis.>oniert habt. Von hier aus gesehen sieht es so aus. als wie wenn Ita 



.lien 



^.a.:.j mit diesem Lande imraer so frcundsöhaf tlich tat, nun die dalmatische 
Kuoste besetzen und das Land von Sucaen her aufrollen wolle, wobei es natuer- 
lich im Norden im Vollzugsfalle auf das Reich ,nach bekanntem russischen 

utschland 
der koenii 

..Iten koen 

nen. Das alte roemische Reich und ein guter Platz an der Sonne schweben ihm 
vor und so i;'t zu fuerchten,lar>ö er jetzt nur im Trueben fischt und in ei- 
nem ihm guenstig scheinenden ,evcntuGl an den Haaren herbeigezogenen Lloment^ 
losschlagen wird, England ^age gestattet momentan nicht einen zu heftigen 
Optimismus zu haben. Er ist halt Alles immer^S minutes too latc" ganz abge- 
sehen von der dauernd strategisch schlechten Vorborelt'Uixg und nuch sonst 





kann., ist die crlltteno Schlajjpo^ injeder Hinsicht miess und fucr die engl. 
Erzbeduerfuisso sehr üodeatongsv-oll» Der ledlBche Besitz der norveglschon 
Atlantikkueste wird England harte 'Tuesso zu knacken geben und v;ird es nun 
daacrnd in scharror, sicher das Volk beklemmender 'Telse - zu mindest- beun- 
ruliigt werden. Die p.n Balkan zu cnvartenden Complicationen sind noch ein 
unbeschriebenes Blatt und alle Moeglichkeiton dort noch offen. Aber was 
bi3aer bei den Englaendern zu haiton scheint, sind die Ilerven and das ist 
in diesem Ringen, das sich in die Laenge ziehen wird, sehr wichtig. Die engli- 
schen lltililen mahlen sehr langsam, aber wie viele, d.h, fast alle fruehoron 
englischen Kriege bewiesen haben, liegt in der I/ioeglicukeit lang aasharreii 
zu koennen,das KriQgspotenzial dauernd erhoohen zu koennen und w2rbs chartlich 
ueber kaum erschoepf liehe Reserven zu verfuegon, trotz allen uiiguenstigen 
Zwischenfasen , dennoch eine gute Chance auf ein erfolgreiches Endo. T^ir 
muoBsen unbedingt dran glauben, denn das Zweifeln daran waerc heute schon 
etwas seelisch unendlich bodrueckendes. 

Letzten Ilachrichten zufolge sollen in Frankreich die 
Auswirkungen des gegenwaertigen Zustandes noch gar nicht uebermaessige sein. 
Alles gibt unendlich viel Geld auc ,amuüsiert sich, die Frauen treiben nach 
wie vor grossen Cuxus,in den ^osta,a /ants bekommt man noch immer alle Lecker- 
bissen, Gomuese im Ueberfluss etc. 

Dass Horli gar nicht weiterkommt, wo er doch dort sicher 
Bclion gute Beziehungen hat, verstehe ich nicht recht. V/enn er schriftlich 



sich verpflichtet , nicht nach Frankreich zu returnicron,0o ducrfto man ihm 
in den.t itre de voyaj^e^das "Aller et retour *' eintragen, daa zur ü-rroichuiiiS 
eines T:inreisevisum3 fucr die meisten Ueberseelaender bei TuristenviBou 
notwendig ist. Hat er nach Canaia seinerzeit die -Einreise nicht bokonmen? 
Ich wundere mich dasö er mir, wo er doch gar nichts zu t'un hat so gar nicht 
schreibt» WaB will er eic^entlich nun tun? Jedenfalls ihn froimdlichsto Grues- 

so * 

Hifer AllGB ziemlich vinvaraenlort, Frnu ochaoffer hat sfch allerhand ^'on- 
an-'enehiac Beschwerden einsowirtHchaftet. An den Haendon achnorzhafto Naiiel- 
bettcntzaonduntScn.dlG eine Gonacquonz des Kochens sind und hier haeufie 
vorkommen, lann auch einen schmerzhafte Uatselcinwachsuntj am x-usse und ist 
sie recht. deprimiert daruobor. Dazu noch eine ErkaeltuniS.so daca sie ^erad 

eenuts la .^^^ ^^^ ^^^ ^^^^ Befinden. Du hast Dich doch von Deiner letzten 
Indisposition schon sanz erholt? Gestern hab ich den Rahmen mit der lUchton 
.Sammlung bei mir im Zimmer wieder placiert, da wuerde ein neues Bild von 
Dir ganz gut hineinpassen. Auch eine -nouere AufnaJirae von uitta wuerde gar 
nicht schlecht wirken. Uit welchen Deiner frueheren nun dortigen Freundinnen 
und Freunden hast Du guten Contac t.'Hast Du mit jenen, die nicht in .^ew Zovi^ 
Sind nS^ssigen Gedankenaustausch. welche sind Jene. die auch trotz der raoum- 
lichen Entfernung den brieflichen Verkehr mit Dir aufrecht erhielten? .as 
will nun Deine Freundin Hansi machen.haetten sie uebcrhaupt die lüoeglicn- 
keit auszureisen? TTie geht es dort LImc Lucie ^id ihrem Mann.^as ^^f ,^st Du 
von Frau Dr Lene und ihrer Dchwestcr? Und FracTLarxanne H.? Frau .x 'axdma^ n. 
Bei der Beliebtheit, der Du Dich imjaor erfreutest, stelle icn mir vor.dass Ju 

stets Strossen ■'^ostclnlauf hast, , „^ - , ^.^ 

Habt "Ihr durch Lill vielleicht was uebcr otcfan gehocrt, _ 

Und Lutz was will er machon, "Tas •-ar das Resultat 3«^^«^, i'^'^^^i^ß^f 3^^,,^^^ 
dem Dortsein seiner Eltern? Diesea Ungarn spielt auch alle Farben, .enn 
diese waivlinge sich nur nicht doch die Flucgel jcrorennen und nicht aal 
80 ucber Nacht in den,"chutz" dos Reiches fallen.. „ , , .* ^^^ v^^f 

Von Hermine hab noch immer keine neueren Nachrichten. Die Fost 
facngt an nur mehr spaerllch heroinzutraeufcln. Bald weraen vielleicht auch 

die italienischen Dampfer ausbleiben. , - r. i v^v,„.,o<> 

Tfas kristalisiert sich als Somraerplan fuer Euch heraus? _ 
Hier hcrbstelt es ganz ordentlich. TTir haben schon geheizt da auch bex nicat 
besonders kalten Temperaturen die Luftfeuchtigkeit, die recht unangeneha ist, 
bevaempft werden muss.^^ ^^^_^ ^^^^^ ^^^ ^^^^^ Schwester jetzt? Zuerich/? 
Fle-enhelmcrs sind mit ihrer neuen ^Tohn-ong sehr zufrieden. Er k^agt ueber 
Mangel an Betaetigung und sagt da.s er dick und fett werde. Deine Tochter 
geht in die II. aWasium. Er wohnt B.A. Alyenida Alvear f« 3930. 

Von Dr TTeiSs bin welter ganz nachrichtslos. Das sprxc it f uer sei 
nen Seelenzustand.Llll schrieb mal,da3S er In einer chem Fabrik in London 

^''^''^^^* nun mache fuer heute wieder mal Schluss.rechne-auf Deine recht- 
baldigen Kachrichten und bin mit den innigsten Gruessen an Euch .ilxc mit 

vielen Umarmungen 

Euer 



1 Duplicatcheck uc/ Doli 500 
1 Briefcopie - 




F.U. 



26. Mal 1940 



Lieber Arturo, 




•\ 



Ich mu66 D^r ueb^r gemcineame Probleme bel*ichten $ 

Kaaranris waren vorgestern abends bei une und wir haben 
uns ueber ihr Wohnung e-Macbcl P3?oblem unter halten« Die Sache 
'liegt 60, das£ fuer die Freimachu2.g ihrer Mocbf^l und deren 
Zustellung iiinerhaib New Yorh laut Voranschlag iits Spediteurs 
376 $, also j!äktibch gegen 400 $ erfcrderlich d. na. Dies bei 
^ Abnatoe im Mai, üionatlich wachsen '^^0 $ Lagerspesen- 2u, 

Diese Erlaubnis, Moebel mitzunehmen, ist meines Brachtans 

nur ein'Ungiueck fuer die EiTiigrcuiüen gewesen. Ich-v/elss nicht, 
ob Hertha 400$ Werte aus dem kraai horaussiehen wird (bei Ver- 
kauf sind sicher keine 400$ aafuer '^\x ei'ziexeu) , ich sehe nur, 
dabo die 5a ch* nur im*en £cpf und ihi-tj Zeit - die sie fuer 
■ andereZEncke noetig haetten - in Anapinich nirnnt, sie veranlasst, 
sich auf Entsclü-ueSBe festzulegen, 'die spaeter sich als unzweck- 
maessig herausstellen koennen. Aber Kaufmanns sind nicht der 
erste Fall, der Art, den ich sehe. 

Leider sehe ich keinen Ausweg, als die Moebel zu beziehen 
und zu bezahlen. DeiJi weiin luui sie dem Spediteur am Hals laeefet 
unvt er sich aus ihnen befriedigen luubs, swr.aut bei alten Sachen 
nicht einiri£^x d^r Zoll heraus, der in aiesem Fall z\x zahlen waere. 
Faul K. kann zwar nicht zahlen, aber es waere uns doch peinlich, 
werm der Spediteur- ihn dann zu pf senden versuchen v.'uerde. 

Ich hatte Paul Bzt. enipfchlen, den von vornherein nicht sehr 
aussichtsreichen VersuclüK zu luachen, einen Beitrag vom Komit6 
zu bekonimen. Diesen Versuch hat er ^^tmachL, aber mit praktisch 
negativem Ilri^olij. Dav^ heisst, das Komit6 gibt keinen Beitrag, 
es wuerde einen Kredit gtl:)trif bezw. vermitteln, zinsenlos, aber 
mit 2 Buergen. Icn vmez-de ^eden3:alxs keine BuergtJchal^t ueber- 
nehmen, abei' lieber gleich zalilen. Ich habe aber Paul die Frage 
vorgeregt, ob nicht vielleicht sein Bruder, der biir^her - abge- 
sehen von der BescnaffuTig des AffioaviXrS - nur gei-edet, aber 
fuer die Familie nach Keiner lUchturig ei^wac geleistet hat^eine 
solche Buergßchaft uebar-iehnen vAieraoi Die /int^ort steht noch 
* aus. Ich vermute, sie wird negativ sein, ausseraem fehlt dann 
noch immer der 2.Buerge. 

Wir stehen also vor der Frage, zu d-r Du Dicii stellen musst \ 
wollen wir Kaufmanns die 400$ fuer die Ifoebel ^eben?' Ich bin 
dar Ansicht, dass wir es'rauessen, erbitte aber Deine rascheste 
Stellungnahme, weil ich nicht ohne Dein Einverstaendnis diesen 
Betrag auszanlen moechte, zumal sich daran, v/ie Dir gleich er- 
klaeren v/erde, weitere Kosten knuepfan. - --^ 

Kaufmanns wollen dann eine unmoeblierte Y/ohnung mieten und 
Zimmer 



H^m 






mit oder ohne Verkoestigung vermieten. Bertha sagt, sie haetten 
Moebel und Bettxeug annaehemd fuer eine 4 Ziraraerwchnung nilt 
Kbinett ( Maedchena immer ) , wovon sie 3 ZiiniTier vermieten wuerden, 
das 4# fuer sich und Bob im Maedchenzimraer. Suse wird Ja nicht 
zuhause leben* Eine unmoebiierte Wohnung wird mit Jahre skontrakt 
gemietet, das heissti wenn man jetiit mieteti bekommt man die 
Monate biö Oktober gratis und rause biö füctober 41 fuer zwoeZT 
Monate Miete zahlen. Einige Monate muss man glaube ich voraus 
aahlen, ich zx^^mi^ an fuer 3 Monate« 

Kaufmanns heben bereits eine An^ahx Wohnungen angeseheni 
unter denen die geeignetste nach ihrer Angabe in der 8öth Street 

' West »wischen Broadway üxid Riverside Drive, Hofwohnung 9» Steck 
die Kj-eixußkeiu vox^i ^ i»**00#- .kobteii wuerde« BefUia rechnet sich 
aus, 4aös sie per Zimmer (falls sie «3 nicht mit Kost abgibt) 
etv;a VfS^ pe^ Vilociie ei-zielen kann, dei^» waere füer 3 Zimmer li^D $ 
im iiüiiat, <ä^oaa5s*^aami-G der 2inß reichlich 'gedeckt waere* Diese 
Rechiiung hat aber erhebliche Loecher,u» zw« erstens die Leerste* 
hungen» Die NewYci'ker sind; S'^hr 'uT)^>tabile'Lie\ite. *Kan muss de.e 
gaii::e Janr ueber mit starken Lehrst ehurA^en rechnen, df^^heisf^t -• 
nach dem was ich hoere kann man nicht mit drei, sönderh nur mit 
2^ Ziüiinern üurcnachnittsverräietan^' rechnent"DÄS Ä ktische Ergeb- 
nis dijui natuerlich Glueckssache« Aber ilie Rechnung Jif gilt nicht 
futr die bonniermoiAate» A'oehrend der Som&iermoüate flieht Alles 
aus aeia Glutkessel in die Vororte und waehrehd der Zeit von J\;ini 
biß Septemb«:r sina in l^orfc Ziimher ueT>erhaupt Kaum anzubringen^ 
Dann die Nebenicost^ri ; wenn K'ß ihre S'öebel bekit;irinen imd einziehen, 
wird Gich zeii^en, ^^s^-> so und sr vlf^u b^FChaedigt und reparstUP- 
beduerflig ist# Femer wird, epezieli wenn' sie 3 Zimmer an anspnicl»- 

"^ vollere Mieter^ die iO $ woechentlioh zahl-h sollen, noch dies und 
dafe fuer die hiesigen Beduerfnieae fehlen* Also werden netoe ich 
an faer 'solche Zwecke noch lOO $ eyrTorderiich sein, ferner wird 
Jeder neue Mieter ir^endwt^lche speziealeWüensche' haben* Es ist 
'doch iu-er so, aass \i^.t^ Jemand auf ein Jahr eine Vi/6hnung mietet, 
er sie koiiiplett frisch gestrichen und ausgemalt verlangt« Also 
mußs man mit aehrxlic.iöii : a^AÄChea Spa^tarer" Untermxex^er rechnen, 
^Oie aie aechriung vcjrsciUejdatern'r^^^^ • ^^ -.^-^ 

" icn bin daher sk^ptiäch uha glaube nicht, das s Bertha 
* mit dem Vermieten aii sich die gan^VMiete hereinbrin^c^en kann^ Wenn 
das aber nicht aar Fall ist, steht' der Vortf^il des Vermietena in 
Itelneu VerhaelTinio iiur';^ielirarbeit# Denn heute zahlen sie 600 $ im 
Jfiir füer Zirmer is'.aijirieiit moegli'irU 

•' ,' Ich müsB noch etwas arwaehnen, %^^ xu neinera Skepti^is- 

' »IS beitra'egt» Berlhaa Kauax-at ist al* und war nie schoen* Es war 
^ eine l-^ohnungseinrichtuiV^^ i*uer aie Foerstergaase, "aber nicht fuer 
die Lanner Strasse oder Heichsi^tatrassei Hier ist eine solche Ein- 
richtung ja noch unmoeglicher, weil sie nldit einmal landesueblich 
ist* Und sie wird nur alte Dacian aus der SÄigration anziehen, die 
diese Art des Wbhnens anheimelt* Das sind aber nicht die cahlungs- 
' kraef tigsten Mieter. Diese BemerkUii^ ist etwas, was ich nicht ueber 

mich bringe, Bertha zu c:agen. Sie erlebt schon genüg Enttaeuschun- 
''gen, soll ich* ihr noch ueber ihr Keim die Augen oeffnen ? Behalte 
diesen Einwand aaher bitte auch nur fuer Dich* 

' Das Tuehrt zu dem EihwäKd, den ich Hertha gegenueber 



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26. Mai 1940 
Ich üabe ihr gesagt, 



gamacht habe. Ich habe ihr ^esa^, ü&ss sie Vieh meineB Erachtens 
eine ^u teure Wohngegend mit clcr 14C0 $' Wohauix^ ausgesucht hat« 
Die Gegendi in der sie gesucht hat, war bitte nicht Reicharat- 
Viertel oder Cottage, aber Kaiviertei. Ein früeher fein«a Viertel 
mit zum Teil eleganten H&eusem, viele 20 3tock hohe Haeu aar, 
-seit "dem Krieg* im -Standard li5:*uliXö^gekoWüen'l so wie' in Wien daa 
Kaivieartel) und daher von den basaeröltuieruisn Emigranten bevor- 
zugt* Es scheint mir daher nicht ^wecKjiiaeeBig, dass K'e sich auf 
diese Gegend featlegen. Die houa Miete bedeutet ein zu grosses 
Impegno* und" wenn sie nicht diu ^^anzen r:ins hereinbringen, kostet 
sie das' Wohnen zu viel; ' ' . 



Läe^e, 



.f.t hatüorixca ^aenatige - zioiOjLlcn zentrale - 
/uer 3'e*"thä, vorauög(iset2.t, dasa sie neben dem 



Die Gegend h; 

speziell fi 
Vorml^teh nocK die Scbhe.Lüerel 'fortl'-ienx'ftiA kaxiri, weil speÄiell 
Ihr^Eraigriuitenfcundsch^^ Asit wohnt, "sodass sie 

diti Knhden iuoa Tell^su fuQS erreiäiian krruu Fei*ne> beijauptet 
T^.?5rthö , 'ir- s.s die ' groc.3S<?ren »a' ohiiahgen in biill'^^cren' Gev^enden 
rar siJvr, bezv;."Mcrlt^sö ahijelegt seie^^ da^^o^man «le zimmer- 
v^rise' v^nnieten kanfu Da& wr^rsu" aie 2in\vaendeJ aie Hertha meinem 
Hat entge;i'enhielt, in einer biiliäeren Gegend zu suchen, wo man 
eine selche Wohnun/r fuer 



her biiliseren Gegend zu fc 
800 bi^ 1-000 $ bokaeiue," 



ri 



3 



' V^ " Bertha *hat mir "»»'eit^jr 'ente:e^emj:ehal''ten ; sie laoechte nicht 
nur die ZlmiTi^r vennleteh, sondern verkoe böigen, u.zw. zumindest 

. f^ TTahizeitön«, Wenn ei« soiche l-^ieter be>x>niirit,uuerfte aas die 
3 Rechnung e"twaß ver^ef-sem, wenn ciudi wohl nicht so hoch, wie 
"fl''*!ertha erho'fft. Sie rechr.et bei 2 KahizeiLen Xi> $ Jia der Woche 
Jj zub'2ko»vüTion.' /^J-leraia^f suhraeritt sich uainio uie li^oe^lichkeit, 
■'^'^etwas durch Naensir bei ten Ik-i^uzuverdienei' weiter ein. Aber Bertha 

pb^fuorchtet wegen ihrer Au^en auf die L&uei ^dnitciegiges Naehen 

^^ nicht durch halten zu kcennen. Aus oeraeLi Ist; daa" Naenen glelch- 

**falis stark Sai8cnges.ch-3eft. 

\2. Ich hrbe Dich Mrait ue her die ganze Situation eingehend 

,%ar)terrichtet.. Bitte behalte die kritiscaea' ^aierkuiigeu, die ich 
ovoretehend gemacht h^^.oe,' luer Dich. Icri will mir keine Feind- 
^echaft zuziehen. Auaaerdem ist Alles Ja Meinün^asache. Ich bin 

was 



{ 



o 4) '^ler selbst ein Fremder unu meine Ansichten baruiiön auf dem, y 
ö »^ ^ch sc' im* Laufe des Jahres zuf aeilig von j^aineh varscaiedenen 
l^ekännten gehocrt habe. Ich w HI mir nicht ■anmafcisen,^uiit neinen 
yvnsidi ten recht zu hfcben.^ Daher bitta echi'öibe ueber den Gegen- 



00 -P R 

t) <« ö 

£:p 3 5) ästend nicht an Kauftaänne, es sei denn sie haetten Dir selbst ge« 
^ .% ^'Chrieben, in Beantwortung, de säen v^.s sie sciuiibeu.. Sonst bitte 
Ä tj)2 «^beschraenke Dich bitte darauf, mir Deine Wuensche Bekanntzugeben. 
MoSS *ß ^^^ wuenschenswert, dass dier bcld geschieht, sonst finden 
^ ""f^ "Kaufmanns auch'bla Jui^iende keine Wchhung und jedei- Monat Lagerung 
Jiostet 20 $. Es weere gut, wenn Üu miryyfyitit telegraphieren 
«eruerdestj falls Du einverstanden bist, u.zwi^ 

^ KX telegraphiere /'agrec*'," wenn ich Kaufmanns das Geld fuer 
"Äie Moebel geben soll ufid liinen die Vorauszahlung auf die Miete 
iur Verfue^ng etellen soll* ^-^.v ., -^ ' . 
^ Solltest Dvi wuenschen, aas s" Kaufmanns unter allen Umstaen- 
cn bei der Mietung nicht ueber eine bestimmte Jahreasumme hinaus 
eben, daxin fuege den Betrag hinzu. 

Solltest Du wuenschen, dass sie vorlaeufig nur die Moebel 
freibekommen und eine kleine llfohnung nehmen, die um etwa 400 $ 



ml. 



^« 



O i> ©«H 



* - • « 



Jahresmiete in einem Vorort zu haben waerey dann telegraphiere *" 
"notenent** (kein Mieter), ^ • 

Solltest Du wueTscheni Oaßß sie die Koebel aualoeaeny aber 
vorlaeufig keine unmoeöli^rte Wohnung nehine)l| dann telegraphiere 
"Btore**, Die Einlagerung der verzollten Moebel Ist Jedenfalls 
billiger als um 20 $ ^^r Monat zu haben, aber die üeberfuehrung 
in ein privates Lagerhr^ns kofltet G^ld und wuerde eich nur rentlerexiy 
wenn man auf 1 aengere Zeit nie Woebel ni^ t beheben will, bezw« 
an Uebersiedlung ins Innere acnkt# 

' Auch darueber hal^ ich mifK's gesprochen. p^.uls Antwort 
ist, drss er dann gpr keine Hoffnung {?leht| selbst Geld zu ver^ 
dieneii, Icli V>ile sein<>n Pessimismus nidit gani:« Die-^Sachen sind 
alle Zufhll. D«r Urastand, da8r> v;ir r.ic Lirher erhallten haben, ist 
fuer das Ye"rdi<?nen Fauls^-^iT/eirerios ^in ^echt^-^li. n?etten sie nicht 
uHü^ 30 Y/aaren sie Kcstsaenßer^ des Komlt**s. Pl(*s^^* ha/ette getrach- 
tet, sie in ö±* Provinz ab^uschieo'fn. Dort verschaffen die lokalen 
Komi tfefl den Leuten elende Jobs, bei denen sie ausgebeutet werden, 
oder wenn sie daB nldi t zxiwep;ebrln3*»n, dnnn gehen ^ie- ihnen weiter 
UnLer3tj.et2un^^,^ djft in kl#*inen Orten «in Drifcel mehr ausgibt als 
in JTYork. Wenn- die IfOTTJi^iftB spuereTi,- j^m^na hat «inen Zeh 1er hinter 
DiGli, ruehren sla rieht den Pin^;«/*» nic.it' einm;ü. um ihm Poeton zu 
verschaffen» Die Dinge- liegen nun einmal leider so. ' 



Paul sucht Jetzt kleine Vertretungen, die ihm die Hoffnung 
geben, doch endlich ein paar Dollar 2-u verdienen, Hertha hat im 
lih.1 Aiit- viel Pl^ckeT el nach ihren An^^jiiben netto einige 20 $ verdiei 
Suse hat dem $i'Sten Posten verloren, Twber* «inen neuen gefunden 
und macht sich ifveiter Hoffnung aul* eine **6Cholarship"» Im Ganzen 
ein wenig erfreuliches f^ilc» Man mw^s t\tif laengere T-icht damit 
i^.*chnöTi, d^iss vdi* werden .'5iischi essen mu^ssen« 

Hchrelde rf! bin icii ohne Nachricht von drueb^n sowie von- Dir« 
Icii befutrchte die '^fisa weraen ihiien gar^ nichts nuetzen, weil Ja 
Ausreise ueber Holland nicnt mehr existiert und Italienisch« 
Schiffe, v/ohi well Beni t,o r.ein ijpnd deianoechst in den Krieg- fueh- 
ren ^^Ird« Ten wi^rde daher woni beiae- stornieren ? Obwohl man 
•damit irgendeine Äusrei&eTnoegiichkeit fuet» spaeterhln aus der 
w«^^ gibt.- - - - • /; , ^ -■'-' --^ ''"■■'■ 



Hand 



Beckmanns erv/arte Deine Rueckaeusserung, Die Adresse seiner 
Sciiwester hzb^ g'-^r^tern bskor^irnen und schreibe ihr heute« Mit sein«Bi 
Freu;id Gruenhut-r-rc^gor heirst er bereits gesprochen» Dar glaubt, 
dass hmil sieb hie:^ mit wenig 'Kapital erhalten koennte« Ich halte 
e-i auch fuer moegxichr Emil hat eine guenstigere Branche und Ist 

als alle /vTideren« ^ ^ 



tuechtirjer 



j. 



Es ist jetzt keine Freude zu leben» Nach allen Seiten Sorge 
und Betruebnis. Das Visum Mexico fuer aie Roths kommt nicht vom 
Fleck. Ausserdem ?fei3S ich nicht, ob sie wenn es kommt, werden 
hinfahren koennea« Auch Herlingers Visum noch* immer nicht gegeben^ 
er ist schon sehr vuigluecklich. Dagegen hat Ludwig anscheinend 
nicht einmal dringende Sehnsucht wegzukoiiüfien-, ebenso Liese und 
Dezsoe« Meine Moebel nocii immer in Frankreich» Der dortige Spe- 
diteur ein Gauner, die Pariser Filiale der Chase Bank, die ich 
im DezÄTuber eingespannt hatte, ganz irapoteut» Jetzt ist die Sache 
gluecklich soweit, dass die Moebel weggehen koennten, aber dafuer 
sind keine Waggons ::u haben. Den groessten Teil meiner Effekten 

verkauft, daran 1.700 $ verloren. Amklelnen Rest steckt auoh 



Du niciitß Hast; Ich glaube, man wird in ein paar. Wochen wissen, 
wie die Verordnung gehandhabt wird imd ob nicht refugees ausge- 
nommen sindt Dann kannst Du ja wieder in den Dollar zurueckgehen. 
Dein sauberer Freund Benito hat sich mit der griechischen Campagne 
uebrigens huebsch in die Nesseln gesetzt. Das s der Einmarsch in 
Griechenland in einen Einmarsch in Albanien ausarten wuerde, duerf- 
te er sichnicht vorgestellt haben. Trotzdem ist die Lage unserer 
Beschuetzer d r Englaender noch immer recht lausig und ich vermag 
noch nicht zu sehen, wie sie den Krieg gewinnen sollen, bezw. wie 
das Hitlerregirae zusammenbricht. 

Die eben erwaehnte Nachricht ueber die Sperre der Deutschen 
Guthaben hier ist uebrigens wahrscheinlich füer uns e*n schwerer 
Schlag, weil die Deutschen mit H^ressalien antworten werden und 
dazu wird die Blockierung unserer Beteiligungen gehbren, die wir 
gerade in letzter Zeit gezwungen waren auf MwüUcIbäxJü« amerikanisch 
Namen umzustellen. Jetzt werden die Sachen nicht als juedi scher, 
sondern als ameri.k. Besitz enteignet werden und eine Entschaedigung 
werden wir nur im Falle eines engl. Siegs sehen, und auch das un- 
gewiss, weil unsere Treuhaenüer amerikanischerseits als blosse 
Treuhtader, wir aber noch nicht Citizens auch keinen hiesigen 
Schutz haben werden. Detruebliche Ausblicke, die bei Danubius und 
priebsch schon ganz real sind, bei Dugaresa noch ungewiss, weil 
dieses doch in einem noch unbesetzten Liand ist, allerdings auch 
schon mit Judengesetzgebung und Aktienkonskription, sodass wir 



c» 



hier die gleichen Massnahmen treffen niuBBten. Wie QottwiU,«oaa8 
Sommen. A^rger als der ganze BesiU ist ja ^«p^ofSe^ Feig und 

Familie 8o3. ^1^^*^? »f ^if c^menf Von SdSf AabTiS Jt?t^i 
am wenigsten S«fa«l«-<i« .\ sein gerrten.^on uu ä ^^ ^^^ 

Sin? ir Sasf ä'sfch 2Jgen'drdurenWK8gn.ea*.ng in Ser- 
Acht .ur Auga^^^^^^ 

IT'^^i^t^L S*iif JinSIil ist auch and-rthalh Monate alt. Ich 

aILUT ä^^^ll weSgeht una demissioniert, aber er lfa™\ 8i°\Jo«Ji n 
draenge, oass er f'®«-&®"j'_^"^ .,,-v, >,<<,« muss ich sagen, wie Gott will* 
von der Macht »ichttre^n. Auch hier l^^lJJJ^^^^i ^^gen ver- 

Bleibt noch zu erwaehnen, oass ica irffandwie in Kontakt zu kommen, 
suche, mit meinen Mpebeln in Paris i^endwie in J^on ^ ^^^^ 

:'Erfelg noch mehr als J^^^it5*ten wSn SgedeuSt. lÄ^ wirst ver- 
meine ünterhaltunsen der letzten '^o^^f"^*^*^'"*'" - r?^ ^--• 
stSen, dass die Einen nicht vergnuegt machen. 

Ueber die ander-jn Unterhait'.mgen. soll Dir Anni« ih munterem 
Geplauder berichten. 

und was "machen Deine sonatigen Probleme ? Qesundhoit, Wohnung» 
frage? Lass von Dir hoeren. . . : 



Herzlichste Gruesse 



Dein 



«i 



i * 



•lOnO'- 



F.ü. 



21. November 1940 



Liebster Arturoi 



Deine Briefe vom 19. > 21. und 23. Oktober liegen 
schon seit Tagen auf meinem Tisch herum. Ich habe aber in den 
letzten Wochen verzYteifelt viei Post und allerhand hoechst 
dringliche Arbeiten unsere europaeischen Sachen betreffend ge- 
habt, dass ich nicht zu Privatbriefen gekonimen bin. Ausserdem 
liegt Ja bei uns aueh nichts Feues vor, das zu berichten waere. 
Denn durch die viele Ai*belt bin ich verhindert, die Abreisesache 
anzugehen, obwohl mir vor ^TY weiter reichlich miess ist. 

^ Was die Konversion Deines Guthabens betrifft, ist 
was Du tust, wahrscheinlich kein Fehler, wenngleich ich eigent- 
lich lieber eine Rlskenteilung gesehen haette, das heisst etwas 
in Dollars zu lassen. Aber die Welt ist Jetzt An einem Zustand 
des Zerfalles der alten Ordnung, dass es v/ahr scheinlich noch am 
sichersten ist, das Seiniga in der Faehe zu haben. Eine weitere 
Flucht gibt es fuer keinen von uns mehr. Schade, dass Pedro Dir 
das Konversionsultiniatüm nicht vor einigen Monaten gestellt hat» 
denn seitdem sind die la-^einam. Waehrungen gegen den Dollar ge- 
stiegen. Allerdings duerften sie, wenn wie es aussieht, die USA 
iömier mehr in den Ki*ieg ansei ten Englands hineingeraten, noch 
weiter steigen, "Übotz ihrer Wlrtschartsnoete, die sie zvdngen, 
hier weitere Kredite zu suchen. Ich habe schon selbst daran ge- 
dacht, etwas in Argent. Pesos anzulegen, es aber infolge Schwer- 
faellgkeit unterlassen. Uebrigeno ist das Argument Flegenheimers, 
das Du schriebst, die Kaufkraft des Pesos sei im Larde eine hoehere, 
docli falsch. Es handelt sich dcgh nicht darum, wo. Du leben sollst, 
sondern v^o Dein Vermoegen sein soll. V/enn Du - eine Fjitv/ertung des 
Pesos gegen $ angenommen - mehr Pesos fuer Deine Dollars bekaemst, 
wuerdest Du deshalb die gegenuebe* USA groesrene Kaufkraft des 
Geldes doch luki*iei*en. 

Was unsere Verrechnung betrifft, habe ich Dich füer 
die Fovenijerdezember Ueberweisux^gen an Hermine zu belasten. Deine 
Haelfte* ist £ 26.-.- zu 3.46 (Durchschnitt zvTischen o.90 und 3.80) 

^ gleich $ 86.26 . 

Sonstige Zaliiungen waren meines Erinnems seit meinem Brief vom 20. 
Oktober keine. Fuer die Zahlung an Stefan bist Du ja bereits be- 
lastet. Ob er sie bekommen hat, weiss ich natuerlich nicht* 

Soll man Hella SchneiJei* v/ieder einen Betrag zukom- 
men zu lassen suchen ? .: . — . 

Richtig : den mit Deinem Brief vom 13. X. geschickten 
Scheck per . .■ $ öOO.— 

habe ich selbstverstaendlich einkassiert und Dir gutgebracht. 

Familie betreffend : der alte Jammer stationaer. 
Hermine und Beckmanns haben noch, keine Nachrichten vom Consul. 
Landesmanns befuerchten im Falle Ausreise ihre Pfunde nicht fort- 
transferiei*en zu koennen, da Tscheche slovaken wie Englaender be- 
handelt werden. Dies der Grund, weshalb sie jetzt nicht an Aus- 
reise denken. Aber Heddi hat mir neulich geechrlebenf Ich solle 



m^ 



Hermine bis auf Weiteres nichts mehr ueberweiseiii was ich dahin 
verstehe, daes sie moechte, dass sie ihre Pfunde fuer Hermine 
verbraucht, damit ich ihr einmal spaeter Dollars heraussen gebe« 
Nicht unverstaendlich, kann aber zu Konqpii Rationen fuehren, aus- 
serdem werden wir uns mit ihr we^en des Kurses auseinandersetzen, 
muessen« Ausser den Zahlungen bis Dezember hat sie von mir noch 
eine accnto Zahlung fuer Jaenner bekommen £ 14#15t- der Saldo 
meines Londoner Kontos, den ich Dir noch zu verreclinen haben wer- 
de» Weitere Zahlungen werkle ich aber gemaess Beddis Wunsch unter- 
lassen und abwarten,- v/ie sie die Sache zu loesen wuenschU 

Kaufmanns; nicht viel Srf reuliche s. Bertha war heute 
nach laengerer Pause bei uns. Sie hat viel Arbeit als Naeherin, 
verdient etwa 10$ durchschnittlich pro Woche, was fuer ihr Essen 
langt. Mit dem Vermieten Schvvierigkeiten, weil die Mieter der 
2 Zimmer ausgezogen sind, jetzt hat sie porvisoBlsch eine Bekann- 
te, die aber sehr wenig zahlt. Es zeigt sich eben, was ich von 
Anfang an befuerchtet hatte, dass man mit einem gi*oeseren Piroxen t- 
satz Leeratehung zu rechnen hat unü bin ich (uebrigens in üeber^ 
einstimmuiig mit ilirem Schwager Felix K. , der zwecks Besprechung 
des Falls Paul dlessr Tage bei uns war)* froh, dass wir sie von 
der teuer^a Wohnung abgehalten haben, der sie noch immer nachtrau- 
ert. Schliesslich wird sicii Hertha ja wohl fruehar oder spaeter 
die Zimmer vermieteni da speziell das eine wirklich huebach und 
auch das Haus nett ist und nicht schlecht gelegen. Paul leider 
noch gai^ keine konkreten Aussichten, Sein Bruder geht einer Chance 
nach, die ich fuer recht nebulos halte: der eine Suckerlheller 
ist ihm eine Rvanche achuldig und hat ihm versprochen, falls sie 
was er beabsichtigt hier eine Fabrik auftaachen, Paul tunlichst 
anzustellen. Etwas Anderes hat er leider nicht in Aussicht. Das 
Berrickgeschaef t ist leider vorlaeufig nichts als Lauferelen ohne 
dass ihm ein Abschluss gelungen waere,- und selbst wer^n er einen 
Auftrag bekonanen sollte, wird es bei der gegenwaertigen politischen 
Lage reichlich fraglich sein, ob es zur AusfUehining kommt. Feine 
Erwartungen be^gl. PaiUs -waren ja leider von Anfang an recht maes- 
sige, aber dass es so schwer g^hen vvuerde, habe ich eigentlich doch 
nicht gedacht. Leider kommen in diesem Fall einige unguenstige Fak- 
toren zusammen: Alter, unvorteilhaftes v\eussere und Auftreten, keine 
hier gutverwertbaren Faehigkeiten und ungenuegende Anpassungsfaehlffkiit. 
Man kaim iiim ja gar keinen Vorwurf machen, es ist ja wirklich eine 
schreckliche Lage und sein Wille ist sicher der beste. Aber leider 
ist es auch schwer ilmen dreinzureden, weil ©ie gegen jeden Rat. den 
von uns kommt, von vornherein misstrauisch sind. Wenn es mir nicht 
zufaellig einmal gelingen sollte, fuer Paul irgendwo einen kleinen 
Posten zu finden, was bei meinen wenigen aiuerik-. Beziehungen nicht 
allzu wahrscheinlich ist, kann ich nichts machen alii sie ihrem Schick- 
sal ueberlassen und ihnen einen kleinen Zuschuss fuer Bob geben. Mein 
diesbez. Vorschlag waere, dass wir monatlich 20$ fuer Bob beisteuern 
und dann werden sie eben mit etwa 60$ im Monat auskommen muessen, so 
gut es geht. Ich nehme an, dass Du mit diser Loesung einverstanden bist, 
erbitte aber Deine Stellungnahme, ehe ich Bertha Mitteilung mache. 
Die Sache draengt nicht auf aen Tag, weil sie momentan noch etwas 
.Reserven haben (aus dem Verkauf der nicht verwendeten Eintichtunß etc) . 
.die sie allmaehlich aufessen. Auf meine Frage, ob sie etwas brauche, 
nat Bertha jedenfalls fuer den Moment verneinend geantwortet. 

^^^ hoere ich, dass hier wahrscheinlich demnaechst eine 
Verordnung herauskommen soU, wonach deutsche, italienische und un- 
garische Guthaben gesperrt werden- Fuer den Moment Ist es besser. 



i.Oktober li)40 



Lie'oer Arturo, 



Dank fuer- üeiüe beiden Briete vom x2.IX. Gut, dass 
wir mit der \r3rrechnun- endiicA aufs Gleiche gekommen sind. 
Baauesiich der 6$ stimmt Deine AnnahJiie nicht, aber wir 
-.voilan larusber nicht rechten. 

D^^in-^" neniercbtun.^ bezueglicb Safl teile ich nicht. 
Si- ist'docb keine Bank, sondern aine Hanaelsliraa und es 
ist 4ic-t i.nr noT-DicJ.es Geschaet^, GuUuiben ira Ausianü fuer 
r.it>= ":<ec>inun.-' zn unterhalten, Bie hat Bankgutnaben im In- 
Sna'iusl-Sä, aie ihr Eigentum sind, 'f ■L?^!;/!j^^o?.f J^^^^ 
ihre Giaaubiäer sind, üxe For-dex-un^sn -^e^ei. aie in Pesos 
"i^;. i Ol-- in wsiss (3ott Y.'e.i.c-.e:. «'aehr-ingan haben, ist 
'^^^> X^^^e^^U-jh b<^Inr.'.-Los fue.;^ di3 BeurteUun- ihrer Gut- 
hat"n"i«ir zd.'?c^er; den Posten auf den beiden Seiten ihrer 
TiS^.^ k»in diroKter Konnex bestsht. p.^ Dep-ositenoank« 
1^ dl/lll- vieLlelOtt, etwas onder,3 : BanKen pflegen »aeh- 
n!r;.rs-uth-^ben im ^usinnd. f>;.er -ecbnuri.j ihror Kommittenten 
ni^oine- .lusd-Aecl'Uchen ^^orb.^ii^lt su faenr-en, dass sie 
^■^- ^ntiT-Tj^n ''ul ae^%^^ des Koraiitt-nten unterhalten und 
:?^ vl'lTte- ?ra ru:^emeinen feeen ihrv, Kund<.nv.rbindlichkei- 
;;;S V-n Ali'in^einen euch wirkücn D^vieen-^Tthahen in gleicher 
no?bc? Line iHanaeiefirm.. dr^^re-en nin^.t Iv: A'-^^emeinen frem- 
"iot VT .11 Vcbt u". P3 auf Bankkonto iiogen zu lassen, sondern 
u? ü'^üit G^Ichae^'te 7.U mr-.chen, ipo^ien auch Einzeifaeile vor- 
Sr-^ '^ie DiLft anders lie,.e.u \ber d<^r Aussen stehende kann 
Sas'la nicht i-nVor.'Uis annehmen \xna dab-^r k-'mn eine al^emeine 
pS^eiSn- ksur, ?o''.-eit -ehan, daon sie bei C•u^b.^ben von Handel 8- 
J^^^indi-^ vorlaße di^er Liste aer Glaevbi-or in der betref- 
•^J^a^^a Sa;hr'^n3 verlar^r^. Hent7.Ktr„^e ir,t j. Alles ■noeglich, 
im:Svin ist eine dr.rartije Ra.-J-unc recht unwahrscheinlich. 
^vi-via koemt.^ Ja ;-iigi^.cndc privat d-.r, "-Id an meinen 
Önkel scbulcJ^ sein una unter neUiem Namen bei der Firma 
^Svi''Sn;'Xv^r. .,llorair.zs im ^'alle von Slaismondos Ableben 
KoTrUkat5^n4n. verursachen kcennte. Ich v»r.iprde es daher beim 
bi eher i Jen zustand belassen. i3ies meine Meinung obligoios. 

7.U der anderen Frafe kann idi micb «^^''?/«"^^^. '^,^.„. 
Kon^espondenz und KontckorrentbecUneun-en, die der Bank unter- 

fic>pieben .vurden. nicht «eussem.. Die Ban.< hat vielleicht 
Sn Guthaben in Monte, des im Fall eines Scnadensersatzpro- 
zeSses sepfaendeT, weraen koennte. Prozesse in Uebersee fueh- 
rirS^en im Allgemeinan nicht gern und sir^ in solchem Fall 
vielleicht ausgleichswillig» 

TeH halte den Eintritt der USA in den Krieg fuer recht 
.«ahr»cbein5iih! gSuS aSer aass zumindest im Anfang des Kriegs 
kaum'ursaSe fie? eine Abwertur^^ des $ gegonueber den latein- 
Sikan!schen ivaehnar^en besteht.Dazu sind ^^i«««» „solange 
SJe Blockade gegen Europa besteht, viel zu abhaengig von der 
Finanzkraft der Union« 




deni scöehr ich vor^iieheri wuerde, claas sie he ruebear kommen, 
denn 5.000 Tote in L.ondon aXö Opfer der Sep temberemgrif f e 
sind nahezu ein PermiULe iier Bevoelkeinin^;* 

Von Stefan habe einen Brief voa FJide JuJ.i» Er brennt, daßs 
mcUi ihi^ Vi&nm verschal ft. Ich haitu d^xB Bemue-hen aus den 
bereits aup.einandfer,v:esex.zteu Gruenden iX^er vi^nig aussichts- 
reich, sehe irmnerhin Deinen weiteren Nacuricliten raio Inter- 
ess^ entgt.n;en# Um ihn zu ti'oesoen, versuche xhui 30$ zukom- 
men zu jLa^sen; Deinen f^nteix v/erae Dir nacü Bankanseige ba- 
iaot-^n» V:u\ imss jr^t^t ertit ui/i ßewiia.iiu.i,j ansucnen, weil 
Zahlungen naci d^n von DeuT/Sciu.bJiu beseti^ten C4ebieten bewil- 
xi^anj];spf lichtig slna. Wir hab^n hier diesbezuejüch schon 
ein Stueck Devisenhewirtscnaf tu/ig, das fuer Leute, die mit 
Europa ZV. V^n nar;^n^ recnt unbeCiUeux ibx,, weil ^s Schreiberei- 
en v.nn ?:?itveri.i.st v^ürurt^achb. l'cö;. ±c> guerre. Allerdings 
nac"'^ .O^utschx^nd uno. itaj.x^3U cuiri' iuaü /;.u*xür-» 

« 

KaufiTi^omG hH'oarx von inr-^r Vvoluiuji^ ?: Zlmiüei* uia 12$ per Woche 
ve:rrrui??tet una haben noch siu /^lüttuer '4.\^ vaiiJiieton. ^lerm sie 
voll vo-nml'^teT. sein weraeji, v%ej*vie.4 t^i.«-; cue ki^jce naliezu ge- 
deckt ri-'^ben. Fuer B's tio^h.to Paux nocn nxciioL verjiaufen. 

.\n. Beksnn'^'^r) h l>en wir hiej* ao-xe^ d. n^o c;<^nug« L*a3 ist mit 
ein Gn^nd} weft'i-^lb ^'^ir we^i'icwuateiu jtoüerü wiu öLto leben 
in unisererfi^-ote i, Rooerz arbeio^so bei ei-nex' kx^inen Fabrik, 
di? er iiiit vSel^.e^d Scirviojex-vator u/ujl einieseii yjidex-en Leuten 
auf •/eii.ac^it hf-.t/ Bisher kxappt aie ;-,>ache noca nicht recht, 
abc." hoffentlich hl na aas xUndcM'kraiaöiei. ot;n« 

}v2rj:lichste Iruev^se una DauK iuer aas ne-ute üixaohen, mit 
deia \.ir r'^^cht aber müht restlos /vui'rj.e^eii öxiiu, weil Dein 
jL.aec-:::in nicht z^dz frei vom 'dar?.^iL f^o:uiiiK, - ala.urdin^s bei 
a^u üiitor ? v;a:-: macht die Ges\>ndneit i i'UehLbt, uu Dich jetzt 
im 7ruehj:".hr besser 






Uexn 



Hab3 icn Dir '"''orlgeö Jöhr nicnt uexii üxxa gebciiickt, von 
der Phcto^raphin Trade Geiriiiv^er an^eferLi^-u« Es war teuer 
aber nicht ^t. Wemi Du es noch nidit nubon soxxtest und 
zu haben w^aenschst, mache ich mir eine Eiu-e, ua zu sticken» 



By Air Mail 



Montevideo an i27 Soptorabor I940 



;* 



'4 



Lieber ^ritz und Llebete Annii 



. _ E^^c llob«n Brief o vom 23 und 24 August. alß 

auch Sure liebe Karte vom 26/8 aus Seattle habe//bei mir eine besondere Freude 
auBgelocßt. 5=^ah ich doch^dass diese Refce Euch aeueeerste Satisfaction ge<-eben 
Euch seelisch entspannt und wunderbare Eindruecke ausgeloest hat mit einem 
nn?w3?^ bisBchen aufgepulvert hat,Oxygon einsprltzung^die Ihr wirklich schon 
notwendig hattet. Eure so Interessante Berichterstattung hat bei mir nur das 
?K^«-iIi^^ erhoeht, nicht wie ehcd^ Euer Rcisekurapan gewesen zu sein um Euch 
abgesehen von dem^ewaehrten Verguegen von Eurer ReisetuechtlgkoitAl^ht auch 
cm ..tueckerl j^ures dabei wieder mal zur .BlueJ^hc kommenden Frohsinne geniessen 
zu koennon. Wie groee der Eindruck war ,den Ihr gewannet, ersJ^nc icliafi Besten 

daraus, dasB Ihr nun errBtllch d?iran zu denken scheint, Euer Leben nun im Westen 
aufzubauen* Der Westen Amerl^^as scheint Ja wirklich allen Anforderungen zu ent- 
sprechen, auf welche Eure Lebencelnstellung baßiert und es ist daher nur richtig, 
dass Ihr, heute wo die Chancen fuer eine Wiederkehr nach Suropa nur ganz geringe 
scheinen, dort Euer TTest aufbauen wollt, wo Ihr Euch privat am Besten, Wolsten und 
am Sichersten fuohlt, Fein "^unsch wieder mal in diesem ^eben mit Euch zusamm 
zu koQnen,wlrd dt^uch meine Zustimnung in dieser Fra^e nicht geschmaelert, Schlie 
lieh ist Ja die '^ostkueste Ameril'ae von hier nicht viel weiter als die Ostkuest« 
Es ist Ja ki^klich interessant, wieviel gute alte Bekannte und Freunde Ihr un- 
terwegs getroffen habt, '^enn hat den Viky letzten Endes geheiratet ? Seinen 
alten l^resburger flirt? Und wen hat sich Baron Reizes aus^/esucht? Wie die Welt 
doch klein wird. Noch peh ich ihn in Zuerich und n^on Si.ia Ihr wiUer in 13eattle 
mit ihm beisav.mon» '"as machen diese beiden Ehepaare? Sind sie blos Honoymooncr 
oder haben die Herren noch andre Taetigkeiten? Fn fr-eut mich auch, dass Ihr von 
den Kindern gute Nachrichten habt ,nun habt Ihr sie wol schon r^osehon und G-retl 
ifit wol wieder mit Euch. 

Meinen Luftnostbrlef mit den Beilagen fuer London ddo 12 Scpt habt 
Ihr sicher gut erhalten. Dagegen ist mein Brief per Brazil vom gleichen Tge 
noch unterwegs/ doch bald facllig. ^ö«> 1 Kermine Brief fand ich relativ recht 
i2;efas8t und sehr vernuenftig. Die Reise nach den USA wird Ja ,wie ich sehe, 
är?uerrd unternommen, doch hab ich davon abgesehen, dazu ausdruecklich zu raten. 
Diesen Entschlusß muss sie selbst fassen ^Fuer den Fall als es mit ihrem Permit 
passt, kannst Du Ja von N.Y. aus ihre Passage, wenn sie sich zur Ausreise Stellt 
buchen und ihr dort anweisen lapßon« Gerade heute hoer lch,hier,dass Steffi 
Landeis die T6chter von Adolf Unger mit ihrer Tochter Evi bei Euch gelandet 
sind» Aber a"'le diese Reisen bleiben aeußBerst gef aehrlich, trotz aller Convoys, 
jiinßtweilen wissen wir Ja noch gar nicht, ob das Permlt gegeben ißt oder noch 
aupßteht. , . . . Emil scheint der Internicrung entronnen zu sein, was mir schon 
wegen Lili sehr angenehm. Auch bei ihnen weiss ich nicht, obs mit dem Penalt 
schon geklappt hat, doch diese Beiden sind glaub ich .falls alles rady^zur 

Ueberfahrt fest entschlossen» ^ ^^ ^^^^ 

Hella. Es freut mic,dasß Du ihr den ciegnwert von Dinar 2500 
aufizalen lassen konntest» Ich erwarte Deine bezugliche Dollarbelaßtung. Und 
auch Aufgaben falld auch die zweite unterweeBbefindlicho Sendung geklappt hat» 
Fritzens An.^rage beantwortend bin ich auch gerne c^nverBtandendasB auch fuer 
meine Rechnung an Hella wieder ein Lebonemittelpacket aD^^esandt werde» n^rwarte 

Bescheid hioruebor» 

Stefan Auch ich bin bei ihm fuer das Zuwarten denn daß ßo teure 

Vfcum fuer Braßilien^aere ein lamc duck .Ich habe bei ihm ^^^^P^ö^^^^J;! fl^%nf' 
sich bei seinem Freunde Leo Alter in Shanghai zu informieren, ob er ihm den Ruf- 
ScSlnfulr diese Einreise besch kann,der nur ganz wenig in Shanghai ko- 




lieber Fri 



tz.alo auch die Stefans, um dann weiterzußehen,waß zu tun ^aere» 

Diesen Zeilen liegt auch ein Brief an die 1 Hermine, f^^rner 
•in solcher an die 1 Lili und ferner fuer letztere •^^•/V^^^^^J^?^^"/^?^?* 
Michalup an ßie gerichteten Scareibenß betreffs Stefan bei und bitte ich ^icn 
lieber Fritz alle diese 3 Briefe mit erstabgehender Luftpost vielleicht an i-iii 
zu senden die den Brief an Hernine wol gleich anch Cambridge weiterleiten wird» 



Fritz u Annle 2 27/9 40. 

Nfltuerllch nlmraßt Du vor Absendung In alle Brief« Klnßicht^eoenBo uie 1 
Annle. j^^g^ auch ultte ulchaluos Brief , falls er Euch hievon keine Copie b,z. 
geeatidt hat. Auch ein andrer Freund Stefane Herr Tauber in üuenosalree hat 
mir p;eßchrieben,daßB er fuer Suedaraerika nun »ine keine Einr^elßen wfcißß^aber 
fuer Stafcan in dießor Fra*^c aufraerkßam uleibt. 

Waß Deine Anrea^ung betrifft, den UeberweißunKSdienßt von hier aus 

nach England zu uebernehmen.so moechte ich doch davon absehen. Bei Dir ißt 
das schon alloß eingewerkelt Du haßt Deine Bankvcrbundungen m London, ich 
ale deutßcher ünterthan naette dort nur dauernd Handicapß und wenn Jetzt nun 
wirklich Hermine abreisen sollte, ollebon uoch nur die Lst 5 pro Monat an Hddl 
zu ueberweisen ,alBo wozu dann das Ganze, das mir Jetzt wo meine Augen auch 
nicht gut^nur unnoetlge neue Lauferelen und Schreibereien verscnaffen wuerde» 
Du als ira trade beflr^dllch haßt Ja wol ohnehin immer mit London und Deiner 
dortigen Bank irgend welc0hen ContPCt,waehrend ich weder hier noch in London 
irgend eine Verbindung habe. Auch postlich liegen wir hier viel schlechter, 
als Du in dem ßo nahen New York. Also bleiben wir beim statuß quo anteß. 

Schaefferfl hoffen daß Permit fuer ihre Uutter in Baelde -viel- 
leicht schon in 8 Tagen zu bekommen» Alllerdlngs helßßt es dann noch die 
Reise vi?? Transit Spanien oder via Portugal zu combinieren,waß wenn Spanien 
sich nun auf di Seite der Achsefstoesst) wirf t, noch schwieriger werden koenntt , 
aber wie es auch sei, das Problem bleibt acut und muss von mir geloost werden, 
da Schaeffersdlc vor i-*onaten ihr Vermoegen,das in England war freibekommen 
haben, es gar nicht noetig laben einen Untermieter zu haben und sich, wenn es 

auch noch nicht Jetzt mit demHerkommen der i^utter in den komiüneden Ldonaten 
klsppt,eigontl icn noch bequemer fuelen wuerden,wenn sie mein Zimmer in ein 

Boudoir seiner Frau umgestalten koennten« Die Sache geht mir sehr gegen den 
Strich ,aber es scheint mir ich werde -ohne gt.draengt zu werden, keineswegs 
auf die Dauer darueber hinwegkommen, 17ir stehen nach wie vor natuerlich aus- 
gezefchnet miteinander, 

Don Sigi hat sich mit Euren Nachrichten sehr gefreut. 
Paul ist vor U ^'agen per Flvigzeut aus Amerika in B.A. eingetroffen und 
Ißt man froh ihn bei sich zu haben, doch fliegt er in 14 Haßon bereits wieder 
nach den USA zurueck. 

Frau Dr Hamburger habe gestern per s/ Uruguay ein Kacrtchen ge* 
schrfeben. Seid Ihr in o^tem ContactoWie lebt sie? 

Dass Herlinger sich eingcwoehnt hat freut mich. Ueber kurz oder 
l^ng wird er wol bei Euch erscheinen, Qrucssc an ihn. 

Ich bin ganz er^gt^unt .wie schnell Dr Heitlcr dort Fussfgefasst 
hat. Und iabel schon etwas verdient. Freundlichstes auch fuer ihn. ^ 

G-ustav Lederer ist wol auf sein eigenes Vorlangen nach Australien 
als Internierter auf den ^cge? 

Dasß Lutz nun sein bras Visum ira Sack hnt ist auf Jeden Fall ganz 
angenehm, Ihr schreibt nicht wo Felix und Llso sind? Jodenfallß beste G-ruesße, 
Es war Ja wirklfch ein Kunststueck,wenn es fuer in Dug nehr oder weniger beim 
Alten geblieben ist. Erfolgreich muss diese Unternehmen wol gearbeitet haben. 

Ife gl enge mit den Transfericrungen? 

ächrieb ich Euch schon dass Caraillo und Mimi 2 koänte Urlaub hatten,^ 

Flegenhelmer Eltern 
obwol deren Visen fuer 
dort, 

Hechts sind in Baael und schreiben des Oeftem. Werner hat geheiratet, 
u z, seine alte Basler Liebe, nicht den Flirt aus Plorisdorf .Frau Hechts 
Schwester, die auch in Basel lebt, will nun mit Familie nach Brasilien. 

Ihr koennt Euch denken.wie mir beim Lesen 
der Nachrichten ueber die i^^mbardcments in Englnd zu Muthe ißt. Hoff endlich 
halten die Englaender durch. Die englischen Verluste in London jid im ganz^ij 
Lande ßind ßchwer,aber dicße Leute haben wirklich li9wen und wenn cß e>öht 
:u^ch • »iter Stand zu halten, Ist noch imiaer etwas ..Öffnung auf ein ertraegli- 
cneß Ende vorhandi.n.Ihre efeene Aufrueetung ißt weiter im Gange und Amerikas 
Stuetze in der Kriersraaterial lieferung aeusserst wertvoll. Laset uns noch 
hoffen. y ( 

Innicrst v.Tionscht Euch Alles Gute und grueßßt und umaniirt Euch auf daß 
Herzlichste VAit^r*.^^ >y _ / 



aben beruhigende Nachrichten aus Holland .koennen 
Argentinien verlaengert wurden, ierzelt nicht fort 



aoer 
von 




per s/s Brazll 



Montevideo am 12 September 1b^4u 



Lieber Fritz, 

Ich SGiirieb Dir heute bereits per Luftpost 
rnt Beilagen fucr Hermine und Lm^dle sicher bereits expedirtest. 

In7v^rhen hab ich auch Annies liebe Karte aus Portland er- 
halten und mich 6ef?eS?,dass Ihr. such a nice tlme^hattet. Fritz Lederers 
Gruss erwidere bestens. Es war fuer Euch recht nett, ueborall Freunde zu 
finden, dadurch angenehme Ausruhetappen einschalten gekonnt zu haben 
und auf diese Weise in das Land viel besser eingefuenrt zu werden, als 
dies derFall gewesen waero,wenn Ihr den ^Testen nur als gewoehnliche 
travelleBs durchstreift haettet. Wie fandet Ihr Viky? Was macht er eigent- 
lich in Seattle? Gestern hab ich zufaeclig in einem KurzfilmKino Bilder 
ueber Californien gesehen. Das Land scheint wirklich paradiesisch schoen 
zu sein. ^,7enn Ihr Machlup schreibt, das Freundlicnste von mir. Wie freund- 
lich waren doch die Iselsberger Tage . Das ist leider Alles gewesen und 

kommt wol nie wieder, n. . . 

Wie hast Du die Lage bei Kaufmanns vorgefunden. Sind sie 
schon in Ordnung und haben sie schon den ersten Bieter? Konnte Paul schon 
etwas fuer Berricks machen. Wovon haben sie den die letzten i«ionate gelebt.? 
Falls notwendig wirst Du ja im Sinne unseres Gedankenaustausches unter- 
stuetzend intervenieren. Ist Suse schon auf die Universitact nach Wis- 
consin abgereist oder ist dort erst spaeter beginn? 

Wo lebt Robert Anninger und wie bringt sich Herr Otto d t'ch? 

Ihnen Allen höflichste Gruesse. 

Durch Frau Dr Marianne H.s Dortsein hat sich ja Euer alter 
Freundeskreis wieder angenehm vermehrt. Kommt Ihr viel zusammen? Ich 
will Ihr demnaechst einen directen Gruss schicken. 

Die Ereignisse der letzten Woche in England sind Ja wirk- 
lich entsetzlich. Wohin geht die Welt und Civilisation wenn das so wei- 
ter Reht Werden die Englaender diesen heroischen Widerstand auch weiter- 
leisten koennenS Ihre Lage besert sich wol, wenn sie diesen Winter ueber- 
tauchen koennen,da sie dann wol in die Lage kommen, Deutschlands Luftue- 
beriegenheit,die numerische, zu ueoertauchen. Qualitativ scheinen sie , 
wem: man ihren Berichten glauben kann, den Deutschen bereits ueberlegen. 
Was meint man bei Euch ueber den Ausgang dieses Ringens. Haetst Du und 
Deine informierten Freunde es fuer moeglich ,dass die USA letzten ^.ndes 
auch in den Kpmnf eintretend Die Besserung des argentinischen und des 
uruguayischen Pesos, wird hier mit der Flucht aus dem Dollar wegen einer 
moeglichen Beteiligung Amerikas am Conflikt begrueuet. ^ ^ ^ ^ 

Eine Dir einmal bereits gestellte Fra.re moechte ich doch ehest 
von Dir beantwortet sehen. Glaubst Du ,dass Guthaben ,die ein deutscher 
ausgewanderter Staatsuntertan'in Dollars bei einer argentinischen Firma hat, 
die ihrerseits iar DollarguthWDen,bei einer New Yorker Bank hat, im Kriegs- 
falle gefaerdet sein koennte d.h. SequestrierunjBgefahr vorlaege» Perutz 
hat vor Jahresfrist ,als er angfragt wurde, verneint, Wie denkst Du Jetzt 
darueber^ Du wekst. fuer wen mich dieser Fall interessiert. 

Meinen Fall mit dem Credit Suisse kennst Du auch. Es 
handelt sich um die voreilige Gendung meiner Titel nach Holland. Er will 
sich nun damit en t schuldigen, das s angeolich die hell aendl sehen Banquiers 
nur Ordres ausfuehren,wenn die Titres"en leurs mains sind. Ic h habe 
diese Hechfertigung abgelehnt, erstens weil sie den hollaendischen Ulsancen 
absolut nicht entspricht und sie mir doch nicht einreden kann das s Orders 
.um Verkauf von Titel fuer eine first rate Bank, wie sie es ist,nicht 
ausgefuehrt werden, hab meine Reserven aufrecht gehalten. Fl egenheimer 
ist nicht pessimistisch fuer meinen Fall. Ich eher J^. Was meinst Du. 

y Paul E. hat inzwischen das Fliegerbrevet bekommen und 
will Jetzt auf/^ monatlichen Besuch nach Buenos ..ires fliegen. 



Was schreibt Herli? Hat er Chancen nach den USA weiterzugondeln? 
Freundllchcß fuer Ihn» 

Nim hat sich Euer -^rels um Mieses noch vergroessert. Ihr koennt 
sicher nicht klagen zuwenig Bekannte dr>ieben zu haben» ^ 

Ist Qretl vom Kamp shon eingerueckt und wie sieht sie aus» 
Qltta setzt wol ihr Studium fort. Was schreibt sie? 

Hoffe recht bald von Euch Beiden eingehend zu hoeren» 
Daweil Euch Allen die allerherzlichsten Gruesse 

von J&einem 



^ 




0^f> / ^'^ « f / C/^v^hJ^'^^ t ■' '*/\^ 




■•-.ti'f 



Air Mali 



New York, 24# September 1940 



Lieber Arthur, 



• Deinen Brief vom 12. habe ich vor einigen Tagen erhalten 
und die Beilas^n sofort an Hermine weitergesda ickt, der ich 
schrieb, dass ich trotz Allem dafuer bin, dasß sie wegfaehrt. 
Du hast gewiss recht, dass die Seereise unter den gegenwaerti- 
gen Verhaeltnissen ein gef aehrliches Wagnis ist, die Torpe- 
di^rüng des Canadischen Liniendajfifers vorige WochÄ mit 300 
Todesopfern ist der beste Beweis« Aber ich bin der Ansidit, 
dass es besser ist, zwei oder drei Tage in Gefahr zu schwben 
und dann in SicherheL t zu sein als der dauernde Gefahrenzu- 
stand bei Verblei ben in Cambridge» Gerade hoere ich die Mel- 
dung, dass als Vergeltung fuer ein Bombardement von Heidel- 
berg die Univer- sitaet in Cambridge bombardiert wurde, und 
ich bin in Sorge um Herraine und Landesmanns. Also ich bin 
dieser Anöicht, obwohl es natuerlich fuer mich billiger waere, 
wenn Herraine in England bleibt* Ob das mit der Transferierung 
des Ansuchens und mit meinem Affidavit klappt, kam ich natuer- 
lich nicht sagen» Ich habe die Absicht, demnaochst dem Consul 
unter einem Vorwand zu schreiben und ihn zu fragen, ob das 
Affidavit eingelangt und in Ordnung befunden wurde ^ weil ich 
bis heute vom Consul kein Sterbenswoertchen gebeert habe. Ich 
rauss damit aber aus einem bestimmten Grund noch ein paar Tage 
warten» 

Kaufmanns: ich -habe nur Paul gesehen und den einen 
Augenblick lang, weil Bartha erst wegen Suses Abfertigung und 
dann mit der Wohnung sehr busy ist» Wir sollen aber morgen 
abend zu ihnen gehen und die fertiggestellte Wohnung besichti- 
gen. Dann werde ich audi Gelegenheit nehmen, finanzielles mit 
ihnen zu besprechen» Suse war vor ihrer Abreise bei uns sich 
verabschieden und hat dabei sehr deutlich angeklungen, dass 
sie im College in Geldschwierigkeiten sein wird» Die Absidit 
war mir zu deutlich und ausserdem bin ich auf die junge Dame 
nicht gut zu sprechen; daher habe ich auf dem Ohr nicht gehoert, 
aber nach dem Besuch sofort Paul angerufen und ihra gesagt, dass 
wenn er unter seinem Namen Suse etwas mehjn als mit ihr verein- 
bart mitgeben wolle, er das Geld von mir haben koenne» Aus er- 
zieherischen Gruenden hat er dies aber atagelehnt» 

Auf die Englaender ist man hier in letzter Zeit fester 
und glaubt, dass die Deutschen dieses Jahr die Invasion nicht 
mehr versuchen werden. Naechstes Jahr sollten ja die Englaen^« 
der in der Luft bereits ueberlegen sein» Aber schoen scliauts 
in Europa wirklich nicht aus und jede Post bringt Unerfreuliches» 
Gestern zwei Jammerbriefe aus Frankreich, von der Hai ssmann 
und von Hansi Szepessys Bruder Walter, der in Marseille sitzt 
und nicht fortkann, weil er nicht Ausreisevisa bekommt» Auca 
aus Jugoslavien hoert man Schlechte Berichte. Von unseren Leu- 
ten habe ich allerdings verhaeltnismaessig lange keine Nach- 
richten und bin ungeduldig zu wissen, was mit Ludwig ist» Idfcx 
weiss noch nicht einmal, wozu er si* entschlossen hat» 



Bei uns selbst Alles In Ordnung. Qrete ist heute zum ersten 
Mal im Lycfee und Gitta seit zwei Tagen wieder in Cambridget 
Unsere Abreiseplaene lauten weiter auf Anfang November, aber 
es steht nodi nidi t fest, wohin. Wahrscheinlich San Francisco 
oder Los Angeles« 

Noch ad Stefan i ich. weiss mir keinen Rat. Kein Berater fuer 
Visafrageni der mir das Visum fuer Lutz besorgt hat, sagti 
Shenghai ausgeschlossen, wül er ueber Russland und Japan 
reisen muesste und ihn die Japaner nicht durchlassen, daher 
auch Russland kein Transitvisum gibt. Wenn man Ihrr. ein ame- 
rikanische e Visum verseil äffen wuerde, wie z.B. Brasil, das 
©ehr teuec* ist,, aber noch geht, ist unsicher i erstens ob 
auf Grund dessen der USA Consul das erforderliche Transit- 
visum ^ibt, weil die Schiffe von Petsamo riur nach US gehent 
Eigentlich ist es vorher schon unsicho? , ob er zum US Consul 
komnit, weil in Oslo kein Visum Visum me>ix gegeben werden duerfte, 
er also zianaechst nach Schweden muss, wovon sehr fraglich ' 
isti- ob das geht. Aber angenommen all das ist ^gangen, bleibt 
fraglich, ob die finnischen Daiqpfer Ihn nehiaon, weil sie nur 
fuer 10 Passagier.e oder so Platz haben sollen. Mein Gewaehrs- 
mann meint, dass die Kosten fuer ein Vis™ mit ziemlicher 
Sicherheit hinausgeworfen waeren. Was sind Deine Informationen? 
Aber ich werde versuch® , lim wieder etwas Geld zu schicken, 
wozu man jetzt glaube ich hier eine Bswilligur^j baaucht. Ich 
nehme an, dass Du damit einverstanden bist. 

Fuer Deine Zusage mitzuwirken, falls Liese und Dezsoe an die 
Reihe kommen sollten, besten Dank. Gebe GotVf dctss ich nicht 
darauf zuru eckkommen muss. 



Herzliche Gruesse 



Dein 



Lieber Fritz 



_By Air Mall 
I Montevideo am 12 September 1940, 

Eure lieben Zellen vom 19. Juli und vom 9 Au^^uat Heren nir v^r 
und freut cß mich aus letzteren entnommen zu haben, dacs Euer trlp in Jeder 
Boifhung als gelungen betrachtet werden kann und Ihr mit den freundll rhpt'm 
Eindruccken zurueckgckoramen seldo Ich nohmo an,diRß Ihr nun nohr Kraft - 
wer iet, Euch mit dem SOS T)epartment ,da8 Euch, wie Ich aus Fritzens Zellen c, 
nahn^ßchon demoralisiert und enerviert hatte, wieder zu befassen. 

Ich habe heute an Hermine, an Lill u Emil eieschrle^ien und Euch Durch- 
ß-hlaege hievon beigelogt, damit Ihr selbe leset und vereint mit der Copie des 
soeben erhaltenen Briefs von Stefan an Hemnine ebenfalls per Luftpost expediert,! 
denn Ich constatlere,das8 auch von der Luftpost viel verloren geht und mocchte 
daher meine Zeilen nach England doppelt gehen lassen, damit die Nachrichten sie 
ein wenig aufmuntern. Auch erspare ich mir gUxroh die Sendung dieser Briefe 
durch Euch, viel Euch zu schreiben, denn die darin exponierten Oedankongaenge u. 
Nachrichten gelten auch fuer Euch. 

Ich weiss bisher nicht, wie es mit den Affidavits fuor Hermine und die 
Beckmanns gegangen ist. Selbst fuer den Fall als Hermine ihr Affidavit nun 
in Ordnung haben sollte, weiss ich wirklich trotz heftigsten Nachdenkens nlch^, 
was ich ihr in dieser ems^.en Frage raten soll. Auch im Convoy stellt heute 
eine Fahrt niit Passagierechlff ,bel dem unerbitterllchen Kampf der jetzt gefuehrt 
wird. mit den durch die Bomber, die UntorseejzJbotc durch die schwiramenden Uincn 
ctc bedingten Gefahren, i^isken dar,dle zu nehmen oindritter nicht raten kaion/ 
wenn er uober die dortigen Verhaeltnisse selbet nicht gcnuogend Einblick hat* 
Ich sagte daher bereits wiederholt, dass Herraine angesichts ihrer Situation 
ihre EntBchluosse selbst fassen mucsßej?(,flich dort mit Freunden beraten muesse 
etc. Du siehst Ja uebrlgens^was ich ihr heute geschrieben. Ich nehme an,daS8 
Du inzwischen mit Ihr ueber diese Frage auch schon correspondiertest^ihr Deine 
Meinung gegeben hast ,ura deren prompte Mitteilung ich Dich hlemlt bitte, um mei- 
ne Ansicht eventuel revidieren und Deine Beurteilung bei meinen naechsfcn Brie- 
fen nach England beruccksichtlgen zu koennen. Ich bin durch das entsetzliche p 
Geschehen in England seelisch sehr bedrueckt ^ond fuchle die Leiden der Unserv 
und all dieser Menschen aufs Tiefste mit. Fuer den Fall, als sie sich zum Fp^h^-^r-^ 
entpchliesst, sorgst Du ja ,wle vereinbar^ fuer die er. orderlichen Ulttel. ^ 
^ Ich nehme an,daas Lili noch frei i8t,dass Emil>wcnn sie fort wollen^ 
.relkommt und den Exit bekommt. Auch bei ihren schwierigen Problemen ist schwer 
einen Rat abgeben, ^enn sie fahren sollten, so glaube, dass er auch bei Euch drue- 
ben sein Leben verJlfenen wird, 

'Tas Stefan betrifft so sieht auch Uichalup momentan keine Moeglich- 
keiten fuer ihn nach Suodamerika zu kommen ,er hat darueijcr auch ausfuehrlich 
ddo 4/8 an Lili geödarieben,\7enn Saangai gienge und er a tout prix weg will, und 
V '^^ ^ '^luecK versuchen will, soll er halt in Gottes Namen dorthin. Bitte 
erkundige Dich ,ob das mit dem '^uf schein machbar und was man in New York ueber 
uie Jetzigen Chancen fuer Emigranten auf diesem inmerhin noch kitzligen Boden 
noert. Wenn ihm die Organisationen , fuer die er ja gearbeitet hat, helfen, so 
waere dies Ja eine angenehme frl eich terung FUER Ui:S. Wie stehta mit S Domingo/ 
Dorthin moechte er gar nicht, und wenn man diese Halsabschneider vermeiden kann, 
tant mleux, Bitte g^be mir Deine Beurteilungen ueber Stefane Fall. 

Lutz: hat es nun mit seinem Brasllvisura geklappt? "'as haben Lfee u. 
Doszoe seit ihrer letzten Entrevue mit Lutz von sich hoeren lassen.^ Jetzt wo 
Ungarn auf friedlichem vrege saturiert, sollte es dort eigentlich ruhiger werden, 
ü-agen flie/^^^^^^^^/^^^ß Bie sich dort nicht mehr ruhig fuelonr Wenn Du was 
maes 8 mitwirken "^^^^ Einreise unternehmen mueistest .werde vereinbarungsge- 

Wegen Leo verweise Dich auf die beiliegenden Briefcopien. Die Beiden 
muesoen Einem auch wirklich leid tun. 

Nun schlies8e,da sonst der Flugpostbrief doppelt wird. Ich schreibe 
Dir noch per morgen abgehendon"Brazil" auch ueoer den Auüzugebefund und son- 
stiges. Was machen die Kinder? Heltler ianke fuer seine Zellen. Wie haoen 
die Kinder deni^ Sommer verbracht? Alles Liebe und Gute sowie herzlichste Grues 

?^T^'?^2^^ Arnie avisierten 1 Specialbericht erwartend Di 
1 Brief an Hermine 1 Brief an Lili 

1 Brief ( Copie) von Stefan Alles zur gef Lecture 

und dann Weitersendung an Hermine nach London per 

Air üail bitte. 




StATTLt 

WA 5 W I N CTON 




tXETtR 

APABTMtNTÜOTtL 



^4•AugU8^ 1^40 



s 



s. 



Lieber Arturof 



Haute koriut dafuer fuer Dich Post von 
BeckniRnn'B, die anbei. Zum gestrigen Brief ist nach- 
autrajerii dass die Dinare, die ueberwiesen v/urcieni 
nicht une gehoereni sondern einigen Dußaresa Aktionaeren» 
Ich kann hier nicht festete-Lleni wie sie äu bewei-ten 8ind| 
sondern werde dies erst in NYork koennen und cosm 
auch mit Dir verret^anen. t/edenl'aiis wei^len uns die 
Kark auf diesem V/eg billiger konwien, als wenn wir 
sie Helle, wie es die KaÄi j^ewollt Uaetteni alt^ aus- 
laJQdskronen ueberwiesen haetten. und wir verschaffen 
ihnen wenigstens nicht Doilara auf cfdesem Weg« 

Meinst Du, soIjl nian Stefan etwas ueber- 
weisen, er verlangt es nicht ausdraückiich# Da^e^^en \ 
mcechte er, dass ich micl: mit Dir werben Beschaffung 
eines Suedamerikavisuius in Linvenaehmen setze. Meine 
Begeisterung- dafuer ist reicht :vehr ar^ßs» Ausser Bra- 
silien, dae fuer JLiUdwi,i i^ekxappt hat (nur ha^o er keine 
Hinreisetaoegllchkeit) weiss ich von keiner Moeglich- 
keit. Aber Brasilien, das \nan nur a fond perdu maciien 
kann, ist mit 800 - 9C0 $ ein teurer Spass und wenn 
er schon das Yisun habe^n v/ird, wird er wahrscheinlich 
ebenso weni^ hlnfai^iren koei^inen, wie jetat Ludwij. Ich 
bin daher eigentlich fuer Zuwarten, vmerde mich aber 
beteili^'^^n, wenn Du anderer Ansicht waerst. 

Verrecihnungskonto ? hast Du ja in2v;i sehen 
den gewuenschton Kontoauszug erhalten, 6er XLlez Tse- 
sagt, y^srji Du damit nicht konfonu gehst, wirst Du mir 
Ja schreiben. Was übu Ueber^eiauni^sverkohr betrifft, 
nehcic ich den Vertrauensbeweis dankend zur Kenntnis, 
aber D- koenntest die iJebei^el sungen ol-^nuvfe iter ß von 
Deiner dortigen Bank besorgen lassen. Du braucnst ja 
cbzu kein eigenes Konto in PJagi.and zu haben. Ich wuerde 
es in Zukunft auch nur mehr so handhaben, da ich bei 
den lioner groesseren Schwierigkeiten der Kontofuehrung 
in England mein Konto dort auflassen will. 

Wir haben lebhafte Tage hier. Vorgestern 



war ich dan halben Tag an dar voikawirtsch. J«^^»«^^^ 
der hiesigen üniveraitaet aia gaenrter AuBiaend«r, dann 
mit FrlU L«derer und Frau, seatarn ta^suebar mit dl aean 
m ihrem Auto im Gebirge , eine herrlione Tour »u eluam 
Hoehenhotal 2000 m hoch am Fuaa •inesj'ö^Äi«!'^?,^«^! 
4000m hohen Maadive gelegen, daa an fc^' <>«»»!;« „^J't 
der» Sch^Nelz erinnerte. Heute waren wir vor Tisch mit 
Viktor Anningers Prau. zu mittag mit ihr und dem Lhe- 
oaar Baron '-:rwin Heitü«s. Er hat vor ein paar Monaten 
Itm bSSIueJ^cho Frau geheiratet und l«t mit ihr geatarn 
euf einer Heise nach deru Weaten hier eingetroflen. Um 
vilr Uhi- holt unb das Ehepaar Dr. Deller, die hier aeit 
1 Jalu- wchntn. 6ie ist eine Kusine Cordulae, die Tochter 
Lfi^SrstoJbeAen Gustav Stern, an den Du Dich vielleicht 
f?in^.Sst? U»S abeSde aind wir bei Viki und desaen Haua- 
genossen Dr. Wintersvedn eiiJü«-adou. Dabei haette ich 
Briefe fc»u fiCia^eiben- 

Daliör sciiiieaee ich mit vielen G3-iiessen 

herüiiciiet Dein 



Ueberit^üe Dir' daa mit dan Ueberv/eisvn^en. Du koenntest 
'sie wirklich eine Zeit lang uöbernelitien. 



I « 



./ 



N 



Montevideo 12 AuguBt 1940. 




Llebßte AnnJe 



Soeben erreicht mich Dein lieber 

Brief vom 16. Juli, den ich freudig begruesete. In unserer 
jetzigen Weltabgeechloeeenheit ist Jeder eintreffende Brief 
eine die Stimmung hebende, freundliche Ueberraechung und gar 
wenn er von Personen kommt, die einem lieb sind und deren 
Nachrichten daher stets sehr erwuenscht sind» 

Herzlichen Dank fuer Deinen Bericht 
ueber alle unsre Sorgenkinder« Die beiden acuten Faelle « 

Hermine und ^eckmanns-werden wol,wenn wir nur bisschen Glueck 

haben, in Ordnung kommen. Eurem diplomatischen Geschick ist 
es wol zu danken, dass Roubltscheks sich veranlasst gefuehlt, 
mit Freundschaftsbrief und kleinem Depot sich an dem Schick- 
sal der B.s interessiert zu haben. Ich erwarte Eure weiter«! 
Nachrichten ueber deren Fall, ebenso den Konsul- Bescheid wegen 
Hermine. Ich haoe diese Woche ueber New York per Luftpost 
dem ganzen O-rueppchen nach England geschrieben. Hermine wegen 
ihrer gefassten,vernuenf tigen Haltung sehr gelobt .Heddi auch 
Mut zugesprochen und sie auf die viel dramatischere Lage von 
HundÄtausenden hingewiesen, auch angeregt, wenn ueberhaupt 
Moeglichkeiten fuer eine Ausreise existieren wuerden,die 
Intervention von Lixens Bruder anzusprechen, der Ja sicher 
auch ueber Beziehungen verfuegt und auch angefragt, was er 
eigentlich zu tun gedenkt. An die Beckmanns habe ich vor- 
sichtsweise ueber Cambridge geschrieben und Bericht ueber 
ihre Jetzige Lage eriDeten. 

Von den guten Nachrichten, die Ihr von Lise,Dcszoe 
und Ludwig habt,hoerte ich nur zu gerne. Wenn es auch keine 
Ausreisen momentan fuer die beiden Ersteren gibt, so ist doch 
zu hoffen, da Deszoe nur in Bezug von Pensionseinkommen lebt, 
das allfaellige Verschaerfungen der dortigen Judengesetzge- 
bung ,die Ja meistens in der Ausschaltung aus den Wirtschafts 
leben ihren Gipfelpunkt haben, sie in keinerlei Weise gaffen. 
Leider scheint sich Jugo(?lavien weltanschaulich imraei^wr die 
Achse anzuhaengen. Ich weiss nicht ,ob Ihr fuer Dug. Vor- 
kehrungen treffen konntet, um, falls es auch dort zum Umklap- 
pen kommen sollte,einigermaassen gegen Ueberraschungen,wie 
bereits andrerseits gehabt, gesichert zu sein. Fuer diesen 
Fall mueoste auch Lutz ein Pt'MQt in Anspruch nehmbares 
escape haben» Wie steht es rait/versuchen fuer Brasilien? 
Stefan hab ich den Rat seines Freundes weitergegeben und 
auch beigefuegt,dass das Ausharren dort ,in der Jetzigen 
Weltlage das Einzige ist, was er Jetzt machen koenne. Es 
gibt aus seinem Lande, wie er sicher selbst weiss, derzeit kein 
Heraus. Ich schrieb Euch kuerzlich ueber H. Steiner, dem s.z, 
Inhaber der Liquoerfabrik ,die Stefan vertrat^ der fuer seine 
73 Jaehrige Mutter die Einreise nach hier bekomiaen hatte. 
Da es keinen Seeweg von Europa nach hieher fuer vom Reich 
kommende Reisende mehr gibt,combinierte Steiner fuer seine 
Mutter die Reise ueber Russland-Sibirien-Kobe-^stasien, India 



1 



Esta hoja y im sobre «Via Aerea> pcsan 5 gramos 




Suedafrlca nach hier, doch ist nun auch dtoer Weg fuer 
öle gescheitert, da RuselandBle als Ungar^ln nicht durch- 
reisen laesßt. Uebrlgens hast Du recht, daßo fuer die 
der Unaern und der Freunde, die noch Ira Reich sind, die 

persoenllchen Gefahren, eher •]^Y^®n^!?§^2^H«S??«^r<«T'ativ 
Ich war froh von Dir zu hoereA,daß8 die Odyojee Herliß relativ 
gut geendet hat. Ich werde Ihm an angegebene Adresse schrei- 
ben Er hat bei Allem noch einen Dusel gehabt und habt Ihr 
Ihm 'wirklich gute Freundschaftsdienste geleistet. Mlses wird 
sich, glaub Ich, doch ueber einen der spanischen Haefen ,von 
denen es sooradlsch Ausreisen gibt, gerettet haben. 

Dass Felix let-zten Endes doch zoegerte auszu- 
reisen, kann Ich immerhin verstehen, denn wenn er mal fort iöt, 
duerfte es mit der Wahrung Eurer restlichen Interessen in 
Europa doch schwach stehen. Er lebt nun wol bis auf Weiteres 
in Juogoslavlen? Habt Ihr von Ernst Gl. noch welter gehoert? 
Gleng die Ueberweisung an Hella nun definitlf in Ordnung? 

Es ist nett. dass Ihr mit den^alten Bekannten, 
wie Mlnte doch welter gutfen Contact habt. Gersunys Schilderung 
meiner Hausleute ist absolut richtig. Sie haben auch viel in 
SOS Angelegenheiten zu tun. Herrn Schaeffers Mutter mit einer 
ihrer Toechter ist noch in llizza doch ohne Geld. Mne andre 
Schwester floh mit ihren beiden Toechtern beim Fall von Paris, 
und waren Schffrs 1 1/2 Monate nachrichtslos von ihnen, nun 
sind sie allerdings mittel-und Gepaecklos in London gelandet 
und geben neues Kopfzerbrechen. Du siehst Jeder hat sein fin- 
kerl ' Von Wlethes hoer ich gar nichts. Sie scheinen vorm 
Corrcspondleren Angst zu haben. Auch Ich will sie nicht durch 
Briefe compromittieren.Waß aus Mimls Eltern, die in Keulliy 
lebten, geworden, ist mir auch ganz unbekannt.iiimis Bruder, der 
bei der Artillerie elngerueckt war, wird wol nach dem Rechten 

fuer sie geschaut haben. 

Hoffentlich bekommt Robert A. seine Schwester hinue- 
ber. Der ganzen Familie viele Gruesse. Wie geht es Herrn Otto? 
Dass Gust Lederer auch interniert wurde ,ißt peinlich. Leider 
waere dann Gleiches bei Emil zu befuerchten . 

Von Kobys bin schon lange ohne Lebenszeichen. Die ha- 
be- wol auch Angst nach dem Ausland Brief verkehr zu unterhalb 
ten.Auch von Frau Arecco bin seit Mal nachrichtslos. Flegen- 
heimers haben nun endlich von Rosls in Rotterdam lebenden i.1- 
tern dlrecto Luftpostnachricht. Sie sind wol, aas ist doch die 
Hauptsache. Hechts waren lange in Lausanne, wo sie nun eine 
Filiale haben, nun sind sie wjßder in B.doch ganz geheuer ist es 
Ja dort Je^.zt auch nicht. 

An Bertha und Paul hatte ich schon am 20 Juni als Bell^- 
Ke zu einem an Euch per s/s Brazll gerichteten Brief geschrieben 
und neuerdings an Bertha wieder per s/s Brazll einen laengeren 
Brief diroct abgesandt, mit herzlichem und ermutigenden Inhalt. 
Ich wunder mich, dass am 16/7. dem I^atum Deines mir nun vorlie- 
genden Schreibens, der erste meiner Brief (v.20/6) noch nicht 
eingelangt war. Ich bin ueberzeugt,dass Bertha sich bald er- 
folgreich sich in das dortige " Wirtschaf ts' leben eingliedern 
wird. Nun wuensche Euch erholungsreiche frohe Tage auf Eu- 
rem Trip und viel Liebes fuer die Kinder. Die Holprigkeit 
meines Styles spricht fuer meine Stimmung. 

Schreib wWor recht bald, inzwischen umarmt Euj>ft herzlich^ 

Euer 

Esta hoja y im sobre «Via Aerea» pesan 5 gramos 



t 







r(<A 



l^ 













,Li'«fbor Prltz 



^(Vi^/ 



Montevideo aia 30 Juli 1940. 



Ich schrieb Dir zuletzt per Air Mail am 27, dß und em- 



^ 



iHj^"^ 



pfände soeben Deine Zeilen vom 22 .ds. 



Hermine Ich habe mit Dank von der Kopie Deines Affidavitßchreioens 
an den amerik Konsul nach Ldn Kenntnis genommen» Hoffentlich findet sich 
nun die Bestaetigung der s.Z. gemachten Wiener Einreichung im Gepaeck 
Koennte man nicht, wenn, wie zu fuerchten ist, die Cambridger, die ja von 
der Existenz dieser l^inreichung scheinbar ueberhaupt nichts wussten, die- 
sen Beleg nicht finden, die Umleitung der fuer Wien f aeilig gewordenen 
Quotennummer nach J^ondon bei Deinen dortigen Behoerden nicht erreichen? 
Es waere ja schliesslich zu traurig,wenn nur aus administrativen Gruen- 
den letzten Endes ihre Sache nicht klappen sollte. Deine Argumentierungen 
im Affidavit scheinen mir sehr plausibel, so dass ich hoffe.dass es nicht 
abgelehnt wird. 

HeddlAiix Dass auch fuer sie seinerzeit eingereicht wurde, hoer 
auch ich zum ersten Mal# Auch sie selbst scheinen davon nichts zu wissen. 
Ich bin ganz Deiner Ansicht, dass fuer diesen Fall nun auch einmal Lixens 
Bruder einzuspringen hat. 

Beckmanns Ich seheDu weisst noch nichts Positives ueber die 
Annahme des fuer sie gestellten Affidavits. Haataber bereits reichlich 
mit allerhand Vorarbeiten fuer sie zu tun. Woher Deine Vermutung ueoer 
die erfolgte Internierung Emils? Ich habe keine neuere Post von ihnen. 

LudwiR Fuer ihn waere, wenn es klappt Brasilien meiner Aneicht 
nach das geeignete Land. 

Dupcar ^ Was tut Ihr fuer den Fall als auch dieses Land sich auf 
•'Achsen^Politik umstellen solltet 

Stefan Ich glaube Nicaragua wuerde er nicht aushalten und auch 
ich sehe keinen Weg, wie man jetzt aus Norwegen he^^aus kann. Wir muessen 
mit ihm guenstigere Gelegenheiten abwarten« 

Hella Falls die von Dir erwaehnte Ueberweisung nun wirklich 
klappte, wuerde es mich sehr freuen 

VerrechnunRS Conto Der von Dir erwaehnte Luftpostbrief vom 13. 
Juni hat micn nicht erreicht. Auch Schaeffers sagen mir, dass ein um diese 
Zeit aus New York abgesandter Air Mall Courrler sie nicht erreicht hat. 
Entweder bist Du so gut mir eine Kopie diese in Verlust gegangenen Brie- 
fes zu schicken oder ich belasse es einfach bei Deinen Zalen,da ich es 
mucde bin , ueber diesen Fall so oft zu schreiben. 

Den Ueberweisungsverkehr moechte ich aber unbedingt welter in 
Deinen bewaehrten Haenden lassen. Es kann mir nicht convenieren und auch 
eventuel Gefahren beinhalten, wenn ich mit meiner Staatsbuergerschaft 
Conten in England unterhalten wollte, auch ist der Postverkehr zwischen 
England und iler selten und sehr unregelmaessig geworden, man erfaehrt gar 
keinerlei Abfahrten mehr und Flugpostverbindung gibt es von hier auch 
keine mehr, ausser ueber New York. 

Viel Vergnuegen auf Eurer Erhol un^^stour. Habt Ihr Euch 
dazu ein Auto beigelegt? Und wie ist die genaue Route? Welches ist die 
Adresse Eurer Kinder? 

Habt Ihr news von Herll? 

Herzlichste Gruesae 




per fl/ß Uruguay 



Recoramandiert 



Montevideo 4, Juli 19^0, 



vom 



15,^^' 



Lieber Fritz, 

Meine zuletzt an Dich gerichteten Schreiben alle rocoiiimandiert,ßlnd 
,20, und 27 Juni und Dein zusetzt ^nir zußckoniiQcner Brief ist vom 
10 Juni und enthielt nur den Brief der 1 Hormine vom 24 /Ja! an Euch, jedoch 
nicht das von ihr erwachntc Blatt an mich. 

Ich bin froh Hermine so ^^efai^st zu sehen und muss man direct 
sagen, dass sie den Errelgnißsen , deren Ernst sie sich bev/uFSt ist, wirklich 
mutig gcgenueber steht , Hoffentlich bleibt das ja sonst so friedliche Cam- 
bridge von Luftangriffen verschont. Die Aufgabe ,der England nun gegenueber 
steht ist ungeheuer und muss man die I^altbluetigkeit der Soehne Albions 
bewundern. Es sieht so aus, wie wenn sie den Kampf bis zur Keige durch- 
stehen wuerden und die Consorvativen^nlcht/ so wie die rechtsstehenden Fran- 
zosen , durch Verrat der freiheitlichen Ideen, einen Umfall herüClf uehren 
wuere?on. Uebrigens scheint der Gang der Dinge in Rumaenien das Vordringen 
der Russen, der "Achse gar nicht so erwuenscht gewesen zu sein, aber das 
Umklappen der Rumaenen hat dem Reich billig die ganze Ausbeute der Petro- 
leumgruben in die Haende gespielt und so wieder ein guenstigos Moment fuer 

die Weiter f'uehrung des Krieges geschaffen, 

lieber unsre diversen Sorgenkinder sind Deineberichtlichen 

Nachrichten sicher unterv;egB 

Dr Michalup,der Freund Stefans, hat auch welter mir kein Lebens- 
zeichen gegeben, ,^ , . 

Bist Du in der Angel egcnlicit der Beckmanns weioor gekommen? 
VsiS gibts mit Lise u Deszoe Neuesi Es sieht so aus ,wic wenn die Achse 
auf unblutigem Wege den ungarischen Aspirationen wenigstens fuer einen 
Teil zu Recht verhelfen wollte. In diesem Falle koennte auch Jugoslavien 
ausserhalb der M4l4e bleiben, Was hoert Ihr von Dugi Ist Felix in der 
Schweiz oder dorti Was berichtet Ludwig^- 

Wenn Hcrlinger sich nicht rechtzeitig in eines der Nachbar- 
laender transferieren konnte, ist er leider nun in keiner erfreulichen 
Lage, Er haette auf jeden Fall Europa fruehcr verlassen muessen und aus- 
waertB auf seine amerik Qud>ennummer warten sollen. 

In Oesterreich soll es momentan fuer die Nichtarier nicht 
so uebermaessig schlimm sein, LIan hat nicht zu viel zu essen, aber man 
befasst sich derzeit mit andern Problemen als mit ihnen. 

Hier ist es relativ wieder ruliig. Es ist immerhin moeg- 
lich dass der President General Baldomir sich, um die Zuegel der Regierung 
c'Hnz in der Hand zu halten , dictatoriale Gewalt zueignet , dies aber ohne 
Nazitendenzen damit zu verfolgen. Dies ist aber noch Alles in der Luft, 

Verrechnunp;scQnto_ Anliegend ueberreiche ich Dir den Duplica^ 
Check No 115S24 der NatcityBk Montevideo auf ihr Mutterhaus N York, ausge- 
stellt am 4/5 l939,gccrossed ueber 

UrA Doli 1QQQ.- 0/ De ine Ei^.ene 
desscnTSpTijig Du mir bestaeligen willst. Das Original desselben sandte 
Dir mit meinen recomm. Schreiben vom 27.v.Mts, per s/e Mormacwrent 

Wir haben momentan Toscanini hier und hoere ich seine 
denkwucrdigen Koncerte im Radio. Gestern dirigierte er, Die Ouvertüre vom 
Barbiere, die VII. v, Beethoven, Somnernachts träum, Invitation' de valse, 
Moldau von Smetana und el Mar v Debussy, Heute Egmont,^ IltV.Brahms, 



haben als Verbindung nur mehr die Condor Lati Linie, die, weil auf derselben 
wol AI] es censurlert wird, nicht gar zu angenehm ist. 

Leidet Ihr schon unter der Hitze? Wohin fluechtet^hrtHier 
ists sehr feucht, aber Temperatur wie bei uns im Herbst. 

Se'd innigst gegruesst und umarmt von Eurem 
1 Check No 115524 (Duplicat) ueber f( 1000,- 




FREDERICH UNGER 



•New York, 18*Mai 1940 



Lieber Arturo, 

Anbei Kopie meines Heutigen an Hella. Unter den 
pQcrebenen Umstaencien halte ich das öJiBChe inend gesicherte 
V?lSfuer eini^emassen problematisch, aber vielleicht 
Visum iM.1 ö-^* o *■ >_.^^oi^_, ■nie Ausreise wird 1 



Leo zu befreien. Die Ausreise wird bei 



5L''%'4n::eifeTen e-op^eisch^rrage - wenn auch Ji« heutige 
7M+.fl-l^elüuno: ueber itfdienische Transitsperre vielleicht 
nccS^Jht ?u??ifft - wahrscheinlich in 3aelde gesperrt sein. 
Ob L? We^ ueber Sibirien CKosten 300 Mk. per Person erster, 
SooS dritter Klasse reine Fahrt nach 'Wladivostok) wirklicn 
"^SJJ».^ iit weie^ ich nicht. Ich erv/arte noch Deinen Bescheid, 
ilzff werSe'w'eni ;eae? ^on Dir noch von Hella rechtzeitig 
gegenteiliges hcere, Hella sU-rnieren. 

Verrechnung : ich verstehe Deine Auf re jung nicht 
^anz. wenn Du die Aufstellung, die Du Dir dieKuehe geu^cht 
hSt, anzufertigen, mit meinen r/iffern vergleichst, kommet . 
zu folgender Differenz : 



Du 



Saldo 



Dein Haben 



Dein 

5!e''ich^Dir'^I^^tcurniert habe und dife ich doch 
noch nidi t gebucht hatt, ^^ .^ ^^^^ 

abaueglich df.s von Dir noch nicht beruöck sieht igte 
Storno von -Markkauf Hella- . ^ 



$ 266.— 
$ 500.— 



$ 234.— 



$ 219.— 
$ 225.45 
I 6.45 



waehrend meine letzte Aufstellung vom 3.Mai- 
aufwies, also Diffen-nz insgesamt 

ES ist nicht schwer gewesen fe st i-^u stallen, voraus _ 

sich diese Differenz ?"f »■""«'^f «^^\,i. , .^h-nlr pm 
durch ein "übersehen meinerPe^te,^.e 1 ich Dir m^_ 

J;;^S ^ers^otel ausgelegt J^tte, waehrend die 

Auslagen $ 28.- inE^^e3-/'e-r|"» ^^^^®ßJ;:.J*J Paul 
uelBrgebenen $ 100.-, also $. ^28.- . Hievon gJ^E«! 

dl« Hielfte $ 64.-, wie i V^"* JSi I 9 " «bucht 
erwaehnt, waehrend Du nur $ 50.- plus $ 9.- gebucnj ^^^^ 

^g^bexx^'lfl^'Sdurch, ^ass Du meine uugefaehre An- 
•naLe des Pf^ndgegenwerts^m Bri^^^^ 

Ser die Umx-echnung. Deine Ziffern SÖCÄIQBS $ 110^ 

erg4ben als Summe .| lUi 

Differenz somit 



2 an Arturo 



18.V.40. 



» . 




Ich glaube, dass Du nach dieser erechoepf enden Aufklaerung 
nicht noch ein Kontokorrent brauchst« Uebrigens fuehre Ich 
«in kleines Saldo konto, in dem Du mit den Dir gegebenen 
Ziffern und Salden vorkommst^ da ich auch noch andere Ver- 
rechnungen habe« 

Bitte betrachte das nicht als eine Demission, aber 
ich waere sehr frdh, wenn die Puehrung der Familienverrech- 

Der urspiniengliche 

ist 
ja in der Zwißchenzeit wesgeraiieru icn naoe wenn aucn meist 
unpx^oduktiv d-rzeit wenigstens sehr viel zu tun, ?'aehrend 
Du mehr Kusse hast. Also bitte loese mich einmal fuer eine 
Zeit lang ab# Sonst mache ich in der Hetz;] agd, des ^^ew Yorker 
Tögwerks wirklich einmal ein Durcheinander, 

Kaufm a^ ms ; Biise' hp.t wie icli hoere, fuer die Zwischen- 
zeit einen Posten in einer Faiailie angenonmien. Itih bin aber 
nicht gan^ au cburrant, v^eil ich Kaufmanns seit mindestens 
14 Tagen nicht ^jesehen iiabe* Icii habe momentan zuviel andere 
Sorgen« um mich un^efa^gt mit denen der Kaafme.nns zu befassen, 
lGh%;elss niö) t, v/as sie in ihrer Foebelsache uatemomaien haben, 
habe m~ir aber inzwischen eiripn Klatsch gegeben, dass Kuemmern 
Geld kostet. A^ielleic'nt haben sie doch etwas, was sie mir nicht 
fe.tiert haben, vielleicht gibt ihnen sein Bruder fuer die Woe- 
bel. Ich hb.hH jedenfalls Zeit die üinje an mich herankommen ;iu 
lüs.sen. V/enn Paul nacn Erschoepfung des GeldeSi das ich ihm zuletzt 
gegeben habe, kommen wird, werde ich ihm fuer einige Monate 
fixe ]\^^onatsbezuege geben, bei denen fuer Suse nicht Vorsorge 
.getroffen ist. Ich nelime an, dass das Deinen Intentionen ent- 
spricht, erbitte andernfalls umgehende Mitteilung. Damit stelle 
icn HkKK die Angelegenheit Kaufmanns klar, ohne weitere Diskus- 
sionen zu haben, zu denen ich keine Lust habe. Du magst mit dem, 
was Du schreibst, recht ha.ben, aber wenn ich es Bertha sage, wird 
das P^nde sein, dass wir sie erhalten haben und sie auf uns boes 
bleiben. Du bist immerhin der Gnkel, aber icn bin nicht Paul K'a 
Vormund und wuensche mich nicht mehr als noe tig mit seinen Prob- 
lemen zu befassen, auch v;enn ich Deine Missbilligung Suses durch- 
aus teile. Die Erv/erbsaussichten in USA duerften in der Provinz 
nicht besser sein als hier, speziell fuer Kaufmanns, nur die ^ebens- 
koPten vr'aeren niedrigere« * 

Rpths't ich habe um Mexic. Visa fuer sie ansuchen lassen, 
wofuer ich zunae'chst 22.000 Pesas Kaution zahlen musBte# Von die- 
sem Betrag bekommt man angeblich Pesos 20.000*- nach der Einreise 
frei. Lutz muesste damait eine Werkstatt oder dergl. aufmachen, 
da selbetstaendlge Erwerb sausBebung nicht nur gestattet, sondern 
gewuenscht ist. Anwaltse^esen werden $ 360.- betragen. Wenn Du 
Dich an dieser Aktion irgendwie beteiligen wuerdest, waere ich 
Dir natuerlich dankbar« Die Sache ist seit 2 Wochen anhaengig, 
da aber die Sache Herlinge, die s^ on ueber einen Monat laeuft, 
trotz aller Versprechungen des Anwaltes ( er ist der Anwalt des 
hiesigen meaic. Consulats) noch ni4i t durch ist, fange ich an 
uni*uhig zu werden. 



3 an Arturc vom 13. Mai 1940 



Beckmanns : erwarte Deine Stellungnahme zu meinem Vorschiag 
betr» Affidavit. 

Stefan i bin ohne jede Nachricht und besorgt. Der arme ^rl. 
Aber jetzt sind wieder bekannte in Holland und Belgien vom 
Schicksal erreicht, so ein ex Onkel Anniee Herr Silberstern 
in Bruessel. Es ist entsetzlich. 

Stock F;xchaii;;e : katactophal. Ich habe einen Cj-rosßtell meiner 
Sachen mit tuechti^ien Verlusten re^-dislert, um nicht nodr\ mehr 
zu vorliereni leider schon Sf^aet und nicht Mies. 

Unsere Verrechnun;-': r dio boioen Scheck? hab*^ ich Dir reköinm. 
zuxnaeckge sc nickt unu hoffe, Du hast sie bekommen unc*. die Giros 
erneuert. 

^'lit he2"zlichen ^niesGen 



Dein 



CO 



3y Air Mail Recommaiidiert 



Montevideo am 3.LLiI 



194c 



Sl-ctcr Fritz, 

^ Ich habe Dir ausfuchrlich nm ^l-.v.I/u per s/s Ar^enjina 

geschrieben und alle offenen Faiallionprohlerae darin beruehrt,8o daüs laich 

^iieute kucrzer faGson kann, da u\x las voi^erv'aehntc Schreiben nur v/onige Ta^c 

-^gnanh Erhalt dieser Zeilen bekomien wirr>t, 

2 Ivleinen obigerv.aehnten Brief per s/s Ar^ontina konnte damals 

'^- ^la man, wie ich zur Post kaiiij?! ,rec Briefe nicht nohr aufgeben konnte, den 

^ darin erwaehnten Check nicht nohr bei"» o[^,en,rosp ich musste. denselben heraus- 

o ni-\y\mnr^ iint"' ftrk uebcrreicho ich Dir heute inllOj^end 



nonmen ^JuCiC so 



cö 



Original Che ckTTo Jlj^TCl uebor 



U^ *> -' \J ^ ^ L*. L 



-^^■=.jr.. 



o, aup^estelit 2^v'4 39 von der national Cit^- Bank , 

icli .Giriert m\d recoauanuiert und bitte 



lÄonte Video Branch auf ihx*e 



? Hauptanstalt in N/Z. 30croösod,ar Dj^v... ^ 

d Dl.n mir den richtlij;on I3mpfan^ zu bestacti^en* Das Duplicat dieses Checks 

^ werde Dir voraussichtlich ml 



t s/s Brasil zukoranen lassen. 
Sch neiders Ich orv/arte Deinen Bericht, ob die Angele 3cnheit mit G, 

r^at und ob Du von ilclla irgendwie l^achrichten, erstens 



ü 

^ ,^ ^ 

^ betreffs dcs^Freiwerdens von Leo und zweitens. ob Chancen dafuer vorhanden sind 



''omin^^^o nun ^cKxcirj^jKj na 



l-' 'fi.zB Sic alle Fornalltaeten in time orfuellen koennen, ob sie Aussicht hat, vom 
•H ililfs Comlt<S -las Billet ver^^uetet zu bekommen etco Frau Freund hat mir in den 



7 



O 
03 



kl/ CXi » s 



betreffenden Auorelsefrar-en einen Brief ddo 21/3 zugesandt, den ich laut 
beiliegender Coplc boantvor'ot habe. 

Die Ilaohrlchtcn aus F.nr.lanl sind momentan ziemlich rar. Der Ic 
in lüeincm Besitz befindliche !^lcf vuu Hcrmine^ ist vom 1^/^ von Ke^^f,^.?y3. 

Von Lili u Il^mil seit Llittcliaerz keine weiteren Berichte ^ -^ "^' -- -- 

ist bcdrue 
Li'alen und 

sich rechtzeitig aus dem Ctaube^^cmacht» 



Der letzte 

üie ^ror/s'öv' Schlappe 




^on Liserj. Kam 



.:estorn ein ausfuehrlicher Brief vom 5/^ 



3iG schildert das angenehme Beisaramenscin mit Ludwl5 aic -ind^wie sie)<w^a£,en ^ 

s^A\xri etwat; zuversichtlicher, Ihre G-efue'e fuer das was ihn betrifft, sind zwie- 
■^^spaeltie:, Fuer sich selbst scheinen sie sich keine rechte Bor^e zu machen, 
i^ lonn sie beruchrcn l'h^en Fall gar nicht. 
a Kaufm^iiS' Gibt es bei ihnen ot^vas Ileuos? Boebeii erreicht mich 

u Bertha in dorn bcwussten Problem, Sie sacon Beide, 



••'Cnn 

o 



Luft JOS tbrie 



von Suse 



'^tudlum auf graduate degree ir 
5usc ein 
nenn sie dnn 



'-'olle/e 



nur 



1 



nem 
onpletes scholarship bekaome. Tuse ca^^t, 
,.letto Ccholarahip bckaemc sich mit II;"'''' 



.car: 



in Fra^e kaeme. 



dasß sie nxski käk nJL&kJLX 

_ Ics Coi"^et3cs dur.h 

^ Tt time 7;L)rk noch soviel da.zuvordfenon kann,daBr sie sich allein orhaclt. 
"^ " - - . . "ollogienceld vruorde 



aAi. Letzteres glaube ich nicht rocht, denn, abgesehen vom Collocienceld vruorde 
^ loch ihr Unterhalt v/eitcr eine Belastung fuer ihre Familie sein. Ich bitte 
?PDiah mir mitzuteilen, was eine^complete schollarship Alles beinhaltot» Icii wo 






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£C(i.M nocnma^ö zaruo:>xiAOiiL..en« 



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:;3moogllc]ikciton sind in 



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— T ■ - • ^ 1. 



TTns hoert Ihr 

i i. X a ^ w (.V* * O r' X » 



dobcv 'Icrli ? Ist seiuo Adro^iie noch Hotel iwjei'U 




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. urel])tißch wurden alle Ion Betrugs beweisenden Document.' .iv..-funden. ü.an aat 
:.crcit3 Sichers tcllun^en ^ . M. ^cr Advocat hat IC f' x^cteili^uii^ ao^ ^^^^^^^' 

Bdclstoln Ist öchori inen V/iencr uouüol.äa --^^ ^u^-'^er -ut,*. 



machon bei ochcnker koiamon die nun auch 
-^ — 1 — - '^rn-j- 30qucßtr*?tt hatte 9 



Denkmal -'^mt 



ixciit mj.ti;ejf^Oai.4ion. ITach neuem TCravjh 
- .., ".un-ramcn mit einem Ciourbet,'len 

Ich ho"*re,da.is sich die liebe Annie schon xiedor ^txnz neraus^^u- 
^oxi Gitta nur immer Gutes hoert und die 1 Grretl weiter ^^ler 
^aehlcbion ist. Fotografierst Du ^ar nicht mehr? Ich b/ tto^a neue 
apsuoet3,Ich habe meine "Un5cr"Album8 mit mir. CVLrJTTjTz) , 

Bold innicsst umnrmt u go^rueßt -^.,-</-.'a>-5^>^'^"*^-^ 



4^* .«s* W 



. .. 4. 



per s/s Argentina 



Montevideo, am 24 April 1940. 



Lieber Fritz, 
betr: Unter s tuetzunRS Anp;clef^cnheiten 



Deine lieben Briefe vom 5# und 6.(3s. liefen mir vor 
und danke ich Dir fuer alle Deine Berichte. Du bestaeti^ßt mir nur 
meine Zeilen vom 12. Maerz. Es waren damalß an Dich noch unterv/egs: 
mein recom. Brief per s/ Brasil vom 28/3 
ft einf. *• " ^' " •" " 
•• recom. Luftpostbrief " 6/4 

•• " einf Brief per S/ Uruguay" 10/4 mit Check v.^ 210.03 
die Du wol in der Zwischen-zeit Alle erhalten haben wirst. 

Verrechnong, . 

Aus Deinen mir auf meine Rueckfrage gege- 
benen Aufklaerungon ersehe nun,da6S dio Kaufmanns am 6/1 gegebenen 
Dollar 100.- eine Zalung ausserhalb der mir aufgegeben i 500.- 
waren. Ich habe Dich daher auf dem Verreohungsconto mit meiner 
Haefte auf die Zalung vom 6/1 mit Dollar 50 #* erkannt . 

Ich notierte mir auch aus Deinen Zeilen vom 5.ds. dass 
Du abgesehen von obigen Doli 50.- meine Aufstellung vom 12/3 
richtig befunden hast. Sie war Ja uebrigens auirJf Seiner eigenen 
Aufgaben gemacht, doch scheinen bei dem grossen SOS Betrieb ,den 
Du hast, Deine Notizen etwas durchelnand geraten zu sein» Ich 
wuerde beantragen, dasß,- nachdem Du offenbar mit fliegenden Notizen 
unser account alimentierst - Du unserer Verrechung doch eine Art 
Contocorrentblaettchen widmest, damit stets 100 ff Uebereinstimmung 
auch in dieser Beziehung zwischen uns obwaltet. 

Soweit geschrieben erhalte ich Euer Liebes vom I6.ds 
per Luftpost. Ich habe Dich conform auf Verrechnungsconto wie folgt 

erkannt. 

Dein Zalung fuer Visum Schneider laut dem auch inzwischen 
erhaltenen Brief vom 7ds Doli. 5lO.- die Haelfte hieven ^ 255»- 



fuer üebwsg an Heddi fuer m. Rchg v. Lst 22 ä 3.55 
fuer Lebensmittelpacket ari Hella f .m, Rchg 
fuer UebwBg pro Maerz und 'pril meines Anteils 
( - Haelfte von Lst 50.4.-) an Hermine und Heddi 

Lst 25#2.- i 3.90 



II 



N 



78.45 
5J0 



98.28 



Mit Deinem mir diese Buchungen enthaltenden Saldo zu 
meinen Lasten von S 450. 53, den Du mir mit Deinem Brief vom 16/4 
aufgibst, geh ich wieder nicht ganz einig. Du hast scheinbar leider 
noch iimner nicht, die Dir mit meinem Schreiben vom 12 Maerz aufge- 
geben Irrthuemer geprueft und entsprechende Correcturen gemacht, 
obwol meine Richtigstellungen sich ausschliesslich auf Deine eige- 
nen diversen Buchungsaufgaben, die ich in meinem Schreiben vom 12/3 
ausdruecklich citierte, basieren. 

Es bleibt mir leider nichts Anderes uebrig ,als 
mir die Muehe zu machen, einen Auszug unserer Vorrechnung ab l.Jari. 
d.J. anzufertigen und Dir denselben beizulegen, mit der Bitte. den- 
selben nun wirklich zu pruefen und mir Richtigbefund zukommen zu 
lassen. In diesen Auszug sind natuerlich die 

Doli 210.08 die Dir am 9/4 per Check auf Nat City Bk remittierte 
inbegriffen, ebenso die 

Doli 500.- , 

die Dir heiligend in Original Check No 115701 ausgestellt 26/4 39 
von der National City Bak , Montevideo Branch auf ihre Hauptanstalt 
in N.Y, gecrossed und an Dich giriert, recommandiert.uebermittle. 

Untei'* Beruecksichtigung dieser Remittierungen ist 




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FritÄ 2 

nun untor zu Grundelegung dor "bis zur Stunde in meinen Haenden befind- 
lichen von Dir erhaltenen Aufgaben der Saldo des VerrechnuniSsContos 

Dollars 266."- zu meinen Crunsten 

Was die mir mit Deinen Zeilen vom 21/3 auf^e^^eben 
Zalun^^,cn von Lst 3.-.- an ^use zu deren Gebar tataK betrifft, so hatte 
Dich seinerzeit mit meinem Brief v,8/3 gebeten Lst 4.-,- zu zalen, 
und Dich auf Dein Versehen schon mit meinem Brief vom 23/3 aufmerksam 
gemacht. Ich erwarte daher - nach Ueberprucfung Deiner Zalungen an 
Suse - noch eine Belastung von Dir fuer den Gei^enwert des restlichen 
Lst 1 . • . - 

Kaufmans 
Deine Ausfuehrungen habe mit Interesse gelesen. Meine 
Stellungnahme in der Frage des Medicinstudiums der Suse, war ganz 
spontan, auöschliesalic?! auf meine eigene Beurteilung des Falles 
basiert. Es war Ja meine Absicht mit meinen Zeilen an Bertha bei 
ihr und Paul eine Wi-»-kung hervorzurufen, da sie anscheinend viel 
zu sehr vom elterlichen Ehrgeiz erfuellt sind, denn sonst haetten 
sie in Erkennung ihrer eigenen Lage, dieser Absicht Suses,die ich 
auch nach Anhoerung der von Euch ins Treffen ,p;efuehrten Momente, 
nur auch weiter als wrotten nonsense bezeichnen kann.sofort ener- 
gisch Garraua gemacht. Ich begreife nicht, warum man Suse jetzt 
niclit sofort den Kopf gerade setzen soll und sie Klarheit ueber 
die Situation gewinnen lassen soll. Eine halbe Maassnahme waere eine 
absolut falschangebrachte Schwaeche» Ich halte es fuer ausgcschlos 
sen,dass sie ein Stipendium - selbst unter Mitwirkung ihres eben- 
falls ehrgeizigen Onkels Doz Kfmn - bekommen koennte,das ihr ermoegli- 
chen wuerde sich vollstaendig zu erhalten . Es wuerde sich Ja wol 
bestenfalls um alle Studiengelder und Behelfe handeln und im Uebrigen 
mut ich ihr nicht den Ehrgeiz zu,dass sie sich durch Stunden etc 
selbst erhalten wuerde, sondern sie wuerde natuerlich ruhig in allem 
Uebrigen (ruhig) sich von ihren Eltern ethalten lassen. Aber?<?6ftft^sie 
durch irgend einen kleinen Nebenverdienst sich den Unterhalt verdienen 
wuerde, so waere. damit ihre hartnaeckige Absicht ein langwieriges Stu- 
dium beginnen zuwollen, -denn taeuschen wir uns nicht, es wird wol noch 
geraume Zeit dauern bis Paul und Bertha sich selbst erhalten koenner., 
- gar nicht gerechtfertigt, denn es kann wol kein Zweifel darueber be» 
stehen, dasß sie angesichts der Situation und des Alters ihrer Eltern, 
unbedingt sich sofort darauf einstellen muesste, durch ein Mitverdienen 
die Position der Eltern zu erleichtem. Es gibt dort sicher auch - so 
aehnlich wie hier - andre Moeglichkelten fuer ein Maedl ihrer Intelli- 
genz als einen Hausgehilfinnen- posten, sie kann Ja auch Erzieherin 
oder sonst in einem ^odebetrleb oder einem Unternehmen unterkommen, wo 
man gerne weibliche Angestellte annimmt und durch ihren Verdienst 
dann die Eltern moralisch und materlel stuetzen. 

Ich sehe gar nicht ein, warum in diesem Falle, der 
auch bedeutend auf das zukucnf tige Leben von Bertha und Paul hinein- 
wirken wird, ihnen durch eine klare Stellungnahme nicht rechtzeitig 
geholfen werden soll, zu den Eigensinnigkeiten und Hartnaeckigkeiten 
ihrer Tochter die richtige Distanz zu nel:imen und einen richtig gehal- 
tenen elterlichen Willen ,der den Verhaeltnissen Rechnung traegt, durch 
zusetzen. Ihr wisßt, es gebeert schon viel dazu mich aus dem Ilacusl 
zu brin^n,aber der Fall ist zu grotesk und unvernuenf tig,als dats er 
nicht eine energische Intervention beduerf te,dies schon mit Rueck- 
eicht auf unsere Stellung als Erhalter der ganzen Famillet 

Ich halte eine"laißsez aller laisper faire"Einßtellung 
fuer verkehrt. Auf die Meinung einer Schulprofessorin konnte man 
eventuel in der guten alten Zeit wenn das Studierenlaüsen keine 
Geldsorge bedeutete, die Rechtfertigung eines Weiterzustierenlassens 



Fritz 3 
innerlich vor sich basleren, aber in der heutigen Lage, bei den bereits 
genuegend beleuchteten geringen ErfolgBaussichten,i8t und bleibt der 
Plan ein Unsinn. 

Suse ist meiner Ansicht nach alt genug, um die Trag- 
weite eines coup de tetes ihrerseits, wenn ev im Widerspruch zu dem 
klar ausgesprochenen Rat ihres an der Erhaltung llirer Familie betei- 
ligten Großsonkols geschieht, zu erkennen. Ich hoffe ,dass Bertha u« 
Paul ihr rechtzeitig den Kopf zurechtsetzen, damit ich nicht geawungen 
werde ,zu diesem Gegenstand einen klaren positiven Standpunkt einzu- 
nehmen ♦ Ich habe die Ansicht einiger Freunde ueber diesen Fall einge- 
holt, kann aber nur sagen, dass Alle sich meiner Einstellung anschliessen. 

Haben sich Kaufmans nicht In einer Krankencasse ein- 
geschrieben, um den hohen Aerztekosten in Krankheltsfaellen zu entgehen/? 
Hier wird von Allen auch nur zu den zu billigen Horft*aren schwarz ar- 
beitenden Emlgrantenaerzten gegangen. Geschieht dies nicht auch dort? 

Man sagt mir hier allgemein - es sind dies Leute, die 
Verwandte in Amerika haben - dass In allen andern Staedten -ausgenom- 
men New York - die Erwerbsmoeglichkeiten fuer die Emigranten guens ti- 
gere sind, als gerade in dieser Riesenstadt. Haben Kaufmans oder Ihr 
fuer sie, noch niemals die Frage einer Transferirung in Staedte wie 
z.B. Minneapolls, Indianopolls , Boston etc ventiliert? 

Warum hat man eigentlich Suse den Laboratoriunscurs 
machen lassen, wenn er keine Voraussetzung fuer eine qaaliflcierte 
Stellung bietet? Frau Dr Janowitz* Idee " vorlaeufig weiterstudieren 
zu lassen"ist auch eine Idee einer Person, die sich scheinbar auf die 
eingetretenen Umwaelzungen noch nicht richtig eingestellt hat, Sie 
wird^was immer sie auch macht, wenn sie gefaellt, einen Mann finden, 

Schneiders : von 

Ich habe Deiner Einreichung fuer da& Vfiom 
fuer, S. Domingo beste Notiz genommen. Ich weiss ,dass alle andorn 
TTegeso gut wie ungangbar sind. S.domingo ist keine freundliche Loe- 
sung. Ewige Hitze, die Leo, wie mir im Auftrage Hellas durch Llse luft- 
postlich sagen Hess, nicht vertraegt,und mich deshalb bat, Paraguay 
nicht zu bearbeiten. Wie diese Nachricht kam ,war Paraguay schon laengä. 
erledigt und Du hattest schon S. Domingo durchgefuehrt. Sie werden 
sich ebenso wie die vielen andern Tausende an das Klima gewool:inen 
muessen,das Wichtigste war und bleibt das Herauskommen, wenn es uober- 
haupt noch klappt. Auch mit dem Geldverdienen wird es dort schwer 
sein. Das wissen wir leider ja auch. Ich habe fuer den FalV*^^' ^^ ^^^ 
der Ausreise klappen sollte « ich bin, wie Du, gar nicht davon ueber- 
zeugt, dass das mit Leo ohne WcJberes klappen wird - Frau Arecco bereits 
gebeten. die Beiden oder Hella allein, wenn dies ein sollte ,fuer die 
Zeit ihres Dortseins, um auf den Dampfer zu warten, zu beherbergen und 
zu verpflegen. Laut den J^zigen Vorschriften, soll man nur 5 Tage vor 
Abgang des Dampfers in Italien einreisen koennen. Ich weiss zwa«^^ 
nicht rob Frau Arecco dicü tun koennen wird, da ich r;crade dieser* Soerte, 
dass sie notgedrungen nun meine ^.iiamer bei ihr vermieten will, ob also 
beim Zeitpunkt ihres Eintreffend sie Platz haben wird. Ich gab Fr A, 
Jedenfalls schon passende Hotels auf, wo sie sie gegebenen Falls unter- 
bringen soll. Sobald es in der Sache Neu^^s gibt, bitte verstaendige 
mich, auch wenn Du den Dampfer weisst mit^'e Ausreise erfolgt ,dles 
auch um event. Luftpostlich nach Genua das Noetige Irgendwie veranlassen 

zu koennen, 

Wegen Lise.Deszoe und Lutz bin ich auf Doine weiteren Be- 
richte gcspanÄt, HätLuawig die neuen i3uegerpapiere bekonmen? Sollte 
ich von irgend welchen passenden lloeglichkeiten nach Suedamerika hooren 
berfchtc ich Euch per Luftpost, Man kann heute gar keine Prognostiken 
darueber abgeben, was in Mittel und Sucdeuropa noch Alles raoeglich ifct, 

Stefan ist wirklich ein Pechvogel, Ich hoffe er hatte 
recthtzeitig flair und sich in Sicherheit a tempo gebracht. 



ut-^ 



Fritz 4 



Lill Emil, Haben auch mir von ihrem Lllssgoschicl: mit ihrem 
Kapit ovliaten »g erichtet ^doch- in keiner TTeine irgendwelche VTuenßche 
gcacuGBerl, Ich- riet ihnen sich dort einen andern passenden Partner 
zu suchen, oder* die Sacne kleiner auf zuzaeuiacn oder eventuol daweil 
in einoüi derartigen Betrieb nur eine uana^cvs, eile anzustreben, aber 



jedenfalls irsend einen Vorstach au machen* Emi] 



ist 



lin klarer Kop 



X 



sich letzten Ende« doch v/as ^/ernuenf tiöos comblnloren, 

. - • mmm % ■% • • _ ''^ 



fuer 



una V7ira 

Feuermann war dieser Tar^e uebor uoinen Tfusch bei mir» ^r 
will " exäW hUA al ' i] Coiumlssionaer hier vorsuchen und dabei nichts 
ö\'fono Rechniui5 naclLOn . ^'at schon eini^so i^ute Verbindunt^en im Ausxando 
und hofft- er arbeilet mit seinen Bruder, der frucher in lU'i» war,- 
bald auf einen Erfolg* Er sa^t^daos der Ilofraü nicht an ale Aubroiao 
denken wil^ -offenbar seiner Frau zu Liebe, die Christin^ ist und lie- 
ber 'dort bleiben v/oll* F. ist von Deiner Groosherzli^kei t- ^anz p;e- 
rudrt und hat Dir dieser Ta^^o v/ol luftpostlich seinen Dank außao::.pro- 



cnen 



mußs 



Der 1 Annio dank ich herzlichst fuer Ihre i Zeilent ^orlinser 
s:.ch fuer seinen titre de voya^se ein aller reljur fuer Frch 



herausfetzen, sonst wird da.^ Visuia Mexico wol s hwer Bein^ BchaefCers 
hatten auch so einen titre de voya,^o 'ond buk mon damals mit -rossen 
3chv:lorltSkGiten das rebur eingeschrieben aber heute, im ..riCoC scaemt 
so eine Be^uonstltSuneS ^"ast unmoetslich. Als bebersans scheint der ver- 
such ß Domingo oder Cuba nicht s :hlecht,E£ Ist Ja ehe z'um -rundern, aass 
er in Aurillac bleiben konnte, den die Franzosen v;arcn mit den ^^mx^^rua- 
ten, als der Ilrie^ befeann /licht gerade zu liebenswuerdig. Er hat wol 

Protection gehabt* ^ ^ . -r . ^ ,^ .r^^^ 

Gitta meine Gratulation zu' ihren i^rfols^n. Jnd uretl viel 

Liebes» An alle Freunde herzlichste Gruesse, . ' ,, ... 

den Dr Goldjcrr^er / Klinik licomann^der damals 

bei der Heirat 
gelernt» 



Himi-Camillo seine Hand sehr im Spiele hatte, kennen 



TTas sagt Euch Felix ueber die Lage. % will noch weiter mit 
Familie in Europa bleiben» Habt Ihr mit Dug gar keine Combmations- 
mooglichkei^.err? ^^^^^ ^^^^^ Postschluss nicht laenger mit Euch Gedanken 
tauschen, IJaechstens Fortsetzung» Schaeffers gruessen yielmaia » una 
lassen sich boda^iken fuer Euer 1 Gednken unbekannterwoxse» 

In 



Liebe 



gruesat und umarmt Euch ir.nigs 



In rAle J 
-a4>t5^ra-^3-re4 — 

1 Check :io 11^^70t.^^- tieber U3A Dol i 500t* 'Original; 
ausgestellt 2^von Kat 2lty liak lAontendeo Brancn 
auf Imt'C^ty Bak II. Y. 11.1. 
gecrojiiK^und giriert 





y. 



^^^t-^- 




^^^ ^ ^c 



^ a> 



1 '^i:^vvQQ:axi^\^i^^ Conto Aufstellung .^<^^^^'^Z^ 



^-^/:^^^:/^, Z^^^^^ ^-^/. 



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Unterstuetzunga VerrechnungßC 



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an 1 Januar 1940, 



17/1 remltt. Check N.Y, 
9/4 »» I« n 



25/4 



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^ 719*10 

•* 210.06 

« 5OQ- 






^ 1429*18 



25/1 Saldovortrap; zu meinen 
Gunsten 

^ 266,- 



ti 



1/1 f. Convertierung des 
Lst Saldo V. Let 28.4,4 

ä 3.90 
Hotel Kaufiaan{n^Teil) — 
m/ Teil 1. Zl^^ Kfmn 

Heddi J/F Lst 5.1 
Herrn Jan " 15. -.6 

Herrn FebJ]^ 10 , -.6 

ä 3*95 Lßt3Öt2w- 






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6/1 
20^2 



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t3 0^yr 

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^.1/3" Teil Außzlg Stefan 

3. 2alg Kaufmn 
Auszlg Hella M 200 
AuszIk Suse fuer Herrn 

Lst 2.-.- 
" Auszlr, Suse fuer Hcadi 

Lst 1.-.- 
16/4 mein Teil Visum 

Schneiders S.Doaingo 
UebwsK Heddi f ,m,Rechg 
Lst22.... ä 355 
Lebensmittel packet 
Hella f.m. Rechg 
mein Teil f. AuszIoti 

Herrn. Maer z/April Lst 20.1.- 
Heddi *' " " 5.1,. 



tt 



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I 
^-118.90 

11 .70 t/ 

15Q^- y 
15.50^ 

7.5üt/ 

3.75 [/ 

255.- 1/ 

78.45 [/ 

5.10 |y 



3.90 



Lat 25.2.- 98.^3 ^ 



25/4 Saldo zu meinen Gunsten 
nach den bis heute in 
Meinen Haenden befind- 
lichen Buchungsaufgaben 



266.- 



fi 1429.18 



E.O.E.. 



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06— «862 



^ 



Form 3806 (Rev. Jan. 21, 1935) 




(POSTMARK OF) 



Receipt for Regislered Article No fi-4ti£^1 ^. X^^- -0^ 

Regi.lered at thc Post Offigo indicated in \Vi^i M^ f m^ J. 'Z /^ ^t^ ^"v <>\ 

Fee paii — ./..j ctnls Class postage ,-— J" 

value 






Declared 



Return Receipt fee _ 
Delivery rcstricted t 




'charge paid, $_. 
Spl. Del'y fee . 



ssee: 





(MAILING OFFICE) 



in person , or orderA.i?.-« 

Acceptini^ employee will 
iiidicating restricted delivory. 

P0STMA8TB>,-pCT - 

The Bender ilimlrl'Trri" " tfct t %iiinr^'' 'i ■ / ' l^ " "" hack hereof as an identification. 

aud Bubiuit this rcNujI^^ '-'■i^f^ "f inuuiry (,r^»i>\'u-nX.ic,n for indeninity. 

Regiptry lees sisi^'Änd^i mit y. — Dornest JrrüKistry fees ränge from 15 cente for iudeinnity not 
excocdiiiKys up to $1 for indemnity not exceeding $1,000. The fee on domestio registered matter 
without intrinsic value and for whic'n indeionity is not paid Ls l/icents. Consult poatmaster a» to 
tlie specific domealic regLstry feeB and surohariceH and an to tho regwtry fees chargeable on registered 
parcel-poat packages for foreign countries. Fee« on domestic registered C. O. D. luail ränge from 
2r« centa to $1.20. Indeninity claiins inust be filed within ono year (C O. D. aix months) from date 



Preserve 



of inailing. 



U.S. eOVERNUENT PRINTKiS OFFICK 



o6— «862 



AIBIAM^ RBa$ 



13 .Mai 1940 



Lieber Artur, 



Deine beiden Brief<9 vom 24* und 3o , die soeben 
eintreffen j beantworte naechsten^s wenn Zeit ausfuehrlicho 
Heute muss Dir zunaechst d«Di Scheck zurueckschicken, $ 500» 
weiJ. v/ieder niuht den hiesigen Vorschriften entsprechend 
indossiert» 



S 



Du duerftest auch In den dortigen heutigen Zeitun- 
n lesen, aass alle Deutsch und üesterrelcher in England 
in KonzentratiorivSlaijer konraen, Dcis macho mich UiT Emil B# 
sehr besorgt (Lix du^rftp als Techechoslovag nldi t betrof- 
fen sein) und ich frnf^e mich, ob wir nicht etwas f\ier ihn 
oun muessen» Augenblicklich d»^nkp ich an Folgendes : sein 
Schwager Hobitechek Ist hier, der sollte fuer IhTi ein Affi- 
davit ausstellen (ich weiss natuerlich nicht, ob er es tun 
wird) und Vvir j\ier das Kliepaar i^.OOO»- $ Depot erlegent Ich 
habe von Feellen gebeert, wo solcne Lioeeungen moeglich waren» 
DaB Affidavit Hobitscnek an sicn waere wertlos, daher daneben 
die Kaution, ausserdem weiss ich nicht, ob der Scnwagcr sich 
trauen wuerde, ein Affidavit zu geben, wenn er sich nicht 
sicher fiaehlt, nicht wirklich den Schwager erhalten zu mues- 
sen» Bittre antworte mir sofort pei» Ainnail« ich werde dieser 
Tage mit Pänlls Vreund Gruenhut mich ueber die Chancen fuer 
Fjnil unterhalten. 



Beste Gruesse 



Dein 



3*Btei ii)40 



Lieber iir-turc, 



Wie ich Dir in meinem houti^j^eü Briel' bereite mitteilte, 
war Dein Giro aul aoin ietzt^e sandten ScnecJL von ij> iiiJü.OÖ npch hie- 
eii^en Begriffen irre^ui-aer, aab iAeii>iA nicht uebe reins cimmend mit 




H^r2.iiche Gm^cööe 



Dein 



V 



New York, 3«Mal 1940« 



Lieber ArturOf 



/ 



^ 



Bestens dankend Deinen Scheck voä $ 210.08 erhalten 
xind Dir gut^ehracht« Leidt^r lauss Dir auch $ 16« — rueckver- 
gueten, weil die Ueberweisung an Hella di eeer Tage storniert 
werden musste, weil nach Pra^ angeblich keine Ueberweisungen 
zu reduiiiertem Kurs bewilligt werden* Ein Dollar wurde mir 
l^ior Cabelsp. abgezogen. Jetzt weiss ich nicntf was mit der 
üeberweisang an Hella sein wird» Idi habe xaioh noch nicht 
entschlossen, ihr Geld zur offiziellen Vorkriegsrate zu ueber- 
weisen, weil das doch wirklich ein frecher iiaub ist* Ich glaube, 
man sollte ihr vielleicht doch etv/as Geld zuiü teuern Kurs zu- 
kommen lassen, v^eil ich heute wieaer. eine verzweifelte Karte 
vom 12* bekomme, «orin sie schreibt, dass sie aas Geld schon 
dring endBt gebraucht haette* Nun glaube icxi, fuers Essen wird 
es nicht soin, denn das bekoriirnt sie Ja uuisonst, sondern sie 
Geld fuer irgend eine Sclmuerage liegen Ueos brauchen* Blan weise 
sich wirklich keinen Hat. Idi habe Ernst Glasneri der rioch 
Guthaben In Prag haben duerfte, geschrieben, er moechte ver- 
suchen, ihr ctY/as zu ueberwelsen. Ich Y-^eiss aber nicht, ob 
er mehr Glueck haben wird. 

San Domingo : ist angeblich bereits prinzipiell be- 
willigt, aber eine offizielle Verstcendigung steht noch aus. 
Hoffentlich kcmmt ie in den naechsten Teigen. Leider schaut die 
Sache auf der Schneiderseite nicht guenstig aus. Hella schreibt : 

»«Wir koennen beiu besten Yiillen nicnt reisefertig sein. 
♦«Laeest es sich nicht verlaengern? Sonst muesstest 
"Du es leider wieder annullieren. Ich weiss leider 
"noch immer nichts Naeheree ueber L*s Gesundung. Ich 
11. "hoere stets nur "bald". Dann dauern Passverlaengerung 
"und die hiesigen Reisevorbereitungen wieclerum Wochen. 
'•Es ist schade, dass die Sachen nici;it langfristiger sindJ* 
Eine Verla enger ung ueber die 30 Tage hinaus ist nach neuesten Nach- 
richten ausgeschlossen, uebrigens sinu die Kosten fuer neue An-- 
suchen weiter hinaufgesetzt worden. , ,. 

Die Frage, vor der wir stehen, und zu der ich Deine Stellungnahme 
erbitte, ist : sollen wir annullieren oder sollen wif Leos laufen 
lassen und nur Hella annullieren oder S9llen wir beide laufen las- 
sen? Ich ueberlasse die Entscheidung Dir, mir ist Jede Loeaing 
recht. Gegen die einzelnen Loesungen spricht s 

. a) 50$ Kosten haben wir auf jeden Fall. Wenn wir das 
Visum spaeter wieder haben wollen, werden die Kosten hoeher sein, 
vielleicht bekonfimt man dann auä nicht Domingo. Die Idee der Sache 
»war ausserdem, Hella die BeLiiehungen um FreimachuiAg au erleichtern, 
wobei wir uns nidht sicher waren, ob wir ihr damit wii'klich helfen. 

b) da kann vdederum passieren, dass Leo das Visum hat, 
freigeht und schliesslich ausreisen kann, aber dass Hella es nicht 
wieder bekommt. Die Sachen aendern sich doch von Tag zu Tag, u.zw. 
gewoehnlich zum Schlechteren. Die Vorstellung, dass Leo hinauskann 
und Hella vielleidit zurueckbleibt, ist lUktuerlich quaelend. 

c) wir riskieren, die 1000 $ fuer nichts ausgegeben zu 



haben I ohne etwas damit erhielt zu haben. Sie haben zwar das 
Visum bekommen I aber Leo kann nicht ausreisen oder die Schiffs- 
verbinaungen mi^ üebersee werden gan2i abgesclinitteni was im 
Fall Italiens Eintreten dm den Krieg nicht ausgeschlossen ist. 
(Dieses Risko trifft auch im Fall b) au, aber da nur fuer einen 
Betrag von öCX) $)• 

Das sind die Risken der va:'schieden«n moegl. Entschluesse. Ich 
muss sagen, ich bin mir nicht gescheit genug. Ich waere eigent- 
lich am ehesten dafuer, die seinerzeit von mir \rorgeschlagene 
Alterna'tive b) zu waehlen, also Hella zu canceln und Leo laufen 
zu lassen, ueberlasee aber Dir die Entscheidung, die ich mir 
nur baldigst erbitte. Sollte ich nicht vor Ablauf der Frist von 
Dir Anderes gehoer * haben, wuerde ich es also bei b) belassen. 

Kaufmann ; da steht eine neue Ausgabe bevor, weil ihre Lifts 
freigegeben sind und raschestens ausgeloest v^erden muessen. Die 
Kosten sind ueber ein Jahr Lagerspesen, was 260 $ bisher ausmachen 
sollt dann die sonstigen Freimachungsspesen. Am Besten waere 
wahrscheinlich gewesen, sie la etten den Kram in Deutschland 
zurueckgelassen, da nun aber die Lifts hier sitidy haften sie 
fuer die c;uf gelaufenen Speseiu Ausserdem werden sie sich viel- 
leicht das Wclrmen verbilligen koennen, weil äxä moeblierte Woh- 
nungen teurer sind und sie wenn sie eine etwss groessere Wohnung 
nelicien, Ziiriuor vermieten koennen. Die Rechnung hat aber meines 
Brach tens verschiedene Loecher« vor Allem dass nach den Erfahrun- 
gen bei c\ndern Emigr^s-der Besitz der Moegbel verleitet, zu 
grovsse oder zu teuore VJohnungen zu nehmen und weil die lÄlohnung 
wieder Zeit und Arbeit kostet, die anderswo fehlen. Ausserdem 
kann man sich dadurc>i auch schwerer vom Ort veraendem. Aber 
die lÄoebel im Lager zu lassen kostet ^X) $ monatlich und kommt 
BChon gar nicht in Frage. Dio Kaufmanns v/erden jedenfalls raschest 
Wohnung* sud' en muessen und dazusehen, dass sie das Problem am 
zweckmaessigeten loesen. Hertha ist ja eine sehr praktische Person. 
Vielleicht gelingt es ihnen, vom Hilfskomi t6 einen Beitrag zu 
den Moebeikosten zu erhalten. Sie werden es jedenfalls versuchen. 
Ich habe aber wenig Hoffnung, denn ich habe gesehen, dass das 
KomitS in el n©m anderen Fall bei jemand, der auf ihren Pay- Rolls 
bereits mit woechentl. Unterstuetzungen ist, jeden Beitrag abge- 
lehnt hat. > 

Beckmanns : verlangen von mir, ich soll ihnen Affidavits fuer USA 
versorgen. Sie koennen sich nicht c nt sohl i essen, in England etwas 
zu beginnen. Das ist eine aussichtslose Forderung, weil heute nie- 
mand mehi^ hier ein Affidc^vit gibt, bezw. die Affidavits jetzt von 
den Konsuln nicht anerkannt werden, immer neue Belege und Garantien 
verlangt werden. Ich habe daher keinerlei Aussicht, von irgend jeman- 
dem noch ein Affidavit zu bekcmnien. Mein eigenes Affidavit zu geben 
habe ich Bedenken. Ich habe schon einige Affidavits gegeben und 
nuesete das dem Londoner Konsulat bekaimtgeben. Ich weiss, dass 
speziell das Londoner Konsulat genaue Angaben darueber verlangt, 
ob man auf Grund der gegebenen Affidavits zu Unters tue tzungen her- 
angezogen wird, wie die Vermoegens- und Einkommensverhaeltnisse der 
einzenen, fuer die man Affidavit gegeben hat, aussehen. Das ist in 
meinen Faellen nicht sehr gut. Ausserdem habe ich hier vorlaeufig 
wenig EinkoHimen versteuert vxjßxmxzx (bei aer Beurteilung des Affi- 
davits kommt es mehr aufs Einkoiranen als aufs Vermoegen an) und ich 
muss mir noch eine letzte Reserve fuer Familie Roth halten. Ich selbst 
komme also auch nicht in Frage. Ich habe Emils Freund Herrn Gruenhut 






an Arthur 3«Mal 1940 

geschrieben, dass ich ihn eprechan aoechte, er hat aber nicht 
geantwortet« 

Ueber Stefan kann man sich Sorgen machem Aber wie ihm zu helfen 
waere, sehe ich nicht* Wahrscheinlich steckt der Aeraste in einem 
Deutschen Konzentrationslager« 

Kochmals die Verrechnung t lt. meinem Brief 21»III $ oic*''^ 



$ 78« 45 



$ 



98« 28 

43o! 

$ 210.08 




225.45 



zuzuegl« i^ril 7 Visum Schneider 
Dein beschenk Heddi 
Zahlungen Hermine Heddi ICaerz April 

Dein Anteil £ 26«2«- %i 3«90 
Lebensmittel an Hella 

abzuegl« Dein Scheck 

Rueckverguetung stom« Markuei erweisung 

Bitte um gelegentl« Mitteilung, ob wir kdnform gehen. 

Bitte wenn Du naechstens Scheck schickst, zu beachten, dass 
Deine Unterschrift mit dem Wortlaut der Orderklausel ueberein- 
stimat, man hat mir den Scheck diesmal erst nicht nehmen vollen, 
weil die Order auf Arthur und die Unterschrift nur A..* gelautet 
hat« 

Ich bedaare, dass mein heutiger Brief nichts Erfreulicheres zu 
berichten hat« Gesamt Stimmung siehe umseits« 

Herzliche Gruesse Dein 



I 



P er s /Uruguay 
Certificado 



9/4 A 
Montevideo I0/4 1940 



Lieber Fritz, 



Mein rec Luf tpostschreiben vom öCdst wirst 
Du Inzwischen erhalten haben und gesehen haben, was Du nun in der Ange- 
legenheit Hella/ Leo dort tun kannst* Ich erwarte Deine Nachricht, ob 
Du S. Domingo oder was Andres durchfuehren konntest« 

Gestern hatte einen Brief von Sandor Wolf , er hat alle 
seine Verwandten, die in der Czechel waren, glueckllch nach Palestina 
hlnueborgebracht* Wie er dies erreicht hat, sagt er allerdings nicht» 
Man sagt mir hier,dass die geheimen "Transporte nach Palestina durch 
Genf noch Immer organisiert werden» Dass das Reich Leute, die kein Vi. 
sum haben, herau8laesst,resp diese Schwarzfahrer ,wenn es ihnen auch 
gelingen sollte, irgendwie aus Deutschland herauszukommen, den Transit 
aufenthalt In der Schweiz bis zum Abtransport bekommen, ist mir nicht 
ganz klar. Nach Palestina zu kommen waere fuer diese beiden vom Pech 
verfdfeten noch eine acceptable Loesung gewesen» 

Die heute nacht ueber Norwegen gekommene Hineinreissung 
in den Conflikt ist recht bedeutungsvoll »Wenn auch die weiteren Con- 
sequenzen nicht vorauszusehen, Jedenfalls wirkt sich die aktive Politik 
Churchlls,dle dem Reich anfaengt unangenehm zu werden, aus und der so 
halb elngeschlafene Krieg, kommt wieder in eine neue kritische Phase, 
der in wenigen Stimden bereits Daenemark zum Opfer gefallen» Die Aussäen 
seiter koennen diese Wendung, so ernste Folgen sie auch haben mag, nur 
begruessen,denn schliesslich bringt sie denn Krieg endlich in Fluss 
und kann als Etappe zu mindest in zeitlicher Hinsicht- zur Erreichung 
des Endes dieses Conf 11c tes, ueber dessen Dauer man sich bisher noch 
keinerlei Vorstellungen machen kann, gewertet werden» Gerade- 9/4 12 Uhr- 
heisst es im Radio das. die Deutschen bereits Oslo besetzt haetten» 
Hoffentlich hat sich Stefan, der wieder mal zum Handkuss kommt, bereits 
in eine sichere Gegend gebracht \ind erwachsen ihm nicht welt^e un- 
angenehme Consequenzen. So ferne man auch vom Schuss ist, so mss ich 
doch gestehen, dass diese neuen Kaleidoscopartig sich aendernden Ereig« 
nisse Einem doch ordentlich auf den Nerven spielen» Italien in seiner 
lucratlven ,privlligierten Stellung wird es sich doch zweimal ueberlegen^ 
die Sperrung der Adrla zu decretieren,denn dann waere durch diese 
Handlung seine Stellungnahme praecisiert und der casus ^^^1^ ^^^ ^f^, 
Alliierten gegeben» Ich neige eher zur Ansicht, dass es vorziehen wird, 

entnehmen,dass durch Verweigerung^ des Arbeitsper.lta^-^e^ i^^ ^^ 



sen.was sie i/uii Duj.xv.ii» -*- 7.^,..^^^ dieses Rlsico zu brö.e>c" «' 

tlv'sehr hoch gewesen und o^^^K^P^i^äJoLsE^lagement. Aber ich vef 
80 ar ihrem chartered accountant ein^zu '^o^ ^^^^ ^iese Klippe um 

lasse mich auf die Intelligenz von Emil, r 

schiffen. _,„^„ .._en Brief von der ^ß^,^?^ef''spitzer an dessen 
Ich las 8°jJ^^\^i"gSt bekannten Industriellen Spit ^^^„^^re. 

soenlich schon ^«"/^^^-XIÄaliendorf Slf^^,i°^;„York a^ßemacht zu 
Haus Zelinkagasse 7 ( ^^J^^Ji^kwarenindustrie ^'^ '^^f ^^^t^en . Sie bo- 
Er scheint auch s hon eine i E^^taeuschuneen erlebt ^ na p^^^^^^^e 
haben, scheint aber hishor nur^^i^^^ AitmannKuehne, Brauns, ^^^^^^^^ ^^-^^ 

richtet'wie w' ' 

vom Ko^l°^^^'!P^»V''SöT»ff In dem Kcstaur»"",*': - «„^o Eurer 



- 2 - 



noch nicht gesettled, ,^ ^ u * n., a^.,-,4 

Bellleeend Hellas Brief an Dich vom 20/2 retour. Hast Du l^izwl- 

Bchen schon Nachricht, dass slo Deine Zuweisung erhielt? 

Was gibt 03 bei Kaufmanns Neues? 

In der Liftsache hab Ich vor Kurzem an einen unserer Liquidato- 
ren der Well Hermanos «c Co In Rotterdam geschrieben (luf tpostllch) sich 
bei hell Spedltueren ueber die Chancen und Modalitaeten des Transportes 
von Hamburg nach Cambridge und den billigsten Porfaltsatz zu informieren 

und werde daueber noch hoeren. v. . i,*. -^ k«„av>v,+ 

Gestern hatte auch von Paul wieder mal Nachricht, ^r beginnt 
nun seine Curse im Iowa College, Memorial Union Bullding , Arnes, Iowa 

UntcrfetuetzvinKS u. Verrechn u^gs Conto. v,„4^t ^„f «-hirrf.« 
Anliegend ueberreiche ich Dir zur Gutschrift auf obiges 

Conto den Cashlors Check No NT 85386 aaggesi^eilt am Y^ '.]^ ^/.^';i J^J^^ 
sich selbst von der The National City Bank of New York im Betrage 

vm TlSA Dollars 210.08 an Deine Ordre, duely crossod , 
und bitte Dich mir den richtigen Smpfang zu bcstaetigen. ,,,..„ 

Sobald Du weitere Ueberwoiaungon wegen der Aktion 
Hella-Leo brauchst bitte ich Dich mich zu verstaondigen. 

Wir hatten Jetzt eine Woche mit endlosen Gewittern, doch 

nun steigt das Baromoter wieder. ^- ,^4 w i iv v,ot 

Seid Ihr mit Felix in engem Contact? Die Fabrik hat 
wol viel zu tun doch wie beurteilt er die politische Lage seines Landes 
ISf GrSd seiner dortigen Bezlohungon. Man sieht aus den Zeitungen von 
Sler als nich? klar, wohin dieses L^nd hin will. Berichtet Ludwig Euch 

dauernd? ^^^ c^^arte mit Ungeduld Eure weiteren Nachrichten. Bis dahin 

seid Alle innigst gegruesst und umarmt 

von Eurem 




1 Check No NT 353S6 der Hat. City Bank of N.X. 
ueber Dollars 2lO,08 

1 BrlefvonHolla vom 20/2 
Certiflcado 



16. April 1940 



I^ieber ArtuTi 



ZunaecÜGt Finanzielles : ich habe das Paket an Hella 
beordert^ Kosten $ 5*10| ferner £ 22.-«- an Heddi ueberweisen 
lassen, ergebend @ 4#65 $ 78«46# Noch nicht verrechnet ä nd 
femer Ueberweisungen Hermine/Heddi per l#Maerz/l. April, Dein 
Anteil £ 26#2.- @ 4,90 (da ich die Deckung hiefuer wegen des 
unsicheren Postenlaufes bereits vor geraumer Beit angeschafft 
hatte) ist gleich $ 98.28* 



Konto stellt sich daher auf i 

Debetsaldo lt. 21.!üaerz 
Visum Sciineider lt. 7. IV 
heutige Ueberweisungen Keddi 

Hella 
HermineAleddi Maerz/April 

insges. zu Deinen Lasten 

which pleasa confirra. 



13.70 

266.— 

73.45 

6.10 

98.28 



450.53 



NUn zum uebrigen Inhalt Deiner 2 lieben Briefe vom 
28. und des FXugpostbriefs vom 8., die alle gestern eingelangt 

sind : 

Sclineiders : ich bin mir bewitsst, dass Domingo kei- 
neswegs eine befriedigende Loesung darstellt und habe gerade 
erst gestern einen Brief Von dort bekommen, der wieder besagt, 
da SS Leo dort kaum Geld verdienen kann. Aber erstens haben 
wir bei Domingo den Vorteil, dass die Kosten im Falle Rueck- 
tritts nur 50 $ und Depeschenspesen sind und mit dem Ruecktritt 
haben wir noch etwas Zeit, sodass wir mit relativ geringem Ri- 
siko 9L^^f dieser Chance spielen koennen. ^Ir sind doch beide 
der Ansi(h t, dass grosse Wahrscheinlichkeit besteht, dass Leo 
nicht sobald freikommt, auch wenn wir ihm das Visum beschaffen. 
Man hoert audi , dass die Nazi jetat ueberhaupt niemand mehr 
ausreisen lassen - aber unverbuergtes ^eruecht. 

Die andern Moeglichkeiten sind entweder viel kostspie- 
liger, bezw. grosse Depots erfordernd, wie Mexico, Brasilien 
oder dauern monatelang wie Uruguay. Shanghai hat den schweren 
Nachteil, dass - ich habe auch wegen dieser Moeglichkeit ver- 
handelt - die Schiff ökarten mit dem Visum zugleich geloest wer- 
den muessen und angeblich nicht ruecker stattet werden, falls 
man nicht einreist.Die Fahrt nach Shanghai ist aber viel teurer 
als nach Domingo und Verdienstmoeglichkeiten sind ungefaehr 
gleich schlecht. Wenn man die Sch*s dann von Shanghai aus wird 
irgendwohin bringen wollen, kostet es noch viel mehr als von 
Domii^o. Was Palestina betrifftf habe ich gebeert, dass man an- 
geblich fuer etwa 160 $ Gesamtspesen inkl. Passage per Person 
dorthin kommen kann. Das ist aber eine schreckliche Angelegen- 
heit i die Auswanderer bekommen ein exotisches Visum^ das nicht 
steht, z.B. nach Liberia. Auf Qrund dessen werden sie transport- 



\mm. 



weise auf Öonau schiffen durch die Balkanstaaten durchgeschwin- 
delt und In Constanza auf einen alten Kasten gesetzt» der sie 
"Schwarz** In Palestina zu landen versucht« Uetoer die Leiden 
dar Leute, die sich dieser Aktion anvertraut hatten, konnte 
man gelegentlich lesen» Die Engla ender sind bereite auf Ihrer 
Hut und lassen diese Transporte nicht zu, die Leute haben nicht 
zu essen etc« So etwas kann man a«£« mit alten Leuten doch 
nicht au idskieren verantworten« Im Uebrlgen gibt man bei 
dieser Sache 'das Geld im Voraus aus der Hand und hat gar keine 
Qewaehr ,6 8 zurueck zubekomme; im Falle als ueberhaupt nichts 
aus dör Sache wlrdt 

So bleibe ich dabei, das s Domingo faute de mieux noch 
eine ertraegllche Lo^suiig Ist. Uebrlgens t haette Leo schon 
gluecklich szt* Bellglen errreicht, dann muessten wir ihn 
jetzt wahrscheinlich s.ud) weitrezubefoerdem trachten» So 
wie ich mir jetzt Im Nachhinein etwas Vorwuerfe mache, dass 
wir Stefan szto in Norwegen gelAsseA haben, anstatt ihm die 
200 £. zu geben, d).e fuer dld Auswanderung nach Australien 
damals genuegt haetten. Aber diese Entwicklung konnte amii 
man wirklich nicht voraussehen, Jedenfalls tut mir der arme 
"Tis^ufel schrecklich leid, da er wenn es ihm nl^ t gelungen ist 
auszureissen, nach Deutschland ins Konzentrationslager kommen 
duerfte* ' ~ . ' * 

Dagegen Ist" nichts einzuwenden^ dass Hella versucht, 
die Pas isage kosten vorn Komi t* zu b^^komm^n, obwohl ich nach 
AlieiTt v;as naii hoert auf die Aussicht nidit fest bin* Idi 
werde i^ir in diesem Sinn via Liese einen Wink zukommen lassen* 

Kaufmanns : bezgl* Pauls nichts wesentl* Neues* Er laeuft 
jetiit f\ier einen Bekannten von mir herum und wird sich dadurch 
.wenigstens ein paar Dollars verdienen, ausserdem doch etwas 
von hiesigen Verhaelthissen lernen* Ich habe die Sache immer 
im Auge, aber D:eine Fe^lchuJigen hier sind so wenige und die 
Leute alle schon sc in AJ^spruch genommen, dass ich wenig fuer 
ihii tun kaiin* Ausserdem ist er doch im Aeuseeren nicht ver- 
lockend, so gediegen und anstaendig er in Wirklichkeit ist* 
Und seire Kermtnißse bind hier nicht gefragt* 

Was Suse betrifft, habe ich Dir bereits gesdi rieben* 
Ich glaube, es war ein Fehler, dass Du Barths mit Deinem Brief 
In Aufregung und Sorge versetzt hast* Und gar dass Du Kermine 
ueber die Sache geschrieben hast, gerade wo sie sich zu beru- 
higen begann* J'etzt Vj^^nn nian nidi ts mehr machen als die Dinge 
auslaufen lassen* Sachlich ksmAd^ kann man gegen einen Dick- 
öchaedel, ausB^erdem von Berczy und von ihrem Onkel Felix K* 
mit einer starken Dosis F^olsmus erblich belastet, wehig axi- 
fangen, wenn sie es zuwege brlAgt, sich wa ehrend der Studien- 
zeit zu erhalten* Wir haben gestern ueber den Gegenstand mit 
Suses wiener Physikprofessorin gebrochen* Sie hat Suse zu- 
faellig ohne Einvernehmen mit uns bereits dasselbe gesagt wie 
wir 2 sie ist unb<5dingt gegen Medizinstudium, aber meint, dass 
man Suse nicht jetzt in einen Beruf zwingen soll* Sie wird 
sonst den Nachweis erbringen, * dass sie keinen Posten bekommt 
oder behalt und dadurch nur noch mitzuerhalten sein* Wenn man 
sie aber studieren laesst, wird sie siCh' selbst erhalten und 



16.IV.40 



Aussicht haben, einen besser beaaniten Posten zu bekommen, 
da die Kurse, die sie in Wien und jetstt hier geniacht hat, 
nicht viel wert waren und nicht die Voraussetzuni^; fuer eine 
qualifizierte Stellung bieten. Sie Äßliaelt Suse fuer ausge- 
brochen begabt, Suse werde aber nur anstaendig arbeiten, 
wenn die Arbeit sie interessiert. aesumS s sie soll vor- 
laeufig weiter studieren, vielleicht findet Paul doch eine 
moeglichö Existenz, vielleicht findet sie einen Mann, huebsch 
ist sie ja. 

Pöuermann häbo ich dieser Tage geschrieben, dass wir 
Hof rat Pete 1*3 zuliebe bereit sind, einen Betrs^^ von 600 $ 
fuer die Ausreise seiner lÖüüWlJüiJWRi^^^ Schwaegerin 
Seligrnann mit Gatten aus Duasseldorf beizusteuern und nehme 
an, dd.es ich naechstens von iiim diesbez. weiteres beeren wer- 
de. Ifachdem er wie Du scireibst nicht mittellos ist, wird er 
ja wohl imstandesein auch seiner ceits etwas beizutragen. 

üebcr Roths und üaas mache ich mir in diesen Tagen der 
Spannung begreiflicherweise grosse Sorben. Ich iiabe Liese R. 
bereits gesclu^ieben, dass ich wenn sie wegreisen w) llen, ihnen 
und Lutz Visa i^ach Brasilien oder Guba iUiufen mcechte. Denn 
sie hat mir in einem Brief neulich zu verstehen gegeben, dass 
sie nicht ungern weggehen wuerae. Aoar bei Dezsoes Schwerfael- 
ligkeit kann man niait wissen, ob eie sich entschliessen. 

Feine Telegrammadresse, bezw. die des Hoteks ist 
IQDQOOnQüCÄiölÄ Parkchambers. Wenn Du weisßt, dass ich nicht in 
Kew York bin, kannst Du an oie -ii-uropean ^extile Corporation, 
116 Droad Street, telegr alleren, Tel. Adresse EÜROW^EX« 

Dass Du etwas fUer Deine Erholun^; getan aast und mit 
Deinen netten Hausleuten ein paar Tage herumgereist bist, war 
sehr gescheit. Hoffentlich n^ai Du /ergnuegen gehabt. 



Hejözliche Gruesse 



Deines 



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Lieber Arturor ; 



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Ich schreibe Dir in letzter Zeit haeufiger «le uns 
Beidto'liel) sein kann. Aber die UmstaencLe bringen dies mit siciu 

« Kun Schneider : Anbei Abschrift meines gestrigen Briefs 
an sie, der in 2 Exemplaren -vi« Liese und Frau Freund per Airmail- 
abgegangen ist. Du ersiehst alles Wesentliche daraus. Ich habe in 
der Annahme, dass Du mich durch Deine Depesche hioru ermaechtigen 
wolltest, tai nicht noch mehr Zeit eu verlieren, schert um das 
Visum eingereicht. Kosten, die im Vorau« zu zahlen waren.» 

- i ■■ - ' ■^. ■■'■■■ ■ . 

$ 640»- fuer Beld*,- wovon ich Dich mit*, d.i. 

$ 235.- belastet habe. Davon werden 480$ rueckvergue- 
tet, wenn de^ Visumsauftrag nicht binnen 6 Wochen hier eintrifft, 
Nachweis des Eintreffens des Visumsauftrags wird erbracht durch 
Vorlage der Zuschrift des hiesigen Domin. Kensulates an das Reise- 
rtuereau, welche Zuschrift entweder die -einzelnen ffamen oder die 
Ntunnern der Ansuchen enthaelt. Muster eines solchen Briefs, in 
dem etwa 50 solche Nummern enthalten waren, und dazu das Register 
mit dert iTamen der betr. Vlsawerber wurde mir gezeigt. Das Agreement 
mit dem Reisebuereau, das ich unterzeichnet habe, besagt, dass in- 
nehrhalb der Frist die Verstaendigung durch das Konsulat oder eine 
andere Dominican Official Agency kommen iiuesse. Es waere theoretisch 
moec'ich, dass daraus Streit entsteht, indem ein« Verstaendigung 
hieh^r kJmmt, die an sich ja wertlos ist, aber d«^ Konsul in Genua 
entweder nicht verstaendlgt wird oder aus weiss ich welchem Grund die 
Verstaendigung nicht weitergibt, sodass den Seh« ? nicht geholfen ist. 
"Aber dl« ganze Ausgabe ist ja einige rmassen problematisch und die 
hauptsaechliche Beruhigung diesbez. ist, dass das Buereau als tuechtlg 
und serioes gilt, deutsche Refugiis, die von verschiedensten Seiten 
empfohlen werden und sich speziell auf das Domingo Geschaeft konzen- 
triert haben, wo sie anscheinend die erste »"idaind. Sie machwi auch 
ausgesprochen «nstaendlgen Eindruck. Heissen Taussig IWÜüa Service 
Corpor* ion, 29 Fortysixth Street West, New York, N.Y*. 

- - Was das Huecktri ttsr echt betrifft, duerfte die einmonal* 

'iiöhe Frist im vorliegenden F«lle leider viel zu kurz sein, um einen 
Wert zu haben. Es ist aber« Aussicht, dass man die Frist gegen eine 
Nachzahlurig von $ 15.- wird um «inan weiteren Monat verlaengern 
KennlnT wls wir w^nn es gegebehefafills moeglioh ist, wahrscheinlich 
werden tun muessen. Mit wei^^ren Erklaerungen stehe gewuenschtenfalls 
gerne zur Verfuegungi Von der evt. Meeglichkeit der Fristverlaengerung 
blttfe schreibe Hella vorlaeuf ig lieber nicht. 

Heute war Bertha hier. Sie hat sldi- »eher Deinen Brief 
schrecklich aufgeregt und weiss nicht, was sie Dir d^auf antworten 
soll. Sie hat mir eingehend »isein«nderges*tzt, dass Suse elgenUich 
durch Andere zur fixen Idee mit dem Studieren gedraengt wurde, vor 
Allem durch die Leute in England, die tax sie fuer so begabt hielten. 
Eigentlich gWiube ich, hast Du etwas zu frueh und zu scharf geschos- 
sen (den Brief an Bertha habe ich nicht zu leswi bekommen, ich kann 
ihn" nur nach den' strengen Brief beurtslien, ^Äi'iXi gl«fiihzeitig an 



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mich In der Sache geschrieben hast.) Jedenfalls war es nicht unser- 
erseits beabsichtigt, Dich zu einem Eingreifen zu veranlassen, wenn 
ich auch meeglicherweise frueher oder spaeter das ganze Problem mit 
Hertha huette zur Sprache bringen muessen* Aber ich haette damit 
doch nodi ein paar Monate zugewartet. Vielleicht findet doch Faul 
etwas und wahrscheinlich wird Hertha zu regelmaessigem Verdienen 
kommen. Dann waere uns vielleicht diese Auseinandersetzung, die 
fuer die arme Hertha Ja sehr peinlich ist. erspart geblieben. Dabei 
erreichen wir sachlich nicht viel, weil wir den Einwand bekommen, 
dass Suses VerBUche eine qualifizierte Stellung zu finden, bisher 
• ->/ wegen des Hinweises auf mangelndes Cplleg pegree erfolglos waren, 
sodass ßi4 nur einen Hau8geh41finnei5>osten annehmen kann, bei dem 
:^^x€ rx aie auch nicht mehr als sich selbst erhaj^ten kann, aber keine 

Chance habe, spaeterhin fiehr zu verdienen und ihre Itutter notfalls 
za erhalten. Wenn sie dagegen ein College mit vollem Stipendium 
besuchen kann, werde sie auch gaenzlich versorgt sein. Es ist nicht 
Äanz sof aber da spielen Ja allerhand psychologische Momente, elter- 
licher Ehrgeiz etc* herein, auch der Einfluss Dozt. Käuftoanns, der 
wahrscheinlich nidit gern sieht, dass seine Nichte einen Hausposten 
annimmt. Nun .gibt er zwar kein Geld her ,(bjei anderen Angehoerigen, 
wo er keine Sorsentraegex hat, tut er Ja etwas), aber zu einem Sti- 
pendium kann er Suse v^Ährschelnliqh verhelfen. So spielt wahrschein- 
lich «lies Moegliche mit, um dahin zu wirken, dass wir schwer gegen 
die Celleg Idde ankaempf« koennen, auch w,enn wir nicht davon ent- 
zueckt sind und auch ueber Suses Einstellung enttaeuscht,. Es wird 
a.E. unsererseits als.Minim^^lprogramm wohl aufgestellt werden mues- 
een, dess Suse solange die Eltern zu erhalten sind», aofftrne sie ins 
College geht, sich vollkammen selbst erhalten muss.\ ^ 

Ich habe Hertha Deine und meine Lage auseinandergesetzt. 
DU hast als wir v.J^# in iia^ sänne unseren ur spruengli che n Plan auf- 
stellten, mit viel kleineren Erfordernissen nach allen Seiten ge- 
rechnet, so vor Allem nicht, dass wir fuer Kaufmanns la enger als 
i'Oein paar Wochen zu sorgen haben wuerden* Nun kommen sehr, grosse <<^#^^ 

-zusaimien, die Dich mit Rec^t beunruhigen und zu der Sorge veran- 
1 lassen, ob nicht diei^e anwachsenden Lasten Deine Altersversorgung 
i gefaehrden. Auch ich k^nn keine Gewaehr uebemehmen, dass ich 
dauernd, in der Lage sfin werde, fuer Kaufmanns" auf zukommen. Daher 
-•^^sei es dringend notwendig", dass angesichts der geringen Chancen 
fuer» ihren >Vater Suse bald» .einspringen koenne. Auch haettest Du 
^:'mit der setneraeitige;i 2us.age, fuer Suses Erziehung aufkommen zu 
wollen, natuerlich nicht an 3 Jahre College geaacht. Hertha, die 
^^ ia eine ver^ienftlge und anstaendtge Person ifet, sieht das Alles 
«ein, aber gegen die Idde College (mit dem Gedanken an spaeter e 
. ,-. Roentgen oder . ßonßtigp. JUnb^rfit. Praxis, also . nicht M«di|in) wird 
T v<^ ^i.man schwer airicaempfen keennen, S^^ a.. deshalb jreil auch ^le Eltern 
' '-.selbst wealg Machtardttel -haben, wenn Susfe sich dae Stuüium ohne 
finanzielle Beihilfe der Familie richtet. t)ass natueiMiCh es auch 
Kinder gibt, die in Sus^s Lage zunaechst an Geldverdienen denken 
und an Studieren nur nebenbei, ist eine andere Sacjie. Al>er wir 
koennen von &uamx niemandem Ausserordentliches verlangen und wenn 
.-u.i sie nicht selbst das dringende Beduerfnis empfindet, die Sorge der 
Eltern zu mindern, koeöojien wir nichts tun als sie ihre Wege gehen 
lassen. Aber Hertha und Paul muessen wir doch Keif eh uJid uns mit 
ihnen darueber auseinanderzusetzen hat keinen Sinft» well man ihnen 
nur zwecklos« Kraenkung bereitet. Ich waere daher dafuer, dass das 
Thema Suse sowohl Du als auch ich im Verkehr mit Kaufmanns bis auf 
.. .Weiteres ni<h t beruehren. Hertha k^nnt Deinen Standpunl^t und wird 
ihm Ja Jedenfalls soweit^ als »oeglich Rechnung tragen. . 
iJ^iH^; r, y Mit herzliciien Gruessen Dein 



B:jt' 









Jrji 



j;::>r" ij- a 









.^M^ 'm 



By Air Mail Montevideo am 6 April 1940 

- GeBtom hab ich Deine 1. Zeilen vom 9 maerz 

erhalten nebst nebst Hellas Brief vom 20/2, den ich Dir in einem gewoehnlichen 
Schreiben retumioren werie, Ueber folgende meiner Briefe steht noch hure 
Empfangsbestaetlgung aus. Airmail vom 8/3 rec Brief vom 12/3 rec Brief vom 

^^^' "schne iderst ^Derinhaber * der Oceania.der wie Dir schrieb in Paraguay war 
ist nuh nach laeA gerem Aufenthalte dort ganz unverrlchteter Dinge ^urueckge- 

keJrt.d.h. er hat das In Frage stehende Decret "l5jJ,i^^°HS^I2steSr?el^?af 
und musste Ich Dir daher heute zu meinem grossen Leidwesen per Western Telegrai 

Co " ^»^-e^-y/.-^P-ibtatsÜdl ic?ä-Suedamerlca keine prompte Einrelsemoeg- 

llchkelt ausfindig machen kann,- die Oceanica f"«^^/°?;.«°^?,Jf °"';f " J^Jere 
Sache sich doch einmal in Ordnung bringen lassen wird, auf welche ganz unsichere 
Aussicht wir uns wol nicht einlassen koennen - nichts anderes uebrig als das s 
Du wenn Du dort nichts Guenstlgeres finden kannst, die Sache mit San Domingo 
pcfflc? mach2t,uS endlich den Beiden die Moegllchkelt zu geben f ^^!f "^^°^^" ' 
Man behauptet zwar hler,dass auch Shangal glenge und auch Slam, das letztere 
mit laecherlxca gerxx^^^A Gpesen,aber von hier aus kann loa |i^^?,^°;fJ-°l-J^^i^J'^ 
nicht controllleren,vlollelcht kannst Du dort .wenn Du bei Erhalt dlscr ^ellon 
noch nicht S Domingo abgoschloason hast.wegon dieser beiden nachforschen. 

Auch Palostini soll uebor das Oonf^r Executiv ^^«"'^t.^.^^f^^i;^'^«^ .ff JJ^, 
was ich nicht controllleron kann, aber mir scheint ««nicht Si^^^'^^^I^^^f 'J"* _ 
das Reich die Ausreise nach einem unter englischer Oberhohelt sich befindlichen 

Lande bewilligen sollte, , i -f 

Also Du wirst ja sehen, was Du als das Beste machon kannst. 
Tel egrammadroBsen . Bitte sei so gut mir die Telegrammadresae fuer Dlch.resp 
fue r das^Park Chamber s Hotel aufzugeben. Es ist Ja wirklich «^hade soviel 
Worte auf die Adresse verwenden zu muessen. Bei mir genuogt: Ebstein, fi-liauri 

885 Montevideo. ^^^ d<.n Kaufmanns s chon irgend eine Aussicht fuer Paul 
her-.uscristtallsiert? Wegen Suse kennst h^Tmelnon Standpunkt auf CJrund meiner 

Ausfuehrungen zu genuege. Gerade hat ^^^^^ 'i^"*«^ «i»^) J J*|S°LSencur. 
Tochter eines Herrn,den ich von Wien aus kenne, sich «inen Kinder gar tencur. 
eingerichtet, hat schon 12 Kinder und verdient sich paritaetisch Doli 60 per 

*°"'^^* u— f n,, H^na darueber geschrieben. ob sie bei der Prager Jued Gemeinde 
nicht LaSS^ssSefÄd*ich!f?sgf?r anfordern kann. Ihr wird -1 nicht schwer 
fallen die Mittellosigkeit nachzuweisen. Wenn fuer «ie auch »"6^»^°'^^* ^^^ . 

Von Hermine hab ich Luftpostbrief vom '5/3,der mir ziemlich aus 
glichen scheint. Auch Heddi berichtet von einer Besserung des Allgemelnbef In 
lins ihrer Mutter. Hermino Ist sehr dankbar dafuer,4ass wir ihr Jf" ^o^^^»^!" 
trag fuer sie etwas erhoeht haben. Sie berichtet von - meiner Ansicht nach 
gichtischen Erscheinungen in den Pressen eintretende Verkruemmlngen in den 
Zehen und muss sich deshalb groessero Schuhe machen la^^^'.^^^^^^J^i^^r """ 
bei einem Schrebergarten fuer den halben Ertrag desselben mit. eine S^osse 
Sntapannung fuer Hermine ,der er mit seinen Launen und Gewohnheiten immer 
arg auf die Nervenjeht^ ^^^^ ^^ ^^^ ^^^^^^^^ Blaettem.dass England fuer die 

JugoBlavlsohe Textilindustrie bestimmte Baumwoll fuohrende J»"P*^f "*°^,"e^J* 
gebracht habe. Ich habe die ünterempflndung,dass da wol auch Ware von Euch da- 
bei ist. Sind diese Transporte gegen warrisk versichert? ,«-„«>,„i i-hen 

Rimesse mach ich Dir mit meinem naechsten per gewoehnlichen 

Mail zugehenden Schreiben. „ _ T\^A^i>.n Tonen 

Ich constatiere mit besonderem Vergnuegen aus Deinen Zeilen, 

das« Du nun auch ausgeglichener zu sein scheinst. Du hast recht.man muss die 
Zeiten nehmen, wie sie sind. Deine politischen Ausfuehrungen decken sich mit 
BS inen Gedankengaengen , Dass in diesen ernsten Zeiten das politische Raenke 



Fritz 2 
spiel in Frankreich nicht aufhoeren will, ist recht traurig und der gemoinaamen 
Sache »icher abtraeglich. Die Verstaerkung der Blokade ist das erste Zeichen, 
dass nun England ,wo Chamherlain bisher iramor mit seinen Entschluessen nach«' 
gehinkt ist, die kriegspolitische so notwendige Iniziative uebornoraraen hat* 
Out dass Churchil nun mehr zu roden hat. Nun wird auch bald Benito ernstlich 
vor die Frage gestellt werden Farbe zu bekennen. da England seiner chamoleon- 
haften Taetigkeit und seinem Fischen im Trueben ein Ende setzen wird. Wenn 
man aus dem Geschrei dass die fascistische Presse wegen der angeblich im 
Untergrund der in der Illustration veroeffentlichen Landkarte sichtbaren von 
Frankreich an Welles vogelegten neuen Grenzen Oesterreichs mit Italien^macht, 
^iessen kann, so scheint Benito das Volk nun gegen die Alliierten aufzuhussen, 
JJes Kelches Position scheint nicht brillant. Die Abkommen mit Stalin und Benito 
Hinken sehr, scheinen keinen ernsten Fond zu haben und ist das Gerede ,daö ge- 
macht wird nur auf consumption abroad bestimmt. Auch ist die Sache ,die sich 
nun mit dem Norden entwickelt eine sehr kitzliche, da England doch die Herr- 
schaft zur See hat und die Seetruppentransporte nach Scandinavien keine leichte 
Sache sein wuerden.Auch die Versenkungen durch deutsche Unterseobote haben 
beeits sehr abgenommen. Mit den Hoffnungen, die Hit^lor einmal auf den Blitz- 
krieg hatte, ist schon lange nichts mehr, da nun in den 8 Monaten die Alliierten 
sich gut aufgeruestet haben und auch in der Luftflotte die Paritaet zumindest 
schon erreicht haben. Also ,wenn auch auf eine noch ziemlich lange Dauer getipt 
werden muss,so ist immerhin bisher die Chance fuer eine gute Bfendigung dieses 
Ringens keine scglechte, einstweilen wenigstens. Man sieht, dass Hitler auch 
bisher davor Spiandus hat den Luftbombenkrieg auf die nicht befestigten Staedte 
zu eroeffnen,da ihm auch vor den Wirkungen der Gegner in seinem eigenen Lande 
graut. 

Mit grossem Interesse hab ich die Liste der Papiere studiert, die 
Dir beigelegt hast. Ich kann Dir nur sagen, dass fast alle diese Papiere mir 
von Kennern der dortigen Verhaeltnisse schon seit Laengerem empfolen waren. 
Ich glaube, dass Du ä la longue nicht nur eine sehr zufriedenstellende Ver- 
zinsung bei denselben finden wirst, sonder auch erfreuliche Curserhoehungen 
mitmachen wirst. Halte mich bitte weiter am Laufenden Es tut mir leid, 
dass ich aus Dir bereits angegebenen Gruenden ,da in keinerlei Weise mittun 
kann. 

Aus dieser Tage von Herrn Dambacher erhaltenen Zeilen ersehe ich, dass 
er sich bis auf Weiteres dort gesettled hat und mit Dir in Contact ist. Er 
ist ein hochintelligenter Mensch mit reichem Wissen auch uebor amerikanische 
Berhaeltnisse ,hat nicht nur uober den Grain Trade sondern auch auf andern 
Gebieten eine grosse Uebersicht und viel Beziehungen druoben. Es waer nicht 
schlecht, wenn Du mit ihm in guter Fuehlung bleibst. Bitte gruess ihn herzlich, 
ich hab ihm gestern mit gewoehnlichem Mail ausfuehrlich geschrieben. 

Was gibt es mit Ludwig Neues? 
Feurmanns , den Neffen Hofr Peters^hab s hon laenger nicht geBehen,die Leute ha- 
ben kein Tolefon sind daher schwerer erreichbar ich will mit ihm eine Zusammen- 
kommen vereinbaren. Da er sich mit genuegend Mittel nach hier uransferiert hat, 
snd des Hofrats Sorgen eigentlich unbegruondet. 

Das bewusste ^edicament brauche einstweilen nicht, da ich mich 
auch hierin ein wenig In B.A. versorgt habe. Vielen Dank eljentuel melde mich 
seinerzeit. 

Kennt Ihr die Familie x*Zemer Versicherungsdirector in Wien, mit 
denen der sei Ludwig so befreundet war? Die sind nun in B.A. angekommen und 
Camillo- sein erstes Lebenszeichen- empfielt sie meiner Unters tue tzung mit 
Ratschlaegen. 

Wie geht es meiner 1 Gitta? und Gretl was macht sie, warum rap- 
pelt sie sich nicht zu einem Bericht an mich zusammen? 

Fuer heute schliesse ich muss noch an Hermine per Iftpost 
schreiben/ also ich erwarte ehest, was Du wegen Senn. ais])onlort. nast unc?. 
hoffe die liebe Annie wieder ganz am Damme , erwarte wieder reclit bald Ihre 
stes so gerne empfangenen Specialberichte und bin mit den inn>6sten Grueßsen 
und Umarmungen fuer Euch Alle 



II, Brief per ß/e Braßil 



Hontevideo 28 Macrz 1940 



'/f 



Lieber Fritz 



irrji 



Gentern Abendn hab ich an Dich einen rec Brief r)er 
obiren Daui^ofer aufccr^ebon und nun erreicht mich heute Llitta- Dein Luft- 
postbrief vom ':?1 ds i:tß, und veranlanet nich dcaeen Inlialt "'Dir per 
öl eichen Dampfer noch schnell einen II. Brief zu schreiben/ 

Ich wuerde Dich viclnals bitten J ederzeit d ie enpf an/^enen Brlcf n 
zu ^bofltaotirren .So ist aus Deinen Schreiben vom 21. nicht ersichtlich ob 
Du meinen Luftpostbrief vom Pds ira üonento Deines Schreibens schon erhal- 
tcn hattest oder nicht. * . ' 

_qp|^>^pV'iPr^.Q_ Domingo halte ich vorerst fuer unraisonable. Da Wcncre 

meiner üoinu^ nach erst abzuwa>-ten, ob es mit Parar^uay nun 
in den nnechsten Ta^en zum Klappen kommt oder nicht. Doli SOGaus^-roben 
rcsp incl ochiffskarten und Vormittlcrspcscn cca Doli 900- um drnn von 
dort aus eine sucdancrikanlsche "^inr^ise zu suchen, ,d1.o es, wenn ucberhauot 
doch nur nach Para£;ua.y 5ibt, und lann auch nach diesen Lnndo wieder neue' ^ 
Visasposen von USA Doli 320.- und neue Schiff sbillete von Doli 3CC, bis 
4C0. fucr Beide auszugeben, scheint iiir, auch an^;esicatc deren actuollor 
Lap:e; als nicht opportun und unnoeti^ vorauscabtes G-old. Ich habe Dir da- 
her nicht [3ecabelt,da errt r.ohcn will;ob die Snche mit Pnrr^uay nun JetVt 
in Ordnung kommt oder nicht. Ich behalte daher die 0-)tion der Visumbe- 
sor^uncT fuer P^ramiay bei mir hier und w.rdc Dir noch definitiven Be- 
scheid luftpoßtlich sehen. Auch scheint das Paraß. Visum nicht so en^: 
zeitlich be^raenzt zu sein ,wie das der Dominikaner. 

Die Oceanica hat nun einen Treuhaonder ,eine IIv »otekenbank 
Befunden, die dafuer cca ? f einhebt, dcnc^er.en laesst sich nichts saßen. 

.last Du nun den Dir in mei-en Brief vom Sds aufcerobcnen Dr Walter 
.^trauns interpelliert oder nicht?, 

Verechnun^^^^ Aus meinen inzvrischcn eingetroffenen rec Brief von 12 ^er s/ 
Arcntinn wirst Du ergehen hpbcn,da-^s nein Cruthaben durch kleine Irrthueiaer 



ncr ?0/2 nicht Doli 17^.75 sondern Doli usa 

Ich hrbe Dich nunmehr orknnnt:, 

fuer meine Haofte bei der TTebwsr Ste-^an mit 

II. xvuszalun^^ 
an Kaufmanns von Doli 300,- 
fucr meine Haelfto der an Hella ucbcrwiosenen 
::k 200 die Doli 31.- kosteten also mit 
fucr V7. ^uszalun^^cn an Kaufmanns vrn^on Suses 
dcburtstas vin Dir auf sereben nit''Lnt 3.- 
die total zu meinen Lrten fachen, dr sie (zum Teil) 
mit Gambrid^^o verrechne mit total 
wozu ich bemerke, dass Du noch ein v:eitors Pfund 
laut rnoinom Brie^ vom 8.ds auszumalen hr!St,donn 
ric darin aufgegeben hatte Suse zu bekommen 
Lst 2.- fuer Herninc Lst l.fuor Ileddi und Lst 1 
fucr mich^ Alles als rreburtsta;::s(|;oschenk. 
Ich erwprte daher noch von Dir eine I'elduns, 
dass Du noch ein Pfund row^^.G-e^env^ort auszaltest 
und Deine diesbezuesliche 3e1 pstun:"npuff',abe. 
Dt?r actucTlc Saldo vrpcrc daher 

" loincu Guuöton " 



231.20 war 



doli 



tf 



ti 



11.70 
150.- 

15.50 



II 



11 



^5 



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•7' 



Doli i2 



131.10 



?31 .20 



j 



den Du uobert^ruo-Ton wlUnt, 

Ich werde Dir mit meinen naechrt'.;n ''.eilen eine reitore Ueber 
v^ci-^.nrs mrchen . Dr^'cil moechte Ich aber bitten, fucr m^ir^o "lechnun^ 
bei ^ir .Jedoch zu ^•'i-nrit<^n v"»'^ ^^c^di "^ ^nd^rmr'^nl'^ ibri'V'c nr> ^io 



^' ^c s tm in r, t c >^ba^k ".1--^ i t od _^'"-»-o^ 



Pv»n-nnl-» ^"^ffiCO ^1 ^ of^/h'ir»-«/ T^ond 



^ 



Pfund 'Treiuna zwanzig j 
•.vollen und nich dafuer u.A^ 






Lßt 22.-.- V 

ucüurwuiben lassen .:« ..vollen und nich dafuer u.A, auf unserm Dollar Conto 

zu bolrstcn. f Ich hntto seinerzeit Ilermine fuer bosoudcre Aussahen 

einZpecirlsoschonk scmncht von Lst 25; lie nun nbzucslich der Lst 3.-.- 

dic Dich na Suso fucr Horai(^nes u^^d "elids ?echnun^ auszrJ.on,Dich nach 

lieL^s 



T 1 -^rc^tc-, D,',nk fucr Deine liebe acuor^uiiu» 

London ucbcr-wcloun l>x^^^ -Vt?o ino'.c ein r.olchoö auch fuor meine .ioca- 

Aino <'-i -4':j^'^ iiPflbesuc^fliche Bclnßtun-;. 

, , . ,_i v,oi wA>-,n er einer rrcuclndc eine D^)cndc rar.ciit'VjicU 

liii^Zi^-^^r'^.rlC, dor%^t?-iei; Glolchea mit einer CcchircUcn 
hatte ri^^^rT:cc]^io^iv rnsic. <^^^^^^ Uobernahine der 

Gcnclnde '^unterhandelt und wrr/.nappd^^^n^um -^^^^ ^^ „.ch Rttdii öi^nc 

I:ii^S?;er'Hi? iJnr^^lche'^eLe'-Snml die >che .,el.,nr.lla .un 
-•l^^^^"-^i;'^,^r!:cSr%"eit!d;B. Ihr ..ehrend der hei.aen :.lonr,te aus 

•^ j^,, ^o^fo Ihr h.bt dl- OatortaEo anscnoTuao v. rbrncnt. 

- , ,, -f.^ ,^^„ v,„+ Suse den jeder Vernunft baren Plfn der, 

ropor-t. ^^^ .^ . .^^^^ .^^ j^^ jj^,^, ,,„,ie ,,„,1 „n die 1 Klndcf ^ 



!!rrzllchi3t 




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per s' a Brnzil 



Montevideo, 28 Hat rz 1940, 



Liobflte Annie , 

SocDon erreicht mich Dein so lieber Brief vom 
5 ds per ob'^erannten Danpfer und haben mich Deine lieben wie i^naer 
herzlfchen ''seilen auBserordentlich f^efreut. 

Inzwischen worden "^uch auch zusc,^,ani:en sein: 
Llein Airmail von 8 ds. und nein rec Schrei jen von 1?.dB,( mit Foto) 

Eii3entlich ervrartc ich schon die (ganzen letzten Tai^^o 
eine Airmailantwort, auf enien Luf tpostschreibcn vofi S.ds. Ich hatte 
Euch oin^j^ehendß we^en Hchneidors ^geschrieben ,Euch die actuelle 
Situation bei der Oceanica fuer Pr^ra^uay .geschildert, Euch eine ßute 
KewYorker Einreise Ar^ontur ( Herrn Dr '^alter Straups , Broadway H40 
Suite HO9 ) auf^cfrebn und er^^artete nun von Euch die Antwort ob Ihr 
dort was Besseren, Positiveres fuer die Scmeiders conbinieren konntet, 
oder ob ich sobald Die Oceanica positiv er]:l ^ rt,dass SxC die Einreise 
nach Paraguay nunmehr in Ordnung ^^ebracht habe, diese Einreise Bevfilli- 
5un^ in die We^e leiten und den bereits orv^aehnten Betrag 7.u G^t^rouen 
IlDcnden vereinbarun^'s^omaess erlc[;;en soll. Ich nehme an,dass mich Euer 
diesbozucrrliches Hchreiben mit der naochstcn Luftpost von llew York 
erreichen wird, denn so lanre ich es nicht besitze, treffe ich keinerlei 
Dispositionen, Bemerken will ich einst\7eilen,dass ein ^uter Bekanntor 
von mir*, der diorolbe Srche mit reinen vorheir'^tot.en Bruder, der noch 
in '^ien ist mrchen will, (^.cr\n Vorstrnd des hiepl?:en Hilf svereins vrcf^.on 
?'>r»pfrury intornoi liebte, der Pll e>^din'-'S orkl'^orte,dass reiner '^ifsons 
Prra^uay weiter sehr ne^on die """uden Jir-t^- 1: t<-^ ^ ^ tta,iha von einer Dc- 
willij;ijn3 ,ior Einreise fuer eine bcstlnnte Zal Ilenschen nach diesem 
Lande nichts bc^ annt sei. Es sei aber inmcrliin nicht ausjoschlosscn, 
darn der Inliaber der Oceanica, der sehr viel Eaellc seinerzeit ordiiunji^- 
Senacss mit Chile durcii^^^cfuclirt 'iabe,( doT-selbe ist n'on nach Asuncion 
der Hauptstadt Paraij;uayß (Tcflo3cn,dLch auf irgend eine ^eise eine be- 
stimmte /aizal Einreisobewi"'ll^ui.>i^on besclj.aff L.*"!" worden ja sehen, was 
die A^^enzic nach Rueckkehr ihres Inhabers positives zu bericliton hat. 
Jenachdoiawio Dein rcsp Euer Bericht lautet, ob Ihr dort \jet>sore Chancen 
fuer die 3ch habt wie ich werde ich dann hier handeln d.h. falls liir 
dort nichts nachon koennt eben bostnoc[:lichst nesp vernuonf tirst Pnra 
5uay abschliessen. Ilnt.orlich berichte ich Euch ehest ueber das, was 
ich nachte. 

Nur der vri^^sensachf t halber teile ich Euch nit,das8 man bis- 
her wenn man Sperre;uthaben dort hatte bei der Cultus^f^üeinde in "/ien 
aus den durch Ancrikr etc zur Verfuoj^.uni^ gestellten Dollarfondß S3- 
wol das ^^eise^eld als auch das Landun^s^old in Dollar außbezalt be- 
kam, allerdini^s mussten hiozu die Sporrmark von den Behoerden bewil- 
ligt resp freirereben werden und wurden die Mark von der Gemeinde 
nur mit einem Tcntel ihres officiellen Vfcrtes angenommen. Also um 
fue-^cine Familie z.B. Doli lOOO zu bekommen musstc man Am 25OÜO 
der ^Gemeinde auszalen. Da in unserm Falle wol Sperrguthaben von den 
Sch's nicht vorliegen, so erwaehne ich diese I.:oejlichkeit,dio so^ar 
von Bekannten von mir, den ehemaligen Inhabern der Wolfbauerschcn 
Likoerfabrik ( Htefans Vei'-blndunßT ausrenuetzt wurde, nur ilatonisch, 
Tir werden dalier bei diesen Schmerzenskindern, '^eisep;eld oben zu 
bezalen hpben,renn nicht Hella mit der Juedischen Gemeinde in Prac 
nicht doch irp-on« eine Mithilfe arrnn;:ieren '-ann, woran ich aber sehr 
zv.'eifl»',Ich denke es wird ,wenn nicht besondere Gruonde ihre Ausreise 
seinerzeit ue^er Belgien erfordern' dies waere wol die billirs«? Linie 
die Fahrt ue^er itail^riische Dampfer rieh als zweckentsprechend erwei- 
sen, lenn ob mnn ucberhaupt noch nach Belgien hinein kann , weiss ich 
nicht. Nach Italien ist der ''^er weiter offen. Ich erwarte darueber noch 
Eure Ideen. Sehr wichtig bleibt die scinerzeitiö eheste Beschaffung 
des Vorvisums, Reisen aus dem •t'rotectorat ins Reich kocnnen derzeit 
nur auf besondere Bewillir;;un5 gcm-^cht werden. Vielleicht waero bei 



) 



W.Y. 2 



7!enn man die Kinrcisobowilllrrun^:; durch die Para^uaybtrhocrdon an den 
para2;ua-"lochcn General Consul in G-cnua anweisen lioßB, bei- der Occanica 
zu crreinhen,daDß sie Im TTe^e der* jucdlßchcn Organisation in Genf und 
d'ie in: '^0(^0 doB jucdlschcn ITllfBVcreinn in Genua dae Vorvtum be- 
schafft, VfQ^^n das 2;ö1 aen^e ^♦^acre'a'' lerdinss die Ausreiße uebcr Genua 
zu ^rachon,da dnr\r\ dort der T'^onsul die definitive- Kintrarun^^en in die 
Pacßse zu machen hctte, Darueber nuoBste noch, ^a man sich doch mit Hella 
nicht vG^taendl^cn kann, man selbst ßchluetvslG' w^erden^ ob es -'ooportun ist 
oder nicht» ' 

Ich habe in einem an 16 ds, an die 1 T.ise nach Bpst gerich- 
teten Luftpostbrief , unsere TBemuehungen fucr Hella und den Stand meiner 
Unterhandlungen mit der Ocoanicp zwecks ^rreichuh^ der Einreise in 
?ari3uay und die Gruonde der momentan eingetretenen Pause r.onau ,'^.cschll- 
dert und Liserl {geboten sofort Hella von dem St and der Dinr^^e schnell- 
stens zu vcrstaendi^en ,iamit sie im Bilde ist- und sich berulii(;t,dass 
wir/'^f^s v'ir tun koonnen^durchfuonrcn. Gebt mir blute nochuals Hellas 
Adresse aufv^^i^; tJerin wie 'Euch ehr lob besteht zwisch9n Surer seiner- 
zeitfeen AnßalDC und der Hcrmlnens ein esontlichor Unterschied und ich 
weiss heut noch nicht vrolcher die richti^^e ist.' 



Lutz Dasß sich diese Gächc nun r.anz .^,ucnsti 






arran^^leren 



,ct- 



laesst freut mioh herzlichst. Ich habe oi-cntlicli nicht daran i^'.ezwei- 
folt» y)cnn Felixens Erklaerun^en ucbor dessen Unabkppmmlichkeit,ha 
ten unbedinrt 'Tcrt haben muossen. Und wo ein 'Tille ist ein ^ej. 

Niahtsdestovrenii^er muospcn wir fuer alle Eventualitaeten"^, die da 
noch ko'^men koennten ,dic Augen fucr ovont Einrcisemjcclichkeiten ^ 
die fuer ihn in Fr.-.ne kremen^,auch weiter offen halten, 'ich will daher 
Jedenfalls aufnorksam bleiben. 

Herli Ich vorstehe nicht dr^ss er noch 18 Monate vrarten muesse,um 
'fucr U'^A sein Visum zu bekommen. Alle hiesigen mir bekannton "/ienor, 
die vor p 1/2 Jnhron oinr^erelchj; haben kvomncn Jetzt schon daran und 
fahren z B T)r Appcls Brueder,( ^ritz kennt ihn er war bei der r.oc. Ital 
di Crcdito ^ die er aerbrachtc ,sc]ion dipsc 'Toohe nach den UHA, Tach 
Uruguay horoinzuko^.m*on ist weiter sehr schwcrgnur mit Grosser Protection 
oder i-ostspielij;cn Advocaten,dio^ des Hinistors Ohr haben zu orrolc^ien. 
Ausser den . dvocaten-kosten -die- Durchfuehrun^ vorlrn -t viele üonate, 
vronn sie uob rhpunt za:.i Kla-^pcn kommt^sind Pesos uru^^ 30OO von Ausland 
ko'-^mond zu dononloren,iir yrioi-, iy^ p \^i^ o t^|^v>o>i wieder' -f^^eibokonnt. 
^rr. ^^arcn also cnn ^0?. T ?O0Q- Ich v^rstoh aller'^^-o-s nichtsda i^T^ doch 
riomand aus Aurill.-^c wejjpj/.t u^d raaii ui rt menßchlicLcr Voraussicht nach 
weiter ruhi^ loben kann/-"arum er seinen Termin fucr die U3A niclit rulii,; 



! 



in Aarillac abwartet, Fr faellt -^och wir -Ho Andern auf die Deutsche 
'^.uote?? Auf dicßü braucht ri^n nur a 1/2 Jahre. T'rxiro schiene ^Ir :.aj3 
;11 len Von Dir ancrof uchrton "^-ruenden weit vornuenf ti^^cr . TTonn er 
Ircf^end et'-^as von mir wissen wil\, bitte ihn uir zu sehr olben.Ich wcrd 
ihnnach b'-'ste'.a TiGsen beraten, 3b ist aerjerlich d;isß die Ucberweisunj 
fu^r Hella nicht kla^?pte, Kann der 1 Frit2 nicht bochual vcraackicn ihr 
v/as zuko.niacn zu Ipsscn. 

Gestern hatte wieder mal einen lieben Brief von Liserl 

la -reb treffen. 



u Doszoe von % üporz sie wollten sich nit Lutz a^i I7 Is in :i; ^ 
Clc scheinen sov^eit ruhi^/ und aris jojllchon. 

"^ojen ^'nufuanns wollen las Beste hoffen . Ich bin ent- 
schieden ce^en da^ HtudUim Suses ,slo soll ihren Eltern beistthen und 
sich solch unzeit^emaesse Fantasien aus lern Toof schlafen .»Mein Freund 
Isaac schrieb mir rus Orlando FToridfi, "!an Juan Hotel, ist nlso momentan 
schwer Intüi'polliLrbrr, Hnt Paul bei "Icrrr Pbier vo^^^^e sprechen ?, 

Ich hoffe Du bist liebes Aennchen von Deiner kleinen Indispositdon 
nun;;;anz befreit , wenn nicht muosst ich ja fast schnell ein Turistenvisuu 
versuchen um Dich curieren helfen, .Uebrii:;ens weiss ich ja wps Fritzl 
fuer ein zaertl icher f uGßorj;llcher Pfleger ist» 



'vYclGCß sind eigentlich dio^Gcfuc-' i:inaei>oioon*'vrruende,die zwißchcn Felix 
und Fi-'itz Disßonanzon schaffen. Immerhin freut os mich zu hoeren^dacü 
F. sich mit der Ab G-rUi^po immerhin leichter verL:taendi^en kamu ^itte 
Yater und Sochnon nein f roundliohBtes G-edenken und viele O-rucßBe zu 
bestellen, 

Fuer Deine intotTBßante Berlchterstattuni;: ueber die Situation 
all Deiner Freunde, die auch Ich kenne, vielen Dank. 

Ich war in der Osterwoche mit meinen Haußleuten auf 
einer 3 tae;;:l3en Autotour hab Much ucorii^ens von einem der BalBtraeüde 
die v;ir besuchten eine Karte c^.Bahdt. Ihm ir>t die Tud£tenwoche,die 
wieder viel Gaotse aun Arcentlnien brachte zu Ende und auch hier in 
Pocitos unn n^lon andern Uruguay IvSchen 3randbacdern setzt wieder herbst 
liehe Rulie ein. 

G-entern hatte von Don 7.. ausfuerhlichen Brief. i:un 
werden die aus ^icn eingetroffenen I'oebel aufceßtellt,die Villa wurde 
nun auch vorteilhaft verp.ch6erort,or ^>cut Pich Behr mit all 'den Er- 
r^ouerun::en. P^ul hat nir dlej^er Ta^e aus Calif ornlon * Joßemite !:ational 
Park geschrieben. Fr will nun dosh einiges neues bissen im College in 
Arnes ( ^taat IowaO aufnelimen. 

^c^on Ilerminens Lift habe heute auch luftpostlich an dinen 
der Liquidatoren von '.Teil Ilormanos nach Rotterdam r-eschrieben ,um zu 
hoeren welches die c^aonsti^sto Propoßition eines holl Spediteurs fuer 
den Transport des Liftes von Hrnburc nach Cambrid^^e waere. 

Carola '''^eil Edelsteins ael toste Tochter erwartet v/ieder 



ein 
tic 



3'-by. 



•llun muss ich den Ilachrichtendienst boschliessen, denn aufrlch- 
esr^t krachen mir schon die Fi^n^er vor lauter Schreiben. 

Fritz noch Sank fue"* seine financial Inf ormations. Ich 
kann jp leider auf meinen T\aiiien dort nichts machen, d- es zu risky ist, 
mit Hinblick auf i.Iaashahmen,die UGA deutschen Unterthanen ^S^^enueber 
unternehmen koennte,wonn es' sich in den IJTeltconflict auch verwickeln 
so:i.lte. Dennoch bitte mich postod zu halten. 

Herzlichs-tes den 1 Kindern und Euch viel Liebes und Umarmungen 



Eures 



In. Eile! 








per s/s Ar^^cntlna 



yt^'^C^, 



-t^ 



Montevideo, am 12 Macrz 1940, 
Galle Jos^ Ellaurl 885 



Lieber Fritz, 

Gestern erhielt ich, per ob^enannten Dampfer, mit dem auch 
diese Zeilen wieder an Euch ^ehen, Deinen Hoben Brief von 20 Februar und 
ebenso Dornen Brief ,der die Copic dos Airnailbriefec vom 17/11 enthielt. 

Ich will vor Allem auf den buchhalterischen Teil Deines 
oberwachnten letzten Schreibens zurueckkömraen,da sich in denselben auf 
Grund meiner Ueberprucfung Richticstollunßcn ergeben. 

Du Gibst mir im obigen Brief ddo 20/2 nach Gutschrift des 
Dir gesandten Checks von ^o^ p 719. 10 

als erste Debitpost ,mit Hinweis auf Deinen Brief vom 
1^1^ U3A ^ 64.. 

auf Diese Post setzt sich zusammen aus meinem 

Pfunddebitsaldo per 31.12 1939 der sich auf 

Lst 28.4.4 belaeuft und den Du ä 3.90 circa 

aud Dollar 110.- convertiertest und den fuer 

ie erste Hotelwoche der Kaufmanns gezalten 
NBorag von Doli 18,- . Du addier tos diese 
/beiden Bctrae^e also machte Dollar 128.- und 

halbiertest sie, so dass Deine Debiticruns 

wie oben auf Dollar 64.- lautete, was natuorlich 

ein Irrtum war, denn in Wirklichkeit schulddbc ich Dir 

den Gegenwert der Lst ?8.4.4 zur Gaenze , also haettest Du raßch 

zu debitieren gahabt mit - wie von Dir errechnet am 1/1 - •.. "^^q " 

und ferner die Haelfto der Hotelspesen ( 1/2 von f( I8.- d.i.).... 9.- 
Einig SohQ ich mit der Debitierung der Haelfto der an 

Kaufmanns gezalten Doli. 500.- also mit 250t- 

wobei ich bemerke, dass ich annehmen muss,dass die 

laut Deinem Schreiben vom 6. Janviar Kaufmanns in die 

Hand gedrueckten USA Doli. 100/- einen Teil der 

vorstehend verrechneten Doli. 500.- bilden. 

Aus Vorstehendem wirst Du gleich verstehen, dass- 

I nachdem in vorstehender Credltierung von Dollars 110.- 
meine Pfundschuld per3l/ 12 1939 von Lst 2874.4 
bereits verrechnet ist^Dein errechneter Saldo 
meines Sterlings Contos mit Dir per Ende Februar 
ein irrthuemlichor ist, denn die Lst 28.4.4 
gohocren nicht mehr hinein und und habe ich Dich 
laut deinen jetzigen Aufgaben nur mehr zu creditieren: 
Lst 5.1.- Haelfto der Lst IC. 2 f. Jan/ Feb Zalung an Heddi 
15,.. 6 " •• " 30.1 " Januar Zalung an Hermine, 

wozu ich erwaohnon will, dass diese Zalung 
nachdem die Kaufmanns in Januar nicht mehr • 
in England waren, eigentlich auf Lst I5.I.- 
haette lauten sollen, '^onn Du ihr wirklich 
Lst 30.1.- fuer den llonat Januar aus irgend • 
welchen Gruenden ucberwicsen hast, so bin 
ich natuorlich damit einverstanden. Ich 
waere Dir Jedenfalls fuer eine diesbezuogl. 
Rueckaeussorung dankbar. Ferner 
10.0.6 " der Lst 20.1.- f. Februar Zalung an Hermino 



tt 



II 



Lst 30.2.- 



also somit ^3*95 im Ganzen nur 

( und nicht wie Du aufgiebst Doli 230.35 ) 



118.90 



Daher ist mein Dollarguthaben bei Dir per Ende Februar . 

nicht Doli 174.75 ^ TTC.A n n 0^1 PO 

sondern USA Doli. 23 '.20 



Bitte pruofo neinc Klarlorunr^cn und G^t)c rair frdlst auf ,ob 
Du nun mit dem urisoitie; per Ende Februar Dir auf -^ee-obonon ß?)ldo cinlr. 
ßohöt. " 

Kauf n an n 3 . 

Mit meinen Luft ostbriof vom 8 I.Iaerz hab ich versucht 
Dir fuor Paul 2 Empfehlungen zu geben. Herr Feuer ist noch heute der ' 
sunrem'^ Chef der genannten Firma, die eine Emanation der Comoagnie Continan- 
tale d Importation ( 1er Herren Fribourg ) in Paris ist, Herr leaac 
ist schon seit Jahi^en retired. Ich nehme an,darß er drueoen ist. Er hat 
denklich Freunde drueben,an die er Paul em.pfohlen kann. 

Bei Hertha zweifle ich nicht, dans sie bald sich 
eine Verdienstbringende Taetikeit gefunden haben wird, "^enn ich nach einzel 
nen Berichten urteilen duer^te,die mir so von Zeit zu Zeit von drueben zu 
Ohren kommen, so rauesste ein Ivlann wie Paul, der doch ein perfector Kaufmann 
ißt, doch Chancen haben, wenn auch anfangs bescheidener unterzukommen.* Du 
weisst ja, nach dem was Du auch sicher hoerst,dass man bei nlxxch drueben, 
die Jobs dauernd wechselt, bis man was gefunden hat, das einem ccJVeniert! 
Haette er nicht in einem grossen Warenhause dank seiner Fachwissens gute 
Chancen, so ein üa-m, wie er, mue. ste es doch bald zum Depärtementchef brin- 
gen koennen.Ich bin uebcrzeugt,dass Du ihn auf Qrund Deiner Erfahrungen 
beraetst.rchon aus inoralischen G-ruenden meine ich,daös er anfangs auch 
nach einer bescheidenen Sache greifen sollte, um dann weiter zu sehen 
ob sich was Besseres findet. ' 

Vae Du rair ucbr die Absichten Suses sagt cnttaeuscht mich 
sehr. Sie scheint die einschneidenden Veraenderungen, die sich aus der 
Emigration auch fuor ihre Familie crgooon, nicht erfasst zu haben. Sie 

■ ueberselht,wie schwor die Lage ihres Vaters ist der nun mit bj Jahren 
all seiner' Mittel entbloest9in neues Leben und einen neuen Aufbau unter 
den schwierigsten Vehaeltnissen beginnen muss,,dass ihre Mutter sich 

■ anschickt durch crmuedende anstrengende Arbeiten eine Teil der f^ebens 
Unterhaltes de Familie zu decken, /mstatt nun zu trachten, ehest dui-ch 
irgend^eine ihren Kenntnissen entsprechenden Taetigkeit den Lebenskampf 
ihrer Eltern zu erleichtern, sucht sie sich oder besser gesagt moechte 
sie sich einen Beruf aussuchen, der ein 8 jaehriges Studium vorlangt 
waehrcnd welcher Zeit, sie sich bestenfalls durch eine kleine Tlebenbe- 
schaeftlgung vielleicht die Studienkosten, fraglich da^^ Quartier aber 
sonst in keinerweise die" Lebenskosten bezalen koennte, also ihrem Vater 
oder denen, die fuer ihnsorgen muessen^auf der Tasche liegen wuerde. 
Wenn man nun bedenkt, dass nicht nur fuer die Jalire des eigentlichen 
Iledicinstudi ums, sondern auch Ms Juedin und als LIaedchen Hestrictions d.i. 
euerseits nicht ueb'rsehbarc Kosten^andrerseits Schwierigkeiten fuer die 
Erreichung des Grades vorliegen, so muss man doch neiner'Ueinung nach 

dem :.laedl,dass im Gegensatze zu andern Kindern ihres Alters fuer die Lage 
die nun Ihren Eltern entstanden, nicht Vernunft zeigt, den Kopf ' zurecht 
setzen. Frueher,vor dem jctzlren Weltgeschehen, liers man in buergerliciien 
Kreisen, wo man den Toechtern bis zur event Verheiratung irgend eineLoeg 
lichkeit Öebe^^^g^^te ,sie von dem Recht auf die Universitaet gehen zu koon- 
non , profitieren zu koennen,liess man sie gerne allerhand akademische Grade 
erreichen, von denen ,wie Ihr Ja durch Eure zalreichen Freunde am Besten 
wisst,die V/enig8ten,nacmier Gebrauch machten oder machen konnten. Heute 
bei dem ungeheurem Intelligenz protelariat,das an akademisch gebilcfeten und 
natuerlich praktischen Aerzten auch Jeder aus Europa kommende Dampfer 
m seinen Emigranten drueben ausspeit, die ,wie mnn oft hoert, ganz urasatteln 
muessen,9rscheint eine Absicht die darin giofelt ein Job zu suchen, das 
sich schon durch die Emigration dauernd aifTuellen wird und wo mrn nach 
8 Jahren Studien, die zweifellos kostEpillig sind , nicht weiss, ob man reüs- 
sieren koennen wird oder nicht, angesichts auch aer Lage der' eigenen Eltern, 
als ein coup de tete,den man in den heutigen Zelten wenn er auch ein 
Wunschtraum des Kindes ißt, nicht nachgeben sollte. Sag rair bitte, wie deren 
Eltern, die aoch vernuen^tig denken, die Sache ansehen. Ich bin Jedenfalls 
nicht dafuer. Gebe bitte Bertha und Paul von meinen Becbiken Kenntnis und 
moechte ich gerne ihre Gedankengaenge ,ueber das, was sie nun mit Suse zu 



3 '2/3 40 

machen re .onken, kennen. Gegen Fachausbildungen sind wir ja Beide nicht 
Snd sollnße man sie etwas lernen laesst.waa sie bald vorwerten kann, 
sind wi; Beide Ja einverstanden. Aber heute was boeinnon wollen wozu 
naSe Jahre braucht. rauss nan bei allcia ffolwollon als unvcrnucnf tifi 

bczcfchnon. 

S chneiders betreffend ^ , ., , 
~ An meine Aur.fuehrunsen vom 8 ds 

anschliessend, will ich Dir nur noch Folsendes berici.en. Ich war cestern 

wip(^er bei der Ocoania wegen Paraguay. , . , *. n 

wieder oei aer ^^^ ^^^^b ^^^,^ ^^^^^^^ ^^^^^^^ Treuhaonder fuer den eventuel 

zu erlefcnden Betrag gefunden, nicht einmal die Kotare die sie interpel- 
fierten wollten sich dazu hergeben, Jeder dieser Leute hat Angst,wenn irgend 
ein^nstlnd kommt. mit selneM^5!fi^die Oeffentllchkelt zu kommen. ^^ 
ein ..nstana omm , ^^^ Agenzle .durch meine Fragen In dle^nse 



rllt oder nicht, uer innauer uer d\i^<jni.x^,'^-^-^-^ ^^<^^^ -_ .J^^-J 

fahren Snd will zu dieser Reise einen S -.osonbel trag naben, der verfaellt, 
w?nn Sr Mchts ausrichten kann, andernfalls von den ^<^J^«^f Cf ^^^J.^^f ' 
die man Ihm fucr jeden Fall trouhaerdlg zu erlegen hat. Da ich ohnehin 
auf diS von Dir mit oborwaehnten Schreiben erwaehnte Rueckaeusserung 
wartel hlbe IcS Abstand genommen mich fuer seine Reise "ach Paraguay 
r,^ ripn '^nrRon Partner zu machen. Er sagt,da3s er ueber 30 Interessenten 
Sr.be SlartoB^nui^Bo Sird er j^ mit l^h..ss unBern Fall auoh ^itneluaon, 

da er aor^h d^ran natuerllch nicht zu knapp ^^^^,^f ^; ,^f ^^^f ^/^^rRe^ 
logisch fuer den Verdienst der fuer Ihn ara Spiele steht, dass er die ueise 

auf eigene Spesen macht, ^^^ ^^^^^^^^ ^^^^^^^^ ^^ ^^^ ^^^^ ^^^ 3^.^. 

Rimesse machen l^^^^J-^^^ ^^^^^ ^^^^ ,,^^^^ ^,^ ,,i^i . Gesund und was 
Camillos Tpetiskeit betrifft nicht unzufrieden und habe er eißentllcn ^r- 
fols. ATlerdincs lae.st sie durchnliclcen,dass sie was l^^^e Laöo ^^^f ^^^> 
meinem Rat, doch nach Arsontinien zu Gehen,haette ^^J^en sollen^hre 
Eltern sind in Ileuilly, Hippo,die Brave scheint auch ^^^^\^^Jf^^^^^ 
kucramern. Lotte vergnucst, unbeschwert, sehr gewachsen und lernt brav, 

'''enn auch zu ahnen war,dar>s Tante Ernas letztes geflick- 
tes Band auf die Dauer nicht halten wuerde. be-reif ich doch Euren Aerser. 

Tfas ßibt es Keues mit Ludwig? Dio La^e mit Jugoslavien 
bleibt unklar, scheint jedoch nicht verschlechtert. Ku-entlich muss denen 
im Reich recht raiess3ein,wenn Rippentrop zun Papst in Audienz Geschickt 
wird ,um auch dort eventuel fucr einen .hnen halbwegs convenicrenden 

Frieden vorzubauen. , , ^\^^^^ 

Der von Dir so schoene Hoffnungen mach ende, erwaehnte 

Bericht Deiner lieben Gattin, der ich mich mit diesen Zeilen besonders in 
Erinnerung bringe, ist Deinen letzten lieben Zeilen nicht beigelegen. 

Herzlichst p,rucßst und umarmt Euch 



zu 



Beiliegend ei>i dxcinjc Tage gemachtes Gruppenbild 
aui aei* aaiomestung ,dem Cerro von Llonteviaeo^ 
aurgenoiamen. Ihr seht Familie Daniele una ürcLe 
Schaeffer mit ihrem Jungen Hans una dem kleinen 
Maedl .das^ sie nun von einer pioouziicn verwitweten 
Frau in Kost una Quarter genommen und schlier^slich 
meine r/cnlgkeit. Hinter dieser Festung sieht man 
noch die %te des Admiral Spee aus dem Heere ragen. 
(Ilicht auf dem Biiae,'.ias/ nur den, TTash" Herrn 
Schaeffers als Hintergrund nebst der Festung haL.) 










Alrmail 



ö.April läA: 



* Lieber ArturOf 



Dank fuer den Brief vem 12«Uaerz* Deine gruendllche 
Berechnung beruht leider auf einer faXacken Veraussetaung. Ich 
habe Kaufkanns die 100$ gleich bei der Ankunft gegeben und dann 
separat weitars 500 $t die wie ich Dir bereits schrieb, Jetzt 
auch schon verbraucht sind^ sadass ich ihnen weitere 300 $ geben 
Busste* Etwas viel aeld, wie ich auch finde« Aber 

ich hoffet sum Teil sind es Uebergaagskosten 
'^'' zum Teil werden Hertha und I%ul alluaehliäi doch etwas 
verdienen 

femer wird Susoi die nicht hur erhalten werden ausstOy 
sondern auch noch Schulgeld gekostet hat, endlich doch entweder 
einen Job oder zumindest ein Stipendium bekomman« 

Aber Kaufbianns f bei denen bekanntlich immer Jemand 
krank war, werden immer bei aller Sparsamkeit Herthas relativ 
viel brauchen» weil speziell Kranksein hier ruinoes ist, 

und die Verdienstchancen sind fuer Paul vor Allem sehr 
schlechte. Dein Freund Isaacs, an den ich Deine Ei^fehlung wei- 
tergab, sdarieb mir, dass er bis auf Weiteres in Florida bleibt. 
Wuerd wahrscheinlich auch nicht viel helfen koennen. Ich habe 
Paul mit einem Bekannten in Verbindung gebracht, der einen klei- 
nen Fantasieartikel in Heimarbeit herstellen laesst (such Hertha 
wird fuer ihn arbeiten) und fuer den Paul Jetzt versucht, die 
hiesigen Exporteure zu interessieren. Dabei duerfte bestenfalls 
ein Taschengeld zu veiniienen sein, aber Paul hat damit das Qefuehl 
etwas zu leisten und kommt bei Firmen herum, woduixh sich viel- 
leicht eine andere Moeglichkeit fuer ihn ergibt. 

Doch was die Aufstellung betrifft, ist diese keider 
richtig, sofeme Du nicht andere Fehler findest« 

Schneider i Ich erwarte dringend Deine Rueckaeusseining 
zu meinem Flugpostbrief vom 21.Maerz. Soll ich fuer sie ftyJMg 
w^ rhAn e^d,&r nicht? Fuor Domingo spricht nach der erhaltenen Aus- 
kunft, dass die Kosten im Falle Nichtauaauetzung geringe sind. 
Ich bekomme heute wieder einen vom 21.Maerz datierten Hilferuf. 
Bitte um telegr. Bescheid. 

Hella stellt sich vor, dass Du vielleicht die Moeglich- 
keit haettest, ihnen Visa fuer Uiriguay zu beschaffen. lA glaube 
dies zwar nidity erwaehne es aber. 

Es war gut, dass ich Hella die 200 Uk. ueberwieeen habe, 
denn sie scheint voUkomm^i mittellos dazustehen und hat Schulden 
gemacht. Den Betrag aber, den ich ihr von meinem Konto bei der Bank 
in Prag zukommen lassen wollte, hat die Bank, wie sie mir Jetzt end- 
lich mitteilt, nicht ueberwiesen, u.a« weil unser Konto von der Ge- 
stapo gesperrt sei. Diebogesindel. 

Dwiit man nicht zur Ruhe kommt, auch auf dieser Front, 
irm« dieser Tage zur Abwechslung ein verzweifelter Brief der Beckmanns. 
Ihr Paz*tner muss nach USA gehen und dadurch haben sie zu wenig Qeld, 



-■...• vjv',; •- * ^\-*-^' 



■ ■r: 



-^. I 



xia djis Geschaeft aufzumacheru Sie geben zu veratehen, dasa aie 
2CX) bis 300 Pfund geborgt haben moechten oder Äff idavita fUer 
USA| fuer welche sie eingereicht habexu Was letztejre betrifftf 
BRisa ich sagen, dasa ich keine Moeglichkeit sehe« Es gibt hier 
niemand mehr welche und ich selbst bin ausgegebeni das heisstf 
ich habe schon ein paar erteilt und da Jeder mir begrenzten Kre- 
dit bei den Behoerden hat« mss ich mir die restliche Moeglichkeit 
fUer ganz dringlich^* Faelle, z*B» vielleidit einmal Roths oder 
* jemand in Wien oder Dachau reserviei^n« Aber auch an dem Kz*edit 
acechte ich mich, falls Du ihn geben willstf eigentlich aidit 
beteiligen« Ich habe zuviele Lasten bereits auf mir und drohend, 
andrerseits mein Eixdcommen so Ungesichert, dass ich im Fall Beck- 
mann nichts Weiteres tun moechte« Ich habe nicht nUr Miscbpoche, 
sondern auch Angestellte und Freunde auf der Zahlliste« Ich koBEime 
sonst ins Uferlose« 

^ Die Thotogiaphie liat uns viel Spasa gemacht« Die Hearrschaften 
darauf machen mit Ausnahme des martialischen Herra mit der weissen 
Kfi4)pet dessen Gesicht ich aus meinem Verbrecheralbum gut kenne, 
einen sehr synqpathischen Eindruck und ich ^iiollte, wir koennten 
sie eiranal kennen lernen« Jedenfalls sehe ich aus dem Bild| dass 
es Dir nicht zu schlecht gehen kann* Bericht ueber uns ueberlasse 
Ich wiederum Annie, ob sje il^ Äi^"^! ^^^ ^^-^^ and ire Sache« 

fioQrse hier momentan entgegen deia Pss jjbIsbius sehr f e st ^ mit 
Auisnalsae eines Papiers» der Swift International, hei der der Rat 
des Brokers schiecht war, verdiene ich an Allem Kleinigkeiten. 
Aber meine Sachen sind nicht auf rasche Spekulation, sondern auf 
Sr trag gekauft. 






Viele herzliche Gruesse 

'" Dein 



.- •' 



Was Suse betrifft, rennst Du bei air offene T»Jieren ein und duerfte 
Ich Blr bereits Suses Totfeindschaft zugezogen haben, well ich von 
Anfang an dagegen war* Daher rede ich nichts mehr* Aber Kaufeanas 
selbst wehren sich gegen die grossen Rosinen ihrer Tochter. 

Kach Beendigung dieses Briefs erhalte löh^söeben Deitlakonisches 
Gabel « Paraguay imossible. Ich glaube es dahin verstehen zu sol- 
len, dass ich die^che San Domingo fuer Schneiders einleiten kann. 
Ich werde daher moregen eins der verschiedenen Stellen aufsuchen, 
die Einem dieses Visum verschaffen koennen. Allerdings Ist leider 
-moeÄlich, dass wir »chon zu spaet koamen, weil heut« hier in einer 
Zeitung gemeldet war,. dass die Gestapo die Auereisebewilligung fuer 
Jüd^eiaorlei Geschlechts unter 60 Jahren eingestellt habe, weil 
man die Leute angeblich zum Arbeitsdienst einziehen vo He. Aber 
diese Meldung braucht ja noch nidit wahr zu sein, ausserdem koennen 
sich die Dinge wieder aendem, . zumal Leo ja vorlaeufig noch von 
einer Ausreisemoeglichkeit iu>ch weit entfernt ist. 

Das einzige Erfreuliche hinsichtlich. Familie :?.«%• dass moment« 
Hermine und Landesmanixs weniger deprimiert zu soin scheinen. Von 
Heddi haben wir einen beinahe vergnuegten Brief bekonmen, auch 
Hermines Briefe machen, wie Du aus Beilage siehst, viel besseren 
Eindruck. 




QltMaerz 1940 



Lieber ArturOf 



* • 



Wieder einmal die gerne inearaen Schmerzen s 

• ■ • » - . 

^ciuielder : das einzige ^ was Hiir hier angeboten 
wird| abgesehen von Moeglichkoiteni olie in mehrere 1000 
Dollars geheni ist San DomingOt 

Kosten t $ 500«- fuer ein Ehepaar, plus Schiffe- 
karten und Vermittler Spesen insges. etwa 900 $ • Die 
500 $ sind sofort bei der Schiffahrtsgesellschaft, d r 
Italian Line einzUzahleni doch erhalet man angeblich 
450 $ zurueck, wenn das Visum nicht erteilt wird oder 
man von der Reise zurüecktritt« Die Schiffahrtsgesell- 
scliaft hat xntexnlich den Betrag erst bei der Ankunft der 
Immlgrants den 'Behoerden zu uebergeben* Das waere fuer 
dies^i besonderen Fall guenstigi weil man falls die Aus- 
reise nicht rechtzeitig erfolgen kann, nur öO $ riskiert. 

Koennen die Seh 's das Visum ausnuetzen, werden 
sie in Domingo wohl kaum eine Existenz, finden , aber von 
d)rt aus wird es leichter und wsthr-scheinlich billiger 
sein, sie in eine aussichtsreichere suedam« Republik zu 
bringeni als von Wien. Ausserdem wenn sie in Domingo auch 
nur etwas verdienen, wird man sie dort mit sehr geringem 
Zuschuss erhalten koennen« Und klimatisch ist das Land 
gut, im Gegensatz zu z.B. Bolivia, dessen Klima viele 
nicht vertragen. 

Nach Domingo geht einmal monatl. ein Schiff, die 
Giltigkeitsdauer ist, wenn ich recht verstanden habe, 2 
Monate ab Versta endigung duröx das Konsulat (in Genua). 
Hella muesste also nach Erhalt der Verstaendigung sofort 
Alles in Bewegung setzen , um Leo freizubekcHomen. Die Ver^ 
staendigung sollte 'es nach ihrer Ansicht meoglich machen. 
Dauer bis zur Verstaendigung angeblich ungefaehr ein Monat. 

^itte telep rraf iere mir bei Erhalt 
ich fuer ^ch's Domingovisum b eschaffen soll. 



Du wirst mir auch Geld ueberweisen muessen, denn 
Dein Koiitö Ist nebbich leider schon wieder erschoepft. Vor 
Allem deshalb weil ich Paul K. wieder 300 $ geben musste. 
Sie haben hier bisher im Monat Je 126 bis 135 $ gebraucht, 
ausserdem hat Susis Kurs 75 $ gekostet, dazu kommen Kosten 
der Krankheiten der verschiedenen Familienmitglieder. Die 
Aussichten auf Existenz fuer Fanilie K. noch nicht wesentlich 
gebessert. Ich habe ihn mit einem Bekannten zusammengebracht^ 
fuer den er versuchen wird, einen Schmarrnartikel, der Mtyr 
geht, bei Exporteuren abzusetzen. Er verfolgt «ucli nocäi W^- 



'schledene andere liAoegXichkelteni aber Alles nicht 
sehr aussichtsreich« 



»^ 



$ 174.75 
$ 11.70 
$ 160—- 
$ 7.Ö0 



Saldo 20.11 
üeberweisung Stefan Weiss 

Kaufmann 
£ 2.-.- Dein Geschenk ffiüitfXX Suse 
£ l.-«- ^ Qe schenk Hermine/Heddi 

an Suse 

ferner habe ich Mk# 200.- bezw. Gegen- 
wert in Kc. an Hella ueberweisen las- 
sen, kostete $ 31.-. In der Annahme, dass 
Du Dich daran beteiligen willst, andem- 
falie stornlere ich die Post . $ 15.50 



$ 3.75 



$ 13.70. 



Du bist also im Debet mit 
Bitte um Ueberpruef ung. 

Man kann von hier Leben smittelpakate nach Wien und 
Prag beordern. Ich habe dieser Tage U.A. ein solches 
telegTt an Hella beordert. Die Sendingen gehen von 
verschiedenen europi Laendern ab. Wenn Du einmal 
scMcken willst, kann ich es fuei* Dich besorgen. 
Aus Briefen, die mir Liese einschickt, ersehe ich, 
dass sie "AUS BPe^t an verschiedene üeute, so auch 
an Hella geschickt hat und daas die Adressaten die 
Sentog erhalten haben; Auch fruohere Sendingen, die 
ich von hier aus bestellt hatte sina angekommen. 

Ludwig ridi tet sich' anscheinend auf Dortbleiben ein 
und hofft auf Staat sbuergerschaft. Eine Vorausaetsung, 
eine Gemeinde 'iu finden, die ihm die Zusicherung der 
der Aufnahme in 'den Heiraatverband gibt, ist allerdings 
noch nicht gelungen. Ich'wuerde ihn allerdings lieber 
in Brasilien wissen als in Dugaresa. .. 

Hier qpuert man in den letzten Tagen anscheinend endlich 
den kalendermaessig heute eingetroffenen Fruehling 
und inh fange an, damaeber mir Gedanken zu machen, wo 
den f.k)mmer verbringen. In NYork ist es so unertraeglich 
heiss, dass ich nicht hier bleiben moechte. Ob wir ueber 
die Ferienmonate nach dem Westen gehen sollen oder 
nach dem Norden (Maine), wissen wir noch nicht. Auch 
nicht, was mit den Kindern ueber aen Sommer anzufangen. 
Unsere Moebel sind noch immer in Frankreich, von wo 
Fachrichten aeusserst spaerlich sind. 

Weltlage weiter nicht erfreulich. Wir stehen anscheinend 
noch immer vor dem eigentlichen Krieg. Schrecklidi. 



Herzliche Qruesse 



Dein 



Siehst Du die Verwandten von H6ft. Peters? Haben sie 
schon eine Existenz gefunden ? Er macht sich um sie 
viel Sorgen^ 



Wl$KS 




Via Air üail c. 
Lieber Fritz lond 11 




te Armlo 



Montevideo, am £ uaorz 
Galle Jo84 Ellaurl 8^5 



K^4o 



/ 



war vom 



Mein letzter Luf tpootbriof an Euch 
?4/2 Euer letzterhnltener Air Llail Brief vom 17/2 ^ , 
*^>c]finold.er ö ^■^■'T «^ 

' Ich bin zu .:iej.nom gi^oßßen Aer^er in der Para^üaysache 

nicht weltorsokoramcno Es Ist fuor die lüentalitaot der Asenzien bezeichnend, 
dasB die Ocoanica bisher keine Bank ,auch nicht einmal das israelitische 
Centro coramcrcial y Industri.-l hier bereit finden konnte, den von mir bereit 
goh^^ltenen Betrag zu getreuen ^laenden anzunehmen. Es hat in diesen Sachen 
schon vorschi.-dentlich Uncorrectheiten und Schereiren gegeben und will man 
sich auch gegen eine CommlBSlon denselben nicht aussetzen. 

' Und dabei sagte mir, wie Dir schon geschi'icben,dle Oceania 

die Einwanderung sei auch mit dem neuen Dictator in Ordnung, waehrend sie 
vor 2 Tagen einen ilorrn ,den ich zufaollig kenne und der mit den Llachern 
der Agenzie gut bekannt ist , sagte, ihr Uanager muesste cr^^t nach Paraguay 
fahren, um Alles zum Klappen zu bringen. Sie will wie man nun sieht mein 
Geld auf gut aiucck annehmen und sehen, ob die Sache marschiert oder nicht. 
Auf das so Ungewisse mich nun anzunageln habe ich ;:instwellen, sosehr mir 
1er Fall Schneider am Herzen liegt, denn noch nicht 'ynd ist meine Absicht 
zuzuwarten bis die Agenzie nachweisen kann,dasB wirklich Alles pcrfect. 
Trotzdem ist auch nacher nicht ausgeschlossen, dass wir mit der Zalung herein- 
fallen. Es kann .^,anz gut sein,daBS Paraguay die Einreisebewilligung gibt 
und die Oebueren dafuer einsteckt und separat den Hamburger General Konsul ^^ 
instruiert, , die Visum Eintragung nur auf Paesse zu machen, die nicht das J 
haben. Das Richtige , angesichts all dieser Unbekannten zu tun, ist wirklich 
schwer und bedaure ich,da3B wir w keine i^oegllchkeit haben uns in rascher 
reise ue ;er die richtigste Handlungsweise beraten zu koennen. Bemerken 
will ich dass hier no^ientan keinerlei andre Einrel3emoeglichkei.1i;en aufschei- 
nen und dp bei ist auch diese .nicht nur miess, sondern auch ,wie man J^tzt 
sieht nicht sicher, "^crm ich auch einstweilen die Uoeglichkelt dieses Ab- 
schlusses hier behalten will, so moechte ich doch Folgendes anregen. 
Herr Bauer, mit dem ich aus ^enua herkam, hat einen ruten Bekannten in i.ew- 
York der sich mit Sinreisesachen befasst. Es ist dies 

Dr ^.Talter Strauss, Broadway 1 UC , Suite U09 ( U^9) ,, \ * uv ^^r^ 
Es kann wol der Fall sein, dass de. selbe andre interessantere Moeglxchke^ten 
fest anbieten kann. Geh also bitte Dich aufV^auer berufer.d hin und sehe, was 
er machen kann. Bauer sagt, dass er ein se -ioeser Uensch ist, der schon J5 bis 
4 Jahre druebcn zu sein scheint und schon einige Einreisen zu guenstigen 
Bedingungen fuor Bekannte von ilim durchgef uergrt hat. 

Wie es eoen hier hoisst,hat nun ChiH^ wieder die Einwandurung moeg- 
lichkeit aufgemacht. Hier wird selbe noch nicht proponiert. Violleicht hat 
sie Strpuss bereits. Dieses Land, das gutes Klina hat,waer mir sowol fucr 
die Schneiders als auch fuer Lutz, falls aus seiner Auswanderungsnotwendig- 
keit Ernst wifd.vicl s^rnpatischer . ^ ,. ' t^ . ^ v, 4. 

Ich will nun eine Woche also bis Du diesen Brief hast, 
nichts Positives mit der Oceanica abmachen. Siehst nach Ruecksprachen mit 
Strauss. dass er Dir gucnstigere Laender zu aehnlichcn Bedingungen, wie Para- 
guay nun und auch die andern sucdanerikanischen Staaten bisher combinlerbar 
waren, fest pirponi rt,dann cable mir einfach ** stop" und ich stelle meine 
Unternandlungen mit der Oceanica ein. 

Luvlwi-". ^ 

difem 



..uch der Streich, der 



Jungen gespielt 



wur 



iüt 
wozu 



Bear aaroürllca.Vlelleic.xt 1; esst sich die Sache d.ch noch cinracnken, 
•ip die Steilhang und Autoritact Felixens verhelfen koennen nuesstc, 
denn er kann wol bei den technischen Directoren die {:^'^^''}^f'^/^ 
Erklperung erwirken, nach derselben Ludwig in seiner Tactigkeit ^^^■^\^:?^;,^^^'^ 
lieh sei und auf Grund dieser ErMaerung muesste eine xlecurseingabe,..llcr 

Vorr.assicht nach von Erfolg begleitet sein. w^v,^if ouo--, hei der 

Sollte dies nicht der Fall Bein, so bin ich bereit auca bei der 
Aktion fuer Ludwig^mich Im Rahmen der anderen Faelle zu beteiligen. 

'^ "^"^ "^W^ ■■■■II m it.»,>c.^ -rrw" 



N.Y. 3 



notwcndlskdten ausgoßeben v,'crden muosst.don^nach «eddl doch nacnzukomen 
waore. Da Du. wie p..aa Deinen 1 Zeilen vom 17 v.M. ersichtlich, toi d accord 
bi8?!das? lIor..inc und Hcddi ihren dieabe^el. «f^^^^^f ^^^«^/^^^'rl.^^'^^f.S^ii^^ 
Ro win ich ihnen .wenn Du d'accord bist ßchroiben.dase wir Beide zuBmamen 
auf uns ist «0 fucr dioae Sache nehmen wollen sobald auch Bauers Ü^r 
llnv^^taendnls segeben haben ...it Ist 20 bis Jo -^/J-,^f,Jf ^.Jl^^'^^jJ^ji;« 
piei^en. Bauers rauesstcn sich meiner Ansicht auch ^^^ i'"^°^^^^f;'!^f;-" f^| ,,^ 

Wert^eaenetacnde (las Bild und die Spitzen ) ^°''<''^^^'^« -°^Ji^^.^^iläe Sra- 
wnoröb difuor aufzukommen. Bortha iieint.d i3ß nan auf das ^ewoehnliche um- 
zSm^St nicht Sit Zoll zu rechnen haette. Sie ißt uebri^cns in ^ler Lage 
Sir ueber de Inhal? dos Lifte alle ^ewucnschte Aufklaerungen zu cooen. 
tri n.^irv;to der sich inner vorschlochtcrndon Läse .ist natuorllch e^n 
Sruck auf ^'ßauers res? rare Tochter Rosl L^eesin^er .dort, aia Platze -um mit 
der '^eScrver?I5un^sabsic:it nicht zn snaet zu koranen. Uchnt alGo diesoe- 
zueeircS aich mit Be?tha,die Ja in Allem am besten Bescheid weiss. Fuehlun,. 

— ^^^ ^^^^^ g^ ^^t an Bertha zu Lr.sten laeiner Vcrrechnuns 

mit Dir den Gcr^onwert von 

Lst 4.-.- in U3A Dollars auszuzalon. ^ 

Dieser Betrag ist fuer 3ußo bestimmt ,die am 16. Januar ihren 1c (.eburtß- 
tas feierte und soll zur Garderobe Erneuerung fuer sie dienen und zwar 



sind hievon 



Lst 
II 

II 



Besten Dank. 



2 -.- ein Geschenk ihrer Grossmana 
l|-.. ^ " von Heddi 
1 *.*- " " von mir 



Hier ist beinrJie schon herbstlich, die Tat^e schon sehr 
anFono-nn . Ich halte sehr Diaet, Frau Schaeffer kocht ^^^,^1^^° "^^^ J^^" 
tch?l?tuAd macht mir auch Gute'Guec. speisen streng nach .len ^l^^^^^f^' 

recepten. Dennoch machen mir Uc Venen allerhand -°^,<^\^°^^,;^^Xn zuviel 
schoepfunsserBchelnuneen und Depressionen P^^^Sen mich manchrnal.Da. z^^ 
Unerfreuliche ,an das man Ion eanzen Tac ooen denken muss.wirK^ sxcn i^o^u 

^us . . „ , , 4 «4. T\^^¥ a^m.i wi p loh hoere die Leucns- 

VY*n^^ Arecco ^ruosst Such innitrst. Dort sina,wie xcu uo^i^ ,. + -,a^v> 

kosten'^iS^Sl'gostLöen.Der Kohlcnzwischenfall daerfte ^^^^^^^^''^^ 
erledigt worden. Italien hat allen Grund weiter ^^f ^'^J^^.^^^^J^J^^^cn 
;7ir nucoscn uns leider auch nach meiner .msicht auf einen noch lon^cn, 

harten Krieg ^^^i;^;, ,,,^3 Liebe.Greterl soll mir doch auch mal 

,,„^^„-, .V,-, Loben schreiben. Ist Ernst noch in Jußoslavien? 

ueber ihr Leben scnrei^ ^.^_^ ^^ ^^^ ^^^^^^ Partners noch immer 

eenoigt sein sollten. Lasa Dir jedem ans, aor o n^j u. / 

nichts gefallen. ^^^^^^^^ ^^^^ ^^^^ Uachrlchton umsehend und bin fuer 

heute Euch herzlich u,:arnend und gruesnend 



i3eilic'end einen Brief fucr Jules Isaac, meinen 
Dir ^?lrub ich lereoenlich bcVanptcn alten 
^roundTin der S .che Pauls. den Du frdl "•eiter2 
leiten willst. Ich vermute Isaac der 
naturalisierter Amerikaner ist 'in^ 
Sloichzeitis mit Herrn Josef Feuer .^^ 
den Ich auch Paul vc-wics.i'.anasin^ ^^^^^Jf 
der Continental Grain Gy.dort '''^ ^^.J^,,^ 
Jai:ren'nur .ichr als Privatmann ^^^f.'^^'.'^f 
dort und vrill Jedenfalls ver^^ucnon i..n .^.ci 

Paul zu intorossioron herzlichst 



Euer 




%MUCX (A ■' 




N.Y. 3 

notwondlrskdtcn aaasoßeben .erden rnueBSt.den-nach Hj^^i^Jjf^/Sf ^V^^ 
wpcre Da Du wie p.u3 Deinen 1 Icilcn vom 1? V.L. ö^s,^^^^^\^,^>~ ^^^^^,';i . e^^ 
bist daös llorninc und Ilcddi ihren dic^oez^l. ^^'^i^^^i^^'^^^^^^^^\ ^^'^^^^l^^^,^^^^^^ 
^^^„.f^f^r.L .;.:L ^.r^r^ i^n d'nn.nord bir>t schreiben . da6ß wir Beide zußanmon 



Tfertc^er/enstaende (laß Bild imd die Spitzen ) 
waerlVdafucr auf zukommen • Bcrtha !ieint,d ^i3 
zu-s.c;ut nicht mit Zoll zu rechnen haette. ol 



üül3 0riU,UL U i^KJK^J-J-y^ *jv>v ^>-^^..---- 

nan auf dao ^ewochnliche Uia- 

^nSoslchta'Lr Bioh Inner vcrncUlochtorndon La^o Ist -tucrll^ ein 
Druck auf Bauers resp iliro Tochter "^^^f^^t^f !i"^onnen 1 ch.?t rIr.o dloabe- 



o« 



Sei bitte so ^ut an 3er tha zu Lr-sten meiner 

mit Dir den Ge.-omvert von 

Lst 47-.- in U:]A Dollars auszuzalon. 
Dipc,rr Bctra' ist fuer Hubo bestimmt ,dio am 16. Jrmuar inren 1 
tas?SL-rteun.l soll zur Garderobe l^rneuerun^ fuor sie dienen ur, 
Bind hievon 






und 



Voin"*echnun: 



C/cburte- 
zv;ar 



Lst 
II 

II 



- - ein G-cßchonk ihrer Grossmama 
.'« ^' " von Heddi 



II 



11 



1 
1 

Hier ißt beinniic 
halte sehr Diaet, 



von mir 



schon herbstlich, die Ta^e schon sehr 



Besten Da.nko 

aneeney^n . IcU .^.Ito sehr Diaet; Jr^r^^chaof for^oc^t^ 

Schrift und macht rnir auch _ Guto .ucc. speisen strcnn^^^^ ^^^^^^ ^^_ 

rcccpten. ?.ennoch nachcn nir J,^'' ,^°^?^^^-J. "^^-^'^en n?Ai r-.anchHo.l .Das zuviel 
SS??S:SSSr::;n1a::^S;n^Sn'S^cf ?rcS^^nke^ nusa.^irkt sicn e.on 

aus. ^ „ , . , . ,„>. r)-,,t „in.l wie icii hocrc die Loücna- 

'^rau Arecco -rrucsst ^ucn innlL^st. D^' J:^l^^^'^,|'-^';^te fv-cundschaf tlich 

kosten -or. 30 - gestiegen Der ■'^^-Vir'^unrwclfer neutra? zu Seiben. 
erledigt "orden., Italien hnt^allcn..rund^w^ nca ^^^^^ ^_^^^ ^^^^ 

v/lr nuc 
harten 



•OTu J>u ;. gr,«ox^^uuu.^^. ..__..^ neutral zu bleiben. 

Lruns\e^ler'Lcf nS:^'Sclner\.n3icht auf einen noch langen, 
KriCG .jcfasst machen. ; p.^^tor^i ao^ 1 nir doch auch mal 



cn 1 Kindern alles Liebe, Greterl 



nichts ..-efallcn. .,^^,^^^^ ^,^^^ ^^^^^ -achrichten una-'^ond und bin fuer 
heute Kuch herzlich u,^.arnend und -ruessond 



DGilic-end einen Brief fuer Jules Isaac ,;noir.un 
Sr -l^Sb ich lorsoenlich be'an-acn alten 
Dir e,!-^^ ic^ „'-^, p,^,iis den Du frd.l -citor-/ 
Freund, in ier - t,..c * ^ u- > , ^ r>>' 

leiten willst. Ich veralte I-^f-°.f^ ^—^ 

naturalisierter ^■f^'^'^^^L^^ ,.a 
Vi • «,,«vr Pn-1 vo »wies .A*n.na in^ Jii.<.t.uuL 

•Icr C.atia9.a,al '-'■'^t^%:,r^^l^rx lobt.nun..iehr 
Jaiiren;nur nehr^als^^-^^' tn^4,^^„ ,;^, .,er 
dort und vrill ]^^c.\. . i ~- 
ppul 7yu Internni'lorGr 7,it(Thnt 



Kuor 




-«>t^a-: 



"; 





S 



K.Y. 2. 

Fuoi" ihn knoiaen in erster Linie in Betracht: Arii,entinion,Brat3ilien 
und Chile. T/aß Aroont^lnien betrifft, so habe ich gleich nach >::ri.ialt Deiner 
ihn betreffenden Zeilen an einen Freund nach BairoB geschrieben, der ueber 
die besonderen L.oec.lichkeiton i:i Bilde ißt» 

Dieser echroibt mir nim,daBß so lan::o die Wrtlen driioben nicht 
beendet sind , nichts zu machen ist und auch nachher nur, wenn sic>i in der 
politischen Einstellung des Landes durch die '»Tauen nichts r^eaendert hat. 
Hr werden daher, was Ar^^entinien betrifft, noch einige Wochen, bis dort die 
Situation .-^^ekla.rt, warten nuessen. ^ 

Ich habe Dir dieser Tar-e einen Zeitun^s iiuäBhnitt auf-' den 
Ars Tpreblntt geschickt, aus dem die resehen haben wirst oder es bei Empfang 
sehen wirst, Dass Crosse Schwindel bei Diroccion de Innicracion dort auf- 
gedeckt wurden, dir se Behocrde neu or::ani8iert wird und inzwischen alle ivioe^- 

lichkeiten ausgeschaltet sind. a i +- 

/iuch die brasilianische Resier-ons wird dauernd anöebonrt, 
vielleicht laesst auch nal sie ein kleines Qupntam dieser Indcsirablos herein. 

laan sa.'^t auch hier,dasr EqiAdor wicde- offen ist. informier 
Dich auch diesbezucBlich^bitto .Die hiosi-en Lacher haben nit den mittclaneri-' 

konischen Staaten keinen Gontact. 

Die Central Europa, Baires die mir einmal Brasilien resp 
nur Rio ^ond 3. Paolo on7)onicrte,hat sich auf meine Anfra^/,e ob dies Ic^al 
ausseschwie5en.(vide3r27/Dio hicsi-e Cceanica erklaert mir auf Grund ihrer 
Beziehungen, dass dies natuerlich illcral war und sie deshalo mir nicnt mehr 
rntwortete. Die so oroponlorte Einreise kostete nur Pi:i/n arc ^^b^ ^l^^ L 
Doli 210 fuer ein riiepaar war also sehr billlB.,aber vorauszuzalon. Die D^r 
oroponlorte Kaoitalisten einreise mit Vorwcisunc ^on Doli 23oOv ist so 
^ ' ' - - ■ ' - - konnte Dein Freund öer Direc- 



as 



absurd, dass sie nur ein Schwindel sein kann. .._ ^^ ^ - 

tor der Aner,Sx )re3s nun wirklich ausrichten.^ Ich rate Dir Dica nicht schroe 
Ofen zu lassen, eventuel cablo mir pllfaelli^e Fr vpositionen um selbe hier 
Üntersucnen zu lassen und Dich raitboraten zu koenneno 

Kach hiesigen Bekannten ( Oesterrei ehern) die nun von hier nach 
den USA weiterrcisenTdauert die Erreichunc der Einreise auf der deutschen 
Q.uote circa 1 1/2 Jahre, wann hat Ludwig" ein-erichtJ^ 

Der Zwischenaufenthalt in L.exico v;enr er billig ist, 
waer ja nicht von der hnnd zuweisen. Ein In- seines Faches sollte doch in 

den USA(doch)oiniGe Chancen haben. ov.v.^r.-n 

:'hPre ..^arket Danke Dir fuer Deine hitteiluii-en,die senannten 
Paoiore besonders Com Products American Can sind mir schon seit ^o^ivccn 
reco.mandiert. Doch da ja alle snares auf Laiaen -okcauf t werden uuessen 
und ich mit Hinblick auf ^meine Staatsbuor-erscnaf t sie auf ^t^^^^^^^^ 
vorsichti-erweise nicht dort lie-en lassen kann, bin ich bisher ^^^-fj^ 
Transactions nicht naeher -etroten. Siehst Du einen Wec um diese kitzli.>> 

Fra e zu ueberbruecken? ^ _, , - -^^ v.,,v^ 

Von L^se und Doszoe hab einen ausfa enrlipncn £>r^cf nun 

vom 1£ Jpnuar erhalten Ic^li bin auch der Ansicht, dass sie sich ocliwer zu 

einer neuerlichen Transf crierunc entschlicssen ''^^'^?:^\^:Z';i} Z'' ^^^^^^^^ 
si-h yy\'rprn alle Farben spielend durch. Sperrt die ..azis ein um protestiei t 
l^n^^r^^r^c^^Z der Czechoelovakei . Vielleicht Bind Eise und Deszoe 
du?ch ihre Situation und RollGlon doch einiccrmrasscn -edeckt.Wir muosscn 

es wenigstens hoffen. , ., r^. .^ + .^^n^f 

^' 'lolla bitte wi derholt mir nochmals deren Adresse, oie sta.::imt nluni. 
mit der die ich aus Cambridf^^c habe, aber Horninc hat sich moe^licherweise 

° ^Tnll u LUIS neue "nchc scheint nir nicht schlecht Fuer London 
sind Kaffeerocßtereien, verbunden mit Desustntlon was ;;°,^««.,f ,)^;',\;; „w 
Coraoagnons sind aucli FncMeute .I'an brinct die bache hueüscu.^olloo ult 
dor*Tucchtlt';kolt ,in der Enll wol den aluen l^el^enacrn vornan ist.docu , 

eins Chi äsen. ^^^^^^^^^ erhielt soBtom ueber Hertha B^iof von ^^{^^^^'^^Z.o 
Sic scheint etwas ruhiccr, Bertha ccntuct^.t auf die Infornationon dic^^lc^ 
von Ileddi erhielt. alaubt. dass die Totalr,peson incl /.ustcllunc nach Oam^^^ 
nicht mehr als Lst £ü ausmachen duor tcn.iletraö dor auch fuoi Jci.t. i^ 



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bel^oijj finde a Prief, o#»i i«li bitt# ^•Ifti^ontl. 
Leueö. Jeijer.fiii?? tnu^f, sea wir dasuaatea« das? 

'v/ojni«'>er wir leiaex* j^liior ksjlniii^ AwX. Ab#r 
liaa lAußi ihiitiTf c4.;.6 Ch*aaoe gtgabfiEi ijab«n, dMuLi. 



vierten aat# £ix;i4tr i^ 



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>uiide vc*i JU1ilcrdeut^Jvj'a.^jad «u öenken« Di« iet^- 
te -hifitwiiclacxt -ci6r fiiJi.l schau 3ache iaesst die* 
HfiJtia clÄe-rh^ ^TichairuiÄ, a],e eia waren •und 
wäIu UcT.ö:.ni7 «h siaa. ;U1<3 ihre Oefeanfcpieiar 
haoe^n tici- oiz-uejr nur ^lioeasaji gegtiben i die 
/«ftÄTiK^ner, die lu«.- eujr^opaeiöotie VerhaaXtÄii^- 
se i.alirschfivliutca noc^i v/eiUger VaraiAezidiua 
aiö die ]vuro:jaeer fuer /ua^ika, deren ietater 
Fahler die ^miroit^tüüaeßee Heiae WeUea war. 
£iG lira^iKcJiisah^ ii^ur ChaöDeriairit tmr erat 
b^-eift, uae er tu soUt wenn ea »u a>aat iat. 
AUÄ Dein Fr^urio Eei^i&o, dar mir wie der Clown 
im Clxxfue vorkoü.at^ der die Tnv^eaioienata daa 



:..i;^ 



' .' .^ 



. i 



i<;b nabe c tiUei* nur paar Stueck^ ab< 
senr fluaBSig, gut \r«räieiitiMi 

Con».-^»ciißo)i ao.:iV-ii#- .'•- iCJi habö seit 

aom Ka'if eiae ViartaijfthrgcULvldtad« 

Hfttlon^Blecui^d >:.i.div^.3'? it60 ich habe seit 

asjÄ Kauf ^inb viarteijtüiraÄiv» er- 

Natlomi^airies Lt.S^/Xo.ai O.äO Icii lidte aalt 

3»//ift Int«maU :j1.z^L/31.87 2.^ Ich habe di«M. 

eiitenU, lirgen-u Fiqpitr ditser Tag< 

auf Tic5pt*e4iiarg Paivtz erworban 
ATijentirie 4^ liH3 ii6»26/i^o0 2ö, aleo iVt> unter 

Braeiii eri G^ 16* 54/1^3 • von Oios^r »«kuiativaii 

Y^Tuafc^Ä^ ..l%i jetzt uacia Wied«r«ttf- 
n^i^j^e 'ie; r.fiOlun^jfsi vralirAcheizüLicta 
wei^croGelCQ'''• v^xxxi. ieaaex* nur b«000$ 

Cuba Noriihc}rn f. >^^Dona*v^ aie iru'a /.ineexi blalMr 

iiTaa;->r j^/u'Ut AAü.?atx^ tidar aar JO»- 

also eln-r; -ucutsi'an-ua^e« 
T}^r Rest lu ^^dioii >:?.rL;.nr:ebuoc'neni und ueber 

die l:iÄeli:'te zincica bai dar Cl^aaa» 
Iir. Gamitttii aine «itö'-'iieäv-jri Äicat ];>bantaaiavail 
Ariiage, vc^^ öeieu iüi^trf»€i3Xl«^aen ich nicht laba 
kc^imtet iÄ>er im Gaüi-an etaher. aie Sacban %hmx 
elruj iaeinii::K*Jl^ uebc:- üom Liniuiufakura und 
haben ein iilrtrae^nis t:«c.«ben| waahrand die 
Äeiaten ffielnei» Bekiuintci:' in öen ietaten Uonat« 
an dar Boerae iexd verloren hdDtn^ habe ich 



ein Papier iiiit ein i>ear hundert $ Nut4.en 
verktaift (Amer. Ciin)» 

Da ich weilte, o^öfi L»u üich iliex* da<»i gi*iielie 
Problöiu biN:?nneix^ intei-eö^iörstf gebe ich - ^ 
Dir öiniLaü. discen auarue'firl» Bericht« Er 
beweißt Dir, *3ae» icii kein Var-triiuen »ux 3oer4 
öe iifcibe I iimare riituaticn, Weltlege^ «Las 
D(aKokießßch.'ei t dar exie^« Verkaeuie« Alao 
lieber aul :.rtraev::üfc: zieiuli^^u vernichten 
al^ b^i äaa u-iii^cJicLaerteXi Vgri^^eltni aasen 
jLxlßken l«jufe.:0| ui* iu^-n nictit abaehaa kann« 

Habe UU ül-' nicht br«v gerichtet? 



Hex;..!. Gruea Do in 



i 



Q«agct«rfr«uBdic an Traj^«s •InaLos nacluitfft* 
Erat di« Juo«iiV«»rfoi3ung«a, dann Ol« Hets« 
«•ffeu die BclöChowiKor., üie dr «rat Boch fort- 
o«t2t, nac"ad«ii eich d«-r «ader« »it dam Muan 
aeJLijenbruuor b«.r*ii ta iu «in Bett gelegt TamU 
Jnd'jftzt wtU «J- öciiciiiöar avica diaa« Volte 
lutprikle-'en oiui sdiwenKO von aen Flanan «u 
Stalin. Alica wuere groteals;, wenn oa «Icht ao 
trfc>^l«ch waaro». dae? die üeuBchftdit von einer 
Bmidfe voll 3w«3ter^ iui iiog«i>^lai. «It eiaeai 
Haufen von Sc--af6Ci-.i£06pl<*ii »ugrnindegaricfatet 
*in«. üiarööii v^erdc sich iw artbc umdrehen, 
wenn er ».ueset.», otas eine Druhwpg Stallma 
odei llitlerö iii der »^ext «e jattal «ehr gut 
als dÄe.ac?«naa::te. ltU&v*-r«I>rech*a aeinea 

h«'-itig«'i Naciif oifcferg • 

Aber KprecäfciP. *ir nicht von Politik, 
was ORCht, i^8ir;« Gesuuoii^it, der uruguaiache 
*^röat, und v-at lüasjhw <U9 lleuen jOndarciien? 
Uns guht's -d>^&fcft"e. voxi dar VeratiÄing 
ueöer ciie vexU^^ge itid utber dae yerhaeitnia 
au den cü. Versen JoJcp'it^Boas - -voweit gan& gut. 
Awiie ha.^ ^.utxti. lit-x Grippe äo liaalloh ua- 
bcrsunoön. ici ^-ii^.e --I^^ii «it brotJLoaen ünt«P- 
Jtiaitwiteieri ab unc. kKi:. luUit ua'an denken, W 
liiei- auf einie* Zeit vv&^ioifaliren, • gern icn 
eil taete. 



1^ 



1 



-». • 



Seil ich DU* vieilti<ß.t vdeder ein 



u % . . r .. . . * "'* ^ -j 

Moin cieriöitiijr itffeictenitaiia »ur 
^lüfüm&Uoil (links Kliir^nö-t recht« heut «er 



I • 1 



Kur0)i daneben liirtr^x ^ ^ 

JjOO Nortja /Äerican 2JL. 12/21.: 



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rö ::GTr -■ 



'ua» vn^eG-Lfieüj TS-p gtjjg 



Mcqni»c;T Avj .i> o j 






e^vc'^JG p^T<J riiJ.p<»i. D9cy* cr^^J^Tf somött mti. pGrGTTT^^-T ^JVQ^ ujoy^s 
r,i»-.t Li'«:5nurr srnx v^vv^ujeir • -t-tsu^tT^P PI.TUS24:* I>^^ ^^^ ATe«f- 




v^ 



p j<r. o V f G I, ^■'i. rm*ü * 



Anbei 2 .ir - Fritx - ^•u^* »^.^iT'S? Sf^f Siew^Jl'*!"! 
mund zur K«mtnisn*hme. ich rechne mit g^^«J^^^^ ^^^^ ^i^.t, 

waehrten Gookhuere^s, dass Du^Jie^a ^^ tua koennen getai 

daadLt was wii'^»»»?«^«?^ iSIr ft^oh. »hwohl eine zitt«rade Freude, 
^"i- S'"*?! iüiJr St ?S^S'i r?ipiJr;! gekauft, da. eine North 
?;rriX.?-*JroTa.'prUc' utlX?t^, die .ich gut y.r.in.t. un. 
_^ c+»..,i *i'i«3 /.uAMPBeiter. der Stock axchange, Aaari^ 




1 .. 



Montovldeo 24 Februar 1940 

Gallo J. ELl^nri, 0^1,0^ 

Via Air Mail 



Meine Lieben , 

Euer Air Mail letter vom 9/2 ist in meinom 
Besitz und auch Eure beiden Cabels erroichton mich in due time. 

TTegen des Checke machte ich mir gleich von Anfang an 

keine Sorgen, Ich hattTd^nsolben al%«^!'o"«\S^J'^Ji2^ite Jesf 
Miesbrauch davon aeusserst unwalarscheinlich. Auch stellte lesL 
dass mein Brief. obwol einen Tag vor Abgc-mg des Uruguay aufgegeoen 
den rec i^oatsack'in Baires nicht mehr erislchte ßo';^'if^",f ^/^ff 
tina KeFanffen war. Ich cancelte denselben daher nicht, da ja da- 
dSch^enSfsS Scherereien unnoe tigerweise '^"^standen waeren . Ihr 
habt ja nun Original und Du^llcate mit gleichen Dampfer erhalten 

.inH 1 flt d r Fall nunmehr bestiens erledigt» 

and ißt Fall^unm^^^^^^ Einfuehrung der Dlctatur ergab sich 

auch nach Meinung der Agenzie die Notwendigkeit abzuwarten, ob 
ter D?c?ato? P^fident die letzten Einwanderungsdecrete bestehen 
llesst oder nicht. Nach den soeben von der -senzie erhaltenen 
Mitteilungen bleiben selbe bestehen. ( ^^°"'^,,^;^°5„tc?st?sch f!n- 
t!riilklleSdci%ftrre;e"e?legteW,dieBe» Geachaef t d^ 

Weiterungen Anlass gab,nicht '?°i^'', ^«S«^äe?l?llSmoSuä z5 ge- 
Agenzie eine andre Bank hier und sooald ."^^'^,^'^^^ß^^°^^ci, iifber 
^treuen Haenden wider eingerenkt l^J.^^^'i^.^^,?^ i?e Seichung der 
Vr>it7 PS als fuer eine notwendige Aktion haeit8L,aic i^ri t,j.o u^ o 

Sorsebowilligung fuer Beide ^-f ^-J-" ^.fJ^^At'' Jmpatisch. 
schon sagte ist mir das Land fuer ^^fSl^^lJ^-f^^JJ^J^en bedingt fuer 
aber wir haben keine Auswal die Zeit draen^t,^uwar j^^^^ igt,. 

die Beten zu viele Risken also hclsst es "^^^^'^^^-^rde sofort 
Sobald ich die ersten Formalitaeten gemacht habe J^f « |f J^^^ 

an Hella schreiben ^^^'^J^^^Sieff zu ?Sr d^rch! Sie Sache ist ja 
roriruter'rbefaSrtir^gÄ^ho?^5i?h bedeuten, die Auslagen, 
die Wir machen eine Erloesung fuer Sie. unregel..aessigkeiten 

Euch 1""1""'^J^5^„'»S^;;^'^,S!,. Eure privaten Kltteilunsen.Ich komm» 
darauf mit meinen na'ChBton 2°1-"" ^^f^iif ^.„.„_ bjII und Llll nun 

Lage am Balkan nicht complicierter. Die Uruguay Anleihe wird 



Esta hoja y un sobre «Via Aerea» pesan 5 gramos. 



Violfach gekauft • ^^o Lage des Landes ist nicht unguenßtig,da 

dieselbe bereits vor Jahren den Zinsfuss reduciert bekanuzi ist 
diesbezueglich kein Risico. Aber angesichtsde Kurses verzinst 
sich ja das G-eld,da8 man darin investiert ausgezeichnet, 
Waohrend des Krieges kann sich die Lage des Landes eigentlich 
nur verbessern, da es Ja fuer Wolle Haeute Qotreide etc immer 
U( berseeabnehmer finden wird »Was nachher, wenn die Voelker 
Europas veratmt ^^^ ^^^ Bettler dastehen werden und mangels 
Geld in Europa fuer nichts Abnehmer sein werden, sein wird, 
das kann man heute nicht beurteilen. 

Herzlichst u^iarmt^und gruesst JÄlch^bald wieder 
Eure Nachrichten erwartend Euer 

/'^ 

/ 





per n/g. ..^r.'.ont.lna 



cortif icp/io 



Hontcvldco an 1 Februar 1940 
Pocitos Cr.llo Jübj Zllr.uri 865 



1 



i, . 



Lieber Frit?. 



^■!ni,or'.^t/iot?.i inrbverrcch nun. 



In Anschlu. ß pxi acin rec Schreiben V:>u 



^7*v.i... per- p/s Uruguay sende ich Dir heute bcl5frend rec den Duplicat 
check IIo 115?25 ucbcr 

USA Dollar T^T JO a/ tho rational City 2ar.k of Herr York 

croEsed und mit «ndorrcnont ( dnr Ori-inal Sien- Dir alt obcrwr.ehntcia 
chrolbcn Yoa 17/1 zu ) und b.ltoe Ich Dich jclo-entlicia im I^ciuc 






Empf an::sbestacti^un;;. 

In Ucbri«Ten jczlehe nich a^if beiliegende Prlvatzeilen 



?.n Annie und Dich und bin nit den herzlicnsten Orucs.^cn 



1 Du,.licr.tchcck u bcr Doli. 719*10, 




Cnllc Jov>c Ellaurl 685 



Liebste Annic, 

Vor-oPtorn hn.b ich Doinr licbn:. 'teilen vom 12. dr.. er- 
hnlton und schreib ich ^ir -"'olch mit s/s Arjor^tl-r ,der uobrnoi^^en fib- 

reht v/icdor. • ^ , . ^ ^.^ t 

Fucr Deinen llnbon punf uehrlichcn .:.cricnt ucbcr die i. 
Kp.ufinn.nns dn.nt c Dir p>ehv. Ich bin froh sie schon eini jcrnaasrcn^ c^^^^t,%t- 
Icd zu vri'son. Tnrn inrn nrd in einem farninhed rpartnont wohnt, ißt laan 
?uch in einer fronlon !=5tadt sofort ruhi-er und l:ann sich T^.uch das ,janz.u 
Leben oekonoinischer einrichten und r^aliijor seine Zukunf tsplrcnc entwi- 
cl-eln seine ^'^c -e nachen und dauernd nn Aufbau denken. C-cr^e hoorte^daLß 
puch so rut scho.i fucr Bob ^esorjt ist und Suse sich in noch sehr . ucr 
sie vrichti-en Faochern perf ectionicrt .• Hio wird natuerlich sobald sie 
auch in '^-etl'^kelten oerf ''^ct, auch trachten nuessen ,et'."as zn finden, 
wodurch sie auch dann^.u einer kleinen r:tuctzc fucr ilirc Eltern \nrd, 
Icli hrbe soeben einen lacnccron Brief an Berthp und Paul ab;:ehen Inss^.n 
und ihnen darin Uut -eaacht.Es ist neinr Ueberzcu;:un-,das5 sie ucjl ^ 
kurz oder lan-; ct^rs findr-n v7nr^oy^ ^ Bortha vielleicht fruoh^>^ als i r,\^ 
aber ich vnr^lr.ss rnlch ruf Fritz, dass ^^r ihn vorwaorts rof)j ir::end\7o nin- 
cinbrin-t. ?^ul Ißt, als ocrfector international beschulter xCauf.iann^ au^ 
^cden scibsbpendi.'en i^aufna erratischen Posten sicher ^^ut vcrrendoar,^; lel- 
iGicht kann nrn durch oorsocrliche Ennf ehl^onc^-^n ,sein otvras li-hiscncs 
Auftreten und sein ni cht ^ sonderlich ansorcchcnde Rcdcart verwischen. 
Sicher hat auch der Dozent scho-^ eini^-e Leu^.o fum ihn interessier.. ^ 
Ich hntte von ihnen Br^iden Brief vo.i 4 Januar, der rlierdin-s nocn nicut 
sehr hoffnungsvoll klin;:t,abcr trotzdea- halte ich sei-cn Fall j^uens.l^cr, 
als den der zalrcichen nur. dort b. f Indlichen einseitir: ausgebildeten 
I^toHi 'enzlorn,die nit ihre.-i Fachvrissen nichts anfanjen koonnciu -i" 
nuessen nmt hoffen, dass Beide in ihren Bestrebungen einen ^rwcro zu 
finden doch etrrs Olueck haben, -ß i-t ihnen sicher ein i^^'^'^^''-'^^,''?'^^^ 
^rel ^uch die Ihr ihnen von so rrosscn TTcrte sein koonn. dort zu haben. 
■•>'■' ^ ^ <.pnVo -^irr Hellr und Leo bin ich noch nicht weiter- 

re^^o-inen dl- -cr\4pi ^uro^-in B.A. h^t auf cnine pracciricrun^ vr^rlan^cn- 
dcn Ausfuerun-:er --h nicht -enn^-.rtet ,U-f^tp-'^ , der ^nich fuer diese ^ 
A^cnzio und dir B-asilien Aussichten nicht seh- o >tlnistiscn nacu..^.^n 
^r-- hrute an 2 andre Bonaronsor - '^->-Acn ^'o-nasr und ^cerni: ^ . - 
s hriebön ^ird ^^ir .e sehen v-p- sie ant-o^-^^-, 'nor' ^-t k-i-- M_^o-:,io^diC 

rechtes Vert-r'ion elnfl-^cst . , . ^ r^^ ^ ^^ *■ .-^^^^ 

Auch ^Ali u Emil '-"-^oe -o--^-^:-^ -osc.irieben . -t^ .-^^ .^^ - u^m 
v^ip ricrninc s; ^' ^eine' ' .-^-ntha'' tfbe'-'il li jJin.:. Ich erwarte Fritze^- '^-- 
<^c-1n^s oh ^.^^ir' v-Xrierl'^r etras Tr^schr^ -"-l-^ ''^hicken sollen. 

' '" ^.jt.;^ ^pT,^^,,^ rio'^or bleiben z'i k^er^-e-. --^-o .-.itern v^cr- 

de^ sich -^1 "^ 3^-A '^ich'-- ^■^r.^^n.^ ^nr>-p-Po>^t.i -! rh ^->-nn^ <.-«-r.r. i>^i dieser" Reise. 



Von Liserl ho 



i:- 



V> ""»"^ 



1 o T '^ o-v^ r e ch t • \'!c^ 1 3 . 



'CJ /■•. •• 



1 



,t ^r'jiz fuor ScopcüciiJ ■a.i- irot^crs der T^ntschluss 

•■;r.rclr.o soiir ".s^hw^-. V-t Kocn^o- r-io --nr^. vo.-otioro- violloicat 
«,^ ^^r^m'^ Üir-.T ;Ot.;r8 v;oltorbi el her, .In A-u.^ - ^ '"'-'- p^c keine Jof xnoii^ 

Ilofracto iann^..uch^ nicht. ^^ ^^^^^ ^^^^^^^ ^^^^^^ ^,^^^ ,^ ^^.^^^^ ^^,^.,_. ^^^^ ^^.,^ 

:i.r'nc horrc d^.-s ^nldc lUnAcr sich -ut er.t.rlcl.cla ■•--1 voitcr nur ?rr.udc 
aSn^a-M^rrt Sic beide von -Ur und B.r:t aittr,d.ar. l1^n Brief Mr,her 

no-h r>M^r-toi^t.^^ lelnon neuen Hol:. . ■■ ^Lt: in Or.l:van^,Die ürao 7, r- '^ 
rci-<t -■' 31 faor ihre '^irtsca.-f t and Ift von einer fn,t un-l."U.:;llc:i.. . - 
-...iullc'ikcit unl "cttiVrit im II^n^.^. "L- rrl^eltet den ^■•^nr.eriTp^ gelöst 
:ait u-d nacht beinr^io ,-.uc.h .nicr, In der ^^ucchr.r.or^t nert-.oonliai .uur 
meine -^inrt -lirt ei- !'p.edchen und auRPcrdom eine Bedie.ierxu die tr< licVl 
von' ° Mp 1'*dr Irt. ^^i- ^"t ric ncit ^cutc - -'a von ci-^er ouedm.dxc j 
.^loetzlich Ihren :ianri vcrlorcu, ein "i-d von i;< Jahren In Kost und Ciurr-j 



\ 



, '■ — . 



ticr ^i-cno.nmon, Zr^ ir^t dior sicher ein schoonor Jlcrzcr.czu;^ ,Uin der 'Tit^vc,- 
dlc; Sic nur flucciitl^ l''onnt 7.u helfen, ajcr ich 1^ ^^^ J^- VJurt drirr.uf in 
einen rulil -on. Ilauoe zu sein ^^^^^i nun werden anf oi^nal o -ir.der dnheiu 
lir'Don,r:R:) sicher nicht 7.ur ErUoohunc; der lulio und zur Vereinfrchun^ dos 
Ilaußh^ltr. be*itrr::on rlr-i. F:^au Geh hatte vor o^r.hren .i-"^^' oirr;i'^cp^!:p.,odl 
verloren - Canillo ^rar durcli "ufall Rrioh r.n ihr« ICranl^cnbett berufen ^ 
worden- und hat n'on in Ilrinnerimc: r.n ih;r Kind und dr'.nit ihr Junc^^ nicnt 
30 allein J^ei^drr obervrachnte l-acdcrl fuerr unbenti,i ito 7a it 7;ii f^ic.i ^w- 
i:b.MC-u 'J-id lAhei nurs n'on der 10 Jreririr:^ .Jiui^e nit dc;^ 12 Jaenn^.n 
Llaedl in einen 7i;uner r.'-hlr.f en,vrRö Jr rncy; Voln lui nlaur.tand iL't, 

Ich bin ,v/iedi rhole^d/n^it clon Ilnurlrutm mif besten Furc und 
stehen vMr- Hirect'kanerridsehrftldch zur-annen und sind sie inner bedacht 
:^ich zufri>-dcn zu stellen, ^arr ich nieh nehr ^, ncn rlr.c bei Frau Arecco 
fuehlte deren "rnzec- Tun- und Laß-i-cn auf noin ^ol ncine Eequcialichkcl t ^ 
cin^cBtcllt- V^ar^und die nich nit der Cructe und nor-'e idner i.iutter u:.ijao, 

ißt Ja ver-r.tpendlich, ^ m ^ -u ^ ^ 

Deine lieben '^•rurrse re-'-^ien vor Herrn und -rau .-^cn aa '-a»^ 
I^crzlichrte ervfidert. Herr ^ch hatt r.ich vor wenigen Tajcn einen eecond 
h r.l !:a£3h rrekauf t - 03 irt eiii klcinc-j^ Coun^ nit 2 Totsit^en drrusi^cu. 
auch mir Vorteile vorFchafft'. 






lUer 






'/crhneltniF mit den 



freut nich recht. 



du>-ch iPt nicht njj^'^rv rite Band in vernuenf ti^er "reise aufrecht erhal- 
ten sonricrn was J?» auch von Vo-tcil if:L,auch ein bcseores G-e'^enwicnt 
fuer die Putoritacren ü^ndlu^-'cn und Absichten Felixor.p rreschaffen. 
Sicher trae^t dieses frcundschaf tlichr :j..-atun<-sve^-heei tnis zur Ausrc- 
"iichenheit Fv^itzens bei, Bitte den llevvo.n zu sact?n,daöe. ich - b. r ondcre 
r.toa freundschaff iehst -edenke und sie Alle herzlichst grucsse. 



uerrn 






.lerrn 



del&teinr T.lfts si^d n'on -luecklich vcrz3)llt 



*.dic 3:>eßen liifucr vraron un'ofaehr Pes^r. 12000 und schreibt er rair,uasß 
Alles, was er b^sasc .^-ckonnen zu sein scheint, a^ ro eaeh der^schocne ^ ^ 

-Goberin.~d:iirw(JrtvolIen"13ildGr Barrli hat auch weiter d^e ..e^-r -.r. 

bc^ sich die ^nrch ihro stete Heiterkeit ihr eine -utc ^cfaehrtl/i^ \iX . 
rie-enheinc/^r -eben sich l«a ICstmcialehcn hin. Hß scheint nlr n..nr ein 
"aus-GStrndoneF"7er;;nue^en zu sc^in/jeson'^rrs ,v/enn -Ip- "'etter schlce it 
ist und nan - ausser nit 'Auto- nicht vors -Hpus kann, 

Das? Du' vrciter r-ut functioniert, ist doch i'.nernin ein 
Lichtblick hoffentlich bleibt ^es dort auch weiter rolii^ . -n -^"^"'^f^^^ 
k-nn c^^ i^'. • T?pjril^ nun r^hrlieh nicht ^ohlcn. Die ../aca.anenscnliocsun^ 
der I3alkan3tr.atcn wacre auch fuer dieses Unternehncn und »einen rrh.i^on 
Boötand>in'^ --^-.-ulicht- Ic-^che, . ,^ 

-"uo Schreibt o^ -entlieh Hcrli? ^:^as strebt er an und vrie 
slnd'sclre Aussichten fuer die UHA ? Ich erhielt bisher keine neueren 
Nachrichten ^Joa ihn. ^r hat sich sicner in Aa. schon Freunde -emacnt 
und Gt77as Anschluss .Pfunden. Gruöfr ihn von .lir und ^>a>; ima er soll 

iaich ?.ach nit Hachrichten beiankcn. ^ ,. , , , , ^-^ ^,^„ 

Von Hechts hatte noch in ^.A. eingehende ..acn-icn., //erner 
-t^ht -schon seit 5 I^^^naten pn der Front.* Hudi arbeitet in PalesU-R- 
fra-en in Conito in -.uorichj Hecht ist durch die .roi-r^^irse und Gexahren 
dlc'Basel erreichen ko.-^-en n^^-v-^ns, seine ^-su nuti^r und verrucn. ti^: 

V-^ i o i"^ncr — 

X-'o' conRtp+lrro nit "i-opj'rn Vcr;J^uo,r;en,^^.^;s Du Jich jetzt 

mfcincr aoch 'loffclfror or Innorst.rAfl dlrs dui-ch Inn-e ■".oit .der 7all ^rr. 
2s p->rlcht dr.rufir.dnr.s auch Hu nun ctwar rvüil-rr ^jist.yrf. Ich niu Freu- 
de foststcll... Ich rochno dnrPiif ,drnf' Du den -yXXrm .ontnct den wir irun 
hr.bcn,f^ach w>,itcrhlu auTcclit hacltst und Bende fuer houto fuer J'/ucu 
Alle innigste Grucüßc un l Unaria-uiirnn 







5. Maerz 194^. 



Einreise 



Liebster Arthuri 

Deine lieben Schriben vo u 31 Jaenner und 1. Fe- 
bruar samt Cheque- Duplikat und Dein Airmail vom 24« Februar sind 
vor kurzem an gleichem Tage eingetroffen« Ich danke Dir sehr fuer 
Deine lieben Mitteilungen. Du hast Dir garnicht denken, wie froh 
ich bin, dass,ich Dich jetzt so weit gesettied weiss. Es geht 
mir gleich besser, wenn ich weiss, dass l>u ganz allright bist. 
(Ich sehe Dein vergnuegtes Schmunzeln). Auch die guten ^Nachrich- 
ten von Hermine tragen zur Erhoehung unseres Wohlgefuehles bei. 
Ich bin wirklich froh, dass Du mit freundlichen iVien sehen zusammen 
bist. Ich war ganz siclier, dass es Deiner Liiebesnwuerdigkeit 
zusammen mit Menschenkenntnis und ueberiegenheit mit der Zeit 
gelingen musste, d^s Richtige fuer Dich zu finden. Wie kommst 
Du mit den Kindern aus, ist aas Maederl weiter bei Euch? Natuer- 
Ici Frau Arecco mit ihrer grossen Sorge und liebesvollem Bemuehen 
un Dein Wohlergehn ist nicht ganz ersetzbar. Wenn Du ihr sehr ib st, 
bitte, bestell unsere herzlichsten Gruesse. Auch Lutz ist augen- 
blicklich wieder in Ordnung. Die Aufenthalt öbewillig^ong erteilt 
er und Felix schreiben, dass fuer ihn auch die Staatsbuergerschaft 
dort zu haben waere. Lutz ist gluecklich darueber, will aber eine 
Auswanderung nach üebersee trotz oder gerade wegen dieser Chance 
(eventuelle Miütaerpfiicht) nicht aus dem Auge lassen. Was ist 
Deine Meinung hiei*ueber. Felix ist weiter optimistisch, behauptet, 
dass die Stimmung gegen Hefugiös imd Juden unten sehr freundlich 
sei. Von unseren Freunden aus Europa viel -"^achricht. Herli hat 
Entschluesse zu fassen. Vom amerikanischen Konsulat hat er bis 
jetzt keine bestimmte ^"achricht haben koennen, wann er sein Visum 
erhalten kann. Nach einem Kabel hofft er es jetzt in Erfahrung 
zu bringen. Seine letzten **achrichten lauteten aahin, ( noch keine 
authentische Auskunft), dass er noch 18 Monate warten muesse. Es 
bestuende und besteht vielleicht eine Moeglichkelt der £±3uaautejeius^ 
nach Mexico. Diese Moeglichkelt kostet Geld, sowohl Visumspesen 
als auch Risken wegen eines in Pesos zu erlegenden Dpots ilaek 
bei Ausreise frei wird. Wenn Du lieb waerst, moechte ich Dich bitt< 
in Erfahrung zu bringen, ob in Uruguay eine Einreisemoeglichkeit 
besteht, bei Registrierung nach USA. loh habe ^^rli die Moeglichke; 
einer Einreise nach Uru^juay, wie Du am 7, Dez. schriebst, weiterge- 
geben. Ob diese Moeglichkeiten heute noch bestehen, weiis ich nichl 
Mexico haette den \^orteil der Naehe der USA, vielleicht koennte 
man doch ( zwar nicht wahrscneinlich) einmal einen besuch her oder 
wir hin machen« Falls Herli Deine Hilfe brauchen sollte, waerst 
Du so lieb, ihn zu unte« stuetzen? Ich erwarte in den naechsten 
Tegn seine l4nt Schliessungen. Die i-»age in Europa sieht jetzt recht 
mieslich aus. Selbst die unentwegtesten Optimisten glauben an eine 
lange Dauer des Krieges. Von Lilly und Emil ausfuehrliche "Nachrich- 
ten. Sie wollen in i^onaon ein coffee house starten una machen die 
Vorbereitungsarbeiten, aie sehr muehsam sind. Emil scheint ver- 
nuenftig zu sein, liilly ein bischen nervoes. Stefan wurstelt sich 
schlecht und recht durch und ist anstaendig. Von Hella kam neulich 
ein Airmailbericht, sie hat das Geld nicht bekommen una ist recht 
ungluecklich. biese und Deszoe werden zufrieden sein, dass sie 
Lutz noch eine Weile behalten koennen. Liese schreibt immer beson- 
ders lieb. Sie hat eine Unzahl Sorgenkinder in aller Welt, besondei 
aber in Wien zu betreuen. Ernst ist in Jugoslavien, will bevor er 
nach USA geht, heiraten. Peters Mutter ist gestorben, er kann sich 
aber trotzdem nicht entschiiessen, Wien zu verlassen. Ebenso 
schwanken Hansi und Gatte. Natuerlich ist hier das Leben auch nichi 



schoen, besonders wenn man mittellos herkommt, aber ich vmerde 

es doch den Wiener Gefahren vorziehen. 

Dein. BohU.*r.ng ue.erFrltz,„s^..F.lnve™^^^ Mt ».^in reichlich 

rr nJ?iS ?frS'S Äe ScÄ? ^JlLipleUen senden, auf 

gefuehlsmaessigen GrMenden beruhen. 

V ^-,-,-r,n v^-i .1+ 7»u Ptwas ZU optimiBtisch. Ks ist unendlich 
Auch wegen Kaufmann bist Bu |^JJ| f^p^JJ^ j^^^ sich in England sehr 

schwer, hier exne !,^?,^^® ^^-™ni,er nervoes, sein Aeuseeree 
gemacht, ist viel ^^^^tf^^J^'^^iJ^^^ sehen nicht wesentlich besser 
spielt heir J^iJ^^^J^f dS ?r!?^Ss M^eijlichkeiten hier nicht ueber- 
aus als ei^. Auch ^^^^^Vjf j^^JJ^^fß^j^f /-^^er wenig Einfluss und 
Bchaetzen. Fritz .-^at iJ^^^^ffJXitbriArt man hier augenblicklich 
Verbindungen und S^^^J^^^J^^^inei Sost, dass mit der Zelt, sagen 
niemanden Y"^f^' ^? tXnate. leder etwas finden wird. Bertha 
^'L^'Srilrdfent^Bchorel^^s-'unrwird leichter etwas finden 

fcS hS^fc^das .edizinstud^um fest in^ 

liegt aber '^^^cj^fj.fj'j^^.emch "in College besuchen soll, glaube 
iöhlSr'Aber'wenn'lirtSSitig Ist und sich selbst ein fellow- 
sSp verscSamTist gegen ihr- Studium nichts zu sagen. 

von -arianne '^er.f ela hgen ^^^^^^^^^^^^ iT"" 

firiri^:ne?.iSÄu»^ 

Dass seine Frau "ifi^^^'^i^^J^"",^^!'' ^^te ich Dir von verschiedenen 
Auch er will herueberkouauen. et-t i}^f ^^Jg^'-JeJJ es unveraendert. 

Ichaef?!"! Gitta wird d^ch auch einmal schreiben. , 

g^hj; und herzlichste Gnießse von.J^ritz und mir, - 

Deine alte 



• 



20* Februar 1940 



Lieber ArturOf 



Heute erhielten endlich Deinen Brief 17#I. mit der 
anheimelnden Fotografie «Deines Homee und dem Scheck - hat 
ueber einen Monat gebraucht. Nachdem ich Dich leider schon 
alarmiert hatte, musste ich Dich beruhigen und drahtete 
Dir den Qaqpfang. 



$ 719.10 
$ 64.— 
$ 260.— 



Ich kreditiere Dir daher 
abzuegl. der am l.I. aufgegebenen 
und der Haelfte der $ 500 •• an Kaufmanns 
und des GegenweiTts von £ 5«. 6.4 Saldo auf . 
£Konto (Errechnung tiefer stehend) (& 3.95 

Stimmt das ? 

Auf den £ Saldo bin ich folgendermasson gekommen % 
letzter Sakdo lt. l.I. ^ ^8. 4. 

von Jaenner Peber Heddi £ 10.2.—.— 
tt " Hermine £ 30. 

'" i'eber " -• fi SQt 

£ 60. 




4.— 



£ 30> 2. ^ 
£ 58. 6. 4 



Alles Weitere soll Dir die Gattin berichten. Seit meinem 
Brief vom 17. nichts Neues, ausser als Bereicherung des Reper- 
toires der Widrigkeiten AeYger mit Annies Tante Erna, die 
sich zur Abwchslung wieder einmal scheiden laesst oder auch 
nicht. Fuer Jugoslavien bin ich momentan wieder etwas besorgt, 
es sieht stark danach aus, als wuerde der Baxkan im Fruehjahr 

in den Krieg einbezogen. 
i, « . . 
Ich freue mich eehr, dass Du e« jetzt anscdieinend sehr 
gut getroffen hast und iweder einmax das Kind im Haus bist. 
Wie schade, dass nicht bei uns.. ^ 



Viele Gruesse 



Dein 



V. •^^^^r.y.waii-n da ich anscheinend uebersehen habe, 
Ich muss noch berichtigen, ^^^^.»"^ obigem siehst, an 

Dich zu verstaendigen. ich habe J^« J^gJJJ.^JJon werden' sie 
^*i^ 5fi^"etwrrSoiateTeb;nkoe^S. Bisher hat keiner 
schaetze ich «^** °^^°"?„ .t^ ^aar $ Hertha und Suse einen 
ton ihnen -^al^g«»«^«" Xe SteU^ ndt 5 $ woechenUich fuer 
?'«S'Sf Stien! Soii! ?0 et F^Sfd abgix^en und die taegl. 
L?ä^li^t^ch*Äe Suses ü Stunden brauchte. Die Sache 



ir«iitAi«rt« schliesaLlcii mit ihren Kursen, sodass sie sie 
Sii^iie Sgte auf "ben musste. VieUeicht ftat sie noch ^u 
^osle RoSfnen im Kopf . Aber sie hat Jedeirfalls Aussicht, 
SSh in absehbarer Zeit zu erhalten. Ihre Phantasie ist 
weiter Medizin^ zu studieren, was 8 Jahre Studium dauert 
Sd Sim Seit sie erst am Anfang. Aber sie l««»f " sich 
«Hr^>,t«i «reden. Es ist Ja moegiich, dass sie eine Scholar- 
«iSbJkSt! ein StipeMium, durch das ihr Unterricht und 
£i?ti^r^^ih!t *erSn. AUerdings nicht der sonstige Brauch 
SJr Kleider! Waesche, Taschengeld. Das kann sie sich aller- 
S^s^Sn meisten UniversitSeten durch Kebenbeschaeftigung 
ve^dieSnfsoKhe Stipendien sind relativ leicht fUer die 
k«Sm^dJn 2 Jhre College erhaelUich, aber sehr schwer fü er 
S?f'^S!2 dfis eifienti. Uedizinstudiuis. Ausserdem ist fuer 
^der^^al StdiziStudieum ueberhaupt "reetricted", ebenso 
ÄMaeScSen ueärSSpt. da Medizinerinnen hier nicht ueblich 
sind, ich sehe daher diese Fantasie Suses nicht mit Begeiste- 
SuSff. Smal ich^eUeicht auch auf Jahre hoechstens fuer 
?^*Mutt^r. aber kaum fuer den Vater eine Erwerbanoeglich- 
iSt Sip Hoffentlich bin ich zu pessimistisch. Vorlaeufig 
hlt Sich JeSSSis^e? ihn nicht'^die Spur einer Stellung 
sicn J«°«"i*tt ihr Hobby durchsetzt, muessen wir zumin- 
SSt S; derMoeSicSeit ricSen, Kaufianns auf Jahre hinaus 
tJhaltS zu muessen. Momentan kann und will ich «s, aber 
SSr den heutigen Verhaeltnissen weiss Jo^^t^'^^XS^,!?«*'^ 
in ein paar Jahren mit seinem Vemoegen ^^elt. Ich wollte 
t;?^^ ei^i ueber diesen Gegenstand unterrichtet haben. Hof- 
?ef wirrSiss mein Pelsimislus nach so vielen Richtungen 
Bich als unbegruendet erweist« / 

4 



Nochmale beßten Gruse 

/ 



V'y 



/ 



Stefan bin ich einverstanden öLstg. zu schicken und gebe 
meiner Bank u.Ee den Auftrag. Bezgl. Schneider bleibe Deine 
Nachrichten erwartend« 



'\ 



/ 







1 


;' \ 




M^ 


7 
'•• • 


V 




■J \ 



\ 



Uontovldeo 18 Jr^.nunr 1940 



Meine Lieben, ^^^^^ ^^ ^^ ^^^ ^^^^ viöder hier. in momon neuen Ilelra >. 

herzlichst und anccnoha- ^ nuf-ononncn ^nd^7^°'^G''^^'*^-^''i' ^°i' ^''cSt 
Euch eine klolnos Dlldchen de. HauBchons hel.-laßS "^^"„^i^^;^^'; 'l^^^^^^^ 
mich 7,a beuorberpeti. Ihr seht es- Ir^t in relnc;i «^„.1^ I^oi^nandle.ausnoh 
mend freundlich h-^t Vor-und , kleinen RueckgnrLen, innen ^enrcut gebaut, 
der ^El-entuemer ein reicher Ectanclero erbaute es fuor sich nit senr 
erfreulichem Confort.das kloi,,8te Detail l.t fein ^'^^^^^ fn^3^dLi,u er 
hußbsche Ilol7.verk\gidunron.die Plafondn mit ^'^^^CO^'^^^'.^J^'^'^f'^ 
taeaonderB pelunzen ,danze in 4 Abtoilunpn Fetellt,dio ßranvarnc e^ 
kleidet, so 'dr.p,a man einen fast nicht aiehtdarin una sich oanc cr^us 
zuspritzen, eruendllcn tuschen Vann.d.. 'T.C. sowie da« (^^^^^^Jj^^^^^^^^t 
scaiosscne .(ncune.dic rracnde m 'dienen Luxur.raum °^^^\„V'7c^hnnt «"'nesch- 
und 7,ei-en noch .llorhand vemuenf tl.jc Einrichtunc.cn v,'lc^-chnuts..nc.ca 

abla-c.Kchuhkactcn Handtuchk.-cten nit Spieecltuer 'f'X^':'^.^.^,^^^, 

:,:cln -Airaor lEt ii:i ersten 3tock röhr ireimdich ^^^.^^^1:^;',^;^', , 
hat ein sehr hucbt^chcB Lotterbett einen ^,^or.aon «l^-^cDr-utor Kasten .Jit 
Viel Laden .^Jne, conuotliche Hltzcrrnltur ei.en ^^.^^^^^^^^^^ 
kosten einen huooschen schrelDtlccn n-L j<<.u .i-uj-i. , vui 

ranken rieh Elu:ien ,...„„ „.„ r-^^i^^i -nor ein 

Da^. Haus besteht aun S :l^ umen 1 ^1^^'^".°^-^'?- ^^"'^^^^''c:!;^",,, 
IIcrren7,l.ner,3 nchlaf^ir-.ner. einer Tcv-arse in ''^^^'''}-l:^h'^^^^^ 
^uer 2 Autos Ich ha^o Alles sur i:itbenuctzunc, oin daixer nicnt au, -icm 

Zl,.ner ^^^"^"-1"^^,^^^^^,,,^, p,„,uc Schae^fer sind senr feine, liebe 
T-on-^chen ich'Venno sio schon 10 I'onatc, sie- tun Alles uu nir den ..u.ont 
h^lt bei ilinenso an'ononn und -enuctlich als nur noec.llch zu :.achcn. 
Gle'-uon einen 10 Jae;irlren sehr liroen Juncon,der nit nir senrnei^t 
ls?;*Frau 'cha^f er^or.t oor.oenllch nlt..roBser Unsicht und .ufner. 



.1 , 



^a^kelt fuor ;eine ^a.t ,hat sica e.tra llabetikerkoch r^^^^ .u. 



iJiA 



ropa 



^?'::^''ll^^T^.'^.r^::..inr. hovonnc. -^ir vorstehen unf /Tic rehr 



fucr ralqh boroitetö r.uosBoeiscn bo]:onnc , 



Lch fn^t P\le hlcBl'-cn Bekannten -enelnscna* und jeder ^ 
.T^^iir^-nt M?o ic^h y^Rnr\ rocht- zufrieden sein, hei i..( 
*lndrr> .^Ao 1- leder Bezlohunc: olne n;uto Kultur na. 



/unscn 



en- 

ben 



£;ut /nahen au< 

v/ird -nir sofort o- 

sehen ^nlch zu be binden, dl o in J 

^ohr lieb J^lnd und ein !Ier7, hr her . ^-.ov, 

.cnr iieD sin a^ ^ r^^^^^^^^^x.^^ v^^^^rt sich :;etzt eine Recond hand ..rxh, 

von aer ic:i auch>ortoil e^hrben rerde,nie ^■^^r^^'^''^'^';'^^^.^^ 
B?ch hier gekauft und haben -laten Geroh^ack ^^^lepon alle -^^f ^^q^^^^,. 
.ehr wohnlich und auBceBprochen ::enuotlich, '-^^^^:^^:i ^^^l BoSen 
^nnl --ti<3cho rrirtin nllc Zi'incr vrcrdon LaofJich .^taub KehH.u..L/-iic idju^u 
^SowichJt'die pikfonds beredolt,der Garten coBprlt.t , al.o ..llen u. to 

dato ;-enacht und behandelt, ^ ,.„ ly^^uri of>vi<Mn pItv-o 

nie -letzte Voche in R.A. v.ar durch die inzwischen ein,,o 

rctone 'Ut7,e rocht unerti-ae-lich -owordon,so dr.ss nir der -.ntt-chlu.s 

z^rS^.iao leichter ^urde. Hier va^^ ^^' ^fl^^^^'^f J^Zn"^^ 
P Tncrr nni-o" "Inr-pRin« eine .-anR unnoinl 1 oho .Utzc,d^o einen 'eac 
|J^f?,'!f,i'4V,;^t'.;n>;*^<. n. vir nur 4 Ouadrns ( d.i. 4 lllnuton^voa 
-tr^nd^rohnen -ehe^ wi.'ooi diesen nelssen Ta^on noch vor den Friioh- 
stueck. ^nrnoer/un' dort bevor es zu hel.s -ird,7,n Baden unU zu sch.i:.- 
_^-„ „^4 .,^^v. r^oht nan von 3Irais aus bereits nur n^-t ..chvinn trlcot x^i 
?^5cnant;^r hinunte?,so dass wir -ar keine Cablnc brauchen , da wir au. 
ri'^^chc rri"- -etur-ler.<.n und uns zn hause nit Suessrassev. tusKhcn, 
^le.cae ,.cx. ■^^^^t.vt^^^^^ _ ^^^ ^^^ Termoneter un 12 ^^rad fjcf allen uns 

v-.n,'^f o'= nnn bei ^o'"'^- ^ -.orne aus'-es^rochen kalt vor und da auch das 
"cor sehr bewegt ist,haDen n'on das Baden voruebor gehend eineestellt, 
'■■' Meine W.L.nai.c ^,cva« b«l meiner na«ch«t.n ^-^1^''^^. n^V-r'-^^ca 

w..acr rufnch„en.ln dieser leuchten unan.enhnen hio.c die aort u. n..r_oaL 

. ., ,. iin OarcöLOlben oi^ T'nsinn n-ewcsi-n, ^ie '^prto d 1 lentit.-. zu 
,,aurc cm JorCDiCiDf, . ^^^^ ^^^ ^^^^^^ ^^^^^ Ouneidcn, 



fcltzen ibt schon cm grosser Kr 



Seit mclnteiu Hxerßeln ür oen mich Euro iiuüun Briufo von '^9 T)ccenüer, 
una pei* Jnlrmuli ii^urc 1 Zollen vora ±/l una ö/l ein-^eiutit ,aiu ülr hIK.- 
r'u'Ciibo Fraude üurelLuuen , nuor noch oj.n iieuur Kam an,iilaro iiuucn 
kOücnic'jLL^^ciiQn aus Lonaon vom ?B Feuruar I9^y,u.ii; zum üU^ubi^ub uacn 
Caiinoki nlunt noiir zui'ecüt kamen una mir nun leLz'ue V/ocae von Uei- iLiUrnar, 
v/o ich iiuraülllg ZU tun hatte - um Ilcaiclnen aie mr l^'t-au iU*ecco sanuue, 
aDzunoien - eln^j^enaenal^t , do sohr ich aa.*iiils als ich m Ganueß von 
Euch Kein /iü^cniv.^aüwort voi-ianu betroffen v;ar,ßo .>'ruehrt war Icn nun 
joLzt Kure so ileuen, herzlichen una innigen üDßchieaj^worbe zu leßen 
una rl;inKe icn Kuch nuniaenr ru^r it.uer iieüeü aaucM'.ip^eß ü-eUenKen, Ich 
uaue iiich Inzv/iHcnen l>o r,ut eo Kii;np an mein nouei":, Luuen H)^-^v/oehnt,v/enn 
mir auca v;eii>er ,aie laLsacne yoj^ iiJuch i3o v/eit v/Cr.zu S(jin olno unireund- 
liche '6h(Ui von l^euen auf an; SLli.imunc einwirKonae i^'eßLbteilunr, ibt. 

Deine b .ücialjoricüLe ,iicDer rvibz una aie iJeine bo an- 



Bcxiaulxcaen seilen, 1I0..1.LC i.nnic, -a;.en mir ein L^uuca i^iia i^urcr oiLua 
tion. Icn imae lur uucri ^anoeLicn^ü aer Vernaeiu-iit>i^e m aer weit läio 
^a-er i.a,,e nicnt anzairieaen sein, DaBb Tranpferirun-un von OuE moe^- 
lich v.'aren,ist. Ja ein orlreuiicaer z.ußLana,t^.eluDi, wenn aie8,wie aas ja 
nun ucücraii ler K-.ii ist, zu nicht guunt.Ll,,en Curöen .-emacnL v/erdon 
rnUi^sLo. Es Ihh von Kritz senr Vinniavjni LiB,aattb er bicn nicht zu ir,,v.nu 
einer TaLi,;Keit araenp;t uni runip; aen ForLuanp; icc v/cii,ureioni^->^i^ ao- 
v.arLeL. ivo/imt z.eit Kommt Xat. Icn ireuc nlch,da.ß Ihr r.uch ans cae inend 
schon aorL cin^ev/ounnt habt una ein i,:aiz ^^-reoelLes Leoen fucart. una 

auca lait aen Kir\acrn Alles Kiaopt. * . '\ i ,^ 0,+' rotnimt 

Lum ruiien De rucken. aatj»c ich in B.i.. selust aul^t-^ßucnL 

ZucKetS aaoen ein hucübcaeo Buero 
kann einen ^^uLen i^inaruck, n^r hat 
unberxxanaeltaesaaiD war der Tarif 
v;eiueren i.acariCiiLcn hci.Lte,aat er 



■lori:; una luacxL aer tttiiaLiv jun(.;e 
aiu hlnreir.en mit ulnem UepaLieroen 
so teuer, ajer da er von i'-uch keine 
m der Sache nichts mehr unternoiraen,- 



Wenn Laoz bi.iücn Ko..nnt,o. wacrü ja 8cu ii.suxxcn a.ca '^^"^^ -^^^" ";^.';;:'^''":. 
KaiucL nlcu weitü.- au coarant, aanlt mica luer aun cr;.r,c of ncccl inlainiciJo 

^^^''''' 5ucr:.ann naoe icu aen Luiait Earc Lui o,.üüt<Dricact; vüki ö/ '■•■«' ^ 
wcrS xiiii uo..ucav.n. Icu war i-at lan von a.... aua la OorruBpoaac... uc„cn 
.-.urDaufira,,ua,^^^ niir avx;,x.L-oua Brx.i G.LoCacab orv.artu axt, o.>auauag. ^ 
O«..oorn aauoe'wxuacr lal cxnb .^arbo van Paul au Hxai.il Jcacn, ^t ^catno 
öX'.a an ccaüuaun bLi-m.dc Tlorxaaa vcr,-^uet;t, aau/^ui-^icn. 

aurxxu,,ui^ aaac ±ca '^.u ,Uij.iaii.cn.hvi\ aut, ß.s^. aoCii .jcr 
Luio.or^i, O't^car'xcücn und ur.ar-ue nun bcxnu ..acarxuaocn.ica ti.;arxcD x-aa 
Vxxia nuuuri. am-xxxac li^t daß axc fxcai,x,.,c aarctitic . ,.,.„,„, 

Vielen Dank fuei- F-uro 1 . acarxcai,en uuuer ii-uro xxeoea 



Kfouiiao, ica 



iiio«;cauL; nur ZU 



{jorno 



1 o <"« o 



ü 



ica deren ^^^^th .>cnioki::£^i c Ireund- 

1 iohcr cntvrichcln. ^rrnor.pt r.ii:- Alle* von mir, 

llc.cr ^-^^^^"l^^,;",-,^^,^^^, -.^^;^. untorr.uchen und f^oststcllm .Kolchos die 

Kosten wa.-ren um ihren in '-Ion eingefrorenen Lift Acuor Holland nach 
^n-innl 7u bekommen da dies ein I^-orzcnsFunsch der l .lermino vaere. 
iB"l??re na?So??lcS'.u pruafon,oh die T'.or.ton In lr:-cnd einen vcrnuonf 

t?rc;' Vc-hnoltninp zu dcBsen Inhalt stohen. V''''^^- ^'S^^f ,l>'oV^f-^on 

der noctl-cn Drtcn v;ill Ich dlo Sache nochnals nit I^uch ucbcrlc.^on. 

un --ohen o. ein OP^o. hio. nn ^,^J-o^.aero.^^^^^^ ^^ ,,.cn Contact ^ 

habt und Bxe-vuch v.'ortvolle ^^..tillondlenBtc leisten Auch ihnen ^^^^^^ 
FluGl^oEtnoujahrRv/n-.onnche und rrrto rindcr auf deren nlr ..tcts sear 

"•clc--''en könnenden Tlachrichtcn, ^^„„ r,,,^v. -lon 

"' - Fuor heute nusr Ich, da In -cni-en Htundcn fucr den 

Uru,3£y Pof'uschlusa.auca diepc r'.cilon beenden. ricatl'^ 

rä>ch vioinalG Dnnk fucr die Insulin ^«I^^^"•^J^^^,^^^''i:;;,V 

nun eralelt und nur 35 Dollarcent, '-^^'^hm te'n^JSl^tnr unS horfe 
diese 7,ur -'elhnachtavicberraachunr verhandelte .Aesocn im g una noiit. 

auf Guten ErlolG. ^ , + t-,,„i, v,. 

Herzllunat e.ruoBPt und unarnt ^uch iu, 



c / n 

i. -I / v 




Per s/s Urar^uay 



üontcvidoo 1? Januar 1940. 



^wcconmandicrt 



Lieber I^ritz, 



"betrifft: Tlntcrstaet^.un.^pvorrochnunr 

• I- • ■ » ^m- v> ««>^»^« ■■ U M« ■ M I < I. ■ »I m .» II I lm'^m~~--»mmmimi 



VcA- von ")ir mit Doxriem 3rief vom tS.Octoocr richbi^DOfuri' 
aon'.r '^nithabcnsaldo r>^^ -ndc Au,^uat v.J. ^"ar 

LHt ^6.12. 2 
hievon c^ht. ab: Hein Teil auf 

Ueborv/oiöun^ ?n Paul icr l/^ von Lst 
fucr ßchncidcra durch Lix bezalt 
"^en üonatsvorochuss den an Ilerii, 
u. Kfrans yjcr^n evcnt Vcrzoer,erunc3 
durch die Krießszeitcn f^.abcn 
Ucberweisun^ an IIorTi/Kfüi oor l/X 

Heddi per l/IX und l/X je L3.1" 



II 

tt 
11 

it 
tt 



Hcria/Kfn per 1/ XI 



Meddi ocr 1/ XI 
Herrn/ Kfn per 1/Xri 
Heddi >or l/XII 



st 


4J.1. 


II 


, > 








30.1. 




30.1. 




10.2. 




30.1. 




5:1. 




30.1. 




5.1. 



20. 


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10. 


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15. 




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1^. 




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10. 


, 6 



qcj vcrbrieocn n^iiit alr. Debitnaldo 



T.st ^3.12. 4 



Da Du Dich in .-cnorrur-er ''eine an der von 'air in 
BrV.cl an ^-'ert'ia - \ oDonen Subvention mit der Ha(^\^ 
tc l.i, mit* P-^rr 100 botcili,^,cn ^rillst^so r'cluciert 
Eich dlrscr Saldo un 



11 



j:!^ 



ruf Doli 1".- 
mein Teil nuf 



"^ ^^ A •.--> 



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«, r\ f\ > r- 



. '^ T U 



v^ 



p^^ "fi.mt^ 



von Doli 100 It Deinem Brie^ v, 3/1 1;^C 

Poal aor.'.eit tota7 



uebereinstin-end mit Deinen Driof vo-^. l/l If^C ru^ ".st 2 -. ^. \ 

und ßchulie ich Dir Vaher au^ Do''lar \x::iC<^-rcchnot 

bis incl Dccenbc-^ K^V ^^^^ ^oll 110.- 

ferncr lionnen Dir 

nein Teil l\.<^r aie e-^r/.c '^'-^ciie Hotel lcv» :C-Pn 



'^.- 






US.. 



!)oll l'^L-.- 



Ich ucocrreic.iü Dir >nbei zur Declomc ooifon Haldor und 
r conto 'rr^iteror ^^enoinpaner Stuotzun •^,FaurlaV,on croPvSed ^^aock 
Vo l^'D"'^" u^^"^^^ H^\ Dpl lr-^" "^^r.^3 auf The Xatio^ial City 3ank o"^ 



n- 



' .- 1 



v^ n '* 



\x :iir u,A, :'^,r«tr.ch^<'vlben v^i"'!. 

V. 



■r^ r. 



T^ "^ r" 



., .... , . tr^-^-^t^r.o blr. damit volllcorrion omv^i-'- o^-'^^at.n^ 

iPB '^'^ x^'-^n^ "^whr • 'i.:jL^^.cnrc^^"' 'nie '\ech"nnrir- einer Betrag v >n 'Joiif^r 
c•/^'> r,T r^ )''^"i (mot! ''''i^rt ru^ch". ''"' o- r» '"o-n-n or» "kp^^-^ ^'"ryv'o"^ <^io "^is n\Af 
'^eif^fer If-^o^n p^"'*''^'^. ■^■'->""' ^-»^^^ "^M-^'^.r» si^a so urnr^Lo, irovriqfiori-hP-Pto 
*;o-neobr?'^^ "l^'-HH v/i"^ V'"^on Ans '^H"*" orln/n \voiro-n ibv»o^ ■'o'^'- t/'^"'^e -|pr»"f*'^ runi'^ 
In U c ei^o- en ^^'^enae lo^con koennon, "^c^iflü "'orclon neu sxu.icr beur ^c- 
laaehen ;»uf bauarbeit zu nachcn una wleinr ir;'e>n4r-io i-^r Verdienen zu 
können Viel "^ n' '^h*: ?<r^n auch D'^*^^ r""^ '^ru^id ''er ^^i^worbenen ^^^n^tnirr-ße 
irgend' v.'iunilthcl^^md zur Soit^e ^ir^ien^ "^o-^en-^ -^M r b-^^ auc^-» Ich ^^i'-o^^rr!, 
daflß v/ir nonatlicn -ip ^^ntcruait/Unr^Pl^eitran' 'fuer die Kinder einen 
Betrag von Doli 70 auf uvp r^on^^cry ^u.. aui- -h^i* .ionatdich nehr verbrauch 
to Dectbotra^ aiö cventuellci:. -^ .loilleure f ortur?e'<^#^^V^.i^^^ni^ Darlehen 
['llt^Tch ho'^fe^laj.r er nit den I^Mpf chlunjen,die Du und ßcin ürud^r ihn 



,rr^^^,^r..rfnv doch Df-.lrt om ppnsoTiaoB ,5oo finden wird .iuch icn bin In 

Dob lrß^"i-i- vornort-t poln rlrd,Pi-h nlt der Oblr.tcn crzeunun- oder 
-o-'^tvrle olro" r-r-i r.ona'oT nn ^i-'orb vcrfchp^^f>n wird. Inr- seid In 8o -ut 
.nleh auch roi + e-^ uebor ieron -r-^c rn Lru^enH..^ 7,n hm. te^i 

'■ ^ . ■ ,^p^ '^ioele (/es.iroohen 



rov^tn von-Lit 13 auf T,r,t 30 hnst ">u -nlr rpn7. "u ^ . ,^ .= ^ 

„„. „,^-,.tr i.-h ^1- dlor. -orf-do nun berntrr-en, ^^1'^ "-:.^ 'V.ch fucr dxc 






T -ihre ' die Ihr roch b1 eibcn.trotr. der Tn-iornnG ruhl- loben ?.oon-en 
u^IouA;; inner die I'tttel h^ben/^-n Ihno Gopundlielt. dPn Richtige tun 

V !;. «r; Toll r ,if.>ron v'lr dpf^- er Ihr nonentrn durch die iuifr^'-un- 
-?n '?':deA :ier?cn nlch? bcro^d^^^r .cnt.hof-entllch .or.t Heddi dafaor. 



V 

z 






ar,.-s .,x . ^.^^ ^^ \„-'j;^^ pp:rp 7,11 boi'ruosren, renn v;lr doch ucl iha crrcl- 
• P-^or, ruerd^n-d^Br er "d-ch ir-end^Vi-o '--^etir-lrelt eu--l..nt,Kr r>^nt durc 
. ^.;i.;nenvoe;;e Ar-t-IIrrmlne besonder, auf die reryen imd .vcnr sexu 
Bruder wie- er es an7.udeuten s-chelrt eeinc Unter fituotf.unti oiu..U.xor, 
^ort- wa.- ein -vom. auch VTeirer V^.rdienKt, fucr lan nno i.otv/undi.^- 



n 



''"^^* -.te'-an Dieser Ta..o oivflcn- ci'i. - l-X vüu 15/1' von lhm,"r 
v^r ."t T^h^l-mc; fucr die -Auf cnthaltBbov.-nil-unG.uachtc -■^ivocr.ton 






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U5tc-\ ^ic^it r^.ur '^i-t-^.o- 



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^;;,Xi 'ohon. connP ^ Vnrt"doc}i nchvroro>-i !Icr_- 



<vi.;;, r:r^e,.or alr -^In-leltc^ .eben, -^nn er nuch -!;5_^^«ni^ in oa 



vordient, richeir.t er doch sein ■•iri o in . ' -, 



«:,;;:q:,;,-.:,v,.^j.,,„.^^ ,ini -.alinnr'.,tVo.aen . rch-o^'-, nber 1- nobriem nicht 

;^;;^,tiet,:;n- .uvo^-.on i->..e4 .oller. ( rtra I.rt 5 blP -^ ) bo bin ich 
einverPt?-dc-'-cnn auch '>i cg machen -iVLr-t und verPnlPnPt .^ .«^clne 
Adr'-Tse i-.f "^.t •"clPR TTcrocjr, Gtelnsf jerdln-cn ,5.-. -lolc -orGC 

• Veit habeTlFnFlte- T-h hroe nach ^t^lv.f an die Com. Central Aurooa 
5n -artln 4^o ncuodin. 5^ ..cacuriebe- ,un die actuoller, -oo-lich^^eiten 

■ ;;olV Chile fal>r^Dlche noch offen pir.d, re.t7,uatellen,-ior r.P-.t n-n. 
^;^ ofae^.cit r.lt den Be^-llllgunren ''-^cVt uenan--te .-n.ie hat 

•••vnir an 5/? ^.clion nitcetoil t ,danr, VorviP,cn nicht '^^^'^;-:^'^^.^''^^^^. ■ 
I^H ^-^ .c üci 'hr nun an-cfra:t ob und rlc lanr.o dio erteilter, .-inrci 
ocbe-'"nil~ur~cn be^-ls^et aind.Tch werde nnch Erhalt der Antwort auc 

•-sT'"i^ dic^-Schc'.:rüccWronnon. '^io hie.i.en Vir-unbescr-unsr .."en.ien 
^•-i^;^;,',-,. .ieht re-locf., le.h.lbS'n^, -^.ich nicht an Bie -enden, 
. -"^'■-'■^ '■■ T-...,„„ lot'dov '^"■'l ^eo^< l^ein ror-alor,aa er Ja in axu 

.x.,orte.die aer '"er;- .den v;!^' .al in •..ericb --^-'^^^'^f^^^';^:}''-^ 

■ lat una'os kau^ anzuneanen i^t.daP. man ^X^-h,-';'^:';:^V^S''''U^ 
r-nv^c rir,fj,o'-, nied 'Pchlaert. Fl?- vpcro -'it n- _itelber;.!' Ansica. a,i 
XMobor ;,u'^oe're'. Tck^^lPube la.. die Verla :e eine, '^i^re ipevu.uns 
fuer Llnen Fall kaun ^en ;ereri v.-nerdc. "ebri-enr ,T.erde -^In .olcneB 
fner das ^heonnr die alten ^rarlfe vomuenetzcnd, wol unco.reh- Doli 
TVO blrV^? io.ton.'.n., v;uc .de involvieren. lacs^ir ^ f^^f ;; y^^;!'^,J;- 
^oln -.cho" wvdcn loTlpr ^00 anle-en -nuepsten. '^r nucs»on una fra-en 
ob -ir die"''^ot-->i^- rirvieren -oller., "u- ihn und ale vor Polen zu retten, 
-renn Du ni^ "o'-- ucber de-on -Situation Rpf-e- kannst ,so shrolo es mir 

' "" ' Hor/.lic:i c^uoL.rt Dich 

Do 




o:^ i:c\7 York / 



Check Vo 113^'^'^ (Oriri-p.l)Grorßcd 

nobcr Ooll 719.^0 Pxxf die ITp.tion'^l City 3pnk ^ ^^ 

"nuBKCPtcll t von deren FiiirJ.o üontevidco ^/j i-^O.. y" 

Duplicat check w^endc nlt naoKlißtcr Poet, 
Rocomnandicrt , 



^^^. 



New York, !?• Februar 1^40 






Lieber Arturoi 

Dein neuer .ausfueiiriicne. Brief vom 8. veranlasst mich, Dir 
zu cabeuii 

1« dlass ich mit Paraguay fuer Scheiaers einverstanaen bin, 
2. Aass ich Dich bitte, Dich wg* meines Neffen Ludwig zu 
informieren, worueber außfuehrliche Information folgt, 
3* ciass ich Deinen Brief mit Scheck noch immer nicht erhal- 
ten habe. Ich besitze von Dir nur die Airmail Briefe vom 27. 
Jaenner und S.Peber, dagegen nicht die Briefe vom 17. und 31. 
Jaenner sowie vom l.ds. Speziell die Briefe mit Scheck und 
Scheckkopie fehlen. Ich habe auch die Natcit^^bank befragt, 
ob sie einen Scheckavis einer uruguayscehn Bank erhalten hat, 
und negative Antwort erhalten. Das muss aber nichts besagen, 
weil der Scheck von einer ausser-urugayischen Bank ausgestellt 
»ein konnte« Ich nehme an, daes Du Jeuenlalis zur Vorsicht der 
Sache nachgegangen bist. Meinen Brief vom 9«, mit dem ich Dich 
liuf das Ausbleiben des Briefs vom 17.1. aufmerksam machte, 
duerftest Du ja schon in Haenden haben. ..-//> 

Was nun Ludwig betrifft« Ich bin ueber die letzten Nachrichten 
einigermaesen beunruhigt. Icn habe von ihm ausfuehrlichen Bericht 
vom 2Ö.I. Dataus geht hervor, dass ihm die Aufenthaltsbewilli- 
gung zwar auf 3 Monate veriaengert wurde, aber nicht die Arbeits- 
bewilligung, u.zw. angeblich auf Grund einer boeswilligen In- 
formation der Fabrik, daes er entbehrlich sei. Er verdaechtigt 
nun Kratochwil, diese Auskunft erteilt zu haben.;» was Felix wie- 
der fuer Busgeschiosson haelt. In oem Intriguennest unten kennt 
man sich Ja nicht aus, -es ist bei der Verlogenheit der Herr- 
schaften unten nicht einmal sicher, ob sein "Freund", der das 
erfahren haben will, ihm die Wahrheit berichtet aat.v Aber wie 
dem sei, der Zustand ist unhaltbar, zumal ihm droht, dass er 
fuer die Dauer der Aufenthaltsbewilligung in irgendein Nest 
konfiniert v/ira. Es muss eLwas fuer aea Juiigcn Iv;ann geschehen. 

Ich habe wie Du weiset durch einen brasilianischen Bekannten, 
Direktor, der Filiale Rio ö.%r American Express, versucht Lutz 
ein brasilianisches Visum zu verschaffen. Aber die Sache zieht 
sich endlos« Wiewohl ich gestern von dem Mann ein Gabel erhal- 
ten habe, ich solle bis naechste Woche auf einen Flugp oßtbrief 
warten, moechte icn mich dadurch nicht laenger hinhalten las- 
sen und Ludwig auf anderem weg ein Visum besorgen. In Frage 
kommen fuer ihn als In^rcnieur vor Allem Argentinien und Bra- 
silien. Fuer Ar-;entinien hatte ich wie Di- erinnerlich sein 
duerl'te, ein Anbot, von dem Du sag*te6t, dass es zu teuer ist. 
Koennen Deine Verbidungen in Bayres helfen? 

Ludv/ißs Personal aten sind : geb. S.Nov. 1;K)7 in Wien. , 
Vater geb. August 1868, Mutter 21. Februar 1881. Ledig, kathol. 
Er ist absolv. Ingenieur der Wiener Tecnnik, war nach Lehrtae- 
tigkeit in mehreren Fabriken in der Vat er laendi sehen Baumwoll- 
spinnerei 6: Weberei zuletzt als ^technischer Assistent des tech* 
nischen Direktors. Fabrik von JftOO /oi^e stellten, produzierte 
1;^39 4o RUllionen kg. Baumwollfeingarn una 1^0.000 kg Streich- 



--^xi^av^A mit zahlreictven 
14 Milli^i^e^ V-^ter .:rewebe, mxo 



17.11.^0 an ATturo 2) 

IfebenbeU-ieben ( Bleicherei, Faerberei, Appretur, Strumpf- 
fabrik. Deckenerzeujunü, etc), ctLe er alle kennt. Er hat 
deutschen °ass No 3^2, auslest eixt vom Konaiiat in Zagreb. 
Erepricht* unS schreibt ; fnglißch, deutsch, »franzoesisch, 
kroatisch und ein wenig italienisch. 

Wenn Du Dich bei dieser Aktion entsprechend Deiner fei««^ 
ze?figen Zusase beteiligen willst, werde ^«^ I^^]: ««5^,^^**^ 
Z±n Rollte sie Kosten verursachen, aie ueber den Rahmen 
i:i;nleÜnFae!le hinausgehen, bin i^;^^•^«ii,^i«f « !^S^ 
allein zu tragen, denn ich moechte Ludwig nicht nur aus Eu- 
ropa herausbringen, sondern ihm auch eine Exietenzmoeglich- 
Sit verschaffen, zu der ihm z.B. mit einem Paraguayvi sum 
Sicht verhelf e^^ird. Wir wuerden uns dann, wenn »«an klarer 
sieht, ueber das Ausmass Deiner Beteiligung noch zu bespee- 
chen hsben. 

Die vermittler hier scheinen mir aUe '^'^««^[io^f^^.J^^Scf 
n&eher den Moeglichkeiten. Daher wage icn es Dich mit auch 

3?; Je? i^Pge .S bemushen. Bitte r**°5!f J^^J^SS^^JS;- 
zwischen werde ich auch wissen, was der Mann in Rio zu oe- 
richten hat: ich er-«aehne noch, ciass ei)i Yersiocn, inm ein 
aie?rSis?h;e Pemit zu verschiffen, als fehlgeschlagen zu 
betrachten ist. Er hat um USA Visum «"^««'itcht, aber erst 
verhaeltnisnmessig spaet, «<>, ^«^ man^nxcht sagen kann, 
wann er Aufsicht hat, dranzukormien. Unter den ^i"^®^» ^«>" 
ri^nan ich hier hoere scheint mir am aussichtsreichsten 
ein V»iä Sich Sexic^. als Zwischenaufenthalt bis zur USA 
Finr-isp. kostet nicht sehr viel, aber man muss 12.000 Pe«o, 
ri 1 etwa l.aoO 'i fuer seine Aufenthaltskosten beim AriSU- 
Ghen erlec^en. Der Brasilianer hatte mir angeboten, Ludwig 
so^ortein Kapitalistenvisum zu verschaffen, wenn ich den 
Se-enwert von - 25.000$ unten fuer ihn blockiere. Das war 
nir SatSerüSh zu viel, wenn ich auch bereit war, einen 
groesseren Betrag - bis 5.000 $ zu riskieren. 

TtTi+.pr den Din'-en, <.iie mir Perut:.: nennt, gebe ich wieder: 
United ?;?uit^Cor^ Products, American Can, Pacific Lightxng, 
die alle B plus, also sehr hoch geratea sind. 

Weltlage schaut raiess aus. Der Krieg wird kaum bald auf- 
hoeren und man weise nicnt, wer noch (einscnliesslich UdA 
SS I?a!ien)hineinverwickllt wird. Ich habe Liese geschrie- 
S^. ob sie nicht die Auswanderu-^ Ludwigs benuetzen wUl 
Sm mitzo^eSen. Aber ich fuerchte, Dezsoe wird aus Pest nicht 
wegzubringen sein. 

In Erwartung Deiner baldigen Kadi richten 

recht herzlicien GmibS 



Mit meinen Compagnons stehe ich mir meine Zores 8 
dameber will ich mich brieflica nicht auslassen. 



aus« doch 



i3y Air Mall 



Lieber Fritz 



Montevideo, an 8 Februar 1940 
Galle JoBd Ellaurl 885 



Eure 1» letzten Nachrichten sind von 1^ und 18. v.M. ( Annlos 1 
Briefe) meine letzten Briefe sind vom 

17/1 , 27/1 , X35ÜC 31/1 und 1/2 mit Original und DuiDlicat des 
Checks von Dollar 7l9JO auf dike City Bank Kew York. 

Hella und Leo betreffend Meinen dlosbezuegllchon letzten Zollen 1/2 
von 27. v.M. hab Ich nun Folgendes hlnzuzufuegen. Air Ml 

Von den 3 Bonarenser Agenzien, denen ich un Elnroise- 
beschaffung geschrieben hatte, bin ich ohne Propositionen geblieben. 

Ich habe mich , getrieben von dem Wunsche HcIxh und Leo Irgend 
wie zu helfen, an die hiesige Agebzlo Oceanica gev/andt,obwol sich selbe keines 
besonderen Rufes erfreut und hat mir selbe heute Folgendes proponlert: 

^^ ^arap;uay n unmehr^ wie sie mir berichtet, mit einem neuen 
Deere t die weitere Einwanderung von 2000 Familien nunmehr freigooeben hat, 
koennte sie die Einreisebewilligung nach diesem Lande 

fuer ein Ehepaar gegen einen Betrag von Pesos urug, 725.- 
fuer eine Person ^ " " " " " 500.« 
zuzuegllch eines auch im Vorhinein zu erlegenden Landungsgcldes ,daß in 
einem Check a f Asuncion im G-egenworte von Pesos urug 85o- circa 
geleistet werden muss, beschaffen. 

Dieses Landungsgeld wird den elnreiäcnden Personen bei Betreten 
des paragualschen Bodens zurueckerstattet. Reist die Person Innerhalb eines 
Jaiires von Her Einreisebewilligung an gerechnet nicht ein, so vorfaellt 
dieser Betrag ( also eile Pesos rurg von 85.- circa zu Ounsr en des paragual- 
schen Staates.^ 

Der Modus zur Erreichung der Einreisebewilligung ist Folgender: 
Die Personalien der Einreise rauchenden sind der hiesigen Agenzic "Oceanica" 
zu uoDcrgeben und der Betrag der Einreisegebueren plus Landuiigsgeld 
also fuer ein Ehepaar zuSoincl Landungsgeld Pesos Urug 610.- 
fuer eine Person " " " " 535.- 

zu getreuen Haenden an eine hiesige Bank zu erle/en. 

Die Agenzie verpflichtet sich die Bewilligung in 10 Tagen zu beschaffen. 
Sollte aus irgendwelchen nichtvorauszusehenden Grucnden die Bewilligung 
von den paraguayischen Behoerden beataetigt innerhlab 30 Tagen nicht hier 
sein, so hat die das Depot besitzende Bank den erlegten Betrag ohne V/eiteres 
an den Auftraggeber resp Erleger zu returnieren. 

Die hiesige Agenzie gibt an die paragualschen Kinwanderungsbehoer 
den per Luftpost die Personalien mit dem Ansuchen auf. Die Paraguay Behoerden 
senden nufl luftpostlich die Instructionen mit der Einreisebewilligung an 
den paragualschen öeno ralKonsul in Hamburg (es ist dies der Einzige der 
fuer das Reich und das Protectorat in diesen Faellen amtiert ) und dieser 
vep-staendigt die Auswar derun,-: suchenden Personen, dass unter Ko ,.. der 
Auftrag der Regierung vorliegt ihnen das Einreisevisum (v/ol unter Beibringung 
der ueblichen Documente ) In den Pass einzutragen. Die Auswandorimgsuchen- 
den mucösen zu diesem Zwecke nach Hamburg kommen. 

Die paragualschen Behoerden besorgen auch da >. Transitvisum durch 
Argentinien direct bei den ri.rgentiniBchen Behoerden und ist dies in der 
Einreisebewilligung die sie nach Hamburg schicken bereits officlel be- 
schoinigtund \vlrd hievon seitens Argentinions der argent Konsul in Hamburg 
angewieden diesen mit diesen Bewilligungen nach Paraguay einrclr.enden 
Personen, das TrEuisitvisura fuer Argentinien einzutragen. 

Gleichzeitig mit der Absendung durch Luftpost an den paragualschen 
Konsul nach Hamburg senden die paragualschen Behoerden ein Exemplar der 
Einreisebewilligung an die hiesige Oceanica, das Docunent enthaelt die para 
guaische Bewilligungsnummer ,die man nun an die Auswanderer- am Besten - 
cabelt, damit sie sofort das Vorvisum durch den Parag Konsul in Hamburg und 
die Schritte bei den deutschen Behoerden und ßchllessllch auch noch durch 
ihre Vertrauensleute die Erreichung der V.rbesta tigung ,dio Aufklaerung 
ueber event notwendige Documente und die Festlegung, wann sie zur i-'in tragung 



f " 



Fritz 2 

sicher ab-r ueber Italien mooslich sein. Wenn auch nach den Jetzt in i^raft 
stSen .cn BestJmSungSn .Erragr^ten nur 48 Stunden vor Abgang IhreB Dampf ere 
Italien betreten koennon.eo duerfte doch unter Vorlaßc der Jocuucnte öchiiis 
plSzbcBtletlgungon etc ein falle noetlg lacngerer Harteaufenthalt In in 
Genua oder Trieat erreichbar sein ^^^ ^^^^^ entBchlles-en eol-ten. 
80 meint der AeeSzielL^er.daeB es ,unter der Berucckelohtisung ^er rela- 
tiven geringen Kos tendlfforcnz zweckentsprechend waore ^^^^ J^^J^^I^ein 
ElnrclfevlsL fuer das Ehepaay^u neh.aen D^^^ 

dflfia man ihn da er^ seine sofortige Ausreise auf Grruna aos visiirae na^uw^xo 

oinor Anzal von erschwerenden Unbekannten zu r chnen» ^a^v.^ 

clnor Anzal von o^s^n^^^^^ ^^ ^^^ ^^ Protectorat «ol^'^"^^^ ^S'Jf "i°^^ 

Reisen Ins Reich machen koennen. Wie wird sich also «°11^, «^^''„Jf ^chStte 
Visum holen. 2) ifer wird fucr sie die notwendigen Urgenzen und och^ 
beim Consul machen, damit Ihre Vorvisen und all sonstigen Erfordomisso 
flott erledigt werden ^^ ^mische Transitvisum muss beim argent Konsul 

nicht reisen koennen, Hlezu will ich nocn ^^^^y-^V' !^,,^ Abfnhrt des Flüss- 
en Rn^nosalres von deren Ankunft In Buenosalres bis zur ADianrL aes ^j-^*^» 
dLSe?rSS aIS^cIo^^^^ sind und sich nicht frei ^^^[^f ^^^^^^^^^-.^ 
aampxerw. aai.xi o Schliesslich was sollen die Armen. wenn sie mal wirklicn 

Sluec.llch nach JLa|uay So^o^on »if.*»;' -S^S'^oL^S" SSjTrcr 

sehr schwere Sache sein. Ob die Beiden, das ausgesprochen unangenehme Klima, 
das Paraguay besitzt, uebcrhaupt ertragen werden, ist eine offene Frage. 
Wir muessen hoffen, dass dies luoeglich sein wird. Vielleicht kenn ihnen, wenn 
es zur Einwanderung dorthin kommt, die juedlsche paragualsche Hilf sorganisa- 
tion,die Ja v/ol dort vorhanden ist,etvTas an die Hand gehen. Das Leben soll 
dort relativ sehr billig sein.Es ist dies ein Umstand, der auch in die Wage 
faellt,da wir uns Ja geflasst machen muessen, diese armen Ungluecksvoegel, 
bis sie mal Boden gefasst haben, erhalten zu ;raoasoa,doch glaub ich sie 
wuorden mit Lst 10 pro Monat ihr Auskommen finden koennen. Bisher war die 
Einwanderung nach Paraguay faer Juden ^:^espcrrt,doch soll in dem neuen Deci'»et, 
das ich Eingangs erwaohnto fuor die 2000 Familien deren Einreise nun bewil- 
ligt wird, keinerlei "Rassen" Unterschiede gemacht werden und ist dies darin 
xmhIk ausdruocklich crwaelint. Auch wird keine Vorschrift fuer die von den 
Einreisenden zu benuotzonde ßchif f sklasse gemacht, es i^ann aL^o die Seereise 
III, Ciasso ga^acht worden, ( Die Italiener vorlangen fuer die einfache Faiirt 
Genua - Buonosalres II. Classe ^ÖGA Dollar 375 <>- per Porrsor*,und fuer III > 
Ciasso Dollar 200. -cca) Auf den belgischen Schiffen betraegt die Faiirt 
II Gl Doli 176,- und III Gl Doli 134,- (dies sind ungefaehre Umrechnungen) 
Fuer die Beiden kaeme die Uoberf aiart,wio dies nun von Vielen gemacht wird 
wol nur III, Gl, in Frage, 

In amerikanischen Dollars gerechnet wuerde 3ich die Einreiaebe- 
willigung fuor Beide susaiimen auf ungefaehr USA Dollars 3tO ^/Wm^m'»^^*/ ^^^^j,^ 

fuor Hella allein " " " " 225 '^ ^ > 
stellen. Dazu kaome, ausserdem Uebor8üebillet,das Schiff sblllet von B'Alres 
nach Asuncion( Paraguay) das auf diesen Fluasdampfern Il.Classe ungi^faehr 
Dollar 23,- kostot. 

Ich habe Dir uober die Paraguay Boeglichkeit ein detailliertes 

Bild gemacht und moechte gerne von Dir wissen, was Du ueber dieselbe denkst, 





•ni-VW.." 



Fritz 3 
Dlco ist Alles nataerllch untor der VorauBBotzunß dass die i^usrolee fuer die 
Beiden ueberhaupt offen bleibt. Ich las nacmlich in 2 ^^^^^if^^^^J^ä^^ ' 
die allerdings nicht of f Iclel bestaetlste Nachricht daaa ^«'^J^^J^^Jg"'*^^ 
um Spionage ^d Berichte ueber die Laße in Deutachland auf diese Weise au 
Ste?Mnden, bis auf Woitores die Ausreise von Emigranten elnfacn inhibiert 

hnt vianelcht hast Du daruober Genaueres gelosen. ,. ^ a^+„v, ^on 
hat. V^^^-^J^^f „^J^JeiJ,, l^^ ^bschuta nach Lublin oder aehnllchen O^^on.den 
sie of f enbar fuerchtet und eventuol Leo noch Aorsores ersparen koennen.so 

muGsson^i? dies .wenn wir menschlich sein «ol^«".«el°*Ji^t^«i°^,i^f ti^st^ 
Sn vo^Uegt.tin. ^s handelt sich nur darum^dles auf die Ve^^^^ 

Welse zu tun. Man hat nataerllch nie ^i®, ^«^^^'"^»^f eJ^^jt-Jert mucaste man 
Laendern Alles klappt. Aber wie die Agenzie <i®^J^^J.*'^''?iadl4 praktische 
annehmen, dass es mit der Bewilligung f ^PPf ^'i^*^' ^^^IchiJ ka^n eSzieht 
Dur chfuehrung, wenn sie Praß nicht verlassen kann .ö^^°i;°^°^^^^t^' ^^.f 
S meiner ieurtellung.Viellelcht kann man Alles mit den^K^^^ 

schriftlichen Wege mit Einsendung 4°^/^!^ nu^^h?aehrmK d2r Viseneintragung 
Hittelspersonon in Hamburg, die man mit der Durchfuehrung der vist-n 

etc beauftragen^kann^ ^^^^ glaubst^wir sollen - -J^h'^Lf referrfffer^mfr 
nach Paraguay versuchen dann schreibe mir luftpostlich^oderyl.brafier^^^^ 

S^.Lf -rÄen^^^^rls'äer Sf Sfdr ^SL^aS^n^d^JcXSren soll oder 

"'"'''• Ich habe geatern einen Luftpostbrief aus C ^^^J^Sf^Jf »^JaMcS 

08 Janua? erhalten ,in den ^^-^^^ ^''''TlTrtoil^'li^l '^^Tl^^^^^^ 
ger.enwaertis in einer sehr sealechten ra'^^^o^^°J^^'^ SalmK oder auf sonst 
Konntest Du ihr, wie wir d'accord '^'•^^«^.^"^.^«'^^f^^^j/SnaS es veranlasst, 
irgend einem Woge was zukommen lassen? I^'j/^^'^^^r^^nrlsation es zu tun 
ledenfalls wiederhole ich nochmals meine diesbegl '^';i^orl8ation es ^u 

die UeberweiBung auf andrem Wege vorgonenen. 

Wie seht es der Kaufm..:n Gruppe? Gibt es bei ^^nen etwas Neues. 
Hermine scheint etwas ruhiger zu sein. Ihre -^r.^^unösz.staende scheinen raehr 

nervoeser Natur und nicht yo^H^T^^^h^^r-dStlKeS F?exmdlnSen zu sein. 
Fruchlahr nach London ,um in der Naehe ihrer dortigen ^^^^j"^""^ ' ..„qj. 
Hßddi ist ^e^cnidiese Idee auch ich meine London hat fuer sie alt meinem 
g^oaeei VeSfS?^ie? fuer sie schwer ^^^naeizbaren Untergrundo^hn .^«"^uf t 
Seberfall und sonstigen Kriegsgefahren Jetzt menr ^achtelle als Vorteile 
imi ip" alaube sie bleibt aia Be&en In dem ruhigen Cambridge una acm so 
lfi!ebevollen sShutze Heddis. Dass ihr vor Lixens Ncrvosltaeten miess ist, 

das kann ich ihr allerdings gut nachfuehlen. „ Leben 

ich hoffe.dass bei Euch Alles welter^alright^lst^und^Euor^L^^^^ 

stets 
Lutz? Er kann wol welter oieioon. i^o j.»^ ^ui«, .*.*-« — — -- - ^- 
relatlv ruhig bleibt.^^ ^^ taegigem sehr ertraeglichem Wetter ist es nun 
Wieder warm reworden. Ich gehe, durch meine grosse. etwas ermuudcnde Oorros- 
^ondenzauch^ver^lasst, wenig' aus und komm daher leichter um die Hitze 
Im neuen Heim ist alles in Ordnung. Auch ist Frau Schaeffer ^i^it; der Diact 
sehr streng mit mir. Hoffentlich wird die »ol^^'^^'^^Ü^^^S nicht ausblei- 
ben. AUS Genua hatte diese Woche »ohrseltig Kachrichten. Frau Arecco 
gruesst Euch herzlichst und wucnscht alles Gute. Bei Kob/s ist ^1J«^J^^^^^ 
In Ordnun« Dlnin den Annie ja kennt, wurstelt sich als uol gut weiter una 
iSporS^t'nach wifvor Kohle. Auch bei Pippo und den Seinen alles normal. 
Ich hoffe eh^st wieder 1 Berichte von Euch zu bekommen ,d,-vfeil Euch 
Beiden SSdcleJ 1 Kinde^ das Innigste und herzu cru-te^ruesse und Umarmungen 



mehr ai.s .e«<nBJCt.cts* der alte Krem;:.ei w-.rt i£i,. Aoer soll öie das 
elivccebiläelE f^iueck haben. _, ' N 

Ef^^kt-^n ?iait3 ruica ganz Bun^ecV., h?.be ai^her i-'ü ue^engats 2U oen 
meistfin niclits ver-icren. 3«Eit?.e nur ••a--i;i. ..ni^xuen, Brasil Uuf 
Soekai^^Ho-."!, '.'i.nu Cu]>ä ..'ort.Mßm "iail-.)-^ i> i,-vauo i vx&i.ant, aber 
rissig lioch verainsilich), ferner ConeoUdstöd Edison J^'^i";» ^^ 
Hatlo^l Dairies una National niscuits, awei ^«»««^^^i^J^i;®^!:^^. 
mitteipapiere, werae vielleicht noch gleiche Kategorie Com ProducÄs 
kaufen. Hatte auch /Uuerican Cph, die rai^ Nutzen hergab, vielleicht 




Lieber ürturo, Dank fuer Deinen Brief vom 27., den ich »^echstem 
bei leererem Schreibtisch ausfuehrlich beantworten *«^?V ?«^*|" 
w?ere^dS!rr\u machen, wenn Sache ^-^J-^SB serioes aj^aeiehU^ J^^ 
qichurheit ßibts be L dem Geschaeft leider nicht. f^^^^?*t«n 
SeSl'lSrneSer Hcheclc erhalt., werae ^-y^^Sf^^f^^^rs^ieren, 
Herrcina iz^ ^o^b Nu^nen einyer^canaen. Kosten weiden sv.cn ^^ 

mehr als ssxMXxXxtxt der alte Krempel rert ist. Abei so-tx « 
eingebildete jluack haben. G^-aTilaats zu den 

Effekten halte iidch gan^ zuruecK, i^^be daher i", If^^J^^^gasil (auf 
mei3tt:n nichts verloren. Besitze nur urgent. Anleihen,, ^^a v 
Snekulation) , eine Cuba Northern Raiiways 3>^ad^^C ^-^'^r» * 
rieSi hoS verziaaliah) , ferner Consolidated Edison «'^J"^'» .^g. 
Sitloil Bairies und Haiional Biscuits, zwei ^l^llZll loJ^^otuc%B 
■ittelpapiere, wer-aa vielleicht noch gleiche Kategorie ^orn^oau » 
kaufen. Hatte auch y\m£rican Can, die mit , Nutzen hergab, vlelieicnx. 



^^/l Z^ y/6-KM ^^/^ -.r ^ ClU€ ^ 9nx />^^ -^ -^z 



• u 



A^-£^ f-< i^>^U{ 



Via Air Tall 



Kontovideo PocitoG .?7 Januar 19^0 
Galle JoßJ Ellauri 885 



LioDor Fritz , 

I!ein Ruafuohrliohor Pricf von 18. dß, hat sich mit Kuren 
beiaen lli.bon Bricl'on vom 16. und 1?. [)vi' Air Ilail ^r.okreuzt. I'cln Brief 
unthiült einen Bankchock auf uio rat, City Bank of i^.Y. von Doli 7<i;^Jü^ 
den Ihr nun in wcnlror^ T'ar^en ornal ten werdet. 

Don Ti^hPit TTioine-»- '^ o [^zhen /.Giien kurz ^wat» ^^-ni^^jrHbucLzunt/,» 
An</,üie^S^nheiton betrifft, rogapitulierend bin ich mit Folgendera d'accord : 
r) mit p.l^ en Deinen Buchun^^aruf ,;'^^on b) .jit ^illou deinen Di^nocitioncn 



v/10 
er 1 



fucr s^'^^i'^sciiartllchc 'vcchnun^^ in machen dar Fanllie !^n'.if::innii . so 
Du sie disponicTöt und fucr weiter iDrononicrgt c) ixi it 'Zr hoch uni: di 
H cnnine luona tl i ch er. Un t v: r a tue t z aiL/ von Lst 15 auf Lst 20 

Leo uiid Hell a Auf De igen 1 Brief von 6d& hatte, wie in meinen 
Zeilen vom 18 de erwaehnt, sofort mit der Ca Ce^^tral Europa in B'Aireß 
Fuelun^ genommen ,um zu sehen ob Chile noch fuor Beide crhaeltlich vraere. 
Darauf erhielt ich Ilachrl cht,daß^3 Chile derzeit gesperrt und nur Braiiilion 
und 7.v;ar Rio de Janeiro oder Sao Paolo boßch<-iffbar wacr*". Die Einreibe- 
bewilli^unp; fuor ein Eliepaar vmorde Pcson aroontinoß »25^^.- koiiten 



salbar bei der BcBtcllun^ , 
spaet Ostens binr:en 3 "'oc'.ien 



v^oj,cjen sich die A^enzlc verpflichten wuerdc^ 



die Einroisobev;illii_;:uni;:; zu besorgen 
Bei Bofitellun^; wahren die -;;;enauen Daten, wie: Geburtsdaten, 
Geburtsort, Vor und Zunp,iae Familien i:amc und £:enauo Adresse anzur;cbcn. 
Die Einroisebcwilli^un;:, wird telegrafisch an das brasll. Konsulat nach 
Genua Gesandt und ^leiclizcitij wird die italienische Linie davon in 
Kenntnis 3esct7.t um sich mit den Auswanderern in Verbindung zu stellen. 

Da es mir, abgesehen von der completen Vorausbezalun^ , 
sonlerbar erscheint ,dass die Einreisebewilligung^ nur fuer beide objenann- 



te rtp''-lt<'^ -e-^eben wird habe am 2l ds . bei der Ar^onzio um Folgendes anoC- 



»-> 



fract. 

1)ob e» eich \ua eine Icjalc Einreise und kein Turiätenvis'uia hiebei han- 
delt, 2) Bestatij;un^ dnrueber verlangt, dass der Betra^^ zurueck 
bezalt v/erd©n muss, vrenn das Visim Innerhalb 3 'lochen nicht erreicht, oder 
in den Faell«n,w6nn der bras Konsul in Genua sich wej^ern sollte das 
Vißmn in die Paesse einzutrajen oder las Eh paar trotz Visum bei Ankunft 
in Brasilien nicht hereingelassen vmorde. 

Ferner bemerkt, dass der I.lodus mit dem Abgehen der Ein- 
reir ibcwilli(;;;"un3 an den brar Konsul nach Genua in unserem Falle eir. 
Handicap dp.rß teilt, daß ueberbrueckt werden muosste,da man den deutschen 
Behoord^n vor Erhalt der Ausreis bnv^illi^^un^;; ,al^- auch den italienischen 
Bchoerden bei Grenzbe ritt Documento vor^o^en muss,dic die Einreiseer- 
laubnis in das Ueberland einwandfrei nachvreiscn. :Ich wies darauf hin, 
dass diese Notwendigkeit in unaerem Fal]f^ als unum^aenrlich sich r,estal- 
tet,da die eine Eliohaclfte (der Llann) eich in 'Tlen in Schutzhaft befin- 
det iJind di^- Vorlc-^unß dcö Beweises. daßs er die Einrelt:e, nac:i Brasilien 

,.,.^ ^,.:.,.. ...11. . - -iiio -- erreicnen^da diesulbe 



hat unbedin^^t noeti(^ ißt 
tcts an das soforti:;e Verlassen des deutsclion 



.C'lcht.ß 'cbundcn ist» 



Ich bopnt^^- 'te dnher,dpss \Lnbedin-t erreicht werden muesste,dass sowol 

als auch der r.ann im Tre:-e seiner Frau ,dcn Be- 




Ich'vr'^rlnr.-te ferner die An^s^be in weichte- "^^^ise den Interessierton der 
Beweis erbracht wuordc,daBs die Einreisebowillijuns erfolgt sei und 
beantrn-te ferner den Botrac ^incr Bank als Treuhacnder bis zur erfolg- 
ten Durchfuehruno e-le3on zu koennen. ^ ,y ^ 

Darauf hob ich bis zur Stunde noch keine /.ntwort. nahe micn 
nun nuch bei der Socrctaerin des 'lerrn Edelstein, die schon einen Fall 
mit den ^-onnnnten nach Chile bohandeltc , erkundl;:t,wie sich die Leute 
in dem Falle benommen und ob Alles r.o^^lnPPt hn^e» "renn wir uns schon 
cntschliessen muesston. fuor dieses Visum rca Dollars 300 puszupeben, 
so muesston wir doch , angesichts unserer ■:rfahrunccn,dic Gewaenr haben, 
dass es 5^1 ch um eine ernste positive Sache und nicht um die ueblichen 
5chv7indel handelt, /' 



i^^^ 



Sollte Ich nun eine Antwort bckonrQcn,so ^vcrdc sehen, v/ic sich die Sache 
stellt, wenn wir nit liiccksicht auf dar> ganz unbostlri;iitc Frciv/ordcn Leos 
die Bowilli^unc; nur t^v Hella vorlancen. irotfrll? trachten noch mit 
andern I^inroir^oaconzien Contact zu nehnen. 






Ich bin auch der Ansicht ,daßß es wertlos Ist^rnlt Fvpm Tonic 
an^en, '71os in Belgien um diese Fra^o steht v/issen v/ir c:^nau, 
upt frueher halbwcr.s Chancen dort waren. r.ind r.ic durch die 



Freund anzu; 

^•"^cnn uoborhau; _ 

heutigen nolitir.chon Vcrhaoltninr.c uoborhauot nicht'nchr boütchend und 
waerc dar> G-old rein zun Fenster hinaus, cwir^en . Prtu^%'^l kann ich nicht 
beurteilen, u- ^ bei Brasilien roaon wir,daß3 ich es fuor iriie^^aar fucr 
cca Doli 300p haben krnn,waehrond ^-i^pu ^, von Doli ^'^O fucr eine 

■»,^ 

len 



zs 



Person spricht ,or. ir.t "i oclf^ch^dass nan hier -^^v. r ''\r.f^c Lprd,wenn ucV-er 
haupt, bosser ankomrnon muosstr n.i s in Furooa.wo die ''.v:ipehenconnlssiope 
Sien verteuernd .^e^tend nnchr^-n 



i'Airo.:>n 



-^-> 



s 



enn nir die Sache nach '^ueckponpserun." der '^^nurnl 
1-t die A::enzip nit der ich in Bnonos /^ireß"( Cr.lle S Ilartin 



%^v ) untor!ir^d"' - koscher vorko^inon wi-^d o^'r-- eir.^ ?^^dre A'^'onzie mir 
eine raino^--^-! snheinendo ^ro )Oßltion r-r» -f^-or Ile"' l r aT'ol-^ nr'-he-^ wird 
denn \rh -rnr^ptohe vollk.onmen die c^-ossc Drir^-i ich]:oit in ihrern Falle, ' 
^^ T-.-.p^o ir;h selbe, wenn si^ d'^^ -nötigen üinr^-nn-s crwa^hnte^ I^rdin^^ircron 
entspricht, auch T^cnn wir circa 300 Doli dpfuer ausf^-cben muoüsten ,ab~ 
schliessen und setze ßciiou ult üiuülick aar uolno ..ußf uerirun:-on vom I6, 
Januar Dem i^invers urenaniü iiiuzti voraus , 

Dil ker>nst Ja auh HurTninens Briefen die Gruendc die zur 
InßchutzhaftnjüiiiiC Leos fuchrten,lcidr^r restatten selbe nicht den B.ucch* 
schlus8,dass nan ihn ohne "'^.1t(n'*e^ y^r^t '''^o'^i O'-'-vm^ oi-nor "^l^-^r^i sohov^i"' '^. i-nrnr;- 
die Freil ■• s sun '''" be^"'il "^ iren ^"^r»-^ ^ 



■1 ^ -.-> 



den, dps;?^ "' ^erst sich uebornaupt nicht beurteilen, ohne zu wissen, wie 
Fa"*! instruiert ist und -^ c: er :^,e. 3 cn wa er ti_ r^oht. 

Ich berichte Dir uebr die '^:^<^h*^t wenn ich ir5;:ondV'/ic weiter- 
gekommen, jpof ort oer Luftpopt wieder und werde auch ucbcr Liese an Hella 
sc''""^'^iben , 

.■^ernine '^Af t:-i botrerfend. Ich freue ;aich aus ihren Zeilen, r.u 
ersehen, drss r-l ' r-v-oits etwas ruhi^or geworden. Ihr hpbt Jr ^icher 
Iler-lnims Luftpostbrief vc . 13/^ "^ dei. Ihr nir mit Luren AirLailbrief vora 
16 ds sandtot , 30(1. r»sen u^^-i ';'.o-'ohc7i,v/ic Sv^hr lie Lif t^eschichte auf ihr 
U'juiuct einwirkt. Vorausr*esetzt, Trss der C-easuntinhalt dcsolben,dic zu 
rüachnndcn Spesen; ^erechtf erti,3t,-ich habe diosbo7.uo^o. inh iir» r^Xnc dotnilllb 
t(.^ Inhal tsanp:abei mit '"crtnnrabe an.n Canbrid-«^ orbetoh - un^. dio Frmilic 
-<:.acr f'^.-^r däie Irrin "^e-^i-^. dllche/ kostbare ;:^or.se Bild ^ines en^'lischen 
:>.lcrs u^ " -^uni^ fe-'-^o-^ ^^p>^in >>nrindlichen Violen Toter V'Ostbpre'^bv»t;ite 
echte Spitzen mit oinon reasonablen Beitrp^-, sa,':^en wir, 10 bis 30 Bfund 
interveniert , SO dass - ■^■ormi'^e sc^'^rei^"': l.io Soosen von Antvrerpen bis 
London wuerden cca Lst PO betrr'"'e^ - r^or noch pn Fracht etc zi,i zal ende 
Teil un^efaehr 30 bis '^C Pfund ?^usmachen wnerde,wenn a"'.le Snchen ohne 
'3oll als Unzurs,r;;ut durchkaemen,so waere i^h :^uon moi>^en Teil bereit, 
damit sie ^ond ITeddi,die ^p auch Snchon dri"^ hat sich rulii-er fuelen 
sich einrichten und oventviel snc^^ vp-^^mieten koennten,an diesen vorerw£icliii- 



cn 



t 50 bir 60 zur Maelfto zu participiorer u^d hoerr -^nrnr^ von Dir 



ob Du,Hb^'Sii i^ diesem Fnlle auch uebereinstim*nord,die Ilrelfte diesei-* 
evc"»^tue'' "^ e^ AMnl^-o nnbonnehmen wi''"'st, Tormine schreibt, der "''.i'^t sLoht 
in Hnmour'^, -^^1 LS man uon Tiarrerzins ni'^ht oe:^,r«l t ,aann wird er vovptei^'ort 
und dann worde^. dDen fvus dem '^^^ttoonloes Sperrm?^rk,also ein total loöS. 
Laut einem ^rief Ileddis befindet sich in derisclben unter Anderera Hermineix 
Llahaoonl Schlafzimmer , viel Bettzeug, oine couch, Ileddis e;cstickte G-obclin- 
fputeuiis anti^^e Tischchen ,rrasoefGn,!^adiatoren, Abflusswaschtische, eine 
r;anz none Kuechen^eschirr und Qeracte Einrichtung^, neue Kostueme und Klei- 
der -f^uor Ileddi ,IIorminens TTinterwaesKhe und dcr^m Pelzmantel etc ctc. 
Der Lift wie-t cca 3^50 K-. 

Krufm?^nns, welches ist ihre Adrooref •'^ns will rnrn mit Suse .ma- 
chen Ich hnlte weiterstudieren fuer nicht nnp^ebracht und meine sie sollte 
sich \xii eine ihren ^Kenntnissen entsprechende Stellung bewerben. Fuer Bob 
muesst es auch drueben Hefucsoe scools p;eben,vro man ihn weiter lernen 
lassen kann. ^ 

Fuer heute seid innir.st umarmt und ge£;;rue8st von ^'^urera a/^ 



i 



eine ''^nUrs cheinl ichl''eit dafuer vorhanel j 



i" 



P G ^urr ^.•-'Ix un i Lletu? wr.or vielleicht rlontic-or 1- 'lin fran:'- 

3ch;.,lz'^u :mon:d:T'Zuorlch ur.d Bn.-- - -^^uchjnhr -^c-crdct .ein 

koonntcn. ,^^^^^^„^,^^ .^_^^ ^^,^ .,,^ "Tolhrp.ohten x^r '.uft.^ort -oc^ lirloncn, 
so! pr.-r or Vclnc Aurrclsc h.-t lüt Aurilln.c slcaor nicht schlcc.:.^ 
Foucrnann hrt nlt den Hofrr.t \v1.nd«-r ■^uoluiic unl !■ t noi:iit aii«..^ 
^...or .n^x^.^_^^^^ ^^^^^ ^^^^^ ^^^^,^^^ ^, ^^^^ ,.^_^^ ^,^^ ^^, ^..^ ^rocor.ton 

hlcc-l-cn'Tovtil^lrr- eine Ctclliinj -ofundcn, verdient Pesos 20tnro 

"n-nnt ' ".1 A Rind drirucber nciir -''■loel'llah, , , . 

..on..t. '-J^^;^^,^,^. ,,,„, -,,1... norde, '^elbe nini auch hier 

r-.lr ■ 1 betrachtet, Ich Irr.uftc i.pvon d-irch Hrll -rroon .'•>';-, ^f°;;^^.,.^. 
.n -.dne:^ -.tcllo -rr^^o l^n li "Itlnrcn, '.-^ r.le von Cctobcr bi ^ hoaU 
von -1 ruf '^2 ",rf?tieren sind. Vo^ "M-o . '^ollarr,^h°.bo ^^^J^^^)^;^ 



i:\ 



rl-P aft und mir dr.fucr 
tito Pr.triotico, aller, 



ober 
'^ -r--cnt Cedulap> .C-cdito Intorno 
tcr-onä. ixnd nur Ibic 2 ^ uebor 



■ o 1 



?afi'ntchcnd,-ekPuft. Auch dirßc ?ajlc-o rini eoit l^auf um ccj ^_„ .. ^ 
^^Ivrro^ ^hcr ^or -^ Peso ^o^cn '^cn Dollar inzv^ii^chon ura 3 f gefallen 
Ab;;r da .ar^Dollarcuthaoon ..tot. .In^lo. ist vmr .Ucso Cnoration nlt 
Racckslcht auf nolnc :_-;at,ion doch rrnronabcl 

"^' n-<^ "•.. Ion dortit:,on T::^focten Urrl^t vor-^-^V'^t und T^vr>z cir.,.>w 
invost..ont.n fcststelli^t, berichte bitte. . , t .. .^ r->..^fi ..n 

Gitta nvir:lortcn Dricf orwar.c mit Intcrcsr-c. Grctl t-oxl 
auch nrl nn.nr ''.ollon schreiben. Ih-c ^.-.ai^ia c^^ht Ihr nun rait 



lai 



I f 



ten 3cir>->irT voran .IIo'*f entlieh haelt nr <'^^». ^ ^ ^ , 
"^ Durc'. '"ienov l^r-kannte hnbc Mini einen Brief ::'6spndt und aucü 

telefonieren Irnpen. ZU habe sich nit n . rachrichter ^>-eut und t'I^- 

-'-'■' '" Hcrr.lichft L'uer -^ 



"'n :ut. 





-JXe«rV 



New York, 16tJaonner 1940« 



t '..- r. ■ 



t. ?. ^• 



J-x. 



Lieber Arturoi 



o i. 



te 



Kf 



l>u l^einnst Dich von raelntin Briefen vom i. und 6# 
noch gar nidi t erholt haben und schon wieaer kouaiie ich Dir# 
DiaiTOai mit der Abschrift eines Bri^fß,' aen ich von einer 
Dane erh^^ite, die mir schon -von %ila mit ihrem letzten Brief 
avi eiert -.var» aussörde^n bringt aie heutige ueppige europaeische 
Post, in der u*a. eine schon recht getroeötet klingende Karte von 
rtemij^ine mit }5röii H. enthalten ist, auch eine Plu^oiJtkarte 
Heila Sch*s vom 26.XII.Sie schreibt, sie hofft, dass ich ihre 
Bitte erfuellt habe, sie habe von einem Freuna ^^ q die Mittei- 
lung erhttxten, er Diaesöe unbedingt beim Verlassen aes "Spitals" 
din'^Zusichöruno eineiD Koaf^ilats woi'\"e±t>en. Ich seile ihr per 
Flugpost mitteilen, ob ich ihre Bittu erfuellt habe usw. 

Ich nciiiue an. Du -hast meinen letzten Brief bereits 
oriialten \xna auf Grva\d d-issilben vielleicht schon etwas unter- 
nawrnen. jJarier mache ich selbct nichts,* sonaern 2^be Dir nur 
Gieße Äua-en Mitteilungen -iveitcr, indem ic^ Hella ml^teile, 
ciÄSiS sie von DiT Nachricht erholtaii wird| una dar p^au Freund, 
das© Du evt. auf iiire Mii;töilun^ und Anerbieten zum eckkommen 
wirst. Allerdings ^laubd ich, d£>ß:^ die Behauptungen der Dame 
tiuft -^ind - Fall ^^el^^ien huhon wir ja gesehen, dfx haben die 
Herrschaften Ja selDSu lait^ewirkt unu nichts als Spesen ist 
her'dUBge^comrrien. Werm Du schreibst, schicke den [^rief in einem 
Kuvert m Liese nacn Pest, dorm dio lai^laender schruippen gerne 
^eberseepost nacr. Deutsolliland, jedenfalls soweit als moeglich 
Xjar Avicn. 

^^ach u..n sicii haeufc3nd3n Appellen (einor ist mir 
ausseraeiii uobc»r jL.lesa ^u^ckciniüon) scheint L.ie Verzweiflung aufs 
Ho*?chöT.e gestiet^eii ii.u seir*. .Usc man t'^xlLe vi^^i-leicu-c doch 
rafccn aazueerten, aass ir*an Helxa ^u eirieru Visuti vernixft, auf 
aic'. Geföhr hin, äa^^t» et vorfaeilt. x-vt. muessx^e daiua Hella al- 
lein fahrem. Wie die Scnv^ester uene Liesers getan hi.t, die Jetzt 
mit dem Kinu in Holl^\wccd c;it;^t. Vie.u helfen kann oie Leo ohne- 
dies nicht von Pr. aus. kb^r wir sina Ja uidi u sov.eit noch. 
Ich glaLibe doch, dass fiian ihr raschest ein Vif.um schicken imiess- 
te, und bitte Dich, \venn Du nicnt anderer nnsidit bist, das 
Noetige zu veroiilaseen. 

Von uns nichtc Neues zu berichten. Ein hueb scher 
Teil meiner Kori^e spende nz momentan viieder mit solchen Problemen. 
Gestern gab einem hiesigen Freund Garantie, damit er Affidavit 
fuer Ernst Gl. ausstellt, lieute stellte selbst Affidavit fuer 
Sepperl una Frau iiansi aus. In aer heutigen Post ein Jarmierbrief 
von uer liaußsmann, die subsistenzlos in Frankreich sit2.t. Annie 
wird versuchen eine gemeinsame Aktion uer eiienu iichueler einzu- 
leiten. Ein Brief von HeL tler aus London, er Will mit dem naechp- 
sten hollaend. Schiff herueber kommen. Ein Brief einer ehem.Beam- 



tin von WAG, um Affidavit. Wohin ich bück, in Stadt- und Welt- 
chr-onik - nichte Schoenes. Dac rtadio traut raan eich schon kaum 
aufzudrehen, weil man nicht wissen kann ob es nicht bereits Hit- 
lers Einfall in Holland und Belgien oder Krieg in Skandinavien 



f d^.-m BalKan verlautbart« 



oder vielleicht gar aai 

Wa^nrend man von Euem Breiten fuerchterliche Hitzen 
nvildet, ii±ot 63 hier nacn ein paar Ta^en Tauwetler wieder fuerch- 
terliche ICaelte^ die aber bei der ueppi^'^n ^entralheikiuaig der 
•laeuser i/eni^; anliaben ^lum» 

Bitte i^ib Ilachricht, was jju veranlasst hc\8t« Mit 

hersxichsten Gruessea 

Dein 



^^ 



• Intrator iöt fuer uie hiesiße Boerse unentv/egt flau, wmit er 
oifciier recht gehabt iiat, dagegen fuer Ar£;entinxeii (w£*s die $ loans 
betrifft) weiterhin fußt. Ich werue mir daiier eoi:;ax^ jetzt noch 
v^V-ma daJiukaufen* Die hiesi.-io Poerse h;-ib<r ich '^um üluück nur mit 
^ax^tiüster Voisicht beti-auhtet« Idi haha dadurch nur gerade eine 
Kleinigkeit verdient, aber uie meis^.en Leute haben in den let£- 
tciii J.'cnaten viex Geld verloren« Was hast Du eigentlich gemacht ? 



• wf ^ 









F.U. 



l.Jaermer 1940 t 



• ^ 



Lieber ArturOf 



Ich wLil Dich vor Allem veretÄencLLgen, dase Kauftaanns 
vorgestern frueh hier angekommen sind. Wir haben sie beim Pier 
abgeholt und provisorisch in einem Hotel untergebracht* Die 
Angelegenheit dauerte, bis sie install^iert waren, von ^ frueh 
bis Se abends« Aber ich bin froh, es ist Alles gut gegangen, 
die tjeberfahrt war nicht angenehm ii^ der 3.Klasse, aber ohne 
Aufregungen und sie sehen nicht z^u schlecht aus, sind auch 
seelisch 4nd geistig in ganz guter Verfassung*. Bis Paul einen 
Beruf findet, wird es wohl noch laengere Zeit dauern, weil die 
* Erwerbschancen hier ja miserable sind. EUer wird sich Bertha 
mit dem Oblatenbacken etwas verdienen koennen und Suse sollte 
entweder einen Freiplatz in einem College oder, was gescheiter 
waere, einen Posten finden. Sie hat ja in Wien allerlei gelernt. 

In der Uebergangszeit werden wir die Familie versorgen 
muessen. Nach dem was mir Paul sagt, haben sie im Ganzen 120 
Doila* bar mit und einen kleinen £ Betrag von England transfe- 
riert zu bekonmen.. Wir hatten Ja die Absicht ihnen bis zu Suses 
ßr-werbsfaehigkeit monaU. 15.-. -:Q zu geben, was - zum alten 
Kurs gerechnet $ 70#- entsprechen wuerde. Davon koennen sie 
beÄreiflicherweise nidi t alle 4 leben. Ich stelle mir vor, dass 
man ihnen das plus, das sie zum Lebensunterhalt ^^«^^^^«^» ^^^^Incfc 
sagen vorstreckt. Waip:*scheinlich werden sxe im Monat l^o bis 140$ 
brauchen. Ausserdem werden sie noch etwas brauchen, um sich zu 
installieren, Freimachung ihres Lifts u.dergl.. Auf Stellung der 
Oblatenbaeckerei u.dergl. Ich wuerde Paul, der do<.h ein anstaen- 
diger Mensch ist und deshalb nicht mehi: ausgeben wird, zunaechst 
einen runden Betrag als Vorschuss geben, von dem 70| als l.onats- 
rente fuer die Kinder gelten, und was er darueber hinaus ausgibt, 
wenn und wann er es kann, rueckzahlbar sein soll. Wenn Du damit 
'nicht einverstanden biet, erbitte ein kurzes Telegramm, evt. Night 



^ -L'.: w 



- ^ 



Letter. 

Bei dieser Gelegenheit moechte ich Dich um eine kleine 
Ueberweisung auf mein Konto bei der Cl^ase »ational Bank of the 
City of New York, 57th Street Branch, New York, bitten. Die 
Verrecimung stellt sich folgendermassen : j 

" Kestgutliaben Itt ^meinem Brief vom 18.X. : £ 6.17. 8 



" r 



l.XI. Herniine 
Heddi 

1. XII. Hermine 
Heddi 






£. 30. L. - 
£ ö.i. f 
£ 30.1. -. 



io 



^X. 



o 



•^ von 



.or^ 



£70.4. - ■■ • £ 35. 2. ■> 



somit schuldest 'du mir bis inkl. Dezember 1939 £ 28 4. 4 
d.i. ca. $ 110.— . Fuer die erste Woche Hotel habe ich 

^ 18. gezahlt. Wenn Du mir zunaechst rund 



-$ 500«- schicken vmerdest, waeren vd.r nach meinem 
Ueberschiag bis Mb± inkl. Aprii nach meinem fiuechtigen Uebex^ 
schlag gedeckt. 

Von uns wenig zu berichten. Annie hat Diri^a auch 
erst neulich geschrieben. Das ganze jetzige Dasein freut mich 
nicht, aber was soll man machen. Das Leben unter den Emigranten, 
von denen die meisten noch keinen Job, oder nur einen sehr 
inferioren, schlecht gezahlten gefunden haben, diejenigen, die 
«etwas mit eigenem Kapital untemonanen haben, zumeist nicht 
reuissiert haben. Dabei kommen immer weitere nach, deren Lage 
und Außsichten womoeglich noch schlechter sind als bei den 
frueher gekommenen. Die paar Amerikaner, die wir kennen, sind 
auch nifet auftHunt^rnd. Die Kachrichten aus Europa wenig er^ 
freulich.- Aus Jugoslavien bekommen wir jetzt endlich etwas 
Dividenden transferiert, aber mit riesigen Spesen und zu mise- 
rablen Kursen. Das Schicksal der csl. und oesterr. Bet-eiligun- 
gen ganz ungewiss, ich kann mir auch nicht vorstellen, was wir 
damit einmal werden anfangen koennen, wenn der Krieg, wie ich 
doch immer mehr glaube, schliesslich (uhgewiss wann) mit einer 
Niederlage Deutschlands geendigt haben wird. Dazu die Spannun- 
gen zwischen Felix einerseits und den Anningers andrerseits, 
wobei mir vor beiden Teilen miess ist. Ich schreibe Dir das 
Alles als Neu Jahrsbetrachtung, w€t 1 Du Dich immer beklagst, 
dass ich nur Buchung sbriefe schreibe.- Sollst Du sehen, was ich 
Dir vorenthalten habe. Da -Du doch genug aufgeregte oder depri- 
mierte Briefe -zu lesen bekommst, hwioe ich wirklich gedacht. Dich 
mit meiner Misstimraung verschönen au sollen.Und etwas andres 
als missgestlmmt, kann ich bei unserer gegenwaertigen ungeklaer- 
ten Lage doch unaoeglich sein. Mi sage stimmt , aber nicht ver- 
zweifelt. Denn zu Verzweiflung haben wir gottseidank keinen 
Anlass, mit einem Bankkonto, mit dem ich wenn^s sein BBuevSSte, 
bis ans Lebensende auskommen koennte, und die naechste Familie 
hier und gesund. Dass die beiderseitigen Schwestern zwar unbe- 
helligt, aber die eine in Ungarn, aie andere in Jugoslavien sind, 
traegt, wenn ich auch fUer den Moment keine Gefahr in diesen 'he- 
genden Europas sehe, nicht zur Hebung der Stimmung bei. Emigran- 
ten sehen, europaeische Post, englisch studieren und Zeitungen 
und Zeitschriften lesen beschaeftigt mich so voia.staendig, dass 
ich nicht einmal zum Buecherlesen oder in ein 'rheater komme. An 
Etwas Hier Anfangen, daran denke ich, wie ich glaube, mit Recht 

vorlaeuflg nicht. 

♦ . • • - - ^ . 

Und damit genug von uns. Wir haben uns gefreut, aus 
Deinen letzten Nachrichten zu entnehmen, dass Du Dich in Buenos 
gut befunden und scheinbar auch etwas seelisch erholt hast. Das 
ist sehr gescheit. Denn wenn man keine persoenlichen Sorgen hat, 
darf man sich nidit das Stueckchen Leben, das Einem vergoennt ist, 
noch durch -Betruebnis ueber die allegemeinen ^eitumstaende ver- 
gaellen.' Man madi t ja damit nichts besser. Ich waere froh, wenn 
ich die lloeglichkeit haette, Deinem Beispiel zu folgen und der 
Stimmung der Umgebung etwas zu echappieren. Hoffentlich wirst Du 
• 68 im neuen Quartier bei persoenlicherer Fuer sorge auch in Monte 
besser haben und guten Ersatz fuer Mme. Arecco finden. Mit 

herzl. Gruessen und besten Neujahrswuen sehen Dein getreuer 



.:,:,• *,^ 






per s/s Argentina 



Buenos Aires 22 December 1939 



Liebste Annie , 

Das Signum laudis fuer Deine letzten 
lieben in kurzer Aufeinanderfolge eingetroffenen Briefe vom 30/11 und 
per Luftpost vermutlich vom 14 ds. Letzterer brachte mir auch der i 
Hermine Zeilen vom 26 November. Ich bin au fond froh daraus zu entnehme-i 
dass nun ,wenn nichts dazwischen gekommen ist, die 1 Kfmns am l^'f^ fff 
Vollendam nach dort abgefahren sind und halte ich die Daumen, dass diese 

Reise nun ß^luecklich vorbeigeht. ^ . ^ 

Heise nun S^^e^^ ^^^^ ^^^ i^Hermine verschiedentlich Trost zugesprochen 

nnr^ TVir ffpsapt dass'es ia aas Schicksal aller tuetter ist. sich mal 
von ihrefSd^rn Lennin zu muessen.dass Berthas Familie gluecklicher 
Jeise ausgezeichnete Stuetzpunkte und Ratgeber in Euch und dem Docenten 
haben wird und dass ich sicne. bin.aass sich ihre 'A'ege drueben rascJaer 

äneS JerdeSils sie glaubt .auch den ^i"<i^-\B^*^^tLf F^e??e'F?ftz und 
nunfisvolle Zukunft winkt .das ja fuer alle schwierigen Paelle Fritz und 
?ch auch noch da sind .sie also zuversichtlich sein darf und sich 
nioht das Herz abweineA und abessen darf. Sie muesse auch dran denken, 
ui ein ?Sef traurl'erS tos hunderttausende andre unsrer Leidensgefaehr 
w hSbli Ich hSff e meine energisch zusprechenden Worte werden doch 

W rkuns geh-aS hfben. Dass der Ibachied --S^j^^^/Z^ISif ^^^J^'J^Jf" 
mnc,o vonn ich auch von hier aus mitfuelen. Ich hoffe Heddis verstana, 
Sk^'un^Liebe i-erdln ihr ueber die ersten Tage ihres Abschiedsschmerze 
hinweggeholfen haben.^^^ ^^^^^^ ^.^ .^ ^^^.^ ^^. ^^^^^ft Euch, und _k_ann 

man s ' '^ 

s?uftSnre„°ä"n;n'S;geL"irer;u Iä.re;;;5irer"fue. riohtis-haelt und 
H"r^L^k/e5^f?Snr.?e'nnt!.liSrLcrär„rSS'.;rEeSeälc.en 

Check dort "'^«^«i^%i^/S^J;,, 3,ets sehr willkommenen und imuer interes- 
santen Berichte einen Haendearuck. Du bist halt wieder Jetzt. wo) Du 

bruecken ^^-'^^^'%l^lll^%l^\,,^ eine Karte von Gitta ein.mit paar . 

1 Porten von ihr die sich mxt Becht schuldbewoisst, ob ihres Mchtschrei- 
1 Porten von inr.aiebi^x Darnbacher.dem Reise 

"'efaehr en'p^i s?'SrhasrSu ^ie ja in der Z--.enzeit schom besucht 

Snfberalles Bericht und ^^^^^^'^^^^^ I^^S und ag 

noch ^"^^^^^^^^'^-K^^ii^^erDass er so allein .weit von allen Freunden u 

« 1?^;^; k^i nP zu lusti-'-en" Briefe schreibt, kann ich mir 
insbesondere von Euch keine zu J-"st.i^en^^i>x _ ^ ^^^^ ^_^^ Tr^i 7.ufi«riokei 




reu 
ncmrvuirRÖb'ert'ist.. Im Gegenteil es sollen in diesen Kamps 

reckt aesolate ^-^-^iSi-Jcht^drss^e; in seiner Gegend jemals brenz- 
Uch werden ^-nnte sein Aufenthalt d^t -n diese. - ichtspunkt^aus.^ 
scheint mir also safe, follje jemals aus nx^h^^^^^^ ^.^ ^^^^^ ^^^^ 

Tel uii n5 h^Sl ft^fatur?:rf sein,darm koennte er zum Abwarten seine 
E nre!se nach Uruguay - was mir sehr sympatisch waere - oder die nach 



W.ner 



fuer 
Argentinien ins Auge fassen.wozu ich bemerken will , das s" Uruguay auf 
r-rnnri der ueblichen ordnungsgemaessen Papia-e *■ <.„ + „„ 

Ltcen ein iinerhalb eines Jaiires in 12 Monatsraten ruedVerguetetes 
DeoSt von Pesos urug 5000 und Nebengebueren von cca Pesosurug 750- 
Depot von ^^^^^.^^ legenwaertig- durch i-eute.die ich Jsenne, erreicht 
werden koennte und dass fuer Buenosaires ein Turistenvisufli ge^enwaerti 
■Fmpt- Pesos arg. 2000 vielleicht herauszuholen waere. , 

luer couD fe ^^^^ Argentinien ist momentan die Sacne etwas unsicher, 

da man bei der Direction der I;migraccion auf einige Unreä^elmaessigkei- 

ten der Beamten gekommen ist und Untersuchungen im Gange sind. 

.ten aer o^a ^^^^^^^ Richtigkeit Deiner Anregung was meine Buergerpapie 

re betrifft bin auch ich ucberzeugt. Aber auch diese Sache muss mit 
a?osser Umsicht bearbeitet werden. Es ist vor Allem ein argentinischen 
Konsulat le-alisierter Gefeurtsschein noetig.welce Legalisierung ich 
n?Sht -SesitSe una studier! wie mir den nun beschaffen kann allerhand 
Sachweise. dass man eine Anzal -ahre hierwar, muessen geschaffen werden, 

dass man kein steuerpflichtiges Einkommen hatte etc . 

dass man Ke p.^ ^^^^ ^.^ ^^^^^ ^ ^^^^^^ liegt. so glaub ich, 

Hflc^s ich letzt so lange ich diesmal hier bin selbe noch nicht in die 
rtchtiSen Wehe leitJn kann . Dies wird wol.wem es diesmal aus technisdw,, 
SiSendirnJcf nicit geht, auch ein ^üe.enstand meines naec.sten Besuches 
hier sein denn die Formalitaeten aauern 2 bis 3 konate und jetzt, 
Se^ lie grosse Hitze beginnt mich hier auf das Warten einzustellen wo 
T^rdoch in dem viel angenehmeren Monte meine neue Wohnung habe ( Du 
wÄsTia Ls dies CallIjosi_^llauri 885 ist,- scheint mir doch nicht 
!!^!'L^;n^^n. Au. h Lb ich mei ng^£r-t?-d'identite erst vom 11. ^ov.39 



ganz raisonable. Auch hab ich me: ^ ^ . ^^ T,„^tPn 
llanche eagen.dass schon aus diesem Grunae etwas Warten 



am Platze wasre. 



Gerne und wie gerne haette ich Dich und Fritz fuer alle Erwaegungen 
an meiner Seite. Edelsteins und Flegen^ieimers sind seit einer Wa.che 
auf -rholung.Srstere in Kar del Plata letztere auf ihrer Estancia 
doch Briefe erreichen sie auch weiter ueber die Safico die Jetzt 
im eigenen Wolkenkratzer .T^v^ifinin Safico. Corrientes 456^m_^21.1tock 
?esidie?t. Immerhin bearb^ItF^ich meinen Fall weiter, werde aber 
denklich mit Ablauf diese Monats B/a/ verlassen und mich nach Monte 

begeben. Hoffentlich kann Lutz in dug bleiben .wenn nicht, bin 

ich immer zur Beratung und Kithilfe da. t • i *. -^^t 

Kof entlich klappt Emil. Sache bald. Was Lix betrifft, 
schreib ich ihnen immer, er moege rac:.ten vielleicht einen Platz in 
eiren auciliary service ,wie Depot, Magazin ode. sonstigen Amt^Jc. 
zJ bekoniSen,da er doch schliesslich engl- Frajnz, und Schreibmaschine kann. 

Da der Vollenaam von Southhampton abgieng,sind js seine 
Chancen fuer safe arrival viel viel bessere als fuer die meisten der 

anderen Wege. ^^^^ Hellas Adresse danke ich Dir vielmals,hoff entlich 
kla-jpt die Sache mit der Ueberweisung der ihr zugeaachten RM 500 , 
we--en Leo hoff ich mit Euch -das Beste ^ ■ ^^ 

Von Stefan hi b ich momentan ke^ne neueren Lachrichten, 
hoertet Ihr was von ihm? Ich freu mich, dass Ihr mit Liese una -eszoe 
so --ut in Contact seid. Gruesst sie von mir ,v.as vielleicht schneller, 
da Ihr wol viel luftpostlich mit ihnen verkehrt. . -, , • ■ v. 

Der Fall Admiral Spee liess uns sensationelle kriegerisch« 
Handlungen miterleben. Dieser Tascher.kreuzer und der Golumbus sind wol 
ein harter Schlag fuer das Reich. Doch leider rueckt hiedurch das 
Kriegsende nicht naeher, Deine so verlockenden Plaene wenn es mir geM- 
.en sollte, Euch einen Besuch zu machen, wuer den mich sehr reizen . Hof- 
fentlich koennen wir dieses fesche Programm mal verwirklichen/Unsere 
.^emeinsaine Reise und vieles gemuetliches Beisammensein ist weiter bei 
mir in schoenster und bleibender Erinnerung. Nun grues^nd bewillkom- 
net inni--st fue^' mich die Neuankoeramlinge und Euch frohe Festtage und 
klles Gute fuer 1940 mit den innigsten Umarmungen von Eurem 



Viel Liebes meiner 1 Gretl.sie carf mir auch schreiben/ 




Eure 1 Insulinset-dung ist nun, wie mir mein Preund aus Mo 
schreibt, eingetroffen aoch nicnt ausgeliefert worden und 
Vorladung zur Zollbehoerde bekommen ,bei der ich bei mei 
in l'ionte vorstellig werden werde una sehen werde, was sie 
Schade, dass Eure Beauftragten nicht die Sendung in 2 Due 
ohne Wert recommandiert expedierten. Das kleine Packet - 
es kam als solches, zog die Argusaugen der Zollorgane auf 
nun wird man wahrscheinlich mich Zoll zalen xä lassen. wo 

Sei es aber wie es sei, vielen Dank fuer Eure S 
werde ich nach Erhalt noch weiter hieruebcr berichten. 

Gitta ist wol bei Ankunft uieser Zeilen noch bei 
Euch, Der Goere(frei nach Herli) einen Backenstreich/ 
Hoffentlich koennen Peters u Scepesy in V/. bleiben. 
Aus Genua komiaen auf ruhig abgestimmte Berichte. 
Frau Avdie sich Euer^ in jedem Brief erinnert und 
innig gruesst^moechte ebenso wie Pippo und 
seine Schwester, einen baldigen Frieden. 

schli essen uns wahrlich aern Wunsche an. 
Auch an Anningers jung u. alt viel Liebes. 



ntevideo 

hab ich eine 
ner Rueckkunft 

sie wollen, 
ten als Muster 
ich nehme aifi. 

sich und 
llen. 
edndung und 



^;^'ir 




-mmmtmmoA: 






Kew York| 6aJaenner 19«0t 



-xioqöÄTno.^ *^ff. 






a£^.i;w' LiibS^ ^S^J^eS"^ ^f^^^"^^^'^^ /^ol^ll^L^ ..,, 



■V 



oQ 



n9>iriZBe II 






-f^äuG ^ü>tfiTOq 



6a^a'ii:^ x2I^^ .a^JiöX^e^i..». .1.218 ^ib xil-^nj e£.^.,,v/är;u 



^LiIHaT 



I «uaeb-m eohviovr ^v^noü ovfBu-rn ,^>(^^..ro re- 
ich erhalte einon vef*zw^if^£^Wh AlMaJlßridf von Hella 
noV .. Si^lineider mXl ^iner Beilage fu^r Dica. die ich tuibei weiterleite* 
leö a0B '. Waö soll ^cii tunj^. ;j^l^ Uab* heute'^ noch keine Geiegehlieit gehabt, 
•>^'xsxn *JIe/e. mich au; jnfoimiereni'pb Chile uelJ»rhaüpt geht, aber wenn nicht, 
nexriem l wacre ja Bolivii$i.oaei:; 6i?i, anderem Land wahrscheinlich zu haben. 
leJb äÄj-s^^«^ ^"t* «e e^ixien Sia:ni| fXitiifhurid^irt Dolldtr edei^ n(lch mehr hinzu- 
lifsm j-flbl legen und dann koennea diö teüte nicht auareieen und das Geld 

ist verloren. Wenn L4ö fein normaler Schuti^iiaftfall waere die 
Lage ja anders, luine Bekannte der Schneiders in Antwerpen, mit 
der Hella in Kor.-espoi^denz steht, hat ihr, wie sie mir selbst 
schreibt, das Gleiche" gesagt. 'Ich k^nn mir nicht helfen. Ich 
moechte sie wirklich gerne draussen wissen und wuerde es mich 
auch etwas kcBteii lassen, dasfi Hella eine Vlsunisbewilligung vor- 
weisen kann, nur da;uit sie eher davor geschuetzt ist, nach Polen 
gehen zu mue ssen. Vielleicht erkundigst Du Dich unten und kannst 
irgendeine Visuniszusage fuer Schneiders bekoimüen, die nicht viel 
kostet. Ich bin bereit, 100 $ fuer diesen i^weck k fond perdu bei- 
zusteuern. 

Ich gebe Dir jedenfalls die Personald^ten der Schneiders : 
Leo, ö^b. 12. Aug. 79 in Jusczyn/Polen, 2.u8taenaJg Wien, Eltern: 

Kennann Schneider, ssk^xtkxXX gest. 12. IX. 1924 

Anna, geb. Schanzer, gest. 10. IX. 23 
Hella, ^eb. 10. Aug. 87 in Pisek, Boehmen, zust. Wien, Eltern 

Moritz Weill, geb. 5.V.49», gest. 16.V.1900 

Erna, geb. Ebstein, gebe 24.IV.61. , gest. 31.1.29. 

Ich ueberlasse es Dir zu entscheiden, was geschehen soll. Ich stehe 
wie gesagt mit bis zu 100 $ ^ fond perdu zur Verfuegung. Zwecks 
Zeitgewirxns bitte ich Dich, falls Du etwas machBt,von dort aus 
gleich das Koetige zu veranlassen und mich jedenfalls per Airmail 
zu versuaendigen. 

Kauflttifcjnns habe ich zur Beruhigung (etwas eigenmaechtig Dir 
vorgreifend, aber ich glaube, Du bist einverstandenT zunaechst 100$ 
in die Hand gedrueckt und gesagt : 70 $ monatlich sind fuer die 
Kinder, was Ihr darueber hinaus braucht (ich scljaetze, sie werden 
auf etwa 120 $ monatliche Lebenskosten konimen) ist ein Vorschuss. 
den Ihr wenn Ilir koennt, zurueckgeben werdet. Paul war jedenfalls 
anscheinend sehr angenehm beruehrt. ich hoffe ja, da es Hertha in 
absehbarer Zeit imstande sein wird, etwas Geld zu verdienen. Bei 
Paul bin ich leider weniger zuversichtlich. Ich habe ihn einem 
beft^eundeten Exporteur vorgestellt und der wird nachdenken, wohin 
er ihn mit Aussichtbauf Erfolg weiter empfehlen kann. Sonst kann 
ich, der ich hier wenig Beziehungen habe, nicht viel fuer Paul tun. 

Peters : bitte sei so gut und sag seinem Neffen, dass F. 



.0861 •ienii©ß\..o fA'ioY wsK 

we^ ter ohne Nachricht von ihm und beunruhigt ist. Er schreibt 
mir unter ll.üezember, daBS ueber seine Veranlassung Felix an 
?JSenLm telegraphiert habe, Jedoch noch ^«J."« A^i^^J^J^^jJ: 
ES waere vielleicht zweckmaessiß, wenn Herr F. seine Korre^on- 
denz an seinen Onkel per FJ.ugpost an Fellx^Ädressieren wuerde 
,,nrt «nt,.rde Felix die Briefe weiterleiten. Felix Adresse ist i 
SionSko Drust " Smace Tvomice Predenja I Tkanja Pamuka, Duga- 

.oJiaX-isJxew ied.w {J^'Ä-I^^^^^^^j^^f -^^^nf Ät^ir''b^^^ Ü'ge'-H«6hH.«hten. Von 

,cfdflries ^^■'ii^'U^l^Z'^yL^^^ ein nitter vergiiuegter Brief aus der 

.A'.5^;".^ ifSafrfk'sSfcfs? il ä^ <ir^«LV:hier herrschenden Kaeltem^^^^ 
•aöo^n u^ ' ir;-.r.di^ «nfflutet. Euch im "EoctieoimrÄr zn wl^t^en). Hast I)u meinen 
bxeß a-^^Brxef. vcp Feujmr.xeg crim^u^^^^ ^ t^^^ß*?.eiteiv nicht mehr 



J-anm^:?! bau nf)yi'au .ioJ:CI jjü Jagxbnur^i.*? vj/iOi^^ItsiV •xisv.i j.>um jj^ aaiivg 



leiv JxTola sxL 
-iecf jjb*ieq biiol jJ \oevf-^ iiaaeib '\su" S OCx ^^l^'^i^o 



'3 xV üixxbbjid^j'ix 
•i>ie>j-?^ Ja ij.>: 



ai»bx@nrlocJ isb creJ-'-'bXsnja'ia^ ölb eXXe'iaebtij^ *iia 6dea aol 
:mj5J"Ici ^nöxW ^x^neiiJöxf.^ ^aelo'^lViH.-suiiui::? ax ^V •^^jJi\#l^x ..leg ^ou^u 

ii'ieJ'xa |i"it?xW' •Jrtü.ji ^atjiiui^od |Xöax^ ^^x VS •'3ijA«0I »Jr^^i (blxöH 



Ü 



^rföJ^a rfol »IIoq aexldiio/^ejä 3aw ^at^bkeilosJ iit> Jc^ ixö ^^^ vcidjil'ioübij ^. _ 

Q.>[5)f>w'^ tS^^ajyai/t'pjv 'iJLfS ubisq ijiiol t? $ OOi u^ aicf Jim (ii^ti^^if^ öIvv 

auß Jiob aov^JBilujüii a^wJ"© x/ü ciljj/i |jiüxC s'ol. sJjxci auiii«vt);^Jxr^3! 

JLx/Si'i'txA i©q 3xj.ii*xaouür, -iUxm oau a-' r3xa/i").^v u^ c^^xJooTI ^;ijj.> iloit?!^':^ 

•n'öijibaijiiv«a'j.öv uc:i 

'itQ p^xJ-rfOÄsmxxi^xxe aswüay ^ij-^^xiiui6iü "cui: aoi •3J'iSiT axia*^jtixjö}I 

$001 wfarfoe^saJLfs (aaiJii^J"rt'i9viixd J-aicf uU (eJu^i'«^ jfüx lacfa ^baoliei^r^^v 

exb lei/l: biitö ilöxIJ-öaoMi $ OV : J^^riasa bau J^^eu'tbea b.iöJI oxb ni 

nabiew axa ^^^jj-oöilufe ..ul) ^lious'iö ausniil löJt^xrisb ixil aßw ^'lohiilA 

^aaurioaioV axa »tax ( a^:j »VuHo^L aöJ"do^aaecf^uI euoLl^^aoin $ CSX js.vja luß 

aXXÄlnabat ib'v Xus^ •J^^uiew .^iMB's^AOir^iu^i ^j-a.aao>I '^il mM^n 'idl ii^b 

ax ßrfJ-iaS aaßb ^a^ e^lioxf iiol •J^ilaxned uiilan'iv:;nB 'irtaa bas^axöxioaaß 

xaQ •xianaxb-isjv u^ bXoL atiwc^e ^b*ixv/ niaa •t^bnjtiiaiTix sMaS la leüaaÄCfß 

mania nxix sößd a'ol •xluxXJ-ibxa^övas laiixaaw lebxaX xloi xxxd lua^ 

nxffow |na:^nebrfoön b'ixw cjb bau J-XXaJ'öay'xov ixjaJ'*xoqx3. aaJ'ebxüJe-x'iacf 

naß^ Jaxio3 eaar^vi aäXas'iqmotaJ-x^w ^XDlitl 'iUr:':iJxloxaäxjA ^'hn iiäl -le 

•fiuJ- Xua4 laxi*! Xhxv 'i'oia iscföil aeaxxixxfaxsaa '^lne\^) lairl aoi 



/.[.> 



jj. 



SL aaßb ^aatlaH maaxaa ä^^ ^^i^ ^^ *^3 -^^Q eJ-v^id : aiaJ-a^ 



Per ß/^ TTrun;u?.y 



"^-uenosoires 5 December 1939. 



Feine liei.iöte Annie, 

Auf ineinen -^uf toostlorief von 10 "N'-ovenher f:teht 
noch ^ure Antwort aus . Inzwir.chen hr>lj ich t^estern .?ritzl I.Zeilen vom 
l.Y.r. ■bekorrunen und öanke ich Euch viul::als fuer die Insulinsenaung. 
fuer deren Inenofani^nahme ich schon die ^VeiGun:^en nach Fontevideo iS^Lie- 
hen habe, ^.o traegt Ihr audpar distance zu meiner riesundunp; bei. .- itte 

<>^':ebt mir Eure Kosten a.uf. • , , ^, . . . .^^ 

Aus Pauls Luft .^ostbriefen weiss ich schon, ar. s Ihr raal mit ihfn 
zusammen -art. Ihr werdet sicher gestaunt ..aben-wie sich der JuriL^e _ entwi- 
ckelt hat . ^: scheint mir ein ganz .latenter -erl. Er wird auch, wie er 
schrieb, ^itta besuchen, . -^.^.ine ^ieise quer durch die tt^A ist sie. er fuer ihr? 
mit all dem ^»;as^rdort auf aen ihn interesieren.ien r^.ebieten lernen und sehea 
kann wer tvüii sehr instructiv. Uebereinstim-iend mit Deinen 1 ?>ericnten sa^4 
auch er deos Ihr fast zuviel in Emigrantenkre i sen drinn steckt una ist 
das wol'-bei aller ^erzensguete ,die Ihr damit Euren alten "^reurden be- 
weist und denen Ihr auch in moralischer ^-^insicht eine rUuetze sein 
wollt p la longue ein kleines Handicap fuer di ^ Erreichung _^.urer Ziele, 
diP viellpicht ein ^T-ruendliches dauemdesr Contactnehmen mit den* dortigen 
lieh lien-enden boden^t^^endigen Treisen eher bedingen wuerden. 



7as "^ritz mir ueber die 



Hoe-Q-lichkeiten einer Einreise fuer lutz 



nach ^"'^rasilien sc 



■hreibt ist ja wirklic}. fantastisch. 'Ich . ab Euch ja 



ueber die Moeglichkei ten einer Emre 
in meinem vorerwaehnten -L-uf t oostbrie 



eise nach Ar^ie 



tinien und nach ■'Ihile 



f berichtet und hoere gerne weiter 



von ^iU 



ch 



ob 1 



ch solange ich hi^jr bin,ir 



in 



'j. 



tv:as fuer Lutz in diesem 



\ 



inrie tun 



ka n. falls Euer brrsi 



lianischer Bekannter mit der Einteise- 



Ö"-Lichkeit auf "^-asis Anstellun 



m. 



bereits meine 



' o "»r 



n r 



vorsagen so 



Ute. Ich hrbe jetzt 



e Ceiula d.i. die ^arte d' identite fuer hier bekomjien, so 



da' 



ich. wenn ich nun, was m 



d-r zweiten -^i-- elfte December der ^c 



ai 



ein 



lach T'ontevideo returniere, j ed'erzei t v/ieder ohne v eitere 



wird, wieder x , , . . . 

Visa und sonstigen Eorualitaeten nach hier einreis 



en 



KV. 



avx 



X • 



In neir.er hiesigen x-^ension 



bin ich gut aufgehoben .Ich hab- ^ 



eine ^er^sse ,die in den 



y\ 



errlichen schattigen Park unseres ^-auses g 



^r^l 



eht 



vor= der 



;.u 



s ich Dir eben schreibe 



Ichvc^fich weiter viel engaged und und 



komme meis 



t nur dazu eine der beiden -^alzeiten zu na se zu nenm.en 



Au 



Cambrid::e habe Luftjost unc 






ch .-estern ausfuehrliche 



ehnlicl-e Briefe von Termine unu aeren 



gewo 

se d 

dige Beise 



ajiilie 



• . 



Die Risken.die die ^>i- 



er kaufmanns heute beinhalte t. sina 



wirklich nicht gerii.ge 



Die notwn- 



London^ Rotterdam 'ist ja ef ectiv heute lebensgef aehrlich. 



Fermine s 



oll darueber ungeheuer aufgerei 



t sein und ds sie nocLi immer mit 



a 



en l-'^erven recht down ist,dauerna w 



einen. Es ist mir nicht einmal klar, ob 



sie 



unter diesen kritischen Umstaenden a 



ie -t^eise jetzt antreten weraen 



Von einem :iat geben au 



f diese Distanz kann natuerlicli keine -^eoe sei 



n 



Das Verfallen der aj^.ierikani sehen 
sehr TTnangenehi 



Einreisebewilligung waere natuerlich was 



n 



ach drueben mit ei 
hollaehdi sehen Nor-a 



nes /"Andre -seits weiss ich nicht ob es ''^ege gibt, die Reise 
t einem kleineren Gefa: rencoef f icienten zu macnei.. Di- 



n 



erika Linien wo 



au: 



ihren Paefen.ihre Dampfer au 



llen nun, wegen der Risken der ^alirt 
Genua auslaufen lassen ..doch wie komi^it mi<>^ 



a.u'. London dort hin. Lauter Probleme 



sma 



Ich nehme an, aas s 



die von hier aus nicnt discutierba.r 



?aul^'und fi'ertha mit Euch in Gontact und sich uebe 



a 



lle auftauchenden fragen mit ^uch beraten 



\ia s 1 na .^ 



vere 



auch 



sint Meldi und Hermine fuehren di^. 



irtscjia.it 



11 



n 



lle in •'1an')rid.;;;e 
an hat, da die Finder 



''" o 



sind, 7 Fuender zu s 



to )fen.Lix hat leider kein j ob gefunden ,fast 



mo 



echt ich glauben 



dass sein ^»-^angel an 



Iniciative daran schuld, denn ir- 



•cridv/as mu 



sst er doch leislon 



:0 5nnen. Apropos, was 



hoert Ihr von Ernst 



Gl. konnte er no 



ch nach ^^rch einro 



isen und wo ist er jefet? TTnd :^-erlinger 



^r' 



le 



i-v 



e-' t es 



ihm 



IT 



s ist ja sehr schoen,aass 



mi 



n ihm die Bewep^-ungsf reihei t 



im De ^artement Äuvergne 



olassen hat. Arbeitet er an der Erage des ^'inue- 



berkomnens u 



n 



d wie stehen ^s 



eine Chancen und will er nun das Risico einer 



Seereise 



nacli drueben laufen 



Alld^dinp-s \^'enn er mit eirieii amerikani seilen Dampfer fuei.re, vaere diese risks 

niclit ^Fiv zu hoch einzuscliaetzen, besonders, "^^'enn er von e ' ncn atlantischen. 
Hafen aus fa ren koennte. "^r hat sich siclier in'Auriilac manche freunde 
geschaffen, so dass im dos Alleinsein djch nicht gar zu schv/er ankommt. 

Heht Ihr in der dortigen ]?rage des Aufhaus irgend etwas ,v/r^s 
"Euch zusagen vmerde? .Hatten 7ritzer:s Reisen nachdem Sueden ein hefrie- 
digendes -^"^esultat. "^as machen Anningers. 'Vie hat sich Herr Otto sein Lehen 
eingeteilt und "'ajn Robert und Viky was tun sie? Bitte Allengbitte) meine 
freundlichsten Oruesse zu bestellen. 

'7as Lutz be rifft, so glaube ich,dass seine Chancen in 
Suedamerika au fond nicht so schlechte, wie all die der andern Emigranten 
waere,die meist ein Fachwissen - if any- haben, das hier nicht zu verwert^-'i^ 
ist.waehrend in diesen "^aendern ,v/o doch schon mit Hinblic:-: auf die eur--o- 
paeischen Verhaeltnisse' die Industrie in einer steten l^'ortentwickelung 
ist, das TTnterkommen mit seinen ]?ach denklich niciit gar so schwer sein 
muesste/Vas fuer Bcr..ci.te habt Ihr aus Dug, Besteht iran dort auf seine 
Abreise mit Ende dieses *^ahres? r 



;r ,den waiirscneinlichen Ausgang die 
:rlich auch hier ueber guesswork nicht 



Ueoer die i^aue: 
traurigen Ringens koi^imt man na tue: ^ 

hinaus. Eines scheint sicher, dass fuer Hitler das agreement mit den Hoviets 

eine grosse nicht wiedergutzumachende gaffe war ,d.enn wie man sieht, nuet- 

zen die Bolscheviken die ihnen gewordenen Vorteile ordentlich aus und 

suchen sichtlich den ihnen lang verstellenden "/eg zur Erreichung der Telt 

revolution,nun*die Situation benuetzend, zu betreten. Die fuer das Reich 

durch das Vordringen Russlands entstandene Lage ist d.rect absurd . Hitler 

muss nun bonne mine a mauvais j eu maciienl^rird sich das deutsche "^olk nicht 

doc^ letzten Endes der '")ackgasse, in die es liineinmanoevrier t wurde, bewus st 

v/erden? '-'as meint man bei Eucii ueoer die Lage? Das Gespenst einer wei- 
teren Doilarabwertung ist v;ol durcii die -^a^;e wieder entschwunden. 

Von Kobs habe schon '' :^onate keine Nachrichten ich weiss nur , 
d'ass ihr^der radame Docbuer, frau Arecco in gleichen Sache behilflich war. 
wie seinerzeit mir. "^rau A. gibt regelmaessig K^.chr'icht , das' lieben sei wo 
fuer ^'-anc/ies teurer, aber so' st nromal. Sie gruesst Eucli stets und interes- 
siert sich fuer Jeden der TTnsern.^legenheimer sind aucli "'itbesitzer einer 
^stancia geworden, fiun gelten sie riit den "^"indern als sumerstay mit den 
Kindern auf einige T'onate hinaus Edelsteins gehen ajn i5.ds. nach T'ar del 
Plata dem mondaenen i3adejlrtz Ar;.,entiniens. Flegs und E.s grues-sen ^uch 

her'zlichst. 

Deine guten Ra_.)_^jorte ueoer die Kinder freuen r-iic]. sehr . 
T'^an darf gar nicht' äaran denken"^ welche fast unueberbrueckbare Hindernisse 




das 



Ter-^ain7(iann wuerde es mich docJi d-^zu treiben, meii.en 'Wunsch ^ucli wie- 



derzusehen, zu erfuel len. 



C 



!'^it "^^errn 7 eu ermann, dem ^"effen Peters #bin sogar von hierau 
orrespondenz, er sucht krampfhaft ein Job und iraegt mich um Rat. 



nusste 



■^riedmanns, "^''"itzei s Cousins inachen auch sch^*ecklich mit. T r Fann 

ins z^rstoe-r^te Cebiet um ai arbeiten, die ^rauen sind nun allein. 

Fit Leo und Hella leider nichts ^'jues , konnte '^ritz der Hella etwas ?"ark 

ueberweisen-? lili und Emil ha'::en noch nichts angefangen, sie wollen noch 
abwarten, u.r^ ja nicht, zu riskieren. 



Cittas Freundin T^elgar ge. t 



es 



nie 



•n 



:i-,-» • 



t sclLlecht, sie gibt Tu: 
Unterricht, ist fleissig bei Haerli draussen und )ringt sich mit ihrem 
lachenden ^-esiclit durch .Icli glaube ihre Eltern sind nun auf der Herreise 

Diese Zeilen erreic::en* Euch noch waehreiid der V^einaci;tsf eier 
tage. Alles Gute also, auch fuer das kommende *^aiir,dass Euch drueben freun- 
lichere all den TTnsern gluecklichere Tage bringen moege. 

Crruesst Citta und Greterl innigst. Euch selbst umarme auf das 

^herzlichste und bin 

Euer 




Buenosaires 7 December 1939, 



Liebste Annie, 



per s/s Uruguay 



Soeben erreicht mich Dein Liebes , mir mit obigem Dampfer ge- 
sandtes vom 17/11 und hab ich mich damit so gefreut, dass ich den obi 
gen wieder morgen returnierenden Dampfer benuetze ,um mit Dir - 

trotzdem ich Dir bereits vorgestern mit gleichem Dampfer einen Brief 
schrieb- wieder ein wenig zu plaudern. 

Aus einem heute von Paul an seinen Vater gerichteten einge- 
troffenen -haftbrief vom 29.vJI. weiss ich bereits, dass er mit Gitta 

zusaminen war und er sehr nett ueber si e berichtet hat • Auch hoerte 
ich, dass Gitta auch mit einem jungen Flegenheimer,der ein Cousin 
.in von meinem freund Flegenheimer ist, bekannt ist ^der beim 
imentreffen mit Paul auch dabei war • Dieser jun^e ^arm soll, wi 



erma: 



Zusammen 



wie 



t 

und 



mir ?legenheimer sagt, ein sehr sympat isolier junger Mann sein und hat 
Gitta sicher an ilim einen angenhmen Sportfreund und Cavalier, 

Ich habe zufaellig gestern an Gitta einen "^rief geschrieben - 

als Nicologabe^ obwol sie ihn eigentlich nicht veraient,da ich sei 
vielen ITonaten von ihr nicht das geringste Lebenszeichen hatte un 
ihr ueber ihre T^reundinnen Baerli und Plelgar berichtete<tc.. 

"^s freut mich aus Deinen Zeilen doch bereits eine gewisse 
Ausgeglichenheit herauszulesen und zu constatieren,dass Ihr bereife 
anfaengt.mit der dorti^jen Umwelt mehr Contact zu ne nen JCs ist sicher 
fuer "Such reclit an^^enehm/ zum) zum Durchs^jrechen Jilurer Tragen Vr Intra 
tor dort zu haben. An--e sieht s der kaleidoscooartig jeden 7'onent a.en- 
dernden 'Veltlage »haben wol alle -Meinungen und Ideen nur einen rela- 
tiven 'Vert, aber (^aber> in diesen Zeiten ist es doppelt gut, v/enn jemand 
vernuenf tiger da ist, der "Feinem klaeren hilft. ^7ir waren ja uebrigens 
noch i,J.1937 im Kaiserhof in Gastein ^ait ihm und "^elix beisammen. 

Gerne hoere ich dass Lutz etwas optimistischer schreibt, 

wenn er dort bleiben koennte una aber dabei j edenf alls,fuer den cas^ 
of need ,eine Ausreise in -der Tasclie haette,v;aer es vielleicht 
nicht schlecht, In meine"i letzten Luf tpostschrei'oen von IG/ll ,das 
sich mit Deinen und "^uren andern 1 Zeilen kreuzte, hab ich Euch ueber 
die noch vorhandenen T;roe:^lichkei ten fuer Argentinien und '^liile p-e- 
schrieben . ^s soll sogar ruch ,\vie ich heute hoere, nit einem Depot 
von Peso urug 5000 ,dp.r:ß man in IH Monatsraten zurueck'^ekommt und 
und mit einem Honorar ^on Peso urug 750.- circa Liomentan moeglich 
sein, die Einreise nqch Uruguay zu bekoiruaen ,aber da in diesem Laixde 
jeder ^rwerb sehr schv/^-r und fast gar keine Industrie dort ist, kae- 
me es fuer Lutz kaum in "^'rage. 

Eurem ^^rtcil ue'oer Paul, will ich-es deckt .sich uebrigens zum 
^"rossen Teil, mit dem was ich Euch ueber ihn schrieb- noch beifue^en 
dass er ein aeusserst klarer Kopf ist und ihn sein "/issensdrang scho« 
in deia '^ach,dem er sich nach Rueckkehr v/idmen wird ( d,i. an der 
?uehrung der E^Tancien mitzuarbeiten ) ordentlich nach vorn gebi*acht 
hat. 'leine ot^AÖPTenreise, die wol halb mit pleasure gemisclit ist, wird 
fuer ihn siclier sebr v/ertvoll sein.. 

Eure 1 Gruesse a,be ich lieute beim Vorlese^ der markan- 



testen stellen Deines 1 Briefs bereits 



an 



Herrn E. bestellt und und 



erv;idert er selbe herz.lich, ueber Euer Gedenken erfreut, Fitte naeck- 
ster '7oche geht er mit den Seinen nach I'ar del Plate und Elegs auf 
ih "e Estancia,doch ich habe auch ohne sie noch imjuer genug Bekannte 
hier. Gegen Ende Ds.werd voraMSsichtlich nach üomtevideo returniereu 
f meine Adresse dort wird nun, wie schon geschrieben, sein: T'ontevideo 
Pocitos, Calle Jose Ellauri 385 ), wohin ic?i also Eure naechsten, 
baldigen Briefe erbitte. 



t n 



TT-hpr" dpn hpwu-s en ITern ^nscher werde ich mich zu informieren, tracht*», 
?vlntSll Sirde mal sllhst IS ihm gehen und Euch dann ueber meine Hin 

druecke iDerichten. 

Up if^r die Uiisern -äAu-oe ich Dir bereits in meinem 
^rief von vor-estern'liles^af ??h älrueber sagen kann geschrieben 
zu haben. ^Termine trifft hauptsaechlich die Trennung mit Bertha und 
die mit Ihr-er Heise verbundenen r.efahren. Ich weiss ja ue^.erhaupt nidnt 
ob diese Heise sich jetzt , in einer das Risico einigormaassen einda.^.n- 
m /nd:;%eise zu. effictuie^en ist.. 'He aas ^f^^^J^lJ^^/^'^' 
den Hilleten dem Lift ,etc ist, wenn sie ihre R-ise ueber den J-^-^^- 
schieben muessten.ist mir ganz unklar. Jedenfalls muesstenv-'ir sie 
halt dann laenger in England stuetzen.bis sich fuer sie ein Ausweg. 

in der einen oder anderen 'Veise findet. • v, i v ^^ 

in aer eirc _^^_^^ ,^^ .^ wirklich eine Nervenbelastung, ich hab es 

i« c^Plbst TiitPemacht wie er und Heddi bei mir in Genua waren. Doch 
iolan^e er iifS; finlet ich-fuerc.te es fehlt ihm auch die Iniziati 
ve zuSsuchei-.muessen sich halt He.mine und Heddi in seine nervoese, 
neurasthenische Art^hineinf inden.^ ^^^^^^.^^ ^.^ ^^^^^^ ^^^^ ^^^ ^^^;^ 

'''^''*®"' Der von Dir erwaehnte niJierstreif am politischem 

Fimmel hat wieder schwarzen "/olken Platz gemacht. Rubslands ^xpan- 
si^s^elueste muessen ^nen nun befuerchten lassen, dass der Krieg 

nocSln Um?ang gewinnt und ganz Europa in '^^"""'.'"^1^ xtuf f 
wird und auch fuerdHeutralen truebe Zeiten kommen Die Kluft 
die zwischen dem -eich und Italien besteht weitet sich immer rnenr.. 
wenn sicf l^tztSres^andz* SHd zu den Alliirten doch hinueberlegen 
Ini?P =0 v-aer dies wol fucr die ßanze Bache ein Vorteil .aber dann 
kaeme'Iuch der Balkln in die Kampfzone hinein3chon jetzt sucht Italien 
i»rvnrdrin<4n Husslands nach dem 3alkan vorzubeugen. Nach dem 
^lu SnnlanS.de? steh ja nicht aufhalten laesst.wird man ja weiter 
cpiin Ich seh^ leider momentan keinerlei Anhaltspunkte .die auf 
eSn'baSi'en ?r?edln hoffen liessen, Eins scheint aber sicher dass 
^rienSeutSchen bereits sehr miess vor dem Kriege ist;aDer so lange 
KitJer s?e fueh?t ist ein Umschwenken fuer sie und ein Erieden machen 

r^^f^r- rii p Andern leider unmoeglich. « • j. -4. 

fuer die Anaern i b^.^ .^ ^^^^^ entschwundener Zeit, mit 

vuch ueber alle Tie Probleme' die nun leider die -feit in ihren Grund- 
f^ste^e^schuettern, intim zu spindisieren oder wieder unser^^ 

netten t'te >. tetes zu haben ,wo uns ja ueber Vieles aussprecnen . 
konnten Hof f entlich-und wenn man im Leben nicht ein wenig Opti- 
iTTtlst so geht man ja an Herzleid zu Grunde -kommt doch die Zeit 
freundlichen Boisammensseinsjieder.^--- ^^^ ^^^^^^^ ^^^ ^^^ ^^^^^ 

hoffen und halt ich mit Euch fuer uns und die TJnsern die Daumen, 
hotten Ui.a nax». Herzlichstes Euch Allen und in Liebe 



Eure 1 Ins. Sendung hab ich 
bereits meinem -freunde -i^auer nach _ 
T'ontevideo avisiert, auf dass er sie m 
■Empfang nehme, Gerade ha,b. ich Brief von 
ihm bis zur Stunde ist selbe noch nicht 
zu"-estell.t worden. ob -wol sie wie ich an 
nehme auch auf dem s/s Uruguay ankam. 




Keine Lieben, 



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X. 






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V 



Buenos Aires , Belgrano , 16 November 1939 
11 de Septiembre 1878 
Pension Maassen. 
ne 
Endlich bin ich in der angehmen Lage Euch den Empfang Eurer 1 
Briefe vom IS.Oct. und den Luftpostbrief vom 4.d8 zu bestaetigen. Ihr koennt 
Euch vorstellen mit welchem grossen Interesse ich Eure diesmal eingehenden 
Berichte gelesen habe.. Man muss.pour le temps qui court, trachten sich mit 
der Laßie.die sich fuer Euch ergeben hat und mit der unserer Lieben einiger- 
maasen abzufinden, da wir ja Alle den eingetretenen Ereignissen machtlos gegen 
ueberstehen. "/as Euch betrifft, so scheint mir ein langsames Studieren und 
Sondieren der Verhaeltnisse vernuenf tiger.als ein zu rasch organisiertes 
ins Verdienen kommem wollen., Die Aussichten fuer das Gelingen ^irtschaftli« 
eher Taetigkeiten sind huete ganz andre als beim letzten -eltkriege.in Ameri 
ka scheinen Moegiichkeiten fuer ein Gelingen .mit Ruecksicht auf seine pn- 
vilieierte Situation und die noch nochjnichts einschraenkte Gesetzgebung 
noch zu bestehen, fuer Europa bilden wol die allenthalben bestehenden Kriegsge- 
winngesetze,die diesmal fast voll durchgef erte VerstÄatlichung der Anscuaf- 
fung kriegs und lebensnotwendiger Beduerfnisse.ein fast unueberwindliches 
Handicat) fuer Betaetigungen wirtschaftlicher Art zu sein Wenn, wie es den 
Shein hat- wer kann allerdings nur fuer die naechste Stunde irgend etwas 
voraussehen - die Balkanstaaten unter Fuehrung Italiens ein einheitliches 
Ganzes ausserhalb der Mfelfee bleiben,, so muesste man allerdings fuer Zukunft 
und Bestandsmoeglichkeit Eurer Fabrik in D. nicht zu pessimistisch sein. 
Amerikanisc -e Liebüaber daluer zu finden - Qu hast sicher das Terain hiefuer 
£,jndiert- wird wol weiter ein Ding der Unmoeglichkeit sein, Ihr werdet daiier 
weiter aufs Durclihalten ein:.estellt sein muessen. Vielleicht wird dieses.all 
risk'nehmen durch die inzwischen wol andauernde gute Rentabiiitaet des Unter- 
nehmens und eventuel besseren iransf ermoeglichkeiten ert.aeglicher . 
"uiTzu den nor. enkindern. ^Termine • Ich bin sehr f. oh sie in Cambridge zu wis- 
sen. Sie schreibt jetzt wol sehr selten hat wol An^st -"^ortospesen zu machen. 
Aber mit Heddi u Lix um sich ,in disem guenstig gelegenen Ort halt ich sie 
fuer eut untergebracht ,mit guten Aussichten sich bald zu acclimatisieren. 
Kaufmanns . Paul in einem ^rief vom ?0/9 den ich hieher nachgesandt erhielt, 
berichtet ueber seine BefuercnLung dass seine Tickets bei der Redstarline 
die von de- Dutehline uebernommen wurde, deren Termin am 15/12 ablaeuft viel 
1 Picht nicht verlftengert wuerden. l-'alls eine Nachzalung bei den Passagekoste 
erforderlich waere,bin ich mit der Beteiligung daran einve.-standen. Hoffenti 
lieh klappt es mit dem amerik. Visum bis zum 15/12 'ffie ist es mit deren Lift-, 
haelt da die in Mark bezalte Pracht oder wird sich da nicht auch die Notwen- 
digkeit einer Intervention ergeben? "use und ^ob Portentwicklung scheint 
erfreulicherweise in gutem Gange. Lix u Heddl Auch ich bin der Ansicht, 
dass der i^rstere als friendly allen nun Chancen hoben nuesste sich ein job 
zu verschaffen und dass auch Heddi in irgend einer Form einen Beitrag zum 
Lebensunterhalt verschaffen koennen wird, wenn sie auch irgendwie stuetzend 
-n Herminens Seite sein wird. Lili und Emil Soeben mit heutiger Post erreich 
Äich B*n}Brief-»one*hne«pSie ha5en auch das tribun al fuer aliens gut passier 
doch zufolge des Kriegsausbruchs alles ein wenig zurueckgestellt um ja nichts 
zu riskieren, uennoch scneint es. dass sie demnaechst was anfangen ,ioh glaube 
der Versuch muesste Chaace haben zu klappen. Ihr Brief ist vom 18/10 . 
Stefan Ueber ihn schreibt Lili: He changed his address for: rferya S^.eina- 
ferdin ren P.O. Finger ike.Norway, and I hope he is allright for the preaent. 
if he coSid stay there for good I should be happy. Was er dort eigentlich 
macht schreibt sie nicht. Hella und Leo Dass derselbe wegen einer dummen 
'^ache'diei' er. wie so viele, wol unternahm um sich ueber 'Vasser zu halten ,30 
buessen mus3,ist recht traurig . Hat der Rechtsberater, den Paul fuer diese 
Sache honorierte far nichts machen noch helfen koennen? Auch die arme Hella 
tut -nir fuer'-hterlich leid. Auch ich bin natuerlich mit einer Markunterstuet 
zung^fuer sie' Ainverstanden, Doch hab ich ihre Adresse hier nicht und schon 
seit Monaten kann ich trotz Rueckf ragen in der Pamilie ihr jetziges Domicil 
nicht erfahren. Vielleicht koenntest Du durch Deine Verbindungen in Zuerich 
oder Holland ihr Havara 'oder Unters tuetzungsmark anweisen lassen und erwarte 



ich Deine BeteiligungslDelaütungsaufgabe. Sie hat mir schon erÄos lange nicht 
geschrieben. die Arme ist wol sehr deorimiert* Sie hat wol auch Hemmungen 
Gorrespondenz zu machen. Gebt auch Ihr mir bitte deren Adresse by return ol 
poste. Lise un Deszo e Habe durch Kaethes Mutter. die auch m B.A*,die mir aber 
weder deren Namen noch hiesige Adresse auf ibt ueber Montevideo hergeschickt 
einen ^rief von diesen beiden Braven bekommen, ( ddo 9/10 ) relativ guten In- 
haltsAuch sie klagt ueber Mangel an Nachrichten von Hermineo Ihr habt sicher 
auch regelmaessig directe Nachrichten von ihnen* Wir wollen hoffen, dass ed 
dort weiter so ruhig und anp^enehm bleibt, wie Deszoe berichtet. 

Ludwig Gegen die Moeglichkeit ihn nach Arg. zu schicken, hab ich 
au fond keinerlei Bedenken ,obwol ich es nicht beurteilen kann, ob er in sei- 
nem 7ach unterkommen koennen wird. Ich will mich diesbezueglich noch infor- 
mieren. Aber ich finde den Preis. den man Dir fuer das Tur.Vis. verlangt ex- 
horbitant. Hiesige gute Bekannte sagten mir gestern sie glauben ein derarti 
ges Visum fuer 1500 argent Pesos beschaffen zu koennen. 'nenn Du dies versuche 
willst. 30 halte ich mich zur Durchfuehrung vermittelst dieses Bekannten zu 
Deiner Verfuegung und wuerde ich wenn Du mir bei Empfang diese s telegrafirst 
die Sache hier einleiten und die Geldmittel fuer Dich vorlegen . Im allgemei 
nen sind die Tarife fuer diese Durchfuehrungen angesichts der durch den Krieg 
ausbruch die Verschiffungsschwierigkeiten etc sich reducierenden Anfragen 
etwas raisonabler geworden . Edelstein meint, dass vielleicht Chile wo man 
nur mit Pe so lOOO circ^ fuer die Einreise zu rechnen hat, sich auch durch das 
dort billigere Leben eher fur »Jemanden ,der sich ein neues Leben beginnen 
mu38,empfielt, doch kann e^ doch sein,dass in einer Grossstadt wie es B/A. 
istein Maschineningenieur doch leichter eine Arbeit, wo er seine i^ach ver- 
wenden kann beschafft. Um ihn zu. erhalten muesstest Du hier oder auch in 
Montevideo mit circa Doli 40 bis 50 pro Monat bei bescheidenem Leben rechnen 
Solltest Du von der argent Einreisemoeglichkeit oder von der Chilenischem 
Gebrauch machen wollen, so muesstest Du mir per Luf t jrief , alle Daten ueber 
ihn, Geburtsort Jahr Tag etc beschaffen ,frag den dortigen chil Gonsul was 
man alles fuer einen solchen Fall angeben muss.. Angeblich soll das Leben 
in Chile noch billiger als in ürugay uns Argentinien sein, Man kann wenn 
man sehr te scheiden ist in letztgenqnnten Laendern noch unter o"bigen Be- 
traegen sein Auskominem finden. Ich habe vorgezogen Dir Dir dies All s zu 
schreiben und nicht zu telegrafieren, um deutlicher sein zu koennen» Jedeniaii 
werde mich freuen, wenn Ludwig seine Wege in meine Gegend fuehren werden 
und es so wenigstens mit ihm ein Wiedersehen geben wird. 

Seit «5 v.M. bin ich nun hier habe 14 Tage als Gast in Edelsteins 
signorilem Heim in Olivos verbracht und kann Such nur sagen, dass er dort ein 
en ganz wunderbaren Besitz in Normqndiestyl mit einem herrlichen Park der 
bis zum liver hinuntergeht - nur 20 Km von B.A. entfernt sein Eigen nennt. 
Der Besitz ist in traumhaft schoener Lage in einem der elegantesten Villen 
orte am Fluss gelegen ,von einem Parke ,den man sich gar nicht schoener 
denken kann umgeben. Ich bewohnte Paulzimmer und fuelte mich dort ausgezeich 
net. -Fuhren Taeslich Vor u N achnittag in die Stadt ,die eine moderne Gross^i 
3tadt mit 3 l/2^Millionen Einwohnern, Wien als kleine Provinzstadt erscheinen 
laesst. Seit einer Woche hab ich mich nun selbststaendig gemacht xin^wohne 
in Belgrano auch in einem Parkv_ertel ausv. erhalb des Stadt doch 73^, Autobus 
in 10 minuetiger Faiirt zu erreichen und bin auch dort das Haus steht in 
einem alten herrlichen Garten sehrgut in completer Pension untergebracht. 
Meine Adresse dort lautet 

Buenosaires Belgrano , Pension Maassen 11 de Septiembre 1878 
Heute uebersiedelt auch die Safico mit ihren Bueros in ihren eigenen Wolken 

v-rptzpr unt lautet daher deren Adresse jetzt 

^ lafico^ Edificio Safico. Corrientes 456 21.Piso Buenosaires. 

Ich habe hier eine gajize Menge alter Bekannter ,die ich desOeftern 
aphP TTdelsteins pruessen Euch vielmals ebenso Flegenheimers ich habe ueber 
'ier^L^bei berichtet. Baerli ist reizend wie immer hat oft Helgar Trinscer 
>ipi sich und ist das Sonnenstraehlchen des Hauses. ^ ^ . 

bei ^^^^^JJ arbeite daran hier die Carte d»identit6 zu bekommem auf Basis 
meines vor 32 Jahren gewesenen Hierseins und mit dem richtigem Naci.druck 
den ich meine Vertrauensleute geben lasse hoffe ich ehest durchzudringen. 



3. 

Man sagt mir von befreundeter Seite ,dass man mir einen richtigen argent 
Pass mit Spesen von circa Pesos 3000 "beschaffen koennte. Ich ueberlege 
noch ob ich dies tun soll ,J5 vielleicht entschliess ich mich doch hiezu, 
denn in Uruguay ist ein abgekuerztes Verfaliren nicht moeglich, dort bekommt 
man als Junggeselle erst nach 5 Jahren die Buergerrechte zugesprochen und 
nach eiteren 2 bis 3 Jahren erst den Pass, ein Verfahren, das fuer mich ange- 
sichts meines Alters mir zu lange dueict. 

Durch den Krieg sind wir halt Alle in der Frage des Wiedersehens 

noch mehr^^^^troffen als dies vorher der Fall war« Dass ich Euch besonders 
gerne wiesehen moechte koennt Ihr Euch denken. 

Die Idee Euch mal dort einen Besuch abzustatten hab auch ich in 
meinem Innern schon ventiliert, Sympatischer waer es mir ,wenn die Verhaelt 
nisse es gestatten wuerden Euch in Frankreich England oder gar der Schweiz 
wiederzusehen, doch davon scheinen wir noch recht weit entfernt» Die Ansichten 

ueber die Kriegsdauer sind hier verschieden. Viele glauben.dass die Loesung 
der Situation aus dem Innern des Reichs sich entwickeln wird. Andre wiedeguf 

rechnen doch mit-entgegen den ^rsteren ,die auf kurzem I'ermin tippen-auch ei- 
ne mehrjaehrige Dauer. Sicher ist, dass dieser Krieg Hitler sehr gögen den 

Strich geht und dfiss.es ihm anfaen^t in jeder liiosicht unbehaglich zu werden 
und er sich bereits jetzt m eine Desperädopolitik verwickelt hat, die fuer 

sein Unsichergewordensein spricht, 

Herli tut mir leid ,doch vielleicht kommt es bei ihm nun auch 
mit den USA in Ordnung, ich kai.n mir denken wie gerne er sich nach dorthin 
in Schwung setzen moechte. Trruesst ihn vielmals von mir. 

Das Hinueberdirigieren Eurer Moebel beweist mir dass Ihr 
im Innern definitiv fuer drueben gewaehlt habt und dem Hotelleben ein Ende 
machen wollt. Deiaus sehe auch was Ihr ueber die Dauer des Krieges denkt. 

Gitta gute Unterbringung freut mich herzlich, jetzt wo ich endlich 
ihre richtige Adresse habe, will ich ihr gerne ohne auch von ihr Nac richten 
seit endlosen Zeiten gehabt zu haben gerne schreiben. Daweil ihr viel Liebes 
Dass Du wenigstens Greterl bei Dir hast ,ist erfreulich, das liebe Kind ist 

Dir sicher ein guter Trost fuer M^ches und quch eine gute Anlehnung ,in Eure- 
Heim. 

Alle .^ningers gruesst mir bitte herzlichst. Auch alle Eu er Freunde 
die ich kenne. Ich bedaure,dass sie es Alle so schwer haben, vielleicht gibt 

die Stellung Amerikas in diesem Kriege ihnen Allen letzten Endes doch ein 
Arbeitsfeld ,das ihnen ein reasonables Auskoimnen sichert. 

In mein Hotel Trianon werde ich nicht mehr zurueckkehren, 
dort beginnt jetzt die füll season und der Hotelier verlangt jetzt 2 bis 3 m 
mal soviel -Pension und will in einem solchen Zimmer wie ich es hatte 3 bis 
4 Leute einer Familie unterbringen. 

Ich habe daher mit einer Familie mit der ich mich in den 
letzten 6 T^^onaten sehr angefreundet habe ,die Wiener sind, Schaeffer heissen 
und in "^^ien sehr wolhabend waren- er hatte eine Filmgesellscliaf t und hatte m 
manche der Wiener "^chlagerf ilme herausgebracht ,die sich jetzt ein Haus miete 
tetendas mir selir gut gefaellt ein GenplemaXk agreement dahin gemacht, dass 
sie mir ein huebsches Zimmer dieses Äauses,das sehr schoen istabgeben ich 
auch sonst die f^anze Wohnung mitbenuetwen kann und mir die Dame die sehr gut 
kocht, Diaet machen wird, Das sehr sym atische Eliepaar hat nur einen neunjaehri 

gen Buben, der sehr nett ist, Das neue Haus hat 6 Zimmer ist comfortable ge- 
baut ,auch Normandie Styl hat Vor und kleinen aber netten Hintergarten, 
Die Familie wohate in Wien in 3t Veit,mussten unter Hinterlassung all 

Ihrer Moebel Habe fluechten , haben sich aber Einiges gerettet und richten s-- 
sich jetzt, so gut es geht neu ein/, ich werde wenn ich von hier, was denklich 
in der zweiten Decemberhg.ef te der Fall sein wird,nqch Montevideo zurueckkehre 
direct zu ihnen ziehen und iBt daher von nun an meine dortige Adresse 

Montevideo Pocitos Galle Jose Ellauri 885 
von der Ihr fleissig gebrauch machem wollt. 

Ich habe eine holprige Maschine von Flegenheimers geborgt, entschul 

^ i g t r^ A n fuer heujyr&--/Cuer 

die Form . Tausend innige Grues 



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W. AEPPLI 

- IMPORT & EXPORT AOKNCY 



Br.F.U., NewyorkzüRicH, 16 .Okt. 1940 



BLATT 



\ 



Ihr Brief vom 4* da, 

gahlung^an Stern^ $ 2.633.60 und an Dr.Anninger 

$ 5.40 für Spesen: geht in Ordnung, die Titel hat die 
Etexco für Dr. Haas in Empfang gencincien. In obigem Betrag sind 
die ßer I.Juli fällig gewesenen Coupons, die mitgeliefert 
wurden, nicht bezahlt. Sind diese noch zu bezahlen, oder haben 
wir einschliesslich Coupons "flat" gekauft? 

SSSÜgfSSlilläSSi ^i® 7500 Coup, sollten laut einer 
Mitteilung der Jugobank Belgrad bereits einkassiert sein, 
schriftliche aJeat^^tigung stejit noch aus. 33ann wird um Trans- 
ferdinar angGRUcht : big die Bewi i;^. •^qp.in.g da ist, dürften 
H Tage vergelien. Nachher sollte die Vorwertujig zu ca. Pr.4»- 
zie.nlich rasch gehen^ lt. einer Mitteiltm^ der Unio bank Beograd. 
V/ir v/erden versuchen Dollers von den jugosl. Banken zu bekommen, 
dunit wir dann Iiollarübcrweisungen nach Newyork machen können. 
Hier bekomrat aan keine Dollars für Pinanztransfers. 

Waetjen^ daakend zur Xerintni^3 gencnmon. 

Barkan/i?a scher: Die Etex erhielt ^eatem ein 
Telegramm vcn Frau Earkan aus London, welchem v/ir entnanmen, 
daas die Aktien von r-rau iiarkan ebenfalls nach New/ork 
gehen sollen. Das Telegramm war aber nicht gonz klar und wir 
haben nochmals zui ücktelegrapliiert und nochmalige Bestätigtuig 
verlangt. V/ir werden dann auch Sie telegraphisch noch anfragen. 
Ich schlage Dr. Haas vor, auch die für ihn gesperrten 100 K^;tück 
nach Newyork zu schicken, da aus dem Couponserlos die Schula 
bei der Etexco bezahlt werden kann. Hieraber schrieb ich Ihnen 
am 28.pto. und wäre es w)hl das einfachste, vierm in Zürich 
die ETC belastet und Frai Barkan resp. Fischer erkannt v^ürde. 
Ich erwarte Ihre A'achricit. /iA t.. /;/♦,.. ;k. / 

2äiSüf2iiY®22?!£lSS_?yfi5£25^1 ^"to Ausweis betrug 

der Vorrat per Ende September ca. 3.000 Bll. Bei einem Ver- 
brauch von 300 Bll. Wöctentlich, würde dies bis Mitte Dez. 
reichen. Vielleicht kannnit Zellwolle noch mehr gestreckt 
werden. Türkische ist noh nicht hereingekommen. Eine Lie- 
ferung aegyptischer soll lich angeblich an der Haltung des 
jugosl.Pinanzministeriume zerschlagen haben, nachdem die 
Engländer sich bereit erkärt hatten, das Navycert zu geben. 
Trifft dies wirklich zu, o ist dieser Vorfall sehr ärgerlich. 
In die Schweiz hinein komt meines Wissens nichts. Vielleicht 
ist etwas auf den 16 Dampem, die die Schweizerische Regierung 
dieser Tage von den Englädem frei bekommen hat. 

-3- 



October 29, 1940 






Dear Karoline, 

Your wlahtts r«gar<llx^ Dugartsa were conveyed to 
me by Mr. A«ppii. ünf ortun«U*y > »e you wiU hav« wen 
fron my cable of today, thioga are not bo «a^. Ther« 
is a ruling in tili s countiy »ine« i««t «ui»er accordins 
to vhioh eacuriti«« which arriv« l»era fro» Continantal 
Europa can ba dalivarad to th« conalgnaa onl^r «Ttar a 
Vary intrlcata quaationing about ownaraliip, data of 
aBqaialtion and ao on* 

If I woiiid adnit that Aappii aanda tha atock to ma, 
I would hava to anawar tha»a quaaUona in good laitn» 
iiich maana Ujat I fwuid ba obiigad to daclara that thoy 
ara your proporty» 

But you ara, though • raaidant of tha United Kingdon, 
by laat marriage a citUen of Batonia in »v baiief. If 
tLa fact would ba diadoaad tha whoie stock would become 
blockad on account of anothar raguiaUon which aays that 
nröoartAf of^bjact of an Buropaan country invadad aince 
?^;SSr!ak of lar ia to ba blockad by the Fadaral Heearva 
Bank wlthout conaioaration of «»•^':aaidanca of tha ownar. 
Koboöy can predict at thia tima what will *>«,*^« i'^ü'^^"^, 
Uona of auch blocking. Mayba that ralaasa will ba obtainad 
aftar diff icult nagoUations, mayba that tha atock roraaina 
blockad for tha duration of tha war and finally ba relaasad. 
Yat I can imagine the outcoma of aoma agr-aamwit betwaan tha 
USA and tha govammant of Katonia at aoma latar data under 
ihichtha blockad Satonian proparty will b« uaad in payment 
of daliveries of goods, which aaanus to me rathar probable 
viewinij the fact that Europa will badJ^ nead goods of any 
l wlthout fithar laaans of pay»«t and that this country 

not ba williSrTtlia unfortunata loan-ayat«« introduced 
« .jr the laat war. Considering thia dangar I am strongly 
againat sanding your stock over to thia cointry. 

But I can realize your presantiment about this stock 
which is iBüOSited in a country within the reach of eneny 
inJasion. For this reason I euggeatad the stock to ^^b«^^, 
over to ArganUne Cor to eome neutral countiy in South Ame- 
rica). To the best of nv knowledge Ihere exist no similar 
rastrictions in tha South American oountries, and sooner 
or latar you will perhapa go over to one of theae countrias. 



^ossmaammM 



Erna indicateü that a veiy good friend of youre, Mr. 
Pii«6t iivöB in Buanos Alr«a. Couid not Mr. Fila« 
tak« car« of the stock for th« tim« being ? Thia wouid 
be the best Solution in a^y beiief , ppovided that this 
aenUeman enioys of your faU conf idenoe. Shouid you 
•nter into this eusgestion, and tbe sliaras go to Mr. 
Fiies accordingiyrit. wouid be good to hav« this gent^ 
ieman getting in touch with me and authorlaed to foi- 
low my instructions. Thie woi^id aUow =»><>, J^«^«'*^..^«^ 
of tSe stock, as far as possibie under axisting conditione. 

The stock of Dora has airtaciy arrivsd oa this side, 
but has not yst bean rele&sed ao far. Viewinä tJie fact 
that Dora is neither tha ciUs^eu nor ^/«gö^^^-jf ^. 
on« of thesa countria» I axpact that t^as etoJc wiJ-1 o« 
S5dL over to m, and than I ^^.^^f P^!««^^YJ! 
interest of Dort, ae far &8 pcssibia. Of course, Uiis 
lould ba out of iuastion to dtcxara this stock ue mine, 
b^sTsuca stateiaent wouid «raata h^vy tax troubie 

for BM. 

I heerd fi-o» yoor sister that you heve Um poesibi- 
iitv of iroin« to Caracas. Thie woulü be & verjf good 
id^, b.-Jöii<io I^ndon seam« to ba a vary tough place now, 
ii^eiiaily for a singie iaay without ^o^^^^f «f??V?J 
aSrthincto contribute to the lieroxc wai^ elfcrts of tlie 

British nation. 

We ar« quite weil, but vary ccnceroed about lJ.Qße 
and P*lix \iho stiJLL are in Dugareeu. 

With best personal i«eßai*d8, I fiBt 



^ 



t 



isaa 



■:.f:'V\-f;'^''-''%^ 



•^ -W. AEPPLI 

IMPORT St EXPORT AGENCY 

TELEGRAMME: 
^ COTTIMEX 

CODES: 

BUENTING'S 2nd EDITION 

ABC 6th ED. 

TELEPHON 
3.46.88 



DEPT. 



Orig.Air Mail 
Öapl.Ord.Mail 



ZÜRICH 

LINTHESC 

POSTFACH HAUPTBAHNHOF 



H"E^>fs4wß^fcE;!Ä4P 



Herrn I>r.2'riedrlch Ungar, 
Park Chanibers, 
68, West 58th Street, 



Kew York, 



Sehr geehrter Herr Doktor! 

Betr> A:[ctieix FlscherZ-^arken^ 

Pur Frau Flacher sind nun 650 Aktien und für Frau 
Barkan 750 Aktien in ^erif verfügbar. Aegen Yersa.id nach i^iewyork 
ha-be ich iidch \>eim Baiiinreröin Genf/Züilch erkundigt und ^'Ui^de 
auf aie neuen ü^estiimmirifeen der Föderal Reserve Bank aiofoierksam 
gemacht, wonach Depots von Personen, die entweder in den 
von iieatöchland ce&etsten Gebieten wohnen oder die Nationalität 
eines der besetzten Gebiete nahen, nicht mein: erlaubt sind* 
]iö ist möglich, dasb sich die gleichen P.es Friktionen auch auf 
deutsche Staatsangehörige (Frau Fischer) und lettische Staats- 
ai:^ehorige (Frau Barkan) beziehen. Pas erstere ist möglich, das 
letztere^ sogar sehr wahrscheinlich, nachdem die Ü3A die baltischei 

üutli&ban S8£.perrt hat. 

7vir möchten nun nicht riskieren, die Titel nach 

New York zu senden, ohne vorher die Sicherheit zu haben, dass 
die lltel nach Ankunft in Kewyork nicht blockiert werden. Bei 
Frau Barkan wäre daraixf hinzuweisen, dass Sie Emigrantin ist, 
jiber schon lange in London wohnt. Ich bitte Sie höfl., sich 
bei einer dortigen Bank zu erkundigen und mir dann zu telefpra- 
Dhi eren ob man die Titel bedenkenlos absenden kann. 

V/egen separatem Versand von Titeln und Coupons- 
bogen schreibt der Bankverein Genf wie folgt: 

"nous ajouterons que le taux d'assurance pour le parcours 
meditarranöen est asnez onöreux et que si les corps de 
titres et feuilles de coupons sont envoyäs separement, 
l'assurance est ä payer chague f eis en plein en ce qui 
concerne les risques de guerre 

fernen 

••Oontrairement k oe que vous supposez nous n'avons pas 
' fait d'envoi de titres ä Newyork depuis fort longtemps. 
Toutefois, nous croyons savoir qu'il est nossible 
actuellement d' expedier des plis chargös ä New York de 
la fagon suivante: 

1, GenWe, Lisbonne, par chemin de fer et depuis lä 
par bateau ou par avion . -,x 

2. GfiÄ^ie, Rome, par chemin de fer et depuis la par 






W. AEPPLI 

IMPORT A EXPORT AOENCY 



ZÜRICH, (ien SwAuguöt 1940, 



BLATT 



£. 



Die Versioherungaprämifcn sind heute folgende: 



a 



IS 



enb&Tin und von Li^sabon-New 'Xork 



b) 



Genf-Lisfaabon per 

Per Dampfer 

gew.Transportvers. „ , 

Kriegsriaiko 2,4 79 

Genf-Locarno (ev.Rom) per Eisenbahn, Locamo (er. Rom) ■ 
Lissabon per Flugzeug. Lissabon-New York per Plu|zetig 

gavv.TranGportvcrs. 3/4 /» 

kriegsrisiko * 



i 



Laut den Versicherungsvorschriften hat die Versiche- 
rung von Titeln und Coupons stets zu deren vollem Vert zu 
Keschehen: die Versicherung der dieabezUgiichen Ajnortisations- 
kos?en allein ist nicht zulässig. Was den Versicherungsbetrag 
betrifft, so wäre auf Grund des heutigen .rtragäwertes wohl 
Fr 16Ü.- per Aktie angömedüdn, da>; >iiiid für 1300 ^^ti«!^ 
ca Fr 200.000. iis ist achwer zu sagen, ob man das Kriegs- 
risiko 'auch mitv«rsichern soll, /ür den Land- und oeaw^ 
würde die Versicherung inicl. Kriegsrisiko ca. x'r._ 5.000.- 
kosten. also gerade ungefähr die TZlfU des dieo.arigen Di- 
videndenertrages . Ich«§re dafür, das^ T\'r>':^tJ'f^^l>Zymä. 
schlagen würde, dan Versand auf aem ^«^f«S nach Lissabon und 
per Dampfer nach Ne-.^ York vorzunehmen ohnv. das hiieg-risiko 
zu decken das würde Fr. 100 kosten. liventuell wäre auch 
der ?Seg ohne Deckung des Kriegsrisikos zu überlegen, was 

■pr 1500.- kosten v;ürde. 

ich erwarte gerne Ihre telegraphische Rückäusserung 

und begrüsse 5ie ihr sehr ergebener 




AUfcsn;Jt 9. l'^^^» 



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u,,,,rv. -.n.. v...il .a..* t. ^^^_^^ ^^^ ^^,^ 

Uratöci -tfstteo, ...» y ,.,v' a-t-d arri 

,„cJ.oa».. oo,v -. - .^^^, j„_^j tf.,^ ton. 

,„. .i.u .«>- "-« ''•ur.f -=-»'-' -""^•■"■^ " 

p.r.o.-.. --i^^^; ;^ ^; ..uonaiit, of - ^^^ t.e countri.. 
occu.icd. do.iclli.t«d .brou-a, .t 1 ^^^ ^.^^^^^^^^^^ ^^^^^^^^^ 

3har«o .0 Nev Yor. thu, .iU reoue-..ted hin to 

U8T0 .ritten to DT. .Tle.rxoh ^r^-er ^aa 

re.ly b. -^1- ^.^ ,,., ,,,, .ot.a m the .a.t 

,ö ho;.ö to bö f=tifc t-' ruv-r-. ^ 



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iar^ anö meantirr.e v,t. 






Au^uat 



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1940 • 



Ae/hxr. 



14rii. Karo Line Barican, 
London» TUtV, 3 * 



H«: 650 Dugaroüa üharea bulonslng "^^ Tü.Fiöoh«r to b« sunt 

to Hew York. 



«UMiwMiM — «t-« 



M«Wl»«Hawi9«> 



I bog to oonfirm m^^ lött^ir of 3irJt ult. aa i eil 
iny ;)abl© of 7th Inst. 

With m^'^ yeöte.rciay'3 oabla I had to tnfora you that 
h<itore serding the t»hareü to N©v? York It i^ nooesüaiy to wx^itö 
for inforr-^atiJTJ to New York, hether thQ i^^öcierul ABderrB Banic 
will allov; the uepOi>iti>ii of the ^iharaa it? the United ^tate;>. 
In this oonnection ^ be^; to refer to the öncio.i3öd oopy of a fonn, 
whioh has» to be ooirploted lUvin»^ erery autail. tjauin^ thii* form 
you will aee that a uociiuntiÄm n:uw>t bu laadt; that uo ^ürty 
domioiliated In a territvU*^ occupiüd by Gerrx,ai\y or no national 
of öuoh a territory djmioiluitaa abroad ha^ any interaBt In th# 
ii«curltieö raferred to. Tt woinma that thi*^ apjjliaii not only to 
tarritorlös ooau,ji«d by c;erTnan, but a.ao to the 3 countrici^ 
rocently anneoted by iiUÄ^ia. * urther I do not :n::»w whethör the 
enclo^ied rogulation rafarsi al^o to Ooman ^ubi^ot^m 1 hava 
triad to ^3©t tnX^ormation from -»wiöü Bt-nk Jorporatlon^^lürloh, 
but this bark relied that they aß ;öt havij cb-^oiutely no 
kno. Icüi^e wlth rcoUiu to the aboTu dotailii. I t];ink wa oannot 
rtm t^e riak to aend the aha reo to New York ana to have thoei 
blojiced thar; T tharafore hava »ent an aimmll It^tter to dt. 
line^ar requa^ tin^: hicn to -ather tha nae*»u^ary infonr.ation and 
to Ict IQ« htve a rypiy by oabla. 

T ahall rorert to tl.i^ matter a«» eoon a^ /oaaibl© 

and I aeentime be.; to rt ein» dear -auem, 

very ülncuraiy Yourö 



50 Jukllet 1940 



A«« 



Sool4li4 de Banque SuiSMf 



ü a n ^ ▼ • 



Dia« 



MesdieurOf 



En m» r^f iSrfuit & ma lettre de oe Jour oosiccrsiant 



65 ) actione fllat^ire Pugareea que voue ave« ©ia k laa diapoaltioi 
pQur oompte de mm Dora Flsohert Sidn< 

j-al l'aTfmtAge de voua Inform er «lue je d ' ire envoyer cea 

titres h Neivyork par votre «ntreialae« Je voiia seraia dono 

Obligo de blen vouloir m© dire quell© annlfere d'envoi voua 

ffie reoofflBiandee. Je penae que peut ©tre il sera prc'^f erable de 

faire l'envoi par voie a^Srionne (Panaaerican Clipper) et 

en Qutre 
d^envoyer lea titrea en deux partieat titrea et ooupona aöpar^ent 

Voua avez oertainoaent h faire beauooup d^envoia h 
Neiiyork de aorte que voua pourei» m© donner un oonaeii« 

Aveo rnee reaerciementa nntioip^at veiiillee agr*>ert 
Hiaoieura, mea aalutation» diatin^jea» 



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Illf 



tS julllat l<^4ü« 






UmBBlmmtBf 






Pmr notra l«ttr« in 4 Juln nou« vou« avona prlö 
am blan voulolr nou» faire parTönir un nouTeau ralard daa tltrai 
que vou« tanoa daiia öotre doaaiör ohoz vous, etant domiö qua 
Youa mentloima« dana votra lolevd de dtipot du XB laara anoor© loi 

Coupona m.16 aur aotiona -l^ioo Vatarläiidlaoha 

BaujEWollöplnneroi & r^iebarf^i A^-G«, xigareaa 

qul ont 4%4 daXirrö a la laaiaon i^. a r ae n j^-a», do votre 
Villa an data du 39 Janvitir u%o. üopiiicliuit noua rogi'tittona 
d*etre aans voa nouvallea a o© aujot« 

Taulllaz faira laa raoharohea ndooöaairea, at 
Bgtimz^ ÜMlMlaura» noa aalutationa diatiii^^udea« 



Ä T II X G 



^fc« V,f# 



July 23, 1940. 



Ae. 



Mr8# K^aroline Barkarx, 

2ö, '3'1b1zq Avenue, 



Bin. 






Dcex Lfedam, 



•nclosed« 



I bo^ to O'^-nfirr- n:y tc«dayVr> cnMe» as per oopy 



havo not yet errtved at Ceneva, Ir A]>ril 1 only rec^dx^od 
5üO ßhares .hioh I haiided over to Etexco for you. You sevörrl 
tira;tes wrote th;.t also tbe reraeining 650 ^)he2re3 had been 
despatched, btxt wf? l^ave ßbnoliTtCi.ly no nev7B nbe;it thls ghi nent. 

2.) I an irifcria^Jd by :>r*Unger 'i^hax hc wiah«« to have 
aont to hlB addroes 100 ahare» to be blocked a®biiniit tb» 
p£.yiuunta you roccived j^roc; liic and fron r>rina. V/ith my ^iP.bl« 
I theröforü x*0cueöteu you to give reopoctive ix^otructionH to 
Etöxuo A...C., ^ahry.ol'st ,66^ l^urlch, as yoiir aliares are 
depo:iitod with Jtexcc nnd iaox witl; me. The ooupoTB 1939 vrill 
be dej>ached tma oolü ^y Cie at beut Tor : oui- aocoiiiit as ßoon 
ae the cividund 193v will be due aiid ii' 1 ai-all find a buyer. 



^ *.*» n 



3«) I-r.Uii^xer recoctu^ends you to have seut «*iJL ^uiAi- 
ahares to Netr^^ork. If you decide to follow his stieÄ^stion, 
please cable ret^^pect^lve Instructions to £texoo# Tarhaps 
the 6t;0 sharee mentior.ed above aro still in Lonaon and in 
this oase you c?ight send then directly from Lonaon to ^e^yorki 
of course tlirouf^i your Bankers who have to execute the sliipnent 
with all care which 13 necessjrry in the preaent troublöd tlmee 
(ahares and covponr. to be deBpEtcLea separttely)* In any 
case^ pleaae have ßont the ooupona 1939 (No«l7) to Genevs» 

Looklrf:: forward to your newa, 

I Bmt Doar Hüten t 

Youre verj' truly> 



'.IBrnFT/.;"*»' 'TRTi 



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T»''y ' ■• w*»*w 



ISth -'ui^ lt40# 



^•/hm 



London, ". . 3. 



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»:: ■» «11» « ju et cj.; A ■» CS «' ra ..rci «er: n « •» 



w« refar to your letter of oth Juiie» 
which haß aoMiö to hftnd on 5th Ini^t. 

/a regßrdö your Dtigareaa i^hare^, the TÄmaining 
650 ^haraii hure n^t 70t ooiuö to hcind» ana we therefore re- 
quöiit :;y'Ou to Kindi^ mako invti^tl^ationii throiv^h Jwiöö i^ank 
Oorix^ratijn, London- .Vläio tlie ohöqvie of ^ i:;00.-»- ha^^ not 
ytt bt:cn retuTned to ua. vVa dhoula rciooinmand you to inake 
Inqulrlöü v.itb a .xj^toffioe, «0 v.^a i^upyi>ae yon h&vu daspatohad 
tha ohcr^ue in ?•: regijJtarod l*jtter. 

/wciiting your nev#a ¥.e bag to remain, dear Mada«, 

Yours» ror;^^ truly 

K T K X J A.G. 



%j .^,L.iSCXi^ 



W. AEPPLI 

IMPORT & EXPORT AGENCY 

TELEGRAMME: 
COTTIMEX 

CODES: 

BUENTING'S 2nd EDITION A© • 
ABC 6th ED. 

TELEPHON 
3.46.88 



Dinar- 



DEPT. 



Orig.Ä Dupl.Air Mail 



15. Juli 1940. 








••ZÜRICH, 

LINTHESCHERGASSE Sil, NAEFENHAUS 
POSTFACH HAUPTBAHNHOF 



Herrn Dr.i^Viedrloh ünger, 

Park Chambers, 
5e, ..est ^'''th Street, 

New Yorl:. 



Sehr geehrter Herr Dcktcr! 



& Prau Fisolier 
Betr. für ?reu Barkar. verkaixfte Div. -Coupons 



Der Erlös cub HOC Div-^Gc ..ip. betrug J^r... 13-440.« 
./. Bcinkspesen Fr. 20.- = ?r.13.420. — . /m. Prau Fischer & 
Prau Barkan ^rarden durcJrj die 3tex zxi&imraoxi Fr. 13.000.- ^nitge- 
schrieben. Fr. 420.- habe ich als iCoüirrlosion einkassiert. Nach- 
träglich habe ich nun noch Fr. 4^3. 20 32i di3 iiiarsan S.A., zurück- 
zuvergüten, wegen der 3?^igen Wehrsteuer. Ich hebe s.Zt. Frau 
Barken mit eteilt, dass die Coupons zu 3.10 netto verkauft 
worden seien. Ich weiss nicht, ob man nun von ihr, nachdem ein 
Vorbeht-lt wegen v)teuern nichx gemacht wurde, Kückzalilung des 
Stouerbetrages verlangen icann. Die andern Aktionare haben aller- 
dings r!ie EücksfJilur.gen der ^teuerbeträgö vorgenoinmön. Vorläufig 
y^mi man mit England noch nicht korrespondieren. Vielleicht ist 
es am besten, man sagt Frau Barkan gar nichts davon, (da man 
von ihr doch kein Geld erhält) und versucht, den Betrag bei 
der nächsten Dividenden- Verwertung hereinzubringen. Evidenz- 
halber habe ich das Konto von Frau Barkan belastet. 



Mit besten Grüssen 



IhE^eehr ergebener 





Am/hm 



18 juiiK^t 1540 • 



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Coroern. 6tO eotlons KUfltur« DttaftrMJ.^«itt* J»»» 

rixihT. I^jcdnfi.. ^ 



II— n i mm» 1 



••«(•i»««««!»*«" 



J* Toui prle 4« a^LlTi-pr oe» aotlonw aroü 
MorKlenr }» Dr. Frlt» ivind, 

qal .« pr.aonfr. a.u.*l« l vos ^Icl^öt^^ ponr preMre ll7- 
raison tu oe^ tniet.» *^, , 

Vanillen «grinr. .^aaienrs. «.es salutatlona 




June 15f 1940. 



A#. 



Ibmrs 



Baarlein Brothers Ltd.» 

12, Blaokfriara Street, 



Man ehester. 



Pear Sirs, 



Eneli^-<1, 



Res Tyomica Di^^resa 



I herevd.th heg to enclose a letter from the 
mill at r-agarosa, dated 13th inöt, , reading as followss 

'^ Betr^Axtftrag Ho.9291/e vom 6. V. 1940; 

Wir teilen Ihnen mit, dees unser Gesuch a\xf Kinfiüir 
der mit obigem Auftrag bestellten Zylindertuche seitens 
\m serer I^ationalbank abgelehnt wurde und wir daiier ge- 
zwungen sind, imseren Auftrag zu stornieren. 

Wir ersuchen Sie \m Bestätigung und aeichiien" 

Kindly take due note of the above and let me 
have your oonfinnation for passing it on to the mill# 

Youra very truly. 



Encl. with original of t2iiö letteri letter lugarese 1?th inst 
i>upl. of this letter to follow by 2nd mail. 



M TniMi' Mfilhiii 



m^mmrn 



lhrtWf?i>.¥). 









"* Biurtx i& Q0flqH«3rt In«« la Mt # otj»t«mnr of oitr 
iMmk an« «# hm^a m qIom )ciio»1^4i8« cijt i%m op^iratlona and 
flMueiaial affalra« In fmir h^heXt m hava baan plaaaart to 
aomoiiiaata wlth ita daf^aUory KHiab r^«iK>rta a ac^iitlmuad 
pl<»aaaiit aud aatlaraatuvy iMmk rolafiioaahlp^ laaludla« 
aaaaoAal aradlt aaoosaiodatloii an %tm uaiial aaourad baala* 
aa aa!^ tolA tliat Uia bualaeaa la aoriti:t^Xla^ %f raaponaibXa 
faapla aud haa an JUiiY0ii^aJ3t oosatauairata wlili %bm ymX\mm 
trasiaaati^d# jjr lateria artiii;aiäatit «abmltted to tüan Jua^ 
raaantly iadiaataa proi'itabla op4^r^l»l0&a for tba flrat imlf 
af tlia ourr^ort aeason sjsd thay ra^rd tta («^Mi^xy ^tltlad 
ta oonf Idaiiaa in oonn^etlon witk ita aorsial opertitlatia« vh^y 
SJlva thla flffi aa IMafinUa ratlag from ^ 10*000 «a ^ E5#U;.o 



Otma Uliaar üVLl^« 



f. mn i«4o* i^/n 






vir baul'^Ma oBe auf Its* -^vhralbett yc»5? t*. »to. 

Ali ::*^rva ^-t Ae|>i>ll» 

vjtr heben ?:?.«n ^^ehvei i#r i<»ob.0ii i%mk.i^er#*lnt IttrlcHt 

W& wutern Itmn rtlt iiuoijst^r i*oi t t^u^e^ohrirt -\H;el^^Mßi ImMBem. 

Von Trrren :Jltt.'.lxuna^n l>€4 %ref f^n4 ^^^n 7«iMnA 
iamr iUr«l«tt vou Loauau i^oü ^^nf Is^una wir lanntnl« g no^w^n 

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Brown University 

Providence, Rhode Island 



Department of Economics 



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F. 



UliQEa 



13.D«£eBibdr liHO 



Verehrter IJerr Doktor, 

Sie erwaehnten neulicli am 
Telephon, öass Sie ein Kcduthaben an 
eine jurädische Hixf sakUon verkaufen 
konnten. Ich bin so indiskret Sie au 
fraÄen: hat das Geechaeft «Irkiicn 
funkUoniert und waeren Sie einyer- 
standen, wenn ich aich an die gleiche 
Stelle wende. 

Ich haue bei der Bebca ein 
kleines Guthaben von cca ^»OO^ Kc. 
augenblicklicher Saldo und daneben Cou- 
JoÄs im Betrage von 3.934 Mk., die die 
Bebca aus «ir unerfindlihen Gruenden 
statt einaukasaieren, mir ins Depot ge- 
ieüt hat. wenn sie daau veranlasst wer- 
den koennte, diese Coupons einzukassieren 
^d wenn sie sie dann auf Kc. Konto ueber- 
tragen koennte (eben zeigt sie mir eine 
oerartige Konvertierung bezgl. e^"«« "^^^'^ 
nen Betrags an, aber das besagt nicht, dass 
ihr naechltens wi«der Bewilligung erteilt 
wird), waeren es also nahezu in8ges.ö0.000Ka 
die ich begreiflicherweise gerne verwerten 
«oechte. Gesuche, Unter stuetzungszahiungen 



luiaeten des Kontos «i ^«i^^^f» fJSas 
mir wilderhoit. abgewiesen worden. Allerdings 

wir das Konto damals au allem Uebrigen von 
war das &.OI1W u«»»* «eiche Sperre lt. 

der Gestapo Prag &^q?errx.| w«j.v.u«^ 
einem Brief der Bebca vom JMli angeblicn aui 
gehoben wurde« 

Fuer Ihi^n Hat weere ich li»"«^ sehr ver- 
bunden. Bitte sagen Sie mir r^"^ ^^fft^J^rt^' 
was fuer eineu Kurs ich gegebenenfalls verlan- 
gen koennte» 

üebritjens kaene dieses Stei.ie nicht auch 
als KaeSfer'^fUer hier liegenae Kcstelet.er 
AkUen iu Fräße? Was meinen SleY 

Maine seelische Verfbssung Ist zur Ab- 
wechslSS wieder einnial auf einer Anticli^ax 
^Sa^: der Krieg zur See, gegen den Alba- 
^^ ,^«^r vhTar ia aoch nur Nebenkriegsscnau- 
"^^^.^ a^ uui dSs iumSr naeher heranruecken^ 
§f SäreÄ u^ uIa in den Krie.. Dann weraen 
fliS^e ich «luecklich ueberail als Feinae 

Hin PTMikreich und hier. Man ist gehetates Frei 
Sil SS iie Sadisten aller Laender in .^ts- 

uniform» 

zur Verbesserung oer La«"« ^^^Jf J "^^J^ 

uttd 101 Qt'Glü im Bett« 

ich bin aus diesen Gru«!?i«?^?'5rai''^l. 

daaugekoamen, den lieben Brief Ihrer Frau -e- 



ttaiain SU beaiitwort#n# DmB •oJLL aa##b- 
•tMis ia hoffentlich heiserer Stf— ing 

Waan kMoot Ihr Ba#rAt«a«b«»g7 Si# 
tMiräen ihn mir doch Mhickoxit 

Wolter mULoo GßiXm und voi^wogto 
Foioriogo fiuoxiooht Ihnon und don Ihrigen 

Ihr Mhr orgobonor 



Dr« Xioebl hahon Sio dureh Ihre 
HiJLfo beln Consuiat aohr gLueckiläi go» 
«aoht« 



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füll MviU /U^pJ/ ^W^/t^^ ^^^«»^ rj^ ^ 



F. 



iö.Novauiber ic'^O 



Sehr verehrt,« gn&eaiiie Frau, 



Schaao, sciiade, dats Sie daeser Zage nicht 
7«»ae wareu, wie ich den Brief aus Providence, -ihooe Island, 
nJÄte Snd neiii Gesicht ebenso geniaüserisch vex-kiaert 
war iie das ai^dSer Kuiiöchen, wenTi cie echt c^^chechische 

zu Geimet.e fueiu^en dvujrfen. 

'>J.c.c >>itto rcijistrioi-on oie die outstanaing 
fv-tar-B des .'^l.KonbiicK.^ : "G^iiU^a" nach "^anaj«^»^'^^«^ 
iitbehrun-- • . \.ir wiesen uns «xs bosonaere ri«ttigkeit zu 
ecSetzenT dass Sie in Ihi'er inunijcn EpisUi bei der 
S.^lderuu' Iln-er £i.s;-.-.xöcha-Uiche;; .M-l-ox-e cue Ihnen 
aS ;r>Se ^LiS,;nö^t>erui^keiu a.U uiu-or Verdienst dar- 
S«tu^n^ J-de ifaliB liaben Si« oamit unsex Verxangen nur 
ncc Fe-tli-Srt, U..oi,:5X, et.a.. ..an:- von Umen zu hceren 
«IP dfp^^er APD-Ui'.er einer Korrespcnaeai geDoten hat. Also 
Tri^s^ta Si-^icn uoci. n..echst.en. .u .incra längerer Schrei- 

o-^^Tm-- in«-t/^en od'tr Tr.ch U.eser : koiuaen t>ie auf ein 
ilar ?a,i r^cb Fl??orV., wo ^i. .i« *ir .ufaellig hoeren. 
diese V.'oche Hexnerf- w»ifeu koennten. 

T^*..-. ";-ieoer6eliönt-.wvJ-ifch i:ii-i. natoei-xich auch 
ae- ^or-Jon ueH'i^.-^chaotzt^n Ga^oen, uen v^ir ueber ^as week- 
t.; Mer er>vört«ten. '*ir hat^er ihm den gestrigen Abend 
^IIS aSS^art- uno d.mx.rr.u säte ich bei A.xruf in. Gotham 
orfc.-nreri, d«s;. er treuics nicat tiekoru^en xt.t. 

Von nn.- ia+. nicht vivl Besondex-ss zu berich- 
j „^ ', •^' -..-ai-i Ti(v''ii'-i öau^^n an mit iimiier neuen 

nicnt vüu Kew York weg, was wir uns eißenUicu schon Axxe 
wuei'tschan» 

Im Uehriiien sind die social activities auch 
,^^cht etrenuous. Wir sina wieaer oine Meng« He toureinladungen 
icäl:ai?^1Sch?e>u wir in edlen n»oe^xicher. Haeusern w^en. 
SS^r einiSeri maessisen Filmen hat Faiailie Urnjer einen 

^SStei Theaterabend gehabt, i.^^? /i?i,rSneJt\Jä. 
Ihnen l\ier Ihren naechsten Desuch in NYoik ans Harz loge. 

Und was ich Ihnen sonst noch ans Herz lege» 



v^^ ciic* nnfi bald ein Lebenszeichen i am besten indem Sie 
leäSaäLnerSleiT QruesBen Sie ilr die Kinder und sagen 
^?A ^t?te soezieU Monica, daee ihre seh auepieleri sehe 
faluglTitmlltzten Tag' vor der Abreise bei mir unaus- 
Ic- schlichen Eindruck hinteriasBen hat. 

Tind leben Sie sich weiter ^t in providence und im 
neuen Heia einriß sicher sehr schoen und geschmackvoll 
werden wii^« 

Sa'^An Sie dem Gaxtan, dass genug Whisky vorraetig 
<.,t auch"copnac trot^ der sich ersehe spf enden ane-ikani- 
ic>ü:nVo-ra°t9^ diesem Stoff. XJnd we^-m Sie weitere Wurst- 
S^stJiluSen duSh uns vornehmen xvoxien, bitte uns ^l^^^^' 
+ ;f^!T;^i- worden kuiantest durchgei'uehrt werden. Fuer 
Jen^-ali als ^ieSiSkt mit d.r -o^eiie des «uten .u ver- 
?^Sr«n iuenschen, haben wir Herrn Martinek ^ '^^ ^«^ » ^J^^" 
pJeißiiSe etc. zu schicken. Moiientiicn nat er es getan. 



Auf b'dld. 



Ihr seAT* ergebene»" 



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THE :M:itKDEÜ^ 

123 WATERMAN STREET 
PROVIDENCE, RHODE ISLAND 




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24« September 1940 



VereliTte ^naeaige Fraui 



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Wiesen Sie uebrhauptiji wer der Scru*eiber 
dießeB Briefen ist ? Ich nehne an, dase Ihr Herr 
Qemahl in dleß-3n aufregenden '^'cc^i^n, die er in 
Hev/ York viel i^u fem von seiner Faniiie zugebracht 
hat. Wichtigeres zu schreiben hatte, als von 
Familie Unger, der ei' GruesGe von gemeinsamen Freun- 
den z\x ueberbringen hatte und die Ihn dann mit 
viel Vergnuegen ha^Äfiig wiedersah« 

Dadurch haben wir mit erwartiin^evcller 
Spannung alle Phasen Ihrer Odi^ssee miterlebt| von 
den Verhandlungen ueber die ProfeSvSur an^^^fa^-^'^n 
bis 2U Ihrer Landung in Montreal. Wir haben die 
Verve und die unerrauefllichen Bemuehunjen Ihres 
Herrn Qeinahls ebensoeelir h^.rtjjrAQrt wie Ihre Tapfer- 
keit und die Umsiii t, mit der Sie den hinde.mls- 
reichen Kampf am die Ausreise auf Ihrer vSeite ge- 
fuehrt haben» Ohne Sie bisher anders als aus den 
Schilderungen Famiiis Hexners und Ihres latten zw 
kennen haben, haben wir an Ihrem ScMcksal drei 
Kon£vt'2 lang aufrichtigen .\nteii genommen und freuen 
uns, dass die Din,^^ endlich sc weit 6lnd| dass die 
glueckliche Wiedervereinigung Ihre Familie kein 
Problem mehr und nur mehr eine Frage von Tagen ist, 
wenn auch wahrscheinlich diese Ta^'c gerade die laeng- 
sten SU sein scheinen« 

Empfangen Sie herzliche Gratulation, 

dass Sie wenigstens sov/eit halten, und unsere Er- 
wartung, Sie recht bald hier in New York begruessen 
zu koennen« Leider werden Sie uns ja bald nach der 
Ankunft wieder entfuehrt werden* 

K^lt testtp. Gruessen, denen sich auch 
meine Frau anschlies^tc,/ bin ich 

fv^' Ihr sehr ergebener 

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5^i^ AVE. AT 55LHST. 
NEW YORK CITY 



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68 West 58 th Street 

New York, N.Y. 



18. November 1940 



Verehrte Frau Atinie, 



Gestern abds. erhielt ich Ihren Brief vom 15. und bin 
Ihnen verbunden, dass Sie dae .^idavit nicht nach Washingtin, son- 
dern mir schicken. Ich werde es Dr. Sokal geben, der eine Aktion 
eingeleitet hat, um Lene das Visum zu verschaffen^ nachdem die erste 
Intervention durch einen einflussreichei Verwandten Gretel Un^ars 
nichts gefriachtet hat. Die Aussichten duerften sich verbessert haben, 
weil der boshafte Consul aus Zuerich wegversetzt wurde und Lene zu 
seinem Nachfolger, wie sie an Dr. Sokal schrieb, ueber einen gemein- 
samen Freund einen Weg zu liaben glaubt. Da die Visumerteilung doch 
weitgehend Ermessenssache ist und speziell in Lenes Fall Äit Hueck- 
sicht auf nachweisbares Vermoegen bei etwas gutem Willen ohneweiters 
moeglich sein sollte, besteht einige Hoffnung. Lene selbst wuenscht 
es sich angeblich jetzt nicht mehr so dringend - auch zufolge vorer- 
waehntem Brief, der einzigen Nachricht, die in den letzten Wochen 
hier eingelangt ist. Wir alle hier, einschliesslich Mises, sind na- 
tuerlich der Ansicht, dass sie wenn irgend moeglich herueberkonunen 
sollte. Aber auch abgesehen vom Visum wird ja dann die Ausreise, bezw. 
Durchreise durch Frankreich und Spanien einige SchwierigKeiten ver- 
ursachen. Aber hoffen wir das Beste. 

Sie erwaehnen in Ihrem Brief, dass der'Einkommensnach- 
weis Schwierigkeiten bereitet haette. Aber Ihrem Brief und den 2 Aus- 
fertigungen des Affidavits lag keinerlei Einkommensnachwei8(Äoch auch 
uebrigens eine Bankbestaetigung u«rber das Konto) bei. Diese Belege 
wird man aber baauchen, wenn das .^fidavit ver*wendet werden soll. 
Falls sie also surueckgebi.i':iben sind, bitte ich sie mir oder wenn 
Ihnen lieber ist D:-. Max Sokal, 3ö36 Grevstone Avenue, Hiverdale, 
New York, anri^ehend per Air Mail zu schicken. 

Da ich von Lene seit geraumer Zeit keinerlei Nachricht 
habe, weis^ ich selbstverstaendiich nicht, was aus der Kontovollmacht 
fuer Sie geworden ist. Scheinbar hat eich uene die Sache nachdem sie 
mir geschrieben hatte, wieder ueberlegt und der Bank andere Instrukti- 
onen'^gegeben. Erschwert ist die Sache jedenfalls dadurch, dass Lenes 
Guthaben nach den neuesten Vorschriften (die angeblich zumindest ein 
Bigenvermoegen ^ron 10.000 $ erfordern) knapp ist. 

Unsere Abreise verschiebt sic>^ weil ich hier durch 
allerhand meist aergerliche Arbeiten festgehalten bin und noch nicht 
sehe, wann ich mit gutem Gewissen abreisen kann. 

Kit besten Qruessen Ihnen und dem jungen Krieger 

Ihr ergebener 



I8«Kov«mb»f:f 1^40 



Lieber .^Iciti-sr, 

2'aii •jaoh^ini heute erhaita icli von 
\nrfi^ ^uc>;.r ein -^fflct-^vlt i\iar ihre 
Bchr'5;3t'-;r :^3ne, zu d^at öio unberufen 

Jeder !:.üchv;9is^ uaü«r V^iwoe^«ß ona JJoVoicb 
ilinkoiu'V^n, Ich e.onrolw** U*r u.i^»| Oaaa . 

in ih/^'^Jta '^ri':f , IhBc der *'^'i.o.*\>#a.& ihr^^s 
}:^lnlfo^^^1^al^.^ sehr ;icrAv::.ori^ .veix"^' 9 aber hl% 

iDit der nitc^, ee ScKcu. vveitoriwia^^«^ 
T^)\n op 6 - i\ji^*-r /^v.eckia .a-vei^' i-.ÄöiUf. kann . 

I-.. h-il.t^^ den :*-riof bei mir im ihn 

riT!^/i ^l. •'^^\^:xi , ihälo socr a^raa di^m\ 



Kit be8t*in Gru^oB^^n 



liu- nr^-^b^iiar 






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ll.OQtoher 1940 



i^iebe Frau Aiuxie, 



Ais Aiitvort auf Ihren vorgestrigen Brief htibe ich 
Ihnen Fcxjendes zu berichten : 



!• In der Zvvischenzeit ist noch ein Brief von Lene 
an Eißüs an^e kommen, v.orin sie schreibt | dabs sie versuchen 
duerfte, nach Lissabon i:u ^ehen» Wenn ahs moe^iich ist, 
waere es siciier i^ut. Anderseits spricht diese I^/Ii tta ixuz^ 
dcifuer, dass Lene arinjena vegmoechte. 

2» Hier sind bereits ZY;ei Aktionen eingeleitet« Erstens 

hat Dr^ SokruL, an Con Lone zur gleicaen 'i^eit wie au oiich 
geschrl^abn hatte, von sicn aUS durcli einen Wat3hii\ix.0Her 
iUriwaxt in'uervenir3rän lassen. V/ieviel diese Intervention 
wert ist, weiss ich nicht« Zweitens hat Gretel Un^ar, der 
wir von Lienes Schv/iei^i^ikeiten Witte ilun^ ^'eaiacht hatten, 
ihren Vetter Dr» Jai'etzK^, de:' ParUner der itiije Sehens uen 
Hew Yox^ker iUrvaltifii:riia gebeten, Doiin Sta^e Depai^tfuent zu 
intervenieren und hat er aies zu.je3aijt. Dr. Jareti:ky, der 
in VuxilfalirtsaktioJien eine fuelirenae Ko-Lie spielt, duerfte 
in v»aifhiiigton sehr an^^e sehen sein. Icii weiss daner eigent- 
lich nicno, oj nicht ira .ui^>*onblick genu^j geschehen ist, so 
dass ei]ie dritte .Uction v:L(>lxeicat zuviel ut;s Guten waere. 
V/enri ^ie aber uic^ ^acne Inrei:. 3eKc*:inten bereits rnit^^e teilt 
haben, lassen Sie uie .^.ticn j-odenfaxls ruhij laufen. 



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Ten selbst hatte einen anaern >Veg La Auge, ueber 
einen FunXtio/iaer in Washir',:,ton. Da er.pf olu.en v^uiMe, nicht 
zuviel auf einmal zu machen, stoppe ich diese Sache vorlaeu^ 
fig ab. Ich iLoeCiil'^ sie aber* goge oenenf alxs vv Leuera.a nelomen, 
da icji weiss, aass ae -^ betreff enae In verschiedenen Faellen 
erfuXgreica war. hjr woxxte von rrdr nahen, aase ich ihiii ein 
Ver^-vandtenaffidavit an üana gebe, danüt er einen Anlass hat, 
der Sacne nach/^ugenen. Ich wu erae Sie daher bitten, auf Jeden 
Feal, das Affidavit auszustellen uno mir einzuschicken - auch 
^fuerm es tinanzielx keinen Wert hat. Icn v^'erae aber aavon nur 
Gebraucn loacaen, wenn uies einen Zweck hat. Erfa'nrungsgeniaess 
bringt mari mit der Abfassung eines Affidavits (Beibringung 
der ^ankbestaetigung etc. , Legal isieining durch Notary und 
Superlegaxlsierung aurcn Count^ Clerk) einige Tage zu, daher 
waere es schon ä'^t, wenn ica das Al'lioavit auf jeden Fall 
parat haette« 

Was aie Geldsacnen betrifft, weiss ich ja nicht, wie 
sie wirklich stenen. Vielleicnt existiert noon Venaoegen, das 
Lene aus irg<-;iawelcnei* Gm^ina nicnt oeiu cousul decxarieren woll- 
te. Diesbezueglicn muss man warten, bis Lene aus Europa draus- 
sen ist. Denn auch die Post mit der Schweiz wird u.zw. ver- 
mutlich von beideii Seiten zensurieit. 



Die Absicht besteht jedenlalls übrni uns, im November 
nach LA zu kommen, aber ia aieseii Zeiten kanii mm keine 
fixen ^iaene machen. 

S^3hr erfreulich, daas Sie mit Ihrer Saciie, wennü-^eich 
bei schwerer Ai'belt, Erfolg haben. 

Gmessen Sie den jungen Krieger una ölna Sie selbst 
bestens gegruesst von 

Ilu'öiii ergebenen 



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ll«Oktober 1»40 



Liebe Frau Axmie, 

Icäi }iQtf^ ßle la Beisltz meines Brl«9fß 
vcTü 3# wie Sie aus 'J<äüie;;i'^n(ieni l>Jirch9Chxa 
mtäines hautigen Briefs aa Ut^ne ersehen 
wei'Ciönf ha!3e ich heute einen ^^eiterea 
Brief von ilir bekoiiimenf .'Sbeneo HeitXer« 
Icii exiUiaiuiie daraus, dase sie an::':i3nijt 
ueber die Mco^ichkeiten ihres v/e^kon^'^^^mß 
wemonÄii^t zu ^^rä&xu u9iäer seiie ich 
keine]:! :;at .und habe daL< Gefuehii dars cIqp 
Zuöriche^' Consta li*r d&ß Viru.r» ^inr^c'n 
nicat geben v/ili* In inrem Brief an mich 
c;chr<5ibt uene woertiich ? 



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Ci*»^ 



Ich war oieien Monte^ in Tuorich 
Ccxifiuiat unu wurde vcn t-inai^ 
3t)a-'it4r* (liic^.t K#?trcra| Qm\ verant 
woi*tiich(3a Conaui) mtpttsngen. Er 
erklaerte mir| o^st^ öi^ von mir 
nhchgewieeenen S^CXX)* nna 700 f. 
nicht genuegeiu Kaca den iieneA 
BestiiLniun£;en eoU-en sie ueherhaUit 
niemand hinueberle*f.Ben. ^uf meir^e 
Yre>-;.^% \-f\r\m sie 'MTxn r.icht iio- 
ber die Kinwanaex^unj olfizieil 
aperreni aa^t^ «r riir, u-n a^-^j:*- 
nicnt nacii den '.Jeaei^z und ut^her 



Hessen sie nur ötlir reiciiÄ I-^JJ*^^^^^ 
u«b3r# Auf mein« Fraise, ob a)#000f ga- 
im<töen wue3-d«n| sa^ite «or air, tr giauoe 
nicht* Er v^ar i- ii^ ii^benswuerdlg «nd 
oa^ö mir* wenn ich Burcpa durchaus ver- 
laiaen wolle, 3o solle ich docü woandere 
hingehen Ale in die Ua.u I* »".«•^^•t 
duea Ich die alte Welt nidit verlaeeen 
mueööe. dasö ich «iber äu meiner Scnweste 
und mein^ii Fi-e^-UAuuu ^ehen wdLle. Ich 
wueroe noch weiter verauchen und warteni 
bio die Bei:.tiiiiUiUüien v*ieäer erleichtert 

- :wucräen#^ 

• ■ - - 

^aeh diesen Mitteilungen v^ird j« wshrschein- 
lieh audi ein VerwöXidtenaS^fidavit nicht viel 

nuetzen^ i^roUdöÄ ^msrcie ich glauben, daes 
es ^«sciAicku-wei-oön Mllte» /JDer vcrsichts- 
halber niCivU an-d^n CouBui, sondei-n an Lene, 
dscait sia ۟ v-;ii-wei^et, wenn sie i^oibti oass 

* . . - . . •, - • »- - 
Ich hoXf^i i>^a von iiiuexi xu hoerern 

Mit beü^taii-Gra^seeu - - - 

Ihr f^mr ergel^ener 



Qraesöen Sie mir Heia»i# Ich hoffa, dass 
ioli bäuLd viexegenhrt^t haben werde, den jungen 
liaiiXi wieuer au photographieren. 









F.U. 



4.0cober 1940 



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Lieba-.Frau. Armie i 






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Entschuldigen Sie bitte, da 88 ich. Ihren Briefe vom 13* August 
80 lange unbeantwortet gelassen habe» Ich habe aber an Sie 
trotzdem gedacht und nach wenigen Tagen - am 23.- ausfuehr- 
liah an Lene geschrieben. Darauf ist bis heute noch keine 
Antwort eingelangt, aber ein Brief vom 17.IX. , in dem Lene 
u.a# scnreibt dass ihr der Consul verschiedene Schwierigkei- 
ten macht» Erstens rauesse sie sich in Jugosl. scheiden lassen. 
Ferner aber findet der Consul, Lene habe zu wenig Geld. Sie 
hat $ 8*000 ausgewiesen und 700 £ in London. Sie wird das 
Dollardepot auf 10*000 erhoehen, viel weiter aber koenne sie 
nicht gehen, schreibt.^ und der Consul verlangt angeblich 
mehr. Sie fragt, ob wir ihr raten koennen oder ob eine zu- 
saetallche Garantie ai fautreiben sei. Aus ihrem Brief geht 
nicht hervor, ob sie ein Affidavit beibracht^e oder ohne Af- 
fidavit als Kapitalistin einwandern wollte. Jedenfalls waere 
nach unseren Erfahrungen zweckmaessig, wenn fuer Lene ein 
"Verwandtenaffidavit" beigebracht werden keonnte, sei es, 
dass Sie es ausstellen oder wenn ein Vetter oder sonstiger 
feigerer Angelioeriger das Affidavit gibt, der dafUer bessere 
finanzielle Unterlagen beibringen kann als Sie. Vielleicht 
koennte man l'uer Lene jemanden in Washington intervea ieren 
lassen. Das kostet aber jederfalls Geld und ich selbst habe 
eigentlich niemanden, von dem ich weiss, dass er erfolgreich 
ist. Icn werde auch mit verschiedenen Freunden ueber die 
Sache sprechen, bitte aber auch um Ihre Aeusserung, ob Sie 
irgendwelche Hills »bissen. Im negativen Fall bitte ich Sie 
Lene gegenueber meines heutigen Briefs nicht Srwaehnung zu 
tun. 

Was das Bankdepot betrifft, scheint Lene ihre Absichten ge- 
aendert zu haben. Id\ habe weiterhin von der Bank kein Ster- 
benswort gehoert, dagegen hat Lene Dr. Heitier geschrieben, 
dass sie ihn ermaechtigt hat, zwei Dispositionen zulasten 
ihres Kontos vorzunehmen, aber ihn vorlaeufig zu keinerlei 
Dispositionen beauftragt. Jeaenfalls kann sie wegen des schw- 
benden Visuiujesuchs vom Konto nicnts entbehren^ was ich mit 
Huecksicht auf Sie bedauere. Ich glaube, es war jedenfalls 
falsch, dass Lene sich nicht laengst entsciiloßsen hat, von 
Europa wegzugehei , aber sie entsciUiesst sich anscheinend 
sogar jetzt schwer dazu. Jedenfalls muss man ihr helfen, sowett 
irgendmoeglich. Auch sie is^ ja sehr zu bedauern, weil doch 
alle ihre Leb^nsplaene zusanmengestuerzt sind. 

Um nochmals auf die leidigen Geldsachen zurueck zukommen, kann 
ich mir Ihre Schaetzung mit den eingangs erwaehnten Ziffern 
nicht recht zusammenreimen* Wenn Sie noch öOOO$ zu bekommen 
haben, haette Lene nur selbst im Ganzen 3.000$ plus 800£ oder 
etwa 6.000$ $ Wenn Lene einmal hier sein wird, wird man ja 
diese Sachen in Ordnung bringen koeuneiu 



4 ^^..-h ^,r^r{ fiAS Kind Seit MoHaten durch eigene 

reichen koemien. -^ ~; f^-^v^J' ^^^^ -^ 

aruessen Sie mir"" den kleinen Krietjer und sind Sie 
»eibstbestene gegruees^- von Ihrem 



ergebenen 



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12. AUgUßt 40 



Liebe Tx*&a /amie, 

Wir ik*i>eix toiir beuauerr., Sie vorl^-e 'SocA^e 
in Lob ^Ui^^vl^ti veineijab i.u haf)en. Er<^t«ns n^etten wir 
doch uebb^iifciupt bie uiui a«n Herrn Sohn c^rn reBe>K^n. 
Zv/ei'Un^ Im^uW iu.. .lU'wi mi». Annen uohpr cüe Anr-ei^?»- 
genueio cußspi-s^üt^x woxlen, r.HorA^m Icn mich nchon 
eliiiu...! K^lii^^iXiXi.^.i\. Ai^a;e. I/)*tinen J^tar.dp\mKt kennen Exe 
ja ; icn ly^xl« et iu«r \ment>üUensweJ't» ^iass Sie Ihr 
VviriMu^^eu öui lurtiU eigenen N^nen stehen hanen. 

Huii lu%Oö xcu aoer» exn<*n Rrtef Ijenes datiert 
voc* 4%tTiUi ex'halten, uer in zwGll'acher Bezlehiin^^ -^e- 

!• v>ünreiht. uene, aass :'.ie ^vlcht wiAseu, 
wai>, bei^vv. v.ie\rid^. voii uhiu l>epot una Konto Inn^n je- 

2^ öi'\niennt li^^ne, df^oS Bie cU^b Depot fner 
den Veratctigeubnaclr^elö gei^.enuener n.-r USA Cor.^i^J. brruche. 
oder ^uIuinae6t ' exn a'^v^isfoes Gexa% i.^ne ca;ueckt rieh 
hiobei ivlv^iit klar ^U6 und oa icn ffanj. unl nf orni-rt bin, 
wieviel uebornaupt in aem D^pot aem ^ert niicn erüect 
ixnd ^^icvitrx cktvon Xiineü gebeert, außseräem nicht '.veine, 
weichen betrag Lene ohm Consal gegenueber ale ihr Ver- 
luoegan angeloben nc^t, wei^>6 icn nicnt, ^'^7^^^^^^;^":,^ 
Quenz mea-i au^ di.^fc>ei- Beii,t.rkunes :6ieaen ßcll* JedenfciXP 
dart der Tfej.i, uer ^en. vert nach unäefaehr bene sohoe^t, 
nicht e^bdisponierL werden, boudern nmeft aul !^:e£ Famen 
verbleiben. Jas naoe icn Ihnen aboi ohneuie? empfoh..en. 

Xcii waer.ä liuien dankbar, wenn f>xe mich bei 
ErhJLü uiyöe;» Brxeis wiraen xieBr^en : 

m) "nat dit:- Bank Bich gfimeidet 

b) höben sie bereits Ler ef Vollmacht von aar 

Bank unerkannt -»«^^f 

c) wiBfeen Sie, was von Gern Konto und xepot, 

Binen gebeert ^^4^^4.0 

d) haben Sie bereit» atwae abdisponlert? 

Keine Adresse bi6 Donnerstag frueh : 
Stanford UniverAito', C&lif» 

c/o Profeoaor Dr. Fritz Mechlup, 

DeparUnent ol F.conomicß» 



Spaetere Antwort erbitte ich oJi meine NYorker 
Adresee» 

Also uoolimalsj wir Ixaben öehi- bedauert, Sie 
vereaeuirit ^iu liabea« Wir hc.ben ein &ihr öchoenes Weekend 
in LA gehabt una geiUiideni aaöiJ saan hieri wenn man QeXa 
oder Einkoiomen h^ f an^uneiüu leben kann. 



Viit beöoea Gr^atssö^n 



üu* seil.:' ei*jebenei' 




ifC/J^T^^^^^i'^t^'V^^'ij^'tyX, 



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Lora Pischer 
12, '»Garabridge" 
Manion Avenue 
Hose Jiay, ii#S.W«. 
13th,i,iay 1940. 



Dear ±'ritz, 

I thank you l'or your let/cer, dated the 20t.h.Deceraber 
v/hich I ßot via Zürich. 

You can iniagine,that I am very glad that it v/as 
poGsi'ble to settle the financial matters this year in such 
a Short time and to arrange for an extra-payiient. 

I always laiev/,that I have no right and no reason to 
expect similiar payments alv/ays lorthcoming in the future, 
as tlie name is telling that it is cUi e x t r a - pa^rment. 

I an very sorryliii.at you üont v;rite a sin.:,"le Yiord how 
you and your family are ieeling in Ilew -York. 

V/alter and myself r.re very haopy to live in oydney,as it 
is a marvellous place. It is only very diiiicultyfar nore 
than I have expected,to find a suitable job for me.But 
it is the iiain thing,that I was so lucky in regard of ikiy 
boy,as he has found himself a very good position at an 
optician,in the second week after our arrival. 

Wow I am very v/orried in behalf oi my father,as you 
co,n surely inagine. 



Kind regards to all the family 



Yours sincerely 




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^,^ js^^ Dr. 1' reder ick Unger, iiisq.. 
'^^ ^ 6Ö West 5öth-. Street 

CO " U.3.A- 



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22, Juii 1340 



Liebe Frau AnniOf 



Ihr Brief vom 17. kommt leider wirklich zu spaet* 
Wir sind gerade in Begriff auf 6 Wochen zu verreisen. 
Ich kann dnher leider nicht bei der Natclty BanJ der 
VoUnacht Sache nachsehen^ was ich voonöb ^-^nie ^jetan >a ette. 

Sie soll ton der Bank vielleiclit ochreibeni 'lasa 
Sie nochmale verstaendigt verdeni daoo Ihre Schwester 
zu liiren Gunsten eine Vollrxvcht gc^jeben h€;t| und daes 
Sie annehmen I dciss die Ba^ik in der Zwißchen^eit dj.e 
YcllmHCht erhrlten ]r.t. 3ie erbitten Bicli die VerfJtaen* 
digun^'i ob Sie bereitvS ueber dae Konto und Depot Ihrer 
Schwester verfue^en kcer.nen. Schreiben Sie per Air ?/;all# 

Wenn Sie eine positive Antv^ort bekommeni dann 



ob 



ac 



ih 



die IlJion ^ehoeren< 
)Xien i:ehcert» Das 



disponieren Si'3 sofort die Werte 
vorauß2®pet^t| dpns Sie v/icsen w 
was Ihnen gc^hoert, Ir.Sßen Sie drjin auf ein Depot| b«^w# 

Konto auf Ihren Famen uebv-rtre^en, ueber dae Sie evt. 
Lene eine VoHmacht geben koennen« 

Ich v/4ed-^rhcle i die Uebertrai:,ur:: dessen^ re.s Jlrjien 
gahoort (nr.B dem bislier suf Lenes NaT.'^^n ^gestandenen Depot) 
auf ein Depot oder Konto auf I'ra^en l^amen und mit Ihrer 
Adrease ist wichtig uikI dringlich. Ee -eht mich ja nichts 
ant aber ich verstehe rJLcht, dcuss das noch, nicht Ir^engst 
^•eschehen ist. Jeden Ta^: kcuLU es passieren, d-Bs die 
Schweizer Gutx:r>ben ur^l Depctc^ ebenso je sperrt werden, wie 
es Praes. Hocsevelt bez^l. der Daenischen, TTorv.-eüiv^caen 
Belgisc'^en, Holaendi sehen und Franz cesi sehen bereits verfließ 
hat. Ist das einmal get^cheheni dani'; werden Sie ee sehr 
schwer haben, Ihren Anspruch auf diese Werte nachzuweisen« 
Daher bringen Sie die Sache in Ordnung, ehe es zu spaet 
ist. rehr kann ich nicht tiui, {.Is Lone und Sie warnen. 
wenn Sie auf diesen Rat nicht sehten, werden Sie vieUeicht 
dieses Vermoesen, dessen Groesse ich ja nicht kenne, ver- 
lieren. 

Mit Leneß Teil ist die S: che anders. Den koennen 
Sie nicht auf Ihr Depot ueber tr^i^en l:iS8en, ohne dass 
sich verschiedene Konqplikaticnen ergeben, denen eine 
mit diesen Sachen nicht vertraut* Person nicht gewachsen 
ist. Die sollen auf Lenes Hamen bleiben. Viellaicht kommt 
8ie noch rechtzeitig herueber oder regelt sie anders. 



Auf der Durchreise duerften wir uns ein, awai Tage 
In Los Angeles aufhaitan» Bitte achx^eiben Sie mir eine 
Postkarte p.a. Mr. Hichard Klein. 263 S.Boimie Brae, Los 
Angeles, wo Sie telefonisch erreichbar sind» Vielleicht 
koennen wir Sie einen Momea t Q^dami% 

Hoffentlich sind Sie sdion wieder s^^'^ i^ Ordrixin^. 
Bestens ^upfohi an 

Ihr BBhr erii^ebej?!) r 






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FREDERICH UNGER 
68 West 58 th Str. 



New York, 23. Juni 1940. 



Liebe Frau Annie, 



Ich muss Ihnen gestehen, dass ich mir (n%ch Einver- 
nehmen mit Dr.Heitler) gestattet habe, ungebeten mich in Ihre Ange- 
legenheiten einzumischen, indem ich am 6.ds. an Lene folgendes 
cabelte t anpfehle unter heutigen ungewissen Umstaenden ueberlasset 

Schwester Verantwortung d-r eigenen Angelegenheiten« Falls 

irgendwie benoetigt, stehe Verfuegung. 
Was ich dann in einem laengerem Brief weiter ausfuehrte. 

Anscheinend als Antwort darauf erhalte ich durch einen aus Genf 
eingetroffenen Herrn, der hier zwei Tage auf der Durchreise nach 
Washington war, ein Mr. Major Wright, von Lene ihm mitgegebene 
Zeilen ddo. 27., aus denen ich entnehme, dass Lene die hiesige 
Bankkorrespondenz an mich dirigiert hat, ausserdem haette sie 
schriftlich beord^ rt, Ihnen Power of Attomey ( Verfuegung sr echt 
ueber ihr Konto) zu geben. Ich habe von der Bank - es ist die 
Central Hanover Bank, hier - noch nichts bekommen, obwohl die 
Disposition falls per Air Mail gegeben sdion laengst gier sein 
sollte, denn wir haben bereits Air Mail Briefe bis 14. Juni und 
auch gewoehnliche Post bis 31. Mai. 

Bitte benachrichtigen Sie mich sofort i hat Ihnen die Bank bereits 
Vollmachtsformulare zur Fertigung eingesendet ? Wenn ja, wuerde 
ich empfehlen, dass Sie dieselben sofort nach dem Wunsch der Bank 
erledigen. Wahrscheinlich wird Beglaubigung Ihrer Unterschrift 
durch Zeugen und einen Notar erforderlich sein. 

Sobald Sie verfuegungsberechtigt sind (also das heisst, die gefor- 
derten Unterschriften abgegeben haben), wuerde ich auf Jeden Fall 
raten, dass Sie diejenigen Werte, die Ihnen gehoeren, auf Ihr 
Depot, bezw. Konto uebertragen zu lassen. Seit Wochen besteht von 
einem Tag auf den andern die Gefahr, dass hier Schweizer Bankkonti 
blockiert werden. Wenn das geschehen sollte, wuerden Sie sehr 
schwer zu dem Ihrigen kommen. Also schauen Sie jedenfalls dazu. 

Was den Teil betrifft, der Lenes Eigen darstellt, moechte ich Ihnen 
im Moment keinen Rat geben, sond^ rn mich noch vorerst mit Freund 
Heitier besprechen. Ausserdem rauesste ich wissen, um wae es sich 
im Einzelnen handelt« 

Lene schickt mir auch drei Schmuckstuecke (Perlenkette, Ring und 
Anhaenger), von denen ich noch nicht weiss, wem sie gehoeren und 
was damit zu geschehen hat. Ich lege sie einstweilen in mein safe. 

Idi hoffe bald von Ihnen zu hoeren. Es soll mich freuen, wenn ich 
durch meine Eigenmaechtigkeit Dinge zu Ihren Gunsten in Fluss ge- 
bracht haette. Bestens gruessend 

" * Ihr sehr ergebener 




Cr lo-erbville, "G.^kt.lOAO. 



SpItt ..reehrter H -err -Doktor, 



aes PHe^es. Ich erhielt ^^^.^ ^l^-^-^^^^rl. V.- 
+ ^rÄ4e- t.t1t m- mein B-r3ev n- + , ö^^^s 

fla-mit no"-. -i -m. ' H-^« ab-to.n. 

M.u,^.r.it d-s .^''jonT- 
r-r'!-^ von i"; ^a". Si-- •'« aic A^me ^en-t 

Tr^io v^y. ■pv.f-ni ^ot.h, äie icn linuif . .^ 

tXna TT, T^ vr .. ■ ' 

--r^v. TwTv.^m '.rV.^i ^''•^t ^oo>i ^--^Tj^^ C^Ttte^, 
Snn.n, '^e^n '^- ^^^— '^ a.l^rn.nn bindet. 

E9 ^-i^Pr.+ ^ie, T^— ^^^-'^ ^.-^-.tin 





• yh(A^ , /i^^ 



^^,/<<^^W ..^'H^C'&^yOC'^ .<:iyJ^^^^<Hi^ yi^ y^^^^ 



.^<i^MJyC(yU ^^tA^t^^^^^*^*^^ y^ Sf^*^U^iH-i^ 





3. Oktober 1940 • 



Liebe Liili» 

* V A ^^rn-to-^ Pn«t. fuer Dich und Hermine aus Uruguay 

er andeutet, dass ^ ' ^'^^^.^«^Jvj^ v-rhaftunj durch die Deutechan 

zu entgehen ^f^i^i^^''^^^^^'^ l/^-^lu'.' ^ir .Inf aSc>^ des 
helfen, w:.<te- Dr. 4^'"'t t*- n,^'^ Artur, noch auoii mein hie- 
Briefs an Dich ^-««1^^^^- J^l;' i^^^t^uai Sr S.Wc^^^^^^^ haelt, 

si^er oawaoiü-aiajin, dbi' ^*^''?.l' f^jf rtt • .lacVisen. Als kleinen 

... .u.h...rifft, -^^^^^J;/SfJi^fSarcoSSat*'* 
dass lio^ voriad.^'.i eraalteu .aubt. -t^tialaiie ii« mir dieser 

el^Äa,.-^^n ■^oz.'. -" '^^f^^.^J"-.;;..^!; dirünVei-onlccnn-.3nd8te 

/.u ;^ein» 

^ --■ ^^/-^.uch ^e-^^ : -ueokuch^r Weisung abschiaegig 
i)e.üw> ^-^^ vac^u^r^ !^^«^V:. .; ^ ... -.p-- ..0-11 die Praxis jetzt 

Hoffentlich hat«..-, ..;.- ba-l von Euch uM !'«rmlne gut. 

Kacnric'iten» 



i::^ 'b0 5:veD :;™e3Brfn an 7:ac'\ P^X^-^ 






kew York, L-.ept.l5, 194o. 



]jx . Lji^ar 



l>'ear _ 

I lef t ^London on fiu2;ust 5 and should 
have uroiight you tiie -complMents fr-oni i^iX.o: iurö,x>eck- 
mann and jilso call on* you sometime.L.nfortanately 1 
had to leave my address book in Liverpool 'jvith the 
Censorship and could not coniiaimicate with you sooner 
than now,vvhen I received it again.-ln the ineantime 
things have changed,a}id 1 am afraid ...r.üc L.rs.L. may 
have had an unpleasant tiine.Lid you hear soraething 
fron] themVx.y letter jf Aug. 22, the day of my arrival 
here,has not beun answered yet.Let me know,please, 
when you will get some nevvs.- ^y the v;ay,ä few years 
ago,your mother used to visit me in iny office,and 1 
dare say \ve were on better terms than busines,^^ends 
are generally in.- sincerly \'ours, 

J. Tischler, 62o ..est l'Toth otreet. 




Lir. Friedrich Lngar 

6ö ..est 5Ö th Street 
iark Ghaiiibers 

i.ev; York-City, 



m' 



14. September 1940 



Liieo^ Liill, 



'^^esten Dank fu'^r D^^lrie Briefe vom 30* Juli und 
7.'\uo*ust. Tcu'kai-La mir i^ink^n, cinss Ihr jefzt aurgoregte 
Zeiten durcn:nH.cht. :Lü ist wirkiicn entsetz-tich una man kann 
o-pr niai t't3 laa alö hoi"'l'ün. 

lieber Keklanwlion hf-ibe ich endiicli die Steuer- 
b'='ßtaeti'--ui.- Kr. ilaixssrs aus V^rhin^ton oekoruaen uno schicke 
sie anbei Dir. ViexiGicnt jibt nir <ia.s einen Voi-^A'snct ins Oon- 

jj»ij •- Ko'^'fe^ pLj'^ cn^ekorrmen und solle/i bereits 
v'-'-ic-civ '..eiu und im '^a-.?r r>;r Flmct D..^ -?: wle^er-Hurray & Young 
Cöip., l^ecoBc. .^.venuo a.t ülth 3t,reet Ix-sc^u, Ica habe ünt-geaen 

sowie aas riiidc-i-en (ri'u enden Die ecate icn vorioeulie; ^^ie Koiier 
von iLii His uu'-^to^if f rui üej^ii ianr-r-n. ]..» wae^'-- Tr:o- lieb ge- 
wps^n. -vr;!!:. ju'^Jic i vo^ dar ,\b-enciunj mi^. mir verst.5- endigt 
haet^J^'., -^v^^ii. ich ^ir hpeU-i .Un.- omere Adi-rS£^i«rung ucr 
ßäud-Jüici -^njiivb-iif. kooTifiin, 

7c3i f-'te-^an habe ich c-in.in Rrief von. '■.'.(■>. Juni» 
Oönac-. Kehi 3s ihn: eo-v^t .3-"^' ;:^'^' ^-i" ■•vu.?ri3cra sr.Ci-'. aber 
ei'i :;uedaraeviAcViü-aiTi u.'.a hox, dleöoa/:.!. aucn ar. .irtiir ge- 
<:c>.r'i*--..-ri. uiorvUn,7;t i^l. mir nicrt recn-v kXar, wie es zu 
bjkotüi'ien ist und -ii er gficjeheiiönt alxs '-.Ingftir.ngon koennte. 

Vo'i dör ^ JdX-nd habc= icr. --t.-hf>' noch keinerlei 
rachriuat oei.,'!. ue- Tjeber.veiäm^ . Ici U-^-^'J '^-^ > <i?»-3 die Ueber- 
-veiöuiv'oei a^n jäc-nwaon/i^oü ei<.c.T.-.-rx.e-. Vc . -iciu- irten nicht 
b>v,l.Liiiit vmj-cieii wira. Wenn ji., wöere es :iatu<5r.t.icr. ^uc 

Lif;t.6 war jfet..i, in ,;uüc.vi.iV.i..än Ui:'i im:, ihrem 
c-.o.<.n noi.^c..«uor.. L-, ^eh^. xhae/i bOv.oxo .ian:. ^.ut. .u.?r.-ie stehen 
vor d >.:-i Dii.e:r...s, oc hutz xn ^^voy: bxeaoen oüer nach Uebar- 
bIo ^«h^iu £OL., 1.H/.V. ■.vie ^& fut- ÜTi mceaiic;. iso 'inzuge- 

lüxi ir.cecLt'^ »soion hoo.rtn» aast, h^cve vc.d Her- 
ininea Sache in OiMniu^, .i^.>i^.:-^n ii.t. Hcireixt..icii Können wir 
j;uca i.i ab^o].oar&r Teil vci. c.i.o^rey iieii). osno.-ten, aie sehr 
iatorostuuit vlh*. 

llit be.3U^n ^Ti-uevSwsen an Kucn heiue 

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London, II/7/I940 



My dear Fritz, 

just this raoment I got th* cable that 
our afidarit i» ok the way. I noed not teil you, 
how glad we are about it,ffiany,mmny thanks for all 
your help. As I have the day before yesterday writtea 
to you,I expect to be interned any raoment, I bare in 
this situ ation the only hope the affidavit may 
shorten the time of intemment.This morning (D got 
your kind letter of 27 th June und at thesame tirae 
the forwarded letter of Arthur. As I was to post 
a lettr to Arthur just now and I learned from Artb. 
the best way would be about N,Y. you would do rae 
a great favour,by enclosing my lines in one of your 

next letter« 

In the meantirae I hope you got my 

last writing of the 9 th.I want to mention,the dis- 

patch of my trunks was just in time,it was the last 

week under goveAent war risk gyy^WItyX assurance. 

I would not trouble you with this,but I had to give * 

the name of a receiver.You get an information fro» 

the ca»rier Woodbridge & Co,direct,as well as the 

three keys.Please let thera störe tili we arrive. 

At thesame time I write a letter to 
Mr. J. Hauser, thanking hira for his kindness. 

I am glad to know my brother in law 
took your advise by giving the additional letter. 
I am expecting now ^nir kind lines in Kr. Wilnot case. 

Many thanks, with kihdest regards to 

you and dear Anny, 

Yours most siM«re.lj^ 

You will excuse my bad writing to day,as my type- 
writer is packed,! had to borrow ar^therone. 



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-^C/ihr^r-^^ ^/C^-a^ A^ ,<^^^«.-t^ 















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2i.Juli 1940 



Liebe Lilly i 



Soeben erhalte EmilB Brief vom 8. Von der MiV 
tellung sehr unangenehm beruehirti drah'tei daes xmter 
diesen TJmstaenden den Kredit wegen Nichtelnhaltuns 
der Bedingiingen kuebdige* Ich nehme an, man wird 
meine Qruende begreifen» Erhoffe rascheste Erledigung^ 

Affidavit etc. muesst schon in Haenden haben« 
Sollte mit dem Brief von Frau P»R» und dem D^ot 
genuegen« 

Wegen Koffer werde au^jenblicklidi nichts unter- 
nehmen koennen, da uebennoregn abds* auf 6 Wochen 
verreisen« Gib vielleicht auch Paul K^ Instruktion. 
Ich wuerde ihm Schluessei nach Einlangen scMcken. 



Maa kommt nicht zur Huhe. Beste Qruease, guten 



Erfolg 



Dein 



1D*JU11 1040 



Sehr gaelirte gaftodige FraUf 



Ihren 3r ief vom 8. hab« ich erhalten 
und leite dia ganzen Dokumente mit einem Begleit- 
brief in 2 Auöfer-cigungon (eine p€T Clipper und 
dizie per Boot) an den Conail weiter» Lllli ^eck- 
öiann bekomiat gleichzeitig Kopien» 

Kopien meiner Briefe an den Consul und 
an Lllli anbei» Ich habe dem Coneul Ihre Adresse 
fuer den Fall evt» oirekter I-iiecKlraßen S'-ä^^^^i 
da ich wenn moeglidi vermelden moecnte, döss er 
sich direkt an H» Hausar v/encet. fenn Sie auf Gi-und 
einer RuecWrage des Consulö etwaf^ von ruHauser be- 
noeUgen eoUten, bitte sich &n Dr. r.duai\i Kaufmann 
au wenden, dessen Adresse Sie in meinea^ Brief an 
Lilli entneiAiBen welken» 

Ich bin frch, dass damit der Fall Emil 
und liillif soweit \vlr etwas de;2Utun kc^Äinen, erledigt 
sein duerfte» Es warten leider nocfc andere» 

kit besten finipfehlur^en 

Ihr sehr ergebener 



e.JUil 1940 



Sehr geehrte gnaedige Frmx$ 



Besten Dank fuer Ihren Brief vom 
6. und fuer die rasche Hilfeieistong. 

Ich glÄUbei dass Ihr Freundschafts- 
brief sehr gute Dienste tun wird, weil - wie bereits 
geschrieben - die Gefahr besteht^ dass Fremdenaffiua- 
vits nicht beruecksichtigt werden« 

Nur wuerde ich bitteni dass Sie den 
Brief von einem Notary Public auf de» Original und 
der Kopie beglaubigen lassen« Ebenso auch die Beilage« 
Es waere auch gut, wenn Sie von der Bank eine Kopie 
des Briefs bekowraen koennten, dasit wir ein koaiplet-> 
tes Exea5>lar des Freundschaft abriefe «ndi ait separa- 
tem Clipper absenden koennen« 

loh bitte mir die Beilagen raschest 
retoursenden zxx wollen. Die Vers&oegerung macht leider 
nichts auS| weil ich das Affidavit leider noch immer 
nicht bekommen habe, da die Steuerbestaetigung, deren 
Endziffer in das Affidavit einzusenden ist, leider 
noch immer nicht aus Washington sudu» eingelangt ist# 
Dies obwohl bereits Mittwoch telegraphisch urgiert 
wurde« 

Finaeher oder qpaeter wird Ihr Herr 
Gemahl die Schwierigkeiten, die die Union bereitet, 
doch ueberkommen« 

Mit besten Bnpfehlungen 

Ihr ergebener 



i 



ri.Roul)itsc}iek, 

15-2na Ave.O L0VKRS7ILLE, 



5.jTTl.i 194-n, 



Sehr p-eehvtev Herr "^olvtor; 



Ihr Luf tiDOst^:^"ief von- -".r^fi. ^"-ar^ie ir^ p ':en1e ^^Ti-eptel'' + , "^rh ^'^ill 
sel'bstverstri.iidlich -^^'^v Lili vlyk'^ EmiT mp^in Mö.criiehstes tun. Trh 
komme e'ben von fler B^^nlc, wo ich m*t r^c^ Oe'''='e, ^"elches ein Be- 
k^^nnter '^eines Mannes uns geliehen hat, ein TConto ero-Tfnete, Tn- 
Me^enrien B^-ief von der B?^nk unci dns Snhreihen '^n »^en ■'\:onsul hitte 
ich veiter Tiuf^enr'en. Jr^h hof e, öp.^b rHes als 7''8'-'t2: 7U nem ■^re''aiiä ^ 
Roh*?.ftR-ArfiaRvit p-em'^^en "•5r<^, ri^pg | r> h ein :'^,-^f i'-'^nvit n1 -^ht 
^nisste"' 1 en Vann ^"elpp i'^h ^-J-B E r'^-'^hr'.i-np*, T-^n verl^'n/^te von uns 
szt , in Ant'"ernen eiv A-T'f ir^'-'^vit von meiner T-^ohter. Au*^h r-ie h.a.tte 
dampils mit '^e'borp'ten: O-e"''? ein Bankkonto er'^^-f'net. T^e-i^n^sr hr-t pie & 
ein monatliches Einko-men n'-''c''^e^*ieBen in^'-"^ «^'i^h in rle-a B-i"ief ^ver- 
pflichtet uns clieses zur Verf^'^^-n.^ zu stellei\. Ein Affia^vit kork- 
te sie trotzoem nicht '^upstellen. N?ichdem ein f^o ches vorhanden 
v/ar, p:emi:v':te d^m Konsul :lieser Z usatz.- Da« hiesiv^^e Je'^ish Center 
kommt als Beratungsstelle sclion deshalh nicht in Betracht, ^'-'eil 
man dort nber \msere lj9.p:e informiert ist. ^'ein Mf^mi hnt leider 
nocji i.'iimer nicht die Erl .uhnis zu ar netten und träfet sich schon 
niit deiA Credr^rC^^en \''on hJ. er '"er-zu^cehen , Die ^nion h^xt h^'er eine sehr 
grosse Hncht und kein 'Fa'hrikant 'z'-^rm meinen Mann an'^ord'^a^n, co- 
cierne es f;chon eini^-e get-'n hätten. 

Tchdf"'n''"e Th>^en noch ■^i'r» ^l'^ TTio>>erser»'=iiinp: der ^'^f^i'-''^n l^tz'^e'^ Brie"^e 
rnin EnjP:land . Ich ^''f^Y ^f-i'^er krank und konnte ni^h+ ■^- -»'h^p sr>hrei- 
hen . 

Sollteil Sie inliej^ende Briefe ■^■-'> unzu") än^lir^h -"'in'^^n, '■-o hiute 
•i ^h um Au-^kl^-WMijip:. f^iir ?^lle Ihre Bemi^iiun^'^en dankt herzlichst 

.^Thre 




London, 29. Juni 1940 



Meine Lieben! ^ 

Vor allem danken wir vielmals fdr das Telegramm, 
das jedenfalls in der heuti-sen Zeit eine Beruhigun;^ ist . 
Hoffen wir doch,da33 das Affidavit, um das Du lieber Pritz so 
bemüht bist, rechtzeitig? uns erreicht.ll^.ube nicht, dass es 
unnötiges Drängen ist und hoffentlich be-ommen wir Jele.^en- 
heit Dir alles persönlich aufklären zu können/.Vir danken 
Dir vielmals für alles Liebe und die viele Plage die Ihr 
mit uns feabet. Die letzten Tage sind für uns noch aufre- 
gender geworden. Tvlan liest von einer Internierung aller 
Osterreicher.Leider hat es bereits Bekannte von uns betrof- 
fen. So haben wir bereits gepackt, leben aus dem Koffer und 
wissen nicht was sein wird. 

Soeben kam l.iJ'ritzens Brief v.15.Juni und sind 
wir sehr froh, dass auch Artux von Stefan Nachricht hat, da 
ja wir gar keine i^öglichkett h-ben,\ins in Verbindun_^ zu 
setzen. nofi entlich wird Dr.Michalup,der ein al*er iy*reund 
von Stefan ist und bereits fast 2 Jahre dort ist, etwas 
für ihn tun können. Wir körjr.en leider von hier gar nichts 
machen, noch dazu ist Honduras missglückt. Jede Einreise 
durc^^ ein hiesiges Itonsulat ist absolute gesperrt. Wir 
daaJten auch in Stefans Namen irjnigst,derjn werm er Sure 
Mithilfe nicht iiätte,so würde er gewiss nicht heraus 

kommen können • 

In der Zwischenzeit hofTe ich, dass Dr. Nadel 
Euch besucht hat und alle unsere Orüsse überbracht hat. 
Wir hoffen Euch gesund, doch vermissen wir von l.Anni 
seit jtnfang April jede Nacnricht, hoffen, dass dazu kein 

(rrund vorliegt. 

Mit Hermine und Heddi sind wir in laufender 
K9rrespndenz,doch leider keine Möglichkeit selbst hin- 
zufahren. Von Artur,dem wir schon vor einem Monat airmail 
geschrieben iiaben, hörten wii? auch nichts, hofTent lieh liegt 
es nur an der Postverbindung, ebenso mit Lise,wir sind 
auch von ilir schon seit einem Monat ohne Nachri^^ht. 

Stefan wäre glücklich, wenn er paar Zeilen 
von hiuch bekäme, wir haben leider keine Chance ilim zu 
scrireiben. In Gredanken oft bei Euch, verbleiben wir 
mit den iinigtsen Grras3en 




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Frederich Unger 

68 West b8tn Street 

New York City 



3. Juli l'J40, 



Sehr geehrte ^naedige ''rau: 



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i^üChe von Lilly und finii ncchnaLs im 



Sie wöi-uen. V.'ir .arbeiten jetüt daran, ein Freunüacnaftsaff 1- 
dÄvit l'uer Öi3 ^-u \e.koi^er., una wenn nichts unvorhergesehenes 
äaawiaCiittiikcnuLt, wii'd das Al'fiüÄVic üiit Reil«jen in einigen 
Tagen n..ch öonäon u^bg^^nen icotmnon. 

Wir hatten &b«r gertae jet^t d^n Besvxh von Frexincon de,? Ehe- 
paars Deo.kii^m, il«/-'v. anc. Frau Dr. N^3i, dl? dieser Tage aus 
Lonüüii aai:t:iüi*k<io{tc.iiraeii ii.id una di^ üa.ijs:''.sinv|: ntiimriiiTt dort 
»is vu*-zweil'eu. ^ «^aiid..i-u. Acss^raeni ;u;^chs3i sie .-iufr.firki-^ani, 
aasb die iel2.tfc .-'rax^a. dao Lonocnar Consul&ts dahinijene, nur 
Affidavitö anzuerkennen, aio als Yerv/andtenaffidavits ausge- 
stellt siXiu* 



Tch wüiJLte Ihüsn cJ.es belichtet haben, damit 7io doch noch 
eiiiuiid. i>u der Aiißciejenheit Stellung n-shraen kcennen. Ich be- 
fuerciite, uafcö alle i'.uehe und das Geld, das wir aufwenden, um 
aauita^hidiiei- üu väx'heif&ii, uniscnst gewesen eiud, wenn 3i3 
nicht oae A,tii*aviU, aai> '*lr bssc-.alft haben, und .;aü Xautionß- 
aepot von 4^100 A^, *ö1c:«g bercitr, S3iäi£tet i^t, di;rc.-. ein 
sogen. r.uBatfcaffidavit e-v^ar^sn. 

Bach lufcnbcnliühöi Voraussicht wird fuer Sie aus den Affidavit 
keinerlei ixUän^ielle Belabtun^, erwachsen, zuaal nacn der gelten- 
den Praxis kein Alf iua^ioütber awungsv/s:.ös 2ur Lrhaltunc: der 
Angehoei-igen hercingei:cgen wird. Dass Sie _k'. ine nannens-verten 
fcUttel nachv.eisen koennen, 3bonsc dase Sic hi-r kaine oteuer 
gezahlt haben, autiit.;, da es cic:. un: ain Zur.ut^affiaavlt una 
iin VerwKUul,e...uffiukViu hitnaext, keine --usGcnlaegeoende Rolle 
spielen. 

Falib Sie 6ich entecilic^sen, durch ein Affidavit an der Hilfe 
fuer ^ife :.uc^iuarii*'b ait^uwirl.sn, duci f ten f.Ie w5^hr.3CJ)einlich 
durcli üttt- cHi-tiicae Koii.ltl der .Mnericun Jewish )«omen oder ein« 
andei'e üoKalortaniBation aie ericrceriiche." /oiwei Ehingen bekom- 
men* 

Icn wuerue mich frouen, von Ihnen -critivj rschrlcht zu bekcn- 
men« 

Ihr sehr erL'Qbeiei" 



F.U. 



I.Juli 1940. 



Lieber Emil, 



Eben hatten wir den Anruf der Frau Nadel | von der 
Du mir in Deinem ±mXxX Brief vom 10. Juni schriebst. Frau ITadel 
hat uns geheimnisvoU. eine wichtige Sendung avisiert. Bezueglich 
Affidavitmoejlichkeit aber hat sie im Gegensatz zu dem,, was 
Du schreibst, keine, da sie am Telefon er^aehlte, sie haette 
keine Verwandten hier. Aber gluecklicherweise brauchen wir 
die Hilfe der Dame hoffentlich nicht, da das Affidavit, das 
ich beschafft habe, '/oraußsichtlich in den naechsten Tagen zum 
Klappen kommt. Die Papiere sind bereits vom Äff idavitgeber unter- 
zeichnet, nachdem er noch im letzten Moment Schwierigkeiten 
gemacht hatte, und nur die Steuerbestaetigung aus Washington 
fehlt. Sollte diese nicnt in den naechsten 2 Tagen eintreffen, 
duerften wir das Affidavit mit den and ren Belegen separat ab- 
schicken. 

Du schreibst in dem erwaehnten Brief vom 10. , dass 
das Londoner Consulat nur Verv/andtenaffidavits anerkenne. Ich 
hoffe^ dass das doch nicht so streng ist, speziell nachdem ein 
Bankdepot eroeffnet wurde. Andernfalls wuerde ich mich recht 
aergern, Muehe und Kosten umsonst gehabt zu haben«, Dann wuerde 
wohl nichts uebrig bleiben, als dass Deine Frau Schwester sich 
doch entscl-iliesst, ein Zusatzaffidavit abzugeben. Ich kann mir 
doch ni^ t vorstellen, dass die Vernaeltnisse der Familie H. 
so schlecht sind, wie Deine Frau Schwester sie mir in dem Brief 
sdi ilderte. Deinen Brief habe ich ihr uebrigens weitergeleitet. 

Von Stefans Freund Dr. Michalup erhalte heute Kopie 
seiner Antwort an Arthur. Wie ich eigentlich erwartete, hat er 
derzeit keine Moeglichiceit^; Stefan eine Hinreise zu verschaffen. 
Ich wei3ö nur von einer Woe;^:lichkeit, San Domingo. Audi diese 
ist unsicher und kostet einige hu dert Dollar. Ausserdem bietet 
dieses klimatisch nicht sehr p^lens^ige Land kaum eine Arbeits- 
moeglichkeit. Ich moechte zunaechst abwarten, wie sich Arthur 
zu der Antwort des Herrn Dr.M. stellx. Dr. M. vertritt uebrigens 
den Standpunkt, dass jemand der augenblicklich unbehelligt in 
diesem Teile Europas sitzt, besser tut an Ort una Stelle zu 
bleiben als das Experiment einer Heb er Siedlung nach irgendeinem 
exotischen UeberseestaAt su wagen. Dabei ist gan2, unklar, wie 
man von Norwegen ueberhaupt nach Centralamerika gelangen kann. 
Ich glaube daher eigentlich, dass man, so leid mir Stefan in 
seiner gegenwaertigen gefeehrdaten Situation tut, heute eigent- 
lich besser Versuche um Visa zuru eckstellt. 



Mit besten Gr^iessen 



Euer 



London, 2 2. Juni' 1940v 



Lieber i*ritz und liebe Anni! 

Oestern erhielt ich Deine 
lieben Zeilen und danke Dir vielmals für diese und will 
u±r diesbezüglich noch fol^^endes mitteilen: E3 ist mir 
selbst sehr unangeneiiin,von Dir die Beschaffung eines Affidavits 
zu erbitten, umsomehr, da ich aus Beinen Zeilen entne]:une,dass 
die Stellung desselben mit grossen ochwierigkeiten verbujiden 
ist.Meine i'reunde nerr Dr.lNadel und Frau sind am 17. d. nach 
New York gereist und hoffe ich,dass sich diese sofort nach 
Ihrer Ankujift mit Euch ins Ü)invernehmen setzen werden. Wie 
Dir bereits im letzten ichreiben mitgeteilt, will mir Dr. 
Nadel unter allen Umständen helfen, zu einem Äff, zu gelan- 
gen. Er hat aus diesem Grrunde ^bereits am 3. d.M. ah seine Ver- 
wandten I»xrs.Witz geschriebene gebe nochmals die Adresse an, 
sowie Dir am 15. d. mitgeteilt: New York, Bronx, 3845 White 
Plains Avenue )und hoffe ich,dass Dr. Nadel nach seiner Ankunft 
persönlich mithelfen wird, um die 3ache positiv zu erledigen. 
Dr. Nadel war diesbezüglich sehr zuversichtlich und hoffe ich, 
dass es ihm mit Deiner Intervention gelingen wird Familie 
Witz zur Stellung des Äff. zu veranlassen. 

Mein Versuch mit Herrn Eibuschitz 
gemeinsam nach Honduras zu kommen ist durch ein gestern er- 
haltenes neuerliches Telegramm, ^reiches wie lautet: Perm.it s 
especialiy several totally suspended. Still trying ob^ain 
yours. (worin Dr. Eibuschitz nur seinen Bruder allein meint) 
zu nichte geworden. Sc bleibt uns leider gar keine andere 
Möglichkeit als Euch nochmals inständigst zu ersuchen, wenn 
es trotz Intervention iJr. Tadels nicht möglich sein sollte 
das Äff. durchzusetzen, Eure Hilfe, resp. die Arturs in An» 

Spruch zu nehmen 

Dr. Nadel wird Euch sicherlich 

alles klar wiedergegeban haber \inddadurch unser Drängen 
wegen einer Ausreise rechtfertigen. 

i^"Hir alle Eure M\ihe danken wir 
Euch nochmals aufricitigst und warten dringendst auf eine 
günstige Erledigung, kit den allerherzlichsten Grrüssen 











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'^--pf^U <A^ 



d«^vs uütii r«piy €om«s In trom th« govtniMnt. 

the stÄtemeat of a ciiartered accoimted hav« 
airea^y baan prepared. 

So j^ou au»t ba patiant a few mcr% $h^m. Lat^a 
hcpe that, tbin^s wrk esti^f&ctorHiy. Thara 
i^ no Udid ur/:^ing ariu tei.ejr<iffls ät© waatad 

üTider giv.?n ci3?cur:\ata.ncti«5 x saa n© &aa<l for 
coaÄr*unic«j t.jja^^ v^riti^ ;^oti-- f-ioiad I>p. »Tadal* So 
fai^ lie xia4« xioi:. tivl^i xc coa.c In touch with 

'^ith ^Deot r^ijar ds to you you and Lilil 



Juüe ?7, 1^40 



Daar iir»ii.^ 



rapijr oc \klcr. I oouLd t-^a ^'O^^ ta*t 



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your eieter to bc i^iv^n* »^b^n Mre^tuou- 
aatisfir Lii-i b^ a aepcelt ol * l.COO.- 

haa alraao^' siUlud her reupec^ive ccn- 
firaiatioti to Üie Coac-uj. in ^cndcn. 

Aa far as t/^e sifriu^vit is ccnc;i^>-nea, 
a ccÄfiraiatioa x^i^arJiint ^>>- i:.ccii<s o«ä 

paysiafttfc oi U.e üponscr a^uöt oe provided 

fS thia ccnl imaUozi* But :it takes t^.^r^ 



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aaoi •^f^on. pHEDERICH ÜNQER-'^'-^-i^^- ^^a »^^^ ^^ ■ - June'-25^ 1940 "^ . 

68 West 58th Str. •-'-. --^^^^ i^io , 

TTew York City 

to Th* Chase li«tionai-B«nk of the City of- New York, 

IQ Jir-18 Wne Street,. New -York^ - ITew YOi^k^-^-^ ^Jil^:' ^ 

Dear Sirs: \ 

;i.»-ü-ahaJ: l:iÄto.-^d*g6ältiTtg' h€!i*^wltW with jMi the sän of 
$'2^|0Ö0#- to-'^e dispesed of as liei^eiifjafter statecU 

\ / 

I reqiiest that you mail a lütter addressed to 

the United Statee Ccneul at LondoTi| U.K», reading 

subetantially as foiiows : 

''We hereby advise you that by order of 
Frederich Unger, 68 West 58th Street, New York, 
N.Y« we have opened on our bcoks an irrevocable 
credit in favor of Emil and/or Lilli Beckmann 
of 13. Craven Hill, London» Wt2., England, 
C^ereinafter called "Beneficiaries") in the 
ampunt of One Thousand Dollars, which sum will 
become available to the Beneficiaries at our 
57 th Street Branch upon presentation by cne 
of the Ben^eficiaries in person of his passport, 
but only after hie arrival in this country and 
not later than October 31st, 1940« The interest 
of the Beneficiaries under this credit is solely 
for their personal benefitand may not be assigned 
or transferred, and if the Beneficiar^ does not 
present himself in person, C^ogether with his pass- 
port) at our bank to claim the said sum on er befcre 
the date above specifiecä, then the said credit ehall 
terminate and we may payNover the said sum to our 
depositor, or his legal i^presentatives, successors 
or assignSf" \ 

In ccnsideration of your compliance with this request 
I agree with you as follcws : \ 

\ 

I will pB^- to you as a fee for acting hereunder the 

sum of $ 15t — , which I am delivering to you herewith# 

You are hereby authorized in your sole discretion to 
accept and rely Bj)6h either the passport er the immigration 
papers presented ba any person representing himself to be the 
öeneficiary as satisfactory evidence that such person is in 
fact the Beneficiarj'^ herein described, and you shall not Incur 
any liability to me with respect to any payment or psiyments 
made by you in good faith to any person believed by you to be 
the same person described herein as Beneficiary. 

If no person claiming hereunder as Beneficiary pre- 

sents himself at your Bank to^receive^eu^ P§y!PSnJ' within the 
time hereinbefore specified, it is under et ota** tnat tnereafter 



/ 



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you 8h*ll_T«P^«y.to me the sum deliveredto jfou hereunder less 
your chargee« x. ..wiV..ü-w cS£>\. ^. 






in 



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T ju?re« to ihdemnlfy and saf« you'harmless frotn and agalnst 
any «nd all claiißs, ^emandß, ll«>llittes, c^sta.and «xpenses 
arißinfi out or resulting from vi»ür $ stabUshnent of this 
credit and your actione or fs^tlures to act hereunder, except 
the case of your ovm bad faith or wilful neglect. 

I hereby certify that it is not my intentlon to have 
aw part of s«lä sym r^tumedjdireatly or indirectly to me 
^the Bene-ficiary ifhe ,avaii,s hl^aelf „of -this ,qredit. 



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13,Graven Hill, 
London,W.2, 
29/5/1940. 



Meine liebe Anny und lieber Fritz! 

Soeben habe Eure Depesche erhalten, für die wir vielmals 
danken. Ihr könnt üb rzeugt sein,das3 ich nur der Dringlichkeit 
halber telegrapliert habe, unter dto Eindrucke der letzten Tage. 
Ich bin mit genau bewu3st,das3 die Erfüllung meines Ansuchens 
auf grosse Schwierigkeiten stossen wird.Icri hätte Euch gewiss 
nichb wieder mit unserer Angelegenheit bemüht, hätte ich die 
Möglichkeit mich an einen meiner ^ekann^en diesbezüglich zu 
wenden. Ich bin überzeugt, dasa Ihr im Kreise Eurer Bekannten 
versuchen werdet, uns die Einreise nach U.S.A. zu ermöglichen 
und möchte ich im Voraus nochmals ausdrücklich betonen, dass 
ich das Affidavit eben nur zu diesem Zwecke dringendst be- 
nötige, \ind unter allen Umständen irgendwie auf eigenen Fassen 
stehen werde. Ich komme überhaupt nur zu diesem Entschlüsse, 
weil ich die Unmö:5licl:ikeit einer Exiatenzgründung hier jetzt 
klar sehe. Wir bedauern dies unendlich, weil wir während des 
letzten Jahres Grelegneheit gehabt haben das Greschäft hier 
genau zu studieren und es ohne Zweifel ist,dass die hier ge- 
machten -Erfahrungen unbedingt zu einem Erfolg geführt hätten. 
Die Korrektheit im hiesigen Creschäftsleben hat mich immer mehr 
bestärkt, dass hier der richtige Boden wäre, um die vorgenommenen 
Aufbauarbeiten zu verwirklichen. Es wäre daher, diese kostbare 
Zeit oichoiich nicht umsonat gewesen, würden es die kritischen 
Verhältnisse heute erlauben, dennoch zu starten. Ich weiss nicht, 
ob Ihr informiert seid, dass ein Irossteil der Eingewanderten 
hier bereits interniert ist. Inder Zwischenzeit haben wir Euch 
bereits am 12.IV. ,9.V. , 18.V.x 21. V. diesbezüglich geschrieben 
Und hoffe, dass diese Brtiefe auch angekommen sind» 

Mein Freund EibusGhitz,der einen Bruder und einen Neffen, 
beide in Honduras, Gentail America, als Arzte tätig, Xlfil hat sich 
aji diese gewendet und von die^sen die Intervention dr3uaht,um 
für sich und uns eine Einreise nach dort zu erwirken. Eibuschitz 
besitzt wohl ein Affidavit, könnte aber erst, infolge versjäte-^^er 
Äegistration,in einem Jahr hinüber fahren. Eibuschitz hat diesen 
Weg über lionduras gewählt, um, falls er dort nicht bleiben könnte, 
die 'ATartezeit nach U.S.a. dort abzuwarten. Seinem Bruder wird es 
vielleicht gelingen, für ihn die Einreise zu bekommen, es ist aber 
sehr fraglich, ober auch fikr uns dasselbe durchsetzten kann. Auch 
im Falle, wir die Einreise nach nonduras bekommen könnten, kann ich 
mich nach d^ra Inlialt der von dort kommenden Briefe nicht trauen, 
diesen Sprung ins Ungewisse zu tun, da einerseits das Klima und 
die Gresundheitsvcrhältnisse unerträglich sind, anderseits es frag- 
lich ist, ob wir dort überlfiaupt etwas beginnen können.Es ist in 
London ganz ausgeschlossen, sich ein Übersee Visum zu besorgen. 
Bin überzeugt, da3s Ihr dber alle hiesigen Verhältnisse 
auch sonst genau informiert seid uni daher verstehen werdet, 
warum wir an eine Weiterreise denken müssen« 






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Wir denken Euch vielmals für all die viele Mühe, die wir 
ßuuh neuerlich verursachen und hoffen doch!;pdurch Eure Mit- 
hilfe, in den Besitz des Affidavits zu kommen, ohne dieser 
es uns nicht möglich wäre von hier auszureisen» 

Jedenfalls erbitte ich um eine diesbezügliche schriftliche 
Nachricht, da diese Ungewissheit uns sehr peinigt. 

Hoffe Euch wohlauf , nochmals vielen, viele;^ Dank und recht 
herzliche ^russe 




Unsere Daten sind-: 
Emil: 10.IV.1Ö93 
Lilil U. V.1898 



Liebste Anni imd lieber Fritz! 

Ed bleibt Diir neut nicht mehr viel zu schreiben übrig, 
da Emil bereits aus.führlich berichtet hat. Angehehrnes ist 
leider derzeit niciit mitzuteilen. Meine öorge um Stefan wird 
immer grösser, .da noch immer keine Ahnixng habe, was mit ilua 
geacne^en i3t,we!'.n nur wasste,da33 er gesund ist^Bin über die 
Grejchehnisse sehr bedrückt und nervös, schlafe auch nicht, es 
ist ja auch kein »Vunder.Und man hat doch nur einen ^/unsch 
und dieser ist so schwer .zu erfüllen. Ich bin momentan nicht 
in der ^erfa^sung Briefe zu schreiben, sonst komme ich wieder 
ins lamentieren. Wir stecken jetzt in einer schlechten Haut. 
Hoffentlich wird ej Euch möglich sein, unsere grosse Bitte zu 
erfüllen, ohne dieser Eurer Hilfe geht es ja nicht. 

Mit hermine bin in reger Korrespondenz, so schrieb sie 
mir gr^tern,dass ein -grosser Teil ihrer Bekannen dort inter- 
niert wurde, hoff entlich können sie weiter riiliig in iiirer 
Wohnung bleiben. Hermine ist ja scnon wesentlich ruhiger gewor- 
den und doppelt froh,dass B^rta drüben ist. Jetzt ^iebt es 
wieder neue borgen! Hoffentlich werdet Ihr so Grott will, 
nie:::al3 mehr solche kennen lernen und könnt gesund und friedlich 
mit Euren Kindern leben.Das Zittern um Stefan :nacht mich natür- 
lich noch besorgter um die Zukunft, wenn man so sieht, wie die 
Zukunftstraume .wie Seifenblasen zergehen. Und so schwindet 
aucn unsere Hoffnung dahin! 

Auch ich danke Euch innigst für all die 



bin mit den 



innigsten 



Grrüs3en an Euch und die 



Viele Grrüsse an Berta u^ij'amilie 




yv 




e für uns^, 

eben Kinc 




^hrt^o-^CoL^ 



^*<. 



V 



Air Mail 



P.U. 



lö.Juni X940. 



Liebe Llllf 

Besten Dank fUer die Verstaendiguiig wegen Stefans. Ich 
bin bereit, mitautuni wenn fuer seine Ausreise Geld banoetigt wird, 
und nehme das Gleiche von Onkel Arthur an« üebrigens hat auch 
Onkel Arthur von ihm eine Nachricht erhalten, ddo 24. aus Oslo, 
worin er mitteilt, dass ein Freund Dr. Eric Michalup, Arpatado 848, 
Caracas, Venezuela, sich wegen suedam. Visum fuer ihn bemuehe. 
Ich habe daraufhin diesem Herrn sofort geschrieben und ihm empfoh- 
len, sich mit einem Jvingen Mann (Sohn guter Freunde von xins), der 
auch in Caracas ist, in Verbindui^g z\x setzen, falls er dessen Hilfe 
brauchen koenne. Ich warte dalier weitere Nachrichten ab, um zu sehen, 
ob und inwiefern ich Stefan helfen kann. Jedenfalls ist erfreulich, 
dass von ihm Nachrichten da sind, darunter eine so spaeten Datums. 

Was Eure Sache betrifft, hoffe ich Euch Guenstiges melden 
zu koennen. Ich glaube, es ist mir gelungen, Euch ein Affidavit zu 
verschaffen. Die erforderlichen Steuerdokumente werden bereits in 
Washington eingeholt. Zur Verstaerkung des Affidavits werde ich 
1.000 $ erlegen lassen, die bei Eurer Ankunft hier behebbar sind. 
Hoffentlich ist das Affidavit mit diesem Depot, das wahrscheinlich 
im Namen des Affidavitgebers geleistet werden wird, zusammen dem 
Consulat ausreichend. Denn leider machen die Coneulate jetzt bezgl. 
Anerkennung der Affidavits groesste Schwierigkeiten. 



halten. 



Die in Deinem Brief erwaehnte Depesche habe ich nicht er- 



Mit herzlichen Gruessen 



Euer 



I 



yi. ./>.,. yf^^. 




1':},crctven iiili, London,»». 2. 
1 0.Juni 1940 



Liebe Anni una lieber i'ritzl 

Soeben erreicht mich Dein Luftpostbrief v. 28. Mai \xnd beeile mich 
denselben zu beantworten. Ich bedaure es ausjerordentlich, lieber Pritz, 
das3|| ich Lieh wieder mit unseren Jörgen bemühen muss, kenne aber Leine 
Hilfsbereitschaft luid bin über zeugt, wenn nur ir: --n; ^inc Möglichkeit 
besteht, dass uu rxnä auch jetzt beistehen wirst. Du darfst aber keinesfalls 
glauben, dass ich nicht alles untemimmen habe, um durch meinen Bekannten- 
kreis zu eiViem Affidavit zu. kommen. 3o habe ich heute vor 8 Tagen gemein- 
sam mit meinem freund Lr.Josef Nadel, Arzt aus V/. einen sehr ausfülirliches 
Ansuchen um ein Äff »an seine Verwandte jMrs# Margaret Witz, New York,Bronx, 
3845,V/hite Plains Avenue, per Luftpost geschickt. Diese, seine Verwandten, 
Süllen gut situiert sein und haben ihm seinerzeit jede Hilfe angetragen, 
die er aber nicht in Anspruch genommen hat, da er bereits von anderen 
Verwandten ein hinreichendes Aff# belromjr.en hat.Lr.Nadel,hat sich in dem 
gemeinaraen Brief so nachdrücklichst für unsere Sache eingesetzt, dass er 
zuversichtlich ist, dass diese Verwandten tun werden, was sie können. Ich 
möchte Lieh bitten, sich, weiin Du es für gut haltst, mit diesen Leuten in 
Verbindung zu setzen. Dr. Nadel hat unter anderem in seinem Brief ange- 
führt, dass wir keine anderen Verwandten firüben haben, die in der Lage 
wären, »ans ein Äff. zu stellen und hat es auch Ihnen besonders betont, 
dass sie ja nicht vergessen sollen, auf das Verwandschaf tsverhältnis hin- 
zuweisen. Lr.J^adel hat auch in seinem Brief an seine Verwandten hingewiesen, 
dass er unserer langjährigen Preundschaft zufolge, volle Verantwprtung 
für meine Person iiinen gegenüber, übernimmt «Er liat mich gestern aber^ials 
besmcht ,mii? mitgeteilt, dass er bereits sein Visum bekommen hat und in 
. irzester Zeit hinüber fährt. lÄX Es i^t ^nz richtig, dass das hiesige 
Konsulat nur Verwandschafts Affidavit anerkennt* 

Auch meiner ochwester haben ich am 31 »Mai einen Luftpostbrief ge- 
schrieben und sie ersucht, sich mit Dir ins Einvernehmen zu setzen. Sie 
ist eine sehr vernünftige Prau und wird sicherlich jedem Rat von Dir 
befolgen, um mir zur Erfüllung meiner Bitte zu verhelfen. Allerdings h^ibe 
den Brief an folgende Adresse aufgegeben: 118-35 Metropolitan Avenue j 
Kew Grardens,L,I. ,New York, welche Adresse ich seinerzeit auch Euch mitteilte. 
Eine andere, resp. neue Adresse ist mir überhaupt nicht bekannt. 

An Arthur habe schon vor längerer Zeit geschrieben und mitgeteilt, 
dass ich Dich um ein Äff id. ursucht habe. Hoff entlich wird Arthur, falls es 
notwendig sein sollte, seine Mithilfe für das Äff. nicht versagen. Auch 
habe Arthur den Plan mitgeteilt, dass wir uns f^r den Hot fall um die Ein- 
reise nach Honduras bemülien.Wir haben das nur ins Auge gefasst, falls wir 
zu keinem Äff id. kommen könnten. Andererseits körjien wir auch nicht mit 
BestimjTitheit rechnen, diese Einreise zu bekommen, obwohl Eibuschitz seinen 
dortigen Bruder gebeten hat, für uns drei r^ie Einreise zu verschaff en#Nun 
sind die kÜTnatischen und gesundheita Verhältnisse dort derartig, dass ich 
speziell mit meiner Haut ein grosses Risiko eingehe, dorthin zu fahren* 
Ihr könnt Euch vorstellen, dass man zu solchen (Jedanken nur Zuflucht nimmt , 
wenn dazu unbedingte Notwendigkeit gegelm ist. 

Ich werde nach Bezaiilung der Schiffskarten noch ca. 5» ,400. -verfügbar 
haben, für welchen Betrag ich sicherlich den Transfer bewilligt bekommen 
werde. Die neue iiegulation betreffs des Pfundes wird sich sicherlich auch 
arüben entsprechend auswirken, so dass dies auch für uns von Vortätl sein 
wird. 

Pur Herrn Jregor lege ich ein%ige Zeilem bei und hoffe, dass er nach 
Tunlichkeit mithelfen wird« Auch bitte an Roubitschek's die Zeieln weiter 

Inzwischen habt Ihr wohl uns ren Luftpostbrief v.4. erhalten, 'O wir 
uns leider wegen Stefan auch an Euch wenden mu3sten«Hoffentlich geht das 
Honduras Visum für ihr in Ordnung, damit er aus Oslo heraus kann. 

Hoffentlich gelingt es Euch, uns das Äff. rechtzeitig zu beschaffen, 
da man nicht wissen kann, was der morgige Tag bringt^Äider jezitge Zustand 
st«kk an den Nerven zehrt, wären wir glücklich, endlich mal an ein Arbeiten 
dcnlren zu können. Seid versichert, dasf? wir ^ixive viele l\^ühe zu schätzen 
wissen werden und hoffen v/1/7 ' 0^ /^^i^^* y^sti-^e Naoii/^cht. 



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9. Juni 124'' 






Liebe Li 11, lieber nirr.ll, 

Euem '^vmt vom ?:9.1'!al t^i?h<?lten» Flr v;ar nicht ncetig, 
denn v/ie berei'-s .geschrieben, befasse ich mich mit Eurer .^>ache« 
Aber Ihr werciet ver?teh3n, d^-^.sf: ich nidit allein Haftungen ueber- 
nehinen oder Kautionen stellen kann» Frau I^-^ubltsch^k, an die ich 
mich 5-ewenci«t hatte, dnniit sie weni^^tens einorn evt. Afiidavitge- 
ber go^enueber als vSch^eeter ein Garantie uebernelurie (auch wenn 
sie vielleicnt im Ernstfall rieht in der Lar|;e vsein duerfte, Zah- 
lurjen zu leisten), hc?t mir leider abgelehHit, was ich ja nicht 
unbegreiflich finde, wenn Familie H. wirklich oluie Mittel ist, 
obwolil ^e-^ale dann cüio Gefahr nicht sehr ^'ross waere, /ürturo hat 
au-^ raeinen ^^rief voni ^-^9. , ir.it dem ich ihn :^lu2po3tiich die Lage 
ausfuehrlich schilcterte und uin tele^r, Stellun:i:nahme be.t, noch 
nicht 'beantwortet. Tc*:^ kann dahe^^ nichtvS anderes tun alo noch 
v;arten? Sollto von Artur nicht in den n^echstcn Ta^'en Antwort 
kommen, -//erde ich ihrr: cabeln. 



!^/crji ich r^ehr ^'/eiss, v/r-rde icli Euch Naclirii^ht zu- 



koiTi-Tien la5^r>en. 



Mit besten Gruessen 



Euer 



Ih-' duerft nicht verjnscen : v;3.r wir fuor Euc : tun, muc^:sten wir 
euch f^x^T Her^.inrr und Lr.ndesmann'5 tun, die man dann unter weiteren 
Gel doof om eine Einr^isence^llcW^'^it nuchen mueßcte. Es ist schreck- 
lieh/ aber es kommt von allen Seiten ?.o viel zueantnen. Das duerfte 
Arturc zotgsm rx.chcn. 

Aucblcsser aefaelli-k.lt b-koni-iit xan in NYcrk ^^'«^^f ?J.^^\l/^,®i\,,^ 
Affidavit mehr. Ur.d dar. Affidavit allein ist womoe-lxdi uxcat auß- 

reichend. 






V^t-i^ 




A4-..e^ J'. ^^%^ V. /e>,// ec^jU-^^f^ 







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i.JUni L'i^ 



Sehr geeiu'te ga^adi^^ Frau, 



Besten i>fenk fuer Ihren Brief ♦ 
Ilira Mitteixun^^'iri hv^he ich in J'^äer Se- 
atiehung aufriciiti^ badauert» J^-tzt wer- 
den wir|6enen, oo wir oLlo Mce^lichkei^ 
hebeiii Fau.iXie BQCiG.4.^JQii ohae X/iPe Mix^ 
Wirkung au aelfeiu Uebrii:enß liaoe ich 
aoch keine Staüur^iÄtUTie iiriitere^ erwaemw 
ten \ferwenctteru r.ch habe Oaner uaa G^^l'U^i, 
dees die br.ciis nxjUO /.u6\.artao kv:«i.Tien vilx^ci* 



Hoffen ^Aica wird eleu lor HeiT 
Geflicinl bai-a aarc u>e;;4iexu 



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Beste aa aiuploliidiit 



ZliT ert 'Ebener 



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R.RoulDitscheV 
1 5^Pnä Aveniie 
G- lover^ville 



r^l.MRi T940. 



Sehr ^ebhrier Herr T)olctor, 



Im Besitze Invep Briefep \vnA '^'Uch rier ""^^^rte , c^le mir 
naöh^^^esoUickt vnir'^.e, wollen Sie es "bitte nioht ^.l8 TTn.-^ezo-p*enbeit be- 
trachten, y-erm ich zuerst von iinp sDreche. 



Vn^ere TTeTierB* e'-l^'iin^ hierher w^r mehr e 
T.vwl'^lnn^, d^ me^r M'^nn ohne G-e"'<^ in Fe"' Yor^': ^hso^u 
^7:en konnte. Er hof:^t hier ^If? ZiiS'^hnei'^er in einer d 
''Ten eine^-^ Posten zu helroi^Tüen, ^vn?' ^hm "bisher nicht p- 
v^a hrscheinlich nioht ^elin^en "^ rrl , 5^o''f?n^^e e^ in <^ 
lope riht. Lejr^er i?t auch der Inh^-lt des einen Lift 
die Masc'iinen und WerVseup:e, die ^'i"^ mit^':;nom!nen hnh 
ginnen zu Irönnen - unhr^uchbffr . Meine Tochter hat vo 
^A' jeder eine Stelle in Ne'" Torlc an^'-enom^nen , um uns ev 
zu pein. Emil und Lili ^'ipsen ö.öb Alles, nur von U'-^iS 
li^ah^n sie no^^ -ceine TTenntnis. 



i ■:! A>t r'^er Ver- 
t nichts anfan- 
er Vielen TPahri- 
el.'jin^en ist. und 
er Br Einehe Arheitn- 
F! - darujiter auch 
en, um Iclein he- 
r* '--^inip'en Wochen 
entuell "behilflich 
erer TTehersI edlun^ 



Unter solchen TTmfttän'^en hinxi^h ^ eider ^pohtlog -^''r 
Bec^anns etwps zu +un 'ijon^. hätte eire P^"pV"hi"v/y5;c'-pf t T.einersei tj=^ ''ei- 
nen Z^ec'k:, da ich mitten of dastehe. 

Ich dan':e Ihnen -^^''r A^le? ""-s Sie "^"r -^einen Brur'er jp:e- 
tan hRhen und tun herzlichst und ^rflsse Sie und Ihre liebe 'P'-'-^milie 
herzlichst 

hre 




'CulLlt/cA^Jc 



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Pret Gregor 

1632 E 18th St. Ap.D>t 

Brooklyn, N.T. 



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WORL 



f THIS SIDE OFCARD IS FQF? ADD^^ESS j 



Mr. Prederich Unger 
68 West 38th Street 
Hew York City. 




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Sehr geehrter Herr Unger, 



5, 1940, 



Ich komme erst heute, Sonntag , dazu Ihren Brief zu be- 
antworten. Bitte rufen Sie mich morgen Montag zwischen 
9 und lo a*m. an, (GRamercy 5-Ö854) damit wir ein Zu- 
sammenkommen besprechen können. Wenn es Ihnen recht ist 
können wir uns dann am Abend in unserem Geschäft auf 
der 42nd St. treffen. Die Addresse ist 1^o West 42nd St., 
direkt beim Times Sqare. Ich freue mich Sie wiederzu- 
sehen und verbleibe mit bestem Gruss 

Ihr ergebener 



.^) 



'. 




By Airmai i 



F.U. 



28.1/[Bi 1940 



Liebe Lilly i lieber Emlli 



Ich habe Eure Briefe vora 12. April und 18#ds. 
sowie heute Eure Depesche erhalten. Ich habe mich uj^ismxx^^a&Bxn 
sofort mit Euerm Wunsch bescnaeftigt, wollte Euch aber erst ant- 
worten, wenn ich ein positives Ergebnis weiss. Die Sache geht 
nicht so einfach« 

Ich kann kein Affidavit geben. Ich habe welche 
gegeben, die wahrscheinlich nicht halten, weil ich erst kurz hier 
ansaeseig bin und noch nicht Steuer vorgeschrieben bekomnien habe. 

Affidavits sind sehr schwer beschaffbar und 
wenn man sie schon hat, ist es fraglich ob sie vom Konsul ange- 
nommen werden. Speziell das Lonaoner Konsulat soH besonders schwie- 
rig sein. Am Besten waeren Verwandtenaffidavits. Vielleicht zeich- 
net Smils Schwester fuer J-Xich, v/enn wir ihr etwas Sicherheit bieten 
koennen. Es waere gut gewesen, wenn Uhr mir anstatt vieler anderer 
Versicnerungen ihre Adresse gegeben haettet. So habe ich sie mir 
auf Umwe^ien beschafft und ihr nach Hoversville heute gesclu^ieben. 
Ausserdem musste ich ksBiJtBxjuuaüc mich mit Arthur in Verbindung 
wetzen, ob er fuer Euch noch irgendwelche Verpflichtungen eingehen 
will. Er scheint die bisherige schon recht angewachsene Belastung 
durch die Familiensorgen irgendwie als drueckend zu «npfinden und 
kann ich daher onne seine vorherige Zustimmung nichts unternehmen. 
Ich habe ilun sofort bei Erhalt des ersten Briefs vor 14 Tagen ge- 
schriebn (Airmail) und mir evt. telegr, Antwort erbeten, bin aber 
bis heute ohne Rueckaeusserung. 

Was das Affidavit betrifft, habe ich Deiner 
Frau Sclwester noch einen anderen Vorschlag gemacht. Idi koennte 
gegen Zahlung einer Verguetung an einen Anv;elt, die ich tragen wuer- 
de, um PAich zu helfen, Affioavits erhalten, wenn Emils Frau Schwester 
dem Affidavitgeber eine Rueckgarantie leistet, die nach der bisheri- 
gen Erfahrung nicht sehr gefaeiirlich ist, und wenn ausserdem noch 
ein gewisser Betrag als Sicherung fuer die Existenzgruendung hier 
nachgewiesen wird. Wieviel werdet Ihr nach Ankunft hier voraussicht- 
lich in $ verfuegbar haben, vorausgesetzt, dase FXich der Transfer 
Eures "^eldes, wie anzunehmen gestattet wii»d? Kurs rauss cian etwa 3$ 
das Pfund rechnen, obwohl der Kurs momentan hoeher ist. Ich habe 
Arthur die Frage vorgelegt, ob er fuer eine derartige Sicherstellung 
einen Betrag beisteuern wuerde, und habe die gleiche Frage Frau Rpu- 
bitschek vorgelegt. Sobald ich die Antworten kenne, was hoffentlich 
in ein paar Tagen der Fall sein wird, werden wir weiter sehen. Und 
ich werde Euch dann berichten. 

Dass von Stefan gar keine Nachricht da ist, be- 
kuenmeri mich ausserordentlich. Leider haben wir Jetzt auch mit einem 
Verwandten Annies in Belgien die gleiche Sorge. 



Man darf in keinem Belang an das Aergste glauben und 
IIIU66 doch etwas Hoffnung bewahren. 



Mit besten Qruessen 



Euer 



V ». • 



Ich bin auch mit Herrn Gregor Gruenhut in Eurer Sache in 
Verbinduns» Ihr diierf t mich nidi t araengeiii Allee braucht seine 
Zeitt 






13fCraven Hill, 
London,W,2» 
21. Mai 1940 



Meine Libben! 

Da wir das 'Gefühl haben, dass nicht alle 
Briefe den Bestimmun^^sort erreichen und wir anderseits 
au£ \mseren Brief v. 12. April per air an Euch noch keine 
Antwort haben, wollen wir den Brief mit dem seinerzeitigen 
Inhalt kurz wieaerhilen.Wir haben Euch unter dem Eindrucke 
des jetzigen Welt(^e3chehen,dem raschen Abrollen der 
Dinge dringend ersucht, uns zu einem Affidavit zu verhelfen. 
Nach so vielen Wlonaten Aufbau Vorarbeit für eine Zukunft 
dann plötzlich davon abseilen zu müssen ist für uns ein 
schwerwiegende )• ßntschluss.Wir haben uns schwer dazu 
durchgerungen, den Plan hier aufzugeben, und tragen \ins 
nun mit der fixen Absicht so bald als möe-lich hinuber- 
zu fahren. Ich bedaure diesen Entschluss umsoinehr,da 
der Plan des Zusaminen arbeitens mit meinem Freund Eibu- 
schi tz schon ein fixer war und wäre li^ Aussicht auf einen 
Erfolg gerechtfertigt gewesen. ...r.Eituschitz hat sich zwar 
auch für U.3.A. gemeldet, dar "te aber kaum vor Bnde des 
Jahres seine wuoten l^uminer erreichen. ^fes unsere Registra- 
tion anbelangt, wäre diese schon fällig gewesen, da wir 
aber die feste Absicht hatten, hier zu bleiben, haben vir 
erst vor 2 iVionaten beim Korisulat um Transferierung unserer 
Nuni'ier ersucht. Vor paar Tagen dort nachgefragt, hat man 
uns zugesagt , dass dieselben in ca. 4 Wochen da sein 
werden. Bei dem otand der heutigen Dinge, senen v/ir es als 
einzigen, ric tigen V/egso rasch als möglich von hier fort- 
tiikommen . Wir bitten Euch inständigst, sollte es Euch nicht 
möglich sein, uns das Affidavit selbst zu schicken, so 
bitt'jn wir ,uns dasselbe durch E\ire Freunde zu beschaffen. 
Trotz unserer sparsamsten Lebenr-weise haben wir hier 
OSL.20J L. verbraucht, 30 dass wir dem Affidavitgeber 
auf keinen Fall zur Last fallen werden, da wir mit den 
verbleibenden Mitteln trachten werden, dort rasch zu einer 
Existenz zu kommen» .Sollten sich nun unsere Briefe kreuzen, 
30 bitten wir um Ent3chuldi,gung,doch in Anbetrachtdessen, 
dass die Post ganz unverlässlich ist un^; wir auf den Brief 
vom April keine Antwort wrhielten , haben wir es für ver- 
nünftiger gesehen, nochmals zu schreiben. Wie uns Hermine 
mit .eilte, sind serir viele Frauen ihres dortigen Bekannten- 
kreises deit den letzten Massnahmen allein, was auch hier 
der Fall iüt,Lix hat sich das Gl-ott seifiank durch seine 
chech. Angehörigkeit erspart. Mit Heridne sind weiter in 
regem Kontakt und hörte gestern wieder, dass Heddi sehr 
fleissig ist. Leider haben wir bis heute noch immer keine 
Zeile von Jtefan,vva3 r^türlich z\zr Nervosität noch bei- 
trägt .Kann mir denlen,da3s liir fleissig Hadio hört und 
sicher über alles informiert seid. Hätten wir ahnen kön- 
nen, dass wir uns jetzt mit solchen Gredanken befassen 
müssen, 80 hätten wir die monate langen /erarbeiten schon 



wo anders nutzbringender verwerten können. Jetzt haben 
wir Euch gfenug angerwnzt,doc^: hoffen wir,das3 Ihr unsere 
Situation verstehen werdet und nicht ungehalten seid, 
v'enn wir mit solchen unbescheidenen Bitten an Euch he ran- 
treten. Wir bitten Such vielmals, uns auf diesen Brief per 
Luftpost zu antworten, falls nicht auf den vorigen Brief 
bereits die Antwort unterwegs ist. 

Hoffentlich seid Ihr Alle gesund, die Kinder heiter 
und wissen hoffentlich nicht viel von der so ernsten 
Zeit,'Jreterl wird iüoh wtiter ihr sonniges (Jemüt behalten 
haben. Grleichzeitig ha en heute an Roubitscheks ge- 
schrieben, von denen wir auch schon seit ihrer Ankunft 
nichts gehört haben. Bin schon neugierig ob Paul etwas 
passendes gefunden hat und bedauern, dass sich Berta so 
plagen muss. Hoffentlich ist das nur am Anfang so.Bitte 
auch vor uns die besten Grrüsse zu übergeben. 

I^'ochmals vielen Liank für all Eure viele- Mühe, mit den 
innigsten Grüssen und küssen 














13,Craven Hill, 
London, W.g« 
7/V1940 



Meine Lieben! 

Sicherlich ist unser Brief v.12.v.M in Euren Händen 
und hoffen wir bald auch von Buch Antwort zu bekommen. Es ist 
wirklich bitter, nachdem man schon so lange hier ist, sich jetzt 
mit diesen bedanken befassen zu müssen. Seit unserem letzten 
Schreiben hat sich ja schon wieder so viel geändert, dass im 
ietzii^en Zeitabschnitt ^ast das Schreiben bevor man den Brief 
noch befördert, bereits überholt ist. Leider haben wir aber von 
Stefan seit dem 7. v.M. nicht eine Zeile, ja haben keine Ahnung^ 
wo der arme Junge iat uni was mit ihm geschehen ist. So sehr wir 
und auch den Kopf zerbrechen, finden wir diesbezüglich keinen 
Auswe ^.Hoffentlich ist er wenigstens gesund, es ist ja gar nicht 
auszudenken* G^erade diese Ereignisse sind es, die aucn uns bestim- 
men auf das viele Reden unserer Bekannten zu hören, die alle ab- 
raten unter ddn heutigen \^erhältnissen zu starten. Es ist ein 
schwerer rOntschluss, nachdem man schon so weit vorgearbeitet hat, 
ja auch nicht weiss, was wo anders ist, aber man darf doch nicht 
den Kopf in den Saiid stecken und nicht sehen wollen. Wir bedauern 
senr,aaF»o wir von Euch so weit entfernt sind, dass Briife so 



lange dauern, dass also so viele Wochen vergehen, bis man eine i?rage 
beantwortet hat. Wir hätten doch gerne gewusst,wie Ihr darüber 
denkt, was man für Meinung über die ganze Situation hat and wie 
die Stimmung ist. Was glaubt Ihr, wie wären die Au:^sichten für ein 
Kaffee Greschäft drüben, vorausgesetzt, wenn durch Eure Hilfe zu 
einem Affidavit kommen können. Es tut uns sehr, sehr leid, dass wir 
wieder kommen und Euch für uns bemühen, doch glaube ich, dass Ihr 
gerade heute, unsere Lage einsehen werdet. Man liest mit Grenauigkeit 
die Zeitung, hört mit noch grösserer Pünktlichkeit die News und v/ird 
trotz allem nicht klüger.Wir glaubten schon uns an die hie3ei:zen 
Verhältnisse gewöhner: zu können, wiinschten uns, nur arbeiten zu köiju^en, 
haben trotz der langen Zeit noch keinen (xebraich vom Permit machen 
können, es ist aber gar nicht zu schildrrn,wie schwer es ist. Jettt 
kommen noch die Äiversen Erschwerungen dazu, Knappheit an Papier, der 
geschäftlich garade sehr unangeneiim ist.Schliessluch weiss iriai nicht, 
ob man Ware a la long bekommen v/ird können und noch dazu -über allem 
das Damoklesschwert über dem Haup->e. Durch die Tragik Stefans sind 
vielleicht .gerade wir noch nachdenklicher geworden und da man doch 
genug hinter sich hat, möchte man keine neuen Erlebiiisse mehr. Ihr 
werdet, das sind wir gewiss, die grosse Nervosität verstehen und daher 
auch begreifen, wenn man nicht so ruiiig wie sonst schreiben kann. 
Mit l.Herminens Besuch haben wir uns sehr gefreut, die Tage sind sehr 
rasen vergangen, doch haben Äir den Eindruck geworjfien,dass sie in 
G. wirklich gut aufgehoben sind, sehr netten engl. Verkehr haben, was ja 
in einer kleineren otadt auch irichter möglich ist. In der grossstadt 
bleibt man doch mehr oder weiiiiger die Nummer! Von l.Artur haben wir 
sein letztes Bild mit if'arailie Schäffer gemeinsam bekommen. Er sieht 
ja Jott lob recht gut aus,glaibe seine Wahl war für the tirae beeing 
wohl das Beste. Ihr wisst ja, dass Kam.SchäJ?fl*r gute Bekannte unseres 
iJ'reundes Eibuschitz sind. Von Liserl bekamen wirden letzten Brief vor 
8 Tagen. Sie sciireibt so lieb, wie immer, möchte und möchte nicht, 
Lutz gerBB in anderer Gregend wissen, was ich ja nur zu ^^t verstehen 
kar^n.IVlan weiss doch heute nicht, was morgen früh ist! Wir haben wieder 
we-^en unseres seirerzrit versprochenen Permits nachbAuRtralien ge- 
schrieben, aber leider die Antwort bekommen, dass fiür Kriegsdauer nur 
von Kindern an ]i;itern oder umgekehrt ausgestellt werden, auch bereits 
g-altige iiaben inre Wirkung verloren. So ist ai^ch dieses Programm für 



VLTiQ ZU nicht« geworden. oovmrden mehrere Bekannte von uns, die vor Kriegs- 
ausbruch ein gulti^:^r3 Permit nach Australien hatten und nur auf das^ 
Schifr warteten, nochmals einreichten, ison Gamberra abgewiesen. Im übrigen 
sind, soviel man von hier hört, ausser U.S.A. alle üb-igen Staaten derz. 
gesperft* vVas bekommt Ihr für Nac^irlchten aus Jugoslavien,hofi entlich 
komnien da keine ^berraschun^^^en mehr.Lise schrieb mir, Ihr hättet sie gerne 
in der Mähe von Artur geliabt*,sie schreibt uns aber,dass sie sich dort 
sehr wohl fohlen, ihre Wohnung geniessen. Es ist nur zu hoffen und zu 
wünschen, dass Dezsö,da er doch keinen Beruf mehr hat, auch weiter dort 
wird ruhig leben köniien.3ehr,sehr bedauerlich ist es, dass die arme 
Hella noch immer mit Leo nicht weg kann undäbei denke ich mit Schaiiäern, 
wo nur der arme Stefan sein mag. Wenn man zurückdenkt, dass dieses ganze 
Greschehen eine Sache von einiicn Stxmden war, so musa man sich mit Angst 
fragen, was aus ihm geworden ist. So kann man auch hier keinen Entschluss 
fassen, obwohl wir die Lilbglichkeit hätten jetzt ev. einen neuen Kompagnien 
als Dritten zu finden, weiss man nicht, ob man sich festnageln soll. Wie 
schade, da'33 es so lange dauert, bis wir von Euch eine Antwort au"f unserem 
Brief zu erwarten haben^Hoff entlich mavht es Euch nicht allzugrosse 
Schwierigkeiten, für xins ein Affidavit zu beschaffen, ^'^ir können doch 
gewissenhaft verspre*chen,das3 wir dem betreffenden Sponsor gewiss in keiner 
Weise zur Last fallen werden, anderseits doch im NcFtfalle ein solches 
haben möchten. Weiss man denn, was die Zukunft bringt. Es wäre sehr in- 
teressant, wie_Ihr_; speciell und wie man drüben denkt »Bin neugierig, ob 
Paul bald irgend was finden wird.Berta ist sicherlich sehr fleissig, 
man sagt allgemein, dass es für i^'raaen leichter ist, Herr G-r'inhut hat 
uns kürzlich wieder ge3Jlirieben,das3 er sehr fleissig arbeitet, kaum eine 
freie Minute hat uiid \ins nur empfehlen kann, zu trachflben,auch hinüber zu 
kommen. Von Alti^iaiiiii &Kühne weiss, dass sie noch einen ^materiell starken 
Kompagnien haben una arbeiten Bekanijte von uns für ihn mit der Erzeugung 
von candiertem Obst. 7oh Roubitscnel^' s haben wir schonlange^nichts ge- 

ht)rt,^ei^s'"üaheT ni"cm1r,ob er bereits?; arbeitet; ' 

Hoffentlich geht es Euch wenigstens persönlich und gesundheitlich 
recht gut und habt Ihr mit den lieben Kindern viel Freude. Kann mir 
denken, wieviel Sorgen Ihr Such um die dirersen Lieben macht. Alles so 
zerstreut und dabei ist noch überall etwas. Durch Stefans Schicksal 
hören wir auch von Emils Mutter gar nichts, hoff en nur, dass sie gesimd 
ist. Wir sind schon auf Euren beriipht sehr neugierig, danken Such nochmals 
für alle viele ividhe und bleiben mit den irjnigsten brassen und Küssen 







FREDEHICH UNQEH 
63 West 58 th Str. 
New York City 



28 •Mal 1940 





Sehr geehrte gnaedlge Frau^ 



* Ich habe Ihnen bellte vor 2 Tagen eine Karte ge- 
schrieben, um Ihnen mits&uteilent cLaaa wir uns gerne mit Ihnen un- 
terhalten moecliteni weil ich einen dringenden Appell des Khepaars 
Beckmann vorliegen habe, die behaupten^ allemaechetens Amerikan- 
isches Inmigration Visum bekommen zu koenneni wenn man ihnen Af- 
fidavits verschafft. Meine Karte an Sie war noch an Ihre NYorker 
Adresse adressiert, daher weise icü nicht, ob Sie sie erhalten 
haben« 

Inzwischen erlua.te ich heute bereits telegraphische 
Urgenz von Beckmanns» Da das Gabel hierueber nitits angibt, weiss 
ich nicht, ob ihnen die Gefaxir von Internierung droht oder ob nur 
die Invasiosgefahr an sich der ja nicht unverstaendliche Grund der 
Dringlichkeit isU Wie dem auch sei, ist Affidavits beschaffen 
derzeit eine missliche Angelegenheit unu d' shalb haette ich gerne 
den Fall mit Ihnen besprochen. Da Sie wie ich heute erfahre, gegen 
lOO Meilen von Kfork entfernt wohnen, laesst sich des kaum machen. 
Daher muss ich Iluien brieflich Folgendes auseinanaer setzen 






Bei meinen hiesigen Freunden sind keine Affidavits 
mehr zu hc'».ben, bezw. waeren sie wertlos, weil sich die Iieute schon 
erschoepft haben, liir wird jedocn von einer Seite Affidavit ange- 
boten, jedoch unter Bedingungeii : 

l.ein Honorar fuer den vermittelnden Anwalt von 
$ 150.-. Das wuerue ich erforderlichenfalls uebernehmen, 

2. Sic bar Stellung eines $ Betrags mit dem Beclaneims 
ein kleines Geschaeft anfangen koennen, 

3. eine Hueckbuergechait der hiesigen Angehoerigen 
gegenueber dem Affidavitgeber, wonacn sie sich verpflichten, ihn 
gegen Inanspruchnalime aus aem Affidavit schadlo&zu halten. 

Die Rueckbuerg Schaft duerfte nicht sehr gefaehrlich 
sein, weil der Affidavitgeber nach geltender Praxis nicht zwangsweise 
herangezogen weraen kaim. Ich selbst habe bereits in einigen Faellen 
Rueckbuergschaf ton uöberaoinmen, tue es aber nicht mehr, weil ich meine 
Eventualverpflichti ngen ni^ t ins Unermesaiiche ausdehnen kann. Daher 
muesste, wenn dieser Weg gewaehlc werden soll, diese Rueckbuergschaf t 
von Ihndn als Schwester uebeiiiommen ^werden. 

Dagegen waere ich bereit einen Beitrag zu der unter 
2) angefuehrten Sicher Stellung zu leisten und habe diesbezueglich be- 
reits bei Herrn Ebstein, dem Onkel der Beckmanns angefragt, ob auch 
er mitzumachen bereit ist. Wie Sie wissen dUerlten, haben wir Beck- 
manns bereits seinerzeit ueber 1000$ fuer die^Üinreise nach England 
gegeben.. Ich nel)me an, dass zur Beruhigung des Affidavitgebera die 
Hinterlegung eines Betrags von 1000 $ genuegen sollte. 



Ich weiss nicht, ob Sie bereits irgendetwaß fuer Beck- 
manne untemoraraen haben, und erbitte mir auf jeden Fall Ihre 
umgehende Rueckaeusserung» Insbesondere erbitte ich mir Ihre 
Stellungnahme zu Punkt 2 und 3, damit ich gegebenenfalls diese 
Affidavitmoe^iic^^^i^ sichern kann» Von H» Ebstein erwarte ich 
telegr. Entscheidung in diesen ailernaechston Tagen. 

Aus Ihrer Uebersiedlunj glaube ich entnehr:en zu koennen, 
dass Ihr Herr Gemahl bereits AnsUikuss an hiesiges Geschaeft 
gefunden hat, worueber ich mich sehr freuen wuerde. 

Mit besten p:mpfehi.ungen 



Ihr sehr ergebener 



0\ ^H-'U'oA^-i-v 



/g, (/ ^e^o 




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1^ ^ ,j^»»^gj^jg'l — 






^^/^ (UtM^^kd^^ /^A^ 



/yl 










U^1^ Ji^, ^^^--f ^v^.^^^ 




^MUt^ 



13,Craven Hill, 
London,W.2. 
12/4/1940 



Lieber Fritz und liebe Anni! 

Vor allem hoffe ich,dass Ihr persönlich 
wohlauf seid und nehme ich an,dass Ihr, während ich diese Zeilen an 
i:)UGh richte, Ihr in Gedanken bei den Ereignissen in Suropa seid.Momen- 
taji ist es meine grösste Sorge, was wphl das Schicksal des armen 
Stefan sein möge, der sich leider gerade Oslo als seine neue Zufluchts- 
stätte gewählt hat. Obwohl wir uns den Kopf zermartern, kommen wir 
auf keinen Weg, wie man nur erfahren könnte, wie und wo er sich be- 
findet. Seinen letzten Brief v.5.d. bekamen wir noch vorgestern, 
nichtd ahnend, in welchem er noch zuversichtlich über die Aufbau- 
arbeiten für die Z\ikunft berichtet. Doppelt hat ihn die Sitiiation 
gepackt, da er gerade in letzter Zeit emsig tätig war, um sich sein 
Brtd selbst zu. verdienen. Er hat auch sehr zuversichtlich von einer 
ausländisc:.en 'Vertretung berichtet, die er bereits bearbeitet und 
dass er den -notwendigen Handelspass bereits hat .Wir haben ihm auch 
von hier verschiedene i«^irmen empfohlen und kormte man wirklich an- 
nehmen, dass seine Bemühungen von Erfolg sein werden. Es ist furcht- 
bar, wenn gian an das 3-eschehene denkt, wir haben hur den Wunsch, dass 
Stefak mit graden (xliedern aus der Situation heraus komn^it. 

Was mich anbelangt, war ich schon fast 
daran, ein Lokal zu mieten, alle notwendigen Votarbeiten habe bis 
ins kleinste Detail ausgearbeitet und heute-muss ich davnn Abstand 
nehmen, da alle meine i?'reunde mir entschieden abraten, in dieser 
ernsten Zeit mit einer Neugründung zu starten. Vor ca. 4 Wochen bin 
ich auch an eine der grössten hiesigen i«*irmen herangetreten, um dort 
ev. ein Kaffee Dept.zu gründen. Wurde wohl vom Manager selir freundl. 
augenommen. Leider aber waren seine (xegenvorschiäge so basiert, dass 
ich meine Idee erst dann dort verwirklichen könnte, bis ich selbst 
eine ifirma gegründet habe. Da man leider nicht voraussehen kann, 
was uns die nächste Zeit bringt, so möchte ich mich unter allen 
Umständen um die Möglichkeit einer Ausreise kümirerm, falls dies 
notwendig erscheinen wird. Ich möchte mich sehr kränken, wenn es dazu 
kommt, da ich mic nicht zu irren glaube, dass mein Optimismus zur 
Gründung eines Kaffee Geschäftes hier, nicht gerechtfertigt gewesen 
wäre. Noch dazu habe ich schon seit so vielen Monaten dis Permit in 
d:r Tasche und denke mir anderseits, dass das Zuwarten vielleicht doch 
noch das Beste war. Vor ca. 4 Wochen habe ich beim amerik. Konsulat 
ersucht, mir meine Papiere hierher kommen zu lassen, da *ich ja bereits 
am 12.7.38 zu Hause registrierte. Nun möchte ich Dich, lieber Pritz, 
bitten wieder der rettende Engel zu sein und uns raschest zu einem 
Affidavit zu verhelfen. Vom Konsulat bekam ich schon vor 14 Tagen 
die Aufforderung die derartigen Papiere vorzulegen. Du kannst T)ir 
vorstellen, das3 ich sehr lange gezögert habe, mit dieser Bitte wieder 
an Dich heran zu treten, da ich überzeugt bin, dass dies bestimmt nicht 
leicht zu erfüllen ist. Nun frage ich Dich, lieber Pritz, was soll ich 
in meiner Situation machen? Gerade die Ereignisse der letzten Woche 
haben mich gezwungen, für meine Ausreise zu sorgen. Nur im Notfalle 
möchte VSn davon Grebrauch machen, falls es die seinerzeitige Situation 
eriordren würde. Trotz dieser Vorsmcht hoffe ich noch immer, dass 
sich die Lage so gestalten wird, dass man an eine Greschäftsgründung 
doch noch denken kann, was ich nur selinlichst wünschen würde. Ich hoffe, 
dass Ihr uns'-re Lage voll und ganz verstehen werdet und nicht böse 
seid, dass ich von neuem mit so einer grossen Bitte und ;am soviel 
Mühe komme .Jed'jnfalls bitte ich Dich, mich nach Erhalt dieses Briefes 
wissen zu lassen, ob i^h Au'-Glcht auf das Affidavit habe, da ich und, 
Liii in diesem Falle viel ruhiger wären. Wir haben selbstredend auch 



unsere australische 3aohe weiter betrieben. Doch nach Auskünten 
vom Australia Haus, hier, sehen wir keine Wöglichkett das P«rinit zu 
bekommen, denn es werden nur Bewilligungen gegeben, wo dasselbe bereits 
vor Kriegsbeginn erteilt wurde. Ich giaübe diese meine Absichten sind 
die richtigen, oder denkt Ihr nicht so? 

Ich bin ja glücklich, dass Euch wenigstens 
dieses Hangen und Bangen erspart geblieben ist und wirst Du verstehen, 
wenn ich heute nicht ausführlicher sein kann, doch sind wir reichtlich 
nervös. Hoffentlich kommen von Euch gute Nachrichten. Ich danke Dir 
im vorhinein f^ die viele Mühe, die ich Dir verursache und grüsse 
Buch Beide auf das Herzlichste, 



Den lieben Kindern 



innigste Grrüs. 




Meine Liebstenl 

Ich vermute, daus Ihr meinen am 19. März geschriebenen 
Brief bekommen habt, den ich noch in viel besserer otimmung schreiben 
konnte, wie heute. Ich kann Euch gar nicht schildern, wie desperat 
ich über das Unglück, in aas Stefan geraten ist, bin. Es ist nur mit 
(jefühlen,wie wir sie vor 2 Jahren kennen lernten, zu vergleiv-hen. 
Ich habe doch gar keine Ahnung, wo der arme Junge ist. Weiss nur so 
viel, dass er noch vor Wochen schrieb, dass er für den Fall eines 
Luftangriffes Luftwart des Hauses ist und sich im Notfalle melden 
müsste. Natürlich hat weder er noch ich, am eine so tragische Ver- 
wirklichung gedacht .Von hier aus giebtes doch gar keinen Kontakt, 
wäre scHon froh und dankbar zu wissen, dass er nur gesund ist und 
nicth gefangen! Ich muss wohl , sagen, dass .ich 9ehr bedaure,4as3 wir 
Auotralien nicht erreichen konnten oder nach übers^ee kommen konnten. 
Ich muss sagen, mir ist auch nicht bange, dans Emil in Amerika, auch 
wenn es nicht New York ist, sich eir^e Existenz wird gründen können. 
Der Fall von Stefan lehrt uns, dass wor dich schauen sollen, aus 
Europa herams zu kommen, da man ja jetzt nur auf einen langen Krieg 
rechnen muss und es doch schade wäre so lange Zeit müssig zuzusehen. 
Ich brauche Euch wohl nicht zu sagen, wie auch ich Such für Eure 
liehe Mühe danke, doch werdet Ihr verstehen, dass ich momentan nicht 
einmal in der Verfassung bin, Briefe 'u schreiben. Ich hoffe und 
wünsche nur, dass bei dem jetzigen up and down auch noch ruhigere 
und betoere Zeiten kommen, sonst würde der ganze Kampf nicht dafür 
stehen« 

Bin schon sehr neugierig, was Ihr in Eurem nächsten 
Brief berichten werdet und bin bis dahin mit den innigsten Grmssen 
und Küssen an Euch Alle 



Eure 



Solltet Ihr unsere Daten bruohen, dieselben sind: 
Emil geb. 10.4.1«'^'' in Wien, 
Lili " U.5.1 




11 



it 









y^^^ 










*x$^ 




17 Lcvr* av^-^11^, 

V 7 

•JcLinbrirl.f^e , 26th iviarch 194o. 



i'lei'na liG>;e -ti-nrie »lioToöter 9ritz, 



hcnte kttin CT:ier. co lieber "ßrief ,cier wie immor 
di;rch seine Herzlichkeit eirc "besoDdere -^'rciade für. urs ict. 

Ich hätte euch heute cxucn ohne eure liebe 
Aufforderung dazu ,£c::?^chrieben ,d- ich mich "rie^^cr einmal , wie schon 
öo oft, zu bedanken habe. Von Arthur kairi ^.-estern ein Drief,vvOxun er 
v^2 schrieb , 'la'j^s ihr go unerhört opferbereit seid,i.a.it ters Lift- 
transport zum grösstenteil 'f ina.nzicren zu wollen.lch habe eben 
'-Hertha, die alles nötige veranlassen sollte , und \:iuch an Arthur £eschrj^" 
dass sich in den letzten -^agen i^.nscr bicher sch\Vcj.nkender ^ntechluss ^ 
zu '^er festen Absicht herausgebildet hat, den j-ift aus vielen ^rinden 
nicht zu beziehen. Vernunft \;.nd ^e^vissensgrunde ' sprechen gleicher- 
weise dafür up-i Hertha der. ich alles detailliert auseinandergelegt,.;,^.^ 
habe, wird eucVi t::!aheres darüber safer. 

V Die ^eiten sind Im >.i.llgemeinen womörlich noch 

unsicHere"*^ un"^ bec^n^s"^ i^c ■^ ^cr ~-rs--">-^'^^'>^ ■^■'■p'^ '"io ^^ir Vri"^^ '^^j. "^^"-^1 

^ — ^ ^ 

richtig sagte , sin-? y^-nschen wichtiger als Dinge. Die P.elastung durch 
die Familie v.drd leider far euch grösser statt kleiner und um diesen 
Betrag lllsst sich ^in Visum k auf en .i'Uttcrs^^erz. hangt nicht laenr do.ran 
sie hat r^ie ^ache innerlich bereits verc^rbcitct und sie fahlt sich 
sogar freizügiger ohne eigene 1. öbcl. AUch ich will. mich noch niciit 
mit grossen Investitionen festleren , ohne regulärer: H^erdienst und 
sichere .^tuf enth.^ltsbev;illigung für immicr. »Venn es einmal dazukommen 
sollte, wird mian das' nötigste aufs billigste kauf en.B.^einen ^nformatione: 
nach l'Ci* einem J'rünner ope^iteur , der fär sich jetzt eine .xhnlicne 
oachc durchgeführt hat, sind die Kosten intzt nocn höher. ^s ist also 
auch ein fragwürdiges ^cschäft i 

Eure Gate und Hilf sbcreit schöpf t ist r ihrend 
und icn danke euch innigst. £s ist trostreich euch .tuf liesem Globus 
wenn schon leider nicht Kontinent-o 1er vielmehr Gottseidank- 



zu wdssen. 



Im p-rossen ^anzen kann ich euch ^y^qn uns berichte: 



dass unsre ^crven, wobei ich auch dei-._>ix einschliesse- langsam be- 
ruhigen und 'lass auch die kneinandergewchnung im i^usarmnenleben r'ort- 
schritte macht. »Virst ihr, dass J-ix mit unserm englischen ^^acnbarn 
zusammen, einen -chrebergarten fUr ^h. S im dahr gepachtet h.xt und fest 
i.ungrc.bt' lind sich als farmer betjtigt>Trotz der blutigen ^chwdelen 
un'^ -^^r ungev^ohnt schweren ilrbeit macht ihm die wirbelt bisher i^reude 
un^ wir hoffen auf Zuckererbsen una ^alat und eigene Lrdäpfal.Dic 
Hoffnung auf einträglichere Jobs ist lei'^er gering. Ich habe Näharbeit 
und bin froh immier viel zu tun^zu habBD. Leider verbieten die regulatioi 



das, p,1iiLyi4^ngQb^;j 






*>^*r^V> 






^ 



>^!V- 



lviitt<3r etottcrt schon ein 1)1021 englisch und iiicicnt sich 
im "esnräch. mit ^r\pluvr[erin &«ite« h^ilhwefs verstän-^lich.Ls ist 
nicht leicht für sie un-l nie ist leider raeictens enttäuscht una 
rie'^eri'-Gschld.j"'en über ihre lanrsanien Fortschritte ,'ffa.E aber nur 
ihre hohen Ansprüche an sich und nicht i mü , rf i f M. ihre onfcihigKeit 
bev;eiBt.iv!utter Bieht G.ü.D.Fut -ms \xb<^ nur d,aD stille zurückge- 
zogene ^eben hier ict nicht^^c^nz die Athmospiiare die sie zur 
Entfaltung ihres lebhaften -Temperaments braucht. 

Unsre englischen i«achbcirn sind nach ^Ade vor reizend und 
für diese ..elt viel zu gütioje freundliche »('esen. «cnn es eine 
Steigerung des hclssesten -Vunsches für' iiese ocite gibt,müsste 
sie durch dca,s Kennenlernen dieser /f^enschcn hervorgerufen werden. 

Seit der j/eränderung in Rumänien .fürchtet man für deren nörd- 
lichen ^'achbarnVis i^t grässlich.dass das --angen und kämpfen um 
liebste ""enschen nicht aufhört. .Vie schön v.-är das '.venn wir ^ise und 

-eszö ",^||^3^f ;ti,|i!ich'dank euch nochmals für eure guten lieben 
.^,iiMjUc-^'^^-^oat--n.l±x will noch anschrei^rr ,^rt:-. cchlurs. 
T^^^"^ Alles -^icbe und herzlichste "rüsse von eurer _ 



1/ 



LUAfi^i£^CC 



Liebe Annie^lieber Fritz 

.Vir hatten heute resp. i>.utter Hirsch, starke 
Post aus Nordbnd Südcimcrika, aber der weitaus netteste Brief war 
von euch,. '.Vir leben hier recht angenehm und abgesehen von 

dem auch nur sporadischen Jammern nermine ^ b betrachte icn es 
als unverdientes Glück so beschaulich leben zu können. _ 

Ich habe mich jetzt mit Eifer auf gardenmg ge 
worf er, seitdem ich von einem unserer reizenden englischen I'Jach 
barn ein al-otment zur Bearbeitung bekommen habe, das von seinem 
Inhaber nicht betreut wird. Die schwerste Arbeit, das digging 
habe ich bereits überstanden ,die ersten Tage war ich wie zer- 
schlagen aber jetzt bin ich bereits beim ansetzen von ixarot 
ten. grünen Erbsen, Salat, Bohnen, Radieschen und Zwiebeln: durch 
den RefTon bin ich wiederholt zurückgewo^-en worden ,aber m ca 
8 Tagerhor-e ich fertig zu wer-rn ,v>^ffcntllch -r'^-n -ein<^ 
Ernt-tiof-TiDgen nicht enttäuscht werden. Um mich nicht mit fremden 
Federn zu schmücken, muss ich erwähnen ,dass ich unter Anleitung 
und i.dtarbeit eines andern englischen flachbarn arbeite, den ich 
als Partner acquiriert habe. T^as Leben hier ist viel angenehmer 
al^ in London, denn dort küm-ert sich kein Engländer um unseremem 
währemd hier die Lernte reizend und umgänglich sind, wodurch ich 
auch in die- Lage jkom.me Englisch zu lernen, ^b die Sache rentabel 






sein wird ist roch ^iej;r3,f^ 



^fla ich r>\ir 2/5 Pacht t zu, zahlen 






m.c^.'^^^^. ■ ^- 




London, 19.3.1940 



Liebste Anni und liebster i'ritz, 

Wohl hatte ich mir schon lange vorgenommen, 
wieder an Euch zu schreiben, nicht nur, weil ich schon so ^ange nichts 
von Euch hörte, s):idem auch um über uns tu berichten. Nun ^md wir aber 
in so deprimierter Stimmung, dass ich mein Vorhaben imm^r verschieben 
mSslte. Eben erhielt ich den lieben, ausführlichen Brief von I^i^t^i^^^ 
Anni der mich so sehr f reute, dass ich doch auch gleich antworten will. 
sTdluert^a leider otoehin so lange, bis die Nachrichten ans Ziel kom- 
men dass das Schreiben fast schon überholt ist, das sehe ich speciell 
T^inserem Fall!^ erwähnst nämlich unseren Brief v, 17.1 ., während wir 
Euch inzwischen auch ausführlich tm 17.11. geschrieben haben.Leider, 
leider müsset ürlir alles zu letzt geschriebene als nicht berichtet be- 
trachten, da wir auf einem richtigen dead lock angelangt sind.,.ohl waren 
wir bis auf das "i" Tüpferl fertig vorbereitet ,d,h.hatten das Lokal aus- 
gewählt, mit allen Lieferfirmen alles genau besprochen, die ganze. Aus- 
stattung bis in3 Detail gewählt, waren mit Tillen behördlichen Bewilli- 
gungen versorgt. Diese ganze Vora-^beit hat fast ausschliesslich Smil 
geleistet und trotzdem wir leider noch immer nicht weiter gekommen sind, 
so viel von früh bis abend gearbeitet, als man es eben nur als gewissen- 
hafter Kaufamnn tun kann, gleichzeitig wurde für Herrn Morgen eingereicht, 
und hat dieser nicht nur einmal, sondern 2mal die Abweisung seines Arbeits- 
permits bekommen, mit der stricten Auf f orderung, nach U. S.A. weiter zu reisen. 
Diese Mitteilxingen haben ihn nun veranlasst uns die Partnerschaft abzu- 
sagen, was uns begreiflicherweise sehr, sehr bedrückt hat, da wir doch über 
4 Monate an einem gemeinsamen Plan gearbeitet haben. Nun stehen wir vor 
neuen Problemen und sehen leider keine Möglichkeit allein durchzuführ- n, 
da wir einerseits mit unseren Mit-:eln nicht auskommen, andererseits die 
Beschaffung von einem kleinen Darlehen, wenn es auch nur 200 -300 Pfund 
sind, unmöglich ist. Smil hat Euch ja mitgeteilt, öass er bereits einen 
Mitarbeiter an Herrn Eibuschitz h?>t, dessen aeschäftstüchtigkeit und Eifer 
sicherlich ^ut zu verwerten sein wird, leider aber über sehr bescheidene 
Mittel verfügt. Zugute kommt uns wohl, dass alle Bekannten, die Emil von 
früher kennt, mit Vertramen mittun wollten, aber entweder ist es der Mangel 
an genügendem Kapital oder das gegebene Versprechen, nach U.S.A. weiter- 
zureisen,was sie daran hindern. Das Home Office lässt es nämlich nicht 
leicht zu, dass man seine Meinung diesbezüglich ändert. Hat jemand aber 
doch Kapital, so hängt seine Beteilig :ng begreif lichwr.vei3e von dem Arbeits- 
permii ab, das gleichzeitig eine Aufenthaltsbewilligung ist, was wieder nur 
sehr schwer zu haben ist. So bleibt uns leider nichts anderes übrig, wie 
weiter nacii einem Partner zu suchen, obwohl wir am liebsten allein arbeiten 
würden, da die erwünschte Mithilfe ja nur eine materielle wäre. Emil, in 
sehr gedrückter Stimmung,verJ>andelt weiter auf allen möglichen Seiten 
und möchte ich nur wünschen, dass die viele Mühe doch noch von Erfolg be- 
gleitet sein wir. Ihr könnt Euch lebhaft vorstellen, wie gerade jetzt, 
während Wochen wo jeder Tag andere, rätselhafte, politische Änderungen 
brinj5t,man es noch wesentlich schwerer hat Entschlüsse zu fassen. V/eiss man 
doch wirklich nicht, was die nächste Zeit bringt und muss hoffen, dass die 
ständigen Überraschungen auch mal etwas angenehmes im Schilde führen. 
Grewiss glaube ich, lass Ihr durch die europaischen Ereignisse auch sehr in 
Mitleidenschaft gezogen seid,doctt liegt dazwischen eben die nötige Ent- 
fernung, die alle Tatsachen inzwischen abschwächt. Ihr wer".-*-»- wohl jetzt 
einen genaueren Überblick bekommen, wenn der amerik. Gesandte berichten 
wird und möchte ich gerne wissen, wie man bei Euch tatsächlich über daa 
gestrige Zusammentreffen von Mussolini & Hitler denkt. Ich will nmn Schluss 
machen für heut \Pon uns zu schreiben, da ich ja jetzt nicht besser ge- 
stimmt werden kann und hoffe nur, dass die Zeit kommt, dass ich doch mal 
besserers werde berichten können, -Der einzige Vorteil der vielen, stunden- 
langen Verhandlungen war wirklich nur die Perfektion der englischen 
Sprache und muss ich selbst staunen,. vie speziell Emil, mit seinem vollen 



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Kopf diesen Fleiss und Ausdauer aufbringen konnte, so zu lernen. Er benutz^ 
ÄUch jetzt jeden Moment dazu, das Zeitungsleäen bereitet keine Schwierig- 
keiten mehr. Ich selbst bin heute zu nervös und habe daher vorgezogen, 
deutsch zu schnaben. Von unseren Bekannten fahren dauernd welche hinüber, 
muss sagen, diese können es ggr nicht erwarten und sehen in '^drüben" das 
Eldorado, ß.s giebt auch viele, die uns abraten-na türlich auch Engländer- 
in der jetzigen Krisenzeit nichts Neues zu beginnen, so dass wir. uns den 
Kopf zermartern, ob es richtig ist, sich an hier zu klammem, eder selbst 
an ein Weiter gehen zu denken. Allerdings ist uns dieser Weg verspert,da 
wir obwohl wir seinerzeit registrierten und linsere Quote schon fällig 
wäre, ja leider kein Affidavit haben.oollten es die jetzigen Verhältnisse 
hier, es doch notwendig machejn,hier von einer Etablierung absehen tu müs- 
sen, so wären wir froh, das G-efühl zu haben, im Notfall durch Euch ein solches 
Affidavit zu bekommen. Zu unserer inneren Beruhigung bitten wir Euch uns 
darüber mitzuteilen. Glaubt Ihr, dass Emils Absicht mit Kaffee auch drüben 
Zukunft hätte, ist auch auf dem Oebiete so grosse Konkurrenz, denn getrunken 
wird ja, so viel ich hörte, weit mehr wie hierlUnseren 'Jefühl nach hatte ein 
Kaffee Spezialgeschäft mit ev. kleiner Sitzgelegenheit Existenzberechtigung, 
besonders wenn man die Branche versteht. — Mit Hermine bin ich in stetiger 
Korrespondenz und habe mich gefreut zu bemerken, dass sie wesentlich ruhiger 
geworden ist. Besonders trägt es wohl bei, dass. sie Berta in Eurer Nähe weiss, 
was ich ja sehr gut verstehn kann. Das neue Radio wird auch bestimmt zur 
besseren Stimmung beitragen, da man sich doch einerseits heute nicht von 
dem Weltgeschehen ganz abschliessen Kann, anderseits es Termine f^uf andere 
(jedanken bringt, hermine schrieb mir auch, dass sit^ begonnen hat englisch 
zu lernen, wenn es auch langsaa ^^-^--i.t.so beschäftigt sie sich wenigstens 
dadurch nicht nur mit sifcch. Es stimmt, dass Heddi für uns eine Skizze einer 
ev. Schutzmarke gemacht hsit,doch sehe ich leider jetzt gar keineMöglichkett 
irgend welchen Jrebrauch da on zu machen. Bin froh, was Du über Berta schreibst, 
hoflentlich gelingt es auch Paul v;as passendes zu finden. Grwwiss und das 
ist ein (jlück,dass Kinder leichber über alles hinwegkommen, dass sie vergessen 
können, dass dieser unglückliche Faden nicht durch ibr ganzes Leben mitge- 
zogen wird. Ich hoffe und wünsche, dasüJitta nicht mefer an das böse Jahr denkt, 
die geänderten Verhältnisse, die neuen Freundinnen, all das wird ja dazu bei- 
getragen haben und Oreterls gutes, Sonniges Gremüt wird selbst Euch sicherlich 
aufmuntern. Susi kann nun in ihrem Lieblingsfach weiter studieren, hoff entlich 
auch der richtige Weg für einen Erwerb.. Du schreibst, dass man ftir .Imeriga 
Greduld braucht, man erzählt wohl immer von dem flotten Tempo, denn Geduld 
ja, das ist das, was hier zum täglichen brod gehört .Man kann auch persönlich 
nicht dagegen kämpfen, es giebt nur wait and see.So hat uns Herr Grrünhut,geschr 
der im übrigen }i'RF.iJ JREGrOR jetzt heisst,dass er wohl mit dem Erfolg seiner 
Arbeit sehr zufrieden ist, aber das Tempo kaum zum mitmachen ist, sie haben 
kein Privatleben mehr, arbeiten bis in die Nacht, wohl halten sie bereits 
bei der 3. Filiale, wie sie schreiben. Sie haben einen Kompagnien (einen ge- 
wesenen Wiener und einen Amerikaner. Die würden sich sicherlich freuen m^l 
von Euch zu hören. Seine »vermutlich, Privat Adresse ist: 1632 E,* 18 St. 
Apart. D5,Brooklyn,N.f . ,die zweite Adresse, ichbldenke die eines Geschäftes, 
ist; Grregor,Ghocolates, 1624, Kings Highway, Br o oklyn, N. Y. . .Wir haben ja mit 
Herrn Kühne noch vor seiner Abreise von hier gesprochen, da war er noch nicht 
so sicher seiner Zukunft, aber jetzt lauten die Berichte (Altmann ftKühne) 
an Herrn Eibuschi tz sehr zufriedenstellend. Sonst kommen sehr gemischte 
Nachrichten, es ist halt Grlücksaohe,wie bei allem. Oute Bekannte von xms, 
3 Brüder Brandeis, die "das Ring Kaf<l hatten, sind in Richmond, haben Anstel- 
lungen gefunden und ^beabsichtigen bald ein a^^schäft zu eröffnen. Von meiner 
Schwägerin Roubitschek haben noch keinen Bericht pber ihre Ankunft, so weiss 
ich auch nicht, was mein Schwager anfangen wird. Er möchte allerdings auch 
nur in seiner Branch arbeiten, da er doch das Fach wirklich versteht .Die 
Tochter ist seit vielen Monaten in einem Hause, bei einer holländ. Familie, 
bis auf die viele Arbeit geht es ihr recht gut. — Von Artur belam auch vor 

Tl\^t2'°J^n^Li^u''r Luftpostbrief .Bin wirklich froh, dass er so nette 
Leute gefunden Hat. Gerade als alleinstehender ist das wichtig. Du wirst ja 



-I 4^^ ^,-i-* wy^.iiintii» iirqeres iiiibuschitz sind. Daher weiss 
Beziehung an die Hand gehen, er 'ioc^^scnon Kxei.uwcxa sinrichtvmg seines 

^^hr'friSeA^on'iri^l direkt zu hören.sie kommt ja auch sehr oft mit Otto 

IL^Auirelsen verSlfen kSnStä!lS Sir scnrieb Lise^dass öle in Split mit 
L^z Ostern verbringen wird, ich möchte ihr so gerne diese paar Tage go^P««, 
sie kränkt sich ohSf hin, dass sie Euch nicht sehen kann.Lisel ist wirklich ein 
Goldener MeJsch sie mächte auch so gerne jedem feelfen.Stimmt es,da3s Lutz nicht 
S^iv dort arbeitlrx kSnVArtul» schritt mir so? Kann sehr gut begreifen, dass sich 
S^?^l Pritz so llJLre^it lässt.etwaa drüben zu beginnen.man kann ja nicht genwT 
voLi^htieslinSSd bin überzeugt, dass der Kontinent genug zu schaffen giebt. 
HoffeSiifh wi?d^ie^ituation bald so, dass man klaren Überblick bekommt. 
AW Ihr wisst wenigstens nichts von black out und air raid shelter Was hörst 
^•?on SeSefscSStSter? Ist sie noch in l^garesa? Bitte lasse sie vielmals von 
Sr g?üssen.Wo ist flein Schwager Gläsaner jetzt?ür.Wei3S,der hier an einer 
chem?Fabrik beteiligt ist, soll es-wie ich hörte- recht gur gehen. 



Wirklich gefreut habe ich mich, von Dir, liebe Anni zu hören, dass Ihr Ruch 
in Eurer Wohnun recht wohl fühlt, selbst ohne uluren eigenen Möbeln. Deine 
Sachen wenigstens sind gut aufgehoben, zum Unterschied von mir. Die Sonntags- 
ausflüge gehen Dir sicherlich ab, ja hier ist Skifahren auch etwas unbekanntes. 
Dafür ist man heuer als Sensation im Hyde Park Schlittschuh gelaufen, ganz 
abnormal. Ihr hört sicherlich auch viel Radio, ich denke mir oft, wir hören 
vielleicht zur selben Zeit. Liebste Annit,Du weisst,wie sehr wir uns freuen 
über Deine Briefe, so bitte ich Dich wieder bald von Dir hören zu lassen. 
Fritzens Zell-^-n vermisse schon lange, hoffe dass dies nur Zufall ist! 
£uch meine Lieben von Herzen weiter alles (xute wünschend, bin ich in (bedanken 
oft bei Euchjgrüsse Ruch Neide auf da^ Herzlichste, ebenso 'Ireterl ^Gritta 










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July 27| 1940 
Colorado ^rin^gs« 



Dear Mr. Boocheveri 



Prom the expertwuce we made on oiir 
trlp 80 far, foilow some »uggestdone which 
mi;;ht be useful for the first part of your 
vacatiOTiB. Theny are s 

(1) Whether you atay ane night in 
Chicago or not, take the Hockies at any rate# 
It ia an excallent atream-lined train, leaving 
and anrLving at very convenient houre» The 
train Ißaves Chicago at l.öO or so in the 
aftemoon and arrives here iate enough to 
have hreakfaßt in train» Try to have your 
two-bed room in the observation-car» 

(2) We have been in Denver for one 
dey from moming til 7t30 in the eveningt 

We sincerely enjoyed a nine hours Sightseeing 
trip therei but in in^ opinion you people will 
be rather tired after the at^enaoue last äAjfS 
in New York# You better skip the stop at Denver 
and remain in txie train uutil Colorado Springs* 
You can make Sightseeing tours from Colorado 
Springs which Show a siofiilar character to those 
from Denver. Doing so, you arrive at noon in 
Colorado Springe and have one nore afternoon 
for relaxing and recreation before the strenuous 
Sightseeing in SalUake City and the three days 
motor drive through the parks. Don't mias the 
tour on Pikes Peak, the garden of the goAs and 
the Cheyenne Mountain (have lunch at the suninit 
lodge, the food iß gcod). 

(3) By omitting the stop over at Denver 
you will save a lot of money. Spend it by staying 
at Broadmoree Hotel in Colorado Springs instand 
of one of the cheaper place s. The difference in 
pleaeure is well worth the difference in prive 
which my be some 16 or twenty dollars for three 
nights. The locatlon of Broadmoore is charming 
with IVB gardensilake, and golf links. With all 
Its entourage and the high mountains behind, it 
can compete with any of the luxury places I have 



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Seen in Europe« 

I shall be very glad| if oy suggestione 
reach you in time and If you foiiow tii^n« Thls 
will mean that you reaily will have managed to 
escape the hot City* 

We hope tc f ixid youB newa in Los Angeies, 
"Entreteraps" cur best regarda to you and to Mre# 
Boochever. 

Sincereiy yours, 



'.j. •■ 



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WHITBBALL 4-2088 



GEORGE BOOCHEVER 
DAVID REGOSIN 
EDWARD J. BOHNE 
FREDERICK B. ROTHMAN 
ALFRED L. CAMERON 



BOOCHEVER, McMANUS & REGOSIN 

70 PINE STREET 
NEW YORK 



GABLE ADDRESS 
EVERBOOCH 



PARIS 
80 RUE TAITBODT 



June 29, 1940 



Dr. F. Ungor 

68 .Vest o8th Street 

1- a ri 1- (j ha rn' ^ e r ri _ i o t e 1 

Kow lork, ::. ^, 
Dear» Dr. Unger '• 

An pG!-» our telep'-^one convor'sntion of 
yesterday, 1 rave v/ritten to the :v^tional 
xiefugee :^' rvlc -^ for t- e 'eturn of the monies 
deoositGd with t'^em on behalf of Jr. lierllnger, 
and expect their i^eoly Avithin the noxt day 
or so. Just as noon an l havö a corr^nunicat Ion 
fror.: them I shall get In touch wlth '^ou. 

I am enclosing ■ erev;ith a bill i'or j6.90, 
to Cover the cable ch.arges incurreri. -.'hon they 
sent a cable to their repräsentative in the 
Dominican ^^eoublic. ^ou -^■bj eitlier send your 
check to t e i^ational liofugee Service direct, 
or i'or^varc] it '"o r.e ?nd 1 shall be ploaned 
to do so for you. 



Vr ^' "^^ t r u 1 Y Y o u.r s , / 




DK:SK 
Enc. 



^- RKGüSIiJ 




WHiTKHAi:.L 4-2088 



GEORGE BOOCHEVER 
DAVID REGOSIN 
EDWARD J. BOHNE 
FREDERICK B. ROTHMAN 
ALFRED L. GAMERON 



BOOCHEVER, McMANUS & REGOSIN 

70 PINE STREET 
NEW YORK 



GABLE ADDRESS 
EVERBOOGH 



PAHIS 
80 RUE TAITBOUT 



May rnd, 1940 



Dr. Friedrich ünger 
Botel Park Chambers 
68 V^est 58th i:>treet 

New York, N. Y. 

Dear Dr. ünger: 

My best thanks for the check of 
$50.00 in connection vvith the mstter 
of Mr. Paul Kaufmann. I really feel 
somevtet uncomfortable about taking it, 
under the circumstances, but since you 
insist, I bow to your superior jüdgnient. 

With kindest personal regards and 
my compliments to Mrs. ünger, I am 



ßincerely yoursy^ 



GBrGT 





F# Ungar 



May 1, 1940 



Mr. ISeorge Boochever 
Boochaveri Mc.Manus & Regosin 
70, Pine Street 
i^ew York, N.Y» 



Dear Mr. Boochever, 

gy best thajiks for your ietter of yesterday regarding 
the fumiture of Mr. Paul KÄUimaim. I am gl&d tMit this matter 
r^'ound such quick settieiaent. 

Piease find encloeed my check for $ 50.- In payment of 
your bill of fees to Mr. Kaufmann. Ycu muet not coaanunicate with 
him about the question of fees. 

Slncereiy youi-s, 



I 



WHITKBAI.L 4 »2088 



GEORGE BOOCHEVER 
DAVID REGOSIN 
EDWARD J. BOHNE 
FREDERICK B. ROTHMAN 
ALFRED L. GAMERON 



BOOCHEVER, McMANUS & REGOSIN 



70 PINE STREET 
NEW YORK 



GABLE ADDRESS 
EVERBOOGH 



PAHIS 
80 RUE TAITBOÜT 



April ?.Oth, 1940 



Dr. Friedrich Llnger 
Hotel Park Chambers 
68 V»est 58th btreet 
Nev. york, N. y, 

Dear Dr. ünger: 

Enclosed olease liad copy of let- 
ter received from Rohner, Gehrig & Co., 
Inc., in connection with the matter of 
Paul Kaufmann, ^s you can see, the 
difficultyhas now been cleared up and 
if Mr. Knuf ras nn will ar ränge to p^y the 
charges, he will be in a position to 
get the lift vans. 

A cor>y of the letter has been sent 
to Mr. Kaufmann. 



Since;*ely yours. 






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Enc. 



FiOüI^'rih, ui-^nhlü ic CO., l.»C. 
15 ¥oore Ctree:jt 
Nev YorÄ, N. Y. 



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rhf'nkinr you, ve r-re 



Yourr- ver\^ tr'jly, 
H. Gehrig, 



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SOPHIE Feuermann 

583 RIVERSIDE DRIVE 
NEW YORK CITY /^ 



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Harry Brown 



2 .August 1940 



Lieber Herr Doktor 1 



Ihr i^eundlicher Brief vom 24. Juli erreichte mich 
ziemlich verspätet, da wir inzwischen bei unseren Freunden in Lilville 
auf deren Iiülinerf arm waren. 

Vielen Banl; für Ihre Anregung. Ueber ihre Verwertbar- 
keit habe ich kein Urteil. Zines scheint mir sicher; Lan müsste die 
Sache, v/ie ^ede Lode, von oben her arifangen, d.h.eine massgebende 
Stelle müsste sie teuer herausbringen. Ich werde mich deshalb mit ein 
paai-" Leuten h la Elisabeth Arden in Verbindung setzen. Hoffentlich 
gefällt denen die Idee besser als Ihnen und mir« 

Die Schocken- bache hat erfi eulicherweise viel länger 
gedauert, als anfangs zu erwarten war und ist noch nicht völlig zu Bnde. 
Ob und was sich daraus entwickeln wird, weiss ich nicht» Jedenfalls 
war ich froh bei der Abv/icklung eine Idee gehaüt zu haben, v;elche das 
Ergebnis ziemlich verbessert hat» 

Wir haben in I.lilville eine sehr ruhige V/oche verbracht 
uro fahren noch auf kurze Zeit v/eg, um ein bisscle n Abv/echslung zu 
haben; v.lssen aber noch nicht w^ohin» Das Baby schicken v/ir nach Asbury 
Park zu unserer unvergleichlichen Lire. Cverton, v/elche für den Aufent- 
halt nichts rechnen v/ird. 

Ich hoffe, Ihre Heise ist angenelim und bietet Ihjaen 
die Ablenklang, die wir alle so dringend brauchen« 

{^lit besten LImpiehlungen Ihrer Frexj. Gemahlin und Ihnen 



ihr ergebener 



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19 4 0« 



Lieber Herr Harry | 



Anbei Durchschlag meines heutigen 
Briefs an Munioi den ich gelegentlich retour 
erbittet 

Des Weiteren moechte ich Ilinen 
Folgendes sagen: es verursacht mir irgendwie 
Unbehageni dass ich, wo icu jetzt Munio wegen 
weiterer Zahlungen mahne i die mir zur Verfue- 
gung gestellten 90$ nicht an Sie weitergege- 
ben habe. Wie stehe ich dai wenn Munio Jetzt 
von mir die Empf&ngsbestaetigung Ihrer Frau 
Gemahlin vorgelegt verlangt» Mit der Nicht- 
auszahlung des Geldes wollen wir auf zwei 
Pferden reiten und das kann uns noch moe gli- 
cherweise in Verlegenheit bringen« 

Ich waere dafueri dass Sie die 
bife^nerigen 90$ (und die evt» neue üebei*wel- 
sun^) nehmen vzxä mir den Empfang bestaetigen« 
Sie koennen das Geld Ja auf ein Einla^ebuch 
(z.B* mit dem Losungswort "Munio**) legen» 

Ich will Ja nichts ohne Ihr Ein- 
verstaendnis mache n, erbitte mir aber Ihren 
Be8Cheid# 

Mit besten Gruessen 

Ihr ergebener 



/^ 



2S«Ma6rz 1940« 



Lieber Herr Harry, 



Ihr Brief vom 26* hat mich in zweifacher Beziiehung 
gefreut : erstens weil die Hutsache sich weiter gut entwickelt, 
zweitens aber weil er beweist dass Munio Ihnen behilflich sein 
will. Sein Brief anbei retour* 

Was Ihren Brief anlangt, ist er vollkommen "decent" 
und es spricht fuer Ihren Charakter, oass Sie keine ueberschweng« 
liehe Begeisterung heucheln^ Lesen Sie den Brief aber doch noch 
einmal durch. Vielleicht koennten Sie doch deutlicher zu ver- 
stehen geben, dass Munio Ihnen durch die neuerliche Einfuehrung 
einen Dienst erwiesen hat, insoferne als Sie an der Fa. Green 
gewissermassen eine Reserve haben fuer den Fall als Ihr Geschaeft 
Ihre gegenwaertigen Erwartungen nicht erfuellen sollte .Und viel- 
leicht koennten Sie noch einen Satz hinzufuegen, in dem Sie er- 
waehnen, dass Sie die Erzeugung eines kleinen Artikels aufgenom- 
men haben, die sich gut anlÄsst, wenngleich es keine dauernde 
Sache sein duerfte. Nachdem Sie aber nicht wissen koennen, ob 
Sie danach wieder auf einen Artikel stossen werden, der ein- 
schlaegt, ist es Ihnen eine Beruhigung, zu wissen, dass Sie 
erforderlichenfalls zu Green gehen koennen. Sie wissen doch: 
es ist nur zu menschlich^ dass man es gerne attestiert bekommt, 
xxjoi jemandem durch eine nicht sehr »uehsame Gefiaelligkeit einen 
grossen Dienst erwiesen zu haben. Warum Munio nicht diese kleine 
Freude bereiten, zumal es doch anaekennenswert ist, dass er von 
selbst an Sie gedacht hat. Aber wie gesagt: Anstoss nehmen 
kann Munio an Ihrem Brief natuerlich nicht, es handelt sich 
nur um Nuancen. 

Mit herzl. Gruss, hoffentlich sehen wir Sie und die 
Gattin bald. 

Ihr ergebener 



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LONGACRE 5-1873 



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VOGUE ART NOVELTIES CO. 

1265 Broadway 



NEW YORK CITY 



26, VArz 1940. 



Sehr geehrter Herr Doktor: 



Ich danke Ihnen sehr für Ihren Brief vom 24» 

Beiliegenden Brief l'Aonio's erhielt ich gestern. 
Sr ist was Form und Inhalt betrifft entschieden erfreulicher als seine 
Vorgänger und M. sehe int auch seine Ansicht über mein seinerzeitiges 
Verhalten wegen job Green revidiert zu haben. V/enn dies der Fall ist, 
so kann es nur auf Ihren Einfluss zurückzuführen sein. 

Der Inhalt llunio's Briefes hat sL ch leider insov/eit nicht 
bewahrheitet, als doch nur die "Carriere" via stock-room offen bleibt. 
Details finden Sie in meinem beiliegenden Antwortschreiben an Munio. 
Ich schicke diesen Brief deshalb, an Sie, weil ich gerne wüsste, ob Sie 
meinen Standpunkt und die Art vAä Weise, wie ich ihn Llunio gegenüber 
vertrete, für richtig halten. Ich will nicht, dass der Eindruck ent- 
steht, ich wäre mir zu gut oder zu bequem, im Lager zu arbeiten. 

Zum Problem selbst ist zu sagen, dass die Strohhüte 
derzeit gut genug gehen, um das Green-Sinkommen zu ersetzen. Da es 
ein Sommerartikel ist und das Sommerwetter noch nicht eingesetzt hat, 
ist es wahrscheinlich, dass die Orders in den nächsten Monaten ein Viel- 
faches der bisherigen ausmachen werden, unbehaglich ist mir nur bei dem 
Gedanken, was sein wird, bis dieses Geschäft abreisst. Diese üeberlegung 
allein macht mit den Green- job etwas wünschenswerter, aber andrerseits 
weiss ich auch dort nicht, wie sich die Sache auf die Dauer entvdckelt et« 

Bitte also lesen Sie meinen Brief an Uvfunio und schicken 
Sie ihn weiter, wenn Sie Inhalt und Form für richtig halten. Vielen 
Danki 

Herr Kaufhiann beginnt nächste V/oche, hoffentlich erfüllt 
seine Tätigkeit ihren Zweck. 

Ich rufe Sie dieser Tage an um Sie zu fragen, wann wir Sie 

Betse Grüsse Ihrer Frau Gemahlin und Ihnen 

Ihr ergebener 



besuchen können. 



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n^vuLy (^^!^yl^^n^ 



F.U. 



• ' • 



24»Maerz lc^40 



Senr ^jeehrter Herr Brown f 



Meinen besten Dank fWr li'U'e Bereitwilligkeit, 
den Versuch einer Zusammenarbeit mit Herrn Kaul'nxinn zu 
mÄChen. Ich vaere sehi' irc:'^ xMkimi äaruu^ ein ereter An- 
fang einer Fxleteryz fuer iliii hei «i^&feCi.Äuen v^uerae* Au£- 
aer(ieiii, aass er sich mit konkr^jt Ge&CiAertlichem nach 
ao langer Pa'Aee'befasBt» • 

7 

Kit GoidBtnith hsbe icu uiu.at:ng6t gcßprochen« f 
Sie cöer Heir k8uflr*ann koennen bxe jeutjniaLa-b besuch^^i^ 
natu-^i'lici. nn^er Vcrio^'e von rabtexu unu i'reiear^abe. 
Ich v-o.U^e Sie deshaxb niOi l ej.^öitb ciiu-uien, v^ir hc.ben 
unfc aber sonst nicht zu bprec/ien gehübt« 

Ihr 8ünwagei* Kunio scxlte uüi eigentlich wieder 
Geld vvchich^n, meinen yie ica solx lalch ^bir* in Lrirjieruii^- 
brin^oA ? 

Vielleicht koennen wxr und eiiiuial sehoÄ, viel-^ 
leicht 'Ml oinerT" ^«nenci, ica uioecüi/e uoch hocreni was es - 
bei Ihnen Neues ^ibt« 

Mit nesten Grusöaen Ionen un;^ Frau Sophie. 

Ihr er^^ebener 



F.U* 



23.Maer7. 1940 



nt- 



jjiebo Eriia, 



Ich erneute von H# Aeyi:^!.! 'Ue teIogcmf*aQju^ Ver- 
ßtaendigunü; , oai^s aer Ji^iuoeii» Deiiv^r 100 Couponr. c^uf Transfaixiinar-- 
konto.eiiiiregangen ißt. Lieider wicjieit ;.ich die Verwertung der Trans- 
ferdinare in lota^er Zeit '^iJiX' selu* iarjgsam uiid zu ruacksaenälaen 
Kursen - gegenwa^irti^- boi lilS^aüvaa sfs, 4.50 fuer öie 100 Dirit 
und haben wir l^^reits ;;>oi-:.,st Dir^are dieser Art ai'f Konto, von denen 
nur kleine Betruöi^o voit^ertet Merör:n koJiriten. Ich Kuini Dir clalier 
nicht aagen, v>ie lange die Yerwertiu:^ Deir^er anraeh^«rnri .r.OOO 
Tr«tnßl'erdinuirc braucac^^* \v'ira# _ t 

Kerl' Aeppiij uen igli verBtfe'*ndl^t habo, daas 
Du auch die 7»eö ulichen 43 Cbli^ationon ab£;eschlc]!^t hav^t, schreibt 
mir bez.ugiK^hraerid auf unsere 5einerk,eiti-'o Depescl^ej dass die Ak- 
tiouaere einen Teil dei* Ooliguuloii^jn an ihn abjeschick-^. l^iab-^n, u.a. 
Du 42 Stueck, er Ditte uer OrclJiuii^^ haPie.», ihiA ^ine 8C>iriftliche 
Vollmacht der ein^el-'ien ivktio.iuere 2-uri Vei*I-3uf ?hrer Bonds einru- 
ßenden. VieiJ.eiö:it oiöt ju bo XVeundlich u:'iu 5>chickst i>im die Voll- 
macht i>QZ^X. meiner StaecAe dli-ekt« 

iwiftrc^tj uoo II. Aeppl"^. hnbe ich von einer v?>chwei- 
zer Bank den JJetra^ von <o öuV.Vö ueberwiesen beko^nu'^n, 



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14. März 1940. 



Sehr geelxpter HeiT Doktorl 



Ich hatte eben meine zweite Besprechung mit Herrn 
Kaufmann -die erste fand vor cca 10 tagen statt. 

Ich sagte Herim K. wahrheitsgemäss, dass ich ihn 
derzeit intern feeim besten Vfillen nicht beschäftigen kann. Dies 
schon deshalb nicht, weil mein neues Büro so winzig ist, dass 
sich praktisch nj^ur jslne_.Person darin aufhalten kann. Abgesehen von 
der Raumfrage komme ich auch vorläufig noch ohne Bürohilfe aus und 
mein Geschäft trägt auch eine solche noch nicht, andrerseits wäre es 
mir ein unbehagliches Gefühl, mir unbezahlt helfen zu lassen. 

/ . Um die Sache doch irgendwie positiv zu lösen, 

V^'^/ habe ich Herrn K. vorgeschlagen, den Export meiner Bijouterie zu 
^ /^/ A übernehmen. Das hat einerseits den Vorteil, dass Herr K.in Kontakt 
A. ^xJo(^^^*^l m±t hiesigen Exporteuren kommen wird, wo ihm seine Erfahrung zugute 

kommen könnte und was auch für die Zukunft für ihn vorteilhaft sein 
mag, andrerseits>wird Herr K^dadurch hoffentlich zusätzliches Geschäft 
für mich bringen können und für das kann ich ihn auch entschädigen. 
Ich habe Herrn K. eine 10%ige Kommission vorgeschlagen, zahlbar ^ 
auch für Nachbestelliingen innerhalb eines noch zu fixierenden Zeit- 
raumes« 
I Ich muss Ihnai ehrlich sagen, dass ich nicht weiss, 

wie die Chancen des Herrn K. zugedachten Wirkungskreises sind. Ich 
habe Bijouterie nie an Exportevire verkauft und das Ganze ist nicht 
nur für Herrn K. sondern auch für mich ein Versuch. Sollte er gut aus- 
fallen, so würde ich mich sehr freuen; andernfalls wird sich vielleicnt, 
eine andere Idee einer Zusammenarbeit mit Herrn K. ergeben., event. 
ein Besuch von Department-stores etc., wenn Herr K.zeigt, dass ihm 
Verkaufen nicht zu fem liegt. 



gestellt* 



Aus Frankreich kein Wort. 

Ich hoffe, Ihre Frau Gemahlin ist wdöäer ganz her^ 



Mit besten Grüisen 



Ihr ergebener 



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Gelo. S, T/^itr. Kp.IV/B 



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Or 



Sehr ßeehrto.T , lieher Herr hoktor I 



Crr^r^z üherrancht v^ar ich, als 'nir vor einigen Ta/^en 
^err Aeppli mitteilte, dass er fvr aich ein HochzeitG^>;eschenk 
von Timen h^-reit halte, '"^och mehr •*>^PT«7^ascht hin ich aher mm, 
nachdem ich dieses CTesc>^enh in ":^mp:rans nehmen konnte. 

Ich war -erade auf 2. Tap:e i>^ Tlrlauh hei meiner "Braut 
und so schickte mir -err Aeppli das beschenk Horthin, sodass 
ich es se].'>st nus-^acken und zusam.men set'^.en konnte. 

Diese Haushai tun^^ismasc-nme ist ja ein wahres under- 
wcrk amerikanischer n^echnik, ein otrck"Se-en deT> ^ocT^nik^; 
dopT^elt sch^-t^^ensvrert hier i^ "^UTopa, wo ^m ietzt ia nur öen 
''^luc^-^ der Technik'' zu sp^V'ren hekommt. ";0 fasse ich es o.enn 
auch noc^-^. als hesondern '^-russ aus der .Telt auf, die uns 
die Kultur und ^ie ^;rrun/^^nschaf ten friprlicher Arheit er- 
halten m.uss . 

Ich weiss zwar, lioher -err Doktor, d-.ss '"^ie sehr 
Srosszp-ig und mir wo^O. gesinnt si^-^d , aker mit diesem Geschenk 
hahen 3ie sich wirklic>^ seihst -n^erhoten. '"^s ist von Ihnen 
so eine nette Idee, mir et\/as zu sche-v-^, womit die T?-chen- 
arbeit -'piner lieh-n ^^^-»^ einmr>l erl eic^teT-t wpr(:^en soll - 
öenr^ wi-v- werden ja ein'^^■l hescheiden ;iai--'--^- -:^nd wohl auf 

•m-lf s'r'''"i;e veraicl^ten müssen. 

So nehme ic^ öo^m Tk.r -mnc-^tvolles , grosses G-eschenk 
in dpuvharer Drinnerun- an Si^, lieher Herr Doktor, und an die 
Arheit hni der }Ctexco, die ich i^mer mit sehr viel T>.teresse 
und ^reudo verrichtet hnke, pnt--^-eTn u-nd v/erde es einst mit 
Freuden meinem e-i ^enen Haushalt zuflUiren. 

Meine Hochzeit wird sich nllerdinss noch ziem.lich 
hinanszöc:ern, denn ich hahe ehen aucb die ^ol^en des Krieges 
zu s'^üren. Seit der '^ohilmachun,-; im Se-^temher letzten Jahres 
hin ich , ahcesehen von einem ünterhruch von 7 'ochen und 
einicon kürzeren Urlauhen, st^lndi^ im ^'ilitärdienst . Damit 
ist natürlich dem he>:»uflichen und finanziellen Vorwürtskomjiien 
ein harter '^lie[>:el ^esc-Tohen worden. ":s hleiht mir niui halt. 



TJ^mifV •JTiV.'^Kt^W^ 



Yi±e SO vielfMi ■nf^oT^-n , niC'itR anc^/^res vl")ri,^:, als ab'/At warten, 

"Der T'^lTitf.'rr'ienpt hat raich ziemlich v/eit herum in 
ii:oser'[! Lf^ndli -"-efübrt! meist in sehr •■nsi-re.' ^^^^^^^^ IJärschen. 
Wir kernen uns anfange v/i erfahrendes "^.^oiV" vor. Geit '.nfan^; 
Anr^nist sinc^l v/ir nur etwas sessh^^fter ^evrorden und he.lTin'len 
uns auf einer schönen weiten '.Ip. oei :,-ute^^ ''otter ish es 
in froyi^ i''oc>^t 'n-i ^■>-^ n'^nr) , '^i n Vr>y*yr^^n v^TTn mnn we>^i '-''sters eus- 
ruhor, 7.V''1 mnn mit """^eui/^keiten nicht so sehr ir 'Rer^'-^Tun^; 
ko^mr't. Ich ^lauhe, class es Ihnen als Alpinist hier [_;'-'nz 2^:t 
gefallen würde für einen ^ommeraufenthalt . ^hT-^s ieh ho'^f e , 
f"iass Sie in den Staaten auch v.^ie^'^^r et\7as D^rem. Sporte widmen 
Vör^ien, nachdem es Ihnen ja in den heiden vorhergehenden 
Jahrein veT»iinn.ö:3li^'"'" ^var. ""^on nicnst habe ic"^^ allerdings 
schon large mehr als genug, aher wir maissen ja froh sein, 
ifass es hei ims his jetzt noch so gut gegangen ist und dafür 
sirc^ wir r'lle arc^'' ^'''^■n''har , ^Tf-^-^-n r'^pr» ^n.hrrni 'y.n-y prich nach 
alter Cre^-'ohnheit ra^c'^ mit ^em Tuirreu ur^""^^ F.ritisieren i-^ur 
Kanr] ist, ""'^rum. sind v.dr auch l^ereit, v/eiter unsere Pflicht 
SU tun. Es ist hei uns in dies^-' v-r-i n-n inT-ir« mii :H.-*risch sehr 
VT f^i rni ni'^tefj v/orc'^en. "^ie wirtschaftliche \hschnururig 
behomm.en wir "^.her immer m.ehr zu s^^^iren, Iriderseits ^lo.t "man 
letzt in vnpri-'-^v melir nof?nu2ig U-"''^ Zuversic^-^"'- . 

'■[jf* o;eht es \7ohl Ihnen unr^ Ihrer ?"'milie? Ich 
hoffe, fjass Sie sich wenigstens gesu.nrlheit'^ i ch v/ohl fü^'-len 
und dort ,weni,.:;stens etv/as.eine ?. . ^^^^-'at gefunden haben, 
reine H-er^anhen sird recht o-rt hei I'iren und c^en übrigen 
Herren und auch bei Jener Z'-o'-t, wo ich m.it Ihnen arbeiten 

konnte • 

Ich hof:^;*^, dass rlie Zeit, wo Sie \.'ief'^er einmal 

nach Europa komjnen können, c^och immer kürzer wird, um 

wiener ffiimial persönlich ma.t Jjmen sprechen zu iröT^ncn, 

Inci^^m ich TVi.nen noc'^'^iials recht herzlich danke, 

sende ich Ihnen meine besten G-rüsse und bin mit den besten 

Empfehlungen 

Ihr sehr ergebener 



^V&^vfWW^<^- 




'^Jauvih' 



9fo 



-^^r^wMi ^inadoMu, 



oLi /n^toi Mu4ht^ J' nrttu ^iu/uU(Aii^, -<iAhJ: »uM^m- -^Uou^ 









a/^Mh/i€<.L ddid:'MiU 4^ry\^^yiMi4 "^jßMA^ie^ <a^ <i^ii^aJJ^ f^^^ ' 



HM^Ou^ ir^M ktMA4 -iyaMUi^. 

U/iAj dUdsiiyuUJ dA^u 4l "Midi M ßü HoMCt, ^iiaryi/AMuyu 












,JeJUA^ ^^M ifi,o 



iMMjuot^ aM^ Cu 'am4 UU4cl^ L^-Uiut 

^4hä 'j^ ^CHJt LAXlMAAÜJ. <^' ^eA4>^hjAäC44loutut ^ ^iioCiU4AHä ' 



V 





C£iUd^Ajä^ M»i4j C^i/tUUJ^^U^^ti eu dtAA4UU 






5^za 'Tutu -jiO/iMj U/t^h/J -d^jrviMoiji^ \h^Hu^^ iHAOA^ot^a^ '^ hiM' a 



iClUoCd 



d^AAMi 







^djji .^i^^ W5^e^*^^^ dä^^(^ -piA ^tidi dl ^ '^y^^^cMdiAf j ^JhuJ 




^C&iL. 



ocdA/AU -& jJdd (Ulöi pj i^u^ hl ^oAHir a4AAAM^ d '^ ^eoMiliJi'^^f^^ydiL 

^iW^ Ciu 'a -U^ Sdt^A/L'^ddM O/U^i^a^ J '4d^ ^^d^ 4^imA.dujlt JiO^ 

4n edku. .i^'#'^ '^^^-^^/-^^M^^ 



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■.VI 



ERNST COHN 

COTTON EXCHANGE BUILDING 

ROOM 1301 

PHONE: OIGBY 4-24S0 ANO 2451 

CODE: BUENTING'S 2N0 EDITION 



NEW YORK November 4, 1940 

60 BEAVER STREET 






Sehr geehrter Herr Doktor, 

Ich erhielt Ihr Schreiben vom 31. 
Oktober nebst Kopie Ihres letzten Briefes 
an Herrn Hubbard, und sollte es mich freuen, 
wenn Sie durch die Vermittlung des Herrn 
fiubbard das erreichen, was Sie beabsichtigen. 

Mit besten Gruessen, 



Ihr sehr ergebener 




Herrn Dr. Frderich ünger 
Park Chambers 
68 West 58th St. 
New York, N.Y. 






Sl.Oktober 1940 



Sehr geehrter Herr Cohii, 



Um Sie unterrichtet zu halten, sende ich 
Ihnen in Beilage Durcnschlag raeines letzten Briefs an 
Mr. Hubbard« Ich sehe nuniriehr seiner Antwort entgegen 
\ind hofre, dass er die erforderlichen Transaktionen 
rasch durchfxiehren wird, weil die Sachen leider schon 
dringlich geworden sind« 

loh danke Ihnen bestens fuer dia Hebens- 
wuerdi^e Is'ittlertaetigkeit und wuerde micäi freu« , wenn 
ich Urnen meinerseits einmal dienlich sein koennte. 

Haben Hie noch keine Kachriebt aus Rotterdam^ 
Ich habe ueber die Sache nach Zuerich geschrieben und 
die Antwort bekoramen, man wisse noch nichtf was Dugare- 
sa auf den Brief Botterdams hin veranlasst hat« Ich solle 
ratenf was man Dugaresa in dem Dil^iroia zwischen der durch ^ 
mich uebermittelten Anregung und dem Hotterdamer Brief 
enqpfehlen solle« 

üebrigens machen mir die Nachrichten aus 
Europa wenig Freude« ES sieht so aus, als wuerde Jugcsla- 
vien seinen Nachbarn die Konaesölon machen^ dass es ihre 
Judengesetzgebung kopiert« Das macht mir grosse Sorge f 
nicht so sehr aus materiellen Gruenden als deshalb, weil 
mein Schwager Dr. Haas sich leider Gottes nicht hat dazu 
bewegen lassen, rechtzeitig das Land zu verlassen« 

Mit besten Gruessen 



Ihr sehr 



ergebener 






Hrvatska banovlna 
Yugoslavla 



12. III. 1940. 



liebste gnädige frau J 

Mit Ihrem lieben Brief, der mir 

■ ■ •■ ■ i'-. a- * ■ 

hierher nachgeschickt wurde, habe ich mich riesig gefreut. Seit einer 



knappen Karte aus Zürich vor ungefähr 1 und einhalb Jahren hatte, ich 
nichts mehr von Ihnen gehört und wo immer ich mich nach Ihnen allen 
erkundigte, nirgends war eine Auskunft zu erhalten. 

Wir sind eigentlich seit 2 Jahren hier, mein hfann nur mit 
ganz kurzen Unterbrechungen. Ich selbst fuhr mit den beiden Buben Bi- 
de Juni In die Schweiz, Georg gleich per Fluzeug weiter nach England, 



/. ■"( 



■1 -;.■;;. 



wo er den Sommer verbringen sollte und Inn September mit uns zusammen 



fff", 



hierher zurückfahren. Er hatte vorher hier die Kleine Matura abgelegt, 
eine spezielle Einführung Jugoslavlens, womit das Untergymnasium 
abgeschlossen wird und sollte In 0sljek/28km von Sell^ce/ welter In die 

■■»,*('•■■ 

Schule gehen. Dies war aber dann unter den Umständen nicht zu machen 
und er blieb In England. Meine Einwilligung für "Bryanston School" 



r •^^s''* 



Blandford, Dorset, gab Ich teleft^o^sch, ohne mehr davon zu wissen 

• ." ■ ' ■ . . ■ ■ '■•'•, ■• . , ■ 

als dass es am Lamde liegt und von wem es empfohlen wurde. 
Die Schule erwies sich aber als wirklich ausgezeichnet, Georg fühlt 
sich dort sehr wohl. "The school Is wondrrful, It could not be better" 
stand in selnemlersten Bericht', «r ^hat sich sehr 'rasch eingelebt, scheint 
viel zu arbeiten, Sport zu betreiben und auch die Abende sehr viel- 
seitig und vernünftig beschäftigt^ zu sein. Det einzige Haken Ist die 
durch die Kriegszelten so vergrösserte Entfernung und die Schwierigkeit 
zu den PBBlen und im Krankheitsfall zusammen zu kommen. Seit Ehde Juni 
haben wir den Buben nicht gesehen, zu Weihnachten sollte er In die Schwel 
kommen, wegen des beglnn^l^enden l\ainenkrleges traute ich mich aber dann 



rnM-<»:>B*<«iiv 



lilxhf und st) bllfet) er 4« In London und Umgebung bei Freunden. Im 



Sommer hoffen wir Ihn aber doch 'luf dem Kontinent zu sehen. Nächstes 
Jahr will er 



scHon die Matura «b3.egen. Rudi hat sich In fler 



Schweiz darauf vorbereitet^ In eine französische Schule zu gehn und 

sollte im Februar In Genf eintreten. Inzwischen haben wir uns aber doch 

t^iri ■■ -^ .{.%•. . ^• ■ . -'v ■ " ■ • , ■ ■ .. • 

entschlossen. hierher zurückzukehren und nun lernt er wieder kroa- 

, ■ I mm:" '■ .y, ■■' ,:^<■ '■■- ■ y'i'-.. 

tisch bei einem HasBlehrer um Im Juni über die Klasse Prüfung abzule- 
gen. Momentan scheint ja Jugoslavlen eines der ruhigsten und sicher- 
sten Länder Buropas zu sein. Hoffentlich stimmt dies auch noch bis 
diese Zeilen zu Ihnen gelangen und wird dies auch weiter so bleiben. 
Im Hebst wollte mein Mann nichts dnvon wissen, dass Rudi und ich die 
Schweiz verlassen. Sr selber kam ta zu Weihnachten auch dorthin und 
hat sich beim Skilaufen In Montana sehr gut erholt. V/ir hatten uns 
fast 6 Monate nicht gesehen. Sie können sich wohl vorstellen, wie froh 
wir jetzt sind, wieder beisammen zu sein und doch ein Heim zu haben. 
Einige der kleinem Dinge aus der Wiener Wohnung umgeben uns und ma- 
chen uns wieder Pr«ude, ein Teil der Sachen ist in Genf und die gros- 
sen Möbel noch in Wien. Habnn Sie von Ihrer Einrichtung einiges in 
Amerika ? Am meisten interessiert mich da, wo wohl Ihre herrlichen 
Bilder sich befinden und v?ie viele davon den Nazis entrissen werden 



konntet. Leben Sie in einem Hotel ? Der Adresse kann ich dies nicht 
ganz entnehmen. Ja, Sie haben recht, in New York haben wir auch viele 
Freunde und Bekannte, da aber Die Zeit für Vergnügungsreisen nicht 
gerade angetan ist, muss ich eigentlich hoffen, nicht zu bald hinzu- 
gelangen. Selbstverständlich wäre ich froh Sie v;iederzusehen. Zwar 
war Ja unsere Bekanntschaft nicht sehr alt und wir haben uns nicht 
gar so oft gesehen, aber es war doch schön i 

Die Adressen in Genf v^erde ich mir aufheben, da meine MutU^ 



dort eine Wohnung hat werde ich In absehbarer Zelt wieder hinfahren. 
Es Ist sehr lieb von Ihnen, mir sie zu schicken und rerde Ich bei 
nächster Gelegenheit vielleicht darauf zurückkOTDmen. J^lelne Mutter 
hat übrlgenB einen recht grossen Kreis In Genf, für meinen Geschmack 
oft sogar zu viel Menschen gleichzeitig um sich,. 

Hat Ihr Mann eine ständige Beschäftigung In Kew York ? 
Die meisten Herren aus unserra Bekanntenkreis leiden am meisten darunter 



/ 



nichts zu tun zu haben. Stimmen Ihre Sindrücke vom Lande dlt denen 
überein, die Sl,e vor einigen Jahren bei einer Reise davon gewannen ? 
Die Perspektive, Ist wohl eine ganz andere. Wirklich gut elngewöh/i^nen 
und glücklich fühlen scheint sich meist nur die Jüngere Generat loh. 
Uns IstVLn der alten Welt viel zu gut gegangen., als dass man so al- 
les leicht verglsst und über Bord wirft. V^fas studiert Glttt ? Und 

wo Ist Ihr Breund, der Dr..., der gleichzeitig In Karersee gewesen 

<■■ ' ' . . ' 

Ist ? Mir Ist momentan sein Name entfallen. 

Und womit beschäftigen Sie sich hauptsächlich ? Da die 

Kinder In Instituten ultt ergebracht sind, werden Sie doch gewiss 

noch Irgend etwas unternehmen bei Ihrer Aktivität. Ich lerne Jetzt 

Intensiv kroatisch, das Ist man doch der Staatsbürgerschaft schuldig. 

Man braucht es auch Immer mehr und mehr Im Lande. Da wir aber doch 

nur auf romanische und germanische Sprachen anno dazumal geschult 

wurden, werden wir nie eine slavlsche vollkommen beherrschen können. 

Die beldeb Bubja'en haben sich voriges Jahr mit grosser Energie dara^uf 

geworfen und über mehrere Klassen mit sehr gxiten Erfolg Prüfung 

abgelegt. Und nun musste Georg wieder umsatteln. Ich bin aber doch 

trotz allem froh. Ihn In Sfcgland zu wissen. Das ganze "Deckerl" Ist 

halt was anderes und eröffnet ganz andere Perspektiven« 



Trotzdem Sie wirklich ausfüKllch über Ihre Familie berichtet 
haben, stellte Ich Ihnen wieder eine Menge Fftagen und würde es mich 
sehr freuen, wenn Sie bald einmal Zelt finden, sie zu beantworten. 
Ich hoffe, dass dies nicht ein und ein h^lb Jahre dauern wird, wie 
die letzte Pause In unserer Korrespondenz. Von Bell§ce oder Genf 
kann uns Jederzeit Post nachgeschickt werden. Im Sommer möchten wir 
wieder In die Schweiz fahren, die dortige Auf ebthaltsbewllllgung 
und das Rückreise Visum habe Ich mir gleich hierher mitgenommen. 
Wissen Sie vielleicht zufällig etwas über Frau Dr. Trude Blen ? Ich 
glaube, Sie kannten sie auch. Jetzt weiss ich nur, dass sie eine x 
schwere Operation gut überstanden hat und In einem Spital In New 
York sich befandet, aber ohne nähere Adresse. 

Recht herzailche Grüsse auch von meinem Mann an Sie 
beide und die Töchter. Rudi lässt 4«tt^noch besonders grüssen. 



Viel Liebes 



/<>vu ^"^yJL^' 



/\A/JKA^ 




FOND CS, NARODNl RADY V AMERICE 

CZECHOSLOVAK NATIONAL COUNCIL OF AMERICA FUND 

/^40 Broadway Neiü York - Pennsylcania 6-2^5^ 



Medaile Odboje 



December 23rd, 1940 



Mrs. F. Unger 

68 est 58tii Street 

New York, N. Y. 

Dear Mrs. Unger: 

On benalt of the Fund of the Ozecho- 

slovak "ational Oo^ancil, I wish to thank you sincerely 

for your kind don ation of ten dollars towards the 

above mentioned fand. 

Under separate cover I Bm mailing to 

you our Memorial Medal witn an onyx baee whicn was 

donated by our friends in Mexico. I trust that you 

will accept this medal as a memento on tue present 

struggle of flemocracies against Oppression. 



Witn icind regards, 



Sincerely yours, 



ejh 




/ 



Oon sul 



/ 

7Danubiua" 
Tertilwerke A.G,, 

Bretiölava. 



21.8.40. 



Herrn vlifrled Aeppli, 



Z ürioh. 



Freiaelende Preisliste über Zellwollgarae und Zwirne. 



Sinfaoh^^arne Kops: 
16 20 


24 


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30 


36 


40 


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Kö 26.10 26.70 


29 


1.05 2ü 


.70 29, 


,75 30. 


70 33.30 


37. a5 




linfech^arne X3puleii 
















16/1 20/1 




24/1 


30/1 


36/1 


40/1 

T~ TT ^~ '^^ T ''^ ^* ^** "^ ' 


60/1 


60/1 


Ks 27.05 27.75 




» «W «■• «a» flV 4M» «i» ^* 

28.30 


30.30 


31.65 


32.85 


35.- 


40.40 


Zwirne auf X3 pulen: 




24/2 
23 


30/2 

26 


36/2 
28 


40/2 
29 


60/2 
26 




16/2 20/2 
bis 21 21 


60/2 
28 tra. 

» mm «■» mm «h» «i» *■> ^n «* 


Ks 30.05 31.05 


» mm « 


iv mm mm *• «■► •* •• "• 

32.-- 


34.50 


36.45 


38.10 


42.60 


49.20 


Zv\irne in r'/oife: 

16/2 20/2 
bis 21 21 

^_ ... .^ ^^ mm^ ^M ^m mm «m «w mm 4 


■V «> 


24/2 
23 


30/2 
£6 


36/2 

28 


40/2 
29 


60/2 
26 


60/2 
28 trs. 



Ks 30.35 



31.30 32.30 «4.78 36.60 36.20 42.78 49.38 



Alle Preise gelten jo kg. franko, italieniöohe Urenze. Inkludiert ^ind 
8< Ka..a.konto und af^ProrUioni^'icht einkalkuliert iat die Verpackung, 
die 3ioh heute auf Ka 88.- je Kiste stellt und ferner ist auch der Zoll 
darin nicht enthalten, iuben^o nicht die Veraiohermiä. 

Kaasakondition: Einzahlung des Reohnungagegenwertes in das alowakiaoh- 

italieniaohe Clearing nach .'.arenerhalt . 

Mi ü.rstauftr'^gen reflektirren wir auf die i=.rriohtung eineb unwiderruf- 
lichen Akkreditiyes bei einer Dratiölaver Bank 



Jt/-^i»n^ /^ /**^ ^ 



Ilooha htuog«Toll 

"Danubius ?ekbilvverke A-G." 



düT! ß7.A«gti6t 1940 



In/hn 



Rag 04dOB« Giulio, 
Tli Tf3kluao)3il 12, 
T o r 1 n o • 



loh 3ohrl#b Ihnon suletxt am IS.AOg^uüt« loh ^5wi 
Ihn«in dÄnkbar, worm »^lu mir räittailen wflrd<#nt ob Auai>lcht 
böiitolit zu «ilnoia Oöisiohiift zu k'o mon in uön Itown of f«$ri orten 
Drähten, -K>v«ie aom I«lw, laut n?^inui* üfi'ert« v^jui 6.. o^uöt, 

^prtiö. Bi^i^tjßohlo a^n se?»de ich limen einu i - tsl^i-. 
Il3t« ron ^^f^rner» der F/nrubluö Textiluorko A.-^t^ BLätl^laya^ 
Es handelt «»loh um rminti -tollwollgorao. bozw« um l«^cligarno 
Baurnwollo-Zoiiwalio. iöohTörh^Utniiei lO-^uf Bauirw/oll© . PJo 
Proiso wurden in Ka. ©rstölit, und ^Iftube loh, dctOö Ihnen 
dleö ontöpröohen wird, ftelno Bourmolliierno können momtänten 
nioht offeriert v?erderi. Vielleicht «scilln^.t ea In lAböobbfiror 
Zeit lÄ-iedor et^M^- i-.u v,ollm«ateriiil i? die x^abrlic 2;u bekoiamen, 
und v^erdo loh Ihnen ai^^uann ^rrerten unterbx-oiten. 

lloohüchtungövoll 



si. D i-J 



c 



II R 1 j' 







Titl. 

Danuüius Textilvverke A.-G., 

V;;eDereibetrieb, 



iV.. 



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-1 



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e r iii n 



iiad ürl . 



21.5.1940 



3/'B/DFyia. 



28.5.1940 



Betrifrt: 3teuerbekenntnis3 e Oermna . 

Ihr Brief mit 4 Aufforderungen der Berna sprava riradec-i:i'alove zur 
Vorlage der Steuer bekenntnisse für die Jahre 1936/37,38,39 u.1940 
ist uns erst -3;estern zucekonimen. 

Hiezu teilt n wir Ihnen zunächst höfl. mit, dacs die jjekenntnisse bis 
Ende dem Geschäftsjahre 1938, gemeinsam für oeide Betriebe, wie c]ies 
ja bis zum Eintritte der deoie tstrennun,!;en Forschrift v/ar, bei der 
hiesigen Steuerbehörde ordnun;;rsmässig -^eingereicht vvurden. 

Hierauf liegen uns erst o.ie Yorschreibungen für die Steiierjahre 1936' 
und 1937 vor und ebenfalls di- Zahlungsaufträge für die genannten 
Jahre . 

Solange das gemeinschaftliche Steuergebiet, Slovahei -historische 
luänder bestand, ist die Bemessung für beide Betriebe in Bratislava 
vorgenoimaen worden und der Steuerbehörde in Böiiiaen irarde von den 
hiesigen Aemtern nur die Steuer für den .;ebereibe trieb oekanntgegeben, 
damit'von o.ort die Yorschreibung der autonomen Buschläge vorgenommen 
werden konnte. ./ir mussten daher anneiiiaen, dass auch dieser Vorschlag 
für die Jahre 1936 unu 1937 eingehalten v/ird, umsomehr da ja in diesen 
Jahren von einer Bebietsveränderung noch keine Rede war. Dem ist 
aoer - v/ie ^.iü? heute üei der hiesigen Steuerbehörde erfahren haben - 
nicht so. Jic Steuervorsohreibungen für die beiden ooerwähnten Jahre 
v/urden erst im Jalire 1939 ausgegeben und aa inzwischen die 'Bebiots- 
veränaerungen vor sich gegangen waren, stellt sich die hiesige Behör- 
de auf den^Standpunkt, dass der frühere Vorgang -Bekanntgabe der für 
Oermna entfallenden Steuer nach Böhmen - nicht mehr eingehalten weraen 
könne . 

i:ine nähere Auskunft, v.ie wir un^. jetzt zur Aufforderung der dortigen 
Steneroehörde wegen Vorlage der Bekenntnisse für diese rückliegenden 
Jahre einstellen sollen, ]connten wir hier nicht erhalten. 

Der hiesige Referent sag-^e uns lediglion, .vir sollen die Vorsohreioun- 
gen für die Jahre 193 6 unu 193 7 belegt mit aer gemeinsamen Bilanz und 
den 'Ben. Vers. Protokollen aer .jehörde in oöhmen zugänglich machen 
und er .'dauot, dass dann auf Brund der hiesigen Vorschrei Dung die 
Steuer für Oermna erfasst una in Böhmen ohne weitere ITachweise zur 
VorschreiDung gelangen v.ird. Dies ist aber nur eine ganz private 
iweinung des Heferenten, denn es ist ois heute nicht bekannt, welche 

Richtlinien die rrotektoratsbehörden, für Fälle wie ein solcher oei 
uns vorliegt, im Belange aer Binoringung on Bekenntnissen für den 
dortigen Betrieb und der Steuervorschrei üung für denselben vorgehen 
v/erden. 



Diese o^Yage bitten wir 
norde klarzustellen. 



als sehr dringend oei dei 



dortigen Steuerbe- 



• w . 



- 2 - 



1. 



-O 



Zs v/äre vor allem wichtig; zu v/issen, ob die Steuer bis linde 
193G für den ..ebereiDetrieb erat Orund der von der iiiesigen Be- 
hörde konstatierten Tangende dort bemessen werden wird. 

2. Sollte dies aber niont zutreffen, od wir für alle von der 

fortigen Steusroehörde zitierten Steuer jähre, vollständige Be- 
kenntnisse nachzutragen haben, d.h. welche I>etailbeilagen ver- 
langt werden und oo die gemeinsame Jilanz genügt, oder eine 
vollstilnaige Separatüilanz aen ..eberei oetrieb oetreffend, bei- 
gebracht werden .muss. 

Cunaehäst haben wir, ohne Ihre Antv/ort auf den vorliegenaen Jrief 
abzuwarten, die Anfertigung von Abschriften unserer Bekenntnisse 
pro 1935 Dis 1938, aer Sen.Verss Protokolle und der gemeinsaiaen 
Bilanzen für alle diese Jahre in Angriff neiiraen lassen, so dass 
wir Ihnen diese Unterlagen sobala wir von Ihnen Antv/ort haben, 

gleich einsenden können. Sollten aoer die ganzen Details zu den 
einzelnen Bilanzpositionen von der Protektoratsbehörde verlangt w 
werden, dann hilngt in diesem l^'alle eine umfangreiche Arbeit daran, 
die nicht von heute auf morgen beendigt werden kann. 

Eiezu ward dann eine viel längere :.-rist zur /orlage notwendig sein, 
wie eine solche Jetzt gegeben erscheint / 30 Tage/ und \.:ir bitten 
Sie auch in dieser Einsich-G das "BrforderüiiGhe bei der dortigen 
Steuerbehörde veranlassen zu wollen. 

V/as das ^ekenntnis für das Seiender jähr 1939 /Steuorjahr 1940/ an-^ 
langt, oitten wir der Steuerbehörde zu sagen, dass aie G-en.Vers. fü 

1939 noch nicht stattgefunden hat uno demnach ein Bekenntnis für da 
Steuerjahr 1940 noch nicut vorgelegt werden kann. 

Die Frist zur Vorlage des letzteren Bekenntnisses endet nach dem 
Gesetze am ;30. Juni^LJ.- v/ir glauben, aass dies auch im Protektorate 
noch zutrifft. 

Nachaem wir aber bis zu diesem Termine das Bekenntnis nicht vorlegen 
können, co jitten wir schon jetzt unter Darlegung der Hindernisse - 
wie Aktienneudruch u. Unmöglichkeit der Fertigstellung der Bilanz 
bis zu diesem Tage - uia eine Fristverlängerung zur Vorlage des 
Steuerbekenntnisses nir das St.uerjahr 1940, Dis ziom 31. Bezember 

1940 anzusuchen und uns von dem Brgeünisse gef . Bitteilung : i mache-.. 

Der Erledigung unseres heutigen Briefes sehen wir mit Interesse 
entgegen und zeichnen 



hochachtungsvoll 
si;:. Rotter 



■t.- 



3::prcss, 



rekomnandicrt . 



•LSni:: 






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O^A^p, 



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C-iC^ 



h/l, ^t^-l/u^ ^£yi/yt^eA.C^PtA/i/^ ^^l^^-^^^e C^i^4L ^i^ jj 



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/^^-vu:^ ;^iAA.*<L :^e cn^>\ 



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^*<^c^^ <4^V /tc^^e^^^^'*'*^ ? 




\/C4W?l4^feN^ 



A*»"M«iiai 



k.DGnton 
155/5 V^iotoria lld 
^ellGTue Hill 



Sydnoy,18.FebQr 194o 



Dr.Froderich TJnger 
68 7/e:it 58 th Street 
^"^ew York City 

i^Ghr gttiirter Herr Doktor , 



üo v/ic ich auoli He.--LTi Direktor lioth 
vor einigen Tagen berichtet habe,mu.^j ich zu meinem 
lobhaften ^Gciauern. auch Ihnen mitt eilen, dass die 
Permit3ache Ihre, Reffen sich derzeit alü völlig 
au^^^ichtiiilo^ darstellt. Es> werden prinzij_ji©ll Per- 
mitii an deutsche ota tyangchörige neuerdings nur in 
ganz bcjondorcn i^u^nahiüiif allen /Kinde r,iiJltGrn/ auf 
keinen Fall aber an i-^crsonen , die im miiitatijflichti^^-cn 
Alter stehen,^ letztere ;jogar in den Fällen nicht, 
wenn es aich um da;* i^ermit von Vorv/andten handelt. 
Ich kann natnjrlich nicht beurto len, ob iiich die^o 
Praxis im Laufe der Zeit ändern wird, der iikt aly solcher 
1 t unerledigt, es hat keinen Zweck wicacr eine Lin^-a- 
be zu mohcn und eine ii;i-.i.eai^^;iing zu ur.^ieron, sie kann 
nur negativ lernten. Ich habe beim katholischen lomite«, 
wohin ich besonder:; gut empfohlen mu^ae, vor^^ciipro.^hen, 
ima/J sehc,da»s derzeit alle Bemilhungon ausjiehxgjos 
oleibon müssen. Seit Kriegsaui^bruch jind überhaupt nur 
ganz verein ,olt PermitG noch erteilt woraen. 

Ic^^ brauche Ihnen, sehr verehrter Herr 
Doktor,nio>.. bssondc^ra zu verj.Lchcrn, dajj ^ mir un - 
enalich leid tut,da*.^ ich Ihnen diesen ^e iL cht gebnn 
muijs, Zu meiner 13(5 rulii^aing habe ich in einem alJerer-;ten 
^m./altsburo nier in der xermit;uache i^rhebujigen gcpflop'en 
und mu .te auch dort erfahren, das. deren xicmühungen in 
ähnlichen Fällen völlig au:«jicht^lo:^ waren. 



i 



1 



Vorbehaltlich Ihxur . Zuiitimmiing 
möchte ich die *^achc in der x.anzlei abschlic^^en, 
verrechnen una den liincn us dem crlogten UQ.£)ot zu-- 
koiuiaenden hctrag rücksonden, wozu ich allerdin^/i^» ai© 
Bev/illircimg aer hiav^iigon 'JomL':onw«ai.tnbank b«^nötigc, 
clic ich v/oiil bcfkommen i/erde. Sollten ^Iq dor iinaJicht 
s«in,da;a ich die bacho nicht abschliüa.^e^kann dic^ 
natürlich cbun;jo gesctiÄheno-ü®r ^wock nicint-^ heuti- 
gen ^r±^fQiz,äicn ich im gleichen binn^/mit Aui^nahm© 
der "^elafrage nacn I-3uda_.®,*t gerichtet habe, war haupt- 
sächlich der,dass icji üb©r die dcrzcit^i.gen Au;>*Äichten 
Il'men ein klare;i Bild gsben Y/olite...ir haben Ilxlict q 
hofft, das ; ti^ s doch durchzuactzön i^oin wird,v/ir .^ehen 
aber e;i geht derzeit nie. t.Natl.irlich kann ..ich aic 
hago ündcrn,e j sind ja zi.mlich vi^lc derartige G-e- 
suchö anhängig, wobei fuJt? Ihren IJeffcn der UmÄtrmd ab- 
solut i^pricht, da.-..* er seit vielen Jaarcn auaseriialb 
DQUt^ichlcijidti lebt. 

Ich hoffe Sie, sehr geehrter licrr 
i)ok*i:or, rscht^T/ohl Ttnd ^in mit b :.itöh I]i:'ipfthluhgen 
und ^.Jrüs^..Gn 



1 



Ihr 



crg©l 



ncr 




ycAA^jct^ 



2^.Vsk^TZ 13<20 



Sehr geehrter Horr Dokrtor, 



Auß itreii '^ollcsn vom i>;#F«brji&r ha>'e 
die Bncta^tiguJij mcinor Va:r©ratuA? ^ntno'»- 

•einen Haffön un^rr^ioxib;^ seiii auäii'l'ts* 
Icii glaube ei3entli(j/i, u^ör, alcn dtu^ür.f 
«»lange cur Kri^^j a/4uai*u, .iicüCS .«^viJ<*ri. 

Alt Sio.i; .irlti.**rs criorferj wir .u^ ciiir nicut 
dÄi^kea) ;vir d;ir rrcrie'n nicht '^viiJ^xl i\\ 
•ein und walirncheinticb ^i^ri ?v/vJ.t aj:i.&>w}v.vor 
au haben seil*, auc;\ Ti-erai Risin neu «jai«icht* 

Daher blr 1c>'. clbv /ai»icbt, aaiiö fii.^ji 
Äiö fQhl^^^c}ü.;^^ve /^n^'i .l<=».?:erifK^it vcri^eju- 
fig etnÄUöUiilro ;^3tte. Ict* (ftc cchtt :>!:>ei' 
»einein Sehwc^^j^rr, öif^ tM^ ^.n. imcti ^Cichr -lei- 
ben habeiii tiivM vor^rei.ferA urj;! bitte lJ.o^ 
•eine /xTvt'#crt .vt^tv^^rter» £,olIte er rieht 
binxien ii%€iuesr;tir)«i Frirt k^rt'^^rthix ocer 
gleicixfallü Elne^Leilunv/ vraerisichcn, c<ann 
Ikltte ich Sie cas Df*i>c»t, tj-:ii» iibcurcctirien 
und dan mii» zuXoBinit^nden Betr^^ «ad cüe 



Txe0TSiw^^t\3p>ar^ eoatio^ 9^ut»Qi uda9tin2ti« 
«jezurep <uopuoi *uOTa^J:odj[00 ^fueqesTMg 



yu l^/' öui hck 



Aurillac,den 5. DezemlDer 1940 



Liebe Frau Doktor Unger, 



Sie werden sich vmndern heute von mir 
Nachricht zu bekommen.Als erstes will ich mich für Ihr wirklich reizendes 
Liebespaket bedanken. Ich habe mich unendlich darüber gefreut. 

Nun will ich Ihnen sagen, v/arum mein Mann 
Ihnen nicht schreiben kann, der Arme ist seit 22. Oktober interniert und 
zwar im Camp de (rurs in den Basses-Pyr^n^es. Das ist ein Lager, wo viele 
tausende Internierte sind und Sie können sich vorstellen was der Arme 
mitmacht, noch dazu bei dieser Jahreszeit und Temperatur. .Tarum die Inter- 
nierung vorgenommen wurde, darüber kann uns niemand Aufklärung geben. 
Er leidet natürlich sehr darunter und ist ganz deprimiert. Ich schicke 
ihm fortlaufend Lebensmittelpakete und hoffe ich ihm sein Los damit ein 
bisschen zu erleichtern. Ich habe allemöglichen Schritte für ihn unter- 
nommen, aber bisjetzt ohne jeden Erfolg. Man muss nur Gott bitten, dass er 
gesudd bleibt. .Yie mir zumute ist brauche ich Ihnen wohl nicht zu sagen. 

Nun wie geht es Ihnen und Ihrem Herrn G-emahl 
und was machen Ihre beiden Töchter? Von meinem grossen Buben habe ich 
leider viele Jochen schon keine Nachricht mehr und bin darüber auch sehr 
betrübt. Mein Kleiner besucht hier die dritte Klasse Lyc^e und es geht 
ihm in dor Schule ausgezeichnet und er spricht schon vollständig die 
Sprache. .Yo befindet sich Dr.Herlinger? Aus Casablanca erhielten wir eine 
Karte. Der Glückliche! 

Wir haben sehr oft am Sie gedacht und ich 
habe meinem Mann mitgeteilt , dass d^s Paket von Ihnen kam und er war sehr 
gerührt und bat mich Ihnen zu schreiben, da es von dort aus nicht gut 
möglich ist. Auch soll ich Ihnen seine besten Grüsse übermitteln. 

Ich würde mich sehr, sehr freuen von Ihnen, 
liebe Frau Doktor, Nachricht zu bekommen. 

Nochmals vielen Dank für Ihre so liebe 
Aufmerksamkeit. Seien Sie und Ihr Herr Gemahl von mir aufs herzlichste 
gegrüsst. k ^ 



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68 West ö8th Street 



New York, 5 mars i940. 



Cher ami, 

Ces iignes ont i' Intention de vous prouver 
que nous mxxsXjbj(ixkbxk]bx existons encor toujoure queique part 
au monde et que maigrß ia fouxe aes evenements tragiques de 
ces derniers mois nous n'avons pas oubxiÄ nos amis en Europe. 
Nous sommes inform* s par M. ^^erlinger que vous habitez k 
Auriiiac, mais nous ne savons pas d'avantage et nous aurione 
bien airaÄ apprendre comme uwtt« vous vous plaisei. oans cette 
place paisibJLe, que nous tenons en si bonne memoire« 

Depuis notre tetour h New York dans ies premiers Jours de Sep- 
tembre notre vie priv^e s'est passöe Sans aucun fait marqufi. 
Nous habitons la mSme maison que i*ann6e pasßöe ce qui est 
contre ia coutume d'ici, oU on demenage deux fois par an* Les 
enfants fönt leurs ßtudes et as6e;6 bien; Gitta das un College 
k Cambridge. € Hadciiffe-Coiiege) , et Grete au LycÄ Franc^ais 
comme i'annle passfie« Annie s'occupe 6 voir nos nombreuses 
connaissances de jedis et nos peu de connaissances nouvellee. 
Quant ^ moi je suis *'busy'' d'un cot6 h faire mes observations 
et d'autre part par nos anciens intöretÄd d'outre-mer. Et puis 
ia vie ici nous abscrbe de toute fa^on. Lire ies journeaux, 
ceia peut ßBdndeire des heures si on ie fait exactement, k part 
des hebdomaires et revues mensueiies. ijes dibtances enormes 
si on veut fXJmA voir queiqu'un ceia prend des heuree# Alors 
xxÄBüBxJe n^ai rien fait de nouveau, ie croyant pius sache 
d'attendre ie deveioppement de ia poiitique mondiaie« Notre 
coeur est encore toujours en Europeet si ii deviendrait possible 
de retoumer, nous ie ferions avec piaisir« Seuiement maiheureuse- 
ment Je n'ai pas l'impressicn qu'on puisse s'attendre )iia Solu- 
tion que nous tous d6sirons pour ies mois prochains au moins. 

A^ant re9u nos nouveiies ii est k vous maintenant de lancef 
quelques iignes. 

^^ 

Au plaisir de bientot avoir voß nouveiies favorabias 3« mils 
avec mes saiutations respectiiieuBes h, Madame, , 

wotre dÄvou§ 




Bien de choses d'Aanie 




i 



SEGISMUNDO EDELSTEIN 



> 



BUENOS AIRES, 
CORRIENTES 466 - PISO 21 



28.3«ptcBber 19€>. 



h^rm und Frmu F. Ungar 
66 ^•&i 5etli Straet 
New York City 



p,^%-'^ 



Liebe ürmm^^t 

Herzlichen Denk «ir Ihre Poetkartengrneee Yom 30.Aueti«t eue Montene. Wir freuen 
une, (Je»ß Sie die eeh'öne Tour nach d«n Pacific Ozean ao genoaeen haben • 

P«ä1 der Tor 17 Tagen per l^lugzeug wohlbehalten zu Beaudi hier eintraf , erzählte 
uns Wtiderdinge Ton der herrlichen Natur epeziell i» Noriwesten der United Statea. 

Wir hatten die feate Abaicht, im Januar einen Abstecher nach den Staaten zu 
Mchen, aber bei den heutigen ^ieitlluften ist eine ao weite Reiae nicht gerade 
Terftlhi^riaoh und wir haben es in unser» Hluachen drauasen so schon, daaa wir 
die Annehnlichkeiten des eigenen Heima nicht gerne «it den üngewiaaheiten einer 
grossen Tour eintauachen mochten. Wir verlegen die Auaf«hrung dieaer Idee lieber 
auf einen günstigeren Zeitpunkt, der hoffentlich nicht mehr in gar zu weiter Feme 
liegt. 

Paul kam nur hierher, um unsere gegenseitige Sehnaucht na6h einem Jahr Trennung 
zu atillen und mit hier wieder Kontakt zu nehmen, und wird in circa 14 Tagen 
wieder zurückfliegen, um sich dort dem praktischen Studium zuzuwenden. 

Uns allan, inclusive Familie Flegenheimer geht es vorzüglich, Carolaa Plrchen 
wächat und gedeiht nach Wunsch uni macht uns alle sehr gluckli<di. Beatrice hat 
sich aehr herau^emacht, studiert allea Mögliche, w«re aber am liebaten nach den 
Staaten gegangen, wo es sehr viel Anregung gibt, und ihr tut der vorl«ufiga 
Verzicht auf unaere Reise am meisten leid. 

Von Arturo h»ren wir von kieit zu '^eit brieflich, denn seibat zwischen Montevideo 
und Buenos Aires sind die Paaa- und Vi sumsformal ItSten für Auslämder ao umetandlicb, 
was sein Herüberkommen sehr erschwert. Wir wollen aber, wenn nichts dazwiacben 
kont, im Januar auf ein paar Wochen nach einem Uruguayischen Seebad gehen, sodass 
wir dann Gelegenheit haben werden, ihn ISfters zu mehen. * 

Mit den herzlichsten Graasen,^^«^ ^h^ (^ U1^- Ou^ i^-^^ 







^.. A^, V^^ ff^ ^ 



^fj/fH U^^^^^ 



rV^*^/^'^^ 



11 •Oktober 1940 



Lieber Herr Professor, 



Dank fuer die freundlichen Zeilen vom 3« Selbatver- 
Btaendlich rechnen wir damit, dass Sie uns noch einmal aele- 
gen^ieit geben werden, uns mit Ihnen ueber den goldenen Westen 
zu unteitialten und zu beraten. Wenn Sie naechstens wieder zu 
Mittag in der Stadt sind, rufen Sie an. Meist ist unsere Ein- 
teilung^ so, dass wir ein Lunclv-Appointment arrangieren koen- 
nen. Vielleiht werden wir Sie verleiten koennen, daeä auch 
Sie Ihr Hauptquartier nach Los An^jeies verlegen. 

Was Frau Sofie betrifft, ist die Situation erfreu- 
licherweise in den letzten Monaten eine solche gewesen, dass 
sie sich selbst erhalten haben. Ordentlich wie die jvingen Herr- 
schaften sind, haben sie seit der letzten mit Ihnen verrecVine- 
ten Zahlung kein Geld von mir genoimuen, so dass Sie mir nichts 
rueckzu er statten haben. 

Ich nehme zur Kenntnis, dasa vorlaeufig von weite- 
ren Zahlungen Abstand zu nehmen ist. Ich bin aber ueber zeugt, 
dass Sie wiacler zur VerfXiegung stehen, werden, falls sich die 
Verhaeltnlsse sich wider Erwarten wieder verschlechtem sollten. 
Ihr Schwager ist sehr fleissig und studiert jetzt am Abend an 
der Columbia Unlversltaet accountlng, um die Chancen fuer sein 
Fortkommen hier zu verbessern. 



bin ich 



Mit besten Qruessen und Empfeldungen an Ihre Damen 

Ihr shhr ergebener 



7 Chedi//orth Rd, Scarsdale NY, 3. Okt. 40 



Lieber Herr Doktor, 



Schade, dass unser ^usanriensein vor paar Ta^en allzu kurz und dazu 
nicht selir un^estoert v.^r. V/e have to fix a date to see each othor before you 
leave for California, God*s ovm country. 

Je laen^^er ich wieder hier in diesen Teil des -^andes zurueck bin, 

desto weniger verstehe ich, dass ^^^enschen freivrilli^ hier leben; v/obei nicht 

• «•» 

zu vergessen ist, dass Scarsdale iimnerhin noch ein reizender Ort ist. Auch haben 

Sie schon soviel durchp;enacht und v/erden vielleicht noch so viel durchzumachen 

haben, dass Sie sich wahrlich kein ^'ewissen daraus zu nachen brauchen, vrenri Sie 

versuchen, noch moeclichst viel Schoenes aus dem Leben zu ziehen. Auch koennte 

ich mir vorstellen, dass Ihre ^aedels sich in California sehr vrohl fuehlen 



^Verden. 



Ich v/ar froh, verhaeltnissmaessic Gutes von Ihnen ueber Sofie zu 



hoeren. Ich muss Sie leider bitten, die Zahlungen an Sofie einzustellen; die 



9 * 

Gniende hiefuer Imbe ich ancedeutet. Bitte lassen Sie mich v/issen, ob Sie 
inzwischen schon eine Summe an sie vorgestreckt haben. 



So lonf,. 



Herzliche Gruesse Ilires alten 



V 



mu^-^' 



12» Auguet ii»40 



Lieber Melßter, 



Besten Du2ik fuer Oöu Brief vorn 6,, der laiei- vi« 
»ew York erreicht hat. Ich beauaere sehr, dats wir 

ilt «h^^^ii.^'^Mr'."!^-*'''^''^' **^** verfevat h..U,a. ,.e idar 
i&t aber t)oi unc iCöxn litaörxioner Aufent:jalt in L.A. 
vorgesehen, violr.elir luiiröii wir von hier naol'. feinet 
Abetecher nach YotJüaiiuc i«,cn Seattie und von dort ueber 
die noerdllche Reute -Yö+lowstone una axacier - üu.-ueck, 

••!r,m.i f^ vi:*^^^* fiur i-u hoi'fen, Oass wir una im Herbst 
li?!^ä , ^?o ^^^"^ vviouöröeiien. Haben 3ie ciairtö beiden 
Briete von 13. una iü.Juii bekommen ? Ks \rz.^r<£ dt-ca 
gut, wenn ich Ihre "röüction" euinauf arfishrQn wu^rue. 

Ich wohne hier ; c/o Professor Dr. Frita ttachiup, 
Department o? Economic^., Soanford Univ«rSito^, Caiif. 

Mit besten arueaöeü una EcipfehiuA^en 

Ihr sehj:' erüebeiier 



444 Chautauqua Blvd., Pacific Palisades Calif., 

Dienstag 6. Auf.ut 1940 



«-> 



Lieber Herr Unn;er, 

gestern abend kamen v/ir aus San Francisco zurueck, aber "es vmr zu spaet, öie 
anzurufen. Eben musste ich an Telefon erfahren, dass Sie schon abgereist sind, 
dazu noch ausgerechnet nach San Francisco. Zu dunm. Auch haben Sie keine Adresse 
zurueckgelassen und ich nuss daher nach MY schreiben. 

Ob Sie vrohl auf der Rueckreise vfieder ueber Los Angelds koinrnen? 'Tir haetten 
Sie so gern bei uns gehabt. 

Wenn die Zeiten anders waeren, haetten wir den schoensten Soinmer hier, den 
man sich nur vmenschon kann. Wir bleiben bis zniri ^0, Sept. hier und ich bin dann 
ca. 1, Okt. wied<;r zu Ilause in »^carsdale. 

l'it herzlichen **ruessen fuer Sie und Ihre Damen bin idi 

Ihr alter 



r 



ia.juj.1 JUHo 



Sehr Yörölirt*jr Meiöt«r| 



durch deu Kopf ^^^hmi lHt»4»en unu bin 2;u dwi Ri^ii^ebnld 
4^ekoiuiueU| ckifti^ ich eigotitlloU viehtiti daran tU4i| w«zm 
ich Ihiion öiiiG kleine Hint««rhMeitiHKeit ^ixi^eetehei 
Öie ich üiir Ihn^n gegenuehar gel^ibtet habe# 

Sie batrlfrt axo dO Dolläre, (Ü^ Sie mir azU im 
Wiiitör g^^r Ausiiai'iiunai äai Fwaiiie Brcwii u^ber^^eben habt^n. 
Von die3^iti* Cielu wollten Drov«ii*B zunt>,^QhsX nichts an- 
neiuxient vielßielir er£,uwht^n Bi^ mich dta» Gold fu«r sie 
in Reeervo fuer eiiiöi^ äufeenbllckiiciwn Notstand »u 
vurwahron« Schli^^öslich liaben eie ea viel spaeter 
ueber aein Drt%onejen uebernofoaten, ebermo vs;!^ auch Jeti^t 
die 20C^ $• /wbex^ pie Iuib«:iii mir ei-klf^ert^ class sie das 
Gexd auf ein Kinla^ebuch ie^en^ damit sie fuor dön 
Fall unvorheriitt£ehei3fcn Gelobec^^rfß (Kranklieit oaer 
d^^r^il«) eich nicht Serben a&chen breiuch«n| wchex^ rttech 
Geld auf^uti'ölben» Aikti»öi'i>eits i^olion Bie dne Geld 
nicht euixvchi^eni solemse eie sich «us M-tijnari JCi^a^f texx 
erheü-ten koexmeai sonawu et» achoen iie^jen lassen, 
um et) v.cnn i;ich ihr^ Tu;cif;t«ai.vorhneltni?.se bers^m* 
Uiid tjie üich &öliji^ ^i'tv-ia^ ^^^umiec-^le^en koenne;i| doia 
äebor mit Dank zui^ueck stellen zu koennen.« 



Dlti^ri; tapfcx^e Zui^uecKhalt^ong linde ich oi^entlica 
BOhr rutrhr^nd uiid icii ßo.;e niciit ei^ii wi^ruL; icii Il^a^^ri 
di^ Geschieh tu öüUöXiid vei'^chweiii«n soll. iQh kcuxa mir 
nicht vcrötellön, d-^jcc^ öie deshalb, well Frau Sofia 
üab öelo gewißöeröiaös^n IXjier Sie in eine fjihoirte Spax*- 
kasee ^»1^4; t hat, aie weiteren ^'ahliJin^on einste^-ldn wer»- 
den« Vr'exiJ* Sie luii* ei^v^endaa, cuxisc odeae Sparkö.si>e nicht 
eichej- lst| lua^h ica önt^<*;j«nhaltan, das?^ auch die 
anderen <iü nicht sina, vjtie hi^rzu-ti^nde Har i»orpalat»öte 
haben» 

Icii glaube Iä UebrigeUf daas ihnen an der Sache 
öine weoentliche Pol^eruns niobt unByrnpathiech sein 
wird, dass oicu oaa Ehepaar 3ro?/a biß heute selbst zu 
erhalten vermochVi umi euch die alte Pmu Br?iUn zu- 
aiindk-ßt zuu* Teil eraalten« Der Bmider Ihrec Scnwegere 
hat meines Wissens eix»e3"i Job und traegt die Vlaelfte der 
Konten seiner i^atter« 



Damit scheint mir dcch der Bewela erbraohtf 
daee Harr Harrv loa Durchschnitt der McnAte sumii^» 
dest die lö Dollar vei'dient haben musSf die ihm 

die Itun voriiegenden Poi^te^t ^ebraciit haett^n« Dhiox 
von dem Elnkcraien aus Stundene^ben haetten »welein- 
heib I-lr-achsene wua ein Kino iceuni.in Kttw York leben 
koennen. Soviel 5>tunoen liaette frau f*ophie kawa a^toon 
koenneni tun die Feoiiie su erhalten^ 

Somit tun Sie Ihre ra Schwager entschieden unrechtf 
wenn Sie glaübeni daes die Laet der Erhaltung der Ft^ 
milie allein aul Frau Sophie XiegU Ks kann sein^ da^s 
er be*^^er geianren iveierei wexm ex* den oder jenen ihm 
üugaengiiclien Job hngenoracien haette« Abei' a^um Teil 
ist es acch Jeuermaiie Hechtf sic/i d^n Beruf nach ei«> 
genem Gutduenken äua2iueuch<?r,| k^Kmtxi BolsSk^^ ^x* fc^ioli 
in dem beruf ernaelt mia nicht ein anderer «sichtlich 
besserer sug^eriglich waere» Kr ist dae Risko de& selbsx^ 
öteiendiger) kleinen Keoiiaianne gelaufen (>wit \x^'bri/£&n& 
geretie jet^t «iUßdnueet iuer die Zeit der toten Saison 
einan klt^inen Job rnig^nornnmiy wie icnlimen schon 
neidicn berichtete)« #ir ^/is^en auch nicht, ob er sich 
als jueageter ioi^eötax^vei* in ein«a gx'ossen f-^^trieb 
behauptet luttjtto. Dasaix, wo«üen Sie viellei.cht recht 
hai^ni daöb er ein cii^exiöirmiger Kerl x^jt,, ^^ber vi^- 
leicht vdrd iJmi ö^r JÜgenHinn ^uni Erfolß v.orhelfexw 
hao» er ein brauchbare:* Meni^ch iat, liat er in Wion, 
v/o unsei'e Hennen ^H' tdt Imi i^earbeitet haben, und 
eigentlich iii^r wi edei- einlesen» Derm der Anfanc ist 
in heyi ^ork wara^öciieinlicü (?Gh\vei'e.r ;^ls ir^endv-vc, wenn 
mtai nicht HJui> berueiuut^x Kapasit^et ocier ^j^i^rade ^osvich- 
ter Spezialist 3:u3rkon3zit« Ich sehe p8 an so vielmi Fiy.ion 
zum Beiapirii r;v ci^ iii d^^j Lnei- ei^^enw Ffrüil.ie, wo ein 
ang^Ueirate"Uir Vettex* von i^i^ oeit vollen 7 ricnaten 
mit Frau un^i üwei KindeiT* hier ist iuk? noch keine 10 
Dollar verdient liat« Auch ein KaufUiPOin, üf^r iii Wien 
eine fechoene Stelle hax^te» Dia Frau verdient ein paar 
Dollar und Wcis auf aei. /konatl-icäen Verbi'euch atsr Familie 
von etwa 1^0 Doxxur z^idii,^ uubi^Ji wir hei^üeben piu^seent 
Kin Fcxll genue^it al;; Beitipiel» 



Ich öchli^Söe raeine ian^ev?oraenu /ibhandlurit;» Wes 
Sie schroibeUf hat tnüinei* Ansicht nc.oh keine richtige 
sacliliche Begnienuun^i ist nur auu ^efu«?hir>Di£*eöoißen 
V«r&t,irjmunjen zu erKxaoren« icn konzediere : das Gleiche 
trifft euch bei l^rowntl au« Aber Sie alnd kein ^vuich- 
schnittsbuora^^r mit beaohrf renkten Unter tanenve rat and, 
der sich blina von Qofuehlcn beherrcchen laeset» Von 
•inawj Kuenstler ui^ Menschen Ihres Fon/iats una Ihrer 
Klugheit ist man berechtigt ^u ervrarten, dasa er alch 
zu vorurteilaLo Ger B^^trechtuns der Din£e einatellU 
Zwischen anstaenaigan p.enschcn, die dabei v?isf>eni da;.>a 
der anderer Teil enr>taendißH iet,, haben Sentimenta und 
Resf entiments wirklich keinen Sinn. 



wie klein ist docn di« ganze Verstimmung zwischen 
Itoen Ulla Ihrer Frau Scii^ötttrer ÄUUAiiiutiSL In ihrem 
ßachXieheu Substrat gemeössn an aii üem unendlichen 
ignt setzen, öas wir Jet^it tÄ^isJLich eri^ibem Sie tun 
ein Unrecht an Bicli und an den aiAdern, wenn Sie eich 
in dloson leiten eine <^elie defi MiSÄVer^nues^s äöw 
udiaff eui die niclxt unvermeidlicii Ist« Glauben Sie 
einoni aolteren Fr-^uiia, der dieses seltsame Faioilien- 
verhaeltnis seit eini^^^r Zeit veriolgti ohne fuer 
Oie Slnstellun^i aller Beteiligten rechtem Verstaend- 
nis aufzubrin^ent 

Trachten Sie die Veratinimunei b^i «ich zu ueber- 
winden und ebenso kofumen Sie dm Browns entcje^en. 
Meiner (lebu^iieuiiiing nacxx sind Sie trot^^ Allem noch 
imiTier Oegensi;.and der Bewunderung IJnrer Schweeter« 

Icl'x \^erde eine toluhc Tat Ilu^ers^^iti«^ hoechlichst 
be^jruaasen, schon desheiib weil ich <ifmn nicht mehr 
godraencX'O waerSf i/iicli in die Privatangele^erheiten 
anderer einzudra engen, noch dazu von Men.<iohen, die 
ich im TTebriijen fUer viel kluager haltet alB mich 
selbst« 

Ich weiss nicht, ob mich eine Antwort Ihrerseits 
noch hier ex'reicht, wexi. \vir vielleicht schon l''.onte^ 
sb^ids abreiseiu Post. adi*eösiart c/o European Textlie 
Corporation, 116 Broad Straöt, New York, wird mir 
nfiCh^esdiicktt 

Nichtti fuer un^^uU Und Gott z\m Grvma« ^^rapfehle!. 
Sie mich bitte Ihi-en iiamen. 

Ihr sehr ergebener 



c 



16. Juli 1940 



Sehr verehrter Meister i 



Ich habe mir unseren letzten Briefwechsel noch 
durch den Kopf gehen Isiseen und bin atu dem K3^<?bnls 
gekoiw*ien, öaec Ich eigentlich ricntig aaran tue, yt^nn 
ich Ihnen eine kleine lUnterhaeltigkeit eingeouehei 
die ich mir Ihnen gegenueber geleistet hab*ii# 

Sie betrifft die 90 DoliarS| die Sie mir bzU im 

Winter tur Auszahluna an Faniilie Brown uebergeben haben* 
Von diesem Geld wollten Brownes zunsechet nichts an- 
ixeximen, vielmehr ersuchten eie micii das Gexd f»ier Bie 
in Reserve itier einen aiasenblicklichen Notetand zu 
verv/ahrcn« Schliesslich h?»ben sie ee viel apaeter 
ueber mein Dretengen uebemonimen, ebenso wie auch jetzt 
die 200 $• Aber eie haben mir erklaertf d^ös sie dae 
Geld auf ein P.inlegebuch legen, damit sie l\aer den 
Fall unvorhergesehenen Geldbedarfs (Krankheit oder 
d«^r^l#) sich nicht ßor.^en machen br»mchen, woher re»ch 
Geld aufjiutreiben« Andrer eeite wollen öie das Geld 
nicht aiuniehren, solange eia aicli aus ei^jenen Kraeften 
erhalten koennen, sondern eß- schoen liegen laaseni 
um ec wenn sich ihre Exiaten^verhaeltniBfee bessern 
und sie si'^h selbst etv/ae gsuinieckle^ren koennen, dem 
Qeber oit Dank zurueckstellen z\x koennent 

bießo tapfere Zurueckiiaitunß finde ich eigentlich 
»ehr ruehrend und ich pehe nicht ein, warum ich Ihnen 
die Geschichte df^.uemd verRChwcigen soll« Ich kann mir 
nicht vorßtexxen, aixes- Sie deBholbi weil Frau I5cfie 
das Seid gewisserr.ass^n fuer Sie in eine geheime Spai^ 
ka»se gelegt hat, die weiteren Zahlun^«i einstellen wer- 
dorn ^Jerm Sie mir elro/endeni daSB diese Sparkasse nicht 
sicher istj rauss ich entßesenhalten, dasa auch die 
anderen es nicht sind, die hierzulande l^ar^tcrpalaeste 
halxni« 

• Ich glaube im üebrl^en, Aixss Ihnen an der S^^he 
eine wesentliche Folgerun^^ nidit unaympathisch sein 
wird, dass sich das Ehepaar Brown bis heute selbst zu 
erhalten vermochte und auch die alte ^"rau Braun zu- 
mindest zum Teil erhalten* Der Bruder Ihi^s Schwagers 
hat meines Wissens einen Job und traegt die Haelfte der 
Kosten seiner lltiiVlev. 



Damit scheint mir doch der Beweis erbrachti 
daßs Herr Harry im Durchschnitt der V.onate zumin- 
det:t die 15 Dollar verdient haben muss» ale Um 
die ihm vorliegenden Posten ijehracht haetten# Denn 
von dem Einkonmen auö Stunden^^eben haetton zweiein- 
halb Erv achsene und ein Kind kaum px New York leben 
koenneiu Soviel Stunden haette Frau Sophie kaum geben 
koenneni übt. die FaiTiiiia zu erhalten. 

Somit tun Sie Ihren Schwager entschieden unrecht, 
wenn Sie glaubeni dass die Last der Erhaltung der Fa- 
milie allein auf Frau Sophie liegt. Es kann sein, dass 
«r ]yes&^r gefahren waere, wenn er den oder jenen ihm 
;6ugaeniiliclien Job em^enoiianen haette» Aber zum Teil 
ist es doch Jedermaiis Hecht, sich den Beruf nach ei- 
genaw Gutduenken aueüusuchen, zumal solange er sich 
in dem Beruf erlxaelt uiia nicht ein axiäer^r sichtlich 
besserer zugaenglich waere. Er Ist das Rlsko des r>elbst-. 
staendi^en kleinen Kaufmanns gelaufen Chat uebri^iens 
gei'ade jetzt zucdnaest fuer die reit d<ur toten Saison 
einen laftinen Job «ngenoi^iffien , wie ich Ihnen schon 
neulicli bericntete)* V^ir wissen auch nicht, ob er sich 
als juexester i^Uigeatejukt^e.r in ein«n grossen Betrieb 
behauptet luietto« Dearat mcogen Sie vielleicht recht 
haben, oass er ein ei^jensiimlti*^^* Kei'l ii^t, aber viel* 
leicht :ird um der fciaeii^iiiii^ »'Uni Ei'foli verhelfen. 
J)a»a er ein brauchbarer ifieuöcii ist, l^tt er in ^ftiien, 
wo unsere Herren seiu- mit iimi ^otirbcit^t haben, und 
eigentlich hiar wieder ei^iesent Denn der Anfang ist 
in l»aw York wahr ach ein! ich scliwere/- als irgendwo, wenn 
man nicht axs beru^hciter Kapazitaet oder gerade ge^^ch- 
ter SpezicUist iierkoiriwtr Ich seh« es an so vicleix F^len 
zum Beispiel auch in meiner eliienen Faßiilie, wo ein 
angeheirateter Vetter von lalx- seit volUen 7 Monaten 
mit Frau und awei Kindern hier ist und noch keine 10 
Dollar veraient hat« Auch ein Kaufnicain, der in 7;len 
eine »choeae Stelle hatte* Die Frau verdient ein paar 
Dollar und waf. auf den monatlichen Verbrauch der Familie 
von etwa 120 Dollar fehlt, haben v;ir hergeben muessem 
Ein Fall genueßt als Beispiel« '. 

Ich 8clili«s&e lüeine ian^^gewordene Abhcaidluiii;« Was 
Sie schreiben, hat niöinei- iVU^icat nach keine richtige 
sachliche Betruendun^, ist nur aus i^efuehlstiaesöiijen 
Vers oiniaungen zu erklaerem Ich konsr.ediere : das Gleiche 
trifft auch bei Browns zu« Aber Sie sind kein Durch- 
BChnlttsbuer£;er mit beechraenktem Unter tenenveri>tand, 
der sich blind von G«i\iehlen beherrschen laeset. Von 
einwi Kuenstler und Eenedien Ihres Formats und Ihrer 
Klugheit ist man berechtigt zu erwarten, dai>s er sich 
zu vorurteilsloser Betrachtung' der Din^e einstellt« 
Zwischen anstaenoigeii Mens.chen, die dabei wiesen, dass 
der anderer Teil anstaendigB ist, haben Sentiiuents und 
Reseentimenta wirklich keinen SJLniH 



Wi^ kiain ist äocU die ganze Veröciiaaunä «iwlftchen 
Ihnrm una Ihrei* Prau Schwester Etjuainaeöt in ihnam 
•schlichen Subötrat gaaeßaen an alx dam unendiic^btn 
EnUet^i^Up dix3 wir jetat taegXloh ari.abexu Sie tun 
%ln vJiiröCiit an sicxi und im d«n Mnü'2>rn, wexm Sie dicii 
in cil<iÄ#r4 2«iter. oine ^:tioile d^is Mi<wiverijnu#i{^is JÄioi 
BQhefieiif die rAiciit unvertß^iiilcn ist# riiauban 6i^ 
«inem aeitö^^en Fröund^ der die-'aes •eitsaiue FöAdli€>r>- 
vernoextniii seit eiixlger Zeit verfoigti olme fuer 
die ii.inßt%iiun^ axier Beteiligten rechtem Ver»tatxid^ 
uii5 aufzubringen* 

Trachten Sie die Veratiijimur^ bei aich ;iu ueber- 
winden ^jX obenso kcrijmen Sie den Browns ent^egeiu 
liteiiier UebjcfBr;^eu^;;un^ nacli sind Sie tix>t/. Alieüt noch 
iiiiiuv^r Gegend Uxnd der Be^Aundexnmg Ilxrex^ Scuv^eöt^dr» 

Ich v^uarde eine ßoxcho Tat Ihrer^eit^ li»«caiich»t 
bejrutisSGn, schon doßhaib waii ioh dfion nJLcht aieJir 
gödToanjt waere, mich in ctie rriv^^t:*na^öüöiiheix*en 
Huderor vlniiudrc;eJ)j^n, noch dazu von ia^miiciiaii, ai« 
ich ia U^bri^ien Arcei* vi«l kiu«^ior iuiito axt> tiioh 
aelbstft 

Ich v»eiss nichtj ob mich eine ;\nt^ort liu^^rwitfi 
noch hiar <sr're.icht, vv^ll v^ir viex-^uichi- i^cnoa Montat^ 
«bände abrei^^^iw Post aiirebsiert u/o i^oax^pe«» Xaxtaxe 
CcrpoiV3 ticn, ix3 Broad Street, Ne.. YorK, wix»a ndr 
Ac- c}*^v^ i»cii ick t« 



Nichtig i\iei- unjiU Und 
Sie mich bitte Ihi»**n Daiüen. 



Govt 2/Uin CfX^ö»« ^illpfel^ic:* 



iixr sehr ergebener 



444 G?ia^;taunua ^Ivd., 
Paoific -^alisades Calif, 
9. Juli ir'40 



Lieber Herr I'n^^er, 



Ich habe mich ^efre t von I?inen zu hoeren. 

••Vir sind schon seit fast 6 'Jochen hier. Yde das imner so jst, 
vor der Abreise vrar eine solche Hetze, das s dass von einem A-^'iQQ-sa£;en 1 
keine Hode sein konnte. Sie scheinen in New York zu bleiben? 1 

^a und das K5nd sind f^efloren, ich bin mit dem Auto cefahren- 
in 4 Tacen von Haus zu ^^aus. Das v/ar eine par force tour, aber sejhr nett und 
anch komisch. 

Inliegend ein check ueber J'OO Dollars, fuer Sofie. 

Abgesehen davon, dass ich mit jedem cent ^eize, bin ich mir 
nicht im Klaren, ob ich Sofie v/eiter unterstuetzen soll. 

Von dem, v/as mi^^ so zitzerlv/eis* zucetra^cn v/ird, sehe ich 
die Lage der Faiailie fol[^endermassen an: Sofie arbeitet Vev/iss >/ie eine 
Vorrueckte, verdient dabei auch ranz anstaendig und hat noch den ^aushalt 
unter sich. Harry v;ill keine Stellunc annehmen und verdient carbichts. 
Ivlamaaa Braun, statt den Haushalt und das Kind zu uebernehmen, um Sofi 
entlasten, vcrsv-cht, mit ihren -^'a-chen Geld zu verdienen;7/as ich fi:er 



fie zu 



er aus- 
-Talter Braun mit ihnen zusammen lebt und ob er verdient. 



sichtslos halte, 
eiss ich nicht. 

Dieses ßild habe ich mir gemacht, ohne auch nur im ^^erin^sten 
sicher zu sein, ob es auch der ^Wirklichkeit entsnrAcht. Ich v/aere Ihnen nun 
sehr r^flnkbar, vre Sie nun mal drin sind-Sie Arm.er-wenn Sie mich in etwa // 
ueber die Lare der Femtilie Braun aufklaeren wollten. <^dor, vras mir noch lieber 
waere, ^.'rerm Sofie oder l^arry mir einen "B rieht" zuschicken vAierden. 

Ich untf^rstuetze die Familie Braun nicht aus meinen reve^nuen 
und ich halte es nicht fuer noetic, Geld fuer die Eicenwillif-keit oder sonst 
eine Eigen nchaf t von Harry auszukleben. Dass Sofie arbeitet und <^eld verdient, 
weiss ich iriHtt. üb Harry verdient, vreiss ich nicht; falls er aber nicht 
verdient, ist es seine Schu.ld und dafi.ier ist mir das ^eld zu schade. 

Es waere vmnderschoon hier, nenn die V/elt und das beschick 
der uns am naechsten Stehenden anders aere. So platzt einem nur der Konf 
und dar;egen kann auch G-lifornia nicht helfen. 

Ich hoffe, dass es Ihnen.und Ihren 3 Damen GUT coht. 

Herzliche Gruesse von uns Allen. Dir 



vi 



^/^CU.CU5 



::^ 



^//fe 



v4«Jt4jt 



^ ^^^/iJU^C^i^U, tUSiJ^ Kfik A^ <^'dJul. h/4Jl^UjL4jL Sr^Xlxx ^dl 









id.juil iiHbO 



Verehrter Herr P*of«»Bor, 



Das war eine pronmte Sriedlgimg daftter, 
dASs mein Brief via Scarsdale uebar den gan»en 
Continent gerelet war. Recht haben Sie, ueber den 
SoBJmer nech dem Weeten gegangen »u sein. Ich werde 
naechstens durch die Tat meine Billigung Ihree 
Schritts beetaetigeni meine Frau und ich planen 
In 8 bis 10 Tagen per Bahn eine Fahrt in dleee 
Gegenden anautÄimi. Wir wollen etwa 6 Wochen weg- 
bleiben, u.a. U>s Angeie», Prieco una Seattle be- 
ruehren und einige der beruehmten Park« sehen. 
Wenn "Pallsadee Park" in bequemer Reichweite von 
einer unserer Stationen ist, wuerden wir uns gerne 
bei Ihnttii melden. 

Was den sachlichen Teil Ihres Briefs betrifft, 
leite ich den Scheck an Frau Sophie weiter, da dl« 
Zahlungen fuer 5 Monate (Maerz bis JUli) nach meiner 
Bereclmung bereits f aeilig waren und wir am 1. August 
und I.September nicht hier sein duerften. Auf d^n 
ersten ISepteniber werden dann noch 10$ erforderlich 
sein. 

Ihre Frau Schwester wird das Geld eicher 
aur Erleichtsrung ihres BuwSgets gut brauchen ko«nneB« 
wenn auch Ihre Vermutungen besueglich Harrys nach de« 
was ich waehrend der letzten Wonate immer wieder gehoert 
habe, nicht autreffen. Harry hat ein paar M«»*^« ^f«^ 
•n einem kleinen Fancy- Artikel, den er ausgeheckt hatte 
und in Heimarbeit erzeugen liess, gans echoen verdient. 
Jetzt, wo die Saison vorueber ist und sein Geschaeft 
ihn nicht genuegend beschaeftigt, hat er daneben eine 
Stallune angenommen, die »war sunaechst provisorisch 
ist, aber sich vieUeicht »u einem aussichtweichen 
DefinitivoB entwickeln koennte. Dagegen Ist Frau Sofie 
saieonÄemaess mit Unterricht schwach beschaeftigt. Also 
trifft eigenUich gerade das öegenteU Ihrer Vermutung 
SU. üebrigens habe ich Harry gebeten, Ihnen etwas aus- 
fuehrlicher zu berichten und werden 8ie gewiss naech- 
•ter Twje von den Herrschaften Nachrlvjht haben. 

Sl^ brauchen eich keine Sorgen tu machen, 
dass mir ein paar Zeilen an Sie imangenehm waeren. 



\ 



Wir 8ind gern« Ihnen und Ihrer Frau Schweeteri 
die doch Mit Jeher der besondere Schuet»ling 
meiner Fr«u ist, gafsellig und waeren nur au 
froh, wenn wir beitra^jen koennten, die Simmwng 
awi sehen Ihnen una Browns ahi^ubauen« 

Eopfehxen Sie mich bestens Ihren Damen 
und sind Sie gegruesst von 

Ihi*em ergebenen 






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^une 29, 
19 4». 



Lieber Herr Professori 



Was l0t mit Ihnen loSf men hoert 
nichts von Ihnen und auoh Im RuseiiJi Tea 
Boom laeaen Sie eldi nicht blicken» 

Daher imBB Ich Ihnen mangels anderer 
Verstaendlgungsmoegllchkelt auf dLes^a 
Wege In Erinnerung rufen, dass die selneiv 
seit vereinbarten Zuwendungen an Ihre 
Prau Schwester von 30$ monatlich In Ver- 
gessenheit geraten sind* Sie haben mir Im 
fansen 90$ geschickt, die die Raten bis 
nkl* Feber gedeckt haben« Ich moechte 
Sie daher bitten, die seither aufgelau» 
fenen Betraege fuer Haeri^-Junl* d«l« 

$ 120.- 

freundlichst su aiattstellung uebersenden 
XU wollen* Vielleicht haben Sie die Freund* 
llchkelt, einen etwas groesaeren Betrag 
SU ueberwelsen, damit fuer die naechsten 
Raten Deckung da Ist* 

Ich hoffe, dass Sie und Ihre Damen 
sich wohl befinden, und wuerde mich freuen, 
die Herrschaften einmal zu sehen* Allerdings 
duerfte es nicht so bald moegllch sein, well 
wir Mitte JUll auf etwa 2 Monate nach dem 
Westen verreisen duerften* 

Bestens Qruessend 

Ihr sehr ergebener 




»». 



iSfiWWajk 









MEW YORK. 
West 5Stb Street 
PLaza 8-6000 






:>• ■Jn.^'or i: in rcr^oli^f of yo r lotlor o-f ÄT^rll HCth; v-e 
ii:!.'^/o tali^GÖ thc äff Ir avlt-qaortlon ovGV, ra- v-o IMal* it <ill "be 
the bcnt thot onc of o'ir ra;''lly (cither \,vj f.-.thcr, or Victor^ 

robntl:;) : l/^nr an /c'itlonal •■.ffirlavlt o* .''uvinort for you o:nd 
voar if^lr ii'l » x.c. In additlon tp «Jig a^t'lf'avltr -hlch r. ev/- 
i)ur er hiif? ju riO'^ tor ;/ou, »ur ai*T"l(*tavlt 111 be accomri riioä by 
a ihoi't loitor fi^riret-j^en to •* ho ^onfMil» expl -lifilj^ yoijr rclation 
tu af> Ol' to our old K'irm, tr:u>'^ orovl .y a '^^Irect irteroHt'^« 1 
slnoer/ly hop.. 1 hat ln<^ tA^^tter i/l j 1 Ihen 1)0 !>• orf5or. It ..»111 
,^110-^ tfAe a fcw d* yB until ve ^.%u m II thi alTldiwit to \ou, ao 
ic ..ill bo /iSCGL. i.r^ to . üt 'oa.^ vvlü^rtnutt -jonoorain^ our «le^ui;^ 
er iucoffic» ;.nt bo r uro wo tihall tr> lo h^ve ovo'ryt:;izp: ro-dy cie 
ßoon nxi >oi:ii ll)lc« 

itliull i^ox loliüt: uiiM -i.iu jL-v; va% .. <u ^v'OU nd ^oir Iiac- 



our r.iAiüorely 



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3437 Shönandoah Ave» 

gnlversity ^ark 
alias ^Tesas 
21.1^©zember 1940 



Liebe Frau Anniel 

Vielen ^ank fuer Ihren lieben, ausfuehrlichen und Instruk- 
tiven ßrief ,den ich vor wenigen Wochen erhielt .Besonders interes- 
sant und vollkommen befriedigend (was man derzeit doch nicht von 
allen Neuigkeiten sagen kannjwaren die Nachrichten ueber die bei- 
derseitigen Toechter.^ch hoere auch von anderen Seiten, dass Beate 
gut aussieht^ und bin sehr froh darue her« Nun, Ihre beiden Toechter 
haben doch ganz blendende Studienerfolge und ich bitte, ihnen (mei- 
nen Kolleginnen )rae ine besten Gratulationen zu uebermitteln;sie /z 
sind eine weitere Bestaetigimg der «egel^dass die meisten ImmiffK 
granten im ueblichen Schulalter zwischen 6 und 60 in den Schulen 
gut vorwaertskommen.Nur leider -ganz wie in fuersorglichen -^^ese- 
buchgeschichten-mit der Schtile des Lebens sind grossenteils ande- 
re Ergebnisse verbunden« Immerhin habe ich anscheinend begruendete 
Aus sieht, meinen degree gleichzeitig mit Gitta zu erwerben» 

Bitte, ^ritz meinen besten Dank fuer seinen lieben letzten 
_ lef zu uebermitteln^^s ist doch ganz klar,dass ich mit seine*^ 
Stellungnahme vollkommen ueber einstimme» Sie kennen doch wohl die 
'•orrespondenz.Puer den Augenblick koennen wir doch ohnedies nichts 
fuer die beiden in Wien tun als einfach abwart en»Uns er Standpunkt 
wurde auch vollkommen von dem in meinem ^iefe erwaehnten (ueber« 
aus affidaviterfahreneii)Herrn Reiner geteilt, den ich ih der Zwi- 
schenzeit gesehen habe» 

Neues habe ich nichts zu berichten, weder von mir noch 
uebdr ajidere ^allasiten,es waere denn die eingeleitete Scheidung 
des Ehepaares Albrecht (sachlich offenbar im Einvernehmen), wovon 
Sie vielleicht schon gehoert haben.Das ruhige -»^eben geht hier 
weit er, nur dsss die Bewegung Jeglicher Hilfe fuer England doch 
viel staerker geworden ist und dass selbst solche Pessimisten wie 
ich derzeit gewisse Hoffnungsstrahlen auf dem internationalen 
Plan zugeben»Was das uebrige Amerika und die Welt im allgemeinen 
betrifft, so sitzen Sie in -"ew York doch "an der Quelle'* und ich 
kann Ihnen da kaum irgendwetwas mitteilen, was Sie nicht viel besi^ 
ser und frueher wuessten» 

^ch entnehme Ihrem ^iefe,dass die Quelle manchmal sogar 
zu stark gesprudelt hat und dass Sie ein wenig darueber froh sind, 
nach Los Angeles zu uebersiedeln«Ich anerkenne und schaetze die 
Schoenheiten und Vorzuege Californiens und der Umgebung von Los 
Angeles im besonderen; aber ueber die "westliche Einsamkeit" soll- 
ten Sie sich keine Illusionen machenjder Intensitaet Awenn auch 
nicht der Zahl) nach sind dort ebensoviele Wiener wie in ^ew York» 
Fuer mich bedeutet es uebrigens,dass ich Sie frueher wiedersehen 
duerfte,als ich hoffen konnte, da meine Verhandlung angeblich am 
4»Feber stattfinden wird» ^ 

^ehmen Sie,Pritz und die Kinder meine alleraufrichtigsten 
Wuensche fuer die"neue ^imat",fuer Weihnachten uAA fuer das neue 
Jahr entgegen.%s wir alle wuenschen und hoffen! 



Herzlichste ruesse 



Ihr sehr ergebene^ 




F.U. 



S.Dezember 1940» 



Lieber Herr Doktor, 



V 



Ich beeile mich, Ihren geötrigeü Brief zu beantworten 
lind vor Allem festzustellen, daas ich im Affidavit angefuehrt 
habe bei /wnnle '^cUvughter of m^ fäther^s brother" und bei Ihrem 
Herrn Bruder "husband of »^ cusin'^.Dalier faexlt aieses Bedenken 
von vornherein weg# Was Ihre Frage betx'ifft, ob meine Affidavits 
anerkannt weraeJh, stelle ich fest i 

a) ich habe unter meinem Namen bisher gegen 10 Affida^ 
vits gegeben, aber wenn ich nicht irre, war Ehepaar Ungar das 
erste Affidavit, 

b) mir ist von keinem Fall bekannt, in dem mein Affi- 
davit nicht anerkannt: iworden waere, 

c) in der heuti^^en Post habe ich die Nachricht, dass 
2 Personen das Visum erhalten haben, fuer die ich Affidavit ge- 
geben hatte* In diesem Falle war ausser meinem Affidavit das 
Affidavit einer Schwester, die aber weder ein F.inkommen noch 
irgendwie relevantes Vermoegen nachweisen konnte ($i,000»* oder 
weniger) • Das Consulat hatte die Betreffen bis jetüt ohne Erle- 
digung gelassen und auf einmal hat es oas Visum erteilt, ohne 
dass irgendwelche Kr^iaen^-ungen verlangt worden waeran. Ausser- 
dem hat in einem anderii Falle das Consulat (Glasgow) der Partei 
gesagt, dass das Affidavit in Ordnun^^ gehe und nur auf einen 
Vorakt aus Deutschxand gewartet werden muesse C^^r ß^it dem Af- 
fidavit als solchem nichts zu tun hat)* 

Aus all dem folgere ich, dass die Mitteilung Ihres 
Herrn Onkels -Leeres Gerede ist (verzeihen Sie den unparlamenta- 
rischen Ausdruck)* An Fehlem des Affidavits duerfte die Nicht- 
teilung üe£ Visunis nicht liegen. Meines Wiesone werden die Paru 
teien doch verstaendlgt, wenn das Affidavit nicht entspricht, 
und zur Beibrirjgung von Ergaenzungen aufgefordert* Man sollte 
meinen, dass Ihre Schwaegerin in einem solchen Fctlle geschrieben 
ha^^te* 

Allerdings ist mir unverstaendlich, was sich in den 
Koepfen der Herrschaften abspialt* Ich habe naclige schaut: seit 
einem Brief vom i^.9#XII.v*J* , mit dem Annie mir den lii-^halt des 
Affidavits bestaetigte, habe ich von innen keine Zeile mehr zu 
Gesicht bekommen, waehrend icli z.B. mit einem wiener Freund 
regeünaesaig korresponaiere und noch nicht ein Brief in Verlust 
geraten ist* Ich habe mich in den ersten Jalire smonaten bemueht, 
einen Zwischenaufenthalt in Italien durchzusetzen und ein Reise- 
beureau mit A.U. in Verbindung gebracht* Auf alle meine diesbe- 
zueglichen Briefe hat mir Annie nicht mit einer Zeile geantwortet, 
ebenso auöi dem Reisebuereau nicht* Auch eine Lebensmittelsendung 
hat sie nicht bestaetigt, obwohl anzunehmen ist, dass sie sie 
erhalten hat, weil die andern Sendi ngen mir immer bestaetigt 
wurden* 

Unter diesen Umstaenden werden Sie begreifen, dass 
ich mich in diesem Falle zurueckziehe und nichts mehr untei*nehme. 



solange die Herrschaften eitih nicht direkt ari mich wenden. Kan 
künn Sur Leuten helfen, die ihrerseits mithelfen, und an solchen 
K ich soviel Auswahl, dass idi mich nicht mit hoffnungslosen 
Paellen abgeljen kann. Ich weiss, Sie werden mir recht gehen. 



Mit besten Gruassen 



Ihr sehr ergebener 



L.' 



'^riAjuL^o M \ ^ dui nJ t Ann 



u 




i 



Park Chambers 

68 West 58th Street 

Ne>\^ York 



/^. ^^^ 



K^.^^ ^ ^E^^^^ i^::^^^^c^ ^^^^ /^^.^o' 



/ 



/ 



.^^ 



/ 





^-^^c^ C-^x««^ 




^^^V:^^^:^C^ 



7^ 






^^^ 




^^ 





^T^ 7:^7/ 



3437 Shenandoah Ave. 
Univers ity Parle 
Dallas,Texar. 
4 •Dezember 1940 



Lieber Herr Doktor^ 



erst vor wenigen Tagen habe ich Ilinen in Sachen Raoul 
und Annie geschrieben, aber es war bloss eine Zusarmnenfassiing 
von Tatsachen, die Ihnen ohnedies schon bekannt waren.Heute ha- 
be ich sozusagen eine ^enigkeit,von der ich allerdings glaube, 
dass sie in Wirklichkeit keine ist,v7orueber ich Ihnen jedoch 
jedesfalls sogleich be^^lchten will« 

Ich erhielt soeben einen Brief meines Wiener önkels(von 
dessen Existenz Sie -^nntnis haben ), geschrieben und zur Post ge- 
geben am 9 «November, aus dem ich woertlich zitiere: 

"Dagegen bitte ich Dich innigst Alles aufzubieten vn auch 
fuer I^einen ^rud r und Gattin entsprechendes Affidavit zu be- 
schaffen, wobei -"err einer gewiss mir und Otto zu Liebe-er war ja 
mit meiner Familie innigst befreundet auch sein Vater-Dir gerne 
mithelfen wirdjdas Äff idavit, welches sie von and r- er Seite be- 
s hafft haben, kann nach meiner ganz und gar verlaesslichen Erfah- 
rung bei der heutigen Einstellung des amerik* Konsulates nicht in 
Betracht kommen.Dein Bruder hat seither Uhrmacher-und Buchbinder- 
Umschulung mit gutem Erfolg absolviert und sie Kochkurs und An- 
deres, was eins gute ^ev/aehr bietet, dass sie Niemandem zur Last 
fallen wuerden;v/o sie ja auch an ganz bescheidene ^-»ebensansprue- 
ohe gewoohnt sind;ihre Daten 15.9.91 23.5»96." 

Zujn Vorstaendnis des Ganzen muss ich einige Aiifklaerungen 
geben.'^ein V/iener Onkel, jetat 75 Jahre, bat sich durchaus gut benon- 
men;an seiner Aufrichtigkeit und an der^Gutgcmeintheit'^seiner Mit* 
tc^jlung ist nicht zu zweifeln.Aber ich muss beifuegen,d ss er be- 
reiti vor dem An3':'hluss ("Jind noch weit ^nehr-begreiflicherweise-seit- 
her ) ein uebervors ichtiger ,ma.n kann sageniueberaengstlicher^ und 
beispiellos pessimistischer ^^^ensch gev/eson ist.Ein anderer Punkt 
ist, dass er ueber Amerika(als Zuflucht fuer Pluechtlinge )ungef aehr 
jene Vorstellungen hat, die ^i»4i i^ Mitteleuropa derzeit ueblich 
s5nd,also nicht sehr realistische« 



Es geht aus dem Briefe in keiher Weise hervor, ob die Mittei- 
lung ueber Wunsch von Raoul oder Annie oder ohne deren 7Jis en er- 
folgtet^« Ich habe (in Kenntnis der ^'*^entalitaet des Onkels, rier doch 
jet55t natuerl-ich nichts anderes zu tun hat, als sich alle diese Dinge 
im Kopfe herumgehen zu lassen)eher die Meinung, dass das spontan und 
ohne jede Kenntnis von Raoul oder Annie geschehen is t»Irnm.erhin kann 
man natuerlich auf Distanz nicht wissen. ob es nicht doch eine Art 
der Mitteilung seitens Raoul und Annie ist, die scheinbar prinzipiell 
nicht mehr direkt sclriritben wollen» (Zu diesem letzteren Piinkt habe 
ich noch nachzutragen,d .ss-soweit sich d?^ ueberbllcken laosst-in 
meiner rlativ lebhaften Korrespondenr, mit Wien im Jalire 1940 an- 
s^.heinend kein einziger Brief verloBen gegaggen ist,sodass eine 
gewisse Wahrscheinlichkeit dafue^ spricht^d:ss ^^aoul und Annie nicht, 
zumindest nicht wiederholt. geschj?iobon haben« ) So gut wie sicher 
(wiederum in Kenntnis der ^entalitaet in Wien und meines Onkels im 



besonderGn)lst es,daes er absolut keine speziellen^geschv/elge denn 
irgendwie verlaesslicho Informationen betreffs des TJ.S« Konsulates 
hat, sondern bestenfalls irgendwelche Gerueohte ueber die Praxis ge-» 
hoert liat^lch kenne ihn genau, um zu wissen, das^^ er da-optime mente- 
'^4ii^4/i^'^%^i^ii%i'4')^ 'Tatsachen ohne Grundlaf-^en bloss vermutet» 

Ich brauche doch nicht er3t -^u betonen, äass in der ganzen 
frueheren IQ)rrespondenz keine ^"^ede davon war,dass man Raoul und 
Annie nicht Bur Einreise verhelfen wollte »Aber ueber plle diese I^inge 
haben wir uns ja ausgesprochen bezw.-geschrieben.Die einzige 
wirklich zu eroer ternde Frage ist bloss, ob Raoul und Annie *at- 
saechlich ein zusaetzliches Affidavit benoetigen,v/a3 ich mit 
Grund bezweifle, wie ich sogleich darlegen werde« Ich glaube auch 
ehrlich, dass sie selber geschrieben haetten,wenn es sich um diese 
lebenswichtige i^rage des Affidavits handeln wuerde,wie sie es sei- 
nerzeit auch getan haben» 

Ich bin naemlich(in Kenntnis der Sachlage und der sehr 
kritischen ^ruefung durch das Konsulat )der Meinung, dass Ihr Affi- 
davit absolut hinreichend ist. Und Affidavits ohne Notwendigkeit zu 
beschaffen iind zu unterbreiten,sollte vermieden werden, aus ver« 
schiedenen G^uenden und nach verschiedenen Seiton hin, wie ich Thm4 
doch nicht auseinanderzusetzen brauche»Ich moeWtte bloss-sozusagen 
zur vollkommenen Beruhigung m.eines ^ewissens,da ich doch nichts 
unversucht lassen wu.erde,wenn es sich wirklich um ein ÖQ^uerfnis 
handeln wuerde-einige wenige Fragen an Sie zu meiher Information 
stellen,da ich Herrn Reiner, der im Brief erwaehnt ist, vielleicht 
zum Wochenende sehen werde, 

l)Eaben Sie im Affidavit angefuehrt,dass Sie Annies Ver- 
wandter sind? 

2)Haben S4e Ihrer Ansicht nac h(das ist der einzige ^esichts- 
pun"'d:,der mich intere/ss*i r t, beileibe keine Einzelheiten^genue- 
gend Aufschluss ueber Ihre finanzielle Eignung, ein Affidavit auszu*// 
s teilen, erteilt? 

3)Haben Sie irgendv/elche konkrete Erfahrungen mit anderen 
von Ihnen ausgestellten Affid vits? 

^weck der Fragen ist folgender: nach meiner Kenntnis wird 
derzeit ein unverhaeltnismaessig grosser///^/^;i^/;jf>{i^( vielleicht ^^^ 
uebertriebenQr,aber es ist Tatsache )Wert auf die Tatsache gelegt, 
d SS es sich um ein ^erwandtenaff idavit handelt;die Frage der 
Staatsbuergerschaf t spielt kaum eine Rolle »Herr Reiner' hat eine £ 
ganze Reihe von Verwandten bereits bei sich und hat eine ^»^enge 
Affidavits p;Ggeben«Es ist dies der wirklich nette ^'^3r)Xi in Houston^ 
von dem ich vielleicht einmal eraaehlt habe «Ich habe ihn selbst« 
ve staendllch nie um seine Verhaeltnisse gef»agt;aber nach meiner 
Meinung hat er wohl eine sehr gute Stellung, aber kaum ein(fuer 
amerikanische ^erhaeltnisse )irgendwie betraechtliches Vermoegen. 
^ch glaube, dass ein Nicht-^erwandten-Aff idavit von ihm viel s -hwae- 
eher waere als ein Verwandten-Aff idavit« 



Dies in '^Dle-' Eile. Es genuegt absolut, wenn Sie mir die 
Antwort auf die^Fr^Lgen in 3 Zeilen schreiben. Ich glaube, wir sind 
uns ueber alle M^ag o ff ^in dieser "^ache voellig im klaren "und einig» 

Mit herzlichsten ^ruessen Ihnen^Frau Annie und Toechtern# 



/ -»** O-h 



-^ 0^h€^ 



/^t.-*-«^^'«-^^ 



Ihr sehr ergebener 








3437 Shenandoah Ave. 
Univeraity ^ark 

P^R.Fovember 1940 



Liebe Frau Annie- 

vielen DanV fvev Ihren lieben ^rl.of vom 7,(i.M*,der mir verschie- 
dene ervaienschte ^'euigkeiten ueber'^Leute "brachte. 

Ich antworte eigentlich mehr, v/eil mir ein Brief an Fritz 
die Unbeantv;ortetheit des Ihrigen in Erinnerung bringt, denn an 
sich gibt es tatssechlich weder in Dallas noch auf mich bezueglich 
besondere Öeuifrkeiten als dass ineine scholarship im Ilinblick auT 
meine assistantship wiederum erhoeht vmrde \xnd ich auch v/iederuia 
eine Deutschs tvuade ^ebeCein begabter, aber schv/ieri^^er Schueler, 
der nicht mxr zwei Indianersprachen spricht, sondern auch ein recht 
guter tatelner ist und von mir gerne Analogien mit tatoin erfaehrt), 
sodass ich jetzt, mehr discendo als docendo, schon mehr verdiene als 
meine (ftier Wien sehr gut bezahlten )Stenotypistinnen in der Kanzlei; 
es kommt irnmer nur auf den öesichtswinkel an. 



^ch bin .sehr besch^emt ueber m.eine Wphivorausss 



c^ge,d3e noch 



— - — ^ - — -, _ - -^_, ^ 

schlechter wa* als die von Dr •Gallup;9.ber ich bin iminerhin erfreut, 
dass meine -^'ehler zugunsten V/illkies und somit die Aberrationen zu- 
gunsten Roosevelts waren, sov/eit es sich nicht ohnedies um Fpagezei- 
nhon handelte; bloss Michigan hat mich enttaeuscht,abeT* da war das 
Resultet v/ahrlich knapp genug. 

Ich habe Wieners. die mir recht sympathisch sind, wozu noch der 
Zufall der gemeinsamen ^eberfahi»t kam, mehrmals geschrieben, aber die 
Korrespondenz vrar allzu einseitig (was absolut kein Vorvmrfl ist, bloss 
eine Feststellung ).Ich nehme an, dass die relativ/ erfreulichen Ele- 
mente im American V/ay Dr .Wieners ^estand haben. 

Innerhalb der letzten '-^age hatte ich einen ^ief aus Austra- 
lien, v/o nicht viel"los"ist und einen(vom l.d.M.)9us London, von einer 
jungen V/ienerin,s6Aipapf er und erfreulich;die Haltung der Englaend r 
ist anscheinend vrirklich bevfii^ernswert und man kommt sich dann wie- 
derum noch viel kleiner vor. 

Fuer alle weitere Korrespondenz gilt der Grundsatz, d*ss Brie- 
fe meinerseits keinerlei wie immer geartete ^iefschulden schaffen. 
Immerhin habe ich eine Eitte.Ich nehme c^n,dass • ich im ^aufe von 
wenigen Wochen sich fuer «--ie Gelegenheit findet. Lucy oder /und ^eate 
zu sehen. Ich bin fuer ehrliche ^erichtg) ueber die Physis der beiden 
Ckns ei.Pjener y^ahrnehmunry ^stets sehr dankbar /Was le moral anlangt, habe 
ich zweifellos '=el beiden keinen G^und zu ^esorp-nissen. 



de: 



Sehr he?'zliche gruesse Ihnen und Toechtern(die Frage nach 
chule der aelteren ist noch. unbeantwor:bet ) von 

Ihrem 



^ y^-vc^^^^ 



3437 Shenandoah Ave. 
Unlveraity Park 
Dallas, Texas 
88 •November 1940 



Lieber ^rr Doktor, 

besten D^.rik fuer Ihi'en lieben ^rief vom 21 d* M« 

^>^as ^aoul und Annie anlangt, weiss ich nicht mehr als 
Sie .Ich glaube, v/ir haben einander gegenseitig stets prompt 
ueber alle Einzelheiten auf dem laufenden gehalten» Sie haben 
mir auch neber die beiden eingegangenen ^etraege berichtet, 
die Sie wohl weiter einfach verv/ahren werden, da hoffentlich 
doch noch eine Moeglichkeit sein wird, dieselben don beiden in 
d-n bereinigten Staaten einzuhaendigen« 

^ch selbst habe Ja den letzten ^ief von Annie im Juni 
1939, also vor etwa ih "^ahren, erhalten und seither keinerlei 
wie imier geartete direkte ^^achricht gehabt «Im heurigen ^rueh- 
1ahr meldete sich ^%rr Berger bei Ihnen und ich wechselte "^riefe 
mit ihjn.Laut einem «^rief meiner slowakischen ]G.ientin(aus Au-* 
gust, leider auch die letzte tiachricht )hatte sie einen durchaus 
normalen Dankesbrief von Annie aus Juni 1940 fuer gesandte ^ehffji 
bensmittelpakete,die seit Juli d.J.nicht mehr moeglich sind# 
Von meinem Onkel und von meinem Schwiegervater aus 1/Vien kommen 
im heurigen Jahre ziemlich regelmaessige Mitteilungen, wonach 
es Raoul -und Annie gut geht; der letzte derartige jftrief meines 
Onkels, wo - ies wiederum ausdruecklich erwaehnt wird, war vom 
14 • Oktober. Einem ^ief neiner -^chviOie^erlniLucjs Schwester.) vor 
einigen I«onaten. war »u entnehmen, das» -^ie neue ("geheime" ) Woh- 
nung in ^ersthof recht nett ist« 



Öas ist mein gesamtes mageres V/i.s«3en,dem noch beizu-<^ue3en 
ist,dass Raoul und Annie entschlossen sind, nichts vor ihrer di- 
rekten Ausreise nach den U«S«zu unternehmen (aber dies, glaube ich, 
weiss ich eigentlich von Ihnen). 

ch im vorigen Winter verschiedentliche ^efuerch- 
ich derzeit eher geneigt, zu glauben, d^ss nichts 
legt und rlfxss das llichtschreiben bloss auf die 
greifliche Gemuetsdepression der neiden zurueck- 
Gchliesslich Herr jferger Augen-und Ohren?;euge 
iche Wohlbefinden und relative seelische Gleich- 
n fuer April 1940 ist, fuer einen Zeitpunkt also, 
ekte ^riefe schon durch laengere ^eit vormieden 



Waehrend i 
tungen hatte, bin 
"Besonderes" vorl 
allgemeine und be 
z^uehren ist, da 
fuer daw koerperl 
gewicht der beide 
wo die beiden dir 
hatten« 



Exaktes kann man ueber V/ien natuerlich nie v/is^:ent 

Bitte, geben Sie den beiliegenden ^ief Frau Annie.Selbst- 
ver staendlich sind beide ^riefe fuer beide bestimmt, aber es fuegt 
sich,dass ich Jjpjfcm zu ant\/orten habe. 



Mit herzlichen 



i'^uessen 



Ihr sehr ergebener 



/H^^^Ci^^ 



F.U. 



2it November 1940 



Lieber Herr D^tori 



Besten Dank fuer die erschoepf ende Auskunft* Inzwischen 
haben sich die Dinge dadurch in WOixliiafaJLJLen erxedigti dase un- 
sere FreiJinde an den naechsten Jonsui nach Gaiveston geschrieben 
haben und dieser sich bereit erkiaerte, die Unterschrift des 
notary zu beglaubigen. Anscheinend ist wirklich im Staate Texas 
eine öe^laubl^-ung der Notarsunter sc arift durch eine Behcerde 
nicht ueblich -oder hat sich der Consux so ^;efreut| aass man 
trotz der eingetretenen Ereignisse sich in althergebrachter 
Weise an ihn wendet und vier Doxlars fuer eine vielleicht nicht 
verwendbare Reglaubiguni; ausgibt. V/ie deri: sei, bebten Dank fuer 
die lieoenswuerdige Bemueiiun^» Ich wollte ^ ich haette mich in 
fuer alle Beteiligten eintraeglicheren Sachen an Sie um Hechts- 
auskunft zu 



wenden gehabt 



w* 



Wenn Sie von Ihrem Herrn Briiuer irgendeine Nachricht be- 
komnien, lassen Sie mich es bitx^e wissen. Ich habe seit ich das 
Affiuavit nach \»iien sandte (vor bala eiuer* Jalir) nicht einen 
Ton von iluri gehoert. Wie Sie wissen auerften, habe ich etwas 
Geld fvtn- Um i leiviblis:''jn^z ausser 200$, die lair ein Fremder 
fuor ihn schickte , die cOO$ der Liaenderbank, Paris. Als ich das 
Geld bekairii kraenkte ic!. mich beinahe, weil ich ich den Eindruck 
hatte, dass men aud^ uehr haetce durchsetzten koennen. Jetzt muss 
ich sagen, dass es ja gut war, aavSS icn ien Hori'schafteii wenigstens 
diesen Betrag heraiisgekit2s-,jlt hab^^. .Illordlng» wa;i nueti^t das, 
wenn sie niobt herkonimen? 

Hit herzlichen Oruessen 



Ihr sehr orKebener 




DALLAS COUNTY LAW LIBRARY 



mo/si&Jiüimxiü&x^iiMs^ 



320 COURTHOUeE 
DALLAS. TEXAS 

18. November 1940 



Lieber Herr Doktor. 

besten Damk fuer Ihren Brief vom 16»d«M« \md,bit ^e,auch Frau 
Annie vielen Dank fuer ihren lieben %ief zu uebermitteln,den 
ich letzthin erhielt» 

-•- 
Die von Ihnen gestellte Rechtsfrage ist ueberaus einfach 
und selbstvorstaendlich im Sinne Ihrer^ermutung zu )z(^K/ t>e- 
antworten.Umso einfacher, als dieselbe ausdruecklich durch 
Statute geregelt ist« 

Laut Article 6602 Texas Civil Statutes of 1925 gehoeren 
Beglaubigungen innerhalb des Staates Texas zum Amtsbereich 
entweder 1) eines clerk of the district court 

oder 2) eines Richters oder eines clerk' of the county court 
oder 3) eines notary public« 

Die Befugnis des notarjr public ist ausserdem ausdruecklich in 
Art«5954 festgelegt. Art.6603 regelt die Form und Art«6604 ver- 
fuegt.dass der beglaubigende die betreffende J^erson kerfi.an igi/ff^'J 
oder ihre Identitaet eindeutig feststellen muss.Artt.66()6 una 
6607 enthalten weitere Formvors ehr irten. (Fuer Legaliesierungen 
betreffs verheirateter Frauen gelten Spezialvorschriften, v.as 
aber fuer Sie wohl belanglos ist und ueberdies natuerlich kein 
grungsaetzliches Hjtilernis 'ßegeriflfyifi eine Superlegalis ierung be- 
inhaltet.) ^ßi^i/i4ti>iii4'^ij^4 Superlegalisierungen sind nicht 
ausdruecklich vorgesehen, aber es ist klar,dass eine Superlega- 
lisierung unter den Voraus setzunoj^n gewoehnlicher ^egalisiei^ 
rvingen moeglich und err^wingbar ist.Und selbstverstaendlich be- 
steht auch in Dallas County (abgesehen von den Clerks der ein- 
zelnen covmty Judges) das gesonderte^recht bedeutsame Amt eines 
County Clerk mit zahlreichen Unterbeamten^ vornehmlich fuer die 
verschiedensten Registrierungszwecke .Es ist also vollkommen 
klar,dass es einen County Clerk gibt und dass dieser zur Super- 
legalisierung von Unters hriften befugt und gegebenenfalls ver- 
pflichtet ist. 

Vorsichtshalber habe ich mich nebenan bei einem Beamten 
des einen Friedensrichters, welcher öeamte auch notary public ist, 
(uebrigens ein v/eiterer Glaubensgenosse auf der jpay »oll des 
Staates Texas) erkundigt und die Auskunft erhalten,dass im 
Bedarfsfalle seine Unterschrift vom County Clerk superlegalii^ 
siert wird.Alle drei obenangefuehrten Kategorien von Le^ali- 
sierungs Personen befinden sich in "meinem" AmtsRebaeude (weshalb 
ich stolz mein offizielles Briefpapier verwende?) und ich nehme 
an,dass ich unter meinen Freundon einen Super legalisator faende, 
selbst wenn die ^ache nicht ausdruecklich im Gresetze vorgesehen 
waere. Aber, wie gesagt, es handelt sich um eine ABC legale Sache. 



Es ist mir nicht recht erklaerlich^wis jemand die von 
Ihnen erwaehnte Auslainft geben konnte, und ich finde nur eine 
Moeglichkeit(aber das ist natuerlich olosses ^aten und wuer- 
de keinesfalls die Leugnvmg des Besteheaj/eines County Clerk 
verstaendlich machen) «Notar ies public sind in den Vereinig- 
ten Staaten fast ueberall(so auch in Texas ) in keiner Vii'eise 
den europaeischen vergleichbar, sondern eine viel mindere 
i^tegorie, vielfach Winke laorhr eiber und ueberhaupt ein grober 
Unfug;sie erfreuen sich weder bei Anwaelten noch bei Bericht 
grosser Beliebtheit. Da es ueberaus le-*cht ist^not^^ry public 
zu werden, hab^n die meisten groesseren und auch viele klei- 
nere Firmen einen ihrer ^eamten als notary public, um gewisse 
Crebuehren zu e^spa^en.Tch koennfe* mir nun vorstellen, dass 
der County Clerk Schwierigkeiten bei der Identifizierung 
gemaess Art»6604 \rvB.olcit ,^%^/X'!^/^%Xj^fi^^^i^^i^ welche Bestimmung 
im allgemeinen prak|risch vollkommen vernachlaessigt wird 
und keineswegs Jenen Pormvorschrif ten unterliegt wie etwa" 
in Oesterreich;aber es mag gegebenenfalls ein Mittel sein^um 
Schwierigkeiten zu machen.Aber selbst dies erscheint mir wenig 
v;ahr scheinlich, da gemaess Art«5950 der County Clerk eine Liste 
aller notaries public besitzen und dem Publikum offenhalten 
muss und ueberdies jeder kuenftige notary public des Sprengeis 
vor der Bestellung vor dem County Clerk zu erscheinen hat 
(Art •5951). 

^ Wenn es sich um einen praktischen ^all handeln "und Ihr 
cJewaehrsmann noch immer *^chwierigkeiten haben sollte, koen- 
, nen Sie ihn an mich weisen und 'ich'werde ihn bei einem der 
^ zustaendigen J^eute hier einfuehren. 

Es war mii* ein wirkliches ^ergnuegen,eine Rechtsauskunft 
geben zu koenHen,und ich stehe Ihnen gerne zur ^erfuegung, 
aber die Sache war zu leicht. 

Herzliche ^ruesse Ihnen allen. 



Ihr sehr erp:ebener 




Dallas, Texas 
November 5, 1940 



Dear Mr.Unger, 



In addition to my letter of November 5 
I beg to inform you that I had yesterday a 
Clipper letter from my Viennese uncle,dated 
October 14,1940, in which he wrote: 

"Annle and husband also are well." 
without further words about them 



With kindest regards. 



Sincerely, 




M.Friedman 
34:67 Shem 
Universit 
DalIas,Tex 



[tHIS SIDE OFCARD IS FOR ADDRESS ] 




Mr.F.ünger 

Park Chambers 

68 West 58th Street 

New York,N.y. 



3437 Shenandoah Ave» 
Unlversity ?ark 
Dallas, Texas 
3 •November 1940 



Lieber Öerr Doktor, 
Liebe Frau Annie, 



wieder einmal ein''Bericht aus Texas'^^von dem ich Ihnen 
pflichtschuldig eine Kopie sende .Weiterver breitung und Hach4/ 
druck ist ausdruecklich gegtattet; insbesondere an ^^edlichs, 
mit K/ angefuegten besten Öruessen ixnd der Entschuldigung, dass 
die rueckstaendige Einrichtung meiner Kopiatur eine fierstellung 
von unbeschraenkt vielen Exemplaren noch nicht erlaubt« 

Haben Sib von oder bezueglich Raoul und Annie etwas ge- 
hoert? Direkt habe ich auch in der Zwischenzeit nichts erfahren. 
Indirekt habe ich noch knapp nach meiner Rueckkunft ni^h Dallas 
Nachricht von ihrem "so weit" Wolilbefinden gehabt, was Ihnen v/ohl 
Lucy weitergegeben hat (oder vielleicht ich selbst berichtet ha- 
be, ich v/eiss es wirklich nicht mehr)#Im uebrigen haben wir jetzt 
schon etwa 8 Wochen ueberhaupt keine ^ost aus Wien erhalten. 

Nachrichten 

Haben Sie "f^^i^^üi^ aus Europa etz.,aus Jugoslawien, 
von Dr.^erlinger,von Miss -"aussmann etz.? 

Ueber Lucy und ^eate kann ich Ihnen kaum etv/as berichten, 
wks SJe an Ort und Stelle nicht besser wuessten.Iucy hat mir Ihre 
^ruesse etz.bestelltt 

Mit Herrn und Frau Albrecht war ich zweimal beisammen, als 
die letztere Ende September fuer etv/a zv/ei Wochen in Dallas war. 
Sie ist wied»r nach Berkeley ziarueckgef ahren,wo sie studiert, je- 
doch nicht inskribiert ist;sie behaupte t,dss eine naehere Uni- 
versitaet nicht moeglich ist, weil man sie, als Deutsche, auch 
nicht als ausserordentliche Studentin (ohne Moeglichkeit,^ruefun- 
gen zu mache n)arbeiten lassen wuerde;das mag weih (und ist gut so); 
ich sehe bloss nicht ein, wozu sie ueberhaupt ^e ine Universitaets- 
bibliothek braucht, da sie anscheinend nur Zeitungen benoetigt;sie 
behauptet naemlich,an einer kuenftigen berliner '^Dissertation ueber 
"American columjiists" zu arbeiten; ich habe es unterlassen, die nahe- 
liegendste Frage zu stellen. Ob es nicht doch auch die ^^aehe von 
Mr.Wiedemann ist?^Aber schliesslich und endlich waere auch die tri- 
viale Erklaerung moeglich, dass sie Dallas-nicht voellig grundlos- 
hasst und mehr hasst als sie ihren Gatten liebt und dass Berkeley 
sicherlich ein irdisches aradies ist, wenn man von Dallas kommt. 

Gestern abends war ich, eigentlich das erstemal seit meiner 
Rueckkunft in Dallas (-ich habe wirklich sehr wenig freie Zeit-), 
mit dem Shepsiar Lehmkuhl beisammen. Ich bleibe bei meiner Meinung, 
dass sie ehrlich keine Nazi (und sicher keine Antisemiten)sind,aber 
ebensowenig aktive ^^azigegaer v/aeren. Insbesondere Frau Lehmkuhl 
hat doch grosse (wollte Gottibegruendete )Angst vor einer deutschen 
Niederlage und um die eigene Zukunft und die ihrer Angehoerigen. 
Man d rf im uebrigen einige psychologische Momente zu ihren Gun- 
sten nicht ueberaehen(so erfreulich als objektiver Stimmungsbaro- 
meter diese Dinge fuer unsereinen sind);es scheint, dass sich fast 
alle ihre amerikaniechen Freunde von ihnen zurueckgezogen haben. 



/ A*^«^C^AX4^ t^tt^ 



ju^A^i^^ , •i/ <^VjW/ ^juaJU. <^^ -^€4.^ ^^pL^ 



weil sie Deutsche sinc^seine Ziikunftsaus sichten unter diesem Ge- 
sichtspunkt moegen auch beeintraechtigt, sein, obgleich er selbst 
zugibt, däss er bisher wenig speziellen Nachteil aus diesem Grun- 
de auf geschaeftliahem ^ebiet gehabt hatjBremen wird haeufig 
bombardiert, eine Bombe zerstoerte ein Iiaus,zwei i^aeuser weit von 
jenem seiner Eltern,und die Briefe von dort scheinen wenig be- 
geistert zu sein. 

Alle anderen Baumwolleute habe ich nie wieder gesehen.An- 
gesichts meines Zeitmang'els mache ich auch gar keine versuche 
mehr, einen Kontakt aufrechtzuerhalten,der an sich fuer mich nicht 
anregend (und zweifellos auch fuer die andere ^eite voellig unin- 
teressant )ist und von dem ich mir keinerlei Foerderung erwarten 
kahn.^*^as ich von den ^euten weiss, ist daher alles indirekt« Ich 
glaube, bereits berichtet zu haben,dass Mr ^Stephen ^ahn aus der^^._^ 
Firma ausgetreten ist und sich derzeit bloss seiner Vermoegens- 
verv/altvmg widmettDie Firma Kahn soll sowohl im Inland-v/ie in den 
Resten des Auslandgesdhaeftes, sowohl in der vorigen wie in der 
heurigen Saigon^^eschaef te weit sogar ueber dem ueblichen Anteil 
am hiesigen ^aumwollgeschaeft gemacht haben« Irgendwelche unkom- 
merzielle bedenken stielen uebrigens geruechtweiae weder bei Vcmtvt. 
noch bei Hohenbergs eine Rolle, die angeblich beide-trotz Dementis- 
ziemlich stark am iHii4i^ vorjaehrigen Italien-und indirekten 
^eutschlandgeschaeft beteiligt gewesen sein sollen;sicher ist,dass 
laut Zeitungsnotizen Mr,Hober+-. ^^eyer und Mr.sidney Hohenberg oben- 
an waren, als es kuerzlich einen von Dallas Abschied nehmenden be- 
deutenden japanischen Baumwolleinkaeufer zu feiern galt.Die guten 
Erfolge v'on Kahn in der heurigen Saison sollen ziemlich ausnahms- 
weise SQlni^i^ /ifi)^^]^'^^./ '^yL/iM siö gehoereh zu den wenigen(oder 
sind vielleicht die einzigen ), die ihr ■Personal vermehrt haben, 
v/aehrend viele andere, insbesondere Mittelf irmen^ stark abbauen.^ar- 
unter Mr. Campdera, dessen vorjaehrigos sensationell gutes Span5-en- 
geschaeft heuer fast vollkommen unterbunden ist. Ein Es teve (vermut- 
lich Neffe von Mj^^Campdera ) besucht heuer das ^^^^%jj^jßj*-*^^* 
Law School;er soll aber keine -^euchte sein und hat/j^JK/jajs/, obwohl 
In den U.S.geboren, (mit der eigenen Spra^che tmd der jeni:2B n der Leh- 
rer und Kollegen )weit groessere sprachliche Schwierigkeiten als 
ich^Fitzenhagens haben sich ein (landesuebliches^einstoeckiges ) 
^aus in einem sehr guten V/ohnviertel gekauft. Und Graf Pio Grespi 
laesst sich,laut ^eitungsmeldungen,auf einem neuerwordenen Grund- 
besitz ein dreistoeckiges palastaehnliches Haus fuer $250,000 
bauen, als dessen besc?feere Sensationen ein grosser V/einkeller und 
^aeume fver seine Bildergallerie hervorgehoben werden sowie dass 
es "im Stil italienischer Renaiösanoe-Kathedralen" sei. 

Aus der ^eber Siedlung aach Ifeallfornien scheint vorderhand 
nichts geworden zu sein?V/elche Schulen wurden schliesslich ge- 
waehlt? 

Sehr herzliche ruesse Ihnen beiden und den Kindern, von 
denen eines nun wohl schon eine grosse J^ame ist, und allen gemein- 
samen Freunden, die Sie fuer "eligible" halten. 

Ihr 




Dalla.'?, Texas 
August lb,1940 

Dear Ilr.and llrs.Unger, 

Now it is very probable that I shail be in 
Nev/ York H/iti during the last weck of August. 

If vou are back in New York I should like to 
see you.Let me know -ii\^tL time would be convonient 
to you.Please ansv/er to the address: 

c/o Sobotka 

895 West Fnd Ave, 

Nev, York,N.Y. 

Kindest regards to you and your children. 

Sino^ly_ 
Maximm^^^^^id mann 



o4o7 Shei/i^ö^pj^ 
Universifcs» ^s^pSj 
Dallas, TeSas' ' n,/ 



[tHIS SIDE OFCARD IS FOR ADDRESS 




Ivjr.and IvIrs.F.Unger 
Park Chambei s 
68 West 58th 8trtet 
New York,N.Y. 



ö4o7 Shenandoah Ave 
University Pa;;k 
Pallas, Texas 
16. August 1340 



\p^ 



Liebe Frau Annie! 

Vielen Pank für Ihr«jn lieben Brief vom 12. d.M., den ich er- 
hielt unmittelbar nachdem ich Ihnen eine f^arte nach New York und an 
Machlup einen kurzen Brief freschrieben hatte, der vermutlich mit der- 
selben Post ankomiaen ^'drd.Ich meldete ihm die erfreuliche aufrechte 
Frledip;unp; meiner scholarship Erhöhung und in beiden Mitteilungen, 
dass ich einen ^^lift" nach Ne^^^ York gefunden habe und vor der Abfahrt 
stehe. 



Per Zeitpunkt meiner Rückfahrt von Ne'v Y ork h'-^'ngt natürlich 
nicht von mir ab. Nach al^em,was ich weiss, ist es so,dass ich am 1. 
Seprember bestimmt noch und am 4. September bestimmt nicht mehr in New 
York sein ■'^^erde. Wahr scheinlich werde ich am *?. September noch dort sein 
und v^•3hrsch^.inlich am o. September nicht mehr. Ich vrerde mich .ledesfalls 
vor meiner Abfahrt melden und auch Nachricht in P^rk Chambei s hinter- 
lassen. Hof i'entlich werde ich Sie noch sprechen können. Verlässliche 
Postadresse an uns nach Ne^" York ist stets: 

c/o H.Sobotka 
895 West Fnd Ave. 

BezÜFrlich Frau Schlesin^f.r ist ein kl^iines Missverst"ndnis 
unterlauf cn. Ich kenne ihr^. Adres'e und Briefe ii'^i unsererseits sind 
nicht zurückeekomrnen.Ich wollte bloss wissen, ob Sie etv;as über die 
Leute wissen, da -ohne irgendeine mir bekannte oder auch nur denkbare 
Ursache-seit vielen Monaten keine Antwort gekom ..en ist. 

Pougier,von dem allerdings nun schon vdeder die letzte Nach- 
richt et'va einen i^onat zurück ü ist, hat selbst über Miss Haussmann ge- 
schrieben. Schon lange hatte ich Sie ^-egen Szepesys fragen wollen und 
bin froh,dass es ihnen "so weit" gut geht. Von Mises und Herlinger 
vrusste ich indirt^kt. 

Fs freut mich auch sehr, da ss Sie sich in Californien so wohl 
fühlen, als dies derzeit überhaupt möglich ist.Soferne es Sie interös- 
siertrFrau Anneliese .Albrecht, von der ich soeben einen Brief erhielt, 
ist in: ?5oO Ridge Road,Berkeley,Calif . 

Herzlichste Grüsse Ihnen beiden und Machlups, 

Ihr ergebener 




3437 Rhenandoah Ave. 
Univers ity Park 
.naliatijT'exas 
Tel. 5-9222 
27. Juli 1940 



Lieber Herr Toktor! 
Liebe Frau Annie! 



Zunächst: entschuldigen ^ie die Form des Xuvertsjaber da ich 
eines an TTachlup bereit* vorbereitet und frankiert hatte,v;ollte ich 
es"ausnützen".Und y/iederum: zugleich nütze ich die Gelegenheit aus und 
blt^-6 Sie. ihm mündlich reinen v-iederholten Dank auszudrücken; ich er- 
hielt einSn'sehr netten und verst:--ndnisvollen Brief von Riesman;ich 
lege die Kopie meines gleichzeitigen Briefes an Riesman fvr lachlup 
bei, woraus der ganze derzeitige Stand der Sache emchtlich ist. 

Vielen Danlc für Ihrtn ausführlichen und auf rchlussreichen 

Me meisten ?!euigkeiten waren wirklich neu für mich. Ich v.-usste 
bloss von Redlich, aber nichts von "intz und Schueller.Am selben Tag 
hatte ich einen Brief von rr.Wiener,d.:.r sich ar.scheinend in sehr er- 
f^Pinifher "'eise vorw^rtsarbeitet.. letzt v.xrde ich doch allm.nhlich 
rinSrw rtigkef?slefühle acquirieren MZ/m^'^Bs mir .allerding.immer 
cchier f"lt) oder mich zumindest fragen nUs.en,ob ich nicht dorj 
h^tte in New York bleiben oder nicht v.-enigstens im paradiesischen 
^e^ttle mich h'-'-ne sesshaft m.acren sollen.Fin gev.'is-er zeitgem-sf^er 
Fatelismus und'die sommerliche Temperatur bewahren mich drvor,mir 
allzuviele Gedanken d-rüber zu rächen. 

rie Temperatur ist übrigens noch" imir^er se^r gem.Mssigt für Te- 
ras.^nr' haben überhaupt noch nicht lOQO gehabt.T'ein rTJIiges Leben und 
die luftgekühlte Bibliothek sind ausgezeichnete Gegenmatt-l. 

Ich v-ürde mich natürlich sehr freuen, Sie in ^^V^^., 2^^^„3\nr 
York zu sehen Ich T.'eiss -enig von den BaumTrolleuten (bin überhaupt n-ur 
!sonde?blrgenug-mit Lehmkuhl und Albrecht in Kontakt ),glaube aber, 
dass sie auch letzt alle hier sind, aber im August natürlich noch 
v,'ahr"cheinlicher. 

Ich v.nirde r«:ht gerne nach Wey York f^^^?;^?-^-^?^,^' ?/^"C^^J°^''- 
von verschiedenen Umstanden a^,die "i^ht^^sschliesslich in meinei 
ü^cht stehen.rs würde im übrigen erst ^"^^e August s.in und J^J vjrde 
ledesfalls ?Titte August noch in Pallas sein. Für alle F?lle ha^€ icn 
am Briefkopf auch meine hiesige Telefonnummer angegeben. 

Von(und von ^^esuchern über)Lucy und Beate habe i^^^l^i^^^^^^J^., 
ri^irchaus befritdircnde Nachrichten, wonach es viel -«rb^it gibt, es ihnen 
körpei-nch seS gut geht und BeateW meine Nichte)sich in jeder 
Hinsicht gut entwickeln. 

Tov, v.-.tfp kürzlich eine Flugpostkarte von meinem V'icner Onkel, 
. ^.r. I?,ifSliSt^"JnnieSnd Gatte befinden sich wolauf'.-agegen 
'?b' ec La in Men'seit der Inv.sion keinerlei Nachrichten von und 
§ber meinSrBrüsseler Onkel.rie Nachzieht ist vom 9. Juli. 



sen. 

Peit der Invssin Hollands habe ich keine Post aur Au^jtralien, 
die bis dahin besor.ders gut funktioniert hatte, und keine aus der 
Czechei und aus der Slowakei. Sonst haben wir eigentlich keine rt.gfti- 
inHssi^en Postfreunde mehr' in ^^ittel-und Osteuropa. 



Von Froehlich hatte ich kürzlich einen Brief aus Chicago, ^lem 
ich zu meinem ^^^iss^ergnügen entnehme, dass er dort mehrere rrzte regen 
einer-nicht schlir.nen-Fagensache konsultiert. 

*tber Europa können und wollen wir nicht sprechen. Eine etv/as 
beunruhigende Erscheinung, wo man sie nicht erwartet hatte, ist die 
ziemlich einmütig berichtete ntellungnahme von Bullitt zur jetzigen 
Lage in Frankreich. 

In Texas sind heute die-allein wichtigen-primaries der demo- 
kratischen Part4i für die lokalen 7:ahlen,ras mncht viel LMrm in den 



Herzlichste Grüsse Ihnen b« iden;ich bitte, solche auch an TTach- 
lups weiterzugeben. 

Ihr ergebener 



^?^ 



< 



c/o American Express Co. 
1509 Main Street 
Dallas, Texas 
S.Juni 1940 



Lieber Herr Doktor! 
Liebe Frau Anniel 

Nach längerer Zeit schicke ich wieder einmal einen '^Bericht- 
brief "an ]\,Tintzens Mi^ und glaube, auch Ihnen eine Kopie einsenden zu 
sollen. Da dieser Brief ziemlich ausführlich ist und ich Ihnen über- 
dies erst kürzlich schrieb, wüsste ich wirklich nichts anzufügen. 

Soferne ich nicht noch in einer Nachschrift in dem Brief an 
mntzens meine neue Adresse bekanntgeben sollte, bitte ich, vorläufig 
die obenangegebene zu benützen. 

Selbstverständlich sind Sie nicht bloss ermächtigt, sondern 
gebeten, den Brief auch anderen Interessenten zu zeigen, insbesondere 
Redleys,^j^ für die ich keine Kopie erübrigen konnte. 

Sehr herzliche Grüsse Ihnen beiden und den Kindern. 



Ihr ergebener 



i/o Ancrlcan Express Co, 
1609 IDaln Street 
Dalias^Texes 
6. Juni 1940 



Liebe Mlntz ns| 



EiÄLntUch sollte dieser Brief ausschliesslich an die Sekre- 
tärin Frau Ilse gerichtet werden.da die gcsaaitt Last der Korrespondenz auf 
sie abgewälzt Ist.Daher zualn est besonderen Denk Ihr für den netten und 
,,-4*.n.v,Si4^v,oy, Tiri«f vom fi Aarll 19404Dlesmal hat meine Antwort auf sich 
S?te?iisÄS IbefJJlbteiäge tätliche Entschuldigung- n dafür .Vor 
Se^ iim?h in den üei Monaten Zwischenzeit einiges in Europa .reignet, 
^ist^rklich unfassbar,äa:.s vor zwei Monaten doch noch nicht einmal die 
ÜHHUiU Invasion von Norwegen begannen hatte,und w.s dem alles gefolgt 
iot.ii^^ilp qehlacht.die eben erst begom.en hat und vielleicht wieder in 
mi^4hSel?rJSuSber 5S? sein und die allerletzte idlltärische E3it- 
SheiS gebracht haben wSd.Es i- 1 so unsagbar grauenh.uft.Aber,eigentlich 
habe Acht ich Euch d rüber zu berichten. Ich kann mir sehr woia ausmalen, 
äe d^fstiäun^ in New York i, t.ünd ich bin mehr in der Stellung eines 
I^eldauer Dalllsiten,c:er 1UH Euch die provinzielle Not.,abei nicht Welt- 
gf^schehen b« izu ti llen hat. 

Zunächst t Ich habe noch immer keinen «Jobw^obyrohl nicht nur 
citine Bemühungen ununterb uchen Bind,sonde-n auch äiejenlg<n anderer Ltutej 
SJes wSfS zSmJndest versichertjin er Zwischenzeit bin ich wohl allen 
^iner SaBiolung noch fehlenden Honoratioren einschliessUch des fUlirenden 
Sankdlr^ktoirlorgestellt worden.Ich bin in P«ll|s b^f^^^*^^' ^^^Jf ^| ^Jt^ 
in Wien w r.Ieh bin Sachverständiger für Euxopa,Politik,Krieg,Kunbt und ver- 
wandte Gesprächsstoffe.Abeneln ärineender bedarf für meine Arbeitskraft 
SrslchJSch nicht ei^.steUt,wobe! nur die f f^JJ^^f "/5if«^5f^'|S^' 
die eine Theorie ist, da. s es eben sehr schwer ist,lür einen FreBfle/en,i5erui, 
Alter etzVdie andere Theorie ist.dass man eben für mich etwas Besonderes 
finden i;;ie7ich vertrete rückhaltlos die er te Theorie ^dw^re nachgera- 
de schon recht froh,wenn sich eine mit/iU <!^'?^^s"°i^^*„J^^**^^'f" 1* 
lung für mich ergeben würde.Pas Son erbarc. und viulleicht schon Bornierte 
irLiner Auffassung der Situation ist im übrigen noch iminer,d is ich recht 
Siran tat,hieherzuglhen,unä d. : s es hier doch noch in. er leichter sein wirt 
als andtrswo oder gar im Osten. 

Denn imaerhintbekan t sind wir hier Jetzt schon. (Ich kann 
nlfht verhehlen. da SS ein gut Teil davon Lucys Verdienst ist | aber ein Teil 
S'S^illieräi ai?';!lnJ°K5nto,denn 1.^. Ui «uss zu -^f jjjf ^Jj^^t,!;^^^"' 
*ass ich in Dallas geselliger bin,als ich es 3« in Wien. Paris oder Wew 
York varies geschah nicht freiwillig, iondern ist hier eine gesells^^tll- 
cS Vo?ii^i|k!lt.)Ueber die StruktSi der '^^^^^^^Jf ^\öesellschafts^^.ise 
hAb« Ich Ihnen. Klaube ich, schon in meinem ersten Brief bbrichtet|es hat 
slcS l'rin^?£ts geHlideri.Nach wie vor ist uns der weitaus li^J^Jj^ff |^. 
derjenige der Unlversit-^tsprofe soren und .as sonst mit «i^^, "n^X^i-vi^oh 
samieSingt. Besonders Dean Potts der I^' ^chool, ein kluger und wirklich 

gütiger 4nsch,ist von einer geradezu rührenden ^iJ-^s^^J^i^^^^^J^'^^i^^^*^ 

lind es,in verscMedenen Graden,£Usaa^ki2L ^^^-^^^^ «Ji* f "JLSr^sSn* 
Law SchooKwo wir mit allen Professoren sul' gutem -esuchsfus. standeiUsonft 
^Jn S vSS der f^anzösischenCnatlirlich Lucys Po«äne)unu ^^^^^^f'^? Abtei- 
lung und was wir sonst noch k. nnen.Aber nicht nur die Proiessür.n sind so 
netttb^lsoLlsweise die Sekret rln der Law School und ihr Gatte.ein '^It^i®' 
se^or lÄeology S hool,dle Sekref^rln des Presidenten und andere ind 
SiSlich reizendlDieser &eis ist nicht ausnahmslos tolendend,aber er ist 
Sef auch »icht intellektuell übersp^^^^^^^ und in der J^^elrlSoSeÄ Ef^^'^"- 



ler DSrchschnltt.Aus3ardea,wie ich schon seinerzeit hervorgehoben 



)e,ist 



-fi- 
es so erqixlokend.hler in einer so 100^ Anti-^Nazl'-»AtBOsph' re zu lebejQj sogar 
die, ehr nette* jüngst acqulrlerke Frau eines Law-Proftssors.von Irischer 
Abkunft und Kit zahlreichen Verwandten In der repubUUcani cnen Araee Ist 
schon halb Ubei zeugt j sie war im Übrigen stets mild Antl^-rNazi^aber^natür-* 
lich^noch weit mehr c ntl-brltlsch,Dtr Antlsemltlsiirus ist Yermitlich auch 
in Texas g^wachsentzuaincl st behaupten das die hiesigen Judenjaber fühlbar 
ist die Bewegung hier nicht und die Bewegung übt^rsteigt hier nicht jenes 
^mi Maass^d s sie in Österreich In den 70er Jahren(ist k^in . chreibfehlLTl) 
des vorigen JahrhuxKüerts hatte. Ich bin ndr im klaren/tais nicht in allen 
'J^'elltn der Union dasselbe gilt, Ferner gibt es noch eine Prcmr* nkolonle und 
überdl s sogar echte Dallasitcn.Und überall haben wir \insere Freunde ♦Natür- 
lich auch in der Aliiance Fran9cilse^iri welcher es aber mangels verfügbarer 
Exemplöie fast keine Franzosen gibt» 

Luc,/ hat-ln niehreren -chulen und 1 der Alllance Franeaise-- 
mehr als ein hallDes Dutzend Ansprachen über p'rankre-ich und französische 
Dinge einschliesslich Krieg gehalt njdiese Dinge waren allerdings (mit 
A\isnahme dtr Aliiance Fran9aise) unbezahlt^ aber sie bllc en Fäden an der 
Webt eines ameilkanischen*bc.ckground»* Neben ihrer Klasse an der Univer- 
sität hat Lucy im letzten Monat auch eine Klas; e an der Hockaday School 
(elntr f^XifLtTiX^>%^Xi(i}i'iiXfi Prlvataädh nschule^über die ich wohl schon 
eine Bemerkung im letzten Brief gi macht liabe) unterrichtet und hat recht 
viele i^chhllfestunden gehabt. Das war al erdingi durchaus im Zusaiuaen- 
hang Alt den Endprüfungen imd es stehen die Chancen für Privatst\in< en 
hier Im Hgtmelnen recht schlecht, Es waren auch finanziell wenig glän- 
zende ßedlngungen(sogar mit den Maasstäben des Südens gerne ssen)^Aber alles 
zu ammen hat doch etv^s ausgeaach und v/ar hocherwünscht. Dei Erfolg Lucys 
war ansehnlich. Leider sind ihre Aussichten für den herbst weder an der 
Unlverslt-t noch an der Hocka-^'ay School günstig, (in high schools koennte 
Sit als Nicht-Staatsbürgerin nicht unt. rkomn^en und s sind auch dort keine 
ireien Stellen.) Es hängt d s vor allem jd^/ damit zusammen^d' ss die der-. 
zeltl en Professoren, die durchwegs sehr nett zu Lucy wareto,aus verschie- 
denen Gründen selbst nicht allzu i st in iiiien r:texlungo sitzen.: s ist 
anzunehmen.dass Lucy Jedesfal^s einige Privati tuiid^n £n Dallas linden 
würdtjab. r^v'le schon erwähnt, der Boden hiefür ist recht ungünstlg|es w'-lren 
schon genügend zahlungskräftige Leute vorhanden. aber d^s Bestreben. über 
die lUiÄittelbaren Schulerfordernisse hinaus Privatunt rricht erteilen zu 
la senilst ausserordentlich gering. Nun^wlr müssen eben auf den herbst warn- 
ten und hoffen. Jedesfalls kann sich Lucy nun schon überall darauf berufen^ 
döss sie In grossen Lettern uiid mit allen Würden auf Seit- 25 des Bulletin 
of S.M.U.^Catalogue 1940-1941,als Mitglied d^i. Lehrkörpers angeführt ist. 

In der zweiten Hälfte Mmi hatte ich die Endpiilfiingen,di€ nun 
gut vorbeigegangen sind. In Taxation h'?.ttt ich blosc 76,abei. da waren alle 
i^ott^n r cht minder. In Contracts und in Dornt stlc ^^lattons (und vermutlich 
in Tarts,wo die Nott.n noch nicht publiziert sind) v-ar ich der beste mit 
I^^ichschnitttn über 90« B- sondere Sensation waren die Domtstic Relations^ 
da der b trellende Professor überhaupt noch nie Inen 9ßer gegeben hatte. 
Fr Ist ein Original und hat mich besonders ins herz ge: chlos en|ich muss 
anrieh/aen^dass das mitgespielt hat. Er ist ein alttr herr^kein Spltzenju- 
rist-abei einer der besten Kenner der Geschichte von Texas und ein grosser 
Büchernarr (so haben wir uns gtfunc^ei^Er Ist t,ln ganz echter Southerner^ln 
der S.Generation Ai.ierlkaner^ln der vierten Texaner.Bei Frörterung der 
«mlscegenatlon« (Mischehe, die in Texa.s zwischen Weissen und i^egern verboten 
und als technisches ^erbrechen strafbar Ist) Iriat er es tief und sehr ener- 
gisch bedauert, d SS das texanische Gesetz so milde ist und schon die Ehe 
mit Leut' n g. stattet, die 1/8 Negerblut haben|d:.s Au-serste,was er wider- 
streb, nd konzedieren würde, wäre lA^Sstel und selbstverirtändlich müssten 
dieselben Bestlmiirung^n für Ehen mit Mexikanern gelten. Diese Einstellung 
hindert ihn nicht. ein überzeugter Anti-Nazi / und nicht nur k^in Antisemit, 
sondern einer der solidester ^hilosemitcn zu sein, die mir je begegnet rincj 



-4- 

er Ist ehrlich daron durchdrung n.dass Jeder einzelne Jude,äer durch die 
Jetzigen Ereignisse nach den Vereinigten Staaten kOBUit^ein Gewinn für das 
Land ist t es ist vollkommen hrlich g meint vind ich bin für ihn wohl -er 
einzik'fc Anwendung fall, dta t.r bisher gefunden hat»Ich werde selbstvtrständ- 
lich auch die Sommer schule bt suchen xind koennte annehÄtn^die Studien iB 
SoBuner 1941 zu betnden.weiin ich niht eine Stellung bekomme ocer wenn nicht 
-was leider wahrscheinlicher ir t-aiidere Ereignis. e da«wis^hentr<-ttn. 

Mein Miltpgsposttn en der Gericht sbibliothek lä\ift weit r ixnd 
ist sehr angenehm und b quemCabgesehen von der notwendigen Strassenb hn- 
fahrt hin und zurück), Ich nahe ausserdem durch das Komniittee,dui ch welches 
Ehrenzweig und andere refugei scholarships bekommen naben,feinen Zuschuss er- 
halten.sodass m»in Studium auf bv scheicenster Basis halbwegs gtsich^rt ist, 
zumal meine Deutsch-Stunde unentwegt w.itfrrläult, allerdings tnöe Juni mit 
dei' Prüfung (und sichtrem Erfolg)de.s Schülers enden wir:;. 

Da für Lucy hier im Somuiei kti eilel Ciiancen w re.4,wirr sie 
heut (-es ist nun schoii der 7,Juni-)nach Itew York zurückfahren. Sie wird 
▼on einer Französisch-Lehrerln an der nockar^ay 8chuol,die nach Massachusetts 
heimf-ihrt.im Auto mitgenomoen,umso erwünschter für Lucy, da sie da.s Auto dir 
Eisenbahn vorzieht, Sie werden langsam fahren un> sich zumindest in Wash- 
ington aufhalten, Lucy wird ungefähr am 15, Juni in New York sein un< so wer- 
<>m die New Yorker statt einer geschriebenen eine mtlndliche ^itung üoer 
Dallas,Texas und den grossen Südwesten besitzen.Lucy wird allerding nicht 
sehr lanse in Uew York sein,sond«rn aller Voraus icht nach mit Beate ab 1. 
Juli in Trude Frankl's Somniercanip am Sund in Westchester County,etwas wel- 
ter als Larchmont,Bei dieser Gelegenheit mache ich sogleich gebülir. nde Pro- 
paganda für dieses Somiuerlager,in welchem neuange^tommene und amerikanische 
Kinder zwischen 4 und 12 Jaiirtn uefl idealen Sommei auf enti^lt find n können 
fAusktlnfte bei Trude Frankl,HoterAnderson,102 West 80th Stre^t.Ntw York,N. 
Y ).Das sollt Ihr natürlich in alx>.n interessierten :^eisen wtxt rgeoen und 
das gilt natürlich in gleicher Weise für alle and ren Briefkopienempfanger, 
(Ich hoffe, Mint zens haben nichts dagfcgen,ö ss ich es mir nun schon zur Ge- 
wohnl-^eit iuache,die an sie adressierten Berichte zu Vcrticlialtlgen und an- 
deren Freunden zu stnden,auf dass Aufklärung über Texas in den v<eit;;esten 
Kreisen verbreitet wer^de.) Also,bltte,Propaganda für Trude Frankl's bomm^^r- 
lager I 

Über Beate haben wir von vers hiedenen beiti n in jeder Hin» 
icht erfreviliche Berichte, Das i:.t ein LllS^tbllck. 



s 




lg' n 



Wir 



Tfcxancr sagen,das£ nur Landfremde und Nar.en Voraussai 
übe' d s Wetter in Texas machen,das ntir Extreme zu kcniien scheint, 
habei- heuer das Glück nicht nur eines ungewöhnlich kalten Winters, soncern 
auch eines aussergewöhnlich kühlen Frühlings gehab! , sodass bis vor z^ei, 
drei Tagen -von durchaus vereinzelten Hitzetagen abgesehen- erträgliche 
(europäische Juni-und Juli-)Teii^eraturen geherrscht haben und die Nachte 
kühler waren.Es gab auch ziemlich viel hegtn(c Hrunt.r stun< tnlance Gewitter 
zu allen Tageszeiten,weit stärker als ■ uropäische im Hochgebirge juna so 
war ein sehr sohines grünes und bltoenieiches lYühJahr. Jedesfalls habe ich 
nun schon mindest 1 1/2 Monate hinter mir, die in anderen Jalo-en schon un- 
ertr?! glich heiss sind und hevmr durchaus tolerabel waren, Ich hoj.le,c)ass eie 
Vorau:.sage eines selbst für texenische Verh-ltnlsse ungewölrmlich h issen 
Somuiers nach der obenzitierten üedensart ebenfalls nicht zutreiben na. 



Wie ich schon öittrs hervorgehoben hibt und wie Ihi' aus Jede» 
detaillierten Dr.Gailup poll sehen könnt, ist der Süden und Texas d rin 
schon stets weit mehr anti-nazi und relativ inteiventionistisch gewesen als 
alle and. ren Gegenden der Union. Natürlich hat die Invasion von FxOl^and unc 
Belgien aucj. hier dieselben Wirkungen gehabt wie im Rest des Lanres.Unfl 
hier ist sogar die Majorität der Studenten nicht «gegen den Krieg um Jeden 



Prels"#Wle im ganzen Lande gutgemeinte und teilweise nicht unberechtigte 
AlctiTit t gegen «cubverslvt Tendenzen<»(d. s klingt so r.chön alt-^st rrei#k 
chischLllan ist sich im übrigen im kl ren,das: in einem wirklichen Ernst- 
fall€i.den man nicht mehr für so ausgeschlossen hält wie vor einem Monat, 
Texas ver Beut lieh der erste Kriegsschauplatz s^in w^jrde,da eine Invasion 
wohl von Mexico aus unter nominen und sich aus militärischen (Terrain), Wirt- 
schaft liehen (der reichste Staat an Natiir schätzen und mehr Erdöl als sogar 
Deutschland benötigt) und politischen Grtlnden(der Weg nach rtm Mittelwesten 
\ind Osten) in dieser Richtung bewegen wurde^Trotz des endlichen i ewusst- 
«?elns der militärischen Schw*^che(rntrlistung ist tben leider ktin Ersatz 
für Rüstung^ n) sine die Texaner natürlich gut n Mutes^in Erinnerung ihrer 
FrelhtAsk'impfe vor m^ hr als hundert Ja^iren^Aber all d s hlndtrt nicht|^dass 
noch iinm r der Wcihlmon t November im Mittelpuni^t des Interesses steht. Es 
ist dabei sogr^r weniger die nationale Wahlzelle dieses Intere- se in Anspruch 
nimmttöenn es int im soliden Süden übe haupt kein Gegenstand ernsthafter 
Dlskussion^dc SS demokratisch gewählt wird (trotz einem ^^esuch von Tom 
Dewey in Dal as und seinem verlocke nlen-aller ding s einzigen-Argumentj^dasg 
seine Frau In Oklahoma gebogen \UJd durch vi.le Jahre- in Texas erzogen wur- 
de) und df SS einmütig le Anweisung- n der Convention werden befolgt werde^) 
bei der Staats-C<invention^dle vor wenigen Tagen stattgefund n hat^lst es 
keineswegs zur angekündigten Versöhnung zwischen Garnerltmn und Roosevelt- 
Anhängern, sondern vielmehr äü ganz wüsten Szenen gekommen|wie nicht anr'ers 
zu f rwartefl(dö die politische ^^echine natürlich in der iiand der Freunde 
Garnems ist), sind die von MayttP Maury Maverick von vSan Antonio gefühlten 
lOO^lgen Ne Dealer in einei verschwindenden Minderheit geblieben und die 
Delegation bekam Garner-Imtruktionenjes i t dies aber bloss^um das Gesicht 
zu .ahrenies Ist nicht liur anzunc.hmen,d ss Roosevelt eine persönliche Ma«- 
jorltät unter dtn Texas-Wählern haben wUrde^sondern auch sehr wahrschein* 
lich^d; SS unter c n gegebenen Umständen keinerlei chwierigkeiten von selten 
Garners zu erwarten slnd|man t^rwartet auch hier mit Sicherheit die I^omlnie- 
rung von Roosevelt odtr d s von hoosevelt namhaft gemachten Kandidaten und 
wird d( mentL^precii nd wäiaen, wiewohl kein texanischer Kandidat für d.n Präsl- 
dcntenpo-^ten vorhanden ist und selbst die Kandidaturen von Garner oder Jesse 
Jone^ für d^n Vizeprnsldentenporten eher schwach sind, Viel mehr Diskussion 
gibt es über die lokalen ahleUpiiliyif^X/ die sich n türlich c lie innerhalb der 
dtmokratisciien Partei abspielen und wobei es in der Regel zahlreiche Kandi- 
daturen gibt, Für den Governorposten ungefähr 10;dle Chancen sine unklar^eine 
Stichwahl ahrscheinlich und kl:r 1 t nur^da .> kein Kandidat (einschliesslich 
des derzeitigen P-^jteninhabers)für den Posten qualifiziert ist. Noch weit 
heir-sere Kän^fe werden teilw ise um lokale Po-ten(Richter^Sherllf ttz.) ge- 
fühlt. 

Mein üruder^Lucys Vater und Schwester sind unver'^'ndert in Wien. 
Von Lucys Bruder aus Chili kamen gute -»achricLti n.. r hct b<.reits eine stelle 
in seinem Fach (Kiekt roin^eni^iir), die ncCh w^nlgtr als Mon tsfrist aus einer 
i^rovisori sehen zu eln-r definitivem wurde|er ist in einer Kupfermine^eine 
Autostunde Won Santiago^insbesondere auch beneidenswert wegen d. r au ser- 
ordentlichen Naturschöni.eittn.die : ich dort im Gegensatz Zu Texas finden. 
Im Laufe d.r letzten Monate sind doch noch ziemlich viele Leute in ]\ie^\ York 
angekommen; ich erwähne in besondere Dr^Hugo Knoepimacher unc^ Frau Lia(Leszky 
Swarowsky).ohne zu wliisen^ob IIj: sie kennt. Wir dürften wohl ungeiähr mit 
d nselben Freunden in d n Vereinigten Staaten in Verbindung stehen. Aus Aus- 
tralien habe ich regelmässige Nachrlchten;wirtschaftlich ist die Situation 
für llnwanderer derjenigen in den Vereinigten Staaten ziemlich Hhnlich^stlmr- 
mungsmässlg scheint sie schon seit längerer Zeit noch chlechter gewesen zu 
sein. In den letzten Monaten fiinktioni<^-rte eigentlich sowohl gewöhnliche wie 
Luftpost ziemli h gut und rasch, sowohl aus West-wie aus Mitteleuropa. Nach- 
richt en.dle nach dem 10. Mal datiert sind, hatten wir bisher allerdings nur 
Luftpost aus Frankreich^wo natürlich eine migeheure pannung herr.scht.Die 
Nachrichten vorher waren r- cht gut. Von meinem Freund Riesenl^eld^der in Eng- 
land i t^habe ich seit vielen Vonattn keine Waci rieht rweis^ jemand etwas? 
Vom Baron Popper (ehemaliger Je.rlt/.a-Gatte)hatte Icn einen Brief ausgerech- 



•.f] 



>»► 



n. t vom 3.Mal,ln dem er schlldert,wle ruhig eigentlich Jetzt d&s Lebtn in 
London lst,Dle/i Briefe aus Wien, Prag und aus dtr Slowakei erwecken «in 
**^?^L!;^? Eindruck,als ob die Gestapo et«. Momentan so sehr anderweltl«? be- 
schäftigt ist una die Leutt dort schon so unlnt ressant geworden sind,dc=ss 
-natürlich nur für den /ugenbllck-eine gewi.sse Lockt^rung d,r BelMstigungen 
eingetreten zu sein scheintider inttr «uss besonders hart gewesen sein 
und Lebensmittel in Österreich und in Böhm, n recht knapp.aber in reduzier- 
tem Maasse anscheinend doch noch irgendwie vorhanden,si.lbst für die Rasse- 



^ -,• ^ ^^" T/irklich greifbar r Erfolg von Dallas ist die Verbesserung 
der englischen Sprache. Besond rs Lucy hat gro: se Fortschritte gemachtihof- 

s ixtift/ftHii in New York nicht wieder v. rloren 



festlich geht d; 



^ w. , yiflen Dank für die Auskünfte bezw.HatschlMge betrtifs dt^r 
Gesetzbücher j ich habe mltt erweile ABGB und ZPO liebenswürdigerweise von 
Fürth b' kommen, 

( ^. i, fi^f der Zeitschrift der Vereinigung Juristischer Bibliothekare 
^7^'^ TT'^^ ^Tr^ es hier-} r,ah lch,d. ss im vergangenen Jahr. Lenhoff Mt- 
glled dieser Vöreinlgung geworden i iEt;t.r wird als Bibliothekar an der 
üniversitit ßufialo angeführt. Ich hatte gedacht, ds: er d rt , ine Professur 

\ . ^ I^i^ Zeitungen sind hier (-wiederumt er solide rüden-)schon stets 
anti-nazi Rcwi^sen, wenngleich mehr oder weni^ej' anti-Roostrvelt.Seit ckn 
neues ttn Ereignissen spricht eine c'er drei grosren Zeitungen nur mthr von 
aen^liuns" und die beiden anderen in der Regel von «Gerznan horces«* 

iM.^.o«M u?^ nuntwes gibt . r für xtuigkeittn in Nev Ycxk und im lause 
KlntzTMe gtht es Kuch^Dt szt nientin,Aszenrenttn und Seitenvcrwendten und 
verschwägurten?Fs ist für mich k.ine Frage^d^ss Sie.Maximilien.ait Glanz 
fertig; geworaen sind. Was nun?Kanii ich irgendwie mit Inform^ tion^ n oder 



pui' 



ana ren Dingen behilflich stinTDas irt mtürlich nicht einnifl c±, .^^ 
einer Holfnung^ ondern bloss ein Antrag von Hilf sbf reit schaft^Ks ist rchon 
so,aass lüan manchmal anderen berser helfen kan? alr: sich selbst»Und c^ie 
Verhältnisse sind im Südwesten doch noch besser als im Osten. Ich bin selir 
stolz^weil icn meinem ersten i^ii% nach Dallas gekominenen.mu.r von New York 
aus empfohlenen Imlgranten-Prot^g^ in weniger als drei Wochen ein Tätig- 
keitsfeld verschaffen könnt e,d.'s ihm bereits eine bt scheide ne;l Leb nshal-* 
tung sichert. Allerdingst er ist Chemlkt^r und kuin gewesener Anwalt. Aber 
Imiüerhlnifür Leut» Äit»rlchtlgenWBerufen mögen hier Chancen sein und ich 
bin natürlich gerne bereit, für Kuch oder andcre^dle wirftlieh empfehlenswert 

^^ Ki'^T. ^^"^^"^ scnad^t natürlich cer ganzen liirsige;n Idli sbereitschaft-), 
iuein Möglichstes zu tun^ 

Seiir herzliche Grür.se Euch beiden und d.n Kinr- rn. 

Ilir 



Nachschrift t. :Wer weiss etwas betreffs (über or^ r^^ruf '•)Ht rrn Daniel Stern- 

bergT(81ehe beiliegendes Blatt), Jede Information willkommen, 

^^""n^twfi.F-^ 8. Junii soeben hingelangt jbitte^ci^ neuen Adressen zu 
noxiiereni ; meine i Lucys i 



^437 8henanuüah Ave, 
Unlverslty Park 
Dallas, Texas 



Hutcl Anderson 

102 West 80th Street 

New York^N.Y, 



7.Juni JL>K) 



Ijieber Hü^r DokU)r, 



Besten Dctnk fu er- den Brl«f vom 
3« Kac/i desöÄiJ iärir^l"'; hatCe ich den BeisucU 
eines Collegen dur Fri^iußianas von der B«nk| 
der mii'si-gi^ Mi voii ^ ian we.^gei^eiet ist und 
»ir Gruesee aisrionten sollte« Er heieat 
Wllhe-LHi Bex-^iei c/ o Ccn^^rev^fc ouee^ 50 le^t 
Slxty Fl£tli Street, 1 ew "(otk, H^Bmrg^r be- 
riaiitetJ mir> daö'^s Fi^iaiimanat auf Ihr USA 
VI dum w^'ten v^oxlm unu Koiacn Zwiachenauf- 
ent»hait aastreoen woJ.ieiu Die ^chiffakartea 
wii^l otan lAnen yon axer aaa te Borgen muesseni 
well de- Veif i eber di;^ Cuxt'iB,:,eaelnrie apgeb» 
liüh luoht ÄHlir gehXr« 

Wir noff en bald Frau Lucy hier 
begrueeeen zw koennon und uhl mit ihr mxB^ 
egprechen ssu koennon« 

Kit h^r^.liclien Qfiieeeen 

Inr ergebener 



f 




DALLAS COUNTY LAW LIBRARY 



MMsoic^wsäüfimäixa^ 



320 COURTHOUSE 
DALLAS, TEXAS 

3. Juni 1940 



Lieber Herr Doktor, 

Herzlichen Dank fuer Ihren Brief vom 29.v*M» 

Selen Sie vollkommen unbesorgt, dass ich Ihnen alles, was fuer 
äd,B04 Welt erb ehandlung der Angelegenheit Raoul-Annle durch Sie von 
Wesenheit sein konnte, stets sogleich welttogegeben habe.Ich hatte bloss 
gedacht, das s Ihnen (und zwar nicht In einem Briefe von mir an Sie, son- 
dern In einem solchen meiner Frau an Frau Annle) Mlttell\ing ueber die 
zwei erwaehnten Dinge gemacht worden war; Ich war bloss nicht sicher, 
ob Ich den Brief von Erich Stern an die erwaehnte New Yorker Tante oder 
an Sie weitergegeben hatte «Damit sie vollkommen klare Information er- 
halten (obwohl sie fuer die Sache selbst nicht ^ von Wichtigkeit ls>^, 
teile ich noch folgendes mit» , 

Sie werden sich vielleicht noch erinnern, dass der Herr In 
Jenem ^^ Italienischen Relsebuero(das Sie ersuchten.dlrekt mit Raoul 
und Annle in Verbindung zu treten) Grruenwajd hless^Dleser Herr Gruen- 
wald hat schon in Wien irgendwie bei Trude Frankl mitgearbeitet und ist 
glaublich im April 1940 nach New York gekommen,wo er wiederum bei Trude 
Frankl taetlg ist, sodass etwa erforderliche ergaenzende Information 
bei ihm eingeholt werden kann;er hat in uebrigen mitgeteilt, dass /p^/ 
er Jetzt keinerlei Ingerenz auf die dortigen Angelegenheiten habe und 
man zweckmaessigerweise mit Italien korrespondieren solle «Als dieser 
Herr Gruenwald noch in Italien war imd Ihren Brief erhielt (ich kann 
momentan nicht konstatieren, wann das war, aber all das muss Jedesfalls 
zwischen Jaenner und Maerz gespielt haben, die Nachrichten hlerueber 
sind allerdingÄ auch uns wesentlich spaeter zugekommen), suchte er sich 
mit Wien in Verbindung zu setzen, erhielt Jedoch aus Wien keine Antwort« 
Daraufhin setzte er sich mit seiner noch in Wien befindlichen Schwie- 
germutter (oder Mutter?) in Verbindung \uid diese aeltere Dame suchte 
die Friedmanns auf ;sie sprach Jedesfalls persoenlich mit Raoul und 
Annle (oder mit einem von ihnen beiden, das erinnere ich mich nicht mehr 
genau) und erhielt die ausdrueckliche Auskunft, dass sle(Priedmanns )der- 
zelt ^ noch auf eine andere ^besser konvenierende Sache warten«Was fuer 
eine Sache dies sei, wurde nicht gesagt «Fr iedmanns hatten und erhielten 
die italienische Adresse mit der Auf forder\mg, sich im Bedarfsfall In 
Verbindung zu setzen, was anscheinend nicht geschehen ist»Ztmilndest ha- 
ben wir von keiner Seite darueber etwas gebeert # 

TJngefaehr im Dezember 1939 kam Tante ^la direkt aus Wien nach 
New York#Sle ist eine Kusine meiner Mutter, frueh verwitwet, Schwester 
jener Tante Hedwig (Sobotka) in New York, von der Sie vielleicht Irgendwie 
gehoert haben; ihr Sohn ist Dr «Stephan Raditz,den Frau Annle vermutlich 
von der TJnlversitaet her kennen duerfte,eln an sich schwerer Fall, noch 
verschaerft dadurch, dass der Arme a&s Erwachsener von Klnderlaehmung 
befallen wurde und ^^^ gewisse leichtere Folgeerscheinungen dauernd ge- 
blieben sind; er musste zur selben Zelt nach Shanghai, da er auf die unga- 
rische (seine Mutter auf die deutsche) Quote fiel»Zur Zelt der Ankunft 




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320 COURTHOUSE 
DALLAS. TEXAS 

X)Qe)6»0ÜG()ü»flXXX)£^^ 2, Blatt 

Tante ^las In New York war Lucy noch dort und sah sie elnlgemale «Tante 
Mela war (zumindest damals noch)ganz In der Mentalitaet der soeben aus Wien 
Gekommenen, die meinen, dass es nur der Traegheit und Saumsal der glmecklich 
In Amerika Befindlichen und offenbar Versorgten zuzuschreiben sei,dass l(iX0)\ 

«ucJ^llen Wienern bereits laengst herausgeholfen wurde «Das gab sie auch Lucy 
^ (fuer diese selbst und fuer mich) in Bezug auf Raotil zu verstehen(um Miss- 
vers taendnisse zu vermeiden :ueber die Lauterkeit und Selbstlosigkeit dieser 
alten Dame, die schon seit vielen Jahren vielerlei TJnglueck zu erdulden hat%- 
te^ bestehen ebensowenig Zweifel wie ueber ihre Uninformierthelt )»Lucy gab 
ihr einige Aufklaertingen,die wir dann noch brieflich von Dallas aus er« 
gaenzten« Unter anderem informierte ich Tante ^ela,dass einas der Hinder- 
nisse (wenn auch sicherlich nicht das einzige) darin bestehe, da ss wir seit 

Monaten keine brieflichen Mitteilungen aus Wien erhalten und absolut nicht 
wissen, was fuer Bemuehungen Raotil^ und Annle selbst unternehmen und was 
fuer eine Eventualitaet sie zu waehlen wuenschen wuer den, insoweit ueber- 
haupt von einer Wahl die Rede sein kann,also auch kurz, ob sie jede noch so 
schlechte Eventualitaet, die vielleilht gefunden wuerde, akzeptieren wuerden, 
um nur aus Wien herauszukommen, etwas was den wesentlichen InhaltJfmBiner 
Briefe an Annle (ich habe sie ausnahmslos an diese und nicht an Raoul adres- 
siert, da sich die Korresponden« auf dieser Basis entwickelt hatte )bildete« 
TJngefaehr im April teilte mir ntm Taute Mela mlt,dass auch sie auf einen 
Brief (oder mehrere )von Raoul keine Antwort erhalten haette;sie habe deshalb 
einen Brief dtirch eine dritte noch in Wien befindliche Schwester direkt 
Raoul uebergeben lassen, sodass ueber den Empfang dieses Brief es, der ihr 
von ihrer Schwester aus Wien bestaetlgt wurde, kein Zweifel bestehen koenne; 
trotzdem habe sie von Raoul keine Antwort bekommen«ünd ich kann mit Sicher- 
heit annehmen, dass dies auch in der Zwischenzeit nicht der i'all war, da Tan- 
te Mela mir sicherlich sogleich geschrieben haette;lch hatte auch in der 
Zwischenzeit einen einmaligen Briefwechsel mit lhr#Gerade zu Jener Zelt, 
als dieser Brief Tante ^elas hier eintraf , erhielt ich den in meinem vorigen 
^lef erwaehnten Brief von Erich Stern(wer das ist, stand ebenfalls in melnei 
letzten Brief an Sle)«Diesen Brief habe ich also offenbar an Tante ^ela ein« 
gesendet jer war im uebrlgen voellig Inhaltslos, besagte bloss, dass der damali 
noch in Wien befindliche Bruder Er Ichs, Paul, zuweilen mit Raotil spreche und 
dieser letztere so gern von Wien wegmoechte und keine Nachrichten habe(un«» 
gefaehr in diesem Sinne, ueber haupt nichts Konkretes, ich glaube. ueberhi|upt 
nur dte erster e Bemerkung) «Ich schrieb damals na^uerlich sogleich auch an 
Erich und dass er sich mit Raoul direkt oder ueber seinen Bruder Paul in 
Wien in Verbindung setzen und eine deutliche Mitteilung Raouls veranlassen 
solle«Das ist seitens Erich auch zweifellos geschehen, wenn er meinen ^lef 
erhalten hat, der mir allerdings nicht bestaetlgt wurde, was ich aber eigent- 
lich auch gar nicht erwartet hatte« 

Wean ich alle jS Einzeltatsachen z«8ammentue,so scheint es mir 
klar, dass Raoul und Annle eine ueber das uebllche(und durchaus verstaend- 
llche) Maass hinausgehende Phobie vor jeder wie Immer gearteten schriftliche: 
Aeusserung haben, was den Fall natuerllch noch erschwert, selbst wenn man 
eine prompte Loesung parat haette« 

Ich stimme im uebrlgen mit Ihrer Einstellung zu der Sache voll«* 




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320 COURTHOUSE 
DALLAS, TEXAS 



iM2ß0S^m3^MM3W^iMX£^ 



3#Blatt 



kommen ueberein.Es ist natuerllch schrecklich, dass sie noch nicht draus« 
sen sind« Andererseits ist derzeit eine gewisse Ruhepause in Wien«Es ist 
nur eine Pause, da rueber sind wir uns im klaren^Aber das Bild hat sich 0ti 
doch insoferne grundlegend geaendert,dass wir nicht wissen^ob es nicht 
ueberall nur eine ^ause ist»Wenn man denkt^dass noch eine volle Woche bis 
zur Vollendung }^ibli4$i /%^%%%/ / / eines Monats nach der Invasion Hollands 
fehlt### 

Ich glaube, das s es sindlos ist^ueber diese Dinge zu schreiben« Ich 
bin in einem gewissen Sinne froh^üicht in New York zu sein^Ich gebe das 
ehrlich zu#Und helfen und aendern koennte ich Ja doch nichts, auch nicht ^ 
in ^ew York, 

Selbstvers t aendlich antworte ich an Paul Stern \ind lege Ihre 
Briefkopie zur Weiter leitung wunschgemaess bei« 

Wenn Sie nach dem Westen fahren solltenrwerden Sie da ueber Dal- 
las kommen?Es ist im Sommer zweifellos nicht die angenehmste Route, abo? 
Sie koennten Äich in allen ^auacwollzentren umsehen» 

Meine Frau hat eine Gelegenheit, Ende dieser Woche in einem Auto 
naÄh New York mitgenommen zu werden#Sie wird ungefaehr am 15«d«M«in New 
York yO^iijf sein und im Hotel Anderson(wenn auch vielleicht nicht wohHen,so 
doch Jedesf alls )erreichbar sein» 

Sonst nichts eues« 



Sehr herzliche ^ruesse ^hnen allen« 



Ihr ergebener 






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F.U. 



29 •Mai 1940 



Lieber Herr Dr. | 



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Anbei die Karte Herrn Sterne retour. Dank fuer den 
Brief vom 21. Die ganze Sache ist mir ein Buch mit sieben Siegein 
und wird mir nach Lesen Ihres Briefs noch unklarer. Von dmv Existenz 
Herrn Stern* ß erfahre ich heute zum erstenmal (also mueeeen Sie 
die von ihm uebermittelte Nachricht Ihres Herrn Bnaders v/ohl nicht 
mir, sondern Ihrer Nev/ Yorker Tante geschickt haben) , ich kenn 
mim aber aucii nicht erinnei-n, von Ihnen eine Nachricht ueber "ein 
Gespraecn mit einem Abgesandten dee Ital. Heieebuereaus" erhalten 
ÄU haben. Auch von meiner Schv/ester habe ich ueber Friedraanns nur 
gaxiz bpaerliche Andeutungen gehabt, die nur besagten, dass sie nach 
v;aöhriiig uebereiedelt seien. Ich v/eiss daher gar nidi ts und bin 
mir ni(h t im Klaren gewesen, was ich Annie F. antworten soll. Ich 
habe ilii' nun lt. beiliegender Kopie an die auf der Karte genannte 
Vi/iener Adresae geochiieben und bitte Sie vielleicht die Kopie Herrn 
Stern zur V^eiterleitung zu schicken. 

Etwas Ander-es kann man wohl kaum tun. Im gegenwaerti- 
gen Moment sieht es allerdings so aus, als ob sie 

a) uebernaupt keine Mooglichkeit haetten, von Wien 
wegzukommen 

b) andrerseits in V/ien, wo sie noch ihre Pensionen 
beziehen, nodi immer besser dran sind, als wenn sie z.B. nahezu 
mittellos nach San Domingo kommen, sogar besser als wenn sie unter 
gleichen ümstaenden nach Kew York kaemen. 

Ich glaube, es bleibt Jetzt nichts mehr uebrig als zu- 
zusehen und zu hpffen. 

In den uebrigen Belangen des V.'eltgeschehens braucht 
man derzeit eine sem* kraeftlje Dosis Hoffnung sfreudL ^jkeit und Gott- 
vertrauen, um nicht ganz zu verzweifeln. Die Serie der Fehler der 
Alliierten uebersteigt leiaer zumindest meine Erwartungen. 

Bei uns nichts Neues. Eigentlich wollten wir ueber 
Sommer nacn dem V/esten fahren. Bei d-m gegenwaertigen Verhaeltnis- 
s^n kann ich mich aber zu gar nichts antr>chliessen. Gibts bei Ihnen 
nichts Neues ? Herzliche Gruesse Ihnen Beiden 

Ihr ergebener 



1 1'^ 









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\ 



5821 Ilillcrest Ave. 
üniversity Park 
Dallas, Texas 
27. Mai 1940 



Lieber Herr Doktor I 



<> 



Verzeihen Sie,wenn dieser Brief sehr kurz ist und sich nur 
mit der Sache Raoul und Annie beschäftigt .Ich will eine solche Mit- 
teilung nie auf schieben, weil man nie wissen kann, welche/ Verzögerung 
wesentlich ist. Nebst allem Entsetzlichen, was sich ereignet (-man kann 
nur hoffen und bangen; leider ist viel mehr Anlass zu letzterem-), 
bin ich zeitlich ausserordentlich durch meine Prüfungen in Anspruch 
genommen, die ich ,1edesfalls mache, so sinnlos einem das alles vor- 
kommt ;aber es wnre genau so sinnlos, sie nicht zu machen. Ich hatte 
vorige Woche, ich habe laufende Woche, heute abends, morgen etz. Prü- 
fungen. Ich werde hoffentlich n^^'chste Woche etwas mehr Zeit haben 
und dann auch an Euch schreiben. 

Ich kann n\ir immer wiederholen: völlig unbegreiflicherweise 
habe ich von Annie und Raoul seit Juni 1939 überhaupt keine Nach- 
richt. Nach dem Prozentsatz, der sonst für "Brief wchwund" gilt, ist es 
wohl ausgeschlossen,dass Ich gar keinen Brief erhalten hätte,wenn, 
sagen wir, 3 oder 4 im Laufe dieser Monate an mich geschrieben wor- 
den wären.Ich habe seit Kriegsausbruch weit über 10 Briefe (kürzere 
und längere) direkt in die Mohrengasse geschrieben, ausserdem einige 
briefliche und mündliche Mitteilungen über meinen Schwiegervater 
und andere Vermittlungsstellen zukommen lassen. Lucy hat Ihnen ja 
vor einiger Zeit geschrieben, dass wir über verschiedene Stellen 
Nachricht hatten, dass Raoul Briefe, die über andere gingen, in Wien 
eingehändigt wurden und dass mit ihm gesprochen wurde, sodass kein 
Zweifel darüber sein kann,dass ihn Mitteilungen erreichten,wobei 
in jeder einzelnen Mitteilung stets die Aufforderung enthalten war, 
uns Mitteilung zukommen zu lassen, ob sie wünschen,dass von hier (von 
Ihnen)aus etwas wegen Visa unternommen werden soll, ob sie mit 
einem Visxim in jedes beliebige Land einverstanden sind etz. Keine 
Antwort . 

Ich hatte in den letzten Wochen oft schon die allerschwär|e- 
sten Gedanken über das Schicksal der Wiener (-obgleich es grptesker- 
weise für den Augenblick besser ist als dasjenige aller jener,die 
das Glück hatten, nach West-oder Nordeuropa zu kommen!-). Die Nach- 
richten, die wir Jüngst und vor allem heute erhielten^ gtbtiitoir wohl 
die Sicherheit, da SS Raoul und Annie "so weif'unbehelligt sind, macht 
es mir allerdings noch unverständlicher, dass keine direkten Nach- 
richten und keine klaren Anweisungen kommen. 

Wir hatten vorige Woche einen Lxiftpostbrief meines Schwieger- 
vaters (vom 7. und 9. Mai;, wonach er einen mit Flugpost an ihn einge- 
sandten Brief ordnungsmMssig an Raoul abgeliefert hat. Heute kam 
ein Luftpostbrief (vom 11. Mai) von einer Klientin und Bekannten aus 
der Slotak*t,die sich während der letzten Jahre stets rührend hills- 
bereit gezeigt hat und seit Anfang dieses Äahres Lebensmittelpakete 
nach Wien schickt ,was-trotz ziemlichen Schwierigkeiten-manchmal 
legal möglich ist;und ^die Pakete kommen sogar regelmässig an. Wir 
baten damals, solche Pakete an Ifeinen Schwiegervater und an Annie zu 
senden,was auch ge-chehen ist. Die Dame schreibt mir nun, dass sie 
von meinem Schwiegervater (den sie ebensowenig persönlich kennt wie 



meinen Bruder) stets nette Dankesbriefe bekommt, während aus der 
Mohrengasse keinerlei Bestätigung kam; sie rückfragte deshalb bei 
meinem Schwiegervater, um zu wissen, ob die Pakete in der Mohrengasse 
ankamen. Mein Schwiegervater ging hin, sprach anscheinend sowohl mit 
Annie und Raoul(den er zufällig a\if der Gasse traf, was in dem 
Jargon, der aus Mitteleuropa gebräuchlich ist, vermutlich heissen 
soi)l,dass wir nicht besorgt sein sollen und dass er in Freiheit ist) 
und erhielt die Bestätigung, dasr> die beiden Pakete angekommen seien. 

Das Wichtigste aber-und der unmittelbare Anlass 
meines Schreibens-ist die beiliegende Karte, die-mit gewöhnlicher 
Post, also r4cht rasch-ebenfalls heute hier einlangt e.Paml Stern ist 
ein Kusin meiner Mutter wie sein Bruder Erich Stern. Die beiden haben 
ein Gold-und Silberwarengeschäft (Massenartikel) und haben seit jeher 
(schon vor dem ersten Weltkrieg) viel in Serbien gearbeitet. Frich 
war zur Zeit des'' Anschlusses" in Belgrad ;Paul ist es, wie ich sehe, 
erst jetzt gelungen, nach Jugoslawien zu kommen. (Über Paul Stern kam 
mir übrigens, wie ich mich soeben erinnere, schon vor einiger Zeit 
eine Nachricht betreffs Raoul zu, die ich entweder Ihnen oder einer 
New Yorker Tante einsandte.) Ich gebe diese Karte Ihnen weiter; ich 
weiss nicht mehr, als was darin steht. Man soll also jetzt an Annie 
\ind Raoul, ohne Ihren Namen auf dem Kuvert zu erwähnen, an 

C.O.^!üller,Wien 110. .Eckpergasse 19 
schreiben; sie ziehen im übrigen Post über Ungarn (was offenbar für 
Sie gilt) oder Jugoslawien (was ich tun werde) vor und bitten \im 
Luftpost (was Sie ja ohnedies stets tun und auch ich,wenn es sich 
um dringende Nachrichten handelt) .Die Mitteilungen betreffs Visa- 
wünsche sind allerdings noch immer reichlich unklar: sie il^]fi. lassen 
keine Mitteilung betreffs Affidavit machen, auch nicht, ob sie um 
jeden Preis und in jedes beliebige Land wollen(was vor verhältnis- 
mässig kurzer Zeit noch nicht der Fall war, wie Sie aus der Ihnen 
weitergegebenen Nachricht über ein Gespräch mit einer Abgesandten 
des italienischen Reisebüros erfuhren). Ich glaube, dass besagtes 
Reisebüro ordnungsmässige Visa von Konsulaten innerhalb Deutsch- 
lands verschaffen wollte, bin darüber allerdings keineswegs genau 
informiert ;das werden Sie an Hand Ihrer Korrespondenz feststellen 
können. 

Weiss Gott. ob nicht alle uhsere Bemühungen vergebii 
lieh sein werden und ji ob sie unter den gegebenen Verhältnissen 
überhaupt sinnvoll sind. Aber d«»über darf man nicht nachdenken. 

'. Sehr herzliche Grüsse Ihnen, Frau Annie, den Kindern 
und allen gemeinsamen Freunden in New York. 



Ihr ergebener 




F.U. 



29. Mal 1940. 



Liebe Aimlei 



ÜAChdem Ich monatelang von Dir kein Lebenszeichen ge- 
habt hattet kommt mir Jetzt via Marcel» bezw. einen entfernten Ver- 
wandten Raculs, Herrn Paul St. eine Nachricht zu, die Ich nicht ganz 
verstehe. Danach wird scheinbar angenommen, dase Ich Visa besorge. 
Wenn diese Annahme bestuende» waere dies ein rechtes Malheur, da 
ich gar nicäits veranlasst habe, vielmehr gedacht habe, dass bei der 
komplizierten Lage des Falles Alles weit besser von drueben gemacht 
werden koennte. Meine Mitwirkung sollte sich auf die Finanzierung 
der Sache im erforderlichen Ausmass beschraenken, wobei ich Ja eine 
bestimmte Qrenze bereif licherwelse setzte musste (1.200 $ fuer Al- 
les und aus allen (Jiellen). Ich habe Dir dtoch geschrieben (am 27* l^), 
dass Du Dich an das Mailaender Reisebuereau Socleta Ttalo Orientale, 
Via Torino 47, wenden solltest, denen gegenueber ich mich verpflich- 
tete, fuer die Kosten, soweit sie nicht von Wien aus aufgebracht wer- 
den, aufzukommen. Das Buereau hat Dir lt. mir vorliegender Kopie 
gleichfalls am 27.Maerz geschrieben, ich verstehe nicht recht, dass 
Ihr mir die ganze Zeit ueber kein Lebenszeichen gegeben habt, weder 
direkt (sonstige Post aus Wien hat mich Ja dodi erreicht) noch ueber 
Liese. Anscheinend habt Ihr Euch auch mit dem Buereau nicht in Ver- 
bindung gesetzt, denn ich habe auch von dieser Seite ni<h ts mehr äs- 
hoert. • 

Heute ist das Alles wohl gegenstandslos geworden. Denn 
eine Ausreise ueber Italien ist nach Einstellung der Ital. Schiffahrt 
und angesichts des Ipohl unmittelbar bevorstehenden Eintritts Italiens 
in den Krieg wenig wahrscheinlich. Ausserdem sehe ich kaum eine Ein- 
reisemoegllchkeit, ausser nach Shanghai, das man uebÄr Russland und 
Sibirien erreichen koennte. San Domingo ist in letzter Zelt in ein- 
zelnen Faellen gegangen, wenngleich fraglich ob fuer nicht mehr so 
Junge Menschen vmenschenswert. 

Es tut mir vom Herzen leid, dass Ich Dir nichts Guen- 
stigeres schreiben kann, aber meines Erachtens haette die Tatsache 
der finanziellen Hilfe Euch die Moeglichkelt bieten sollen, das 
Probl«n zu loesen. Ich verstehe die ganze Sache nicnt, offenbar sind 
ungxuecklicherwelse gerade in Euerm Fall verschiedene Briefe verloren 
gegangen. 

Ich habe Dir Mitte Maerz von Europa aus ein liebensmittel- 
paket geschickt. Habt Ihr das bekommen ? 

Schreibe mir Jedenfalls per Airmali, die hoffentlich noch 
eine Weile funktionieren wird. Mit besten Wuenschen und herzlichem 
Qruss an Dich und Deinen Qatten 

Dein 






Lucy fd^c^dhA^N 



DALLAS. TEX. 



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I.April 1940. 



Hiebe Frau Lucyi 

Ich danke Ihnen und Dr. Marceii besten« fuer die 
Briefe vom 29. Ich habe sofort dsm Komi* im gevmenschten 
Sinne gescnrieben » ich Ixaet^e nie mit dem /oneterdamer Ko- 
mi t« zu tun /ehabt und kenne keine P^ardiie Herzka (was ja 
ist ), ee lauesse ein Missverstaendni s vorliegen. 

Ich fuerchte aber, es liegt kein Kissversttend- 
ni8 vo^ und der hiebige Joint hat auf Ihre Mitteilungen hin, 
nach Aiasterdam u.A. gecabelt, dass ich bereit sei, eine 
Haftung au uebemehmen. Auf Grund dieser Zusage (vielleicht 
«uch üer teilweisen Deckung durca Markzahlunc) hat das 
Ani6terdazn>sr Komit* den Betrag sofort zur Verfuegung gestellt, 
wofuer es im ^^achhinein die schriftl. Haftunt; einholen will. 



saizuneiimeii, ^iass cüe Herrscnafvin den /ja auf meine Antwort 
hin abl«fc{^n we. den. Aber jedenfalls te^^en v^ar ^eit, die 
Dinge an uns herankomme.n zu lassen. Y^enn ich Weiteres ver- 
nehme, werde ich Sie jeaenf«llp unterrichtet matem 

Hier Ist seit eini'-^en Tagen endlich waerraereö 
Wotte-». aber von Fn.iehiint^ natuerlich noch keine Rede* Im 
Landender Gegensaetze fehlt auch der Mittelstand der Jahres- 
zajten und Beringt die Natur gleich von Winter in den Tropen- 
soT.nier* Von hier niiits ji^r^vatehnenswertes, vor Allem leider 
nichtB besonders Erfreuliches ^u berichten. Von .\nnie Fried- 
niann fehlt jede Tachricht. 

Herzliche Grut^sse Ilmen Beiden 

Ihr ergebener 




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58P1 Filierest ;^ve. 
iTniversity Park 
Dallas, Teyas 
?9.^rnrz 1940 



Lieber Herr Do'rctor! 

■ther rJie Tatsachen in r^er /^nrelef^enheit Herzka schreibt ^ucy 
un^ ich möchte nur noch einige Zeilen betreffs Stellungnahme unri Stf^nril 
punkt anfügen. 

Der Brief von -ien Te^-dsh \"omen hat uns damals wirklich ziem- 
lich auf^eree^t.Ich bemerkte erst einige Ta^e sp'>ter,riass es ein f^ut ge- 
mr-^chtes Formular in Maschinschrift mit hineinf^etippten i^amen ^-ar;das 
hat uns riann wesentlich beruhirt .Obwohl Lucy sofort «ffrinf^lichst schrieb 
unri anfragte unr» nach etwa 10 Taften rlrin,^lichst um irgendeine .Antv/ort 
ersucht€,vmrde überhaupt nicht ^beantwortet . 

Von einer rechtlichen Verpflichtung könnte schon deshalb 
>ceine Rede sein, weil iede Garantieverpflichtung (suretyship) hierzu- 
lande der Schriftforra bedarf (Statmte of Frauds) .T^ber auch von dieser 
formalen "^rwä.eun^ ftbp:esehen,, erlaube ich,dass der von Lucy geschilderte 
»Sachverhalt weder eine rechtliche noch auch eine"moralische" Ver- 
pflichtung? f^eschaffen hat, 

Fs ist natürlich kein Wort darüber zu verlieren, dass man 
alles h'itte tun müssen, um die Ausreise zu ermöglichen (und ich brauche 
doch wohl nicht erst zu betonen, dass jede Verpflichtung Lucys Ihnen 
pe^enüber f^enau so eine solche meinerseits schafft, ohne .1ede Rücksicht 
auf formale Gesichtspunkte) . Aber wenn das ^<:omitee sich damals zur rasehe 
sehen (und notwendifren) Hilfe entschlossen hat, dann sehe ich darin 
nichts so Ausserpewöhnliches.vSchliesslich ist das heute der Hauptzweck 
und im konkreten Falle war nicht der f^erinf^ste Missorauch;es v^ar ein 
legitimer Zweck und zweifellose Bedürftigkeit. Ba ich ein Komitee aus 
der Mhe (betreffs Finnahmen-und Ausgabenseite)zu beobachten r;elep:enheit 
habe,p:laube ich unseren Standpunkt völlipt ^ereci tf ertigt . 

Im übrigen f^laube ich, dass Sie-vollkomnen wahrheitsgemäss- 
bei dem bleiben können, was Sie zuerst schriebenrdass Sie Friedrich und 
Bertha Herzka überhaupt nicht keni-^en. 



keiten. 



Wie schon Lucy schrieb, pibt es hier keine besonderen Neuig- 

Sehr herzliche Grüsse Ihnen, I^rau Annie und den Cindern. 

Ihr erftebener 






DALLAS. TEXAS 



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April 1, 1940 



New York üaction of thu 
NaUonal Council of J^jwish Wom^^a 
165 West 46t.a Street, New York* 



In reply tc yo».ir letter of !to^ch £:7th I wiBh 
to refer tc n^ l^ttor of Marcli 5oa to h>'e>. 
Jeeelscn* 

I never >i.<.ve l^-sen iu t^-uca f;it ^ trie Coinrr»itt«e 
In .\iri£5t^rr?sür. v/hich j-ou Oxenticn nor Oo I know 
fenv fa^diy Her2ka* Therefore, in 12^ belief 
tli^re iTUEt te zotm iuii^unaerst*nuiri4^ Änd you 
cußht tc get ir tcucli ^;^itJh scr.ebody alse# 

SlncareljT y urs 



28«lfa6r2; 1940 



Liebe Frau Lucyi 



Ich erhalte vom Service for Foreign Born des 
national SMlOOlf Council of Jewish Women zum zwedtenmal 

die Aufforderung mich mit ihnen wegen "Friedrich und Bertha 
Herzka" in Verbindung zu setzen. Ich sollte sie anrufen, 
da einige Punkte mit mir zu besprechen seian» Gezeichnet 
ist der Brief Hermine Jeselson« 

Wir haben beim ersten Brief angenommen, dass 
ein MiBverstaendnis vorliegen muesse, und in dies«n Sinne 
geantwortet. Nun faellt uns ein, dass es sich um Ihren H. 
Bruaer handeln koenne. Ist diese Annahme riditig ? 

In diesem Fall bitte icn um Information ueber 
den Sachverhalt, damit ich keine Fehler begehe. leh wollte 
Ja urspmienglich eine Haftung uebex*nehmen, dann aber haben 
Sie mich wissen lassen, dass die Haftung nieht mehr gebraucht 
wird. Haben Sie vielleicht diese Haftung dem Koait« angebo- 
ten ? Sonst koennte ich mir ja die Anfragen nicht erklaeren. 

Bitte um sofortige Antwort, weil das Komit* 
wahrscheinlich in ein paar Tagen urgieren wird. 

Mit herzlichen Gruessan an Sie und Marcel 

Ihr sehr ergebener 



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New York, i6#llftarz 1940 



Liebe Frau Lucy, 



Ich schicke Ihnen den Durchschlag eines Briefs 
an einen engliochen Freund, der in aehnlicher Mission 
wie Prof. Rougier letzten Somraer in USA war. Ich habe 
gedacht, dass vielleicht die eine oder andere Beobach- 
tung auch Herrn Prof. Rougier interessieren koennte. 
Sie werden am besten beurteilen koennen, ob das der 
Fall ist, und werden mir daher, wenn Sie gegen die 
Weiterleitung der Abschrift sind, sie mir zurueckschicken* 
Ich bin wirklich cinigerroassen nervoes ueber die Yer- 
aenderung der amerikanischen Einstellung zum Krieg und 
weiss nicht, ob man sich davon drueben genug Rechen- 
schaft gibt. 

Dr. V/alther Loebl soll aus dem Konzentrations- 
lager entlassen sein, aber nicht Frankreich verlassen 
koennen. Ifaeheres liabe ich noch nicht *^rfahren, weiss 
daher noch nicht, ob Prof. Rougier mit der Freilassung 
zu tun hatte. 

Fuer Iij?en Schwager sind mir 200 $ ueberwiesen 
worden, die ich zum üebrigen tue. Das Mailaender Reise- 
buereau liat air einen lieben swxierd.-^gen Brief geschickt 
und geschrieben, dasö sie Paraguaj^ Visa verschaffen koen- 
nen, Kosten mit Ueberfahrt 810 $ fuer ein Fi^iepaar. Leider 
haben sie dagegen ansclieinend unterlassen, sich ent^re- 
chend meineti Ersuchen direkt mit Fri^dmanns in Verbin- 
dung zu setzen. Ich hebe daher dl ese Bitte mit per Rex 
abgegangenem Brief viederholt. 

Herzliche Gruesse Ihnen Beiden 

Ihr ergebe» r 



DALLAS. TEXAS 



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5821 iilllcrest Ave. 
üniversity Park 
Dallas, Texas 
24 »Februar 1J40 



Liebt MintZ( nsl 

Es ii>t eine Kleine Vti sp tiing^wemi ich trst heute d.n Brief 
▼oa lO.Jäiiner beantworte , aber ciie I^rklärung und tiitschulcigung weraet Ihr 
sogleich sehen. Dafür bekoiLmt Ihx aber Hf'^i wieder einen schön ausführli- 
chen Bericht, en ich sogar v- rvielf^iitlge^da i^ich in den letzten Wochen 
ein Berg von B-rief schulden aufgestapelt hat(dei einzige Berg auf mehrere 
hundert i«u ilen weit laid breit in Texas und das einzige, was sich bei uns 
stapelt). 

Ich i^aim die iOLausur sehr wolril würdigen und es ist klar, das s 
mich Briefe von aer «Sekcret rin** genau so freuen wie vo»«Chef »'.Ich glaube 
im übrigen(ohne diese schwierige Frage, in de auch noch Interstate Kecht 
hineinspii.lt, befriedlgenä lösen zu können), drss ich nach texanischem necht 
mir cu n antwortenden Ehegatten gar nicJit auhw'hlen kann, de hier eine auf 
gpanis hes Recht Zc^rückgehend weitreichende eheliche Gütergeraeins» haft 
herrscht. 



Wie i t ' s bei den Prüflingen gegcng^n?Und da vSie mit diesem 
Theiiia den Brief einl^ i ^n und Fragen dazu stelxen,wili auch ich-SchulKin- 
^^.r unter sich-damit beginxien.Die Prüfung n nier sina ficneilici. un Itieh 
leicht, r c.lo in Jt^-v/ York;daraber besteht Kein Zweifel. Abex gar so leicht 
waren sie wicderuia aucii nicht ;und für unsereinen eine hauptschwierigkeit 
i.st doch,dasi5 die Zeit so auLseronientlich Knap bemest^en wlid.Ich habe 
ziemiivh gut abgeschnittcni in Actions(als bcst€r)mit 35, in üse of Law 
Books(als Vierter)mit do,in Propeity(al£ Zweitor)mit b4;in Torts (quizjö4) 
und Contracts(quiz: j£ als Zwcit.r)fini n ie Prüfungen erst am Inu. et;s 
zweiten Semesters st.tt;eine ofrizielxe tClassifi Vierung lindet im ersten 
Semester nicht stL.tt,aber vorlvul^ig aabe ich (in ue; ten Gesaii.tdurchsclrinitt . 
ImiLt i'hin sind 9 oder 10 vun oen ungef 'hr oO freshmen nicht durchgeKO.-inen 
(habtn nicht ö5 gemacht). 

Alle Professoren(ich habe im zweiten r.em. ster mit eine .'aus- 
nahmt lauter neue)\nid Studenten sind einfach reizend mir gegenübei ;man 
r^ann virklich kein anderes Wort finden. Mein Studium w^;.rce nurmalex weise 
o Jahrv. in d^y school oo^r 4 Jaiire in evening school drufc!rn;eine gewisse 
Abkürzung kann auch i^-cular d.^rch Inskribieren in aen tomi/eikursen e.fol- 
gen.lclihabe oie Präge der credits absichtlich bei Beginn nicht geicgelt; 

oei dem au : sei ordentlichen Wohlwollen des ^an mir gegenüber w rde ich 
vielleicht sogar nacix einem Jalir den dtgree erhalten können. Ta. hrltte aber 
meiner Ansicht nach keinen binii,weil/ man nicht genug Itmen iiann; dagegen 
hoffe ich,dass ich im Juni 1 )4l(in day, school)oaLr in Feber odex Juni 1J42 
(in evening school)fertigwerden unc glich mit r n mich interessierenden 
F^ichein besch ftigt haben kann. De dean lässt mir vollKomiuen freie Wahl 
der Fächer (ohne Rücksicht auf obligat oder nicht und ohne Rücksicht auf 
die normalt. Reihenfolge). Wenn ich eine|l Stellung bekome^ werde ich a\ii 
dle(wt sentlich primitiTere)evening school umsatteln. Ich habe meine Mei- 
nung geändert une wiil,weni. möglich, das btudium nicht ganz aufgeben. Ich 
halte es hii r-trotz d n unendlichen Schwierigki iten-nicht für ganz aus- 
sichtslos. Vorsichtshalber will ich mich vor allem mit Gebieten besch^'fti- 
gen,die federal und tatutory sind;ich hab( J« tzt mit taxation begonn n. 

Wenn ich schrieb(und, daran festhc:lte),dĻs ( ie Wirtschafts- 
•ussichten von Texa. nach wie vox gJnstig sind, so bedeutet das leider 
noch keineswegs, dass ^oua diese» Aspekt ohneweiters auf dit Ehegatten 



•2* 
Frifadmann übeitragen Kann, Dar Ist ein andt;r€s vapitil.Is Biag sein(und ein 
gewisser Wahrscheinllchiceitsfaktor spricht dafür), dasi. ich d. b Job naher 
bin als vor einigen Monaten;abei konicretlsi( rt hat slch-mit d«:n noch zu 
erw^ihnenden, angenehmen, abei wirtschaftlich bedeutungslosen Aushahmen-noch 
gar nichts und ich bin i^ wesentlichen aui" Jene Hoffnung angcwii sen,die 
Sie mir genau so vorgaukeln wie die ringeborenentdass die Chance gerade 
danii kom t^vvenii man glaubt, sie we dv gar nicht mehr ivommen,! igentlich 
■lisste Sit sich aber auch natob dieser Formel Jetzt schon einge teilt ha- 
ben.ls ij-'t Hii^I eigtntlich die grössere : ntt iuschung,dasr. auch Lucy bis- 
her gar nichts gefunc n hat, nicht einiual Privatstunden,au::>sei einer drei- 
tigigen Aushilfe für eine ei trankt Professorin und einer einwöchigen 
Privat stunde (der Betreff ende, Btan.t» dtr United Press, hoxlte, nach Frank- 
reich gciichickt zu werden, was sich aber heute als trügerisch erwies), Ich 
c^ebe seit -rci Wochen eine Deut sch-Stunde, einem künftig < n PhD,dt r bei 
«iner iNle benprüf ung die Fertigkeit erweisen soll, geologische Büchei in 
deutscher Sprache zu lesen;also auch eint recht vorübei gehende Sache. Tie 
Privatstundvn werden uns inlt v 1 1/2 bezahlt, was für Talia^' recht gut ist. 
Aber ts iind nur eben keine erhi It lieh« Austaus ch stunden haben wir mit 
recht guten Kr^iften,^ sogar noch weitere Cfftrte, Schliesslich habe ich 
seit l^teber einen part time Job; ich bin"Assistant librarian of Dallas 
Count77Library*;übersetzt bedeutet da:.,dass c^ic Bibliothek im Gerichtsge- 
biude bisher niittags(für d n Lu^xh c^r Bibliothe;carin)une: an Samstag Nach- 
mittagen gt .sperrt war; sie blt^ibt nun-einem wenig dringen^ n Bedarf zuliebe- 
geöffnet, unter meiner Aul :.icht,Der Lonat^^g ehalt bi. tr gt ^ 20,;es ist also 
wirklich mehr die Ehre, ganz regullrer-und v^ cherz beiseite-texanischer 
Staat sbeaüiter zu sein, Der dean^der iiu-ch sehr gerne hfcit,h£:t uar diese btel- 
lixng verschafft, Die Tätigkeit, rie allerdings auch Abstauben, L tikettenklv ben 
und sonstige Fertigkeiten umfasst,i3t im übrigen sehr angenehm; ich lerne 
auch nianches,Vür r.^lem Umgang mit . nwälten und sonstigen unt^ rdurchschnitt- 
liehen AmeriKanern.Es ist ausserdem nicht zu leugnen, dass dieser Posten in 
diesem kuriosen Land, d« n Begin- ein« s amerikanischen background bedeutet. 

Gesellschaftlich sind unsere Erfolge sehr gross, Aber damit er- 
schöpfen Ljich ebt-n unsere Prfolge, Southern x.^ thodi-t Lnivcrsity und was 
damit ausauL enhingt, sonstige i,ehriireise,Alxianct. iTan9aise uiid was damit 
/.usami^enhirngt, prominente Anwälte (jeder einzt^lne het mir bereits dit Ant- 
wort gegeben, das;; er auch liach d grec auch f .r clerical wor.v steinen Bedarf 
für mich haben wird), überall werden wir herumgereicht, eingeladen und gast- 
lich aufgenom en,In Dalit. begini.t sich bereits ^ le sensationelle IveuigKeit 
Zu verbreiten, d SS diese soi.derbaren Fremden eine ganz eigenartige Porm der 
Geselligkeit pflegen:es glDt iccin dinner,es gibt keinen Alkohol (:::rtics zu 
dt.m einzigen ZweCK,b trunKen zu werden, sine eine lau^ . sübliche Ini>tituticvn;, 
e;s gibt kein B. idge oder Poker, es gibt keine Gesellschaftsspiele (nach dcB 
Festem true-false oder noch stupider )"Und dennoch unterh'Ut .an sich;und 
was auch Fuch noch unglauolichei erscheinen wirdica Lucy trotz recht guten 
und raschen Fortschritten im Englischen doch noch nicht sehr redegewandt 
ist, bin vor llem ich es,oe;.sen silve. tongue di. Dallasitei Geselligkeit 
belebt, riestlben Phänomene (gesellsch^rftliehe Irfol^. .abei son: t auch schon 
gar nichts;geltt n für Jenen Kreis, den Walter Frönlich schon in YJicn als par- 
tikulare Ger.einschaft zu bezeichnen pflegte, nicht ahnend, cass dieselbe in 
ihiTcr Dallarer irdischen Lrscheinung wirKlich nui al^^ eine partlcultr 
Community be eichnet werden kann,P;s i^uss i}^i(^t bei ertvt y^:^T6eYi,i4/ dass die 
conr.unity (genau genomr-en sinc^ es ihrer fünlieine reformierte, eine konser- 
Vc:tive u.-d eine orthodoxe lassen noch Platz für zwei 'eitere Koiamei zielle 
K:onkurrenten)zieuaich gross unc besonders woiillrabenc ist,dasb es im ganzen 
110 ^eukömialinge (nicht Familien, sondern Personen)gibt,Gavon nicht einmal 
10 Österreicher, die übrigen fast ausschliesc^lich aus Westdeutschland; von all 
diesen sind angeblich nur fünf(davon zwei Friedman.-s) stelluiigs-bczw,ar- 



btitslos, sodass das lokale Problem wirklich nicht allzu schwierig sein 
sollte. Abtr es herrscht-imir. r abgtsthen von unaufhörlichen llnladungen ge- 
sellschaftliche! Watur und zu allen «kultureliennreignlsben-doch tine 
zitmlicht Trägheit dts Heizens. Es wird glaub ürdig behaupte t,d^ ss es dies- 
bezüglich um Pallas besonmrs schlecht bestellt sei und dass die diesbezüg- 
lich! Aktivit t z.B.in Houston oder Fort Worth viel besser und «ir^^amer 
sei Aber dort ha le Ich nicht S.M.U.mit eilen Anr*hmliciikeiten:nur b.li.U. 

Sudele gro.se üniversity of Texa. in d.r ^^i"^« S*^*J^^^;f^^,*^^^JL iehe 
haben''rtcoEnized'' Law Schools und tiotz meiner heimatliebe zu Texas -iehe 
J?nenndo?h einen in '' r ganzen Unioü anerkannten < tgrec einem bloss in 
Texarv"rw.rt baren (wie sie in den zahlreichen lokalen law schools iabri- 
liert wtrdtn)vor. 

Auch in meint r scholarship AngelegeniitiL hat sich nun schon 
•,eit über zwei Monaten nichts gerühi't, obwohl die"Erhebungen''bti b.M.U. be- 
reits Anfang J:n..c-r erledigt waren und zweiieiios sehr btiritdigcnt ausge- 
fallen sin^. Im, ethln hat sich ein gr« ifbarer-und seio- erwünschte r-^rfolg 
bfreits tin^t stel.tiP.M.Ü.hat mich von jeder wie immer gearteten tuition 
ferbefreit^v^rl^ufig f^jr rins r eit Semester und für d.n Somiceijaber ich. 
iL belhaibSIgs zufriedenstellenden Ergebnis en mit eine. Verringerung 

rechnen, 

«•tet-- Wiedtr muss ich betorien^dess eine grosse Annehmlichkeit 
rir«: cur'ens die ehrliche xicrzlichktit ist, mit der i.an auf genouimen wird, und 
die starke u^S ieitieJbreitete /nti-Naziistimmung. Diesbezüglich konr.teu.an 
sehr ruliig sein,wenn es politisch bloss einen Kuren g^be ries gij-t h^er 
glelcherwiise f'r Protestanten aller Schattierungen ]f J^^^^ ■^*^,^°i^^5°^,,. 
für Garne r-und für Roosevelt-Le. te .Obwohl naturlich k. in weifel «^^^btr 
bestehen Kan",d.ss die Texas-DeL. gietten für Garner sein ve.den und d.ss 
ä^nei eine(4hwach6)l'a3orit;t unter Texas-Wahiern erreichen wird, i.t doch 
auch eine recht ansehnliche Strömung für Ho'seyelt.Sonöerbar genug li^t 
auch rewey , ine kleine Gefolgschaft unter Mcht-Kepublikfcne.n,£ ber . lies, 
fas r.DUbiikaSsch ist,ist hier m türlich völlig bedeutungslos. In d..r inn* r- 
s?aa?Uchen pSltik is( hier derzeit Keineswegs meh^ '^"n'^^f'i^licff lÄ 
nhunt' i,is landesüblich.durchschnittlich und xb. Grunde ungeiihilich.Der 
S J^eitlße Oovefnor 0^ 0»Daniel,der 19o8 als vollkonimen unbeschriebenes 
Rlatt S ri r irös.ten Lajorit t,;^/^^ die je ein hiesiger goye nor erzielte, 
bereitf in den''!rimri.s ^ew^hlt' wurde, führte clie Campagne mit einer aus- 
^eLichnettn Tekas music band und einem Programm,d«s keines war, iw em er 
fbiehnt^ -aSsser eine« nicht sehr klaren Versprechen von Alterspensionen- 
!rjendeäe positive /.nkündigun, z machen mit Ausnahme ^"^=-^?^„*^J,J^f^ 
PT-imd oer 10 Gebote administrieren werde. Per Grosstell der loicalen ff«^— « 
^^r^eeen Rooaevelt und g gen 0» Daniel; obwohl OTaniel nur zueinem kleinen 
T^Il übe? die dlmoKr^ischl Maschine vlrfügt.ist seine Wiederwahl im kom- 
menden N^veiberdemoch möglich,d. seine bisherigen ^»f.. yj^^J^^^^'^-PoU?!- 
Gegenkandidaten ebenfalls kein Format haben.V.as |^»Ji^J.^*iser .exa.-PoiiT;i 
Ker ist.tendiert nicht nach Amstiii,ion< ern nach Washlngton,D.C.,wo < le 
Möglichkeiten doch ungleich grössere sind. 

W.C. i<.t auf die hiufipe-und vtrstindllche-Frage aus c e» Osten 

liir iiaheliegt,w6n£, es auch nicht a'^'^*--H^t *'u n Proits oren bewegen sich 
zeitlicher Inlnspruchnahiue des re^*^^'s)furS.M.U.-Proies^oren bewegen 

tischen * 150 und % 250 mom tlich,nur ganz wenige Spitzen ei reichen 



-4- 

I '600 bis $ 550;im vSommti gibt ts nui- BtZ€:hlung für dlejenigen^die falc- 
tisch unterrichten; ein ntugte Proles or(allei'dings part tiiut; und vernut- 
lich von dritter Hand bezahlt) bekomiüt % 1000 im Jahijhigh school Lehrer 
(sehr stark in Anspruch genouuücn) haben durchschnittlich <j. 12b im Moiiat^ 
aber es gibt aucii scfche fUr v V5 und für principfals st< igen die Gehalte 
In dem relativ gut zahlenden I^a-^-^^s Ws. zu. ij^ POO monatlich;im Somiuer 
Keine ;:.alilung;eine Sekret irstclle ii^'^^H 6o bis v BO ist nicht besorjdcrs 
schlecht bezahlt; im Warenhaus i^eiüian-Larcus, tatsächlich d m vurnehnisten 
und bekanntesten im ganzen ßUtiwesten, beginnen die Wochenlöhnt bei «jr 12 
und steigen bis zu einem unübej schreitbaren Maximum von 4 IB^Ks gibt na- 
türlich gt nug einzt Int und gentreile Ausnc)hL.<r n;abex d:.s aligei.eine Loi^in- 
niveau ist rt.cht nieder, Is koiamt hinzu, dass man selrir geeignet unc bereit 
sein muss^sicli in völlig lieuartige Verhiltnis.se einfühlen und eingevöhnen 
zu kc)niien;icii Klaubt, das3 ich es einigermassen rcani.;aber es ist nicht Je- 
dermanns w.ache;und nicht immei ganz iticht.Die Dii^erenz zwischen Wien 
und iMt„w York ist für un^^creinen ungleich geringer als Jene zwischen ^^ew 
York und Dallas^ .^^chlies.,lich und endlich ist auch die rein physische 
Gewöhnung an d<.B hiesige Kliiua k«. liitswefi^s leicht, Die einzige Ausnahme, die 
ivh noch iiumei uiachen lochte, ist diejenige für einen selüstständigen Un- 
ternehßiertwenii itmand aui' Grund b sonc«.r i Firtig^titt n ocU:r Kenntnisse 
oc er liiit etwas Kapital (jedesfalls mit viel weniger als anderswo in den 
Staatun)eintn eigenen BetrieÄ eroiinen k&nii;di€sbezüglich ist '^e.r Wettbe- 
v/erb zweilellos Itichter, wesentlich leichter ol.- im ü:>ten oc er litte Iwesten 
und wohl auch ili^ im Westen, Allerdings d^rf sich nitmaii^' voi stelLLn,dass 
er in Vtrh itnisse wie in valifornien um ISbO hlneintio i-t. 



er 



Tass es hier einen unertr glich hels. en Bor/i er gibt,hrbe ich 
Euch bereits berichtet; ie Daue. ist zwi chen 4 (niedrigste Texaner [-ch-^'t- 
zung)und 8 Monaten (ungünstigste Sei. tzung von Ausländern) ;die Waiin.eit 
dürftt sein,dass die Monate Juni bi: einsciJLiesslich Septemb(^r-auch in c 
iMacht-üMum Je Temptratmren von wesentlich unter 30^ aufweisen und zus m^en 
ö bis 4 h gentage haben,dc ss der Oktober fast imüier nocn : ehr h^iss ist 
und er Mai (oft auch zweite Hilfte April) seixr hiufig schon sehr httF mit 
etwas kuirileren N chten ist, Dennoch ist von einem i\iviera-Winter keine 
i^pur;seit Weihnacnt' n ist es genügend kalt;al^ Lucy hiei aiücami, 8, Jänner) 
gab es 16^ und wir hatten auch ni crigere Temperaturen;! st einen Monat 
lang war es untex 08^, is wurde allerdings hv:rvorgehoben,d. sr ^ i( s ^r 
icälteste Winter seit 41 JaiXen sei;neuerdings sine für ntut^ Temperatur? n 
unt«. r o20 angekündigt; das war, glaubt ich, seit 70 Jahr n nicht da;aber das 
ist in schwacher Trost für iiUcy,Dazu komm' n-wie in New York-ausserorr ent- 
liche Temperaturschwankungen inneihalb W' niger stunden und ein eisiger 
Nordwind, dtr über oie ungeheure, berg-und h\lgelioseiA,tli^ fast bcumlose,nur 
mit braunem wSte^ engras begeckte,niciit sehr heit.re texanische Ebene da- 
hinfegt,Und so warten wir geduldig auf das i^rühjahr, d.s angeblich die 
schöne Jahreszeit ist,Elne(auch unter Ausl'indcrn)hier weitverbreitete Mei- 
nung ist,dass Texas im allgemeinen und Della^ im besonderen wenu schon 
Kein ideal gutes, so doch ein besonders g< sunri^s Klima besitze ;bisher konn- 
ten wir auch das nicht verifizieren; ich war zwischen Weihnachten und An- 
fang J'nner,Lucy alsbald nac. ihr< r ntrkunft selrir arg ve. kühlt una alle 
unsere hiesigen Bekan.jten und ireunce sind tn den letzten Wocnen ancauernd 
krank gewesen, is wird dies < lleidings auf d^.s ungewöhnliche Fetter (einige 
Ausl indtr behaupten, das es in Texas jedes Jahr ungewöhnliches Wetter gebe) 
zurückgeführt; im So. mer werdt dann alles gesund sein. 



Seit Lucys Ankunft haben wir ein ganz nettes^efliciency apert- 
ment",d,h,eine komplette Vohnung, bestehend aus Wohn-und cjchlafzim er, Garde- 
robe und Bade zimmei, Küche mit linette,'^' ren Gt ^.amta usmasi: ungefihr so gross 
ist wie ein normales Wiener Zimmer, Preis (eher unterdurchschnittlich) ist 
^ o5, monatlich, bloss eins iilit s lieh Wasser, sod ss . er Gesamtpreis i& 
kalten Winter ^ 40 üi er steigt. Die Lebensmittelpreise liegen kaum unter den 



NfcW Yorcer PreiseDt 



Badt n7ts gibt tinigv wenige, r* cht kleine, nur rur»'Anralnei " 
bfcstimmtt Schwim-basiini^ in tinigtn //^"btsserenWTellen dr ^:tadt;es gibt 
in der n'chsttn Niht tilgen zitiülich grosien küi.jbtiichfcn Stehet ssen Bade— 




lan- 
schient 
hier <assc:iibe trotz de iV olienbaren Temperaturuntei schied; kalifornische oder 
Florida Beispielt können in vaxbtTtm soliden Staat nicht beiolgt v/erden^ 

Wie es üaeiner Frau geruit?Vlir sprechen nicht allzuviel darUb 
Ich giaubfe,d .. s sie letzthin an Un^;ers d rüber pescij^icben Lat^i^ber 
ciri wohl vermuten, de SS iia-e Begeisterung nicht übcmtlssig ist. So .seiir 
e kr qnjtt, keinen Job zu linoen,so scheint ihr die Aussicht einer Hück- 
nach r^ew York nicht unerwünscht zu sein, (Luc> wiio jeeesfalls die hie- 
vSaison über, d.i. bis zur konatswexide April/Mai, hier bleiben; wird sie 
iix.den,wird ^^^ Beate herkommen; wenn riici t,wird Lucy i.acii New York 
krahr> n. ) 



über, 
ich d 
es si 

kcehr 

Sige 

etwas 
zurüc 



Wir hörten unti,r anderen einen ortrag von T^uf- Co p* r unr* 
letzthin eintn von Tho^ias kann. Im April komi-t die Metropolitan für vier 
Aufiührung n herCiinzelsitze von v 2 zu ^^ 6). Es gibt zv^ei konkurrierende 
Orchester hier ;DirigeDt d. s einen Poland-born Jaques Singer, des anderen 



c^r 



im iierbst 1968 hiehe. geko.iiu. ne Vien^ia-born Fritz Fall(vSohn des wSüd- 



bahn-FaiT)'.'Abv."aIies "in allem ist das ixiv^au doch recht be oCheiru:n,wenn- 
gleicn zweilellos besser als ii. einer österreichischen Kleinstadt. 



Icn habe vor zwei Wochen in dtr fraternity für cutsche 
Sprache üDer Wien, seine Geschiv.hte uiid steine liauten gusprochenCmit Hilfe 



von drei 'rndicht n iliustrit^rten Büchern 



ic ich luir aus liou: ton verschärf- 
te) .Vor'ei'ner Woche las'ich in der falias Bar A sociation ein i^aper über 
«The Position of the lawyer in the totalitarian state«,ein kürzt. g'_sjhicht. 
lieber 'überblick um. eine Darstellung der legalen Ver* ndcrungen.Fle Vorr- 
einigung ist die b'. ste unc vo.iiehmste di> ser Art in Texa£;ich sprach in 
eii;em • er handlungss aal, etwas grosser als im Gberian. . sgerUtht ir^ Jfi^^n und 
er ar crnz voii.Lrllt lanc'. süblichex Einführunc u. s.w. Solcherlei Finge sind 
in der Provinz c.bsolut notwendig. 



Nun komi..e ich mit einer Bitte, die ich 



.n 






unc anc' re Brief- 



tr 



empf enger richte. Ich glaube, dcss Sie mit Ihren "Verbindung, n" (Columbia. 
K.rr Vetter in Washington,r.G J,Line Fülle von r.fugee lawyers in :. v ^orkj 
mir vielleicht ..erden behilflich sein kömr n.Ich beriotige,soncU rbar p^ug, 
einige österreichitche Gesetzbücher und sonstige Behelfe. ^'^le Kann ich die 
(leihweise )beko:uiien?Ien führe sit in der Heihenl^olgi (ex Wichtigkeit an. 



^n- 



l) iine ZPO. Es genügt eine Ausgebe, ohne Novellen unc= ohne ^j 
mtr 'jungen. Der Texat, Su,.reme Court arbeitet derzeit an«rul.s%d h. ^ einer 
..rt Ziviiprozcssordnung, welches Gebiet hier aus venchiedoien Ursachen be- 
sonders im argen liegt. Einer m^inei Prof essuren,ein recht rnttcr kenscn,der 
n ohstes Jahr s.inen S.J.D.in Columbia . achen v.lll,c.rr Zivilproz« sr^ ^ '^^\r. 
ist in d.;m Komitee . assgc bend but.iligt.Ich .rzMhlte iiim einiges üb.r^acin 
und die ZPO und .r w rt, interessiert, ruehr zu bissen Vieles ist wepn Jury 
etz. natürlich hier völlig unDrauchbar,aber nanch. s könnt nützlich sein.Fur 
mich natürlich vor allem der .:weck von Verbindungen;^^' er ^ t)er5.te '-^^^^;;^- ... 
hol spielt hier eine entseheidt nde Rol.e betreib s Zulassung zur /nwalt^ ehalt 
itz. Ausserdem vr re 
Aticnt n cn Texas JC' 

schenzeit di<-. deutsv..... y{^j:{^ens,ist Ihnen bekannt, ob und wan_. in der Zwi- 
schenzeit riie deutsche ZPO, das deutsche BGB etz. anstelle der osterreichi- 



Lnc entseheidtnde Hol.e betreib s Zulassung zur /nwait-cnan 
:3 es doch r^-nz nett, wenn cuf diesem Wege ^-^steTi^ichx^KJhes 
Cime, 'bfi^^ n^s,^^^^^ ^^^^ tetk^-^ÄÄ^^- 



v4.:>J. 



»ti « 



5821 Hillcrest Iv^, 
imlver'sltyi^ark ' ' 
r^ila$, Texas 
25, Februar 1940 4 ,,, 



1 . 



^ 1 < V • f 

Ji. ^M' «..1 .JT .«.; 



•A M* 



Lieber ' H^f r t'ökt or ! 
Liebe' FrW' Annle ! 



jüi 



•'-^ -sie sind zwar, wi e* icii VVeiss, aus einem Briefe Lucys ziernlich 
?ut über c^as Thema »Triedmanns und ^exas" unterrichtet. Aber da ich" 
weiss. wie aufrichtig interessiert wSie an unseren Schicksalen sind, sen- 
de ich auch Ihnen Kopie eines ^leichzeitigen"Rechensch?5f tsberichtes", 
den ich Mintzens erstatte. Fs mögen immerhin einige^ F^nzelheiten darun- 
tei^ sein.die Sie noch nicht kenn'^n. '.'^%"1"' 

/US Lucys Briefen sind Sie auch über den' letzten Stähd'der- 
Anrelef'enheit RpouIs und Annies informiert, in r» er.. wir leider im Enkeln 
tapDeti^Ich selbst -habe^'ja^wie Sie w.i'^.sen^ausserdeiti Oktober-Telegramm, 
seit 8 Monaten keirit? direkten Nachrichten:lch'''^ann hiebt beurteilen, ob, 
so viel Post verloren geht oder ob die Wiener schon ganz verzweifelt '• 
'"Sind oder 'was sonst." ' ,, .,. ._;_*, ■^■X: 

Haben Fie, Herr ^oktor, eigentlich s^chon irgendwel6hö Pl-^'^fe*? •; 
/llerdinps.ich verstehe, dass man .letzt nichts pl?nt'.rs ist' doch^leider 
schon penug vor j^ef allen in den beiden letzten- Tahr^h.P^nnoch hat man 
das Gefühl, dass noch immer eine |.rtRuh| vor deih^ wirklichen ' türm 
herrscht. ' ' " ' ^" • ^ ' ■ ■ _ 



'^.*. 



Fir haben mit ehrlichem Bedauern von der feankheit Frau. . 
Annies gehört und hoffen, dass sie nunmehr vpllkommen g^schvmndenlst. j 

.U 1 obwohl ich natürlich nicht mehr ernsthaft daran zweifl*,(lass^ 
•Pallas, Texas. der wahre Mittelpunkt der Vereinipten Staaten und damit ■ 
d«r Weit ist, kommt man sich hier manehma-1 dennoch ein bischen"aus ner 
Welt" vor. Wir sind daher für Nachrichten über alle Leut^mit de^en wir 
nicht in unmittelbarem Kontakt stehen, über N^uanköB^^^ etz-.dankbar. 

■ sehr -herzliche Grüsse Ihneh^^eiden ürld den K:indern,ar::eh von 

^ ^^ Ihr., ergebener 




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- ... ... , • ge- 

sehen GfcsetjB!| in tJaterrpich eingfefüiirt wurden? 

^ , ;B)Die yei-ictiedenen Phasen des ürheberrechtsgeß«tZ€s*Wenn ich 

mich rtcht erinnex'e(-ii&li verglsEt solche Dinge wirklich rascher als i i an 
glaubt-;war das erste Anfang cU-r 90igfci Jährt, di:s zweite 19ß2 unci d«8 
dritte 19ö6 oder 1957.in Kraft ab l.Jull 1957. 

ö)Wle kann mau d s Pe;;et2blat^ für v5aterrelch ab Ifirz 19^8 
einsehen, Indices für 1968 und 19bÖ?ich glaube-, d.^Si3 die bloase Wiedergabe 
• inzelner Gesetze.stexte ein recht wirlisamcjs *»pöper<^ für die Provinz ab- 



gäbe. Die Iiei^t^^ wissen im Grund^ doch so w.epi£-yUei LefiaLea mid über Ille- 
gales. '■ .t"*^!'^. ^ l;,, .■; ■ V. ' ", ■ ■'• ' '^' ?*. ^\ ^-^'•...•'■^ •_ 






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• Ihre Ititt'eilungefi über Fu^h Aind . tiber aM^r^ feVen uÖ3 s(.iir 
interessiert. Wir bitten um weitt r^ uhd ergänzende. Irtan lebt hlei^^ aoch ei 
weiUg a^)Äeits^Wa-:L^.i^t mit F;rau Ilses, Verwax^dten? 



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.» rvj-.- ^^i^ Bruder, liUCj^s Y^ter ü*f tg^iwegtiijr saß* . AngUiX^^^ 
itee^v,in,Wiön*E0(3Jhst ^pr'rUche' i^iachrichten.yoh ihnel;^^(;^h 'Wi.i£i,dass Frau 
Ilse äab. ein weÄlg für üng^^x^Woki^cHtelt .lj«it jaber , ic^. gl^^^ Ut 

nicht so. Der Brüdt^r Lucys mit frau und Kind ist st^it Janrier.^n Ci^le^Dle 
regelmlssigste und sicherste Po i.t Verbindung ist son^erbarer^-irei^^e von 
Austr allen; B^-ieX^.beJDötigeJa.reg^^ma^^ig unt^r vi^r l#cben;dis; Verhütnis- 
s.^ du);»!; achi^inep w«^r^l)Ä^s.er no'ch's4Jil^cht4.r ÄU.aeln ^^.s hiex•zulai4e%('er- 
2et^,,nat^rlliJil^;p^lhtr.1cht^gt duf ch .dij^i Kxx^g,cev Jedoch,wie' Ihr wohl ^ 
schon wi.,$en^weirüet, Victor St^d^Aji;., einen Job fw ^eAitt...cl^ Literatur xin r^r 
UnivvTsity oi Sidney anstelle eihts internierten ^^euts'chen gebracht h.vt 
( austr£ öbO im Jahr, das australische 20% unter (um englis-cheh jüTaiaurus 
Deutschhat bei. fi^^^ Ypn ihm,ey^;i^J^t^^ ifleinen- Ws-iiap. bescheidene 

Inv^r titiqn h^reiAi>r< ^lng-e))UMt., iu» Ji^anto IcoMime^n s-tfO^sw^^ia^ Brief t ndt 

schlechter Post Verbindung; die fcorsl Ist ausgezeichnet:dfis Leben ziemlich 
£?^i#f«ft?^*<fsigjdie- G«.schi|[ft# ,aEtLie<:ht}dte Uti^HUUi {UUiiJ iU /Utt mili. 
t'^ir^ilichtiMgeA Ost% rreicbejp. haben (,ie W^JjlL: »wichen e^ih^^ wohlwolleTit^en, 
abair/ oft' nicht icomigrta^bil^» Int^rüLerungi und der. Freiödenleglon(kLt V^r-. 
pflichtung bloss i. auf ^iegsdau' r): si^ w^rdtJc^. vora^rhand blbse iia. Afrika 
vefWfciwäfct,Cie i^Ost Verbindung aus F«gland ijst^Wss^irjÄ^'H' ^J^ *¥^fi€t^^^^^ 
Zeit sehr splrlich. Angesichts -es eingeschr^:nkten PostVeriiehrs und der 
proyin«iex^-en Lage von Dallas blos.a,#Anfc;ganf b^i^chf^deipa E^ila^e für die 
Mlntzleins« 



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Sehr htjr«liphe Grüsse Buch allen, auch von Lucy, 

Ihr, 



OLuc^f- ^l^ 



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27.2.40 



Liebe Frau Dolttor, 

Vielen Dank für Ihren Brief • Von uns ist 
nicht viel zu berichten, die Arbeit ist weiter interessant 
aber mühsani. Der Koehepunkt der Saison wird der angekfindigte 
Besuch von Wintemitz sein, der 211 e iner lecture in Minnea- 
polis für April eingeladen wurde; sein Brief war heiter und 
guter Laune, obwohl er noch iinraer nichts Fixes hat. 

Aus Australien kamen gute Nachrichten. Viktor Stadler ist 
äsaBOD lexrturer in German an der TTniversiät Syiäney geworden, 
Otto Bondy hat eine Stelle als Accountant gefunden und mein 
Bruder hat Jetzt eine Stelle als Zeichner in einer Maschinen- 
fabrik. Dagegen sind die Briefe aus Europa im allgemeinen 
weniger erfreulich, kürzlich bekam ich einen ausführlichen 
Brief von Miss Hausmann, mit der Sie ja wahrscheinlich in 
besserem Kontakt stehen (ihre derzeitige Adresse c/o Dr. Glass- 
berg - Paris 16, 19 rue Copernic) ; sie hateine Reise zu 
ihren Züricher Freunden benützt um mir ihren Jammer zu klagen. 
Ich kann ihr hier beim besten Willen nicht mit einer Anstellung 
oder auch nur einem Vertrag behilflich sein, das übersteigt 
beiweitem meine Kräfte. ; aber vielleicht koennte irgend eine 
der vielen Finishing schools oder academies um New York herum 
etwas tun. Vielleicht wäre es gut, sich mit Dr.IIula, den Sie 
ja kennen (474 W 2;^8 Str/ oder New School) in Verbindung zu 
setzen , er kennt die Miss Hausraamn ganz gut, hat sehr gute 
Verbindungen und ist hilfsbereit. Sonst wüsste ich niemanden, 
den man da in Bewegun;^: setzBH koennte. 



Mi?^s Hausmann schreibt weiter, dass "Rudi Loebl"learns gardening" 
seine Frau hat leider artritis im Fuss. SiF schreibt leider 
nicht, ob und wann er komratt noch auch seine Adresse. 



Wie geht es Gitta ? Freut sie sidh in Radcliffe noch 
Was hoeren Sie von Friedmanns ? Seit I.Jänner hat er 
schreiben scheinbar gänzlich eingestellt. 



immer ? 
das Brief- 



Wie hoffen, dass es Ihnen beiden gut geht und dass Sie viel- 
leicht doch einmal die Gelegenheit zu einer Rundreise ergreifen 
werden, die Sie auch in Gegenden führen kann, v/o keine Baum^z/olle 

wächst« 

Herzlichste Grüsse von uns beiden 




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1% 9 Janvier 1940 



68 West 58 th Street 
New York City, NtY# 



Monsieur M* Qerreeu Dombasle 
Prench Commercial Counsellor 
610 I Pifth Avenue I New York. 



Monsieur t 

Au cours de notre entretien du Mercredi pass« vous 
avez eu i'obligeance de Ä*4**rir voe bons Services pour la 
recherche des raisons, par iesquellea piusieures maisons 
Francaises apparftment s'Ätaient refus* de donner repense 
k nos iettres. Tout de m&ne j'ai hÄsit* quelque jours k 
revenir sur cette offre, parceque Je me figurais, que ca 
Dourrait peutStre etre mal recu par leö maisons en questloni 
st elies devaient rendre con^pte aux autoritAs sur des suJets 
purm&ent conmerciales« . ^ 

Jo n'y «i p«« eu k repentir cette hfteit^tlon, parce 
Que conune l'envelopp« que je me permete d'ejöuter k oette 
lettre le prouve, U eet bien probable que 1« aUence appa- 
rent est da, sinon au fait, que i'usine eat encore fermfee, 
k la terriblement longue clur«e de teupa, que preade le cour- 
rier Francais actueilement. Aujourd'hui je recois de deux 
cot«8 dee eignes de vie, en reponse k des iettres ftcrites 
aux prMilere jours de Novembre. D'un cot* c»est de la part 
de la malson Consortium de Fabrlques Francaises du Papier 
PeiHtw^ Ivry B/Seine, qui »• informe par une lettre, «crlte 
le 8 OeWiW ,- que l'usine 4tait en train de reprendre le 
travail et que la comaande d'essai serait expedlft - avec un 
ttetard de troiß mois, mais enfin. De i'autre maison 11 me 
manaue encere la reponse par lettre, mais la Diroction de 
Douane m'aviee un envoi, qui appartoent represemte l'exeou- 
tion d»une petite coomande d'essai. 

Vous c©i?>rendres qu'aprks ces deux experiences Je 
prefkre encore attendre, parcequ'il se pourrait que de l'une 
ou I'autre des maisons en question la reponse soit encore 
en route, et je ne voudrais pas abuser votre obligeance 
inutiiement. Mais je vous reste extremement oblig« pour 
votre offre bien coBH>laisant. Si une proposition m' est per- 
mise, ce serait d'exprimer ma conviction. que pour favoriser 
1« exportation Francaise aux Etats Unis 1« acceleration du 
courrier postal entre la France et les Etats Unis serait de 
premikre importance. Je suis convainou, que cette objection 
vous sera deja pai^enue de nombreux cotes. Cependant je orois 
devoir repeter cette verit«, qu'il est iispossible de pousser 






108 affaires aveo ua courrier poatal qui prende plus que deux 
mols Jusqu*^ l*arrlv6e da la raponse« J'admets les dlffioult4s 
da la censurei Inavltabie an temps da guarrai mala Ja pourrala 
m^ljaaginari qu'il aarait poaaibla da «attr.a an vigaur pour la 
ceneure du courriar coonarclai un aervlca apaclaly pautStra 
avec la aupport das Chambrea de Coi&marcay qui garantirait un 
fonctionnament du aervlce po6t4LL aveo l^Amariqua aana das x^*- 
tarda incaloulablea« 

Pour ravenir ii notra cmtretian ja rapbta qua aoua aosunaa 
interasafts a* entrar en ralation d'affairaa aveo des naiaona 
Francaisea« Quand il a*aglt seulement de repreaentation et 
surtout objeta de mode et ae fantaisiet ce aarait pour la 
Vogue Art Noveltiea C0| 1266 Broadway« Pour autrea produits 
et aurtout quand il a^agirait d'achata pour propre comptef 
ce que aelon mon experiences la plupaz^t des aalaons Francaiseai 
qui ne aont paa encore acooutuffiöea aux affaires d'outremer^ 
prefbrent, il e^agirait ou de la Qoldamith & Co Inc. ou de 
la European Textile Corporation, lea bureaux de cea demiers 
ae trouvant en cöraniun h 116 1 Broad Street« 

Poxir tenaineri Je me permeta de reyeiiir k votre off re de 
venir Ak l*aide k un de mea amia ^ 

M« Waltbre Loeblf adminlatrataur delegu6 de S«A«Francaiae 
Seifix I Pont Favarger« U« Loebl a 6t4 arret* aux prämier s Jours 
de Septeabre et il eat encore detenu en^ caup da concentration 
k Mourmeloh - «u moins d^aprbs la demiere nouvellei qui noua 
est arriv6 de aa part et qui date du 10 'Decembre« H« Loebl eat 
un refugi* Autrichien, qui a &t6 an 38 pluaiaurs meia en "Schutz- 
haft" par lea Nazis et qui ayant reuieasi k leur Ächapper, a 
eu audntenant la nvauvaise Chance d'fttre pris pour un Nazi« II 
est un hoBime de toute respectabilitÄf qui 4tait k Vienne haut 
fonötionnaire de banque« II est ag6 d^environ 50 ans et a une 
ferne et uil pÄtit garcon da 7 ans« II serait un oauvre vralment 
charitable, si vous pouxTiez porter assiatanca immediate k M« 
Lo*bl« II ae coi5>rend8| que Je suis tout k votre disposition 
pour les coüts ae cable«etc« Acceptea, M« le Connsellori d*avance 
mes römercimentö ainckres pour votre bpnne volontö de vous oc- 
cuper de ce cas* 

En attente de voa nouvelleai Je voua priei Monaieur la 
Counaellor, d*accepter nea ealutationa respectueuaaaf ^ 



le 9 Janvier 1940. 



68 Watt 68 th Straat 
New York City, N#Y. 



Maneieur M# viarreau Dorabasia 
Pranoh CoDUöercial Couneellor 
6i0, Fiftb AveBue, New York* 



\ 



Char Monsieur I 

Par une erreur i'enveioppe dt« dane ma lettre dUuJourd'hui 
eomaie preuve da la icngue iur6e du oourri^r Francais n'a paß 
U* ÄJoutÄe *i cette lettre* Veuiilea la trouver oi-Jeinte. 

0% m peraeta d^observer qua aelon mon experience le 
courrier avec la plupart des paye Kuropiena va beaucoup plus 
vite que le oourrier Francaie* 



falte< 



AgrAea, Monsieur, l'ajqpression de ma consideration par- 



Enclosure 



/ 



/ 



*v^ 



i 4 



/ 



/ 



2e.Nov«nber iü40 



Lieber Herr Fraiiii, 



EntßcJauioigen Sie die sasamseiige Beliandliwg 
Iliree Brief ö vom d% , aber ich weu:' dio ieUten Wochen 
in ßchx*eckiicher Zeitnot ^and dadurch ist die Eriedl- 
^un^ aer Post eini^ermasson zur Lotterie ausgeartet* 

Waö Ihr« Frag3 betrifft, habe ich üiich bei 
veröchiedenen Leuten zu infomiioren ^esuchti aber 
wenig ver-nuenftige AuskuenftiRS b^kocuaen koennen. 
Eine'^Bank hat mich, axs ich sie wegen Pfuncien an- 
lex*, geii-agtf ^eXcnen Kurs ich fuer InX^mciedinar 
fuer aii^t^n\e»ssori ha-tte una ob ich etwaö abssugeben 
httotte, und aie ich ihr meineci Gefuehl und den Mit- 
tÄüun^en unseres zueric::}ier Vcrtraueiioüiaiuis zufolge 
auf einen Kurs von einer, Doileir riet, n-luhte zu 
ß<ägen gowuest» ich habe mich auch an den von Ihnen 
^euaiuiten Kobert Naumann gewondet, der behauptete, 
dciSö $i.Oö J^rief ohr^e Gexd vorharvdcn ©eij sodass 
ein Kurs von U"Aö (80 Dinar fuor den Doili^r, die 
Sie nenren) etwa^ hoch \;aore» Bio duerfen aber nicht 
Vür^^eseen, (ias3 der jjinarmarkt ganz irreguiaer Ist 
und Vuer das Zusar-^menbriiicI^J^ der Haande (geiruesst 
wohin) nicht die normalen Spcjinun^r^n ge.r'eciuiet wer- 
den koennen# Bchiloeiiiich : handrlt rS hich doch bei 
diesen r'ahlun^ien meit^t um ^anz IcLeine Betratge» Wenn 
dei' I/iann Ihnen schon ö^OOO Din* erlassen hat, sind 
ilun glueckltcii J^0$ dabei geblieben* Dabei weiss Ich, 
dass die Haendler beim Dirar£:eschaeft speziell viel- 
fach ha engen geblieben 6:*Jid und huebschee Geld verlo- 
ren haben* So hat Dugaresa zum Beispiel eine ganse 
Million Dinar Werte, die wir laengsG Ceirieu Betrag 
vor anüertualb Jabren) verkiiult hatten, biß heute nicht 
Mxr Züiilnn^ voi*ßelegt bekoiianen* 7,\x^ groessten Teil 
hal)en wir keine /Oinung, v\m welche dcrzeitl^ö Besitzer 
dieser Vierte es sich handelt* Also gelten mildernde 
Umstaende fuer die Jobber, die unter din heutigen Veiv 
haeltnissen dieses Öeschafet betreiben* Wenn es Sie 
troestet, iwdö hoeren Sie, dass die hi eigen Dugaresa 
Aktionaere ihre letzte Dividende zu 60% das Kurses 
vexiertet haoen, den unsere gluecklcihhren Schwalzer 
CoP4)agnon6 bekommen, dies in vollem Bev/ußstsein das 
elend m Kurses. Aber fuer diese Stuecke ^ab es la 
ganzen Markt nur einen Kaeufer und der diktierte den 
preis* Wahrscheinlich ging ein betraechtlicher Tall 



der Differenz 6B.if Interventioneepesen exxt. So 
lex» ebea die WeXt« 

Ich freue mich zu lesen, dacs Sie wcnigetenß 
"die AueeichV» auf ein gutes Gescliaeft luiben» 
T)aB i9t loehr aiß ich von mir behaupten kaxm# 
keine d«:jrKoiUge Taetigkeit wenigstens ie^ nur 
au 6- und nidi t eintraegliuh und ich werde erst 
in Jahren wiaaen, ob aie Sinn gehabt hat* 

Unsere aebutante sitzt in Caznbrläge und hat ge- 
rtide hsutu auf dad Anerbiete n, sie nach New York 
koTi^Aen und vou einer hiesigen Bekannton in einer 
pai^t^ als debutante einfuelu-en zu lassen, mit 
beleidigter Ablehnung geantwortet* Gie ist ebm, 
noch nldit in den GeiSv do^ L»aiides genug eingedrun^ 
gen» Ihr*^ kleine Soiwester freut siäi des i^aseins 
und d^i' AiiBSidit auf ein Anderswosein* Sio hofftf 
daas Yiiv un^^^ere Absicht unsere ::elte hior abzu^ 
brechen und in Los Angexes nieder aufzurichten, 
d*BmnaeCii3t wai-urojachan v#öruen^ .»ovon sie sie t Ab- 
weclislung ver^i^idxt» un ^diu' kouoiie ich dui^cli alier- 
ha\(X Aoiia.Ltungen noah loiiacr nicht dazu, :-,:mst zu 
kAachen« 

LafiBcn Sie ',id.oder von siCi'i noeren, Uit, besten 

Grue f^öen 

Ihr ergib eiBr 






A' 



1 



GIBIAN'5 ART & RECORD STUDIO 



RECDRD LENDIN6 LIBRARY 
514 MAIN STREET 





FRANZ BIBIAN, Director 

TELEPHONE MAIN 1 6<45 



CINCINNATI, OHIO 

. IJovömbQr @, 19^0 



Liebe Frau Annv und lieber Doktor l 

^ch muss ihn^n doch zeigen (falls sie es nicht wissen sollten) , 
v^as für ein grossartiges Unternehmen ich' ge^"orden bin, Sogar 
ein i^irector bin ich Jetzt; und das Alles verdanke ich dem 
Adoloh. 3oll mir niemand auf ihn schimpfen. Wirklich geankert 
hat 3ich , wenn man s auB d-^r Disti^nz anf^inht, kaum etwas. Ich 
habe; <iine Wohnung, ein Auto, eine "Firma", und Geld hatte ich 
auch in V/ie n schon meist zu wenig. Auch gejammert habe ich in 
Wien schon gerne — also ereignet ^^ich doch wirkl'ch nihil novi 
auf dieser Erde, ^^^ein business ist vorderhand noch nicht sehr 
brisk, die Umsätze bei 3rüder Qibian, selbst im schwachen laonat 
Juni aren noch im:ner etwas groes^er; aber die Aussichten sind 
gut (sagt man). Eben sitze ich hier in freudiger ^r^^crtung der 
Kun -tkritikerin des IS,Enquirer" , (= Linzer l'agespost), welche 
ihren Artikel über dieses neue Zentrum des ^-ulturzent rums 
Cincinnati vorbertiiten will. **aben -^ie Je eine amerik. Provina- 
zoitunge gelesen ? Eine Seite Politik, eine 3eite Borese, 
und die re^fitlichen Über die party bvi i-li^s Cunningham in honor 
of her daughter regrr»/, who is a soohomore of the University of 
and President of Kanpa Lamda Pi und honorary member of gamma 
gamma Omikron. D- staunt der Laie. Und was habe ich ^^chon 
von den täglichen Bildern d:r hübschen debutants, ich bin 
ja doch ^chon ein bisnhen 3 hr alt f^'^.r sie. und ein refugee 
obendrein, ^-as noch viel boeser ist. Sehr boese sogar. 

Kalte ich s durch, so ^^drd ^,'^ohl noch ein ganz anständiges 
Living aus är '-^ache, absr nicht mehr. Das kränkt mich in der 
Seele. Ab jiehbilder und i^hnliches müs-^te man verkaufen, bs dem 
Kunstbedürfnis der Einreborenen bes ser befriedigt ,_al3 
Hol ander und Kol'^^^dtz. Auch sehnt sich mein miüdes erz zurück 
nach Mew i'ork; od.-r wurde ich hier in mein ^reisenalter eing.^hen? 

Von ilerli h-.ere ich ^ar nichts, er muss ^-ohl in schlechter 
Stim^une: sein. Dabei habe ich ihm vor längerer Zeit zusammen mit 
einem seiner früheren flirts geschrieben, 

F''\r eine ir:t erne Verrechnung brauche ich den Kurs für schwarze 
Einare. Wir mussten lei-'er sogar eine -leinigkeit von Frankenbusch 
kaufen d^r sie mit 80 = 1 S berre<-hnete. Ein sehr teuerer Kurs 
meine ich, wenn man $'^"::uft. Vor 6 M^^naten hoerte ich was vom 
90/^95, ab'^^r das "^ird wohl auch überholt sein, seit Griechenland. 
In New York soll Robert B. Neumann, 50 ?ine 3treet (rhone Vü 4-t^2^93) 



^i 



(ahemals ^erkurbank, Ih wleas nicht ,ob er mit dem i'-Iondkalb 
Icentisch Iqt, dasfi immer in Auasee v^ar), Sueclaliat in 
Inl. Dinaren sein. Bitte koennten 3ie mir eine halbwegs 
stimmende Taxierung vers r>haf fen. fch nehme an, siesollten 
darüber sehr am Laufen^ien sein . 

Schreiben -^ie mir auch vas 3ie machen, ^4e- s all Ihren 
eigenen Ddxintants geht; unr"» hoffentlich bescheert mir 
ein aufblf^endes ^esc r-*ft bald mal die ^oeglichkeit nach 
l^ zu kommen und wieder gemütlich mit Ihnen zusammen zu 
sein. 

Viele herzliche .rüsse 



Ihr 







1 ", > 



13. Oktober 1940. 



Liebes Gittciien, 



Dem muntei-eh Gratuiatlonsbrief Deiner gottlob noch unbe- 
schwerten Schwester soll mein Brief f -jlgen; Soselir mir eie ge^en- 
waertigen ZeiLen und die Fveilo der n: UenOigen Briefe die Lust 
au Privatbriefen 



geiionimcn 



haben, di3S ist ein /iolaGS, an "lern auch 



ein Habonvater zur Fedei'i pardon Sclireibmasohine greif eh muss. 

Zwanzig Ja-ire alt werden ißt wirklich ein /üilaejß, um nicht 
nur mit GeschenKen, oonda rn auch ruit fraundiichan und vor^vaerte- 
echauendem Zuspi-uch ueberschuettet r.u werden. Soferne man ueber- 
haupt aem Kaxender eine Bedeatui\i beimeaaen karji, ist fuer Dich 
und dOTdt IXier uns Aj.ie der 17. dieses Oktobers ein bedeutender Tag. 
Dexm v;enn" aucli nicht nach dem Axaerikani sehen GesetZf so nach dem 
GefuehL d^ir Menschen bist Du damit ein erwachsenen Mensch geworden. 
praktisch wirkt sich das im Moment ja nxcht auB : Du bist schon 
vorher viel von zuhause (soweit v/ir in unseren ij'^s^nwaertisen Lebens- 
verhaeltnissen die»sen Ausdruck gebrauchen daerfen) weggewesen und 
hast schon verlier Dein eigenes Schuckkohto gehabt und U'?bKrha\;qpt 
die Details Deines taegxiohen Lebens vielfach imabhaengig von uns 
bestirnm'^n kommen* Nach den /jiripiclungen Gretes auf einen schirpatzigen 
Halö zu schxiessen, waere m^^lir' Einfluss der Eltern auf diese Details 
manchmal nicht unzweckmaessig gewesen. 

Aber im grossen Ganisen ist es gegangen und unsere alte 
Tochter haL sich gar^ gut durch Schule und Loben durchgeschlagen» 



Wir hoffen und w^aenc^chen es an diesem Tage, dass es so weiter gehen 



moege. Bleibe gesund (weiter wachsen brauchst Du nicht mehr), sei 
weiter eirfolgreich in Cer Schule und sei es auch nachher. Und habe 
auch neben der Arbeit Deine Befriedigung - im 3pcrt, mit glrls and 
boys, wo>)ei letztere vorlaeufig noch nicht in Heiratskandidaten aus- 
arten nuesöen. 

r 

NiKHTi das Leben nicht zu schvv-er. Dass Wir etwas Geld geret- 
tet haben und dass Du cen Daseinskampf im Anfang leichter hast als 
viele anaer e, ist weder ein Nacliteil noch eine Hchtode, Bestrafe Dich 
nicht selbst dafuer, indeoi Du das Leben und die Zeiteh g^^r zu schwer 
nimmst. Sie sind ja haesslich, und unser bescheidener Untertanenver- 
stand venaag noch nicnt zu sehen,' wie sie gut werden so-'-len« aber es 
hat sich noch immer gezeigt, dass auch die schlechtesten' leiten nicht 
ewig gedauert haben. So ist anzunehmen, dass auch diesmal schoenere 
Zeiten kormen werden. Man muss sich etwas Optimismus bewahren, zumal 
wenn man Jung ist und daher die Aussicht hat, auch selbst diese bee- 
©eren Zeiten noch zu erleben. Die Natur ist schoen, v/ie Dir neulich 
an dem Her bstnachmittag in Sueiiu Yard selbst wahrgenommen hast, es 
/gibt noch genug nette und interessante Menschen und sonstiges Srfreu- 
• liehe. Also Du darfst nicht zu unfroh in die Welt schauen, nicht wie 
auf Deinem Portraet, das ich Dir beiliegad schicke, wenn ich auch nicht 
weiss, was Du zu tun hast, um diesen Rat zu befolgen. 

Und behalte die ferne Familie in gutem Angedenken, so wie 
sie an Dich denkt und es bedauert, dass Du solange von uns entfernt 
bist. Wir werden uns bemuehen, dieses an uns Denken nicht dadurch un- 



\ 



erfreulich 'zu macheiii dase wir echiechte Nachrichten schicken mues- 
sen. Ein Mittel dazu soll ja sein, dass wir nach dem Westen gehen, 
obwohl das die Entfernung von Dir leider vervielfacht und die Moeg- 
lichkeiten des Wiedersehens noch sltenor macht. 

Mach Deine Durarnhe iten , wie Dein Qrossvater zu sggen pflegte, 
aber sie sollen Dir gut aus^jehen. Und - kurz und gut, alles Gute, 
happy blrthday... 

TJeber GescheiJc haben wir nacjigedacht, aber nicht gewusst, 
was. Daher hat Deine I^Iiitter Dich xxni Deine Wuenschc befr?,gt# Ihre 
Auö:^"ueiirung isr, im Voraub zu^^sa^^t in Jeder beliebigen Preislage 
bis zu sa;'en wir -^.tC»$. Sollte es etwas von dauerndem Wert sein, wie 
ein Sc>2üuckstaeck uder ein Fuciis oder dergl» , kann es auch mehr 
kosten» Gio also Bescheid» 

Wir v/oiien Dir im ITachainein siini Geburtstag Au^ in Aug gra- 
tulieren una Dich auch noch Vor der Abreise sehen» Das wird wohl 
sveckinaoösij in i^wei Parti *3n erfol^:en und dalier wird zuerst Moorll 
komnien, die^^aur Kenntnis v;enoTnmen hat, daSvS Dir Montag/Dienstag 
am besten passen. Vielleicht koumt TJoorli na^^chste Woclie» Ich 
werde etwas spaete:-.'* nachfol£Qn. Wir sind an&\ noch nicht uninittel- 
bar vor der Aorei^e» 

Das 3 Du in e i.neni Settlemont House Volunteer Work inachen willst, 
is^ sicher recht vernuenftij;» Wird dr.s ab^r nicht zu viel Zeit koster 
Ich 'vvaere sciion daraer, das:> Du etwas fuer Deine Gesundheit tust \md 
etvvas Sport betreibst; Eine Sache, die ich fyier zv.eckma:e8Sig halte, 
chciuffieren lernen, ivSt ja jetzt nicht die richtige Saison, und hat 
bis zum Fruehjahr Zeit» Sin anderes waere, rjass Du wieder einmal 
TanzsUxnaou nel-iLien sclltev^t» Idi glaube, ei^ junges !^aedchen, das 
gele':.;entlich auch cat^.s haben wixi. muso nicht nur ueber govemment 
unu politics sprechen koennen, sondern auch tanzen koönnen. Ich 
fuerchte, dass Du damit nicht auf der Hoehe bist. Was haeltst Du 
davon? 

■JlÄSt Da in Cöinbrid^e eir^iial mit Prof.Haberier s^nprochen ? 
TIast Du Dr. Winterniti. jesehen? Wir haben von ihm seit langer Zeit 
gai' XAichtt; ^ehoert? Ih'A was macht Geor^ie ? Dass -ar mit Frau H» 
und Prof. E» beisammen waren, duerfte Dir Koorii schon berichtet 
haben» Sonst haben wir nur die uebliclien Leute gesehen» Die einzige 
Keuerscheinunj -und wahrscheinlich nicht zu regelmaessijem Gebrauch 
war Keitlerc Protektor Dr» Littauer, ein hiesiger Aimalt, der mir 
recht £ut ge-^'allftn hat» 

Post bringt weiter nichts Erfreuliches. Feuei*dings scheint 
Lene Lieser um ihr Fortkommen aus der ' Schweiz besorgt zu werden» 
Ich weiss leider nicht, ob v/ir ihr werden helfen koennen» Die an- 
deren stecken alxe noch am alfen Fleck, wobei H?.\asens und Ludwig 
mir mehr Sorge als bisher machen, weil der Balkan immer unsicherer 
aussieht. Aber mehr tun als warnen, bezw» VJ|yKj verschaffen, kann 
ich nicht» 

Lasse bald hoeren» Und wenn es geht, auch etwas perßoenllches- 
Wenn unsere Beziehung sich nur auf Brief schreiben beschraenkt, muss 
man in den Briefen mehi^ sagen» Auch wenn es unerfreulich und die 
augenblickliche Stimmung sciUecht ist» 

Qruss und Kuss der Alten 



Oc^JU iö f^ko 



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, July 
25th, 

} iBB Gitta linder, 
H.E.5 (H.F.5?), 
•iork Camp, 
North Weäxe, 
üiÜBOoro Gounty, 
Mew Hampshire« 

Daar Gitta:* 

Dl'. Robert caiieci me up just aon axid toid ^e tl-.t yju had asked 
him für a cop> of jOur x'areatfc »Itineraxy • I therefore encloea 
herewith copy of the Itinerary which your Fathex ieft with me. 

You iftTill eee irom saraie that your Parente iriteud to ieave Colorado 
üpringfi probabiy on Simday aliernoon, which makee it doubtful 
whetiier an Airmail ietter irjm yo . will still reach theai there, 
It would therefore be safer to send a cuüy of v/hatever you iiay 
ba writing now to Los An^eleQ. 

Ä'e were yeT\/ ^laa to hear from your Luther the other day, that 
you are enjjying your Ctjap life. If you need anythiii^i from 
iiere^ do not hesitate to iat me kuow. 

We were soxiy we uid not see you before you Ieft Tot Camp^ and 
ara looking forward to meatirig you a^iain whea vou come back to 
Naw York» 

lith kindaet regards fro« Mrs. Pal« and ayRelf, I am. 



YooTß very Bincerely, 



V:ola 
cc: A« 

£ncl« 



U* 



U. PALM* 



21.Jüli 1940 



Liebe Qltta, 



ich habe Dich fo«5,^««^r^i^^SabtfSs8erdä Aicht will, 
nur einen D ^^h schlag gema*thabe^aaB gpeciai 

Auf Deine Beraerkung hin, ^f ?^^^«^*,äSJ SSt 
IntereBsieren. habe ic^ Dir die ^f J^J^h^^^ nicht 
geschickt. Nach «6^«™,^^^^^ IntSesSeren/Denn dafuer 
Ä\?h^rSe ÄrfnTc?glVsreuSS^hoerde etc. Aber 
das wird mich ni* ts mehr angehen. 

Wir heben Dir heute mittags telegraphiert, dasB wir 

Deinen ^Suf^fSr rT^LSSfaeL^ä^äieSt'enliSl Wochen 

richtig Bienstag ^f}<3. wf^^^if ^tJ'in äSr äi8CheS»«it 
wegjbleiben. HoffenU^h^blel^t iW^d^^ ^^^ 

gesund una habt von Eu^n Ferien v«|* ^erika zu sehen 
Stelle htiette ich die Chance ein öwecR ""j, . g^^^j^ g^ 
San Lagex-ieben vorgezogen^ber das ^*,;«SJJJS:JS\uf- 
schmackssache. "i^.slnd noöb ^^r!\-r; ^liem Jedes unserer 
fassung befangen, dass i«*«'^!,,**!?^^ -oll! Wenn die Frei- 
Kinder nach seiner ^acon selig wer^nwii^wg^ verhelfen. 
heit nur dienen wueroe, den Menscnen »u« wj.«" 

Fach Ablauf Deiner CaBpz^t waere es Koortl am "ebsten, 
wenn Du eu Miss Wolfe g«J«'?.5^«^f Id^J'^Jchrlf Ul^iiSchem 

haben duerf ten« 

Auf Wiedersehen, enjoy your vacatlons und bleibe gesunde 

Herzilichen Grase 



lfc#Jui.i i^MO 



Kan wix^d nicht fertig ait €tea 

Zeut% ^^Itte &c-iick3 dU beixiogeride 
ünter5ic:irift£?>: rtö - äH dei- idlt a«ü« 

ba:^ oicnviatei» 8t3iie mit Iioiner ünt#p^ 
Schrift ve:.*fc.<ir..>n - mi'Crar Verwendung 
beix.L«:3eiicion J^.avtar.^^ u/i da.« a 

Die A2:itv\,'art auf nüdinan Brief 
ist k7i£ipp unu gibt »xr nicht die erw 

hoff te liaitvoixe ^-rkiaerurig aeber 
die r-eheinnlcvs^ d;ii:- ?«igiiißae#« 

I>a wi2* hof^^nULcili an Dienstag 
j^ii^on> xici) a ioii vi ex tu tun# 

Hö:^*üI. Gruesee 



wmmtmmm ^ . r m m " i ff i 



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SALtSMAN'ö NO. 



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AMT. RECO. 



SALESBOOK & CH' CK NO. 

896-20 



AMOUTÄ OF SÄLE 



1 ifcim^ll^'" r- ni"' 



13. Juli 1940 



Liebes Gittchen, 



Beim OrdnuDgint^cheii vor der Abreise komme ich darauf, 
dasß wir voriges Jalir uebereehen l*ben, bei dem einen Einlage- 
bulh der Emigrant Industrie! Savings Bank, welches auf Deinen 
W^äi lautet. Voixmacht auszustellen. Bitte unterschreibe daher 
beiliegendes Fomular an der Gitta Untrer bezeichneten Stelle 
und schicke es postwendend zuinieck. 

Zum Ordnunsniachen gehcert auch Vernioegenezusamraen- 
Stellung, an der ich arbeite. Den ersten Teil derselben schicke 
ich Dir zunaechst und bitte, ihn dirchzusehen und mir dann 
aurueckzuschicken, eventuell mit Fr-agen. Ich moechte, dase 
DU informiert bist. Man kann ni<h t wiseon, was uns zustoeest. 
Die weitere Aufstellung, die ja zumeist fragwuerdige Werte 
enthakit, schicke ich Dir dann naechster Tage. Ali das braucht 
viel Zeit. 

Schliesslich ist beiliegend audi Dein Radcliffe 
ZeuCTis. Ist es niÄt etwas schlechter, als wir gedacht hatten? 
Gibt es auch B plas, C plus? Was ist der Unterschied zwiechen 
Course und Half-Course ? Was bedeutet die Bemerkung "She has 
rScei?ed credit for...", bezieht sie sich auf aas abgelaufene 
Jahr oder auf das kommende? Der Passus "with ßrades 6J C er 
hiPher in 6" und dann wieder weiter unten "C or higher in 11^ 
Ist Sr f^anz spanisch. Du hast credit erhellten 9^ Courses with 
Jrades of C or higher in 9^ und musst naechetes Jahr bestehen t 
3 Courses, with Grades of C or higher in 2 ? Diese Ixoehere 
Mathematik habe ich nicht gelernt. 

Wir studieren ernstlich wegzufahren. Letzter Moment, 
Dich mzumelden, wenn Du mitwillst. Wir werden immer Sorgen- 
kinder haben. Daher wiU ich einmal mich losreissen. löi habe 
das Gemehl. ein paar Wocher Ablenkung noetig zu haben. Die 
Gefahren, die wir leider sehen, werden nidit geringer, wenn 
sie Immer von hier aus anstarren. 

TTae die Sorgenkind-.- r betrifft, ist Herli wirklich 
in Domingo. Seine Partnerin Frau Marton h€.t ihren Mann bereits 
aneerufen. Wir selbst haben noch keinen Brief, lüach einem un- 
ve?buergten Geruecht - via Haberlez- soll Kises gelungen sein, 
die Schweiz zu verlassen. Wir selbst heben keine direkte Nach- 
richt. Beckmanns habe Affidavit beschafft und Depot errichtet. 
Hoffentlich geht es. Ludwig ist mir leider Mexico missiungen, 
dafier hebe ich - spasshafterweise - an der Kaution, die ich 
geleistete hatte, infolge d r Kurssteigerung «i" P^f .^^'^^^J;. ,„ 
Dollar verdient. Jetzt werde ich Hermine mein Affidavit schicken, 
nachdem ich von Berthe hoere, dass sie szt. registriert bat. 
Sie kf»Sn ja lli Kaufmanns wohnen. Kaufmanns sind auf der Suche 
nadiSSer Wohnung, in der sie ihren Moebeiki-am aufstellen und 
Zlmer vermieten wollen. Paul hat noch immer nichts. 

Solltest Du nidit naechstes Jahr mehr nach der Seite 
der Economlcs steuern. Governemnt wird doch fuer unsereine» eine 



ZBiiz aussichtslose Sache sein« Hast Du Dich infoi^miertf was Du 
mit dem Degree des A#B. und Spezialisierung auf Government eigent- 
lich praktisch anfangen kannst ? 

Das Zeugnis schicke bitte zurueck, damit ich es zu den 
Dokumenten im Safe lege« 

Ganz kinderlos haben wir es still iin Appartment* Aller- 
dings mehr Verkehr, als ich Zeit habe« 

Alles Gute und ein Kuss Deines 



^^--c^^ ^a5^cx-^-<-.<-^ 



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29.Aprii 1^40 



Lieber Ernst, 



1 V 



Ich konnte Dich um Fcliiencles bitten : meine Kusine 
Hella Schneider steckt noch immer in Pra^ una ist in Geldver- 
le.j?nheiten« Ich habe ver^sucht, ihr Geld von meinem Konto bei 
der Pebca zukommen zu lassen, aber das Konto ist auf einmal 
von der Ge gesperrt. Dann habe icix ihr von hier aus durch je- 
mand etwas ueberweisen lassen, <»ber das Geld ist sdieinbar 
nicht anßekeramen. Sie schreibt nuni dass vielleicht Du von 
Deinem Prager Konto ihr etwas zukoom-en lassen koenntest, wenn 
Du in der Disposition darauf hinv^eist, d&ss es IXier Deine Ku- 
sine als Unterstuetj'.ung bestimmt ist« Moechtest Du ßogut sein, 
dievsen Versuch mit zunaechst Kc# 5.000«* z.u machen. Sie ist 
uehersiedelt una Y/ohnt Jetzt : TT Krakcvska 1*3, ^.HauSi l.St. 
Tuer 11. lieber aie Verrechnunj ^eraen v/ir uns S2it# unterhalten. 

Bitte mir, falls Du diese Disposition nicht v#r- 
nehsnen kannst, kurz zu cabeln: Un^er Parkchambers New York 
UNI^IOEGLICH. Falls Du aber die DivSposition erteilst, warte 
bitte aas Ergebnis ab und telegraphiere : MISSijUNGEN oder 
DUi^HGhRJEHltT - je nachdem. Besten Dank im Voraus fuer Deine 
Bemuehuno;^ 

In allen andern Pexan^^en leider nichts Neues« 
Nichts geht vorwaerts. Es ist aucn hier kein Vei*gnuegen zu 
leben« Felix schreibt mir. d^ss Som^^bor ein ganz ertraeglicher 
Aufenthalt eeln aoll. Hoffentlich if>t seine Darstellung nicht 
zu schoengef*«erbt. 



l'^it herzlichen Gru^ssen 



Dein 



8S CCHTl Dl 3Ai;0I4 



^ March ?9, 19*40 



I 



U. S, Cont'ul ueneral 
Hon. Jchn J. Meily 
uagreb, Yue:ufllavla 

Havlrifi been inforrred by irrnnt Glasner that you haye 
rfquested a Dan Sc iradatreet reoort cn %e^ I bfg to 
notliy you that I have requeeted Dun Sc Bradstreet, Inc. 
to send such repurt direct tc you, 

Mr. Glasner also wrote me that you reculre proof th^^t I 
have paid my U. 3. income tax es ano I encloae her^ with 
photostatic cooy of a letter from the Treasury Department 
dated iPTil 10, 1939 Cfrtifyin. that »t that tlme I had 
paid the first in^tallment of the incoKe tax payoble by me 
for the year 1938. The balance of my 103S income tax, I 
paid on or brfcre due daxe of the other thr^e Installments. 
I have also filed my income tax r*turn fcr the year I-39 and 
paid the first installment due March 15th cn due datr. 

Sincc the Treaeury Departiient is reluctant to ^ive more than 
two uckncwleagments f « r guch oayrents, n' d since I have used 
thi<=? jrivilere alreedy, i h. /^e ycu will take my assurance 
that all jncc.me tc^xes due '^t this time have been ^aid by me 
to the Treasury Departr:ent, 

Respectfully ycurs, 



ENG: 



miCH KTTIBFL 




C^iy 



*-.-• 



L/ 



\y 



New York, 4tMaer2 1940, 



iiieber Ernst, . 

Dein« lieben Briefe vom 13. Dezember und ö. Feb37uar 
sind richtig in unseren Besitz gelangt. Der erste Brief langte 
er st nach der Absendung des Affidavits- von dem ich hoffe, dass 
es bereits in Deinem Besitze ist- und der andere vor ein paar 
Tagen ein# Es tut mir vom Herzen leid, dass Du nicht und nicht 
zu Ruhe kommst und dass dieser Zustand noch eine Weile dauern 
wird. Was die Erlangung eines Affidavits füer Frau Eaith betrifft, 
so werden wir uns bemuehen eines zu erlangen. Ich bitte Dich 
daher alle Daten umgehend einzusenden, da ohne diese ein Affida- 
vit nicht ausgestellt werden kann. Wie Dir Georg sicher geschrie- 
ben hat, ist die Erlangung eines Affidavits ausserordentlich 
schwierig. Sogar dann schwierig, wenn unsererseits eine Rueckhaf- 
tung uebernoramen wird. Ich hatte ausserdem die Sorge, dass ^rau 
Edith ueberhaupt nicht nach New York koennte, aa sie in Ungern 
geboren ist. Ich freue mich axso, dass Du diese Schwierigkeit 
wirst ueberwinden koennen. 

Von uns gibt es nicht viel Neues zu berichten. Den Kindern geht 
es gut. Greterl ist auch hier sehr vergnuegt und mit der Schule 
zufrieden, da sie sich dort ganz durchgesetzt hat. Haeuslichen 
Anschluss hat sie keinen an die dortigen Kinder, doch sind Jetzt 
Stefan Temmer und Doris Rosenzweig hier, sodass sie ihre Sonn- 
tage versorgt hat. Sie sehnt sich sehr nach i*'rieda, die anderen 
Kinder sind melir ein ^^rsatz. Gitta fuehlt sich in ihrem College 
sehr wohl. Sie hat sehr viel zu lernen und andauernd Pruefungen, 
die sie gut besteht. Fritz und ich haben an unserer liebensweise 
nichts geaendert,d.h. wir leben weitere in Parkchambers und sind 
vollauf beschaeftigt. Es kommen immer mehr bekannte herueber, die 
sich auch langsam hier eingewoehnen muessen. Kuerzlich ist ^rau 
Braun, die Schwiegermutter der Sophie F. hier angekommen. Sie 
war viel mit Deiner Schwester zusamnen. Sie hat, wie Sophie 
mir erzaehlt, ein paar anstaendige Leute zur Seite gehabt und 
diese auch mit Deiner Schwester bekannt gemacht. Von meiner 
Schwaegerin habe ich erfanren, dass Onkel Willo auf iiuftveraen- 
derung gegangen ist und ihm die neue Umgebung gut gefaellt. Neu- 
lich bekam ich von Pauline Hauesmann eine ^*achricht. Sie hat sich 
nach Deiner Adresse erkundigt. Sie denkt sogar daran, nach Zagreb 
zu kommen. Sie will dann spaeter nach New York kommen. Da sie 
erst im Kai 39 auf cechische Quote registriert hat, so wird 4hr 
Herueber kommen noch eine Weile dauern. Sie ist Jetzt in Besancon 
oder Paris. In Zagreb hat sie eine liebe Jugl. Freundin, die ihr 
zum Hinkommen raet. Vielleicht wird sie Dir selbst schreiben. 
Wann glaubst Du, dass Du das Visum erhalten wirst, stimmt der 
Dir seinerzeit in Aussicht gestellte Termin? Von Arturo haben 
wir gute «^Nachrichten. Er hat bei einer Familie ein angenkhmes 
Heim gefunden und ist soweit zufrieden. Von Lutz haben wir oefters 
Nachrichten, seine Eltern sollen ihn Jetzt besuchen und er will 
mit ihnen ans Mehr gehen. 



Ich bitte Dich, mir die Daten fuer das Äff idavit so bald als 
moePiich zu senden, damit die einieiteiiden Schritte gemacht 
werden koennen. Hoffentlich bleibt das lieben fuer Dich äugen- 
blicklich ohne allzusrosee Aufregungen. Wenn Du die Kinder 
wiedersiehst, so richte ihnen auch von uns und besonders von 
Greterl viele- Gruesse aus. 

» 

Ich sehe Deinen baldigen Nachrichten genie entgegen und 
mit herzlichen Gruessen, 

Dein* /, 

•■ ■/ M. ■ ■ ■ 



» i 



c/ o 



Zagreb,5.Feber 1940. ^.^.^^^^ 



Ernst Glncner c/o sudar, 
Pod Ziäor. 5,IV/desno 
Zagreh, Yougoslavia 

Heine Liehen! Ich bin sehr betrübt, dass ich auf meine beiden Briefe, nie 
ich zulet::t an Euch/den letzten an Annie/ richtete, ohne Antwort blieb und 
ha m nur annek'ien, dass beide Briefe in Verlust gerieten, obwohl zur glei- 
chen Zeit an George abgefertikgte zeitgerecht ihr Ziel erreichten. Auen an 
Citta cchrteh ich, ohne bis heute Antwort erhalten zu liaben. Es Trennen nur 
die der eit nnsfcheren Verbindungen daran schuldtraaend sein, aber da ich 
besonders in meinem an Annie berichteten let ten nchreihe ■ mein Herz aus-^ 
sch'lttete, tut es mir natürlich leid, dass es in Verlust ceriet. Nun be'':am 
ich cestern von George die freudige Hit eilunc, dacs es doch ^ritz geVmgen 






m 






'mgen ricliiin orientiert ist, das heisct, dacs er weiss, r'acs bei friend- 
^htp-affidavils die Steuerbestätigungen und VermögensverMltnisse d".rrh 
antliclie Beglaub iqunaen bestätigt, beigefügt sein messen und au;' jeden Fall, 
damit später keine Ver-ögerunoen entstehen, auch eine Dun-Äus\unft i^eiliegrn 
soll ir'ns die Pro'iedur erleichtert. Ich bitte Zuch nun, meinen nachfolc -näen 
Zeilen, iene spr.ielle Aufmerksamkeit z''. schen'^en, die Ihr als ethisch so hoch- 
cteh^^nde" Uenschen ihnen in Riickerinnerung an meine besseeen Zeiten gan::; ge~ 
wirs widmen werdet: Frit' dürfte sich wohl des Tages erinnern, wo er mir im 

'usa ^"tenhann mit der von mir für die Uademoi seile getätigte Versicherung 
riet 'die Prämienzahlung recht kurz zu stellen, da er glaubte, dass ich nach 
'^en. Tode d^'r unvergesclichen Grete vielleicht mich doch entschliessen werde, 
wieder an ein Verehelichung zu denken. Ich verneinte dies in steter Erinnerung 
an ienen JJenschen, der mir unwiederbringlich verloren war und der mir am näch- 
sten stand. So führte ich ein halbes Leben, das ich wohl "vegetier en"nennen 
'man und dav brach das Unglück über uns alle herein. Heine Odyssee kennt Ihr 
^a in -rossen Züaen, Details erspare ich Euch und mir in beiderseitigem In" 
ierec:'e -rv crhitdern, nur eines möchte ich erwähnen, dass es in Budapest 
nach einem ^'Intt er liehen Zwischenfall Edith war, die, ich kann es ruhig sagen, 
^ein Lehen rettete. Als ich Wien in den kritischen Tagen des September 1938 
rerliecc, wer es mir klar^ dass ich kaum die Kraft aufbringen könnte, allein, 

ei es wohin i'^'er nach Übersee, auszuwandern und wenn ich den Entschluss 

-' --'■•—---■'--'-— '■->- -•-^•* --•''-in 






nen 'enccnen rana, aer m aieser jujMceriicn&n zj&uu nur ujurtm^un. uia uuii^ 
wertiner witfHhlender Menschzur Seite stand, dessen Charakter ich genau ken- 
nen und^cchät^en lernte undväies in zahllosen Fällen eklatant bewies^ Und des- 
halb a^nelliere ich an Euch, r esp. Frit ' bei jener Stelle, die sich bereit er- 
f^lärte r*'> ^tch das Af-^tdavit zu geben, durchpauset zen, dasc es auch f'^r sie 
-e-ehen wird, denn durch eine Verenelicnung vor Verlascen Euroms käme sie 
automatisch auf meine äechische Qhta , was mir der hiesige amerikanische 
Kmsul zusagte. Ich glaube a nehmen -u können, dass es dem A^ ■idar-itrer er - 
nicht so eine entscheidende Rolle svielen wird, diese Erweiterung -/ ' ewil^ 
linen, wobei ich darauf aufmerksam mache, dasc ich ^'a ^eimsei>zerzeHiren 
Himkomen niemandem zur Last fallen werde, da ich ja f'r nie erste le^'t mit 
Reserven konmen verde und Zwischenzeitlich durch einen Cousin in Londin 
daran arbeiten lasse, dasc der aus dem Prager Transfer bis dato nicht hono^ 



-iescimistische ist, muss ich äochsagen, aass geieiiies ueia nat eö i^siu u^i, 
mf m'^n nemrinsam alles Schwere, das über uns hereinbrach doch relativ leich- 
ter \:h ertragen ist. Ihr kennt zur Genüge meinen Charakter und Y,]PfrMifJl^' 
mif'nnoij^n nT "^ dn^s ich noch Separat betonen musste, dass ich die iiofjnung 
Tlrht aufhb^nwilT, michdereiWt nach jeder Richtung hin dankbar erweisen zu 



'iönrien. Vielleicht kommt doch noch eimal die ."eit, wo Ihr die Probe aufe 




den Boden deccelben zu verlassen. 

Ifie Ihr wisct, sind ffiiix .. . . - .. , ,^ ^ 

und die Kinder befinden sich gam: wohlauf. Ich selbst wurstele mich, was oen 



und Lise für länaere Zeit nach der Schweiz gefahren 




IcTi bin im Geisl^e bei Euch und wünscheauch ferner- 
hin Erich allen alles Liehe. Litt den herzlichsten Grüssen, bin ich Euer 

dankschuldiger 




Zagreb, 13. Dezember 1939. 

Liebste, gute Annle! Ich erhtilt gestern Deinen so lieben und ausführlichen 
Brief vom ^4JIovember und brauch^ wohl nic'^t zu sagen, welche ganz h^snn^ere 
Fr^nae ^tr nach so langer 7..eit Deine teilen toten. Ich beeile mich auch , 
promot zu antworten, da ich weiss wie verschieden Jetzt aie Po^tlauf zeit ist 
und \ch lege besonderen IVert darauf, dass diese meine Zeilen Je eher in Dei- 
nen Besit< gelangen, denn Deine Kenntnisnahme derselben ist Jet:^t von eminen- 
tem Interesse für mich und meine Zuhmft. Die näheren Details meiner so auf- 
reibenden Reise will ich gat nicht berichten, denn was nan hinter sich hat, ö^ 
soll man nicht wiederkäuen. Ich möchte nur vorerst einiges den hiesigen Auf-- 
enthalt het^^ffen^ aufklären: Um hier mit entsprechender ilotivienmg die Ver- 
lönaerung -^u 'erhalten, ist es jtets sehr :KwecKmässi§, die Weiterreise irger>d- 
wt'^^ belegen :ri -ön-en. Ich tat di^s Vitien von George erh It^nen Affi^^avlt, 
'j^eWhes . '^/2 '^^^^-r lei'ier hei Vorlage bei der ^ie^igen Konsulats behörde als 
oan'K^mnen'grnd erwies. Ich schrieb deshalb schon einmal an George und wieder- 
^tnlte rfl^es neulich auch, aber <u m.einem Entset-en schrieb er mir dieser Tage, 
"acs (fr Profesair, der das Affidavit gab, Jetzt ohne Stel'ung ist und r^aher 
rj^'-ht einmal ^1ie von hier verlangten ^teuerb^stättaungen 'bermitteln k'-^n te, 

Do- er cjfch sonst ohne Vermögen ist, kom.mt sein AJ'"/ idav it überhaupt nicht in 
Frao^.. Di '-ann: t Dir denken, in inelcher Verfassung ich bin, da i^h am 2^. Ok- 
tober 1938 registrierte und nun mir nier jj,gte, -'as, ich in cuA MonLitrn daran 
komv'm werde. Ich h^be ^Iso noch immer kein Affidavit, dass voZUertig ist un^ 
es '^ann passieren, du^s bei dem rasenden Zeitverluuf auch diese 4 Monate um i 
jein iderien und ich werde kein Affidavit habenllch wi)eds wie mitfühlend Du 
stets warst ^ind bist/Dein letner Brief ist der beste Rewij^s hief'r/ und i^h 
habe auch gen'Jg^nd Beaxj.se von Fitzjtens Verständnis für m.eine Lage und e' en 
leshalb bitte ich Dich dri>gerJst lüticl und tege m finden, damit ich end- 
Hch in cleri Besitz eines wirklich guten Affidavits je^ange, wobei ich beto- 
ne, dass ich auch gleichzeitig an George schrieb, dass ich hier h^im Kinsn- 
lat gut eingef'lhrt wurde und man mir sicher entgegenkommen wrirde, wejin ich n^ir 
halbwegs entspreche '\de Garantien vorweise . könnte. Lltbste Annie, Du weiset, 
dass ich seit dem nie verschmer <ten Verlust der wwergess liehen Greteei.erU 



lieh nur veaetiert habe, Du kennst meine Lebenjaia\us...ung ^mr wirst ilt 
begre ifen, d 



».4»%_'o 



T'-^n VV16S 



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ich bei diesen weltumwälzenden Geschehnissen doch \ira-n 
ne^ie Lebe sbujij mit der restlichen Kne^gle, die mi' rrch 



yrit 
d^n- 
i: l ' e h 

en 



'11 finden. Wenn ich nach Übersee gehe, so wäre es uus ve-schieie^^en lt n 
f'ir mich ein grosses rositivum, we'm ich Edith mltneh^ien k^ nie, da ein 
Nach^'O'menlassen sehr grosse Schwierigkeiten bietet, toieman nirhier erlTi- 
lerte. Wenn es den gemeinsamen Bemühungen von Euch und G 
Jas Affidavit von vorneherein für zwii Personen oder für 
Affidavit zu finden würde das in meinem Inte resse besond.^rs nensc hllnhum:^^ 
out gehandelt sein. Das hiesige Konsulat würde überdies den Betrag meines 
^^änsf^rs "f^ ir.h ier'/.eit frei in Lausanne habe mit berücksichtigen um ("^le 



und Georg ael ingen würde 
Hdiin ein separates 



•^ 



H'^he der barant iestellunaen /u erleichtern. Ich habe auch schon Üeo ^- geschrie 



en, ia 






^r 



P. 1 



e oan^K falsche auffa^sunq wäre, betrejjs der Ver, nhaf, mg 



des A-'fiiaDitJ tu zögern, weil mn auf Grund der Registrierung noch ni:ht aa- 
rar W^-it, d^e ei: snV i.e l le Renomtion eines gu.ten Affidavits ist ^t^-ts '^'. nie' 
■ Is wenn -lan bis m^ let'^ten Monent mit der Beschaffung warfJ. . Die h'esf.^e 
katholische Hil-tsa'^tion wird ^seinetwegen auch morgen üsr.ixnAch an die oo- 
rietvi' -rii^nda nach Philudelphia scffcihen und sobald ich näheres er,'ahre, 
j}fir -fi ich G" r:: lind Such hier''ber berichten, Di'Hlitcht Kar^n mn dann durch 
-o'tiae LiLfrchtion r.,s- h^r mn Ziele gelangen. Du kannst Dir der'-rß, dass es 
a'les her als angenehm für mich ist, hier stets in Angst zu lebenfwas wifd 
^ntsürecnend der ^ewaiioen 'o Li tischen Luge die nächste Verfugung hier f^ir 
Leite uns-res Genies seih und ich Wrde sicherlich nicht in so detni liprt-r 
.^eise Such wegen der Affidavits molestieren, Jef. ich nicht a'l^u gute Grm- 
de hicfr hätte! Vielleicht hilft Gott und ich werde m ni ht allmferner Zeit 
doch G''insti, es hierüber von Such und Geotge hören. Glaube mir, liebe Awie, 
was Du über uSAä und die Möglichheiten mir in so intr:ressanter ..eise berich- 



t^st ist he^re noch für mich Theorie, wenn ich sehe welche Schwierigkeiten, 
^an 7Ai überwinden hat, ehe man wirklich das Ziel in greifbarerer Nahe spürt. 
Ich hahe ntch mit den Problemen, denen der in Europa auf gewachsene A Mensch 
rüben gegenübersteht sehr intensiv beschäftigt. Da ich die Sprache ctets wei- 
ter studiere und auch sonst glaube, im Leben imme^ anpassungsfähig gewesen v:u 
sein, nehme ich an, wenn der Zufall mir dann auch ^e^tn werig hold sei?z wird. 
ai.ch dr 'ben nicht 'interzugehen, oS ich nun einen Job in meiner alten Branche 
oder in der Musik oder sonstwo finden werde. Hauptsache wäre es aber, zunächst 
das endgültige Ziel vor Äuget haben zu können und nicht ein ewig gehtztes 
Tier ::u sein! — M Was Du wegen meiner Schwester und. meines Jchwagers schreibet 
wäre sehr schon, ienn aus der Korrespondenz mit George und Ihnen ersehe ich, 
dajs anscheinend das Konsulat nieder etwas als nicht in Ordnung gehe d cefu.n- 
den hat und sie dürften jetzt schon bald daran komren.Hof/entlicn geht auch 
das in lurzer Zeit in Ordnung. Es ist unsagbar, uas der Mensch ausnalten mssU 
Was Du mir von Gittu und Griterl berichtest ist sehr, sehr erfreulich, be-- 
denke doch was ihnen in ihren wichtigsten Entwickelungs jähren erspart geh'ier 
ben tat und welche Möglichkeiten sie dennoch jet^.t noch haben. Gittas Mresse 
habe ich mir vorgemerkt und schreibe ihr. Bei meiner Durchreise bei Rosas 
hatte ich '-eine Gelegenheit Mutter zu sehen, ich kam um Miiterrucht an u. d j fht 
mo^ge.m um 8 Uhr weiter. Überdies wäre es nur für beide eine ^mzweckm.issige 
Auj'regunj gewe^.er, dies umsouehr, als sie mit allen Fasern ihres F"hlens weg 
mochte, aber was ann manv chen? Du hast vollkom^e recht, lor n Du Deine 
Beschäftigung so einrichtest,' dass Du nur schwer dazu komnst^ den tigeren Ge- 
danken nachzuhängen, denn zu viel zergrübelt ma^ eich das Gehirn! Mein Ge- 
such lauft jetzfnnd ich will hcffm, dass es positiv erledigt wird. Ich hatte 
schon öfters Gelegenheit, m.it Ludwig zu sprechen, da er y.eistens Samsta^ nach- 
mitta.' hi.^r ist. Ich bin erstaunt über die richtige und intelligente Kon- 
zeption seiner Gedanken und glaube, dass auch er 'berall seinen Mann stellen 
wird. Felix ist natürlich senr geplagt und nervös, aber das sind wir jetr^t alt 
Frieda und Eva sind sehr lieb, letztere ein schlimmer Strick, aber besonders 
süss. Leider sehe ich sie so selten. Als ich Prag verliess, nusste auch Edith 
weg und nur durch einen glücklichen Zufall entging sie a^l den Scherereien 
betre i's der Kleider etc. für welche sie fast jchon gemungen worden wäre, ob- 
wohl A' Isländer in und zu Be.uch die gleichen Ansuchen ud leidigen Wege w^d 
jinen--hen :<?/ machen wie wir. Sie ist jetzt in Budapest. Ihr wisst wohl, dass 
. \e es wa^, die im letzten Mom.ent dort verhinderte, das^ ir^h in en früheren 
Wohnort zur 'vkgebr acht wurde. Ich glaube, liebste Annie, da^^ ich hüte e^>enso 
"^tai liert berichtete, wie Du es erwartetest und hoffe je eher vin Euch G"n- 
stiyes z^f hör-^n. Bin^j grüsse Fritz herzlichst und Grtterl und sei Du m.it .den 
^i/''ns h^n for alles Li^be u^nd Schöne innigt gegrast 

Dein dan^schuldiaer 







^U^^ ^^Vv, - 





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^^W' Ä^t.,.«^^ v/Cc-w^ /^.^u^t^/ 




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L> 



Samobor bei Zagreb, 27/11 V^. 



Ernst Glasner 
Samobor bei Zagreb 
Gajeva 58,Yugoslavia 

Meine Lieben» Ich erielt hierher nachgesendet das Schreiben vonFritz von 
2o.Jänner' samt dem für mich so wertvollen Inhalt und sage zunächst herz- 
lichsten Dank für seine Bemühungen. Ich hoffe, daps mein recom. Schreiben 
vom 5,Feber zwischenzeitlich in Teueren Besitz kam und es dem Affidayit- 
geber möglich sein wird, die Garantie zu erweitern, denr ich lege die ab- 
solute Hoffnung, dass einerseits meine Bemühungen um Freimachung des 
in London i icht honorierten Schecks der Zivno mit der Zeit z^\\rv^^Ti wer- 
den, wobei mein dort lebender Vetter Neustadt mithilft und dass ^än^seits^ 
wenn ich Europa verlassen werde, mein vorhandenes Gftid auch noch ausrei- 
chen wird, mich dort die erste Teit über Wasser zu halten, bis ich dann 
schliesslich eine Beschäftigwg finden -verde. Ich schreibe all dies, um ^ 
Pritz zu sagen, dass die Erv^terung des Affidavits selbstverständlich keine 
Belastung des Gebers als auch J^^ritzens als Garant involviert, dass aber 
andererseits mir dainit im menschlichen Sinne ein überaus grosser Dienst 
geleistet werden würde, was Ihr im Hinblick auf meine Situation und Ver- 
fassung wohl ohneweiters mitfühlen werdet. Nun zu den einzelnen Punkten, 
die ich Euch mitteilen muss, im Zusammenhang mit dem eingelangt '^n Affi- 
davit: Es mag sein, dass die Behandlung der für Auswanderer einlangenden 
Affidavits in den einzelnen Ländern verschieden ist, T^^itsache ist, dass 
beim Zagreber Konsulat, wo ich nebstbei bem«-kt durch einen anderen Kon- 
sul ganz gut eingeführt bin, unbedingt verlangt wird, dass der Affidavit- 
geber alle gegebenen Angaben hinsichtlich des Vermögens und Einkomm^ens 
belegt und zwar heisst es wörtlich in dem erhaltenen Erläuterungsbogen 
wie folgt: "An affiantÄ net income may also be effectively e^blished 
through the Submission of copies of his federal income tax returns ^or^ 
1938 and 1939, provided that the copies submitted have been duly certi«^^ 
fied by the United Skates Gommissioner of Internal Revenue for his district. 
Affiants who operate their own business may find it m.ost expediant to 
substantiate their alleged incomes and reseurces by having some reliatfle 
credit rating agency such as Dun and Bradstreet submit individual reports 
in the premises direct to this off ice. "Dies besagt demnach, dass ich un- 
bedingt noch nachträglich erhalten muss vom zuständigen Steuramt bestä- 
tigte Kopien der Steurrzahlungen per 1938 und 1939, eine Auskunft von 
Dun und Breadstreet über die Vermögensverhältnisse des Äff id. Gebers und 
über das ausser dem stiondigen Einkommen noch vorhandene Einkommen Aus- 
züge der betreffebden Stelle die das Vermögen verwaltet. Dies Letztere 
ist hier im Englischen nicht angeführt, man sagte mit dies jedoch schon 
seinerzeit, als ich das erste nicht genügende Affidavit vorlegte und jede 
iingabe über Vermögensdaten muss in einer entsprechenden Form belegt sein. 
Wenn also das gesendete Affidavit in positiver Eonti Erledigung finden soll^ 
muss Pritz noch die Gütr haben, dass er Herrn Keibel dies verstendlich 
macht und von Letzterem die oben angeführten Nachträge erhält oder^wenn 
Herrn Keibel dies bes' ^f passt, dass derselbe diese Nachträge direkt an 
das Zagreber Konsulat nach Verschaffung übennittelt. Denn wie gesagt, ohne 
diese Beweisunterlagen -^on Einkommen und Vermögen könnte ich das Visujn 
nicht erhalten. So weit mir erinnerlich ist, habe ich in meinem Brief vom 
5. ii-^eber diese notwendigen Unterlagen schon angeführt und ich will ^^«s- 
mal so optimistisch sein, zu hoffen, dass diese Nachträge auch verschafft 
werden, da ja dies hier die allgemeine Form für die Vollgiltigkeit eines 
guten Affidavits ist. Ich habe noch hinzuzufügen, dass ich m der letzten 
Zeit abermals so ähnliche Erlebnisse und Aufregungen erlebte, wie seiner- 
zeit in Budapest und binnen wenigen Stunden die Stadt Zagreb verlassen 
musste und hierher "in Begleitung" versetzt wurde, da Leute unserer Art 
in den grösscrren Städten nicht bleiben können. Es wird wohl daran §«^^- 
beitet, dass ich zwecks Ausheilung meines Armes dc^ Behandlung m der otadt 
fortsetzen kann, aber mir ist dies heute schon ganz egal, ich hege bloss 
die Hoffnung Europas Staub je eher vAn meinen Sohlen zu scnuxxem. 



Ich habe beim Konsulat, als ich das letzte Mal dort vorsprach, rehort.dass 
auf Grurd meiner Regln! tri erung antunehmen ist, dass ich ca. im Monat Juni 
diran kommen würde- Hoffentlich ißt dies ein T'^rmin, der unter 'den ob- 
waltenden Umständen noch als entsprechend zu betrachten wäre. Ich habe 
schon die längste Zeit von Annie kein Lebenszeichen und hoffe, dass sie, 
wie auch die Finder wohlauf sind und kann das Gleiche von Familie Haas be- 
stätigen, die Kinder entwickeln sich in körperlicher ind geistiger Hin- 
sicht ganz wunschgemäss. Von Gitta, der ich schrieb und welche vielleicht 
mein Schreiben nicht erhalten hat, hoffe ich auch einmal ein Lebenszeichen 
zu erhalten und üb«r Greterls letzten Brief an Frieda _h be ich herzlich ge- 
lacht» Ich bin hier leider nicht mehr so bewegungsfrei wie m der otaUt, da 
■vir uns tä^rlich melden müssen und abends um 7 Uhr zu Hause sein müssen, aber 
dirs macht^mir gar nichts, da ich ja in kultureller Hinsicht hier nichts ver 
säume... Ich lerne fleis ig Englisch, nur der Anschlus-? an musikalische Ere* 
se fehlt vollständig, "-'as mir eben sehr fehlt. , , , ,. v „-n.^ 

Ich hoffe bald wieder Günstiges zu hören und danke >.uch aller- 
■lerzlichst dafür, dass Ihr meiner nicht vergessen habt, hoffend, dass doch 
noch eine nähere oder fernere Zukunft mir die Möglichkeit bieten wird, » 
mich für Euere Küh.e und Hilfsbereitschaft würdig zu erweisen! 

Alles Liebe Euch und den Kirdern „ . ,^. 

Euer aufrichtiger 



6^'*«-*'*"' 



20.Jaenaer 1940. 



Lieber Ernst, 



Ein Freund hat sich mit meiner Garantie bereitge fanden, 
fuer Dich ein Affidavit auszußtelien^ das wie ich nachtraeglich 
bemerke, nicht ganz stimmt, v/eii Du darin ala mein ^effe angegebe* 
bist. Aber das duerfte beiangios sein und awei Exemplare sind 
bereitvs an d« n Consül Mr. Meilj^ abgegangen. Melde Dich daher 
sofort bei Erhalr dieses Briefs beim Ccnsulat. Guten Erfolg. 



Mit herzliche Gruessen 



Dein 



\ 



GOLDSMITH a CO. 

( I NC» 

116 BROAD STREET 

NEW YORK, U. S.A. 



Cable Address "GOLDADO" 

A.I.CODE 

ABC 4''ri" a S''^ EDITIONS. 

ABC 5T-" EDITION IMPD 

WESTERN UNION TEL. 

LI EBERS STANDARD 

PRIVATE CODES 

BENTLev'S"PHRASE ft TABLE" 

TANNERSCOUNCiL 



New York , May 28, 19^0 



Dr. Frederich Unger 
Hotel Park Chambers 
68 West ^6 Street 
New York City 

Dear Dr. Unger: 

I enclose herewith three copies of the letter 
I have written today to the Yugoslavian Consul 
General in regard tc the vise for Ernst ^lasner. 

One copy is for your files and the other two 

are to be sent to your nephew by f irst and second 

mails. 



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Sincerely, ' , // // ' 



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ek: sc 
eng: 



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33 WA '>HIIfuTCN 



p Uay ?8, 19^0 



U. B, Ccnßul Oeneral 
Hon. John J. ' eily 
Zagreb, Yuf^oRlavla 



Re: 7lse for frnet ^laeneri residinir at 
3tidar, Pod 2idom 5,IV/de8no, Zagreb 



Sir: 



I beg to refer to my lette